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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

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Die Schiffsgeister (Band 3) - Der magische Kompass von Bettina Göschl

Die Suche nach dem Kompass geht spannend weiter

Der dritte Band zeigt und neben den uns bekannten Geschwistern und Geistern auch eine niedliche kleine Meerjungfrau, die es schafft aus der Gefangenschaft des Oktopus zu entkommen.
Diesmal würfeln die Geister eine 7 und es ist wieder fraglich, welche Zeit dahintersteckt, denn das Buch, in dem alles erklärt wird, ist ja verloren gegangen.

Aber die Kinder sind clever und so sind es dann mindestens sieben Stunden, die den Gestern zur Verfügung stehen, bis sie wieder in ihre Flasche zurückmüssen. Und die Zeit nutzen die vier und den magischen Kompass ui finden. Natürlich gibt es erst einmal ein gemütliche und ausgiebiges Frühstück. Dann besuchen alle vier einen Restaurator, den wir auch schon kennengelernt haben. Der kann bestätigen, dass Opa den Kompass gehabt hat, aber wo hat er ihn wohl versteckt. Um dahinterzukommen, fährt die ganze Familie und die Gester nach Irland. Doch leider ist der böse Oktopus immer hinter ihnen her.
Auch diesmal gibt es viele kleine Streitereien zwischen den Gestern und den Geschwistern, die Geister schaffen es nicht immer sich ruhig zu verhalten und so gibt es viele lustige Situationen. Aber auch für Spannung ist reichlich gesorgt. So bibberte ich mit der kleinen Meerjungfrau und hoffte, dass sie sich befreien konnte. Der Besuch auf dem alten Schloss und die Begegnung mit dem Schlossgeist hat mir Spaß gemacht. Die vielen kleinen und einige farbige Illustrationen zeigen sehr schön den Ablauf der Geschichte. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob der Oktopus am Ende besiegt werden kann.

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Die Schiffsgeister (Band 3) - Der magische Kompass

Rezensionen von ekiam:

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Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung von Paddy Donnelly

Fantasie ohne Grenzen

In der Buchhandlung von Herrn Dachs findet jedes Tier das passende Buch: Giraffen, Krokodile, Tiger, Pandas und viele mehr. Nur der kleine Fuchs Rory sucht vergeblich nach einem ganz besonderen Titel: einem Buch über Quallen auf dem Mond. Tagelang versucht Herr Dachs, diesen außergewöhnlichen Wunsch zu erfüllen, doch das Buch ist nirgends aufzutreiben.

Schließlich schlägt er Rory vor, es einfach selbst zu schreiben.
Am nächsten Tag bleibt Rory der Buchhandlung fern, und Herr Dachs macht sich auf die Suche nach ihm. Er findet den kleinen Fuchs traurig und niedergeschlagen: Schreiben kann er nicht, nur malen. Kurzerhand hat Herr Dachs eine wunderbare Idee: Gemeinsam könnten sie das Buch erschaffen, Rory als Illustrator, er als Autor. Rorys Fantasie kennt keine Grenzen, und schon bald ist ihr gemeinsames Werk vollendet und liegt in Herrn Dachs’ Buchhandlung aus.

Besonders hervorzuheben sind in „Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ die Illustrationen. Die detailreichen, farbenfrohen Bilder laden zum Entdecken ein und die Tiere sind witzig und liebevoll gestaltet.
Der Text ist für ein Kinderbuch ab vier Jahren sehr knapp gehalten, aber altersgerecht formuliert. Auch die Botschaft ist kindnah und stärkend: Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und mit Beharrlichkeit sowie Zusammenarbeit kann etwas ganz Besonderes entstehen.

Eine herzerwärmende Geschichte darüber, wie Bücher verbinden und darüber, dass sprudelnde Fantasie und Kreativität wertvolle Gaben sind.

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Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung

Rezensionen von marcialoup:

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen

Ein Roman mit Finger in den Wunden

Ein Roman über verbrauchtes Vertrauen und eine schmerzhafte Analyse der Fehler im Leben, oder dem Fehlen an sich.

Die Protagonistin Erika erfährt am letzten Abend ihres Urlaubs, dass ihr Mann Jan seit längerer Zeit schon eine Affäre hat. Sie selbst liebt ihren Mann und hätte gern viel mehr körperlichen Kontakt mit ihm als er es zuließ in den vergangenen Jahren.

Sie selbst hatte auch einmal eine Affäre, zu Beginn ihrer Beziehung... Nur nicht so intensiv wie Jan...
Beide sind nun Mitte 60 und blicken zurück auf ihr langes gemeinsames und ihr eigenes Leben. Nähe, die sie immer hatten, ließ Berührungen selten zu. Warum?
Alltag?

Es tut weh, mitzuerleben, wie sehr das Geständnis ihres Mannes Erika umhaut, ein großer, aber leiser Knall in ihrem Inneren, womit sie nicht gerechnet hat, vor allem, da sie gern mit ihm intim gewesen wäre, immer wieder, doch nun hat sie die Erklärung seiner Ablehnung.
Wie geht man damit um?

Eine Paartherapie soll helfen, aufgewühlte, verzweifelte, zerbrochene und doch immer noch liebevolle Gefühle aufzuarbeiten. Wir nehmen teil an den Sitzungen und es integriert uns an der ein oder anderen Stelle mit Sympathien für Erika oder für Jan oder für keinen von beiden.
Tiefschürfende Verletzungen mit klaffenden Wunden wühlen sich ans Licht.
Was hätte man früher tun können, als noch nicht alles ins Uferlose abgerutscht ist?
Erika verliert sich gern in ausweglosen Zukunftsgeschichten die sie vor sich sieht, aber auch in bildhaft schmerzvollen Vergangenheits- und Möglichkeitsgeschichten die sie sich erspinnt.
Jan bleibt zurückhaltend, schiebt seine Schuld in verschiedene Richtungen, zeigt sich als hilfsbereit bis auch bei ihm Gefühle aufbrechen.

Das missbrauchte Vertrauen schwebt über einer gescheiterten Beziehung die anstrengend versucht, sich noch zu retten.

Über den Klappentext hätte man etwas anderes erwartet. Als Studie einer alternden langjährigen Beziehung mit verbrauchtem Vertrauen liest es sich stellenweise wiederholend.
Das Buch hätte nicht länger sein müssen mit knapp 200 Seiten.

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

Rezensionen von Daggy:

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Im Dschungel ist heut Tobetag! von Jasmin Schaudinn

In der Tierkita ist richtig was los

Das Cover zeigt die vier Tiere, die in den Tierkindergarten (Tikita) gehen. Da ist tanzend das Elefantenmädchen Melody, die kleine Spinne Fee, der freche Tiger Ralle und das immer müde Faultier Fred zu sehen. Leider ist der Affe Flummi nicht zu sehen, wahrscheinlich ist er hoch in den Baum geklettert.

Als die fünf in der Tikita ankommen, finden sie ihren Erzieher die Boa Bolle mit einem dicken Schal um den Körper vor, er hat sich erkältet und kann leider nicht auf die Tierkinder aufpassen. So passen die Tiere aufeinander auf und machen sein sehr eigenwilliges Frühstück. Im Regen bauen sie sich eine Höhle mit Dusche und als ihre Eltern sie abholen, haben sie einen ereignisreichen Tag verlebt. Da das Trödelfieber bei Boll nicht zurückgegangen ist, haben die Eltern sich abgesprochen auf die Kinder aufzupassen. Am ersten Tag ist es der Spinnenpappa, der die Kinder beschäftigen muss. Sie stellen eine tolle Vorstellung auf die Beine, in der alle zeigen können, was sie gut beherrschen.
In zwölf Kapiteln, in denen viele lustige Sachen passieren, wird uns von der Tikita berichtet. Da haben die Eltern, die aufpassen einschließlich Opa Krokodil, der auch mal einen Tag mit den Kleinen verbringt, viel Fantasie aufgebracht, aber auch die Kleinen haben jeden Tag neue verrückte Einfälle, die sie ausleben. Witzig erzählt und mit ganz vielen fröhlich bunten Bildern eignet sich das Buch für Vorschulkinder zum Vorlesen.

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Im Dschungel ist heut Tobetag!

Rezensionen von Daggy:

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Carp City von Aleksandra Mizielinska; Daniel Mizielinski

Spannung, Suche, Faszination

Buch, Sticker und Stadtführer werden in einem schönen Schuber geliefert, hier erfahren wir schon einiges über den Ablauf des Spieles. „Stopp!“ steht groß auf dem Stadtführer, er darf erst gelesen werden, wenn man die Anleitung im großen Buch gelesen hat. Schon das Cover diese Buches ist voller winziger wimmeliger Illustrationen.

Auf der Innenseite steht, was man alles benötigt und wie man spielt. Dann schlägt man eine Seite auf und sucht nach einer kleinen zunächst grünen Nummer. Diese gefundene Nummer schlägt man dann im Stadtführer nach. In den kurzen Texten steht dann eine Anweisung, wie es weitergeht. Manchmal gibt es etwas im Rucksack, der sich auf der letzten Seite des Stadtführers befindet abzuhaken, manchmal darf man einen Sticker kleben. Hin und wieder muss der Hinweis noch ein wenig auf seine Anwendung warten. Auf der ersten Doppelseite des großen Buches sehen wir einen Kanal und einen rieseigen Palast. Kleinformatig wird hier so viel gezeigt, dass man lange braucht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die kleine Stadtszene auf der nächsten Seite zeigt neben der Stadtmauer keine Häuser mit Gärten in denen allerlei Menschen und Tiere leben. Auf den letzten Seiten sehen wir, dass diese Seiten zusammengefügt eine Stadt abbilden.
Das polnische Illustratorenpaar hat hier ein echtes Meisterwerk erschaffen. Diese detaillierten Zeichnungen, die bis ins Kleinste mittelalterliche Szenen abbilden, sind einfach so schön anzuschauen und ich glaube ich werden immer wieder Neues entdecken können. Ich bin einfach fasziniert von dieser ungewöhnlichen Idee, aus einen Wimmelbuch ein Spiel im Stil eines Computerspiels zu machen. Lasst euch einladen in diese bunte Wimmelige Welt und folgt den Anweisungen des Stadtführers und erlebt spannende Abenteuer.

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Carp City

Rezensionen von marcialoup:

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Moosland von Katrin Zipse

Das Schweigen im Moos...

Es ist ein ruhiger Roman, der die Geschichte Elsa's beschreibt, die als eine von vielen Frauen nach dem zweiten Weltkrieg von Deutschland nach Island schifft, um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten.
Natürlich sind Frauen auf der Insel begehrt, da Männer in der Überzahl auf heiratsfähige Kandidatinnen hoffen.

Doch Elsa führt so etwas gar nicht im Schilde...
Sie schweigt. Sie kann kein isländisch, auch englisch nicht so wie die Söhne des Bauern es hofften.
Das Schweigen Elsa's ist Merkmal des Romans, denn man kann ihn nicht gerade als dialogreich bezeichnen. Sehr wenige Worte fallen, und wenn, dann spricht die Familie natürlich isländisch untereinander. So lernt auch der Leser einige Worte isländisch. Elsa versucht klarzukommen. Naturverbunden liebt sie es, draußen zu sein. Auch hat die Autorin eine wortreiche Sprache, sodass man nicht stark auf Dialoge angewiesen ist, trotzdem hat man das Gefühl, dass sehr wenig gesprochen wird...
Dafür sind die Naturbeschreibungen fühlbar und intensiv. Das Leben zu der damaligen Zeit in einem hochnorddischen Land ist bildreich wiedergegeben.

Ich mochte das Buch stellenweise ganz gern. Elsa's Ankunft und Einleben in die Familie war nett zu lesen, aber im späteren Verlauf war ich dann irgendwie doch froh, bald die letzte Seite gelesen zu haben. Es hat mich also nicht vollends überzeugt...

Das Cover ist einfach gehalten, doch durch die verwischten Grüntöne und Pastellfarben passt es perfekt zum Titel MOOSLAND und vermittelt Weite und unberührte Natur.

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Moosland

Rezensionen von kuhasi:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Fast in einem Rutsch durchgelesen

Dieses Buch war mein bisheriges Jahreshighlight. AN NUR EINEM WOCHENENDE HABE ICH DAS Buch mit 395 klein bedruckten Seiten ausgelesen. Und ich fand es so nett und inspirierend.
Durch das Alter der Hauptprotagonisten, die sich in ihrer Lebensmitte befinden und die Thematik mit erwachsenen aber zu Hause wohnenden Kindern, konnte ich mich so extrem hinein versetzen.

Bin sonst eher nicht der Zeitreise Typ was Bücher anbelangt, aber diese Geschichte hat mich echt geflasht.
Jules und Adam sind seit über 25 Jahren verheiratet und stecken fest im Alltag, in der Beziehung und im Leben. Ihr gemeinsamer, beruflich sehr erfolgreicher, Jugendfreund Darius kommt aus dem Ausland zurück um wieder hier zu wohnen und bringt so einige Denkprozesse bei beiden in Gange. Er schmeißt eine große Einstandsparty und anschließend kommt es am Heimweg bei Jules und Adam zum großen Streit. Es eskaliert, was sich schon langsam über die Jahre angekündigt hat.
Was Adam nicht weiß, Darius hat Jules schon vor Jahren die Liebe zu ihr gestanden, aber auch Adam schwärmt heimlich für Kollegin Meredith.
Beide haben aber (zum Glück) keine Affäre begonnen, aber ist ihre Beziehung noch zu retten? Beide sind vom Leben enttäuscht und so ist auch die gemeinsame Liebe nach und nach abhanden gekommen.
In der Nacht des Streites verzeiht sich Adam in "seinen" Schuppen und entdeckt dort die alten Mixtapes wieder, mit denen sie sich vor Jahren immer kleine Glücksmomente geschenkt haben. Er legt eines davon in den Rekorder und kann plötzlich genau zu dem Zeitpunkt zurück reisen, als das Tape überreicht wurde.
Adam berichtet Jules von der Entdeckung und daraufhin testet auch sie die Zeitreise. Jeweils einzeln schnuppern sie in der Vergangenheit und verändern aus Leichtsinn ein paar Kleinigkeiten mit unendlichen Auswirkungen.
Können sie die Vergangenheit, aber auch die Zukunft wieder gerade biegen?
Wie schon geschrieben befinde ich mich derzeit in einer ähnlichen Situation und genau das hat den Roman für mich so besonders gemacht.
Denn trotz allem wie die Autoren schreiben: Das gemeinsame Leben ist nicht nur einfach GLÜCK. Das ist harte Arbeit, jeder einzelne Schritt auf dem Weg dorthin, und es wird harte Arbeit bleiben. Aber das ist es wert, das lohnt sich!!
Genau wie das Lesen dieses Buches.

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von Skanus:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Das Spiel des Lebens

Eine Liebe in Vergangenheit und Zukunft. Der Versuch, das eigene Leben in der Vergangenheit so zu beeinflussen, dass die Zukunft genau das bereithält, was gewünscht ist. Ein Gambling der eher fragwürdigen Art.
Nun ist es immer wieder faszinierend zu lesen, wie sich Autoren Zeitreisen vorstellen. Die rein technische Seite am Übertritt in die Vergangenheit ist häufig von Chaos und Wirbeln begleitet.

Einem Moment der Verwirrung bei der Ankunft. Aber alles fügt sich in diesem Roman beinahe nahtlos an die Gegenwart, weil die Vergangenheit bekannt ist. Bestimmte Tage in der Vergangenheit werden herausgepickt mit einem Mixtape/CD als Reise-Vehikel mit vorgegebener Aufenthaltsdauer durch die Spiellänge des Tapes/der CD.
Auch hier müssen die etwas lahm konstruierten Protagonisten feststellen, dass sich das Leben nicht in die Karten gucken lässt. Und das eben nicht gezielt Teile der Vergangenheit geändert werden können, ohne andere vielleicht unerwünschte Konsequenzen zu schaffen. Sie verstricken sich in dem, was sie wollen, was sie haben und dem, was sein sollte.
Zeitreisen sind ein spannendes Element in der Literatur. Und wer wünscht sich nicht, Dinge in seinem Leben zu verändern, die ihn vor Kummer und bösen Erfahrungen bewahren? Ist es wirklich ein Vorteil, die Erfahrungen des Lebens ungeschehen zu machen? Was bleibt von einer Persönlichkeit übrig, die ihre Erfahrungen im Nachhinein beeinflusst? Folgt man der Autorin, wurden diese Erfahrungen gemacht, doch bleibt sie dem Leser schuldig zu erzählen, wie es sich auf die Persönlichkeit auswirkt, wenn gemachte Erfahrungen nur noch eine ferne Erinnerung sind, die durch Löschung in der Vergangenheit quasi weichgespült wurden? Um die Erfahrung an sich kommt der Protagonist nicht herum. Doch was sind Erinnerungen an Erfahrungen, die verändert wurden, wert? Wie fühlt es sich an, sich an eine Erfahrung zu erinnern, die in der neuen Zukunft nie stattfinden wird?
Erfahrungen und wie wir damit umgehen sind das, was uns ausmacht. Der Stempel des Lebens sozusagen. Doch wenn diese Erfahrungen zu etwas beliebig Austauschbarem verkommen, dann werden die Menschen zu einer Art "Gen-Tomate", die lange rosig und frisch bleibt, keine faulen Stellen bildet, rund und glatt.
Ist das erstrebenswert?
Ob das alles dazu taugt, die Turbulenzen einer jeden Ehe aufzufangen und sich als Paar neu zu definieren, weiß ich nicht. Ich finde es besser, Unstimmigkeiten sofort anzugehen und nicht erst einen Berg an "Ich-fress-das-alles-in-mich-hinein" anzuhäufen. Dann braucht man auch keinen Katalysator, sondern nur Verständnis, Geduld und Liebe.

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von begine:

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Alt genug von Ildikó von Kürthy

Lebendig



Ildikó von Kürthy schreibt witzig und mit Selbstironie. Ich habe schon ein paar ihrer Bücher genossen.
In ihrem Buch Alt genug schildert sie ihr persönliches älterweden.
Rigoros zeichnet sie ihre Falten und andere Macken, die sich einstellen und mit denen man sich abfinden muss. Das ist gerade für uns ältere Leser gut zu lesen.

Man sieht, das es allen Frauen nach der Menopause ähnlich geht. Da fühlt man sich doch gleich besser.
Ich erkannte viel von mir wieder in dem Buch. Manchmal dachte ich auch, das ist doch nicht so schlimm, da muss man eben durch.

Es ist ja ganz gut, wenn man nicht mehr so aufbrezeln muss, Aber auch im Alter macht es Spaß, sich adrett zu kleiden. Das hebt das Selbstbewusstsein.

Das Buch ist lebendig, humorvoll und flüssig geschrieben.
Es hat mir ungemein gefallen das Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein Buch für Frauen.

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Alt genug

Rezensionen von BR:

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Alle glücklich von Kira Mohn

Spannungen

Beim Titel „Alle glücklich“ in Verbindung mit dem Klappentext wird dem Leser schnell klar dass alles andere als das zutrifft. Die Hauptlast für die Familie trägt wohl die Mutter Nina. Sowohl der Ehemann Alexander als auch der 19-jährige Ben und die 16-jährige Emilia nehmen sie nur in ihrer Organisationsrolle für den Haushalt wahr.

Erst als Nina aus dieser Rolle ausbricht bröckeln die Abläufe in der Familie und es gibt Unruhe im Alltag der anderen drei.

Besonders unsympathisch fand ich Alexander, der als Oberarzt überheblich und arrogant rüberkommt. Und das sowohl zu den Kolleginnen in der Klinik als auch gegenüber seiner Ehefrau. Dies zeigt ein Zitat aus dem Kapitel 20 »Was weißt denn du von einem Vollzeitjob? Was weißt du von der Verantwortung, die jeden Tag auf mir liegt? Ein paar Stunden als Sprechstundenhilfe in einer gemütlichen Praxis lassen sich wohl kaum mit einer 60-Stunden-Woche vergleichen!« Dabei hatte Nina genau wie er Medizin studiert aber wegen der ersten Schwangerschaft unterbrochen und die geplante Wiederaufnahme des Studiums scheiterte mit der Geburt ihrer Tochter.

Die Erzählweise jeweils aus der Sicht aller vier Familienmitgliedern hat die Charaktere gut dargestellt. Die Spannungen und das Unverständnis füreinander kam deutlich zum Vorschein und so begleiten wir alle in die recht schmerzhaften Veränderungen.

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Alle glücklich