Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Dragonfly von Lühmann Antoinette
Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es war wirklich super gut geschrieben! Ich würde es für alle empfehlen, die gerne Fantasy-Geschichten lesen.
Der Inhalt:
Charlotte wartet schon sehnsüchtig darauf, endlich ihren Beruf zu erfahren, die per Zufall im Priesterinnentempel auf kleinen Tonscherben zugeteilt werden.
Doch irgendwie ist es dann seltsam, denn darauf steht, dass sie zur Zisterne kommen soll. Aber normalerweise kommen nur Kinder, die magische Fähigkeiten haben, dorthin. Daher KANN es ja gar nicht stimmen. Aber zurzeit tauchen immer wieder Männer der Zisterne bei ihr zuhause auf und fragen nach ihr. Charlotte versteht gar nichts mehr. Als sie von einem Zwerg entführt und kurz darauf von einem Jungen wieder befreit wird, erfährt sie, dass ihre Familie ein großes Geheimnis verbirgt. Und so macht sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter, die ihr vielleicht alles erklären kann ... Doch ob sie ihre Antworten erfährt, werdet ihr selber lesen müssen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Ein Fall für Kitti Krimi - Der Kätzchen-Dieb von Kate Pankhurst
Valentina, 8 Jahre aus Bludenz
Kitti ist ein kleines Mädchen und ist neun Jahre alt. Ihre Freundinnen Holli und Mona haben zusammen mit Kitti den Krimi Club. Alle drei haben eine lebhafte Fantasie. Der Krimi Club wird durch den Kater Watson ergänzt. Es verschwinden immer wieder Katzen in der Gegend um Kitti herum, und das wollen sie und ihre Freundinnen auflösen.
Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Verschwinden der Katzen? Das Buch hat mir nicht so gut gefallen, es war sehr sprunghaft geschrieben, und ich habe die Geschichte nur schwer verstanden. Die größte Schwierigkeit stellten allerdings die vielen Schriftarten dar. Es war dadurch schwer zu lesen, und ich empfehle das Buch daher auch eher 3. oder 4. Klässler, vielleicht haben diese weniger Mühe damit!
Rezensionen von csac:
Wir träumen uns ein Land von Georg Bydlinski
Wundersames "Träume-Buch" für große und kleine Träumer
"Gib mir deine Hand, wir träumen uns ein Land", heißt eines der Kurztexte zu wundersam magischen und anrührenden Illustrationen. Dazwischen zwölf kurze fantastisch-träumerische Geschichten vom "Hinzel-Henzel-Hunzelmann", den "Streithasen", vom "Herrn Gump und dem Glück", und, und, und.
..Meiner Tochter (Grundschule) haben die Geschichten wahnsinnig gut gefallen, die zum Nachdenken und Austausch anregen. Unser älteste Sohn (zehn Jahre) fand die Erzählungen merkwürdig skurril, konnte aber auch nicht von ihnen lassen. Ich selbst (Mutter) fühlte mich bereits durch die Illustrationen sehr angesprochen, verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Das Vorlesen verstärkte diesen Eindruck noch.
Faszit: Ein wunderbares Büchlein für die ruhigere Zeit im Jahr, zum Lesen, Betrachten und einfach nur zum Staunen!
Rezensionen von csac:
Neue Lese-Rezepte von Maria-Theresia Rössler; Gudrun Sulzenbacher
Ein Buch, das Lust am Lesen, am Schreiben und an Sprache generell vermittelt und die Phantasie anregt
Dieses Buch begeistert mich. Eigentlich wendet es sich ja an Bibliothekare oder Lehrer, ich denke aber, es könnte für alle interessant sein, die Kindern Freude am Lesen, an Büchern, an Sprache und Literatur vermitteln wollen. In insgesamt 27 "Rezepten" stellen die beiden Autorinnen Schritt für Schritt Methoden und Projekte vor, durch welche Kindern (vorwiegend ab dem Grundschulalter, adaptiert aber sicher auch schon ab dem Vorschulalter nutzbar) zur Auseinandersetzung mit der Materie "Buch" animiert werden.
Alle Vorschläge wurden von den Autorinnen bereits erprobt, zahlreiche Bilder untermauern dabei den Fun-Faktor dieser Experimente.
Dabei erfolgt der Zugang auf mehreren Ebenen: Neben den Schlüsselkompetenzen wie Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben, erfolgt die Auseinandersetzung mit den Büchern etwa auch visuell (Bilder lesen lernen), so z.B. über Galerien, in denen Bilder aus Bücher ausgestellt und in einem spannenden Forschungsprozess und Detektivarbeit den einzelnen Büchern wieder zugeordnet werden sollen. Da werden Inszenierungen und Rituale im Umgang mit Büchern erprobt, Lieder zu Texten gefunden und vertont, einzelne Elemente nachgebastelt (etwa ein "Wutdrache"), und, und , und...
Dieses Buch macht Lust, selbst mal eine Schreibwerkstatt oder ein Leseprojekt mit Kindern durchzuführen - mit diesen genauen Anleitungen kann dabei gar nichts mehr schief gehen. Es macht Lust, mit Kindern zu experimentieren, Bilder als Ausgang für Entdeckungsreisen zu nutzen und Sachbücher als Aufbruch in neue phantasievolle Welten zu betrachten. Es macht Sinn. Und es sollte Pflichtlektüre für Deutschlehrer, Bibliothekare und allen Menschen sein sollte, die kreativ mit Kindern arbeiten und mal aus dem "Alltagsgrau" ausbrechen möchten.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Nach einer wahren Geschichte von Delphine Vigan
?Am Boden des Zylinders ist nichts?
?Nach einer wahren Geschichte? hieß bei mir während der Lektüre (bis vor dem letzten Kapitel) ?Delphine de Vigan? ? ein Freud'scher Fehler für das Buch aus Sicht einer Ich-Erzählerin, die sehr auf die Autorin selbst anspielt. Sie berichtet von der großen Erschöpfung und Überforderung infolge der Veröffentlichung ihres vorangegangenen Romans (der wiederum eindeutig auf Vigans ?Das Lächeln meiner Mutter? anspielt), hervorgerufen insbesondere durch ihr Gefühl, von den Reaktionen der Öffentlichkeit darauf überrollt worden zu sein, davon, wie stark sich völlig Fremde identifizieren mit den geschilderten psychischen Problemen, allen Details nachspürten, sie auf ihren Realitätsgehalt nachprüften; sie fühlt sich wohl vereinnahmt.
Das Buch wirkte sehr ?französisch? auf mich, Lesern der Leserunde ging es ähnlich ? ich kann das nicht wirklich genauer spezifizieren: Ist es die Tatsache, dass das Leben in Paris, mit den Gassen, den Bars quasi eine eigene Figur in der Handlung ist? Oder ist es dieser Stil wie auch in manchen französischen Filmen, bei denen man irgendwo einsteigt, sich nicht so ganz sicher ist, was genau die Handlung ist ? aber es ist irgendwie sehr elegant und vor allem sehr eloquent ? und genauso ?irgendwo? ist das Werk auch wieder vorbei. Ja, da ist durchaus ein süffisanter Unterton von mir enthalten und ja, auch ich bin wohl eher von US-Filmen oder der Überschaubarkeit der Handlungsfolge deutscher Filme geprägt. In den meisten Phasen (vom letzten Kapitel abgesehen) wirkte die ?wahre Geschichte? sehr selbstbezogen auf mich ? das sollte vielleicht nicht überraschen bei einem (eventuell?) autobiographischen Werk, aber es macht für mich durchaus einen Unterschied aus, ob jemand wie Meyerhoff ?Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke? über längere Zeiträume und verschiedene Personen schreibt ? oder wie hier oft gefühlt auf der Stelle verharrt (ja, bis auf das letzte Kapitel). "Aber jedes Schreiben über sich selbst ist ein Roman. Der Bericht ist Illusion. Kein Buch dürfte diese Bezeichnung tragen." S. 76. Selbst Jan-Philipp Reemtsma schreibt in dem Bericht über seine eigene Entführung ?Im Keller? nach meinem Empfinden weniger über sich. Das Buch liest sich leicht, angenehm ? aber ich brauchte mehrere Anläufe ob des ?Kreisens um sich selbst?. Phasenweise wurde mir dabei langweilig, auch wenn viele Sätze im Buch ?hübsch? zu lesen sind: ?Wenn du nicht die kleine Verrücktheit an jemandem erkennst, kannst du ihn nicht lieben. Wenn du seinen Funken Wahnsinn nicht erkennst, verpasst du den Menschen. Der Funke Wahnsinn in ihm ist die Quelle seines Charmes.? S. 128
Abwechslung brachten Gedanken zu Parallelen in Buch und Film: Ist ?L.? nur imaginär wie bei ?A beautiful Mind? oder ?Fight Club? ? ist sie eine Gestörte, die das Leben von Delphine übernehmen will wie in ?Jung, weiblich, ledig sucht??? Ich musste beim Lesen recht früh an einen Val McDermid Thriller namens ?The Vanishing Point? (deutsch: ?Der Verrat? ? KEIN Tony Hill/Carol Jordan ? Fall, sondern eigenständig) denken ? es erschien mir im Anfang so, als sei ?L.? praktisch die Stephanie im Thriller, eine Ghostwriterin, die aber immer mehr ins Leben einer ?Klientin? gezogen wird, praktisch der umgekehrte Ansatz. Damit hat die Autorin wohl erreicht, was sie wollte, da sie mich in das Verzerrspiel hineingezogen hat, ob L. existiert, das alter ego ist, eine vielleicht gefährliche Fremde, die gespaltene Persönlichkeit ? ob L. = elle, also ?sie? zu lesen ist. Ja, alle Gedanken kamen. Im Anfang. Im zähen Mittelteil interessierte es mich nicht mehr, ich wollte das Buch nur hinter mich bringen.
Interviews mit der Autorin deuten folgendes an: de Vigan war verstört davon, wie sehr Leser bei dem Buch über ihre Mutter die Authentizität jedes Satzes überprüften. ?Nach einer wahren Geschichte? sei die Antwort darauf, ein Spiel um Wahr und Falsch, Fiktion und Realität, Roman und Autobiographie. Aha. Ehrlich gesagt - das ist wie bei Menschen, die jedes Detail ihres Lebens ins Internet stellen und dann über Reaktionen erstaunt zu sein. Das ist nett als intellektuelles Gedankenspiel, hübsch anzusehen und mir zu viel, zu selbstbezogen. Ich lese Thriller, ohne mich zu fragen, wie der Autor auf so kranke Gedanken kommt ? immerhin lese ich so kranke Gedanken ja selbst. Wenn bei einem Autor immer gerettete Tiere vorkommen, glaube ich, dass ihn das interessiert ? oder aufregt, aber das ist mehr eine Randnotiz. Ich würde den Autor Scheibe gerne fragen, warum jemand bei ?Kollisionen? Asche isst ? weil ich das nicht zuordnen kann; ob er das selbst tut, will ich nicht wissen. Ich würde bestimmte Schauspieler um ein Autogramm bitten, aber kein Selfie machen (ich fotografiere nicht einmal im Urlaub, ich erlebe ihn lieber) ? ob sie verheiratet sind, Alkoholiker?interessiert mich nicht. Elena Ferrante ist gerade ?enttarnt? worden ? und? Entschuldigung, aber: in China fällt gerade ein Sack Reis um. Einmal ehrlich: Autoren, Komponisten, Schauspieler etc. leben von ? Publikum. Von meinem Bäcker will ich dagegen wissen, ob er sich generell die Hände wäscht, vernünftige Ausgangsprodukte nutzt, etc. Wo ist da der Unterschied? Der Bäcker lernt sein Handwerk während der Ausbildung von seinem Meister, der Schule, dem, was die Großmutter buk, unterwegs von anderen ? der Schriftsteller begegnet Menschen, wird Bücher gelesen haben,?
Dann kam ? das letzte Kapitel. Ohne das hätte ich das Buch zwar intelligent gefunden, aber zu meta, zu ich-bezogen, zu selbstmitleidig, zu sehr verloren im Diskurs über Fiktion und Wahrheit. Um in den Vergleichen mit der Filmwelt zu bleiben: das letzte Kapitel, und das erst auf den letzten Seiten, bietet so etwas wie den Moment in ?Men in Black?, wenn der Blick von den Protagonisten zurückgeht und man sieht, wie die Erde zu einer Murmel im Spiel von Aliens wird. https://www.youtube.com/watch?v=OKnpPCQyUec
Ja, das war dort cool, das ist es irgendwie auch hier und ich fing an, mir wieder eine Gedankenkette zu machen wie ?eine Person, die sich sich selbst ausdenkt. Eine zweite, eventuell ausgedacht von der ersten, bewusst oder unbewusst, die sich wiederum selbst erfindet aus Figuren, die sich jemand anders ausgedacht hat ? und die erste Person schreibt dann über ? Zusammenbruch meiner Tastatur. Nö.
Folgebuch, das die Autorin gerne hätte: ?Sie? von Stephen King (Schriftsteller wird von Frau gefangen gehalten und zum Schreiben gezwungen?). Dummerweise bekam ich während des mehrfachen Anlaufs auf die zwei ersten Kapitel dieses Buches so etwas wie eine Leseblockade, wollte den Teil ?Depression? nur schnellstmöglich hinter mir lassen?
Rezensionen von Ela_Ela:
New York Diaries - Claire von Ally Taylor
Live your dream ; D
Chaotisch, sexy und hochromantisch: Das sind die New York Diaries! Im Herzen von New York City steht das Knights Building, ein ziemlich abgelebtes Wohnhaus. Etwas schäbig und daher nicht ganz so teuer, ist es perfekt für Frauen, die frisch in die Stadt gekommen sind, um ihre Träume zu jagen oder vor ihrer Vergangenheit zu fliehen.
Weg vom College oder der Universität, weg von der Familie, weg von der alten Liebe, die nicht gehalten hat ... bereit für alles, was jetzt kommt. Auch Foodkritikerin Claire Gershwin kommt als Suchende in die aufregendste Stadt der Welt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ihr Status von ?in einer Beziehung, lebt in London und hat einen tollen Job? zu ?Single, arbeits- und obdachlos? geändert. Claire ist viel zu pleite, um sich ein eigenes Appartement leisten zu können, deswegen zieht sie kurzerhand in den begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin June, die im Knights Building wohnt. Doch werden sich hier ihr Träume und Hoffnungen erfüllen?
Nachdem ich gelesen habe das Ally Taylor & Carrie Price wieder eine gemeinsame Serie schreiben, musste ich diese natürlich sofort lesen. Leider habe ich bis jetzt nur den ersten Teil gelesen die anderen erscheinen erst im Laufe des nächsten Jahres.
Jeder der mich kennt, weiß das ich alles von New York liebe auch wenn ich leider noch nie dort war. Das war auch noch ein Grund warum ich diese Serie unbedingt lesen muss.
Und das Cover natürlich das wunderschön ist und auch die Folgenbände bekommen dasselbe Cover, nur jedes hat eine andere Farbe.
Es hat mir wieder sehr gut gefallen eine lockere leichte Liebesgeschichte von Ally Taylor zu lesen. Dieses Mal geht es sogar um Protagonisten die Anfang 30 sind, was ich persönlich nicht so schlimm finde. Schließlich liebe ich auch die Elemental Assassine Bücher von Jennifer Estep wo die Protagonisten genauso alt sind. Aber zurück zum Buch. : D Es hat mir wieder gefallen das die Autorin wieder ihre Playlist zu diesem Buch aufgeschrieben hat.
Ich mochte die Protagonisten gerne, auch wenn ich nicht sofort mit Claire warm geworden bin, aber umso mehr ich in ihre Geschichte eingetaucht bin umso besser konnte ich sie verstehen und umso lieber mochte ich sie. Auch ihre beste Freundin June mochte ich auf Anhieb, was ich von ihrer Schwester nicht behaupten konnte. Die war echt nervig.
Außerdem geht es in diesem Buch auch ein wenig darum das man seine Träume verwirklichen soll, wenn man die Chance dazu hat. Ich finde eine bessere Stadt gibt es nicht. Claire muss außerdem auch lernen das sie auf sich selbst hört und nicht immer auf das was andere sagen und sie muss sich selbst vertrauen.
Bin trotzdem schon gespannt auf die weiteren Teile und Personen die ihre Träume verwirklichen wollen. Von Sarah hat man hier schon einen kleinen Eindruck bekommen. : D
Fazit: Wieder eine tolle Liebesgeschichte von Ally Taylor die mir wieder schöne Lesestunden geschenkt hat, aber leider wurde ich nicht gleich mit Claire warm und deshalb war der Anfang auch ein wenig langatmig. So kann ich nur gute 4 Sterne vergeben.
Serie:
1. New York Diaries - Claire
2. New York Diaries - Sarah (erscheint im Jänner 2017)
3. New York Diaries - Phoebe (erscheint im April 2017)
4. New York Diaries - Zoe (erscheint im Juli 2017)
Rezensionen von yesterday:
Lügenmauer von Barbara Bierach
Alte Wunden
In diesem Krimi findet neben der Hauptermittlung sehr viel von der irischen Seele und der Landschaft Platz, was mir gut gefallen hat. Die Autorin beschreibt alles sehr angenehm, flüssig und mit den nötigen Details. Sie baut den Fall für Emma Vaughan auf einer Tatsache auf, die früher leider allzu häufig zur Anwendung kam: unverheiratet schwangere Mädchen werden in ein ?Heim? gesteckt, wo sie gebären und die Kinder dann zur Adoption freigegeben.
In diesem Buch führt ein Mädchen einer grundsätzlich nicht armen Familie dieses schwere Leben. Sie gerät ohne Schuld in diese Situation, die Familie bietet ihr keinerlei Rückhalt und ihr ehrgeiziger Bruder sieht durch ihr Schicksal seine Karriere gefährdet. Dieser Bruder, Charles Fitzpatrick, wird Jahrzehnte später ermordet und die Polizei von Sligo wird aktiv. Während ihrer Ermittlungen gräbt Emma tief in der Familiengeschichte der Fitzpatricks herum und wirbelt im Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten alten Staub auf.
Auch wenn man durch eingestreute Abschnitte zwischen den Ermittlungserzählungen bald selbst die Knoten entwirren und das Rätsel um den Mörder lösen könnte, hält der Schluss noch eine kleine Wendung parat.
Die Charaktere sind angenehm ?normal?, wenn auch mit schon fast typischen Schwachpunkten und auch glaubwürdig.
Rezensionen von Krimine:
Flawed Wie perfekt willst du sein? von Ahern Cecelia
Ein emotional aufwühlender All-Age-Roman für jugendliche Leser
Die siebzehnjährige Celestine ist perfekt. Sie lebt nach den Regeln ihrer Gesellschaft, erzielt in der Schule gute Leistungen und ist mit dem Sohn des obersten Richters liiert. Ein Leben, das ihr gefällt, jedoch eine jähe Wende erfährt, als sie einem alten Mann auf dem Weg zur Schule hilft, obwohl das streng verboten ist.
Denn der Mann, der im Bus um sein Leben ringt, ist ein Fehlerhafter. Ein Ausgestoßener des perfekten Systems. Ein Mensch, der keine Rechte mehr hat. Von nun an spürt Celestine am eigenen Leib, was es heißt, fehlerhaft zu sein. Die Beteiligung an einer Intrige, die ihren Status als Perfekte wieder herstellen soll, lehnt sie rigoros ab und kämpft von nun an um die Herstellung von Werten wie Moral, Menschlichkeit und Gerechtigkeit, die die angeblich perfekte Gesellschaft längst verloren hat.
?Flawed ? Wie perfekt willst du sein? ist ein All-Age-Roman für jugendliche Leser, der voller Spannung, Gefühl und Lebendigkeit steckt. In ihm wird der Leser in eine Welt katapultiert, in der die Perfektion oberste Regel ist und in der jede Andersartigkeit geahndet wird. Dass es hinter dieser glänzenden Fassade ordentlich brodelt, wird schnell klar, spätestens in dem Moment, als die bis dahin perfekte Protagonistin in einem ordentlichen Schlamassel steckt. Eine interessante Figur, deren Mut und Menschlichkeit, deren Ängste und Zweifel und deren Trotz und Kampfeswille in einer nachvollziehbaren Mischung zum Tragen kommen und die nicht nur die Menschen ums sich herum bewegt. Aber nicht nur sie macht während der fatalen Geschehnisse in einer von Regeln beherrschten Welt eine spürbare Wandlung durch. Auch ihre Eltern ändern sich und beginnen Dinge zu hinterfragen, wie auch ihre Schwester und sogar ihr Freund, der als Sohn des obersten Richters besonders perfekt sein sollte. Flüssig geschrieben, mit vielen spannenden Szenen, grausamen Momenten, zweifelhaften Handlungen, aber auch mit liebevollen Gesten versehen, versteht es der Roman gut zu unterhalten und trotz seines schrecklichen Verlaufs ein wenig Hoffnung zu geben.
Fazit:
Der erste Band einer auf zwei Teilen ausgelegten Dystopie lässt seine Leser emotional aufgewühlt und mit vielen Fragen zurück. Ein Roman, der nachhaltig beweist, das es wichtig ist Fehler zu machen und das es genauso wichtig ist, zu ihnen zu stehen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Alleingang von Sonja Rudorf
Szenen einer Psychopraxis
Jona Hagen, Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Frankfurt findet eines morgens ihren Mitarbeiter Alexander Tesch zusammen geschlagen in seinem Büro. Was ist hier passiert? Ist ein Klientengespräch eskaliert? Jona beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. Dabei muss sie erfahren, dass sie ein komplett falsches Bild von Alexander hat.
In diesem Krimi spielt die Polizei nur eine sehr untergeordnete Rolle, da Jona ihre Ermittlungen selbst anstellt. Der Frankfurter Kommissar Ulf Steiner spielt da nur eine kleine Rolle, ist aber immer zur Stelle, wenn man (oder Frau Jona) ihn braucht.
Die einzelnen Protagonisten haben alle ihre kleinen Fehler und Macken und sind so farbig ausgearbeitet, dass ich beim Lesen bald ein klares Bild vor mir hatte. Gerade auch durch die Vielfalt der Persönlichkeiten, die alle irgendein Handycap haben, macht das mit ermitteln besonderen Spaß. Ich war mir lange nicht sicher, ob der den ich für den Täter hielt, auch der Richtige war.
Der Spannungsbogen baut sich sehr schnell auf und bleibt bis zum Showdown konstant hoch. Durch die immer neuen Erkenntnisse über ihren Mitarbeiter und seine Klienten bin ich immer voll im Bilde und mittendrin in der Geschichte.
Der Schreibstil ist locker und flüssig. Manchmal ging mir die Handlung aber etwas zu schnell und ich musste noch einmal die letzte Seite lesen um die Gesamtheit des Geschriebenen zu erfassen.
Die Geschichte an sich ist logisch und gut nachvollziehbar aufgebaut und es macht Spaß in die Psyche der Einzelnen hinein zu schauen, auch wenn dies manchmal etwas schockierend ist.
Alleingang ist ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und ich hoffe auf weitere Ermittlungen von Jona Hagen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Gestohlene Zukunft von Harald Schmidt
Wenn Dich die Vergangenheit einholt...
Im Essener Stadtwald wird ein 5-jähriger kleiner Junge tot aufgefunden. Hauptkommissar Holger Wilms und sein Kollege Sven Tokrut ermitteln in einem Fall von Kindesmissbrauch und Tötung. Bald stellt sich heraus, dass auch in Frankfurt und in Hagen jeweils ein Fall von Kindstötung nach dem gleichen Muster ermittelt werden.
Hier geht ein Serienmörder um.
Tina und Wolf Kleinert sind mit ihren Kindern Mia und Leon eine glückliche Familie. Bis bei Tina düstere Erinnerungen an Geschehnisse aus ihrer Kindheit an die Oberfläche kommen, die sie in die Tiefe ihres Gedächtnisses verbannt hatte.
Harald Schmidt nimmt sich in diesem Buch eines fast alltäglichen, unschönen und oft unter den Teppich gekehrten Themas an: Kindesmissbrauch. Er schreibt erschütternd real über einen Mann, der in seiner Kindheit selbst missbraucht wurde und heute Rache üben will. An einer Stelle habe ich sogar Mitleid mit diesem Mann, als mich Harald Schmidt ganz tief in dessen geschundene Seele schauen lässt. Was aber die Grausamkeit seiner Taten nicht schmälert.
Die Wut der Kommissare und Polizisten nach einem solchen Verbrechen kann ich aber auch sehr gut verstehen. Dass man sie aber nach Festnahme an ihm auslässt, darf nicht sein.
Wie schnell eine Familie an diesem Thema zerbrechen kann, wenn es unausgesprochen gärt, hat mich ebenfalls erschüttert.
Die handelnden Personen sind prägnant beschrieben, wirken absolut lebensecht. Die Geschichte, die aus zwei Erzählsträngen besteht, die sich schlussendlich annähern und deren Fäden aufgelöst werden, empfinde ich einerseits sehr verstörend, andererseits aufklärend. Hinschauen und nachfragen, wie es hier z.T. auch geschieht, ist sehr wichtig.
Mir hat das Buch mit seiner Geschichte sehr gut gefallen, wobei ich mich scheu zu sagen, ich hatte Lesespaß. Es ist eine sehr reale Geschichte in Form eines Thrillers, die absolut lesenswert ist und zum diskutieren anregt.











