Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ela_Ela:
Plötzlich Banshee von MacKay Nina
Ein megatoller Fantasyroman : D
Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich.
Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?
Dieses ist wieder eines meiner Lieblingsbücher. Ich konnte, auch wenn ich es wollte nicht aus der Hand legen. Es war so mega spannend mit so aussagekräftige Charaktere die mich einfach nur fasziniert haben. Sie waren so gut beschrieben das ich sie mir einfach so gut vorstellen konnte. Mein Kopfkino lief die ganze Zeit auf Hochtouren mit.
Am Anfang glaubt man gar nicht das es um Fantasymenschen geht, doch nach und nach kommt man dann doch drauf und ich mochte sie alle so gerne. Auch gut hat mir gefallen das es aus mehreren Perspektiven geschrieben war, natürlich wurde das meiste von Alana erzählt.
Fazit: Ein toller Fantasyroman der mich so richtig packen konnte und der von mir verdiente 5 Sterne bekommt. Ich hoffe die Autorin schreibt noch weitere tolle Romane.
Rezensionen von Ela_Ela:
Nothing lasts forever von Sarah Stankewitz
Besser als der erste Teil : )
Die Geschichte von Summer und Dean geht weiter! Auch der Sommer deines Lebens hat irgendwann ein Ende. Der Sommer, den sie mit Dean Ross verbringen konnte, war der mit Abstand beste Sommer ihres Lebens. In dieser Zeit hat Summer nicht nur sich selbst verändert - nein, sie haben sich gegenseitig verändert.
Doch auch, wenn sie dachte, dass ihre gemeinsame Zeit niemals ablaufen würde, muss Summer schon kurze Zeit später der Wahrheit ins Gesicht blicken. Einer Wahrheit, in der die Zeit viel zu schnell verstreicht und in der der Winter schon fast vor der Tür steht. Alles, an was sie sich klammern kann, sind die Erinnerungen. Und auch wenn Dean den Kampf um ihre Liebe bereits aufgegeben hat, will Summer alles dafür geben, um ihn zurück in ihre Welt zu ziehen. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat, ist das Schicksal, welches sich ihr dabei immer wieder mit voller Wucht in den Weg stellt.
Dieser Teil ist anders aufgebaut als der erste Band. Es erzählt zuerst Summer die Geschichte und dann Dean.
Nachdem am Ende des ersten Teiles ein Cliffhanger war wollte ich natürlich sofort wissen wie es mit Summer und Dean weitergeht, doch diese Handlung hätte ich nicht erwartet. Es hat mich ein wenig geschockt, dass jemand seine eigene Traumwelt erschaffen kann.
Ich mochte in diesem Buch Dean & Summer noch lieber. Auch ihre Mutter und ihre beste Freundin mochte ich wieder besonders gerne. Die beiden spielen in diesem Buch auch noch eine relativ große Rolle.
Fazit: Besser als der erste und einfach nicht aus der Hand zu legen. Ich vergebe gute 4,5 Sterne an dieses besondere Buch. Meine vollen Respekt an die junge Autorin.
Serie:
1. We're meant to be together
2. Nothing lasts forever
Rezensionen von vielleser18:
Nothing lasts forever von Sarah Stankewitz
Licht und Schatten und am Ende die Frage: Was bleibt ?
Die Protagonistin Lola Salz lebte von 1905 bis 2015 - ein langes Leben. In dem Roman "Die unsterbliche Familie Salz" dreht sich alles um das Leben der Familie Salz, angefangen von Lolas Eltern bis hin zu ihrer Urenkelin. Lola spielt dabei die Hauptrolle. Nicht immer, aber immer wieder geht es um ihr Leben.
Dabei gibt es verschiedene Sichtweisen. Die Abschnitte werden von verschiedenen Progonisten erzählt, dabei wechselt auch der Sprachmodus, das macht es sehr authentisch.
So ist es Lola selbst, ihr Ehemann, ihre Tochter, ihre Enkelin und die Urenkelin, die hier zu "Wort" kommen.
Faszinierend dabei ist, dass es die Erlebnisse in jeder Generation anders interpretiert werden. Die Familie Salz hat von Anfang ein Problem: Die Familie. Es gibt viele Animositäten untereinander, die Familie ist - fast in jeder Generation - zerstritten. Es wird wenig miteinader gesprochen, jeder lebt sein Leben und gerade Lola ist es, die durch ihre schwere Kindheit und einschneidende Erlebnisse am Ende des Krieges, es auch nicht schafft ihren Kindern eine gute Mutter zu sein. Warum Lola so war, wie sie war, dass wird in den nachfolgenden Generationen nicht verstanden, weil Lola ihnen nichts erzählt und es ihnen auch nicht einfach macht. So wird vieles falsch interpretiert.
Es ist eine Geschichte voller Schatten - voller dunkler Ereignisse, die ihre Schatten werfen auf die nachfolgende Generation. Aber es geht auch um die Schattenbilder der Proganisten, angefangen mit den Scherenschnitten und den Erzählungen von Lolas Mutter, ziehen sich die Schatten durch diese Geschichte wie ein roter Faden.
Zitat S. 170: " Es ist vorbei....wir beide wissen: Nichts dergleichen geht je vorbei...Mann kann solche Dinge weder vergessen noch gänzlich überwinden.....Meine Methode ist eine andere: Ich schreibe. Auf Papier lässt sich Furchteinflössendes leichter bannen. Selbst Schatten werden bloß zu einem Acht-Buchstaben-Wort".
Der Anfang der Geschichte zieht sich ein wenig, doch ich hatte das Gefühl, dass es wie in einem Strudel, mich - je mehr ich gelesen hatte - immer mehr in diese Geschichte hinein gezogen hat.
Es geht auch um Ängste und hier darf ich mal den Satz auf Seite 257 zitieren:
" Angst ist etwas, das man hat oder nicht hat. Jeder trägt sie in sich. Man muss einfach aufpassen, dass sie nicht zu groß wird. "
Die meisten der Protagonisten hatben mit Angst zu kämpfen, die Ängste geben sie weiter, ertränken sie im Alkohol, sie zerbrechen daran. Am Ende jedoch gibt es einen Hoffnungsschimmer in einer neuen Generation.
Am Ende bleibt die Frage: Was bleibt von einem Menschenleben ?
Zitat S. 426: "Wir glauben Zusammenhänge zu erkennen, uns zu entwickeln, besser zu sein als jemals zuvor - und tappen damit in die gefährlichste aller Fallen: Wir verwechseln Glauben mit Wissen"
Am Ende ist alles Geschichte.
Fazit:
Eine Geschichte mit wenig Licht und voller Schattenseiten.
Eine Geschichte, die mich gefesselt hat.
Keine einfache Geschichte, aber eine, die mich gefesselt und fasziniert hat.
Rezensionen von AndFe1:
Der fabelhafte Regenschirm - Die verrückte Stadt von Sarah Storm
Verkehrte Welt
Ella und ihr Bruder Paul finden beim Spielen einen Regenschirm. Als sie damit nach draußen gehen, stellen sie fest, dass es ein ganz besonderer Regenschirm ist. Sie sind plötzlich an einem anderen Ort. Damit beginnt ihr Abenteuer in der verkehrten Welt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
Die Kinder sind uns gleich sympathisch. Die Geschichte ist fantasievoll und lustig. Meine Jungs (4+6 Jahre) hatten viel Spaß mit der Geschichte und waren begeistert. Ich durfte gar nicht aufhören zu lesen.
Die Schriftgröße und die Kapitellänge sind ideal für Erstleser. Die Illustrationen haben uns gut gefallen und sie lockern die Geschichte schön auf.
Ein toller Auftakt für eine neue Reihe.
Rezensionen von HEYN Leserunde Erika Liebminger:
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
Ungewöhnliche Geschichte
Stradal erzählt die ungewöhnliche Geschichte von Eva Thorvald, der Tochter eines Kochs, die als Baby von der Mutter verlassen und nach dem Tod des Vaters nur ein halbes Jahr später von ihrem Onkel liebevoll aufgenommen wurde. Ein merkwürdiges kleines Mädchen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten und Begabungen, denen die Eltern eher hilflos gegenüber stehen.
Ihrem Cousin Randy, einem verlässlichen Helfer in ihren Nöten und Cousine Braque ist ein Kapitel gewidmet, und natürlich ihrem ersten Freund und seiner Stiefmutter. Evas Persönlichkeit entwickelt sich erst, als Kochen ihre Leidenschaft wird. Durch ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten zur gefragtesten Köchin Nordamerikas geworden, kann sie es sich leisten fünfmal im Jahr ein Dinner an den ungewöhnlichsten Orten zu geben, wofür die Gäste mehrere tausend Dollar bezahlen und mitunter Jahre warten müssen.
Die Küchengeheimnisse sind mir leider verborgen geblieben, daß sich Evas Mutter nach fünfundzwanzig Jahren aufmacht um ihre Tochter kennenzulernen, hat mich irgendwie mit dem Buch versöhnt.
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
Trotz Chili keine Würze
Liest man den Klappentext, so freut man sich auf einen interessanten Roman, der absolut den Zeitgeist treffen soll.
Man erhofft sich eine geheimnisvolle Geschichte, die alle Sinne des Lesers anspricht und ihn kulinarisch verführt.
Doch die beschriebenen Zeitgenossen und Lebenssituationen der Eva Thorwald, die in einen völlig übertrieben dargestellten Erfolg münden, erfüllen diese Erwartungen nur im letzten Kapitel.
Auch die eingestreuten Rezepte haben mich in keiner Weise zum Nachkochen inspiriert.
Schade, hatte mich so auf das Buch gefreut.
Rezensionen von Ambermoon:
Der Schneeleopard Ein Rizzoli-&Isles-Thriller von Gerritsen Tess
Ein spannender und blutiger Thriller mit atemberaubender afrikanischer Safari-Kulisse.
Erpicht auf das "ultimative Buschabenteuer" versammeln sich sieben Touristen aus aller Welt auf einer abgelegenen Landebahn in Botswana. Doch ihr Campingtrip verwandelt sich in einen albtraumhaften Kampf ums Überleben. Ein Reisender nach dem anderen verschwindet, zurück bleiben nur Knochenfragmente und zerrissene Kleidung.
Wurden sie Opfer eines wilden Raubtiers? Oder bewegt sich der Angreifer unter ihnen?
Fünf Jahre später: In Boston ermitteln Jane Rizzoli und Maura Isles in einem bizarren Mordfall. Die Leiche des Jägers Leon Godt wurde gefunden - ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern um Boston werden Knochenreste eines Opfers entdeckt, das auf ähnliche Weise ums Leben kam. Jane und Maura wird klar, dass dieser Mörder seit Jahren am Werk ist - und Boston ist nicht sein einziges Jagdrevier. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Botswana zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari im Busch förmlich abgeschlachtet wurden....(Klappentext)
-------------------------------------
Dies ist der 11. Teil der Rizzoli&Isles-Reihe, welcher jedoch ohne weiteres unabhängig und ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.
DerThriller beinhaltet zwei Erzählstränge.
Einer davon spielt in Boston. Jane und Maura ermitteln in einem Fall bei dem ein bekannter Trophäenjäger und Tierpräparator auf bestialische Art und Weise ermordet wurde. Wie seine Beute wurde er aufgehängt und ausgeweidet. Doch dies wird nicht ihre einzige Leiche bleiben. Zusammenhänge zwischen den Opfern scheint es nicht zu geben. Einzig Maura scheint Gemeinsamkeiten zu erkennen, was jedoch bedeuten würde, dass hier ein Serienkiller am Werk ist. Dessen Spuren führen sogar bis zu 14 Jahre zurück und bis nach Afrika.
Hier ist der zweite Erzählstrang angesiedelt. 6 Jahre zuvor, in Botswana auf einer Safari. Aus der Perspektive einer Frau, die diesen abenteuerlichen Safaritrip nur gemacht hat, um ihrem Lebensgefährten einen Gefallen zu tun und ihre Beziehung zu kitten. Sieben Touristen im afrikanischen Delta die nur ein bisschen Abenteuerluft schnuppern wollten. Doch dieses Abenteuer entwickelt sich zu einem wahren Horrortrip und der Kampf ums Überleben beginnt, wobei nicht die wilden Raubtiere die Gefahr für die Truppe darstellen, denn das wahre Raubtier befindet sich direkt unter ihnen.
Diese Erzählstränge wechseln sich immer wieder ab, bis sie schließlich gekonnt zusammengeführt werden.
Dies war mein erster Rizzoli&Isles-Thriller und da sich die Spannung anfangs ziemlich in Grenzen hielt, fragte ich mich woher diese Begeisterungsstürme zu dieser Reihe herrühren.
Doch mit dem Verlauf der Story nahmen Spannung und Tempo rasant zu und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Und dann verstand ich, wieso diese Reihe so einen Hype erfährt.
Der Schreibstil flüssig und angenehm und passt sich vom Tempo her der Storyline an. Mich konnte vor allem das afrikanische Setting begeistern, welches den Leser ins afrikanische Delta entführt. Die Atmosphäre wurde gekonnt eingefangen - man sieht die flirrende Hitze über dem Boden wabbern, riecht das Steppengras und hört die nächtlichen Rufe der Tiere. Dies alleine grenzt schon an Schreibkunst.
Die Charaktere sind durchwegs gut gezeichnet und agieren glaubwürdig und entsprechend ihrer Charakterzeichnung.
Der Plot ist zwar anfangs eher ruhig, nimmt dann jedoch an Spannung und Tempo zu und beinhaltet die ein oder andere überraschende Wendung.
Als Leser glaubt man zu wissen wer der Täter ist, fiebert trotzdem der Auflösung entgegen und dann kommt doch alles ganz anders, aber wirklich komplett anders.
Zartbesaitete werden wohl an mehreren Stellen ordentlich schlucken müssen. Hier wird ausgeweidet, Leichen von Hunden und Katzen angefressen, menschliche Überreste analysiert oder einfach in einen Sack gestopft und dies alles auf sehr bildhafte Art und Weise.
Hier erkennt man auch das medizinische Wissen der Autorin.
Für mich war es genau die richtige Mischung an Spannung, Blut und Ermittlerarbeit.
Fazit:
Ein spannender und blutiger Thriller mit atemberaubender afrikanischer Safari-Kulisse.
Er beginnt zwar eher ruhig und konnte mich nicht sofort fesseln, dies änderte sich jedoch rasch mit dem Verlauf der Story und die Auflösung beinhaltet einen "Wow"-Effekt.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und so wie es aussieht werde ich mir die gesamte Thriller-Reihe reinziehen.
Rezensionen von AngiF:
Hool von Winkler Philipp
Brüder!?
In seinem Buch ?Hool? beschreibt Philipp Winkler das Leben des Hooligans Heiko Kolbe. Die Story beginnt mit einem arrangierten Match zwischen den Hannoveranern und einer Kölner Gruppe. Es war ausgemacht, dass Heiko Kolbe dieses Mal die Organisation übernimmt, doch wie immer reißt sein Onkel diese Aufgabe an sich.
Heiko akzeptiert dies, ohne zu murren. Zur besseren Übersicht tragen die Hannoveraner rote T-Shirts, damit sie nicht aus Versehen auf ihre eigenen Leute einprügeln. Eine Regel ist dennoch klar, wer am Boden liegt, darf nicht weiter attackiert werden.
Mir gefällt der Schreibstil des Autoren sehr gut, schon nach den ersten Zeilen befinde ich mich mitten in der Geschichte, Philipp Winkler kann mich fesseln und mitnehmen. Die Dialoge unter den Jugendlichen sind größtenteils im hannöverschen Slang gehalten, was die Authentizität der Story noch einmal anhebt. Überhaupt wirkt alles an dem Roman ?echt? und lässt dadurch uns Leser oftmals atemlos verharren. Der Autor schafft es, dass ich mit seinem Protagonisten Heiko Kolbe empfinde und aus seiner Situation sogar den Ausspruch ?Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet.? durchaus verstehe. Auf der einen Seite bietet uns Philipp Winkler knallharte Kämpfe von den Hooligans ?Matches? genannt und auf der anderen Seite erfahren wir Leser, in welcher Ausweglosigkeit, fast schon möchte ich es verwahrlostes Hausen nennen, sich Heiko Kolbe befindet. Trotzdem sind da die brüderliche Unterstützung der Hools untereinander und die strikten Regeln bei den Matches, die mich als Leserin ein wenig versöhnlich stimmen soweit dies überhaupt möglich ist.
Keine Frage handelt es sich hier um ein meisterliches Erstlingswerk, das brillant ausgefeilt ist und in dem die Charaktere hervorragend durchdacht und besetzt sind. Meine Wertung, ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung meinerseits.
Rezensionen von BookHook:
Staats Geheimnisse von Staats Stephan; Lagoda Martin
Eine kulinarische Reise - sehr abwechslungsreich, unterhaltsam und außergewöhnlich!
Über den Autor:
Stephan Staats ist gelernter Koch, Kosmopolit und Weltenbummler. Seit 2004 arbeitet er auf diversen Mega-Yachten der ?Schönen & Reichen? als Schiffskoch, lernte dabei viele Länder, Sitten und Gerichte kennen und so manche Anekdote zu erzählen.
Zur Aufmachung:
Schon wenn man das Buch das erste Mal in die Hand nimmt, wird sofort klar, dass es sich um kein gewöhnliches Kochbuch handelt.
Stolze 24 x 28 cm groß und 288 Seiten / 3 cm stark, liegt es schwer und gewichtig in der Hand ? braucht also zwingend seinen Platz auf der Arbeitsfläche, um während des Kochens von Zeit zu Zeit einen Blick hinein werfen zu können. Das Hardcover ist mit dem dezenten Strukturprint sehr schön gestaltet, und auch der Innenteil ist mit vielen Fotos aus dem anscheinend privaten Archiv von Stephan Staat, kombiniert mit sehr schönen Illustrationen und Grafiken, sehr hochwertig produziert. Das Papier ist dick und griffig, und selbstverständlich dürfen auch ein Lesebändchen und ein zweiseitiger Index (286/287) nicht fehlen, die die Wiederauffindbarkeit der Rezepte erleichtern, wobei hier Rezepte und geografische Örtlichkeiten gemixt sind. Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich, passt für mich aber zum Konzept dieses Buches. Alles in allem ein sehr hochwertiges Kochbuch.
Zum Rezeptteil:
Herzstück eines jeden Kochbuchs ist und bleibt nun mal der Rezeptteil, der rund 120 sehr abwechslungsreiche Rezepte umfasst. Den meisten Rezepten wird eine ganze Doppelseite gewidmet, von der die eine Seite eine stets ansprechende und sehr geschmackvolle Fotografie des Gerichtes zeigt und die andere Seite alles Wissenswerte zum Rezept selbst präsentiert. So finden sich zu den Rezepten jeweils Angaben über die Zubereitungszeiten, eine kleine ?Einleitung?, eine sehr übersichtliche gestaltete Zutatenliste sowie eine praktisch gegliederte und leicht verständliche Zubereitungsanweisung. Die Rezepte selbst hat der Autor nach den verschiedenen Regionen des (?erweiterten?) Mittelmeers wie folgt gegliedert:
Frankreich, Monaco (ab S. 10): 9 Rezepte, vom Klassiker Brioche (S. 13), über eine fantastische Quiche Lorraine (S. 17) bis zu den kleinen Sünden namens Macarons (S. 28).
Spanien, Portugal, Balearen, Kanaren (ab S. 36): Insgesamt 19 Rezepte, von denen uns insbesondere die ?Albóndigas? (Spanische Fleischbällchen aus dem Ofen, S. 50) sowie die ?Papas Arrugadas con Mojo picón? (die typischen kanarischen Kartoffeln mt Mojo ? S. 69) angesprochen haben. Stilecht kann man sie auch mit dem schönen Sangría Rezept von S. 77 genießen, Urlaubsfeeling pur!
Italien, Korsika, Sardinien, Malta (ab S. 78): Insgesamt 26 Rezepte, angefangen bei einer sehr einfachen Anleitung zur eigenen Herstellung von frischem Mascarpone (S. 81 ? wirklich ganz einfach!), über eine leicht zu handhabende Balsamico-Reduktion (S. 82 ?lange haltbar!), klassisches Pesto (S. 86 ? einfach lecker), ein Basisrezept für einen Pasta Teig (S. 99 ? schnell und einfach lecker - inklusive Tipps zum Färben des Pasta Teigs wenn das Auge mitessen soll) bis hin zur süßen Sünde ?Torta di Castagne e Cioccolato? (Maronen-Schokoladen-Torte ? S. 107).
Albanien, Montenegro, Kroatien, Slowenien (ab S. 134): 12 Rezepte, von denen wir von der ?Tarator? (S. 139 ? eine leckere, schnell zubereitete und frische Joghurt-Gurken-Suppe) und dem Granatapfelsaft / -sirup (S. 143) begeistert sind. Hier darf natürlich auch ein originales Cevapcici-Rezept nicht fehlen (S. 150). Ein Geheimtipp, den wir im nächsten Frühjahr ausprobieren wollen, ist der ?Regrat Cvetje Vino? (Löwenzahnblütenwein - S. 161).
Griechenland, Türkei, Zypern (ab S. 162): 14 Rezepte, die vom ?Joghurt-Soufflé mit Vanille und Feigen? (S. 167) über herzhafte ?Spanolatkes? (Spinat-Feta-Rösti - S. 168) bis zu Sesam-Filo-Päckchen (S. 195) reichen.
Ägypten, Libyen, Marokko, Algerien, Tunesien (ab. S. 196): 24 Rezepte, von denen es u.A. die ?Molokhia? (Spinatsuppe und Maispoullarde - S. 201) und das ?Khabza bil Ashab? (Kräuterbrot ? S. 218) in unsere Stamm-Rezeptsammlung geschafft haben. Aber auch Hummus (S. 205), Couscous (S. 222), Marokkanischer Minztee (S. 225) und Harissa (S. 232) zählen für mich zu den besten Rezepten dieses Teils.
Israel, Gazastreifen, Syrien, Libanon (ab S. 240): 18 sehr spannende und ausgefallene Rezepte, wie z.B. das aus der Not geborene ?Knackige Gemüsebeet? (S. 248), die ?Shorabit? (Linsensuppe, S. 259) oder auch das leckere Tahini-Zitronen-Dressing (S. 270).
Der Rezeptteil ist insgesamt außergewöhnlich abwechslungsreich und bietet neben unbekannten regionalen Spezialitäten auch viele gut nachzukochende Rezepte für Klassiker, die oftmals schnell selbst zubereitet sind und eine tolle Alternative zum Kauf aus dem Supermarkt bieten (wie z.B. bei der Balsamico Reduktion oder dem Pesto).
Wie bei Rezepten aus ?fernen Ländern? nicht untypisch, weisen manche Rezepte Zutaten auf, die man nicht im nächstbesten Supermarkt um die Ecke bekommt, wie z.B. die französischen Merguez-Würstchen, Topinambur oder Johannisbrot-Melasse. Mit ein wenig Planung im Vorlauf ist das aber kein Problem (oft gibt der Autor auch Tipps, wo man die Zutat erhalten kann). Sonst kann man sich auch oftmals mit Alternativen behelfen. Dann ist es zwar nicht mehr original, aber dennoch lecker!
Zum ?literarischen? Teil:
Wie bereits erwähnt, ist ?Staats´ Geheimnisse? kein herkömmliches Kochbuch. Denn der Autor plaudert zwischendurch auch immer wieder aus dem Nähkästchen und wird in den 15 Storys durchaus sehr persönlich. So macht er keinen Hehl daraus, dass das Leben als Schiffskoch auf den Mega-Yachten nicht immer nur eitel Sonnenschein ist. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Zeiten ohne Beschäftigung (in denen der Autor tatsächlich obdachlos war), Lebenskrisen, (zu) viel Alkohol, vollkommen schief laufende Seemans-Rituale und last but not least die Naturgewalten auf See, wo eine ältere 32-Meter-Yacht gegen 10-Meter-Wellen ankämpfen muss und sich die Besatzung schon fast vom Leben verabschiedet hat. Spannend zu lesen!
FAZIT:
Sehr abwechslungsreich, sehr unterhaltsam, sehr außergewöhnlich! Ein tolles Gesamtpaket!
Rezensionen von BookHook:
Brot backen in Perfektion mit Hefe von Lutz Geißler
Werde dein eigener Bäcker! ? wirklich für Anfänger wie mich geeignet
Zum Autor:
Autor Lutz Geissler ist Diplom-Geologe und begann 2008 mit dem Brotbacken. Inzwischen bezeichnet er sich selbst als Teilzeit-Bäcker und betreibt einen eigenen Blog rund um das Thema Brot (ploetzblog). Mittlerweile hat er bereits mehrere erfolgreiche Bücher zum Thema Brot veröffentlicht, u.
a. ?Brotbackbuch? Nr. 1 & Nr. 2 sowie ?Warenkunde Brot?.
Zur Aufmachung:
Das mit einem Schutzumschlag versehende Hardcover-Buch weist mit 24 x 28,5 cm eine stattliche Größe auf und verfügt über eine Stärke von rd. 2 cm bei knappen 200 Seiten. Auf der Doppelseite 6 / 7 gibt es gleich ein schönes, bebildertes (!) Inhaltsverzeichnis mit dessen Hilfe man schnell die gewünschten Rezepte auffindet. Hinzu gesellen sich noch 2 farblich abgestimmte Lesebändchen. Insgesamt ist es ein sehr hochwertig produziertes Backbuch.
Zum Inhalt:
Auf der Umschlagrückseite wir vollmundig versprochen, dass dieses Backbuch ?Auch für Einsteiger geeignet? ist. Um es an dieser Stelle vorweg zu nehmen: Stimmt! Ich habe zuvor noch nie ein eigenes Brot gebacken (abgesehen von Fertig-Backmischungen), mit diesem Fachbuch hat es aber gleich beim ersten Mal hervorragend funktioniert!
Entsprechend startet das Buch mit einem ?Theorie?-Teil, der dem Leser zunächst die Grundlagen erläutert. Angefangen bei einer Übersicht über das notwendige Equipment (S. 12 ? 15; z.B. Waage, Schüsseln, Stofftücher oder auch optional einen Gärkorb), über Exkurse zu ? Backen im Topf? (S. 16/17), ?Gute Zutaten? (S. 19) und ?Mehle? (S. 20/21) bis hin zum eigentlichen Kernthema, den einzelnen handwerklichen Arbeitsschritten. Auf den Seiten 22- 26 zeigt der Autor Schritt für Schritt verständlich erklärt und sehr schön bebildert, welche Arbeitsschritte eigentlich allen guten Brotteigen zu Grunde liegen (inkl. ?Dehnen und Falten (aufziehen)? auf Seite 26). Natürlich muss man diese Handgriffe vielleicht ein paar Mal üben, bis sie richtig sitzen, aber überfordern sollte dies niemanden.
Im Folgenden geht Lutz Geissler noch auf viele einzelne Details ein, wobei es teilweise schon tief ins ?Eingemachte? geht. Dennoch gelingt es ihm für meinen Geschmack stets, auch für einen Laien wie mich dabei verständlich und nachvollziehbar zu bleiben. Beispielsweise findet sich auf S. 38 die schöne Übersichtstabelle ?Wasseraufnahme von Körnern und Saaten?, die wirklich sehr informativ ist, wenn man gerne Brot und Brötchen mit Körnern mag. Hier merkt man den wissenschaftlichen Background des Autors.
Kommen wir nun zum Herzstück, dem Rezeptteil. Hier präsentiert der Autor über 70 verschiedene Rezepte (davon allein 17 Brötchenrezepte!) zu allen erdenklichen Brotarten, vom klassischen Weizenbrot (S. 45 ? mit nur vier Zutaten), über ein leckeres Möhrenbrot (S. 55) bis hin zum deftigen Zwiebelbrot (S. 61). Hinzu kommen spezielle Brotarten wie Toastbrot (S. 85), Knäckebrot (S. 87) und Baguette (S. 101) sowie leckere ?Finessen?, wie z.B. das gefüllte Handbrot (S. 70 ? 73), das gefüllte Wurzelbrot (S. 115) oder auch diverse ?Partybrote?, die insbesondere durch ihre Form bestechen (z.B. ?Fougasse? ? S. 107). Auch ausländische Spezialitäten bietet der Autor mit an, wie beispielsweise das italienische Focaccia (S. 110), Grissini (S. 139) oder auch das französische Brioche (S. 165). Wer in meiner Aufzählung nun das Süße vermisst, der sei an dieser Stelle beruhigt, denn auch hier bietet der Autor diverse Rezepte an (z.B. süße Buchteln - S. 168 - und Zimtschnecken - S. 171). Selbst ein schöner, einfacher Pizzateig (S. 113) hat es sehr zu meiner Freude in dieses Backbuch geschafft.
Abgerundet wird das Buch von einem Rezeptregister (S. 188 ? 190) sowie einer praktischen Rezepttabelle (S. 180 ? 187), in der für jedes Rezept nochmal die Zutatenmengen in Abhängigkeit der gewünschten Gewichtsmenge des Endergebnisses aufgelistet sind. Hier erspart uns der Autor das eigene Umrechnen der Mengen. Eine schöne Idee.
Insgesamt macht dieses sehr gelungene Buch wirklich Lust, das Selbstbacken auszuprobieren! Durch gut bebilderte und beschriebene Schritt-für-Schritt-Anleitungen und viele einfache Rezepte ist das erste Erfolgserlebnis schon fast vorprogrammiert. Nur sollten Anfänger die längere Ruhezeit der Teige nicht vergessen (optimal: 24 Stunden!). Mit ?ich backe mal schnell ein Brot für´s Abendbrot? wird es nichts? ; o )
FAZIT:
Nicht nur für Einsteiger ein tolles Buch mit allen ?Basics?, die man zum Thema ?Brotbacken? braucht, sowie mit vielen Rezepten, die kaum einen Wunsch übrig lassen. Gutes Brot kann so einfach sein!









