Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rinoa:
Wem du traust von Petra Johann
Subtile Spannung
Von der ersten Seite an hat mich das Buch mit seiner subtilen Spannung gepackt, so dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Eva (in Ich-Form) und der Kommissarin Heidi Westphal (in der 3. Person). Dieser Wechsel hat mir sehr gut gefallen, da er nicht nur unterschiedliche Perspektiven zeigt, sondern auch verschiedene Gefühlsebenen, einmal eher emotional und einmal eher sachlich.
Dazwischen gibt es auch immer wieder Einschübe einer unbekannten Person, deren Einordnung mir erst im Laufe der Lektüre klar wurde, die aber dazu beitrugen, den Spannungsbogen hoch zu halten.
Nach und nach entfaltet sich eine unglaubliche Geschichte, die allerdings - zugegebenermaßen - für mich doch recht vorhersehbar war. Ich hatte relativ früh einen gewissen Verdacht, der sich letztendlich dann auch bestätigt hat.
Trotzdem hat es mich gefesselt, den Weg dorthin zu verfolgen, auch wenn mir am Ende so ein bisschen das Überraschungsmoment gefehlt hat. Ich habe die Lektüre durchaus genossen, zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass mir das Buch wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Doch das ist ja auch gar nicht immer unbedingt nötig.
Ich kann gleichwohl eine Empfehlung an alle abgeben, die gerne spannende und psychologisch dichte Krimis lesen.
Rezensionen von Goejos:
Zugwind von Iryna Fingerova
Diagnose
Zugwind, ein Buch, welches fasziniert, das Wissen über Flüchtlinge erweitert und vor allen Dingen, das Wissen über das Leben der Geflüchteten optimiert. wir bekommen anhand der Ärztin Mira Zehmann einen Einblick in das Leben einer aus der Ukraine Geflüchteten. Gleichzeitig berichtet sie aber von einem relativ problemlosen Leben in der für sie neuen Welt.
Sie versucht, und dass sie zugutegehalten, Spenden für ihre Leidensgenossen in der Ukraine zu sammeln. Doch die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lässt sie noch immer nicht los. Sobald es möglich ist, kehrt sie für kurze Zeit zurück. Doch ihre Arbeit asl Ärztin in Deutschland ermöglicht auch ihr und ihren Mann und der Tochter Urlaub im Ausland zu machen. Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch einordnen soll, es beschriebt einerseits die Probleme der Geflüchteten, fern der Heimat, die Nachholung der Familienangehörigen und die Sorge um die an der Front Dienenden. Andererseits geht es der Protagonistin und ihrer Familie in Deutschland ja gar nicht schlecht. Es gibt Flüchtlinge aus der Ukraine, welche es in der für sie "Neuen Welt" nicht so gut getroffen haben. Für mich etwas zwiespältig. Man kann nicht Alles haben.
Rezensionen von tonton:
School of Talents Mission 1: Achtung, Alien! von Silke Schellhammer
Unterhaltsam, aber hat an Energie gefehlt
"School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!" ist ein unterhaltsamer ,Kinderroman für geübte Leser ab ca. 8 Jahren.
Ich kannte die "Schools of Talents"-Reihe bisher nicht. Diese "Mission"-Reihe ist ein Spin-Off davon, in dem zwei Figuren auf einen Einsatz geschickt werden.
Auch ohne Vorkenntnisse bin ich gut in die Geschichte hineingekommen.
Die Handlung finde ich allerdings nur OK. Alva und Elwin, zwei Kinder aus der School of Talents, werden auf eine Sternwarte geschickt. Dort verbringen sie Zeit mit "normalen" Kindern aus dem Ferienprogramm und lösen einen Fall. Leider wirkt die "Mission" ziemlich Ziellos: Es ist nicht so klar, was genau Alva und Elwin in der Sternwarte eigentlich tun sollen, und sie bummeln zunächst eher herum.
Selbst angesichts des Rätsels, das eigentlich im Mittelpunkt der Geschichte stehen sollte, scheinen die Kinder nicht sonderlich daran interessiert zu sein, es zu lösen, bis ihnen praktisch alle Hinweise in den Schoß fallen.
Die Geschichte bleibt trotzdem unterhaltsam, da es doch einiges passiert und die Handlungsstränge am Ende zusammengeführt werden. Richtig packen konnte mich dieses Buch jedoch nicht.
Rezensionen von Streiflicht:
Odysseus und ich von Laura Coffey
Leider wurde ich nicht warm mit Laura
Da ich aus dem Dumont-Verlag bereits einige Bücher gelesen habe, in denen starke Frauen von ihrem Leben und ihren Erfahrungen berichten, war ich total neugierig auf dieses Buch. Ich war schon immer ein Fan der Antike und fand die Idee, durch die Mittelmeerregion zu reisen, ganz toll.
Leider konnte mich Laura Coffey von Anfang an nicht richtig mitnehmen.
Obwohl sie Reisejournalistin ist und auch für große Blätter und Magazine schreibt, bin ich bis zuletzt nicht richtig mit ihr warmgeworden. Das fand ich extrem schade. Ihre Naturbeschreibungen haben mir gut gefallen, aber der Rest eher nicht. Ich konnte auch nicht ganz nachvollziehen, warum sie durch die Welt tingelt, wenn es ihrem Vater, den sie ja so verehrt, nicht gut geht und die Gefahr besteht, dass er stirbt, während sie weg ist. Aber das ist natürlich Ansichtssache.
Mir hat auch der Bezug zur Odyssee gefehlt, bzw. hatte ich mir das mehr Raum einnehmend vorgestellt. Ja, sie erzählt immer wieder von antiken Geschichten, Sagen und den Annahmen, wo sich welche angenommenen Ereignisse abgespielt haben könnten. Aber das war mir irgendwie zu wenig. Insgesamt war es mir einfach zu viel Privates, zu viel Flucht aus der Realität und zu wenig Odyssee.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Das schwarze Geheimnis von Maulbronn von Norbert Weimper
Spannung im Kloster Maulbronn
Dieser historische Roman, der sich um die Hauptfigur Anselm dreht, hat mich total begeistert :
Norbert Weimper lässt uns teilhaben am Leben von Anselm, der in jungen Jahren von seinen Pflegeeltern in das Kloster Maulbronn gebracht wird. Dort zeigt der Autor uns das Aufwachsen von Anselm und dem Leben hinter den Klostermauern – und das perfekt recherchiert ! Vieles wusste ich gar nicht und konnte um die Thematik des Klosters und des Lebens im Orden für mich mitnehmen.
Dabei kommt der eigentliche Plot nicht zu kurz, im Gegenteil : mich hat die sehr gut beschriebene Atmosphäre und der tolle Charakter Anselm total mitgerissen.
Der Autor versteht es wunderbar, gefühlvolle und authentische Charaktere mit dem örtlichen Lokalkolorit zu verbinden und hat hier einen tollen, absolut lesenswertes Buch geschaffen, bei dem man richtig Lust bekommt, sich die Kulisse in echt anzuschauen.
Eine klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch !!!
Rezensionen von brauneye29:
Firewatch von Colin Hadler
Sehr spannend
Zum Inhalt:
Robin ist sicher, dass er den Mörder seines besten Freundes kennt und wenn die Polizei ihn nicht überführen wird und dafür jegliches Risiko in Kauf nehmen. Sein Freund Aaron übernahm ein Jahr zuvor einen Ferienjob als Firewatcher in einem Nationpark. Nebenan im Firetower der gleichaltrige Kian, der eine ungeheure Anziehungskraft auf ihn hat.
Er verlässt seinen Posten und kehrt nie wieder zurück.
Meine Meinung:
Das Buch hat sich aber mal ganz anders entwickelt als ich zunächst erwartet hatte. Der Einstieg ist zunächst noch eher ruhig und man erfährt viel über die Tätigkeit im Nationalpark, aber es fühlt sich auch ein wenig gruselig an, die Waldbrandgefahr, die Einsamkeit. Das Buch wir in zwei Zeitebenen erzählt, in der einen geht um den verschwundenen Aaron, in der anderen um Robin, der versucht, den Mörder zu überführen. Gerade dieser Wechsel der Zeiten und Ereignisse machen das Buch sehr spannend. Es gibt auch immer wieder Wendungen, die einen rätseln und mit fiebern lassen, so dass das Hörbuch viel zu schnell zu Ende war. Mir hat es gut gefallen.
Fazit:
Sehr spannend
Rezensionen von begine:
Sommer auf Perigo Island von Perry Chafe
Ein aufregender Sommer
Perry Chafe hat mit seinem Roman Sommer auf Perigo Island, ein tolles Werk über drei Jungen geschaffen.
Es ist eine Erinnerung des erwachsenen Pierce, wie er das Jahr 1991 auf seiner Insel erlebte.
Pierce, Bennie und Thomas sind zwölf Jahre alt.
Die Insel lebt vom Kabeljau fang. Die Jungen verdienen sich etwas Geld, mit dem herausschneiden der Zungen.
Davon hatte ich bis jetzt noch nichts gehört, man lernt doch nie aus.
Pierces Vater ist vor drei Jahren auf See umgekommen. Der Junge hat seit dem ein Trauma.
Die Freundschaft der drei ist toll beschrieben und Pierces erste Liebe zu Bennies Cousine auch.
Es macht Spa0 die Jungen zu begleiten.
Empfehlen wert.
Rezensionen von Streiflicht:
DUMONT Bildatlas Kreta von Klaus Bötig
Wunderbare Reisebilder
Auf diesen Bildatlas habe ich mich sehr gefreut, weil wir erst 2023 auf Kreta waren und mein Mann im Mai erneut mit seinen Eltern dorthin reisen wird. Wir haben die Reise sehr genossen und möchten gerne noch einmal auf diese besondere Insel.
Alle Bildatlas-Ausgaben, die ich bisher gelesen und gesehen habe, habe mir große Lust auf die jeweiligen Gegenden gemacht.
Hier geht es schon beim Cover los! Knallig gelb der Schriftzug Kreta, der wie die Sonne dort leuchtet. Und dann wunderbar blühende Büsche und ein älterer Herr mit der traditionellen Kette, Komboloi oder Koboloi genannt, mit der er seine Hände beschäftigt. Sehr stimmungsvoll vor einem alten Gebäude, so ist Kreta.
Schlägt man das Heft auf, geht es innen genauso ansprechend weiter. Viele tolle Bilder, zum Teil auch großformatig, laden ein, Kreta kennenzulernen und sich schon einmal gedanklich auf die Reise zu machen. Dazu Texte, die Lust auf die Insel machen und zugleich viel Wissenswertes vermitteln. Ich bin mir sicher, dass auch alle, die die größte griechische Insel schon kennen, hier noch Neues für sich entdecken können. Ich könnte jedenfalls gleich schon wieder die Koffer packen …
Rezensionen von Streiflicht:
DUMONTs Unnützes Reisewissen Japan von Andreas Neuenkirchen
Unterhält und macht gute Laune
Seit mein Mann zweimal auf Dienstreise in Japan war und total begeistert zurückgekommen ist, würden wir gerne zusammen einmal in das Land der aufgehenden Sonne reisen. Die Bilder von dort sprechen mich total an und er hat ja erlebt, wie es dort war und fand es toll. Daher kann uns alles begeistern, was mit Japan zu tun hat.
Wir kochen sogar gerne mal japanisch oder fahren nach Düsseldorf, um dort im japanischen Viertel zu flanieren, zu essen oder einzukaufen.
Da war natürlich dieses Buch ein echter Hingucker. Die Beschreibung „Der unnütze und absolut unerlässliche Reisebegleiter. Das Buch, das keiner braucht. Und jeder haben sollte.“ Hat uns noch mehr Lust darauf gemacht. Autor Andreas Neuenkirchen, der mit seiner Familie in Tokio lebt, hat für dieses Buch mehr als 100 kuriose Fakten und Geschichten zusammengetragen.
Das Lesen macht einfach Spaß und gute Laune, man muss immer wieder schmunzeln und gleichzeitig erfährt man nicht nur Wissenswertes über das Land, sondern auch seine Bewohner und deren Gewohnheiten, Vorlieben, Traditionen und Verhaltensweisen. Ich mag auch die Gestaltung im Buch, die sich an das Pink des Covers anlehnt. Die Grafiken fand ich sehr gut und anschaulich. Ein kleines Highlight waren die Winkekatze im Innenteil des Covers vorne und hinten.
Fazit: Wer Japan liebt oder sich dafür interessiert, wird von diesem Buch begeistert sein!
Rezensionen von Anna625:
Moosland von Katrin Zipse
Ein wunderschöner Roman
Dreihundert junge Frauen verlassen kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs Deutschland und reisen für mindestens ein Jahr nach Island. Dort sollen sie aushelfen als Haushaltshilfen und Landarbeiterinnen auf den zahlreichen Höfen mit ihren Schafen und Pferden, und im Idealfall auch längerfristig dem deutlichen Männerüberschuss der Insel ein wenig Abhilfe verschaffen.
Eine der Frauen ist Elsa, die nicht spricht und sich nur schwer an das karge Leben auf Island gewöhnen kann.
Ich sage es, wie es ist: Ich habs geliebt, von der ersten Seite bis zur letzten. "Moosland" ist ein wunderbar ruhiger, leiser Roman, der vollkommen ohne Action, ohne "den großen Knall" auskommt. Obwohl die Protagonistin nicht spricht, ist es gerade die Sprache, die diesen Roman für mich so besonders macht: Mit wenigen Worten wird hier so akkurat die Atmosphäre in der kleinen, ärmlichen Bauershütte vermittelt, werden die Spannungen zwischen den Familienmitgliedern greifbar, die sanften, grasbewachsenen Hügel, der scharfe Wind, die kratzige Schafswolle eingefangen. Ich war direkt mittendrin und habe mich sofort wohlgefühlt.
Natürlich könnte man bemängeln, dass hier "zu wenig passiert", dass am Ende Vieles offenbleibt, dass der Roman sich in Andeutungen verliert. Mich hat das aber nicht gestört, im Gegenteil. Über Elsas Vergangenheit erfährt man wenig und das auch nur nach und nach; das finde ich tatsächlich aber sehr gut gemacht, denn Elsa würde am liebsten alles hinter sich lassen, möchte nicht, dass ihre Vergangenheit in der Gegenwart eine derart große Rolle einnimmt. Die Strukturen des Romans spiegeln das wieder und erlauben ihr, nach und nach einen Weg zu finden, eine neue Sprache.
Für mich war "Moosland" all das, was ich mir von einem Roman wünsche.











