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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Selbstwirksamkeit in Beruf und Alltag von Marianne Glaeser

Ein wertvolles Modell für Selbsterkenntnis, Coaching und therapeutische Arbeit:

In diesem Buch geht es um das von der Autorin entwickelte Modell des Hauses mit vielen Zimmern, das sie seit langem erfolgreich in ihrer Arbeit sowohl in verschiedenen interkulturellen Kontexten, als auch in Unternehmen, in der Paarberatung, im Einzelsetting und auch mit Kindern einsetzt.

Es ist ein leicht verständliches und gleichzeitig wirkungsvolles Modell: die Idee, dass unsere Persönlichkeit einem Haus mit vielen Zimmern entsprechen würde, die wir erkunden und gestalten können.

Es ist eine Arbeit, die die Selbstwirksamkeit stärkt, weil sie uns bewusst macht, Herr oder Herrin im eigenen Haus zu sein und selbst wählen zu können, wie wir die Zimmer einrichten und positionieren, welche wir jeweils betreten und verlassen und auch, von welchem Dachsymbol als Vertreter unserer wichtigsten Werte wir unser gesamtes Haus leiten lassen wollen. Mit dieser Metapher kann es gelingen, über bisher verbal schwer zugängliche psychische Zustände zu sprechen und lösungsorientiert erste Veränderungen einzuleiten.

In diesem Buch wird das Modell zuerst einmal vorgestellt und erklärt, auf welchen Grundsätzen und welchem Menschenbild es beruht. Danach folgen ausführliche Anwendungsbeispiele aus den unterschiedlichsten Bereichen. Die Arbeit mit dem gut verständlichen Modell ist grundsätzlich auf der Basis dieses Buches gut ausprobier- und erlernbar. Wer weitere Unterstützung dabei möchte, für den bietet die Autorin entsprechende Seminare an.

Ich bin selbst im therapeutischen Kontext tätig und kenne ähnliche Modelle, doch dieses Modell in seiner Prägnanz und gleichzeitig Ausführlichkeit war mir neu. Dieses Buch hat mich sehr neugierig darauf gemacht, mich nun auch aktiv damit auseinanderzusetzen, mich selbst damit besser kennen zu lernen und es später auch mit Klienten anzuwenden. Ich kann das Buch allen, die sich für Persönlichkeitsentwicklung, Coaching oder Therapie interessieren und eine vielseitig anwendbare, innovative und flexible neue Methode in diesem Bereich kennen lernen möchten, sehr empfehlen.

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Selbstwirksamkeit in Beruf und Alltag

Rezensionen von nessabo:

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Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel

Kraftvoll und politisch, für mich aber doch zu abstrakt und surreal

Ich bin wirklich ambivalent in meiner Bewertung dieses Romans. Er hat seine kraftvollen Momente, in denen zwischen den Zeilen ganz viel Sprengkraft steckt. Aber er war mir auch zu abstrakt und losgelöst von real Greifbarem. Meine Erwartungen einer sich entwickelnden Beziehungsgeschichte mit viel Einblick in das Innenleben der Figuren konnten aber auf jeden Fall so nicht erfüllt werden.

Den Auftakt fand ich richtig gut und dieser Eindruck hielt auch im ersten Drittel an. Die Perspektiven wechseln recht schnell und ohne eindeutige Kennzeichnung, das muss mensch natürlich mögen. Später teilen sich die beiden Frauen übrigens immer mal eine Perspektive - was bei den Männern nicht passiert und ein gutes Beispiel für die komplexe Bildsprache ist.

Dann zerfaserte die Erzählung aber zunehmend und ich konnte immer weniger einordnen, wo die Geschichte sich hinentwickelt. Ich mag figurengetriebene Literatur einfach deutlich lieber und gerade bei diesem sehr spannenden Thema habe ich das etwas vermisst. Die Gegenüberstellung einer scheinbar perfekten Zweifachmutter und der unfreiwillig kinderlosen Frau ist nicht neu. Aber ich mochte Dita Zipfels Sezierung unseres Blickes auf andere Frauen sehr gern. Sie wirft auf eine besondere Art eigene Narrative über den Haufen.

Auch toll war die Kontrastierung weiblicher und männlicher Solidarität. Wir realisieren über die Frauenfiguren, dass ihre beiden Partner eigentlich vor allem auf ihre Körper und seine vermeintliche Reproduktionsfähigkeit aus sind. Das war wirklich stark herausgestellt! Und während Eva und Linn einander stützen, ohne das gleichzeitig zu romantisieren, zeigt sich die männliche Gemeinschaft von Matze und Felix vor allem über deren Beziehungshierarchie. Matze verfällt dem reichen Felix, der scheinbar mühelos durchs Leben kommt, immer mehr - wider besseren Wissens. Sicherlich etwas überzeichnet, fand ich diese Männerdynamik doch stark geschrieben.

Wofür es von mir etliche Abzüge gibt, ist der Umgang mit Tieren in diesem Buch. Ob die detaillierte Bezeichnung toter Tierkörper, die regelmäßig verspeist werden oder diese Tierquälerei des Kanarienvogels, der das Cover voller falscher Versprechen schmückt - ich fand es völlig unangemessen. Ich konnte das auch nicht als Kritik an der Realitätsferne reicher Menschen lesen, denn Linn hätte als Figur ein konsistent kritischer Gegenpol sein können, verliert sich dann an der Stelle aber irgendwie. Für mich ist das einfach unreflektiert und wenig zeitgemäß.

Handlungstechnisch wurde es mir im letzten Drittel dann auch echt zu wild. Für meinen Geschmack ist die Autorin hier zu sehr in verschiedene Richtungen ausgebrochen, es wurde mir gleichzeitig zu ungenau und übertrieben wild. Damit es zu einem guten Buch für meinen Geschmack wird, hätte es emotional nähere und vielschichtigere Figuren gebraucht, mehr nachvollziehbare Beziehungsdynamik und weniger skurrile Nebenstränge. Der Epilog hinterlässt mich auch eher ratlos und unbefriedigt.

Vielleicht eher eine Empfehlung für Menschen mit Freude an surrealen Elementen und einer etwas wilden Handlungsdynamik. Für mich maximal ein okayes Erlebnis.

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Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

Rezensionen von Ruth:

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Das schönste aller Leben von Betty Boras

Beeindruckendes Debut

Die junge Autorin Betty Boras ließ sich für ihren Debutroman von der eigenen Biographie inspirieren
Wie ihre Protagonistin Vio ist auch sie 1980, nach dem Sturz von Diktator Ceaucescu, als Sechsjährige mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland gekommen. Obwohl die Familie aus dem deutschsprachigen Banat stammt, nimmt sie in ihrer neuen Heimat, einem Ort nahe Stuttgart, eine Außenseiterrolle ein.

Zu sehr unterscheidet sich ihr Dialekt, ihre Kleidung und ihre Lebensweise von dem ihrer schwäbischen Nachbarn. Deshalb gilt es für Vio und ihre Eltern sich anzupassen, nie unangenehm aufzufallen. Mutter und Vater arbeiten hart, damit ihre Tochter es einmal besser haben wird. Wie alle Eltern wünschen sie sich für ihr Kind „ das schönste aller Leben“. Und auch Vio gibt alles dafür. Sie ist fleißig, besucht das Gymnasium, studiert sogar. Sie scheint angekommen zu sein. Das Glück ist vollkommen, als sich bald nach ihrer Heirat das erste Kind einstellt. Doch dann der Unfall, von dem ihre kleine Tochter bleibende Narben davonträgt. Und Vio gibt sich die Schuld daran. Das stürzt die junge Mutter in eine tiefe Krise, an der sie beinahe zerbricht.
Die Geschichte von Vio erzählt Betty Boras in zwei Erzählsträngen, die sich langsam annähern. Der eine handelt von Vios Aufwachsen in Deutschland, der andere beschreibt die Situation der jungen Mutter. Hier verwendet die Autorin die Ich-Perspektive, was den Lesenden noch stärker an der Verzweiflung von Vio teilnehmen lässt.
Es gibt aber noch einen weiteren Erzählstrang, der zurück in die Vergangenheit führt. Im Wiener Umfeld lebt im 18. Jahrhundert Theresia. Der wird ihre Schönheit zum Verhängnis. Von den jungen Männern im Dorf begehrt, von den Frauen als uneheliches Kind gebrandmarkt, gerät sie ins Visier der Keuschheitskommission, eine Art Sittenpolizei unter Maria Theresia. Sie wird verurteilt und ins Banat deportiert, wo sie in einem Arbeitslager schuften muss.
Betty Boras verbindet gekonnt die verschiedenen Erzählstränge, verknüpft ihre Themen wie Herkunft, Zugehörigkeit, Mutterschaft und Schönheitsideale über die Generationen hinweg. Dabei findet sie für jeden Erzählstrang eine eigene Stimme, einen eigenen Ton. Feinfühlig beschreibt sie die inneren Konflikte ihrer Figuren, lässt sie an den Umständen wachsen und reifen.
Was es bedeutet, seine Heimat verlassen zu müssen und in einer fremden Umgebung Fuß zu fassen, kennen wir aus unzähligen Migrationsgeschichten. Doch auch diese hier verdient es, erzählt zu werden. Für die Banater Schwaben gilt zusätzlich, dass sie in beiden Ländern eine Außenseiterrolle spielten. Waren sie in Rumänien die Deutschen, so waren sie in Deutschland „ nicht deutsch genug.“
Warum Vio der Schönheit ihrer Tochter einen so hohen Stellenwert zumisst, lässt sich leicht aus ihrer Biographie erklären.
Immer war das wichtigste Kriterium in ihrer Familie, was andere über sie dachten. Und gerade weil Vio selbst so um Anerkennung kämpfen musste, soll ihr Kind es leichter haben. Schönheit und Makellosigkeit öffnen viele Türen, das weiß Vio. Auch wenn es immer heißt, dass die inneren Werte zählen, so urteilt die Gesellschaft sehr oft doch nach äußeren. Sich von diesem Schönheitsideal frei zu machen, das fällt Vio schwer. Nur langsam und mit Hilfe von außen kann sie darauf vertrauen, dass ihr Kind, trotz Narben im Gesicht, ein gutes Leben haben kann.
Die Banater Erde kommt in einigen Kapiteln ebenfalls zu Wort. „Dreihundert Jahre ist es her, dass ich eure Mutter wurde. Ihr kamt aus vielen Teilen Deutschlands zu mir, aber ihr wurdet alle Schwaben genannt.“ So erfährt der Lesende einiges über die Geschichte dieser Gegend, die einst zur Habsburger Monarchie gehörte, bevor sie nach dem Ersten Weltkrieg auseinandergerissen und zum Großteil Rumänien, aber auch Jugoslawien und Ungarn zugeteilt wurde. Die Bewohner dort hatten es nie leicht. „Die Ersten von euch starben zuhauf, in meinem schleimigen Inneren wuchsen Krankheiten zu Seuchen heran. Die nächste Generation plagte sich mit harter Arbeit, entwässerte und beackerte mich, während ihre Kinder endlich das Ergebnis der Mühen ihrer Ahnen ernten konnten.“
Betty Boras ist mit „Das Schönste aller Leben“ ein beeindruckendes Debut gelungen, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat.
Das Buch ist von seiner vielschichtigen Thematik her auch eine ideale Lektüre für Lesekreise.

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Das schönste aller Leben

Rezensionen von verhei:

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Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict

Thriller trifft Fantasy. Märchen einmal anders

Eine Autorin Katie wird entführt, um für ihren Entführer Märchen zu schreiben, im modernen Stil bei dem Menschen den Tod finden. Auf einem Dachboden in einem Haus im Wald versucht Katie sich zu retten, indem sie Hinweise in die Geschichten einwebt. Ihr Entführer, der sich hinter einer Wolfsmaske verbirgt, setzt diese dann in die Realität um.

Für eine Geschichte im Stile von Cinderella wird Grace entführt und von Zeugen wird beschrieben, dass sie von einer maskierten Figur in den Wald verschleppt wird. Alle Morde werden entsprechend bizarr inszeniert und der Ermittlerin Detective Inspector Lyla Rondell schwant bald übles. Wird sie doch dadurch an ihre eigene Vergangenheit und damit das Verschwinden ihrer besten Freundin Allison erinnert, das eben so etwas von einem Märchen in sich hatte.

Die Geschichte wird fesselnd erzählt und man merkt, wie gut die Autorin sich mit Märchen auseinandergesetzt hat. Die Spannung wird gut transportiert und man ist inmitten in der gruseligen und grausamen Atmosphäre. Interessant ist aber vor allem wie das Thema transportiert wird. Beginnt die Geschichte relativ normal, als klassischer Thriller mit Ermittlungen, einem Täter und der üblichen Polizeiarbeit, mischen sich im Zuge der Erzählung andere Elemente mit hinein. Man wird mit Fantasy und Horrorteilen konfrontiert und es bilden sich immer mehr Metaebenen aus. Man driftet in das Fantasy Genre über und ist sich immer mehr im Klaren, dass das Miträtseln und Mitlösen nicht mehr so einfach, wenn nicht gar unmöglich ist. Weiß man doch nun nicht, was wirklich war ist.

Die Gestaltung und der Titel lassen auch ohne Klappentext schon gut auf das Thema schließen – Märchen werden eine Rolle spielen.

Definitiv eine Geschichte die ich so noch nicht kannte. Spannend und anders durch die Verknüpfung von Thriller und Fantasy.

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Böser, böser Wolf

Rezensionen von nessabo:

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Heated Rivalry von Rachel Reid

Spicy as hell, aber darüber hinaus auch unglaublich lieb

Mit spicy Erwartungen an das Buch ranzugehen, empfiehlt sich auf jeden Fall! Ich habe das gemacht und wurde nicht enttäuscht. Doch auch darüber hinaus steckt so viel Gutes in diesem Buch, dass ich es nur von Herzen allen empfehlen kann, die kein Problem mit expliziten Szenen haben.

Slow Burns sind nicht mein Fall und an alle, denen es ebenso geht: Das ist unser Buch! Ich fand das Pacing ganz toll gewählt für ein Buch, das ich explizit zu Unterhaltungszwecken lese.

Ich habe es geliebt und inhaliert, so gut ist es geschrieben.

Die 6szenen sind wie schon gesagt ziemlich explizit, aber sie sind auch von ganz viel Konsens und Augenhöhe geprägt. Enemies-/Rivals-to-Lovers ist echt nicht mein Lieblingstrope, weil die Geschichten oft von einem Hass geprägt sind, der für meinen Geschmack in der Regel übertrieben ist. Und ich fand es hier ganz toll, dass die Rivalität zwar da ist, aber eben in einem nachvollziehbaren Umfang.

Zwischendurch habe ich mir schon gewünscht, ein bisschen mehr über das Innenleben der beiden zu erfahren. Der 6 prägt lange das Miteinander und schiebt so die emotionale Entwicklung etwas in den Hintergrund. Aber ganz ehrlich? Die Figuren, und dabei meine ich ausdrücklich auch die Nebencharaktere, sind so liebevoll geschrieben, dass ich trotz der kleinen Kritik nichts von der Bewertung abziehen will.

Der Roman ist ein unglaublich guter Beitrag queerer Repräsentation, der mich mehrfach zum Weinen gebracht hat und das ist im Romance-Bereich sehr selten. Es macht mich wirklich wütend, dass der Second Chances Verlag die Lizenz für die anderen Bücher des Universums nicht bekommen hat, obwohl sie sich so authentisch für queere Repräsentation einsetzen. Dass es am Ende doch wieder nur darum geht, welcher Verlag das meiste Geld und die größte Plattform bietet, ärgert mich.

Aber umso mehr Gründe gibt es, „Heated Rivalry“ zu lesen und damit den tollen Indie-Verlag zu unterstützen. Ein Roman, der ganz locker inhaliert werden kann und sich wie eine Achterbahnfahrt zwischen Hotness und warmer Umarmung anfühlt.

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Heated Rivalry

Rezensionen von BarbaraM:

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So weit oben von Susanne Straßer

Erzählen, lachen, staunen

„So weit oben – Eine lustige Reihengeschichte zur Sprachförderung“ von Susanne Straßer hat uns von Anfang an begeistert. Schon beim ersten Anschauen war klar: Dieses Set lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern dazu, die Geschichte wirklich gemeinsam zu erleben. Es besteht aus 10 Bildkarten, 10 Textkarten und 10 Rätselkarten und regt Kinder auf spielerische Weise dazu an, selbst sprachlich aktiv zu werden und in die Geschichte einzutauchen.

Ich war wirklich erstaunt, wie jede einzelne Karte sofort zum Erzählen animiert. Natürlich mussten wir immer wieder alle Tiernamen aufzählen, und meine Kleine klatscht jedes Mal begeistert in die Hände und kichert vor sich hin, wenn ein weiteres Tier dazukommt und sich die Figuren so lustig aufeinanderstapeln. Diese kleinen Momente sind einfach unbezahlbar.
Auch die 10 Rätselkarten haben uns total überzeugt. Sie sind liebevoll gestaltet und gar nicht so leicht zu lösen, sodass man automatisch ganz genau hinschaut und mitfiebert. Der Ehrgeiz, die Rätsel zu knacken, war bei uns jedes Mal riesig.
Natürlich wurde auch sofort eingefordert, die Geschichte nochmals und nochmals zu lesen – und inzwischen träumen wir tatsächlich alle von so einem leckeren Kuchen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, die Geschichte auch in der Schule mit Grundschülern oder im Kindergarten zu besprechen. Im Anschluss lässt sich so kreativ damit weiterarbeiten – ob beim Weiterspinnen der Geschichte, beim Nachspielen, Vertonen oder beim Gestalten eines eigenen Kunstwerks.
Die klaren und ausdrucksstarken Illustrationen machen die Figuren dabei besonders lebendig. Für uns ist dieses Kartenset eine wundervolle Möglichkeit, Geschichten gemeinsam zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und ganz nebenbei die Freude an Sprache zu wecken.
Eine absolute Empfehlung von uns für alle, die Geschichten nicht nur lesen, sondern gemeinsam erleben möchten.

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So weit oben

Rezensionen von Katyleh:

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Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon

Wunderbare Lesestunden

"Ich bin ganz angetan von diesem Buch! Die Geschichte von Jara, einer jungen Kriegerin, die in einer streng kontrollierten Welt aufwächst, ist einfach fesselnd. Die Autorin Cleo B. Moon hat eine Welt erschaffen, die beklemmend und faszinierend zugleich ist. Jaras Entwicklung vom gehorsamen Systemkind zu einer selbstbestimmten Frau ist einfach nachvollziehbar und emotional.

Die Mischung aus Dystopie, Magie und Romance funktioniert hier wirklich gut und die Chemie zwischen den Figuren ist einfach spürbar. Die Beziehung zwischen Jara und Aidan entwickelt sich nachvollziehbar und fügt sich gut in die Handlung ein.
Manches Mal konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Insgesamt ist "Imperia - You Let Fire In" ein spannender Einstieg in die Trilogie, der neugierig auf die Fortsetzung macht und vor allem durch seine starke Hauptfigur überzeugt. ????"

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Imperia - you let the fire in

Rezensionen von Murksy:

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Liefern von Tomer Gardi

Abhängigkeiten

Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Geschichten, die mehr oder weniger direkt zusammenhängen. Dabei führt uns der Autor in verschiedene Regionen dieser Welt. Was die Erzählungen verbindet, sind die sogenannten Rider, also die Menschen, die die Straßen säumen und alles liefern, was der Kunde bestellt.

Egal ob Indien, Deutschland oder Israel, überall hetzen die Lieferanten mit Rädern, Rollern oder Motorrädern halsbrecherisch von Adresse zu Adresse, um möglichst zeitnah die gewünschten Güter auszuliefern. Hier zeigt das Buch sehr genau, was das Problem dabei ist. Es sind die Abhängigkeiten. Die Lieferanten sind abhängig von den Kunden und dem Lieferservice. Zusätzlich gibt es noch Personen, die die Lieferanten gegen Provision an die Dienstleister vermitteln. Die Kunden sind abhängig von den Lieferanten, hoffen auf pünktliche und vollständige Zustellung. Und alle sind abhängig vom Mobiltelefon. Das Gerät, das alle überwacht, Bestellungen ermöglicht, Orte anzeigt, Routen ermittelt oder im Notfall Hilfe holt. Das Buch hält hier schonungslos den Spiegel vor. Wie oft bestellen wir aus Bequemlichkeit etwas zu essen? Machen wir uns Gedanken, unter welchen Bedingungen die Lieferanten arbeiten müssen, teilweise mit anderen Identitäten für mehrere Anbieter. Hier greift die nächste Abhängigkeit. Alle wollen und brauchen gute Bewertungen. Eine negative Bewertung zu viel, und der Zusteller ist seinen Job los. Nachschub gibt es genug. Bekommt ein Anbieter zu viele negative Bewertungen, wird weniger bestellt und wieder werden nicht benötigte Zusteller entlassen. Machen wir uns Gedanken, wie es sein kann, dass zum Valentinstag rote Rosen im Winter zu kaufen sind? Unter Zeitdruck werden die Rosen in Afrika gezüchtet und geschnitten, gekühlt nach Deutschland transportiert und von schlecht bezahlten Minijobbern verkauft. So zeigt das Buch sozialkritisch die Tücken des globalen Dorfes auf ohne allerdings eine Lösung aufzuzeigen. Diese Ratlosigkeit spiegelt sich auch in den Geschichten des Buches wieder. Teilweise sind die Enden so offen, dass ich mich teilweise gefragt habe, was ich aus dem Buch mitnehme. Gibt es eine Lösung für diese Liefergesellschaft? Auf der einen Seite die, die es sich leisten können, sich alles liefern zu lassen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus diversen Gründen auf solche Lieferdienste angewiesen sind. Aber würde es etwas bringen, weniger zu bestellen? Eine provokante These ist, dass dann viele Menschen kein Einkommen mehr hätten. Deutlich wird dieser Zwiespalt am Flüchtlingsproblem. Durch solche Jobs wie im Zustellbereich, finanzieren sich viele Menschen ihr Leben und ihre Flucht mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Das Buch regt zum Nachdenken an. Ob es eine Änderung der Gewohnheiten, der Arbeitsbedingungen und all der anderen Probleme geben wird, bezweifle ich. Dazu ist der Mensch sich selbst am nächsten. So lässt mich das Buch genauso ratlos zurück, wie das eine oder andere Kapitel.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Liefern

Rezensionen von Linelovesreading :

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Der Comic-Club von Scott McCloud

Schöne Zeichnungen

Der Comic hat mir gut gefallen.
Ich fand die Idee super, mal zu zeigen, wie so ein Comic eigentlich aufgebaut ist und welche Fachbegriffe es gibt. Auch die Umsetzung fand ich gut.
Die Zeichnungen haben mir sehr gut gefallen, wie eigentlich immer bei Raina Telgemeier. Die Handlung dagegen hatte für mich ein paar Schwächen.

Die Geschichte war meiner Meinung nach teilweise sehr unzusammenhängend, weshalb der Lesefluss nicht so gut aufkam. Immer wieder war ich kurz davor, den Faden zu verlieren.
Die Charaktere mochte ich teilweise. Vor allem Lynda und Art fand ich toll. Die Hintergründe zu Lynda haben mich sehr berührt und auch ein bisschen nachdenklich gestimmt. Art fand ich auch super, der Charakter ist sehr vielseitig und ich fand es gut, wie mit dem Thema Diversität umgegangen wurden. Die Pronomen wurden kurz erwähnt, dann wurde das aber nicht weiter thematisiert, sondern als Tatsache einfach in die Geschichte eingebunden. Für mich der perfekte Umgang mit dem Thema. Makayla dagegen mochte ich gar nicht. Ich fand den Charakter sehr übertrieben und auch egoistisch dargestellt. Da hätte meiner Meinung nach eine Persönlichkeit wie Lynda besser als Protagonistin gepasst und wäre sympathischer gewesen.
Den Schluss mit dem Interview und den Erklärungen fand ich sehr gut, weil man so nochmal einen Überblick und bessere Einblicke in das Thema Comic zeichnen bekommt.

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Der Comic-Club

Rezensionen von nessabo:

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Zugwind von Iryna Fingerova

Ein besonderes Werk über das Leben im Dazwischen

„Zugwind“ ist kein einfaches, gefälliges Werk. Es schwankt wie die Erzählerin selbst zwischen den Welten eines Lebens in Frieden und dem Zuhause im Krieg. Deshalb ist es weniger handlungsgetrieben, manchmal auch nicht stringent, phasenweise durcheinander. Außerdem flicht die Autorin immer wieder Elemente magischen Realismus sowie poetische Sprachbilder in die Handlung ein.

Das sind also einige Dinge, mit denen ich in der Regel nicht so viel anfangen kann.

Doch Iryna Fingerova hat hier mit großer biografischer Nähe ein Werk geschrieben, das mich nicht nur in seinen Bann gezogen, sondern auch emotional ehrlich bewegt hat. Das liegt sicherlich an der klugen Beobachtungsgabe der Autorin sowie dem thematischen Umfang. Fingerova versteht sich darauf, die vielschichtige Ambivalenz einer in der Diaspora lebenden ukrainischen Jüdin abzubilden. Die Schuldgefühle, weil sie selbst in Frieden leben und Freude empfinden darf, während im Heimatland Drohnenangriffe den Alltag prägen. Das Vermissen ebendieser Heimat. Widersprüchliche Gefühle zu ihren russischen Freund*innen. Die zusätzliche Komponente eines Dazwischen nach dem 7. Oktober und dem darauffolgenden Krieg.

Die Autorin bewegt sich politisch dabei auf sehr humanistischem Boden, obwohl sie diesbezüglich sowieso gar nicht so oft konkret wird. Aber ich empfinde ihre Gedanken als in die einzig richtige, nämlich menschliche Richtung gehend. Vielmehr holt sie ihre Lesenden emotional immer wieder nah an das Erzählte heran. Das gelingt ihr auch durch die vielen Erzählungen über ihre Patient*innen. Viele von ihnen sind ebenfalls aus der Ukraine und ihre Geschichten entsprechend divers. Der verzweifelte Versuch eines richtigen, guten Lebens im Falschen eint sie alle - auch wenn die hierfür eingeschlagenen Wege durchaus weit auseinandergehen.

Besonders diese kurzen Behandlungsgeschichten haben mich bewegt. Die Protagonistin ist eine überaus empathische, zugewandte Ärztin, die ihre Patient*innen auch ganz unabhängig von deren Lebensstil oder Anstellungsverhältnis auf Augenhöhe annimmt. Mensch sollte meinen, das sei der Standard, aber wir wissen es alle besser.

Ich habe diese Geschichte überraschend gern gelesen und empfehle sie als eine so wichtige Perspektive in der zeitgenössischen Literatur von Herzen gern. Es ist kein leichtfüßiger Roman, aber das macht ihn noch lange nicht zäh. Iryna Fingerova schafft es, Worte zu finden für etwas so Individuelles und eigentlich Unbeschreibliches. Dabei nimmt sie ihre Lesenden ganz nah mit, sodass ich immer das Gefühl hatte, diesen Weg mit ihr gemeinsam zu gehen. Wer sich darauf einlassen kann, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

4,5 Sterne

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Zugwind