Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Schweigende Zeugen von Adrian Canis
Schweigende Zeugen
In der Kürze, liegt die Würze. Dieses Sprichwort passt perfekt zu dem Roman von Adrian Canis in seiner Kurzgeschichten- Sammlung ,,Schweigende Zeugen´´. Sehr mutig hat der Autor das Experiment gewagt 30 Kurzgeschichten, die oft nur aus 2-6 Seiten bestehen, seinen Lesern zu präsentieren. In verschiedenen Kategorien unterteilt, die den Orten auf einem Anwesen entsprechen wie z.
B im Badezimmer, Wohnzimmer, Keller?.hat man die Möglichkeit die Geschichten in beliebiger Reihenfolge zu lesen. Jeder neuer Ort bzw. jedes Zimmer wird mit einem sehr schönen schwarz/ weiß gezeichneten Bild eingeleitet.
Die Geschichten beginnen oft harmlos und überraschen dann mit einem unerwarteten Ende. Man darf sich gruseln, man kann herzhaft lachen und manchmal könnte einem sprichwörtlich der Bissen im Hals stecken bleiben. Adrian Canis überrascht immer wieder mit einer Geschichte die von Liebe und Leid genauso erzählt wie von Hass und Eifersucht.
Man findet zwar nicht zu jeder Geschichte einen persönlichen Zugang, aber es gibt viele die erwähnenswert sind.
Dass ein DNA Test nicht unbedingt den gewünschten Erfolg verspricht erfährt der Vater seines intelligenten Sohnes leider zu spät in der Erzählung ,,Hundesohn´´.
Ob man sich einen Vampirfilm in der Spätvorstellung ansehen soll oder nicht, erfährt man in der Geschichte ,,Kinofreundschaft´´.
,,Schlag um Schlag´´ geht es bei einem Boxkampf zu, der anders endet als gedacht.
,,Ausgesetzt´´ zu sein, alleine im düsteren Wald, bringt wohl jeden zur Verzweiflung.
,, Stille Wasser´´ sind bekanntlich tieft und Georg bangt um sein Leben und das seiner Freundin Vanessa. Doch wieder einmal kommt es anders als man denkt.
Wer lieber lange Geschichten haben möchte, sollte besser die Finger von dem Buch lassen, wer aber schnell auf den Punkt gebrachte Geschichten möchte ist bei ,,Schweigende Zeugen´´ an der richtigen Stelle. Ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Rezensionen von vielleser18:
Niemand weiß, wie spät es ist von René Freund
Emotional, witzig, ernst - eine geniale Mischung
Noras Vater, Klaus Weilheim, ist gestorben. Doch er ist nicht enfach so gestorben, er wusste von seinem nahenden Tod und hat daher bei einem Notar detailliete Anweisungen für seine Tochter hinterlassen. Nora soll unter notarieller Aufsicht sich auf eine Wanderstrecke mit seiner Urne im Handgepack auf die Reise machen.
Sie bekommt tägliche Mitteilungen wie es weitergehen soll, aber noch kein Hinweis auf das Ziel. Begleiten soll sie der Wiener Notariatsanwärter Bernhard.
Nora ist nicht nur noch sehr geschockt über den Tod ihres geliebten Vaters und die unglaubliche Testamentseröffnung, hinzu kommt noch - der zwar gutaussehende - Bernhard, der sich aber als sehr steif, korrekt und mit weiteren Eigenheiten erweist.......Nora will einfach ablehnen, das Erbe ausschlagen. Aber das erweißt sich als unmöglich für sie. Also beißt sie in den sauren Apfel und zieht los, mit Trolley und eine Mischung aus Wut, Trauer und Kampfgeist im Bauch und Ironie ihrem Begleiter gegenüber.
Es fällt mir schwer alles wiederzugeben, was dieses Buch ausmacht, denn es ist so viel. Es steckt Witz und Humor darin, aber auch sehr viel emotionaler Abschied einer Tochter von ihrem Vater und umgekehrt. Es sind ernste (Gesprächs-)Themen, es sind die Entwicklungen der Protagonisten, es sind die überraschenden Wendungen und dann auch noch spannende Szenen. Alles ist abgerundet verpackt, es gibt keine Brüche, es gibt einen roten Faden, es ist einfach nur wundervoll zu lesen. Taschentücher aber bitte in der Nähe behalten !
Einmal angefangen, kann man einfach nicht wieder aufhören zu lesen. Auch ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, dabei sind es doch 270 Seiten.
Die Geschichte lässt einen lange nicht los und beschäftigt einen noch weiter.
Nora und Bernhard - zwei wirklich überzeugende Protagonisten, mir als Leser hat es viel Spaß gemacht, sie auf dem Weg von Paris bis nach Österreich und vor allem durch Österreich zu "begleiten". Aber nicht nur der Witz, der Spaß war es, der mich gefesselt hat, sondern vor allem auch die Zwischentöne, die Dialoge, die emotionalen Botschaften für ihren Weg. Der Ernst, der hinter der ganzen Geschichte steckt, durchaus nicht versteckt, sondern offen den Leser auch fordert.
Fazit:
Eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, denn sie ist emotional, witzig, überraschend, spannend und dennoch mit Tiefgang...alles was das (Leser)Herz begehrt.
120 %ige Leseempfehlung von mir !
Rezensionen von vielleser18:
Flätscher - Die Sache stinkt von Antje Szillat
toll bebildert, lustig geschrieben
Vorweg: Das Buch ist eine Augenweide. Tolle Illustrationen und vor allem sehr viele. Dazu noch komplett 4-farbig. Für Kinder (und auch Erwachsene) ist das einfach toll.
Flätscher - das ist keine Katze, keine Ratte, kein Marder, nein ein Stinktier. Aus Flätschers Sicht wird die Geschichte geschildert.
Flätscher und Theo, der Menschenjunge, verstehen sich, sie können miteinander reden und lösen zusammen ihren ersten Fall. Denn Flätscher nennt sich einen Meisterdektetiv und auch Theo möchte gerne Detektiv werden, da kommt ihnen der Nichtbezahler, der bei Theos Vater im REstaurant, nicht nur einmal auftaucht, sondern in Verkleidungen mehrmals, genau recht. Denn Flätschers Spürnase wittert einen Fall und Theo möchte seinem Vater unbedingt helfen.
Die Sprache ist kindgerecht, flüssig und vor allem witzig. Es gibt Spannung und und viel Spaß, so dass man nur so durch die Geschichte rauscht. Ich habe sie meinem Sohn noch vorgelesen, die Schriftgröße und vor allem die reiche Bilderanzahl, ab und an ein Satz in Comic-Manier, lässt aber auch einen geübten Grundschüler das Buch leicht lesen.
Rezensionen von niknak:
Flätscher - Die Sache stinkt von Antje Szillat
Krimi um den stuttgarter Weihnachtsmarkt
Inhalt:
Oberkommissar Schäfer und sein neuer Kollege Florian Henning haben einen Auftrag. Sie sollen ein Attentat am Stuttgarter Weihnachtsmarkt verhindern. Ob ihnen das gelingt und sie rechtzeitig vor Ort sind, wird in diesem Kurzkrimi erzählt.
Mein Kommentar:
Das Buch ist sehr spannend geschrieben und ich habe es sofort fertig gelesen.
Man kommt sofort in die Geschichte hinein und kann sich auch gut auf die verschiedene Charaktere einlassen. Sie haben alle ihren eigene Charakter, vor allem Oberkommisar Schäfer bringt einen immer wieder zum Schmunzeln durch seinen schwäbischen Dialekt.
Das Ende kommt ganz überraschend, ohne dass man so damit gerechnet hat. Was dem Krimi zusätzlichen Charme gibt.
Ich habe ihn sehr gerne gelesen und freue mich schon auf eine Vortsetzung mit Oberkommisar Schäfer.
Mein Fazit:
Ich kann den Krimi nur allen weiterempfehlen. Er ist zwar nicht lang aber er hat einen besonderen Charme und lädt auch immer wieder mal zum Schmunzeln ein.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von buchina:
Der Junge, der Träume schenkte von Fulvio Luca Di
Wunderbare Geschichte, leider gekürzt
Zuerst muss ich sagen meine Rezension bezieht sich auf die Jubiläumsausgabe des Hörbuchs des Lübbe Audios Verlag. Das ist wichtig, da es sich hierbei um eine sehr gekürzte Version des Buches handelt.
Der Roman beginnt in Italien mit der dramatischen Zeugung von Natale. Seine Mutter wird vom reichen Gutsbesitzer vergewaltigt.
Auch wenn viele meinen sie sollte das Kind nicht behalten, setzt sie sich durch und sucht ihre Zukunft in Amerika. Sie ist eine starke Frau, die alles tut, um ihren Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Was als alleinerziehende Mutter zu Beginn des 20. Jh. nicht einfach ist. Dennoch kommt Natale, der in den USA Christmas genannt wird mit den Banden seines Stadtviertels in Kontakt. Sein Leben ändert sich als er Ruth trifft. Ihre Begegnung ist dramatisch, denn Ruth liegt schwer verletzt am Straßenrand, Christmas rettet sie und bringt sie ins Krankenhaus und damit beginnt ihre Geschichte.
Der Roman erzählt die Geschichte von Christmas, der in einem von Kriminalität geprägten Stadtviertel aufwächst. Als er Ruth begegnet öffnet sich ein weiterer Handlungsstrang und auch die Geschichte von Ruth wird erzählt. Und schließlich kommt noch ein dritter Handlungsstrang, der die Geschichte von Bill erzählt, Ruths Vergewaltiger. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen macht den Roman sehr abwechslungsreich, da ich immer in völlig verschiedene Welten abtauchen konnte. Wobei ich gegenüber Bill schon einige Mordgelüste entwickelte. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sie gingen mir alles sehr nah. Gleichzeitig erschafft der Autor ein realitätsnahes Bild der damaligen Zeit. Mich hat das richtig gefesselt. Auch den Schreibstil fand ich sehr gut. Keine langatmigen Beschreibungen, klare Struktur, sie passt zum Buch, klar authentisch mit wenigen Schnörkeln.
Der Sprecher des Hörbuches tut sein Übriges. Die warme Stimme passt sehr gut, er übertreibt auch die Betonungen nicht, es passt einfach. Dazu gibt es immer eine Einstiegsmusik bei jeder CD, die die Spannung nochmals steigen lässt. Das Hörbuch ist sehr gut produziert.
Ein Kritikpunkt gibt es für diese Ausgabe. Ich hatte oft das Gefühl, dass manche Geschichten des Romans zu kurz kamen, so fehlten für mich die Beschreibungen des Charismas oder Besonderheit des Protagonisten. Oder auch die Entwicklung von Nebenpersonen kam nur am Rande. Ich glaube ein Hörbuch was ca. 1400 Minuten im Original hat, auf ein Viertel runter zu kürzen ist einfach zu viel. Aber dennoch würde ich das Buch sehr empfehlen, vor allem für Menschen, die eher kürzere Hörbücher mögen und dennoch eine komplexe Geschichte erzählt bekommen wollen.
Rezensionen von Ela_Ela:
Der Junge, der Träume schenkte von Fulvio Luca Di
Wundervolle Liebesgeschichte : D
Backstage-Love: Kann man die große Liebe schon im Sandkasten finden? Ein Mann muss eine Frau zum Lachen bringen, muss einfühlsam sein, muss ihre Interessen teilen und auch noch teuflisch gut aussehen. Emilia Kennedy, genannt Mia, ist mit ihren 22 Jahren in genau so einen Mann verliebt. Aber warum muss das ausgerechnet ihr bester Freund sein? Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, warum muss dieser beste Freund auch noch Mitglied der aufsteigenden Newcomer Band ?Swores? sein? Emotionale Achterbahnfahrt garantiert!
Kathrin Lichters hat in ihrem Buch wundervolle sympathische Charaktere geschaffen die man einfach nur ins Herz schließen will.
Eine Liebe die schon vorherbestimmt war doch keiner wollte diesen wichtigen Schritt wagen aus Freundschaft Liebe zu machen. Sie hatten Angst wenn es nicht funktioniert ist ihre lange Freundschaft vorbei.
Ich fand alle Personen toll, auch wenn es am Anfang sehr vielen waren und genauso viele das Buch erzählt haben. Der häufigste Erzählstrang war natürlich von Mia & Nic, da die beiden die Hauptpersonen waren. Bin schon gespannt wie es weitergeht.
Fazit: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle die dich durch das ganze Buch begleitet und die dich mit allen Charakteren mitfühlen lässt.
Serie:
1. Backstage - Love Unendlich nah
2. Backstage - Love Für immer vertraut
3. Backstage - Love Kopfüber verliebt
Rezensionen von Nightflower:
Der Junge, der Träume schenkte von Fulvio Luca Di
Schräg...
Buchinfo: Britt-Marie hat ihr Leben lang gewartet, dass ihr Leben endlich anfängt. Andere sagen, sie sei pedantisch, aber sie will doch nur, dass alles schön und ordentlich ist. Nach vierzig Jahren hat sie ihren Mann verlassen und sucht einen Job.
Borg ist ein Ort, in den eine Straße hinein- und wieder hinausführt.
Arbeit gibt es hier schon lange nicht mehr. Das Einzige, was den Kindern und Erwachsenen geblieben ist, ist die Begeisterung für Fußball. Wofür Britt-Marie nun wirklich kein Verständnis hat ?
Seiten: 384 Seiten
Cover: Mir gefällt das Cover nicht so sehr, aber das ist eben Geschmacksache?
Es passt vermutlich trotzdem gut zum Buch, da es ja um Fußball geht und das auf den ersten Blick so gar nicht zu Britt-Marie zu passen scheint. Auch passt ihre etwas aufmüpfige Haltung mit dem strengen Haarschnitt gut.
Meinung zum Inhalt: Ich hatte einige Anlaufschwierigkeiten mit dem Buch. Britt-Marie mochte ich am Anfang gar nicht. Es war sehr schwer für mich Verständnis für sie und ihr Verhalten aufzubringen, selbst am Ende noch. Britt-Marie hat eben ihr ganzes Leben immer nach anderen ausgerichtet und so sich selbst nie so wirklich kennengelernt. Das merkt man als Leser ziemlich schnell. Man erfährt auch noch die Hintergründe, aber trotzdem kommt man ihr nie wirklich nahe. Ich finde, dass sie auch ein wenig übertrieben dargestellt ist. Das Buch ist schon ziemlich amüsant, aber Manches kommt eben durch Britt-Maries übertriebenes Verhalten und wiederholt sich dann auch öfters mal. Gut gefallen hat mir die Gesellschaftskritik in dem Buch oder auch wie gezeigt wird, dass eine Familie zusammenhalten sollte. Leider konnte ich mich auch mit dem Ende gar nicht anfreunden. Es passieren Dinge, die ich für unnötig gehalten habe und auch ist das Ende nicht mit Britt-Maries Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchmacht, konsistent.
Fazit: Meistens amüsant, aber auch sehr schräg teilweise, vor allem Britt-Marie selbst. Regt auch zum Nachdenken an. Ende nicht so passend.
Rezensionen von unfabulous:
Britt-Marie war hier von Backman Fredrik
Freundschaft, Freude am Leben und Fußball
Zum Inhalt:
Es ist nie zu spät, um beruflich einen Neuanfang zu wagen. Britt-Marie macht diesen Schritt jetzt mit 63 Jahren. Sie verlässt ihren Mann und beginnt eine Stelle als Hausmeisterin des Jugendzentrums in dem kleinen Ort Borg. Zu ihrem neuen Job gehört es auch, dass sie sich um die Kinder im Jugendzentrum kümmert, die eine eigene Fußballmannschaft haben.
Für Britt-Marie ist es nicht leicht, ihr geregeltes Leben hinter sich zu lassen und neu zu beginnen. Vor allem ist es nicht leicht, in Borg ein neues Leben anzufangen. Und trotzdem will sie nun selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen.
Meine Meinung:
Britt-Marie ist hier ist nach Ein Mann namens Ove und Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid nun bereits der dritte Roman von Fredrik Backman. Ich habe das erste Buch von Fredrik Backman, Ein Mann namens Ove, so geliebt ? Ich fand alles an dem Buch toll! Allen voran natürlich Ove, seine Eigenheiten, seine Nachbarn, aber auch die Kapitelüberschriften (Meine Lieblingsüberschrift war: Ein Mann namens Ove entlüftet einen Heizkörper). Sein zweites Buch mochte ich ebenfalls sehr gerne, auch wenn es in einem ganz anderen Stil geschrieben ist, da es die Geschichte aus der Sicht eines kleinen Mädchens erzählt. Deshalb hatte ich sehr große Erwartungen an diesen Roman und ich kann schon einmal verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde!
Ich finde, Fredrik Backman hat immer ganz besondere Personen in seinen Büchern. Sie haben alle ihre Besonderheiten und wirken auf ihre Mitmenschen vielleicht ein wenig seltsam, aber ich habe sie alle immer gleich in mein Herz geschlossen. Bei Britt-Marie war es genauso. Ich mochte sie von der ersten Seite an, auch wenn sie mich garantiert im wirklichen Leben ziemlich nerven würde mit ihrem Ordnungswahn, ihrer Pingeligkeit und genauester Einhaltung von Essenszeiten. Mir persönlich ist es nämlich ziemlich egal, wann ich zu Abend esse, solange es irgendwann etwas gibt? Bei Britt-Marie aber gibt es jeden Abend um sechs Uhr Abendessen. Egal was da kommt, hauptsache das Abendessen steht rechtzeitig auf dem Tisch. Und auch ansonsten soll immer alles ganz ordentlich sein. Britt-Marie putzt ständig ? am besten mit Faxin ? und wenn das Besteck in der Besteckschublade richtig sortiert ist (Messer. Gabeln. Löffel. Genau diese Reihenfolge!), dann ist alles für sie in Ordnung.
Borg ist ein Ort, aus dem man eigentlich nur wegfährt, anstatt hinzufahren. Der Ort ist von der Finanzkrise schwer getroffen und es gibt ? außer Britt-Marie ? niemanden, der dort freiwillig hinzieht. Alle anderen fahren nur durch den Ort hindurch und halten nicht einmal an. Die Bewohner sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die alle die Liebe zum Fußball verbindet. Über die Geschichte selbst hatte ich mich gar nicht informiert, ich habe nur gesehen, es wird ein neues Buch von Fredrik Backman geben und habe es mir direkt vorbestellt. Deshalb war ich ziemlich überrascht, dass Fußball ein großes Thema in diesem Roman darstellt. Das Cover jedenfalls würde darauf auch einen Hinweis geben? Ich persönlich bin jetzt kein großer Fußballfan, aber es hat ganz wunderbar gepasst, dass Britt-Marie von den Kindern die Begeisterung für Fußball erklärt bekommt und ich gleichzeitig beim lesen Fußballspiele der Europameisterschaft 2016 anschauen konnte.
Was mir auch schon bei Ove sehr gefallen hat, ist der geniale Humor. Eine meiner Lieblingsstellen im Buch ist folgende:
Britt-Marie blickt ihn fürsorglich an.
?Mein Mann hat die gleiche Jacke?, sagt sie.
?Ihr Mann hat einen guten Geschmack?, grinst der Mann.
?Aber seine hat natürlich die richtige Größe?, antwortet Britt-Marie.
S. 146
Dieser Roman ist ein Buch über Freundschaft, Freude am Leben und einfach nur eine herzerwärmende Geschichte mit vielen liebenswerten Personen.
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Reisen im Licht der Sterne von Alex Capus
Suche nach der Schatzinsel
Eine lyrische Biographie über Robert Louis Stevenson, der sich als junger, kränklicher Mann in eine ältere, verheiratete Frau verliebt und mit ihr auf Samoa eine neue Heimat findet.
Die Suche nach legendären Schätzen lässt unzählige Abenteurer Cocos Island umgraben, jedoch vergeblich. Es gibt zu viele unterschiedliche Schatzkarten und Theorien.
Ist eine andere Insel gemeint, vielleicht das zweite, wenig bekannte Cocos Eylandt, einer stillen Vulkaninsel?
Stevenson gelang mit seiner ?Schatzinsel? ein Bestseller. Anleihen für den Ort und die handelnden Personen hatte er aus mehreren Quellen bezogen und mit seiner Phantasie ergänzt. Hat er den großen Schatz gefunden? Einiges spricht dafür, aber es gibt keine Beweise.
Nach der komplizierten Scheidung folgt die Heirat mit seiner Geliebten, die ihn bis zu seinem frühen Tod liebevoll betreut, ihm zur Seite steht und alle Hochs und Tiefs miterlebt.
Eine interessante Biographie über einen interessanten Mann.
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Interview mit einem Mörder von Bernhard Aichner
Max Broll Krimi
Max Broll muss tatenlos zusehen, wie sein bester Freund Johann Baroni bei der Eröffnung seines ersten Würstelstandes niedergeschossen wird. Baroni liegt im Koma und kämpft um sein Leben.
Niemand glaubt, dass Max den Attentäter gesehen hat. Doch Max ist sich sicher und beschließt, nicht eher Ruhe zu geben, bis er ihn gefunden hat.
Die Identität des Vermeintlichen Verbrechers ist schnell festgestellt. Jedoch gibt es kein Motiv und keine Beweise, die den anscheinend harmlosen Touristen Fink überführen können.
Max verfolgt ihn, kommt mit ihm ins Gespräch, glaubt weitere Morde zu beobachten, lernt eine hübsche Journalistin kennen und beschattet Fink bis er selbst in Gefahr gerät.
Aichner schreibt spannend, seine Personen leben und man fiebert mit, wie es weiter und zu Ende geht. Ein absolut empfehlenswerter Krimi.








