Kunden em pfehlungen
Rezensionen von betsy:
Flawed Wie perfekt willst du sein? von Ahern Cecelia
Ist perfekt zu sein wirklich erstrebenswert?
Im ersten Teil dieser Dilogie lernen wir eine Gesellschaft kennen in der ein Komitee namens "Die Gilde" darüber entscheidet, ob man als moralisch fehlerhaft verurteilt und gebrandmarkt wird und von da an ein Leben mit strengen Auflagen führen muss. Wir begleiten hier die 17jährige Celestine, die klug, beliebt und hübsch ist, einen süßen Freund hat und somit quasi das perfekte Beispiel für jemanden ist, der "Perfekt" zu sein scheint.
Nach einem Vorfall in ihrer Nachbarschaft wird ihr Vertrauen in das System der Gilde jedoch erschüttert und sie fängt an manches zu hinterfragen, was letztendlich dazu führt, dass sie eine für sie logische Entscheidung trifft, die ihr Leben für immer verändert.
Cecilia Ahern bedient sich in ihrer Dystopie über eine moralisch perfekte Gesellschaft einiger Elemente, die man so oder so ähnlich bereits kennt und vermixt diese gekonnt mit eigenen Ideen, um damit eine wirklich atmosphärische Alternativwelt zu erschaffen, in der es wie in allen Dystopien eine Zweiklassengesellschaft gibt. Hier sind dies: die Fehlerhaften und die Perfekten.
Natürlich auch in dieser Handlung mit dabei ist eine art Dreiecksgeschichte, wie sie mittlerweile in so vielen Büchern vorkommt, und die hier zwar doch etwas anders verläuft als erwartet (zumindest im 1. Teil), aber auch leider gegen Ende dann viel zu gewollt und nicht ganz nachvollziehbar ist, da auf dieser Gefühlsebene viel zu viel passiert ohne das wirklich etwas passiert. Klingt komisch ist aber so ;)
Celestines Entwicklung erfolgt hier zu Beginn relativ schnell, andererseits ist sie in dieser Gesellschaft groß geworden und hat sie nie wirklich hinterfragt, bis sie erkennen muss, dass auch "Fehlerhafte" nicht unbedingt so verkommen sind, wie sie bislang angenommen hat und ihre einstigen Vorurteile überdenkt und sich dann die Ereignisse auch nur so zu überschlagen scheinen.
Viele der anderen Figuren machen hier ebenfalls mehr oder weniger rasante Entwicklungen durch und sind durchaus auch sehr vielschichtig angelegt in ihrer Rolle. Einige überraschen, andere zeigen ihr wahres Gesicht und wieder andere bleiben noch sehr schwer einschätzbar.
Die Autorin erschafft hier eine düstere Atmosphäre und man verfolgt mit Spannung wie Celestine am eigenen Leib erfährt, was es heißt "Fehlerhaft" zu sein und somit von einem Moment auf den anderen fast alles zu verlieren, was das Leben bislang so wunderbar machte (wie zB soziale Kontakte, essen und trinken was man will, Bewegungsfreiheit, die eigene Würde, das Ansehen uvm.). Damit allerdings nicht genug, brodelt es unter der Oberfläche dieses Systems und Kritiker sowie Befürworter treten hier nach und nach auf, wobei es gar nicht so einfach ist zu sagen, was hier wirklich die persönlichen Ziele des jeweils Einzelnen sind. Man fühlt sich hier wie in einer gigantischen Schlangengrube und kann daher Celestines Misstrauen, aber auch ihre Überforderung sehr gut nachvollziehen, denn sie wird zur Schachfigur in diesem Spiel um Macht, wo jeder glaubt durch sie einen Vorteil zu erzielen.
Fazit: Der Ausflug von Cecelia Ahern in dieses Genre ist definitv gelungen und lesenswert, auch wenn die Rahmenhandlung nicht gänzlich neu ist. Zu Beginn erfährt man in welcher Welt Celestine lebt und wie ihre Einstellung dazu ist. Die Handlung schreitet am Anfang schnell und teilweise auch recht schockierend voran. Man verfolgt atemlos und auch sehr beunruhigt, wie diese scheinbar "perfekte" Gesellschaft funktioniert und was es bedeutet "fehlerhaft" zu sein. Nach und nach lernt man Celestine und ihre Familie näher kennen, sowie die verschiedensten anderen Charaktere, die hier fast alle (noch) etwas schwer durchschaubar sind und es deshalb schwer zu sagen ist, wer es wirklich gut mit Celestine meint und wer nicht. Gegen Ende wird es dann allerdings schon etwas zu hektisch und vieles wirkt einfach zu konstruiert, um noch schnell soviel wie möglich in der Handlung unterzubringen. Dennoch ein guter erster Teil, der einem stellenweise echt die Haare zu Berge stehen lässt, auch wenn das Erzähltempo phasenweise zu schnell war.
Rezensionen von scarlett_ohara:
Secret Fire - Die Entflammten von C. J. Daugherty; Carina Rozenfeld
Toller Auftakt für einen neuen Fantasy-Zweiteiler
Zum Inhalt:
Sacha ist siebzehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester in Paris. Aufgrund eines uralten Fluches wird er in sieben Wochen an seinem 18. Geburtstag sterben. Genau wie bereits viele andere Jungen aus seiner Ahnenliste, die wie er ein erstgeborener Sohn waren.
Er weiß jedoch, dass er vor diesem Datum nicht sterben kann, was dazu führt, dass er sich er sich immer wieder in lebensgefährliche Situationen begibt, um damit z. B. Geld bei illegalen Wetten zu verdienen. Die Einzige, die ihn vor seinem Schicksal bewahren kann, ist die ebenfalls siebzehnjährige Taylor aus der englischen Kleinstadt Woodbury. Das Schicksal ihrer Vorfahren ist stark verknüpft mit denen von Sacha. Sie besitzt Kräfte, von denen sie selbst nichts wusste, da sie eine Nachkommin von Alchemisten ist. Und so lernen die beiden sich scheinbar zufällig online kennen und verlieben sich ineinander, nachdem sie sich persönlich getroffen haben. Zusammen versuchen sie verzweifelt, das Unvermeidbare abzuwenden und somit den Untergang der Welt zu verhindern. Doch längst hat die böse Seite die Jagd auf die beiden eröffnet. Werden sie den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen?
Meine Meinung:
Ich hatte von der Autorin bereits die Night-School-Reihe gelesen, die mir sehr gut gefallen hatte. Deswegen war ich sehr neugierig auf ihr neues Buch, zumal die Story dieses Mal eindeutige Fantasy-Elemente beinhaltet. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden.
Die beiden Protagonisten könnten gegensätzlicher nicht sein: Sacha ist ein draufgängerischer Rebell, der typische gutaussehende ?Bad Boy? mit einem Herzen aus Gold. Taylor hingegen ist der Typ ?braves Mädchen?: strebsam, still, unauffällig, weiß selbst nicht, wie hübsch sie ist. Ihr höchstes Ziel ist es, eines Tages in Oxford zu studieren wie ihr Großvater, der dort Professor ist. Das ist jetzt natürlich total klischeehaft, dass sich die beiden Hauptfiguren ineinander verlieben, doch diese Liebesgeschichte beherrscht nicht das Buch. Stattdessen fügt sie sich wunderbar in die Geschichte ein, ohne zu dominant zu sein.
Und diese Geschichte gefällt mir richtig gut. Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil und baut einen konstanten Spannungsbogen auf. Sie entwickelt sehr schön, wie Sacha und Taylor sich näherkommen und entdecken dass sie zusammen sehr mächtig sind, wenn die ihre Kräfte vereinen. Besonders gelungen finde ich die Szenen, wo sie gegen die Todbringer kämpfen. Das ist spannend und sehr bildlich beschrieben; da läuft das Kopfkino auf Hochtouren. Erinnert mich etwas an Harry Potter, aber auf angenehme Art; nicht so, dass es abgekupfert klingen würde.
Interessant sind auch die Nebencharaktere, von denen mir am besten die coole Louisa gefällt, die Assistentin von Taylors Großvater, die doch so viel mehr ist. Sie hilft Taylor mit ihren Kräften und ist zusammen mit Sacha maßgeblich an deren Wandlung vom braven Mädchen zur selbstbewußten Dämonenjägerin beteiligt.
Ich musste mich wirklich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen und habe es in Rekordzeit ausgelesen. Und da ich es nicht abwarten konnte, bis Band zwei in Deutschland erscheint, habe ich mir diesen im Original als ebook gegönnt, das gerade erschienen ist.
Auch das Cover finde ich sehr hübsch. Es hat eine schöne, schimmernde Farbe mit einem Mädchengesicht im Mittelpunkt, das von geheimnisvollen Zeichen umrahmt wird. Das passt sehr gut zur Geschichte, und ich hoffe, dass der zweite Band auch mit einem entsprechenden Cover gestaltet wird.
Fazit: eine absolute Leseempfehlung von mir; nicht nur für jugendliche Leser. Das Buch ist durchaus auch für junggebliebene Erwachsene geeignet.
Rezensionen von Henny176:
Die Tage, die ich dir verspreche von Lily Oliver
perfekte Mischung
Klappentext:
?Du hast Glück, Gwen. Alles wird gut.? Seit ihrer Herztransplantation hört die junge Frau nichts anderes mehr. Doch statt Lebensfreude empfindet sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. In ihr reift ein ungeheuerlicher Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und postet einen entsprechenden Aufruf in einem Internetforum.
Dessen Moderator Noah geht zum Schein darauf ein. Erst als Gwen vor ihm steht, merkt er, wie verzweifelt sie wirklich ist?
Meinung:
Das Buch ist immer abwechselnd aus der Sicht von Gwen und Noah geschrieben. Dadurch ist es sehr leicht sich in beide Charaktere einzufühlen, die mir beide direkt sympathisch waren. Besonders Gwens Sicht als Transplantationsempfängerin fand ich sehr interessant und die Autorin hat sehr schön deutlich gemacht warum manche Organempfänger nicht immer nur reine Freude über ihr neues Organ empfinden, auch wenn es ihnen das Leben rettet. Noah ist ein so empathischer Charakter, mann muss ihn einfach lieben!
Der Schreibstil der Autorin ist so mitreissend, dass ich das Buch garnicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich finde ihr ist mit dieser Geschichte genau die richtige Mischung aus traumhafter Liebesgeschichte und wirklich ernstem Thema, das sehr zum Nachdenken anregt, gelungen.
Ausserdem bekommt man nach Beendigung des Buches unheimliche Lust dazu sich ein Geocaching-App auf sein Handy zu laden und raus in die Natur auf die Suche nach einem Cache zu gehen.
Rezensionen von Emotionen:
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Wo ist Jeremy?
Das Buch "Irgendwo im Glück" habe im Zuge der September Lesechallenge gelesen. Es war mein erstes Buch von Anna McPartlin und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden damit.
Handlung
Die Handlung braucht ein bisschen, bis sie in Schwung kommt, aber dann geht es in einem angenehmen Tempo weiter.
Dabei ist die Geschichte vor allem Anfang kurzweilig und lustig, trotzdem spricht das Buch auch ernste Themen an, was mir sehr gut gefallen. Als Jeremy verschwindet wird es spannend. Wo könnte der Junge hin sein? Ist er von zu Hause abgehauen, wie es für einen Jugendlichen nicht ungewöhnlich ist? Oder ist ihm wirklich etwas zugestoßen? Maisie ist zwar einerseits hilflos, aber sie lässt sich davon nicht unterkriegen und tut alles um ihren Sohn zu finden ... Am Ende wird es nochmal spannend, bevor es dann zur großen Auflösung kommt, die leider im Prolog schon angedeutet wurde.
Charaktere
Maisie ist eine starke und mutige Frau, die zu schnell erwachsen werden musste. Sie ist gleichzeitig unsicher, ob sie sich auf eine neue Beziehung einlassen soll und voller Willenskraft, wenn es darum geht, ihren verschwunden Sohn zu finden. Eine Löwenmutter, die ihre Kinder gegen alles und jeden verteidigt, das macht sie zu etwas ganz Besonderem. Valerie ist ein rebellischer Teenager, auch dieses Bild wurde sehr glaubhaft vermittelt. Jeremy ist ein ganz außergewöhnlicher Charakter, über den ich aber nicht allzuviel verraten möchte um nicht zu spoilern. Aber er ist sehr interessant und entwickelt sich schnell zum Protagonisten. Süß fand ich auch den Polizisten Fred und seine Bemühungen um Maisie. Er tut wirklich alles, damit sie sich in ihn verliebt und das ist soo putzig :D
Schreibstil
Auch hier habe ich nichts auszusetzen. Das Buch ist flüssig geschrieben und gut zu lesen. Anna McPartlin versteht ihr Handwerk auf jeden Fall. Sie schafft es, alle Perspektiven glaubhaft darzustellen.
Fazit
Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der einen gefühlvollen Roman sucht, der nicht alltäglich ist und den Leser mit seinem Charme bezaubert!
Rezensionen von Ela_Ela:
Black Blade von Estep Jennifer
Wunderschöner Abschluss : D <3
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls.
Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...
Ich habe wieder so lange gewartet bis der neue Teil von Black Blade und jetzt ist er endlich erschienen. Und ich habe es natürlich sofort verschlungen. Ich weiß nicht wie es die Autorin immer schafft mich so von ihren Büchern zu begeistern. Es liegt sicher an ihrem tollen Schreibstil.
Es war zwar diesmal eine blutige Angelegenheit die sich durch das ganze Buch zieht, doch mich hat es wieder mal so fasziniert und wollte einfach nicht zum Lesen aufhören. Es hat mich gefesselt bis zum bitteren Ende. Ich kann noch weiter von diesem tollen Buch schwärmen, aber ich will keine damit nerven.
Lest diese Serie einfach, wenn ihr kein Problem mit Fantasybüchern habt. :) Außerdem sehen die Cover echt klasse aus und passen super zu den anderen Bücher der Autorin.
Fazit: Wieder ein toller Abschluss ein wundervollen Serie, die ich sicher nochmal lesen werde. So ein tolles Buch verdient seine 5 Sterne. Schade ist es schon das diese Serie jetzt beendet ist, ich werde die Charaktere vermissen.
Serie:
1. Black Blade - Das eisige Feuer der Magie
2. Black Blade - Das dunkle Herz der Magie
3. Black Blade - Die helle Flamme der Magie
Rezensionen von rainbowly:
Brot backen in Perfektion mit Hefe von Lutz Geißler
Ich bin total begeistert! Endlich ganz einfach leckeres Brot selber backen!
Erster Satz
"Hartes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart.", lautet ein altes Sprichwort.
Fakten
Autor: Lutz Geissler
Verlag: Becker Joest Volk Verlag
Erscheinungsdatum: 21.09.2016
Genre: Sachbuch
Seiten: 192
Inhalt
Ganz einfach Brot zuhause selbst backen - ohne ausgefallene Zutaten oder spezielles Backzubehör, nur mit etwas Geduld und dem Plötz-Prinzip!
Gestaltung
Das Buch ist einfach so toll gestaltet! Ich bin total verliebt! Die Bilder, die jedes(!) Rezept begleiten sind großflächig und zum Reinbeißen.
Auch das Inhaltsverzeichnis ist komplett mit kleinen Bilder gestaltet. Die Lesebändchen sind super praktisch. Das Format ist für meinen Geschmack etwas zu groß und unhandlich, aber es macht das Buch auch sehr wertig. Den Schutzumschlag habe ich abgenommen, denn die Umschläge sind immer so empfindlich und das Buch ist darunter genauso schön gestaltet!
Sprache
Der Aufbau ist einfach und klar strukturiert. Erst erzählt Lutz Geissler von seinen Anfängen, die einen schmunzeln und selbst Mut schöpfen lassen. Darauf folgt eine Einführung in das Prinzip, das benötigte Zubehör, die Zutaten - alles sehr interessant und verständlich beschrieben. Dann schlussendlich die Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte - bebildert und gut erklärt. Einzig etwas schade finde ich, dass man (zumindest anfangs) oft zwischen den Arbeitsschritten (S.22) und dem Grundrezept (S.42) hin und her blättern muss.
Dann folgen die Rezepte vom klassischen Weizenbrot, Fladenbrot, Brötchen, Baguette, Pizza über Pain d'Epi, Grissini und Focaccia bis hin zum süßen Rosinenbrot oder Milchzopf - eins sieht leckerer aus als das nächste!
Fazit
Ich freue mich einfach riesig über dieses Buch! Das Nachbacken macht so viel Spaß! Das Ergebnis ist großartig - das Brot sieht toll aus und schmeckt soooooo lecker! Ich habe bisher ein Dreikornbrot und ein Kartoffelbrot gebacken - beides bereits beinahe aufgegessen! Und ich habe nichts weiter gebraucht als Weizenmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl, Frischhefe, Wasser, Salz, Kartoffeln, ein paar Schüsseln und Töpfe, eine Waage und meine Rührmaschine (optional!). Bisher habe ich mich immer ein bisschen vor Teigen mit langer Ruhezeit gedrückt, aber es war wirklich einfach und das Ergebnis ist absolut überzeugend! Ich kann mich gar nicht entscheiden welches Rezept ich als Nächstes ausprobieren soll!
Rezensionen von Sanni09:
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Absolut lesenswert
Das Cover ist typisch Anna McPartlin. Ich mag es sehr, wenn die Covers ein bestimmten Wiedererkennungswert haben. Ihre letzten Covers waren in schwarz, was mir optisch etwas besser gefallen hat, da der Kontrast einfach schöner war. Aber das Cover wirkt auf mich trotzdem sehr verspielt und trotzdem übersichtlich.
Etwas schade ist, dass man mit dem Cover so gar nichts mit der Geschichte verbinden kann. Trotzdem finde ich es gut, da es fabenfroh und fröhlich wirkt. Und schließlich bin ich auch so auf das Buch aufmerksam geworden.
Ich habe bisher noch keine Bücher von Anna McPartlin gelesen und war daher sehr gespannt auf ihren Schreibstil. Dieser hat mir wirklich sehr gefallen. Ich kam schnell in das Buch rein und es hat sich sehr flüssig gelesen. Sie weiß, wie man den Leser mitreisen kann und Emotionen in einem hervorruft.
Das Buch greift ein trauriges Ereignis auf, mit dem Verschwinden von Jeremy. Gleichzeitig wird ein sehr wichtiges und besonders für die Zeit 1995, in dem das Buch spielt, tabu Thema aufgegriffen. Auch die häusliche Gewalt von Maisies Exmann kommt immer wieder zur Sprache. Das hat die Autorin in diesem Buch wirklich sehr gut gemacht.
Die Protagonisten sind gut gelungen. Jeremy und auch Rave waren mir gleich sympathisch. Auch Maisie und ihre Familie mochte ich und sie kamen sehr authentisch rüber. Besonders Maisie selbst habe ich sehr ins Herz geschlossen und bewundere sie für ihre Stärke.
In diesem Buch geht es um so viele Themen, die Anna McPartlin sehr gut in einer wunderbaren Geschichte untergebracht hat. Absolut lesenswert.
Rezensionen von Mareike91:
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Spurlos verschwunden...
Mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil gelingt es Anna McPartlin den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Emotionsreich und bildhaft schildert sie in ?Irgendwo in Glück? die bewegende Geschichte von Maisie Bean und ihrer Familie. Ich persönlich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, -gebangt und -gehofft und brauchte zum Ende hin auch die vorsorglich schon bereitgelegten Taschentücher.
Die Charaktere sind allesamt sehr vielschichtig und authentisch. Maisie ist eine bewundernswerte, starke Frau, die viel Gewalt erlebt hat, und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. Sie war mir von Beginn an sympathisch.
Ihre beiden Kinder, Jeremy und Valerie, könnten unterschiedlicher kaum sein. Der sensible Jeremy ist mit seinen 16 Jahren sehr erwachsen, kümmert sich fürsorglich um seine Oma (wenn Maisie nicht da ist) und ist eigentlich sehr verlässlich, weshalb sein Verschwinden umso rätselhafter ist. Valerie hingegen ist oftmals sehr aufbrausend und temperamentvoll, wodurch man sie fälschlicherweise auf den ersten Blick vielleicht als Zicke bezeichnen würde. Im Grunde ist sie aber ein liebenswertes Mädchen, dass manchmal einfach nicht weiß wohin mit ihren Gefühlen.
Auch die anderen Charaktere, wie bspw. Jeremys bester Freund Rave, Polizist Fred, Maisies Mutter Bridie oder ihre Freundin Lynn ? sind absolut gelungen.
Das Buch beginnt an dem Tag, an dem Jeremy verschwindet. Er trifft sich abends heimlich mit Freunden im Park und kehrt nicht zurück. Der Leser durchlebt zusammen mit Maisie und ihrer Familie die Tage danach, die geprägt sind von der Sorge und Angst um Jeremy, Ratlosigkeit und Unverständnis über sein Verschwinden, der Hoffnung, ihn und Rave lebend wiederzufinden und natürlich der verzweifelten Suche. Auch der Leser weiß nicht, was sich im Laufe des besagten Abends noch ereignet hat. Erst Stück für Stück erfährt er aus Jeremys Sicht, was geschah und somit den Grund für sein Verschwinden. Obwohl man bereits aus dem Prolog mehr oder weniger weiß, wie es am Ende ausgehen wird, und man sich im Laufe des Buches einiges erschließen kann, ist der schlussendliche Ausgang doch überraschend, schockierend und sehr bewegend.
Schon von Beginn des Buches an zeichnet sich ab, dass Jeremy homosexuell ist. Die 1995 in Irland herrschende Intoleranz und Ablehnung der Gesellschaft gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren sind maßgeblich für den Ausgang der Geschichte verantwortlich. Die Autorin kritisiert die gesellschaftliche Haltung, sowohl damals als auch heute, und regt den Leser zum Nachdenken (und vielleicht auch Überdenken seiner Meinung) an.
Neben Jeremys Homosexualität spielt auch die Demenzerkrankung von Maisies Mutter Bridie eine große Rolle. Die Autorin konfrontiert den Leser mit der erschreckenden und ungeschönten Wahrheit über die Krankheit? Von einer Sekunde ist Bridie wie ausgewechselt. Zielloses Herumirren, Angst, die in Aggressivität umschlägt, und Apartheit sind nur einige der Symptome, unten denen sie leidet. Bridie scheint immer mehr nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein. Aber der Leser erlebt nicht nur, was es heißt, demenzkrank zu sein, sondern auch, wie schwer die Pflege und der Umgang für die Angehörigen ist.
Fazit:
Mit ?Irgendwo im Glück? gelingt es Anna McPartlin erneut, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und lässt ihn in eine Geschichte eintauchen, die berührt, zum Nachdenken anregt und ihn auch lange nach der letzten Seite nicht loslässt. Nachdem die Autorin letztes Jahr bereits mit ?Die letzten Tage von Rabbit Hayes? zu meinen absoluten Jahreshighlights gehörte, tut sie es dieses Jahr definitiv wieder mit diesem wundervollen Buch. Ein absolutes Must-Read!
Rezensionen von Landbiene:
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Eigene Inhaltsangabe:
Maisie Bean hat eine jahrelange Ehe-Hölle hinter sich. Doch Maisie ist eine starke Frau und schafft es irgendwann sich von ihrem gewalttätigen Mann Danny zu trennen.
Zusammen mit ihren beiden Kindern Jeremy und Valerie beginnt sie ein neues Leben.
Zusammen schaffen sie es sogar sich um die liebenswerte, aber demente Großmutter zu kümmern.
Es scheint als ob das Leben es endlich besser mit Maisie meint, doch dann verschwindet urplötzlich Jeremy....
Schreibstil:
Der Schreibstiel der Autorin Anna McPartin lässt sich leicht und locker lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von mehreren Protagonisten im personellen Erzählstil geschildert. Das macht es sehr spannend und man lernt die Protagonisten sehr gut kennen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind unterschiedlich gekennzeichnet. Es gibt zwar die nummerierten Kapitel, doch zusätzlich sind sie mit Datum oder dem Namen des erzählenden Protagonisten gekennzeichnet.
Allgemeine Meinung:
Irgendwo im Glück ist ein sehr bewegender, emotionaler Roman mit sehr starken und gut ausgearbeiteten Protagonisten.
Man lernt alle gut kennen und keiner wirkt blass. Maisie und ihre Familie wachsen einem sehr ans Herz. In Verbindung mit dem Schreibstil ist der Roman ein echter Pageturner.
Besonders das Thema Gewalt in der Partnerschaft/Ehe werden angesprochen, aber auch Homosexualität. Die Autorin hat hier ein wirklich tolles Buch erschaffen, dass man einfach lesen muss.
Lediglich der Titel und besonders das Cover sind völlig unpassend für diese dramatische Geschichte... Daher einfach ignorieren und lesen!
Rezensionen von AngiF:
Das Leben ist gut von Alex Capus
Was macht uns glücklich?
Max, ein Barbesitzer in einem schweizerischen Städtchen ist Strohwitwer und das für ein ganzes Jahr, da seine Frau, mit der er bereits seit 25 Jahren glücklich zusammen ist, eine Gastprofessur in Paris angenommen hat. Sie, die als junge Frau in den Ort kam und blieb ? der Liebe zu ihm wegen, musste einfach mal wieder raus aus dem Trott, hinein in die Großstadt.
Schon am Morgen nach der Abreise bereut Max seinen Entschluss, seine Frau nicht begleitet zu haben. Nicht, dass er es nicht aushalten könnte in dem kleinen Städtchen, er kennt es ja schon sein ganzes Leben lang, nein, er vermisst sie bereits jetzt. Nun ist Max allein mit seinen drei Jungen und bezwingt den Alltag ohne seine Liebe.
Der Autor Alex Capus beschreibt in seinem neuesten Werk ?Das Leben ist gut? das Leben des Strohwitwers Max, seinen Beruf als Barbesitzer und seine Aufgaben als Vater der drei Söhne. Dies tut er in einer wunderbaren Sprache und einem herrlichen Schreibstil. Alex Capus bedient sich dabei eines hervorragenden feinsinnigen Humors abgeschmeckt mit einem Spritzer Ironie. Alle Charaktere sind dem Autoren außerordentlich geglückt. Da ich bereits die Livelesung des Autors bei Lovelybooks verfolgt hatte, habe ich noch immer seine Stimme und seinen herrlichen Akzent im Ohr, so dass ich das Buch nicht nur gelesen habe, sondern sich in meinem Kopf auch die Stimme Alex Capus' fand. Der Autor wies übrigens bei eben dieser Lesung auch darauf hin, dass es sich in seinem Buch um eine fiktive Geschichte handele und keine Biografie sei. Irritiert sei er darüber, dass er bei seinen früheren Werken immer betont habe, die Geschichten seien genauso passiert und dass man ihm weder bei den anderen Büchern noch jetzt Glauben schenken würde.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem zauberhaften und amüsanten Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Gerade im aufkommenden Herbst kann man mit dem Buch entspannende und vergnügliche Lesestunden auf dem Sofa verbringen. Leser mit einer Vorliebe für humoristische Erzählungen werden das Buch lieben und verschlingen.








