Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

DUMONTs Unnützes Reisewissen Japan von Andreas Neuenkirchen

Unterhält und macht gute Laune

Seit mein Mann zweimal auf Dienstreise in Japan war und total begeistert zurückgekommen ist, würden wir gerne zusammen einmal in das Land der aufgehenden Sonne reisen. Die Bilder von dort sprechen mich total an und er hat ja erlebt, wie es dort war und fand es toll. Daher kann uns alles begeistern, was mit Japan zu tun hat.

Wir kochen sogar gerne mal japanisch oder fahren nach Düsseldorf, um dort im japanischen Viertel zu flanieren, zu essen oder einzukaufen.
Da war natürlich dieses Buch ein echter Hingucker. Die Beschreibung „Der unnütze und absolut unerlässliche Reisebegleiter. Das Buch, das keiner braucht. Und jeder haben sollte.“ Hat uns noch mehr Lust darauf gemacht. Autor Andreas Neuenkirchen, der mit seiner Familie in Tokio lebt, hat für dieses Buch mehr als 100 kuriose Fakten und Geschichten zusammengetragen.
Das Lesen macht einfach Spaß und gute Laune, man muss immer wieder schmunzeln und gleichzeitig erfährt man nicht nur Wissenswertes über das Land, sondern auch seine Bewohner und deren Gewohnheiten, Vorlieben, Traditionen und Verhaltensweisen. Ich mag auch die Gestaltung im Buch, die sich an das Pink des Covers anlehnt. Die Grafiken fand ich sehr gut und anschaulich. Ein kleines Highlight waren die Winkekatze im Innenteil des Covers vorne und hinten.
Fazit: Wer Japan liebt oder sich dafür interessiert, wird von diesem Buch begeistert sein!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
DUMONTs Unnützes Reisewissen Japan

Rezensionen von Anna625:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Moosland von Katrin Zipse

Ein wunderschöner Roman

Dreihundert junge Frauen verlassen kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs Deutschland und reisen für mindestens ein Jahr nach Island. Dort sollen sie aushelfen als Haushaltshilfen und Landarbeiterinnen auf den zahlreichen Höfen mit ihren Schafen und Pferden, und im Idealfall auch längerfristig dem deutlichen Männerüberschuss der Insel ein wenig Abhilfe verschaffen.

Eine der Frauen ist Elsa, die nicht spricht und sich nur schwer an das karge Leben auf Island gewöhnen kann.

Ich sage es, wie es ist: Ich habs geliebt, von der ersten Seite bis zur letzten. "Moosland" ist ein wunderbar ruhiger, leiser Roman, der vollkommen ohne Action, ohne "den großen Knall" auskommt. Obwohl die Protagonistin nicht spricht, ist es gerade die Sprache, die diesen Roman für mich so besonders macht: Mit wenigen Worten wird hier so akkurat die Atmosphäre in der kleinen, ärmlichen Bauershütte vermittelt, werden die Spannungen zwischen den Familienmitgliedern greifbar, die sanften, grasbewachsenen Hügel, der scharfe Wind, die kratzige Schafswolle eingefangen. Ich war direkt mittendrin und habe mich sofort wohlgefühlt.
Natürlich könnte man bemängeln, dass hier "zu wenig passiert", dass am Ende Vieles offenbleibt, dass der Roman sich in Andeutungen verliert. Mich hat das aber nicht gestört, im Gegenteil. Über Elsas Vergangenheit erfährt man wenig und das auch nur nach und nach; das finde ich tatsächlich aber sehr gut gemacht, denn Elsa würde am liebsten alles hinter sich lassen, möchte nicht, dass ihre Vergangenheit in der Gegenwart eine derart große Rolle einnimmt. Die Strukturen des Romans spiegeln das wieder und erlauben ihr, nach und nach einen Weg zu finden, eine neue Sprache.
Für mich war "Moosland" all das, was ich mir von einem Roman wünsche.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anna625
Moosland

Rezensionen von ReiShimura:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Sagst du mir, was Freundschaft ist? von Michael Engler

Poetisch, liebevoll, stimmungsvoll – ein Kinderbuch, das berührt

Meine bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass man mit Büchern aus dem Baumhaus Verlag nichts falsch machen kann. Ganz im Gegenteil, denn der Verlag steht für liebevoll gestaltete, hochwertig verarbeitete und durchdachte Kinderbücher. Insbesondere gilt dies für Bücher mit dem Erfolgsduo Michael Engler und Joëlle Tourlonias.

Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es von den beiden ein neues Buch gibt und wie erwartet, sind sowohl der kleine Leser wie auch die großen Leser im Haushalt begeistert.

Für uns ist es nicht das erste Abenteuer der beiden ungleichen Freunde Hase und Igel. Daher wussten wir bereits, worauf wir uns einlassen. Die Reihe, die es bereits seit 10 Jahren gibt, enthält mittlerweile unzählige Bücher. Alle Bücher können dabei aber unabhängig voneinander gelesen werden.
Die Freundschaft von Hase und Igel ist wichtiger Bestandteil der Reihe, in diesem Buch ist sie aber noch dazu das zentrale Thema. Dabei geht es um die Frage, was es eigentlich bedeutet, befreundet zu sein und was eine Freundschaft ausmacht. Zu diesem Thema äußern sich nicht nur unsere beiden Lieblingsprotagonisten, sondern diverse Tiere des Waldes werden zu dieser Frage befragt. Wie erwartet sind die Antworten der Tiere kindgerecht formuliert und decken die verschiedenen Aspekte von Freundschaft ab.

Zum Hervorheben ist hierbei die wundervoll poetische Sprache von Michael Engler, die sowohl kleine als auch große Herzen höherschlagen lässt. Seine Ausdrucksweise und Wortwahl sind manchmal ein wenig ungewöhnlich für Kinderbücher. Die eine oder andere Formulierung war für den kleinen Leser auf Anhieb nicht verständlich und ich musste sie erklären. Dies sehe ich allerdings als Vorteil, da sich so der Wortschatz des kleinen Lesers spielerisch erweitert.

Das Buch strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und es macht viel Spaß in die Geschichte einzutauchen und die Bilder zu betrachten. Die Illustrationen von Joëlle Tourlonias sind auch in diesem Band wieder wunder- und stimmungsvoll. Ihre Vorliebe für gedeckte Farben mag zu Beginn ein wenig verwundern, allerdings merkt man schnell, dass das Gesamtkonzept einfach perfekt ist. Wieder einmal ist Ocker einer der dominierenden Farben, vor allem bezüglich der Hintergründe. Man könnte glauben, dass die Bilder dadurch farblos und blass wirken, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Besonders gut gefallen mir die vielen kleinen Details. Dazu gehören auch Nebencharaktere wie die Maus und das Rotkehlchen, die in der eigentlichen Handlung zwar nicht vorkommen, in den Bildern aber ihre eigene Geschichte bekommen.

Für mich vereint dieses Buch alle Dinge, die mir bei einem Kinderbuch wichtig sind. Eine ansprechende Handlung, eine niedliche und doch realistische Darstellung der Tiere, eine starke und gefühlvolle Botschaft, die auf Augenhöhe der Zielgruppe vermittelt wird und wunderschöne, aussagekräftige Illustrationen.
Daher möchte ich dieses Buch allen Personen ans Herz legen die auf der Suche nach einem Kinderbuch zum Thema Freundschaft sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ReiShimura
Sagst du mir, was Freundschaft ist?

Rezensionen von Sheilo:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1) von Jens Schumacher

Nicht nur für kleine Mathe-Muffel geeignet

Die kleine Schabe Konstantin Kukerl nimmt uns mit in seinen Alltag, der nicht nur von Erlebnissen, sondern auch von Mathematik geprägt ist. Und diese ist dabei alles andere als langweilig.

"Rechnen nervt" ist ein wirklich tolles Kinderbuch, in welchem die Kinder mit Humor und Spaß der Mathematik begegnen.

In der Geschichte sind verschiedenste Aufgabenstellungen eingebaut, ohne das diese wie klassische Aufgaben gestellt werden. Dabei sind zum Beispiel Textaufgaben, Additionen oder Rätsel zum Zahlenverständnis - eine richtig tolle Mischung und für meinen Sohn war es nie langweilig. Er hatte wirklich viel Spaß beim Lesen und Rechnen und ich denke, die Altersempfehlung ist sehr abhängig davon, wie sehr das Interesse für Mathematik beim Kind ist. Mein Sohn hat so mit kleinen Hilfestellungen die Aufgaben mit 6 Jahren lösen können.

Die Aufgaben werden durch ansprechende, bunt gestaltete Grafiken ergänzt, die sehr an die Bücher der "Lesen nervt"-Reihe erinnern. Konstantin ist eine tolle Figur, die für viel Freude beim Lesen sorgt und auch der kleine Neffe, der bei ihm unerwartet auftaucht, ergänzt die Geschichte sehr gut.

Ich glaube, dieses Buch ist eine wundervolle Geschenkidee für Kinder, da es eine interessante Geschichte mit tollen Rechenaufgaben verbindet, zu welchen im Buch jeweils auch die Lösung zu finden ist. Wir hatten viel Freude mit Konstantin und können das Buch für alle Kinder die Mathe lieben oder auch für kleine Mathe-Muffel empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo
Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)

Rezensionen von Eternal-Hope:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Tage des Lichts von Megan Hunter

Ein unkonventionelles Leben auf der Suche nach dem Licht

Dieses Buch ist speziell. Ich empfehle, mit nicht zu speziellen Erwartungen an die Lektüre heranzugehen und sich insbesondere dabei nicht zu sehr auf den Klappen- und Umschlagtext zu verlassen, denn diese könnten eine Erwartung auslösen, die dieses Buch dann nicht erfüllen kann.

Kernthema dieses Buches ist für mich das Innenleben einer Frau, die auf der Suche nach Orientierung ist und dabei tief in sich hineinfühlt, im Außen immer wieder ein Licht wahrnimmt und diesem folgen will.

Aus dieser Beschreibung zeigt sich vielleicht schon: es ist von großem Vorteil, wenn man selbst eine Verbindung zu Spiritualität und Mystik hat, wenn man an diesem Buch Gefallen finden möchte. Vorangestellt ist dem Buch folgendes Bibelzitat aus dem Johannesevangelium: "Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können". Für mich bezieht sich dieses Licht stark auf Ivy und ihren Weg, und es kommt auch im Buch immer wieder vor als etwas, das ihr eine neue Richtung weist. Überhaupt findet sich so einiges an interessanter Symbolik in dem Buch, auch speziell bezogen auf die Ostermythologie.

Erzählt werden exemplarisch einige Tage aus dem Leben Ivys, jeweils um die Osterzeit, und in ganz unterschiedlichen Lebensabschnitten, von der jungen Frau bis ins hohe Alter.

Wer an das eigene Leben ausschließlich rational-planerisch herangeht, Kontinuität sehr schätzt, das für die einzig richtige Herangehensweise ans Leben hält und mit intuitiven Eingebungen und plötzlichen Richtungswechseln im Leben nichts anfangen kann, der wird sich mit der Hauptfigur Ivy möglicherweise schwer tun.

Denn Ivy ist keine, die sich im Leben auf eine Rolle beschränkt und sie wird, jeweils ihren momentanen Intuitionen und ihrem gefühlten inneren Kompass folgend, ganz unterschiedliche Erfahrungen in ihrem Leben machen wollen: das reicht von der konventionellen Rolle als Mutter und Partnerin, allerdings eines 25 Jahre älteren Mannes, über eine Verliebtheit, Schwärmerei und schließlich Affäre und Partnerschaft mit einer anderen Frau bis zu einem Ausflug in ein ganz anderes Leben als Nonne in einem Kloster.

Es gibt solche Menschen, die das Gefühl haben, dass das Leben sie in ganz verschiedene Richtungen zieht und dass es für sie dran ist, ganz unterschiedliche Erfahrungen zu machen, um sich in Summe vollständig zu fühlen und das Gefühl zu haben, den eigenen inneren Lebensplan zu erfüllen. Da sind wir wieder bei der spirituellen Komponente: Ivy, schon in eine unkonventionelle Künstlerfamilie geboren, aber bei sich selbst keine besonderen Talente in dieser Hinsicht entdeckend, fühlt sich nicht in ein standardisiertes Schablonenleben passend. Zwar gibt es die Zeit mit Töchtern und Mann, doch sie ist immer eine Persönlichkeit, die viel Raum für Rückzug und ihr Innenleben braucht.

So erleben wir auch den Roman: aus Ivys sehr spezieller Perspektive, die schon als Jugendliche fernab von den traditionellen Geschlechterrollen ihrer Zeit ist: "Vielleicht, so überlegte sie, lag das daran, dass sie keine Frau wie andere war. Schon als Kind hatte Ivy das Gefühl gehabt, ihre Seele sei nicht ganz weiblich." (S. 37)

Zeitlich umspannt der Roman ein ganzes Leben: von der Jugend Ivys zur Zeit des 2. Weltkrieges in Großbritannien und danach, über die Jahrzehnte danach, bis in die Gegenwart. Das dient allerdings nur als eher schwach ausgearbeiteter Rahmen für Ivys Persönlichkeit: zwar werden etwa der Krieg, Bombardierungen und Rationierungen erwähnt, aber insgesamt bleibt das Zeitgeschehen blass gestaltet und die Figuren und insbesondere Hauptfigur Ivy wirken kaum in der jeweiligen Zeitperiode verankert. So ist zum Beispiel in der Reaktion der Umwelt auf Ivys durchaus exzentrische Handlungsweisen wenig Unterschied zwischen den 1940ern und späteren Zeitperioden spürbar.

Am spannendsten wird das Buch, wenn man den Lesefokus tatsächlich auf die Persönlichkeitsstudie Ivys legt und weniger um das Geschehen drumherum: dann kann das Bild einer unkonventionellen Frau entstehen, die es dahin zieht, viel zu erleben und zu erfahren in ihrem Leben, und ganz unterschiedliche, scheinbar für die meisten Menschen ganz unvereinbare Dinge zu erleben, immer geführt von ihrem inneren Kompass und dem im Außen wahrgenommenen Licht. Ich finde es spannend, darüber nachzudenken, was für eine interessante Persönlichkeit das am Ende ihres Lebens sein muss, die so ganz unterschiedliche Lebenserfahrungen gemacht und in ihrem Leben vereint hat. Wer offen dafür ist, sich mit so einer durchaus nicht so häufig vorkommenden Persönlichkeit tiefer zu beschäftigen und sich auch für Lebensentwürfe und Einstellungen zu öffnen, die möglicherweise sehr stark von den eigenen abweichen, kann aus diesem Buch einiges an Inspiration mitnehmen.

Wer sich hingegen ein eher lineares, gut in der jeweiligen Zeitepoche verankertes Buch mit vielfältigen interessanten Interaktionen zwischen tiefgründigen Figuren statt der ausführlichen Innenschau einer Figur erwartet, ist mit anderen Büchern besser beraten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Tage des Lichts

Rezensionen von Marw76:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das Haus in Charlottenburg von Beate Sauer

Eine historische Geschichte mit Wendungen und voller Spannung

Die Geschichte handelt im deutsches Kaiserreich um 1890

Elise wächst durch einen Schicksalsschlag in ärmlichen Verhältnissen auch, sie träumt jedoch davon eine gefragte Schneiderin zu werden.

Der Architekten Johann kämpft derweil um einen genossenschaftlichen Bau um die Wohnungsnot von einigen zu mindern.

Die beiden lernen sich kennen und wollen mit ihrem Bekannten Louis den Wohnungsbau in Berlin voranzutreiben und eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen.

Ausserdem begleitet der Leser die Baronin von Rienäcker, eine Wohltäterin Berlins die es zunächst gut mit Elise meint. Doch kann man den mächtigen Menschen in Berlin trauen?

In die Geschichte findet man schnell hinein, die Charaktere sind mir gleich sympathisch gewesen und ich habe ihrem Handlen gerne gefolgt.

Spannend war auch, dass man sich immer wieder in die Baronin von Rienäcker hineinversetzen kann, da das Buch auch aus ihrer Sicht geschrieben wurde.

Die ganze Geschichte ist sehr spannend und fesselnd geschrieben und man ist nah am Geschehen dran. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Das Leben um 1890 wird sehr gut beschrieben und man kann sich als Leser richtig in die Zeit hineinversetzen, wo es reichen Menschen so gut ging und die ärmeren mit allen möglichen Problemen zu kämpfen hatten.

Auf jeden Fall eine tolle Geschichte über den ersten genossenschaftlichen Bau. Ich kann mir vorstellen das viele Leser begeistert von diesem Buch sein werden, so wie ich es war!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marw76
Das Haus in Charlottenburg

Rezensionen von Marw76:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Geisterreich Berlin von Jens Benjamin Plath

Mal ein ganz anderer Krimi

Bernd aus der E-Bike-Staffel fliegt durch ein seltsames Ereignis vom Fahrrad und wird krank geschrieben.

Durch den Unfall kann er mit einem Mal Geister sehen, unter anderem den von Ernst Gennat, Berliner Kriminallegende und seit 1939 tot.

Da Bernie sonst nichts zu tun hat, widmet er sich in der Zeit seiner Krankschreibung gleich zwei Kriminafällen, einer führt zurück ins Jahr 1920, der andere ist gerade in einem Berliner Nobelbordell passiert.

Bernie stellt sich der Frage was der Tod eines hochbetagten Bankiers in der Jetztzeit mit dem Tod eines Barons vor über hundert Jahren zu tun hat.

Der Schreibstil ist locker-leicht und man fliegt deshalb nur so durch die Seiten. Es gibt in der Geschichte auch einiges an Humor, deshalb würde ich den Fall als Übersinnlichen-Cosy-Crime einstufen.

Ich fande das Buch wirklich toll zu lesen, da die beiden Kriminalfälle schon speziell waren, wobei mir der Krimi in der Vergangenheit noch besser gefallen hat. Schade das dieser eher im Hintergrund behandelt wurde.

Leider fand ich das Ende des Buches und die Auflösung des Falles in der Gegenwart etwas wirr und konnte dies nicht ganz nachvollziehen. Die Auflösung des Falles der Vergangenheit war aber schlüssig.

Ich hätte allerdings gedacht das die Mordfälle noch mehr miteinander zu tun haben und man auch mehr in die Vergangenheit ermittelt hätte.

Die Charaktere sind sympathisch und originell, besonders gefällt mir, dass hier mal ein etwas naiver und chaotischer Mann von einer Powerfrau beschützt wird.

Wer übersinnliche Kriminalfälle mag, der kommt hier bestimmt auf seine Kosten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marw76
Geisterreich Berlin

Rezensionen von Annaja:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die weiße Dame von Yngra Wieland

Die Therapie

Die Autorin Yngra Wieland hat hier einen spannenden Kriminalroman im Umfeld der Psychotherapie verfasst.

Salome ist Psychotherapeutin und teilt sich eine Praxis mit Eva Sternberg. Als die Kollegin brutal ermordet vor der Gemeinschaftspraxis aufgefunden wird, stehen alle unter Schock. Der Kriminalkommissar Julian Christ verdächtigt unter anderem nicht nur deren berechnenden Lebensgefährten Alexander Marbach, sondern auch Salome.

Diese wiederum recherchiert auf eigene Faust, sucht nach Motiven in den Geschäftsunterlagen und Krankenakten der getöteten Freundin und stößt auf Ungereimtheiten und Überraschungen. Als kurz danach noch weitere Personen tragisch ums Leben kommen, rätselt man, ob es eine Verbindung zum ersten Mordfall gibt.

Die beiden Protagonisten Salome und Julian Christ erkunden die Umgebung und ermitteln im Kreis der toten Psychotherapeutin Dr. Sternberg.

Ein energiegeladener Krimi mit absoluten Unterhaltungsfaktor , der bis zum Ende kurzweilig bleibt. Meine Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Annaja
Die weiße Dame

Rezensionen von ekiam:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte von Alina Winopal

Ein liebevolles Kinderbuch über Anderssein und Selbstfindung

Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte ist ein liebevoll gestaltetes und geschriebenes Kinderbuch, das kleinen Leserinnen und Lesern gleich mehrere wertvolle Lektionen vermittelt.

Die kleine Landschildkröte Jacques ist ganz anders als ihre Artgenossen: Er ist langsamer, tollpatschiger, kleiner und weniger gesellig.

Dennoch kann er mit den anderen Schildkröten mithalten, weil er sein Köpfchen, seine Kreativität und seinen Mut nutzt.

Eines Tages beobachtet er Möwen dabei, wie sie durch den Himmel fliegen, und beschließt, dass auch er fliegen möchte. Einfallsreich baut er sich einen Flugapparat, der jedoch nicht funktioniert. Der Flugversuch endet in einer Bruchlandung, bei der Jacques sich zudem verletzt.

Traurig darüber, dass er nun noch langsamer ist, begegnet er zwei Freunden, die im Wasser planschen und ihn einladen, mit ihnen tauchen zu gehen. Es kostet Jacques zunächst Überwindung, doch dann eröffnet sich ihm im Wasser eine völlig neue Welt: Nicht nur kann er viel Neues entdecken, nein, das Tauchen fühlt sich an wie Schweben, also wie Fliegen. Er war eben nie eine Land-, sondern schon immer eine Meeresschildkröte.

Alina Winopal erzählt in kurzen, altersgerechten Texten eine wundervoll einfache Geschichte, die dennoch wichtige Erfahrungen vermittelt: dass Anderssein in Ordnung ist, man nach Rückschlägen nicht aufgeben sollte, sowie von Mut und der Suche nach sich selbst.
Die Illustrationen sind zwar in Motivwahl und Farbgebung oft gleichbleibend, aber dennoch wunderschön. Besonders Jacques mit seiner roten Glücksmütze ist ausgesprochen goldig. Seine Gefühle lassen sich immer gut an der Mimik ablesen – ein wichtiger Aspekt für Kinder in dieser Altersklasse.

Zusätzlich zur Geschichte erläutert die Autorin, was sie zu dieser Erzählung inspiriert hat, und gibt Kindern sowie Eltern Tipps, wie der Lebensraum Meer geschützt und erhalten werden kann.

Ein Buch, das man immer wieder aus dem Regal ziehen kann, weil es Mut macht, berührt und Kinder darin bestärkt, ihren eigenen Weg zu finden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ekiam
Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte

Rezensionen von Tina:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Botanic Hearts von Melanie Sweeney

Ein Buch zum Ankommen

Ich habe Botanic Hearts als ein warmes, ruhiges Wohlfühlbuch erlebt, das perfekt für entspannte Lesestunden geeignet ist. Die Geschichte verbindet auf sehr sanfte Weise die Liebe zu Büchern und Pflanzen mit einer Slow-Burn-Romanze, die ohne großes Drama auskommt und gerade dadurch überzeugt.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre: Das Setting ist liebevoll beschrieben und strahlt eine fast schon beruhigende Gemütlichkeit aus.

Man merkt, wie viel Herz in den Details steckt – sei es in der Welt der Bücher oder in der botanischen Leidenschaft der Figuren. Die Protagonist:innen wirken authentisch, zurückhaltend und angenehm erwachsen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, leise und glaubwürdig, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und bildhaft, ohne überladen zu wirken. Die Geschichte lebt weniger von Spannung als vielmehr von Emotionen, kleinen Gesten und der besonderen Stimmung. Wer große Wendungen oder viel Drama erwartet, wird hier eher nicht fündig – wer aber eine sanfte, herzerwärmende Romance sucht, ist genau richtig.

Auch die Covergestaltung passt wunderbar zum Inhalt des Buches: Die weichen Farben, die Illustration und die Verbindung von Büchern und Blumen spiegeln die ruhige, romantische Atmosphäre der Geschichte perfekt wider. Für mich unterstreicht das Cover den Wohlfühlcharakter des Romans und macht sofort Lust, in diese liebevoll erzählte Welt einzutauchen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tina
Botanic Hearts