Kunden em pfehlungen
Rezensionen von miriam:
Britt-Marie war hier von Backman Fredrik
Eine Hauptperson, der ich gerne mal eine klatschen würde
Der Titel
Britt-Marie war hier ist ein sehr passender Titel, da ich finde, dass damit schon Britt¬-Maries Grundhaltung angedeutet wird. Im Endeffekt ist ihr einfach nur wichtig, dass andere Leute wissen: Sie war hier. Ansonsten wird allerdings über den Inhalt nichts verraten.
Das Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut.
Durch Britt-Maries Haltung wird ihre Distanz zum Fußball deutlich gezeigt. Schön ist vor allem, dass dieses Cover den anderen der bereits erschienen Büchern des Autors so gleicht. Allerdings kann so die Gefahr aufkommen, dass man denkt, es handelt sich um eine Fortsetzung, finde ich.
Die Protagonisten
Britt-Marie war mir zu Beginn sehr unsympathisch, muss ich sagen. Sie sagte immer, was sie dachte ?eigentlich ja eine gute Eigenschaft ? auch immer genau so, wie sie es dachte. Begleitet von dem sarkastischen Unterton, dass sie ja keine Vorurteile habe, aber? Ging mir echt ziemlich auf die Nerven! Ohne zu viel verraten zu wollen: Das ändert sich zum Glück! Mit Jemand, Vega und ihren Brüdern (Einwohner aus Borg) versteht sie sich recht schnell und findet ihn ihnen gute Freunde.
Die Story
Zu Beginn war alles noch schön und gut: Britt-Marie sucht einen Job, um sich von ihrem Mann trennen zu können. Nur blöd, dass sie bereits über 60 ist und keine abgeschlossene Ausbildung hat. Auf eine sehr witzige Art und Weise kommt sie dann zu ihrem Arbeitsplatz in Borg. Dort zieht es sich teilweise leider sehr, man hört immer wieder das Gleiche. Ok, Britt-Marie ist ein sehr ordentlicher Mensch und braucht einen geordneten Tagesablauf, aber das merkte man bereits am Anfang, finde ich. Im Verlauf des Buches überschlagen sich die Ereignisse jedoch und es kommt zu Begebenheiten, mit denen man (teilweise) nicht gerechnet hat. So behält das Buch doch die Überraschung auf seiner Seite. Und vor allem das Ende hat mich wirklich überrascht.
Mein Fazit
Ein schönes Buch, das ich eher nebenher gelesen habe. Ich würde mal sagen, normalerweise nicht unbedingt mein Genre, war aber echt mal toll zur Abwechslung. Der Hauptperson hätte ich echt manchmal Eine klatschen können. Aber manchmal hätte ich sie auch einfach in den Arm nehmen und mit ihr lachen können.
Rezensionen von Krimine:
Elanus von Poznanski Ursula
Ein spannender Jugendthriller mit einem brandaktuellen Thema
Jona ist siebzehn Jahre alt, hochbegabt und seinen Altersgenossen und Mitstudenten mit seinem enormen Wissensstand weit voraus. Ein Vorteil, den Jona für die Absolvierung seines Studiums gut nutzen könnte. Doch anstatt sich in den Lehrveranstaltungen einzubringen, stößt er seine Mitstudenten und Dozenten regelmäßig vor den Kopf.
Und als wäre das noch nicht genug, geht sogar so weit, sie mit einer selbst gebauten Drohne auszuspionieren. Allerdings hat er dabei nicht bedacht, dass ihm seine Neugierde auch zum Verhängnis werden kann. Denn als er auf merkwürdige Dinge stößt und einem verbrecherischen Komplott auf die Schliche kommt, gerät er plötzlich in tödliche Gefahr.
?Elanus? ist ein geschickt konstruierter Jugendthriller, der mit einem interessanten Thema und einem enorm spannenden Verlauf unheimlich fesselt. Dabei ist die Hauptfigur dieses Buches alles andere als sympathisch. Jona, der durch seine Hochbegabung oft gelangweilt und desinteressiert ist, wirkt nicht nur auf seine Mitmenschen überheblich und arrogant, er versteht es auch nicht, sich sozial anzupassen. Im Gegenteil. Durch die erworbenen Informationen mit seiner Drohne, versucht er seine Mitmenschen zu manipulieren und geht sogar so weit, sie zu verunsichern und zu bedrohen. Ein Zustand, der sich schlagartig ändert, als Jona in den Fokus von Verbrechern gerät und begreift, wie wichtig Freunde sind.
Dramatische Ereignisse, merkwürdig erscheinende Verhaltensweisen und dazu passende Dialoge untermauern den rasant fortschreitenden Prozess, der entsprechend des Alters des Protagonisten und seiner Freunde realistisch dargestellt worden ist. Aber nicht nur sie garantieren spannende Unterhaltung. Auch das Auftauchen weiterer Figuren, regelmäßig gestreute Vermutungen, seltsame Vorkommnisse und die dadurch unweigerlich aufkommenden Spekulationen sorgen dafür, dass das Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand gelegt werden kann.
Fazit:
Mit ?Elanus? hat Ursula Poznanski erneut einen spannenden Jugendtriller geschrieben, der mit einem brandaktuellen Thema, einer dramatisch verlaufenden Handlung und interessanten Figuren außerordentlich gut unterhält.
Rezensionen von Booknaerrisch:
Elanus von Poznanski Ursula
ein wirklich gelungener Jugendthriller!?
Charakter:
Jona ist hochintelligent und seinem Alter weit voraus. So erhält er mit 17 Jahren ein Vollstipendium für eine Eliteuniversität.
Klingt gut? Im Prinzip ja! Wenn Jona nicht ein kolossaler Arsch wäre... Er ist impulsiv, unbedacht und meistens geht er auf vollen Konfrontationskurs. Dabei lässt er die anderen gerne seine Überlegenheit spüren.
Er ist oberflächlich, herablassend, auf gut deutsch ein überheblicher Klugscheißer.
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, nutzt er auch sein Hobby -seine selbst gebastelte Drohne- um nicht nur anderen hinterherzuspionieren, sondern auch um Infos über ein junges Mädchen zu sammeln, um sie zu manipulieren!!
Seine "soziale Unverträglichkeit" lässt ihm viel Zeit, Informationen über so viele Menschen wie möglich zusammenzutragen.
Meinung:
Die Geschichte beginnt ganz harmlos, mit dem Eintreffen Jonas, im Ort der Gastfamilie.
Da seine Pflegemutter zu spät kommt, bekommen wir gleich zu Beginn ein recht gutes Bild von seinem Charakter, da er -natürlich- sofort ausrastet und sie auf ihrer Mailbox dumm anmacht...
An seinem ersten Tag an der Uni geschieht natürlich dasselbe in grün. Kaum angekommen verscherzt er es sich mit Kommilitonen und Professoren, weil er gelangweilt ist.
Obwohl mit Rektor Schratter etwas anderes vereinbart war, wurde er den Einstiegskursen zugeteilt, die weit unter seinem Niveau liegen.
Leider ist der Rektor jedoch nicht greifbar, so vertreibt er sich die Zeit eben mit anderen Dingen, wie seiner Drohne und dem Stalken von Linda.
Doch die erteilt ihm recht schnell eine Abfuhr, was Jona zu einem kleinen Racheplan veranlasst.
Ab diesem Moment überschlagen sich die Ereignisse, niemals hätte er geahnt, was er mit dieser Aktion lostritt!!
Und bevor er sich versieht, schwebt er selbst in großer Gefahr. Oder doch nicht??
Öhm tja, puhhh... Ich muss gestehen, dass der Anfang des Buches etwas schwierig für mich war. Jona ist zu dem Zeitpunkt einfach nur unsympathisch, nervig und echt zum Abgewöhnen mit seiner manipulativen, überheblichen Art.
Das war für mich im ersten Moment etwas unschön, aber je länger man liest, desto mehr versteht man, wie er so geworden ist. Zusätzlich dazu darf Jona im Laufe der Geschichte etwas wie Freundschaft erfahren, was eine schöne und anschauliche Veränderung in ihm bewirkt. Also wer wie ich Probleme mit unsympathischen Protagonisten hat: Dranbleiben! Es ist nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint und es lohnt sich definitiv!!
Der Schreibstil der Autorin ist... na, eine typische Poznanski eben ;) Unheimlich flüssig und eingängig mit kurzen Kapiteln und so mancher Überraschung. Sie schafft es, kontinuierlich Spannung aufzubauen und eine passende, beklemmende Atmosphäre zu erschaffen, in die sich wunderbar eintauchen lässt. Sogar die technischen Aspekte sind realistisch geschildert und somit gut vorstellbar.
Wie eben bereits erwähnt, besteht ein Großteil der Geschichte aus unerwarteten Wendungen, aber auch Andeutungen und Mutmaßungen, so dass man schnell nicht mehr sicher ist, wer jetzt wie mit drinsteckt und vor allem in WAS :D
Für mich war das ganz großes Kino, denn ich habe mich ständig dabei erwischt, wie ich Indizien gesammelt, Theorien entwickelt und eventuell am Ende teilweise (oder auch ganz) wieder verworfen habe. Zum Teil lagen da zwischen Eingebung und Ernüchterung nur ein paar Seiten :)
Elanus ist für mich ein wirklich gelungener Jugendthriller voller Spannung, Intrigen und geheimnisvollen Machenschaften! Oder versteckt sich da sie ein oder andere Finte??? Wer weiß ;)
Eine klare Empfehlung an die Thrillerleser unter euch!
Ach ja... Und immer schön die Rollläden schließen ;)
Rezensionen von Suska:
Britt-Marie war hier von Backman Fredrik
Auf der Suche nach Sonnenscheingeschichten
Die Figur Britt-Marie ist mir und sicher auch vielen anderen bereits aus Fredrik Backmans Roman ?Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid? bekannt. Dort wird sie als schrullige alte Meckerziege dargestellt und war mir das ganze Buch über recht unsympathisch. Umso gespannter war ich nun darauf, Britt-Marie in Backmanns neuen Roman etwas besser kennen zu lernen.
Denn wie wir schon in ?Ein Mann namens Ove? gelernt haben, steckt hinter jedem Verhalten eine Geschichte. Und so ist es auch bei Britt-Marie.
Nachdem Britt-Marie bei ihrem Mann Kent ausgezogen ist, weil der sie betrogen hat und sie an einem Punkt angekommen ist, an dem sie das auch nicht mehr ignorieren kann, ist sie nun auf der Suche nach einem Job. Denn man will ja gebraucht werden, wenn man nicht gebraucht wird, ist man wehrlos. Mit viel Durchhaltevermögen schafft sie es, der armen Arbeitsvermittlerin im Arbeitsamt einen Job in dem kleinen Dorf Borg aus den Rippen zu leiern. Borg ist eigentlich der letzte Ort, an dem man landen möchte: Wegen der Finanzkrise wurde alles geschlossen, es gibt kaum noch etwas, und auch das Jugendzentrum, in dem Britt-Marie arbeiten soll, wird bald geschlossen werden. Das interessanteste ist wohl die Duchfahrtsstraße, auf der man Borg in zwei Richtungen verlassen kann. Mit ihrer einzigartigen Art schafft es Britt-Marie aber wundersamerweise, sich im Dorf einzuleben und in die Herzen der Bewohner zu schleichen, obwohl sie das gar nicht will. Plötzlich ist sie Trainerin einer Fußballmannschaft, die nicht zielen kann. Und das obwohl sie gar keine Ahnung von Fußball hat (und wohl auch nie haben wird). Und nach und nach verändert sich Britt-Marie zum Positiven?
Neben der Hauptfigur Britt-Marie werden verschiedene Themen angesprochen. Da geht es darum, wie man eine Mannschaft wird. Um die Folgen der Finanzkrise für ein kleines Dorf und deren Bewohner. Um Familiendramen und Kinder, die ohne ihre Eltern aufwachsen müssen. Häufig hat man das Gefühl, alles ist auswegslos. Und dann kommt eine kleine Sonnenscheingeschichte, und man ist wieder versöhnt.
Ich mag die Bücher und die Schreibweise von Fredrik Backman sehr. Manch einen nerven die häufigen Wiederholungen von bestimmten Floskeln (So!), für mich hat das herrlich Britt-Maries Eigenheiten unterstrichen. Backman hat mal wieder eine Welt geschaffen, in die man vollends eintauchen kann. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und mochte Britt-Maries (kleinen, man sollte nicht zu viel erwarten) Wandel sehr. Für alle Backman-Liebhaber ein Muss!
Rezensionen von niknak:
Der Puma mit den drei Streifen von Thomas Kowa
Was hat eine Entführung mit einem Puma zu tun?
Inhalt:
Ein Frankfurter Kommissar, der kurz vor der Penionierung steht bekommt zwei Wochen lang Unterstützung von der Tochter des LKA Präsidenten aus München. Er ist nicht erfreut und als sie mit pinken Fingernägeln und High Heels auftaucht, ahnt er das Schlimmste. Nun wird in dem Beschaulichen Ort auch noch eine Frau entführt.
Beide machen sich auf die Suche nach dem Täter und wollen Erster sein. Gleichzeitig kommt auch noch ein Puma in der Geschichte vor. Wie das alles zusammenhängt, kann man in diesem Kurzkrimi lesen.
Mein Kommentar:
Ich finde dass es der Autor sehr gut geschafft hat auf nur 17 Seiten eine tolle Geschichte zu schreiben. Durch die unterschiedlichen Charaktere der Ermittler wird man immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Die zwei könnten nicht verschiedener sein. Trotz der wenigen Seiten schaffte es der Autor, dass der Leser auch eine spannende Geschichte bekommt, die viele verschiedene Aspekte (Kommisare, Entführung, Puma) beinhaltet, welche alle am Ende zu einer Einheit werden.
Ich finde das ist ein toller booksnack, welcher beim warten auf die Straßenbahn oder beim Arzt ganz sicher keine Langeweile aufkommen lässt.
Auch das Cover ist sehr gut gewählt, da der Puma in doppelter Bedeutung in der Geschichte vorkommt.
Mein Fazit:
Alles in Allem kann ich dem Autor nur zu diesem Kurzkrimi gratulieren. Er schafft es auf wenigen Seiten eine interessante Geschichte zu schreiben, die gleichzeitig auch noch zum Schmunzeln einlädt. So stellt man sich einen booksnack vor, bei dem Langeweile keinen Platz hat.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Gudrun:
Der Puma mit den drei Streifen von Thomas Kowa
Romantik gepaart mit Tiefsinn, der zu Herzen geht
Die Feder der Autorin Corina Bomann alias Dana Paul trägt einen unverwechselbaren Schreibstil. Er ist einfühlsam und nimmt den Leser mit ins Geschehen. In diesem Fall nimmt sie ihn mit nach Cornwall und lässt den Leser die Romantik aber auch die Wildheit der Umgebung kennenlernen. Wie auf der Buchrückseite angegeben, ist es der Herzensroman der Autorin.
Dass hier viel Herzblut drinsteckt, fühlt man in jeder Zeile.
Wer, wie ich, die Landschaft dort nicht kennt, ist durch das Lokalkolorit hingerissen. Nicht nur die Gegend, auch die Menschen, die dort leben, besitzen eine gewisse Schroffheit, haben aber eben auch das Herz am rechten Fleck.
Das Buch zeigt auf, dass jeder Mensch im Leben "so sein Päckchen zu tragen hat". Aber, auch wenn sich diese Dinge manchmal häufen, gibt das Schicksal immer so viel Beistand und Liebe, dass die schlechten Tage überwunden werden können. Hier wird deutlich, wie wichtig Freundschaft, Liebe, Zusammengehörigkeit für jeden einzelnen sind, denn auch, wenn sich das Schicksal von seiner stürmischen Seite zeigt, kann man mit Hilfe und Beistand diesen Sturm als Rückenwind nutzen, um voranzukommen.
Das hört sich jetzt sicherlich sehr prosaisch an, aber, wer den Roman dann gelesen hat, wird mir in der Form sicherlich zustimmen.
Die Autorin hat hier eine Herangehensweise, die die Geschichte in der heutigen Zeit und als Tagebuch aus dem Jahr 1813, gewählt, die aufzeigt, dass diese Themen schon immer bestanden haben und bestehen bleiben. Obwohl sich die Dinge ändern, bleiben die Gefühle doch ähnlich oder sogar gleich.
Das Buch handelt von Kim, die durch den Tod ihres Partners den Lebensmut verloren hat. In Cornwall trifft sie auf Janet, die ihr diesen wieder zurückgeben will. Hierfür wählt sie ein Tagebuch von Leandra, die im Jahr 1813 ebenfalls ein schweres Schicksal tragen musste. Auch Dan, der Enkel von Janet spielt dabei eine große Rolle, denn im Leben von Janet und Dan ist auch nicht immer alles rosig.
Mein Fazit: Romantik gepaart mit Tiefsinn, der zu Herzen geht
Rezensionen von rewa:
Mein bester Freund von Silke Labudda
Freund oder Feind
Mit der Kurzgeschichte,, Mein bester Freund´´ von Silke Labudda, ist der Autorin auf 19 eBook Seiten eine emotionale, beklemmende und interessante Geschichte gelungen.
Marc lebt schon sein ganzes Leben lang mit seinem Freund Shane zusammen, doch dieser ist für andere unsichtbar, weil er nur in seinem Kopf existiert.
Aus der anfänglichen Freundschaft entwickelt sich aber eine mörderische Abhängigkeit. Marc ist schwach und naiv, aber Shane ist klug, besitzergreifend und gefährlich. Er zwingt Marc Dinge zu tun, die er gar nicht tun möchte. Es beginnt ein Überlebenskampf, wo es nur einen Sieger geben kann. Einmal im Leben gelingt es Marc stärker zu sein als sein Freund. Einmal schafft er es kein Feigling zu sein und mit seiner ganzen Willensstärke gelingt es ihm endlich frei zu sein.
Silke Labudda hat in dieser Geschichte keine medizinische Erklärung über Schizophrenie abgeliefert, sondern sie hat sehr eindrucksvoll versucht die emotionalen Qualen des Kranken darzustellen. Der innere Kampf ob des Wissens, dass Shane in seinem Kopf nicht gut für ihn ist, dass er Dinge tun soll, wo er im Unterbewusstsein weiß, dass sie falsch sind und der naive Versuch gegen etwas anzukämpfen wo er nur als Verlierer hervor gehen kann.
Marc wird gut dargestellt als naiv, hilflos und schwach. Warum er in eine Anstalt eingewiesen wird, kann er nicht verstehen, da er ja nicht verrückt ist sondern die anderen.
Shane ist der dominante Part in der Geschichte. Kaltherzig, willensstark und berechnend.
,,Mein bester Freund´´, eine Mischung aus Drama und Psychothriller , mit einem Cover das verstörend wirkt und unter die Haut geht.
Rezensionen von vielleser18:
Kopfzecke von Iris Blauensteiner
rasant und ungewöhnlich, aber traurig
"Meine Mutter singt mit oder bewegt nur die Lippen. Wenn sie sich wohlfühlt, trägt sie Lippenstift. Ich halte mir die Ohren zu und wenn es endlich still ist, fehlt mir die Musik." S. 48
Die Geschichte ist ein langsamer Abschied von der Mutter, nicht leicht zu lesen, nicht leicht zu verdauen, schwere Kost.
Anders geschrieben, sehr bildhaft, sehr ausdrucksstark, ungewöhnlich aber auf alle Fälle.
Moni, inzwischen selber weit über 50 und nicht mehr weit von der eigenen Rente, kümmert sich um ihre demente Mutter. Sie wohnen nicht zusammen, aber neben der täglichen Pflegekraft, die auch vorbeischaut, ist sie die einzige Bezugsperson. Sie weiß, die Erinnerungen ihrer Mutter sind löchrig geworden, sie versucht durch viele Gespräche ihre eigenen Gedächtnislücken aus der Vergangenheit zu füllen. Sie will sich noch ein vollständiges Bild ihrer Mutter machen, bevor es zu spät ist. Doch noch sind es Puzzleteile, nicht alles passt zusammen, viele Teile fehlen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.
Dabei kommen auch Moni viele Erinnerungen an ihre Kindheit. Den fehlenden Vater, die strenge Mutter. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war und ist nicht immer einfach. Dennoch kann sich Moni von der Mutter nicht richtig lösen.
Iris Blauensteiner hat eine aussergewöhnliche, ungewöhnliche Sprache. Die Seiten im Buch sind nicht vollgeschrieben. Immer wieder nur ein Absatz oben auf der Seite. Dann Leere. Passend zur Geschichte - manchmal nur wie Fragmente wirkende Passagen. Dann wieder Wechsel zur Vergangenheit. Erinnerungen, Erlebnisse, zurückreichend auch zu den Großeltern.
"Mein Gesicht ist zu eng, es knittert und bricht. Ich denke, es ist die Pflege, ja und auch etwas anderes, etwas das stochert und ununterbrochen kurz vorm Platzen ist. Ausgesprochen wäre es in der Welt und würde wüten. ....Und dann merke ich, dass ich mich zu weit ausgedehnt habe und konturenlos bin..." S. 14
Nicht immer leicht zu lesen, man muss innehalten um zu verstehen, auch wenn die Autorin von "brechenden Salatherzen", oder vom essenden Großvater erzählt, dessen " Mund ist eine Höhle. Sie beginnt am Tellerrand" (S. 73) oder "ich spüre ein Stechen in der Brust, als würde es bersten, hohe, zerlaufene Töne" (S.155) schreibt.
Ein trauriger Roman, bei dem es um einen langen Abschied geht.
Ein melancholischer Roman, am Ende mit einem kleinen hoffnungsvollem Zeichen.
Ein nachdenklich machender Roman, der zeigt, dass man nicht ewig Zeit hat um sein eigenes "Puzzle" zu vervollständigen.
Rezensionen von LadyIceTea:
Kopfzecke von Iris Blauensteiner
Die Tagdiebin
Sofia hat nur einen Wunsch: Sich einen Tag zu stehlen, einen Tag der Vollkommenheit ? Die Suche nach Gerüchen und Düften ? so lange, bis die Stimmung des Tages und die Düfte verblassen.
Inhaltlich möchte ich gar nicht viel sagen. Sofia hat ihre ganz eigene Sicht der Welt und die kommt gut in dieser Kurzgeschichte rüber.
Diese Kurzgeschichte spielt einfach mit malerischen Ausdrücken und sehr anschaulichen Beschreibungen. Sie bringt dem Leser so die Sätze sehr nahe.
Ich habe mich in dieser Geschichte etwas desorientiert gefühlt und mich gefragt warum es Sofia so wichtig ist. Gleichzeitig habe ich mich einspinnen lassen.
Die Geschichte hätte für mich gerne noch eine Seite länger sein können aber auch so ist sie sehr träumerisch und schön.
Rezensionen von LadyIceTea:
Jane Austens Ratgeber für moderne Lebenskrisen von Rebecca Smith
Mehr eine Fan-Lektüre als ein Ratgeber
Der Traummann ist schüchtern, das erste Date komplett verpatzt und die beste Freundin tief gekränkt: Klingt vertraut? Das sind nur einige der immerwährenden Probleme, mit denen wir uns ständig herumplagen. Nicht viel hat sich seit den Tagen von Jane Austen geändert. Ihr Witz, ihre Lebensklugheit und ihre Romanfiguren sind mit Sicherheit die besten Helfer, um sich im (Liebes-)Leben zurechtzufinden.
Rebecca Smith hat in diesem fantastischen Führer wundervolle Ratschläge für ein glückliches und erfolgreiches Leben im 21. Jh. zusammengestellt. In Fragen und Antworten gibt sie gemeinsam mit Jane Austen Tipps für Freunde & Familie, Liebe & Beziehung, Heim & Garten, Beruf & Karriere, Mode & Stil, Freizeit & Reisen. Zitat-Boxen lassen Mr. Darcy und all die anderen persönlich zu Wort kommen. Verspielte Zeichnungen erinnern an typische Szenen aus den beliebten Roman wie ?Emma?, ?Mansfield Park? oder ?Stolz und Vorurteil?.
Ich habe mich für das Buch entschieden, da mich vor allem der Bezug von Jane Austens Zeit zu unserer Zeit interessiert hat. Ich wollte wissen, wie die Autorin unsere Probleme mit Antworten von damals löst. Ich habe das Buch mehr als Fanlektüre betrachtet und weniger als ernst gemeinten Ratgeber.
Zuerst ist das Cover sehr schön und passend gestaltet. Das ist mir direkt ins Auge gefallen. Diese schöne und liebevolle Gestaltung, zieht sich über jede Seite durch. Die Schrifttypen sind gut ausgewählt und die Zitate zu den Texten, werden zum Teil in einem eigenen Kästchen hervorgehoben. Dazu gibt es tolle Illustrationen zu den einzelnen Themen. Die Optik als Gesamtpaket stimmt einfach.
Bei den Fragen die gestellt und beantwortet werden, kann man sich über heutige Relevanz streiten. Ich denke, sie wurden nach Verfügbarkeit der Antworten, in den Romanen ausgesucht. Auch die Antworten auf diese Fragen, waren für mich persönlich, häufig am Leben vorbei. Sie waren oft zu oberflächlich oder dann doch zu sehr Janes Zeitalter. Heute ist es nicht mehr so wichtig, Jemandem Freundschaft zu heucheln. Heute kann man auch mal ehrlich seine Meinung sagen. Auch, sind Marken heutzutage kein Garant mehr für Qualität, damals schon. Das wird leider etwas außer Acht gelassen.
Trotzdem sind die Verbindungen zu den Romanen und ihren Briefen an Cassandra wirklich toll hergestellt. Die Zitate passen alle und haben mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Ich konnte so, die Charaktere dazu noch ein bisschen besser kennen lernen.
Alles in allem, ist dieses Buch aber mehr eine Fan-Lektüre als ein Ratgeber. Wer dieses Buch als wirklichen Lebensratgeber kauft, wird enttäuscht sein. Für Austen-Fans ist dieses Buch super, um tiefer in diese Welt einzutauchen.







