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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Skanus:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Das Spiel des Lebens

Eine Liebe in Vergangenheit und Zukunft. Der Versuch, das eigene Leben in der Vergangenheit so zu beeinflussen, dass die Zukunft genau das bereithält, was gewünscht ist. Ein Gambling der eher fragwürdigen Art.
Nun ist es immer wieder faszinierend zu lesen, wie sich Autoren Zeitreisen vorstellen. Die rein technische Seite am Übertritt in die Vergangenheit ist häufig von Chaos und Wirbeln begleitet.

Einem Moment der Verwirrung bei der Ankunft. Aber alles fügt sich in diesem Roman beinahe nahtlos an die Gegenwart, weil die Vergangenheit bekannt ist. Bestimmte Tage in der Vergangenheit werden herausgepickt mit einem Mixtape/CD als Reise-Vehikel mit vorgegebener Aufenthaltsdauer durch die Spiellänge des Tapes/der CD.
Auch hier müssen die etwas lahm konstruierten Protagonisten feststellen, dass sich das Leben nicht in die Karten gucken lässt. Und das eben nicht gezielt Teile der Vergangenheit geändert werden können, ohne andere vielleicht unerwünschte Konsequenzen zu schaffen. Sie verstricken sich in dem, was sie wollen, was sie haben und dem, was sein sollte.
Zeitreisen sind ein spannendes Element in der Literatur. Und wer wünscht sich nicht, Dinge in seinem Leben zu verändern, die ihn vor Kummer und bösen Erfahrungen bewahren? Ist es wirklich ein Vorteil, die Erfahrungen des Lebens ungeschehen zu machen? Was bleibt von einer Persönlichkeit übrig, die ihre Erfahrungen im Nachhinein beeinflusst? Folgt man der Autorin, wurden diese Erfahrungen gemacht, doch bleibt sie dem Leser schuldig zu erzählen, wie es sich auf die Persönlichkeit auswirkt, wenn gemachte Erfahrungen nur noch eine ferne Erinnerung sind, die durch Löschung in der Vergangenheit quasi weichgespült wurden? Um die Erfahrung an sich kommt der Protagonist nicht herum. Doch was sind Erinnerungen an Erfahrungen, die verändert wurden, wert? Wie fühlt es sich an, sich an eine Erfahrung zu erinnern, die in der neuen Zukunft nie stattfinden wird?
Erfahrungen und wie wir damit umgehen sind das, was uns ausmacht. Der Stempel des Lebens sozusagen. Doch wenn diese Erfahrungen zu etwas beliebig Austauschbarem verkommen, dann werden die Menschen zu einer Art "Gen-Tomate", die lange rosig und frisch bleibt, keine faulen Stellen bildet, rund und glatt.
Ist das erstrebenswert?
Ob das alles dazu taugt, die Turbulenzen einer jeden Ehe aufzufangen und sich als Paar neu zu definieren, weiß ich nicht. Ich finde es besser, Unstimmigkeiten sofort anzugehen und nicht erst einen Berg an "Ich-fress-das-alles-in-mich-hinein" anzuhäufen. Dann braucht man auch keinen Katalysator, sondern nur Verständnis, Geduld und Liebe.

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von begine:

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Alt genug von Ildikó von Kürthy

Lebendig



Ildikó von Kürthy schreibt witzig und mit Selbstironie. Ich habe schon ein paar ihrer Bücher genossen.
In ihrem Buch Alt genug schildert sie ihr persönliches älterweden.
Rigoros zeichnet sie ihre Falten und andere Macken, die sich einstellen und mit denen man sich abfinden muss. Das ist gerade für uns ältere Leser gut zu lesen.

Man sieht, das es allen Frauen nach der Menopause ähnlich geht. Da fühlt man sich doch gleich besser.
Ich erkannte viel von mir wieder in dem Buch. Manchmal dachte ich auch, das ist doch nicht so schlimm, da muss man eben durch.

Es ist ja ganz gut, wenn man nicht mehr so aufbrezeln muss, Aber auch im Alter macht es Spaß, sich adrett zu kleiden. Das hebt das Selbstbewusstsein.

Das Buch ist lebendig, humorvoll und flüssig geschrieben.
Es hat mir ungemein gefallen das Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein Buch für Frauen.

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Alt genug

Rezensionen von BR:

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Alle glücklich von Kira Mohn

Spannungen

Beim Titel „Alle glücklich“ in Verbindung mit dem Klappentext wird dem Leser schnell klar dass alles andere als das zutrifft. Die Hauptlast für die Familie trägt wohl die Mutter Nina. Sowohl der Ehemann Alexander als auch der 19-jährige Ben und die 16-jährige Emilia nehmen sie nur in ihrer Organisationsrolle für den Haushalt wahr.

Erst als Nina aus dieser Rolle ausbricht bröckeln die Abläufe in der Familie und es gibt Unruhe im Alltag der anderen drei.

Besonders unsympathisch fand ich Alexander, der als Oberarzt überheblich und arrogant rüberkommt. Und das sowohl zu den Kolleginnen in der Klinik als auch gegenüber seiner Ehefrau. Dies zeigt ein Zitat aus dem Kapitel 20 »Was weißt denn du von einem Vollzeitjob? Was weißt du von der Verantwortung, die jeden Tag auf mir liegt? Ein paar Stunden als Sprechstundenhilfe in einer gemütlichen Praxis lassen sich wohl kaum mit einer 60-Stunden-Woche vergleichen!« Dabei hatte Nina genau wie er Medizin studiert aber wegen der ersten Schwangerschaft unterbrochen und die geplante Wiederaufnahme des Studiums scheiterte mit der Geburt ihrer Tochter.

Die Erzählweise jeweils aus der Sicht aller vier Familienmitgliedern hat die Charaktere gut dargestellt. Die Spannungen und das Unverständnis füreinander kam deutlich zum Vorschein und so begleiten wir alle in die recht schmerzhaften Veränderungen.

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Alle glücklich

Rezensionen von Annaja:

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen

Angst, die bleibt



Das Cover dieses Romans wirkt fröhlich-bunt und einladend.
Die Autorin Wencke Mühleisen beschreibt in ihrem neuen Buch die Kluft in einer langjährigen Ehe. Erika und Jan sind 65 Jahre alt, sie haben beide ihre Bedürfnisse und Erwartungen schon lange dem anderen gegenüber nicht mehr geäußert.

Erika fühlt sich nicht mehr begehrt, sie vermisst körperliche Nähe, Sexualität mit dem Partner. Im Urlaub gesteht ihr Jan dann sein Verhältnis zu einer jüngeren Frau.
Erika ist zutiefst verletzt, sie geißelt sich selbst, ihre Fantasie gaukelt ihr alle möglichen Szenarien vor. Das Selbstwertgefühl ist völlig zerstört, die Perspektiven scheinen aussichtslos und trostlos. Eine Paartherapie, die beide einige Zeit in Anspruch nehmen, bietet offensichtlich auch keine Lösung. Sie fürchtet sich vor der Zukunft, vor einem Neubeginn. Was kann sie jetzt im Alter noch erwarten?
Die Situation ist sehr authentisch beschrieben, keineswegs selten, denn viele Menschen werden sich hier in einer ähnlichen Situation wiederfinden.
Ein klarer, offener Schreibstil mit klugen und warmherzigen Aussagen macht das Buch sympathisch.
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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Die Totenklägerin von Greta Jung

Ein Krimi, der nachwirkt

Dieser Krimi startet *leise* rund um die Hauptfigur Matilda, die Trauerrednerin ist und berüchtigt dafür, nichts zu beschönigen. Die düstere und spannungsgeladene Atmosphäre ist durchweg spürbar und lässt gut fühlen, wie der Krimi immer *lauter* wird. Als sich eines Tages die kleine 12jährige Jackie an Matilda wendet, weil sie den Tod von Oma Resi als nicht natürlich empfindet, machen sich die beiden zusammen auf, um herauszufinden, was es da mit dem Todesfall und den Menschen in dem abgelegenen Reuth auf sich hat.

Mir haben vor allem die Charaktere gefallen, die zu Beginn des Buches etwas undurchsichtig und vor allem nicht everybody´s Darling sind – Sowohl Matilda, als auch Jackie sind Figuren, die auf den zweiten Blick wirken und die sehr viel Tiefe besitzen, je weiter der Krimi voran schreitet. Das Buch hat bei mir auf jeden Fall noch lange Zeit nach dem Lesen nachgewirkt.
Der Fall ist spannend, die düstere Atmosphäre in dem abgelegenen Reuth und die Figuren, die offenbar alle ein Geheimnis haben, lassen einen das Buch sehr bildhaft lesen.
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen und ich würde mir auf jeden Fall ein weiteres Buch wünschen – deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Die Totenklägerin

Rezensionen von DoraLupin:

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Unter fremden Himmeln von Tara Haigh

In der Ferne Neuguineas

Neuguinea, 1885: Nach der ereignisreichen Reise sieht sich Familie Berger in Finschhafen einer fremden Kultur gegenüber. Sie müssen sich in der neuen Siedlung gegen die eiserne Hand der kolonialen Verwaltung behaupten, die zudem den Zorn der Einheimischen entfacht und somit die Existenz aller aufs Spiel setzt.

Hedwig, die den Freigeist Max liebt, ist von ihm schwanger, aber wagt es nicht, sich ihm zu offenbaren. Ihre geschäftstüchtige jüngere Schwester Anna versucht eigene Wege zu gehen, doch die Liebe zu einem Einheimischen bringt nicht nur ihre geschäftlichen Träume ins Wanken. Krankenschwester Clara verbindet ihre Medizin mit dem Heilwissen der Einheimischen. Auf der Missionsstation rettet sie Leben – bis sie begreift, dass ihre Ehe auf einer folgenschweren Lüge fußt. Das Leben in der Siedlung weckt Sehnsüchte und bringt lange gehütete Geheimnisse ans Licht. Wem können die drei Frauen wirklich vertrauen und wie viel sind sie bereit für das neue Leben in der Fremde aufzugeben?

Die Geschichte geht nahtlos dort weiter, wo der erste Band geendet hat. Der Schreibstil ist wieder genauso gut lesbar wie schom im ersten Buch und vorallem die Natur Neuguineas wird wieder sehr lebendig und eindrücklich beschrieben! Auch für die Charaktere beginnt nun ein ganz anderes Leben und sie müssen als Familie noch mehr zusammenwachsen. Ich habe mit allen sehr gerne mitgelitten und mitgefiebert, doch die Krankenstation von Clara fand ich mit am Spannensten! Aber auch die Missionsarbeit und natürlich die Arbeit auf den Plantagen mit den Arbeitern nehmen Raum in der Geschichte ein. Sehr gelungen finde ich, wie die Autorin das Leben der Siedler beschreibt aber auch immer wieder den Standpunkt der Einheimischen und wie mit ihnen umgegangen wurde. Ich habe in diesem Buch wieder einiges Lernen dürfen!

Die Handlung ist die meiste Zeit spannend und mitreißend, zähe Passagen kommen kaum vor. Auch das Handlen der Charaktere ist die meiste Zeit nachvollziehbar gewesen und am Ende gibt es noch einige überraschende Wendungen!

Ich kann das Buch an alle weiterempfehlen, die mehr über die historischen Ereignisse der Siedler und der Einheimischen von damals lernen wollen und das ganz locker und mit Spaß in Romanform.

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Unter fremden Himmeln

Rezensionen von Shilo:

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Das Flüstern seiner Gnade von Rahel Krönert

Ein berührender historischer Roman

Erzählt wird die Geschichte von einer jungen Frau, die im Jahr 1811 ihr Elternhaus verlässt, um den Erwartungen der feinen Gesellschaft zu entkommen. Was nach Freiheit klingt, führt sie nach London, in eine Zeit voller Zweifel, innerer Fragen und der Suche nach dem eigenen Wert.
Es geht nicht nur um die Flucht vor einer arrangierten Ehe, sondern um den Wunsch nach einem Platz im Leben.

Die Begegnungen im Waisenhaus bringen Wärme in die Handlung. Zwischen Kindern, einfachen Aufgaben und Gesprächen entsteht ein leises Gefühl von Geborgenheit. Immer wieder bleibt die Frage, ob Liebe verdient werden muss oder ein Geschenk ist.
Rosalyn wirkt in ihrem Ringen sehr menschlich. Sie macht Fehler, hält an ihrem Stolz fest und zweifelt. Gerade diese Unsicherheit lässt sie nahbar werden. Ihre Entwicklung verläuft ruhig und ohne große Sprünge.
Der Glaube begleitet die Geschichte behutsam. Er steht nicht im Mittelpunkt, sondern bleibt Teil des Weges der Figur. Die Botschaft, dass Liebe und Gnade nicht durch Leistung erreicht werden müssen, zeigt sich im Verlauf des Romans.
Auch das historische England wird ohne viele Details beschrieben. Der gesellschaftliche Druck und die Erwartungen an eine junge Frau sind klar erkennbar und geben der Handlung Halt.
Am Ende bleibt ein warmes, ruhiges Gefühl von Frieden. Ein ruhiger Roman über Stolz, Angst und die Kraft einer Liebe, die nicht verdient werden muss. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Das Flüstern seiner Gnade

Rezensionen von Anno:

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Astrologica von Suki Ferguson

Sagenhaft

Früher waren Sterne ein natürlicher Bestandteil des Lebens und allgegenwärtig- Sei es zu Orientierung oder auch in der Zeitmessung.
Menschen suchten und sahen Strukturen in den Sternen und sprachen diesen Bildern Geschichten zu. Wie magisch muss das gewesen sein. Wie Kino auf einer unendlich großen Leinwand.

Dieses Buch beginnt mit jenen Sagen der hier üblichen Tierkreiszeichen, beschäftigt sich dann aber auch mit unserem Sonnensytem und einigen weiteren bekannten Sternen des Nachthimmels. Es stellt den Sonnenkult der Mayas vor und auch den chinesischen Tierkreis. Und geht im Anschluss auch nochmal explizit auf den Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie ein.

Das Buchformat ist relativ groß vom Format und dadurch etwas unhandlich. Den großflächigen Bildern darin kommt das aber zu Gute. Sie sind beeindruckend anzusehen und harmonieren toll mit den dazugehörigen Mythentexten.
Ich hatte erst, das muss ich zugeben, etwas bedenken, das Buch könnte einen sehr esoterischen Blick auf die Sterne haben. Der tatsächliche aber ist eher mystischer Natur. Von, dem jeweiligen Tierkreiszeichen zugesprochenen Eigenschaften ist nur am Rande die Rede. Vielmehr stehen hier die geschichtlichen Ursprünge im Vordergrund- oft abgeleitet aus der griechischen und römischen Mythologie. Und diese Geschichten sind in der Tat faszinierend- egal ob man nun an Horoskope glauben mag oder nicht. Es verändert den oft eher wissenschaftlichen Blick auf die Sterne und lässt sie greifbarer werden. Und ich glaube besonders Kinder wird dieser enorm faszinieren.

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Astrologica

Rezensionen von yellowdog:

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Die Wahrheit über Ann von Julia Deck

Autofiktion

Die französische Autorin Julia Deck hat ein autofiktionales Buch über den schweren Schlaganfall ihrer 84jährigen Mutter und den Folgen geschrieben.
Da es zudem die Endphase der Pandemie im Jahr 2022 ist, wird es besonders schwer.
Julia Deck schildert detailreich die Behandlung und überwiegend fehlende Therapie, aber auch den Lebenswillen der schwer angeschlagenen Mutter.

Zwischen den Krankenhaus-Passagen gibt es Beschreibungen des Lebens ihrer Mutter Ann, die in Großbritannien geboren ist, als Erwachsene aber nach Frankreich zog. Dann gibt es auch ein Geheimnis um sie.
Schließlich nimmt auch Julia ihre Rolle in der Geschichte der Mutter ein.

Das Buch ist so gemacht, dass man als Leser Anteil nimmt, aber es bleibt realistisch und damit an manchen Stellen auch bitter. Ich schätze aber die Konsequenz und viele der Überlegungen der Autorin über die komplizierte Beziehung zur Mutter.

Julia Deck hat für dieses Buch sehr verdient den renommierten Prix Médicis gewonnen.

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Die Wahrheit über Ann

Rezensionen von Lilli33:

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Die Wahrheit über Ann von Julia Deck

Schuld, Magie und Liebe

Schuld, Magie und Liebe

Als Eve Shaw auf ihrer Arbeitsstelle von einem fremden alten Herrn besucht wird, der denselben Namen trägt wie Eves Lieblingskomponist Max Every, hat sie das unheimliche Gefühl, ihn zu kennen. Doch das scheint unmöglich. Und nun bittet dieser Max Every sie auch noch, ins White Octopus Hotel in den Schweizer Bergen zu reisen.

Eves Recherchen ergeben, dass das Hotel bereits vor über achtzig Jahren geschlossen wurde. Trotzdem macht sie sich auf den Weg und landet in einem eleganten Grand Hotel mit mysteriösen Gegenständen, Zeitreisezimmern und vielen Geheimnissen.

Mich konnte Eves Geschichte richtig packen, denn sie ist weitaus tiefgründiger als es der erste Anschein erahnen lässt. Seit vielen Jahren plagt Eve sich mit Schuldgefühlen und zieht sich immer mehr in sich zurück. Das Auftauchen des Fremden rüttelt sie auf, zumal es auch das Gerücht gibt, dass man im White Octopus Hotel die Zeit zurückdrehen könnte. Könnte Eve den Tod ihrer kleinen Schwester damit ungeschehen machen? Auch Max Every trägt eine schwere Last. Im Ersten Weltkrieg hat er so viel Leid mit ansehen müssen, was ihm zuweilen den Lebensmut nimmt.

Obwohl beide Protas schier unter ihrer Last zu zerbrechen drohen, schafft Alexandra Bell es, eine hoffnungsvolle Atmosphäre zu kreieren. Mit einem leichten Schreibstil und der sanften Entwicklung einer Romanze ist dieses Buch einfach schön und sehr berührend. Allerdings hatte ich beim Hören leichte Schwierigkeiten, den Zeitreisesprüngen zu folgen. Hier gibt es einiges an Hin und Her. Das Buch handelt in drei Zeitebenen: Gegenwart (2016), 1935 und 1918. Anfangs fand ich dies verwirrend, später hatte ich mich daran gewöhnt. Es hat mir sogar sehr gut gefallen, wie die verschiedenen Zeitstränge miteinander verwoben sind. Je mehr man die Verbindungen aufdeckt, desto mehr Überraschungen kommen auch zum Vorschein.

Ich habe das Hörbuch gehört, gesprochen von Sarah Dorsel und Sebastian Fischer. Beide machen ihre Sache sehr gut, lesen gut betont und transportieren mit ihrer Stimme die Atmosphäre zu den Hörenden. Der Text ist ungekürzt, die Lauflänge beträgt 10 h 49 min.

Gerne empfehle ich diese magische und berührende Geschichte weiter.

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Die Wahrheit über Ann