Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Konzentrierter Psychothriller
Runaway ist ein im Selbstverlag erschienener Thriller. Ich war zunächst misstrauisch, da die meisten Selbstverlags-Autoren erschreckend schlecht schreiben. Möchtegerne, die es nicht wirklich können. Bei David Sedlacsek kann man das nicht sagen. Sein Stil ist zwar ein wenig gleichförmig, aber der Roman ist inhaltlich wie sprachlich sorgfältig durchgearbeitet.
Die sprachliche Zurückhaltung passt außerdem gut zur Handlung und der eigentümlichen Thrilleratmosphäre, die sich entwickelt.
Der Plot ist ein klassischer, man denkt an ?Auf der Flucht? und ähnliches.
Frederick ist ein Mann, der verdächtigt wurde, seine Frau umgebracht zu haben. Er wird verhaftet und macht die Hölle durch. Nach 18 Jahren Haft in der Psychiatrie, glaubt Frederick seine angeblich ermordete Frau im Fernsegen zu erkennen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Art US-amerikanisches Roadmovie beginnt.
Noch spannender wird es, als der Verfolgte einerseits selbst zum Jäger wird, gleichzeitig aber auch von der Polizei verfolgt wird. So bleibt das Tempo durchgehend hoch.
Runaway zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre aus. Wer dafür etwas übrig hat, wird nicht enttäuscht.
Rezensionen von rewa:
Rachemond von Wolfgang Jezek
Rätselhafte Todesfälle
Die Wiener Journalistin Elvira Hausmann bekommt den Auftrag nach Kärnten zu fahren, da sich im Christine Lavant Verein ein angeblicher Selbstmord des Vorsitzenden ereignet hat. Da die Polizei kein Interesse zeigt den Todesfall nachzugehen, beginnt Elvira selbst zu recherchieren. Doch bald merkt sie, dass sie auf eine Mauer des Schweigens stößt.
Selbst nach dem Tod der Dichterin Christine Lavant ranken sich Gerüchte um ihr geheimnisvolles Leben und wenn Elvira es nicht besser wüsste, dann würde sie langsam aber sicher an einen Fluch glauben, den man der toten Dichterin nachsagt.
Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin und Kollegin Karin, kann sie immer mehr Details ans Tageslicht bringen. Dass sie sogar einen Drohbrief erhält zeigt Elvira, dass sie auf der richtigen Spur ist. Als ein wertvolles Manuskript, das pikante Details der Dichterin zu ihrem Geliebten Werner Berg offenbaren würde verschwindet, nimmt der Fall immer konkretere Züge an. Als es dann zu einem zweiten Todesfall kommt, der offensichtlich ein Mord war, zwingt nun auch die Polizei zum Handeln.
Ohne sich der tatsächlichen Gefahr wirklich bewusst zu sein, gerät Elvira nun ins Visier des Mörders, der nicht zögert auch sie zu töten.
Der Autor Wolfgang Jezek hat in seinem Debütroman ,,Rachemond´´ eine spannende und vor allem interessante Geschichte rund um die Dichterin Christine Lavant geschrieben, die nach diesem Buch sicherlich mehr Beachtung erfahren wird. Wolfgang Jezek hat versucht Kriminalfälle mit dem Mythos der Lavant zu verbinden. Die Mischung zwischen Fiktion, historische Fakten und Tatsachen, sowie autobiographische Elemente sind gut gelungen.
Stilistisch ist noch Luft nach oben vorhanden, denn dass z.B Wörter wie ,,hatte´´ unzählige Male vorkommen, wären sicher zum Umgehen gewesen. Ebenso wirkte ein wenig ermüdend, dass in jedem Kapitel darauf hingewiesen wurde, dass Elvira Tee Trinkerin ist. Solche Wiederholungen hätte man vermeiden können.
Der Autor empfindet eine ,,Hassliebe´´ zu dem Bundesland Kärnten, was man sehr deutlich in seinem Roman spürt. Speziell politische Ereignisse und der Schaden der daraus entstanden ist, lässt er ebenfalls in seine Geschichte mit ein fließen.
Manche Szenen und Handlungen wie z.B dass eine Journalistin im Grunde die Arbeit der Polizei erledigt, mögen ein wenig unlogisch wirken, haben aber der Spannung keinen Abbruch getan. Wenn Leser Elvira als Protagonistin nicht unbedingt als sympathisch empfunden haben mag es daran liegen, dass man sie in keine Schublade drängen kann. Ihre Eigenschaften reichen von sensibel und emotional bis hin zu zynisch und arrogant.
Ein interessanter Roman, der mich gut unterhalten hat.
Rezensionen von heinoko:
Sieh nichts Böses von Inge Löhnig
Neuentdeckung, die mich begeistert
Wie konnte es nur geschehen, dass mir die Autorin bislang unbekannt war und ich erst durch diese Neuerscheinung auf sie aufmerksam wurde? Jetzt MUSS ich alle anderen Bücher von ihr lesen: Freude pur!
Kommissar Dühnfort kehrt von seiner Hochzeitsreise zurück und schon wird er durch das Auffinden einer weitgehend verwesten Frauenleiche wieder in die grausame Wirklichkeit seines Berufes gestoßen.
Bei den mühsamen Ermittlungsarbeiten öffnen sich viele mögliche Spuren. Lebensgeschichten treten zutage, in denen Grausamkeiten und Misshandlungen zum Alltag gehörten. Eine weitere Frau wird vermisst und alles wird immer verworrener.
Parallel dazu erfährt man, dass Gina, die Frau von Kommissar Dühnfort, schwanger ist. Das Kind wird nicht gesund auf die Welt kommen.
Vergnüglich fand ich, dass Kommissar Dühnfort ziemlich anspruchsvoll ist, was seine Essenswünsche betrifft oder seinen Kaffeegenuss. Stellenweise hatte ich den Eindruck eines München-Food-Führers. Auch hat die Autorin eine Neigung, Werbung für bestimmte Luxusmarken einzubauen, egal ob Farbstifte oder Espresso-Maschine oder Zigarettenanzünder. Teilweise musste ich mich von Mr. Google aufklären lassen?
Inge Löhnig schreibt wunderbar menschennah, zeichnet die Prototypen sympathisch, selbst im Bösen noch mit einem Hauch von Verständnis. Sie schildert Konflikte nachvollziehbar. Und, ganz großartig, sie schreibt bildhaft, lebendig und sehr, sehr spannend ? bis zur letzten Seite.
Fazit: Ich bin rundum begeistert!
Rezensionen von manu63:
Sieh nichts Böses von Inge Löhnig
Fall Nummer drei
Wildeule ist der dritte Fall den Gesine Cordes lösen muss. Die Autorin Annette Wieners lässt ihre Protagonistin dieses Mal auf dem Friedhof ermitteln auf dem sie arbeitet. In einem Sarg wird ein falscher Leichnam entdeckt bei dem es sich ausgerechnet um einen bekannten Bestatter handelt. Als Gesines bester Freund Hannes in Verdacht gerät muss Gesine weitreichende Entscheidungen treffen.
Der Krimi hat mir insgesamt sehr gut gefallen, die Autorin schafft es mit feinem Schreibstil die verschiedenen Szenarien lebhaft einzufangen. Die Charaktere sind gut aufgebaut und ihr Seelenleben lässt sich gut verfolgen. Durch geschickt gelegte Spuren kommt man der Lösung erst langsam auf die Spur und das Ende fand ich passend. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt und sie ließen mich das Buch in einem Rutsch lesen. Insgesamt eine gute Fortsetzung die Lust auf weitere Bände macht.
Rezensionen von manu63:
Die Fährte des Wolfes von Kallentoft Mons; Lutteman Markus
Solider Thriller
Die Fährte des Wolfes ist ein Gemeinschaftswerk der Autoren Mons Kallentoft und Markus Lutteman. Sie haben eine Geschichte geschaffen rund um den Ermittler Zack Henry, der nicht dem typischen Klischee entspricht. Als jüngstes Mitglied einer Sondereinheit muss er sich um die Morde an vier Frauen kümmern.
Dieses Buch hat mich vom ersten Moment an gepackt, die Geschichte wird gut erzählt und die einzelnen Protagonisten werden stimmig in den gesamten Kontext einbezogen. Der Schreibstil ist an manchen Stellen hart und insgesamt schnörkellos. Leider schweifen die Autoren immer wieder langatmiger in die Vergangenheit ab, das hemmte meinen Lesefluss immer mal wieder. Das hätte insgesamt straffer abgehandelt werden können, denn die Gegenwart war für mich spannender als die Vergangenheit, denn ich wollte wissen wie sich der Fall auflöst.
Rezensionen von Andrea Ogris :
Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona
Die Gebrechlichkeiten zweier großer Denker
Ich war schon zu Anfang skeptisch, was die Buchidee betrifft.
Zwei bekannte Größen ihrer Zeit bis heute treffen sich fiktiv. Eher der Sinn des Ganzen hat mich veranlasst mich für das Hörbuch zu interessieren; nicht zuletzt deshalb, weil ich die beruhigende, dunkle Stimme von Peter Kaempfe sehr mag.
Darwin, wie auch Marx sind gealtert, melancholisch und körperlich nicht wohlauf. Die Autorin hatte offensichtlich, hierauf basierend, Freude an der detailierten Ausführung sämtlicher psychosomatischer und somatischer Symptome der beiden mit all ihren Auswirkungen und so schickt sie abwechselnd Dr. Beckett zu ihnen. Bis die beiden sich schließlich bei Darwin treffen. Bis dahin und nicht aufhören wollend erfährt der erstaunte Leser vieles über Leberleiden, Schlaflosigkeit und Albträume, Bronchitis und das Öffnen und die Versorgung eitriger Geschwülste. Um hier einen kleinen Teil zu nennen. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass auch Herr Kaempfe Schwierigkeiten hatte, dies alles vorzutragen und glaubte, seine Stimme wurde immer monotoner. Ich hatte wirklich keine große Lust mehr weiter zu hören und das lag nicht allein an der Ausführung menschlicher Gebrechen. Ich konnte mich nicht auf die Handlung, die meines Erachtens so lansam vor sich hinkroch, wie die Regenwürmer in Darwins Experimenten, einlassen. Zuwenig erschienen mir auch die Fakten und Informationen über die jeweiligen Werke beider. Kam mal so ein Häppchen, konnte mich wenigstens dieses dazu bringen nicht gleich aufzugeben.
Zwei große Denker sollten einfach so in Erinnerung bleiben. Ergänzungen unnötig.
Rezensionen von manu63:
Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona
Keine romantische Liebesgsgeschichte
Lost in Pain Zurück zu dir stammt aus der Feder der Autorin Jennifer Wellen und ist alles andere als eine romantische Liebesgeschichte. Es geht vielmehr um eine junge Frau die an ihren Ängsten und ihrer Pein, die aus ihrer Kindheit stammen fast zu Grunde geht. In einem Waisenhaus aufgewachsen hatte sie dort nur einen wahren Freund Nick Thornton, doch bei ihrer Flucht aus dem Waisenhaus hat sie ihn zurück lassen müssen.
Danach verlief ihr Leben alles andere als rosig oder gerade. Als sie einen Hinweis auf den Verbleib ihrer vermeintlichen Mutter bekommt entschließt sie sich ihren einzigen Freund aus der Vergangenheit um Hilfe zu bitten, da sie aufgrund ihrer Ängste nicht normal reisen kann. Entgegen seiner Überzeugung fährt Nick Cat zum Ort an dem sie ihre Mutter vermutet. Die Reise dorthin ist alles andere als einfach und beide kommen sich immer wieder näher, um sich dann doch wieder voneinander abzuwenden. Wird es den beiden zum Schluss gelingen die Vergangenheit zu bewältigen und ihr persönliches Glück zu finden? Das Ende des Buches gibt die Auflösung.
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, die Autorin bringt Cats Ängste und Nöte sehr gut rüber und es werden auch keine härteren Details ihrer Kindheit und Jugend verschwiegen. An einigen Stellen fand ich Cats Erlebnisse recht heftig, aber erst dadurch konnte ich nachvollziehen warum Cat so wurde wie sie ist. Da die Perspektive immer wieder zwischen Cat und Nick wechselt konnte ich auch deren Verhalten gut einordnen und verstehen, warum sie sich immer wieder im Kreise drehten. Wer eine leichte romantische Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht werden, wer eine Geschichte sucht die nicht dem üblichen Klischee einer Romanze entspricht, der wird mit dem Buch richtig liegen. Explizite Szenen kommen im Buch vor, aber sie überwiegen nicht.
Rezensionen von manu63:
Zwei fast perfekte Schwestern von Michaela Grünig
Nichts mehr wie es war
Zwei fast perfekte Schwestern stammt aus der Feder der Autorin Michaela Grüning und sie lässt die Leser teilhaben am einem Abschnitt im Leben der Schwestern Stefanie und Lily, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Stefanies Leben eher ruhig ist, hat es ihre Schwester Lily zu einem berühmten Ehemann und einer gehobenen Lebensart gebracht.
Seit Kindertagen bewundert Steffi ihre Schwester und trägt innerlich schwer an ihren vermeintlichen Unzulänglichkeiten. Doch dann schlägt das Schicksal zu und Steffi sieht sich einer schwierigen Aufgabe gegenüber und Lily steht vor ihrem zerbrochenen Lebenstraum.
Die Autorin hat mit ihrem Roman eine schöne Geschichte geschaffen die viele Elemente miteinander verbindet, es geht um Liebe , Freundschaft und Familie. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Die verschiedenen Verwicklungen werden glaubhaft ausgearbeitet und die Charaktere sind gut beschrieben. Durch die Sicht aus verschiedenen Perspektiven konnte ich als Leserin der Geschichte gut folgen. Wie letztendlich alles endet war für mich befriedigend und ich fühlte mich während des Lesens gut unterhalten.
Rezensionen von csac:
Willkommen in Österreich von Maier Ferry; Ortner Julia
"Wir schaffen das" - Schaffen wir das? Was wir für Flüchtlinge leisten können und wo wir versagt haben
2015 bewegte sich - scheinbar überraschend - ein gewaltiger Flüchtlingsstrom auf unser Land in großer Geschwindigkeit zu und zwang die Bevölkerung, die Behörden und die Regierung zum Reagieren. Ob und wie diese Reaktionen aussahen, schildert Ferry Maier sehr eindrucksvoll in seinem Buch "Willkommen in Österreich".
Dabei berichtet der Autor, neben Christian Konrad Flüchtlingsbeauftragter der Bundesregierung sowie von 2015 bis 2016 Generalsekretär des Vereins "Österreich Hilfsbereit", zunächst von den Hintergründen und Erfahrungen jenes Jahres: Von berührenden und motivierenden Momenten, aber auch von Blockaden, die ihm und seinem Team insbesondere im Bereich der Verwaltung und der Politik bereitet wurden. So etwa ist es erschütternd zu lesen, welches "Unwohlsein" drei rasch organisierte und dringend benötigte Sanitärcontainer bei zuständigen Beamten auslösten.
In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Flüchtlingskoordinator Christian Konrad, wenn er etwa berichtet, auf welche behördlichen und politischen Hindernisse sie bei der Quartierssuche gestoßen sind udn welche Ängste der Vorschlag, Kasernen zu nutzen, bei Regierungsmitgliedern auslöste.
"Wir fürchten, was wir nicht kennen und die Politik bedient leider Gottes diese Ängste", auch heute noch, ist eines der Resumees, die Ferry Maier zieht. Von solch einer populistischer Manier, nur die negativen Momente der Fluchtbewegung aufzuzeigen, setzt sich dieses Buch wohltuend ab. So finden hier Menschen Erwähnung, die sich 2015 engagiert, couragiert und erfolgreich für Flüchtlinge einsetzten, wie etwa der Bürgermeister von Neudörfl, Dieter Posch oder die Flüchtlingshelferin Doraja Eberle.
Schließlich kommen in diesem Buch auch Flüchtlinge selbst zu Wort, die darüber berichten, was es für sie bedeutet, fremd zu sein, von der alten Heimat schmerzhaft entfernt, in der neuen noch nicht angekommen zu sein. Es ist "die Geschichte einer Schwalbe, die nicht wandert, sondern zum Zug gezwungen wird", drückt es Mohammad Ibrahim Rahimi in seinem Gedicht "Unvaterland" aus.
Zuguterletzt kommen noch Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, sowie Entwicklungshilfe-Experte Kilian Kleinschmidt zu Wort, die eine Zwischenbilanz ziehen und aufzeigen, was unser Land aus dieser Fluchtbewegung 2015 gelernt hat, aber auch, wo wir versagt oder noch Nachholbedarf haben.
Insgesamt ein sehr sachlich gehaltenes, lehrreiches Buch über ein Jahr, das uns bewegte und dessen Folgen uns noch über viele Jahre hinweg beschäftigen werden. Um mit den Worten Kilian Kleinschmidts zu schließen: "Niemand kann behaupten, dass Integration einfach ist. [...] Wir schaffen das, weil wir müssen. Leute, es wird hart, aber sehen wir es auch als Chance für eine moderne, vernetzte Welt".
Rezensionen von SLovesBooks:
Der Brief von Hagebölling Carolin
Verwirrspiel
Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt. Der Klappentext las sich bereits sehr mysteriös. Ich wollte gerne wissen was sich dahinter verbirgt.
Das Spiel mit den Realitäten ist, es was dieses Buch ausmacht. Hagebölling schafft es immer wieder den Leser zu irritieren und an dem zweifeln zu lassen, was er zwei Seiten zuvor als feststehend betrachtet hat.
Ich war stets gedanklich dabei die Geschichte in allen Facetten zu beleuchten und zu untersuchen. Immer wieder ertappte ich mich dabei alles in Frage zu stellen und dann wieder mit einer neuen Theorie um die Ecke zu kommen. Ein Auf und Ab. Dadurch wurde auch die Spannung hochgehalten. Es gab immer wieder Spannungsspitzen, die auf einem konstant spannendem Fundament fußten. Ich habe von Anfang bis Ende mitgefiebert.
Die Autorin hat großen Wert auf ihre Charaktere gelegt. Sie beschreibt sie eingehend und lässt den Leser in ihr Inneres blicken. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin Marie hineinversetzen. Mir erging es eben die meiste Zeit wie ihr, denn auch sie ist in dieser Endlosschleife aus Realitäten gefangen.
Der Schreibstil ist in diesem Buch ein tragendes Element. Ich finde, dass dieser maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich die Geschichte so toll finde. Er provoziert dieses Verwirrspiel. Ich habe mich denke ich noch nie so intensiv mit Lösungen eines Sachverhalts aus einem Buch befasst, wie bei dieser Geschichte. Mein innerer Detektiv war beinahe dauergeweckt. Es ging gar nicht, dass man das Buch vor sich hinplätschern lassen konnte, sondern man fühlte sich konstant gefordert selber mitzuwirken an des Rätsels Lösung. Dabei ließ es sich immer gut und vor allem flüssig lesen. Sicherlich gab es Szenen, die etwas unrealistisch wirkten, was aber irgendwie zum Kontext passte.
Insgesamt habe ich ein paar wirklich gute Lesestunden mit dieser Geschichte verbracht, auch wenn mich das Ende nicht begeistert, weil es einfach zu offen für meinen Geschmack ist. Das passt zwar wiederum zu der Geschichte, aber ich bin generell kein Fan von offenen Enden, nach denen ich noch mehr Fragen als vor dem Buch habe. Trotzdem kann ich die Lektüre wirklich empfehlen.








