Kunden em pfehlungen
Rezensionen von susanne.pichler@gmx.at:
Der letzte Sommer von Simonson Helen
Land of Hope and Glory
Helen Simonson entführt den Leser in einen scheinbar goldenen Sommer. Ein kleines Städtchen in Sussex, Rye, ist der Ort der Handlung. Doch es ist der Sommer 1914 und schon im Herbst desselben Jahres wird nichts mehr so sein, wie es einmal war.
Doch noch wirkt alles sehr friedlich. Für die junge Lehrerin Beatrice Nash bedeutet Rye den Ausgangspunkt ihres unabhängigen Lebens.
Nach dem Tod ihres Vaters und einer schwierigen Zeit bei seinen Verwandten, hat sie in Rye eine Stelle als Lateinlehrerin gefunden. Ihre Gönner sind John und Agatha Kent. John ist ein hoher Beamter im Außenministerium und Agatha seine selbstbewusste und sehr fortschrittlich denkende Gattin. John Kent unterstützt seine Frau wo immer es ihm möglich ist.
Zur Familie Kent gehören auch die beiden Neffen, Hugh und Daniel. Hugh ist ruhig, ernst und vernünftig. Er hat beinahe seine Ausbildung zum Chirurgen abgeschlossen. Daniel ist exaltiert und verträumt, er sieht sich in der Zukunft als Dichter.
Obwohl manche in Rye eine Lateinlehrerin mit schiefen Blicken bedenken, lebt sich Beatrice rasche ein. Nach und nach lernen sowohl sie als auch der Leser die Bewohner Ryes kennen. Die sommerliche Idylle wird durch die ersten Berichte kriegerischer Auseinandersetzungen am Kontinent empfindlich gestört. Doch Anfangs ist alles sehr weit weg. Es werden zwar Freiwilligenheere aufgestellt und die Damen beginnen Spendenaktionen, doch noch ist der Krieg an sich etwas Unvorstellbares. Als die ersten belgischen Flüchtlinge England erreichen und von den Gräueltaten deutscher Soldaten berichten, bekommt der Krieg ein weniger heroisches Gesicht. Hugh meldet sich daraufhin zum Heer. Er will seine medizinischen Kenntnisse einsetzen und Leben retten. Die Flüchtlinge werden zwar aufgenommen, aber doch schief angesehen. Sie stören das gewohnte tägliche Leben empfindlich.
Als der Krieg mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt, werden auch das sommerliche Hopfenfest und das Stadtfest in seinen Dienst gestellt. Während manche wirklich nur helfen wollen, sehen andere die einmalige Gelegenheit, sich zu profilieren.
Hugh, Daniel, Beatrice, John und Agatha Kent müssen einschneidende Veränderungen in ihrem Leben hinnehmen. Die Leichtigkeit und das scheinbar ziellose Tagträumen der jüngeren Generation finden ein abruptes Ende.
Helen Simonson hat ein Buch der leisen Töne geschrieben. Ihre Figuren sind ungemein lebensecht, da sie alle über positive und negative Charaktereigenschaften verfügen. Niemand ist gänzlich gut oder böse. Doch gerade dadurch versteht man vieles besser. Im Grunde versuchen alle mit den veränderten Lebensbedingungen zurechtzukommen. Die eine Figur wird einem dabei sympathischer, die andere unsympathischer, doch niemand wird zum Bösewicht an sich. Die Veränderungen in der Gesellschaft stellen auch den fortschrittlichsten Geist mehr als einmal auf die Probe.
Besonders stark ist der Kontrast zwischen Anfang und Ende des Buches. Anfangs erlebt man einen friedlichen Sommer in Südengland, am Ende ist man in den belgischen Schützengräben. Die Not und Verzweiflung sind regelrecht spürbar. Die Komitees der Damen im fernen England erscheinen beinahe lächerlich.
Helen Simonson erzählt in "Der letzte Sommer" eine beinahe zeitlose Geschichte. Es geht um Unabhängigkeit, Liebe, gesellschaftliche Veränderungen, Flucht und um nicht weniger als Krieg und Frieden. Ihre Schilderungen, wie die Menschen all dies überstehen, wie sie dadurch stärker werden oder daran zerbrechen, sind einfühlsam und berührend. Sie verzichtet in ihrem Roman auf jede Art lauter Effekte. Es ist ein stilles Buch, das in aller Ruhe gelesen werden will, aber gerade dadurch seine volle Wirkung entfaltet.
Rezensionen von buchina:
Secret Fire - Die Entflammten von C. J. Daugherty; Carina Rozenfeld
Ein sehr spannender Roman, leider mit Logikfehlern
Taylor ist eine strebsame Schülerin, die alles dafür tut in Oxford studieren zu dürfen. Dafür nimmt sie auch die Fleißaufgabe ihres Lehrers in Kauf. Sie soll einem französischen Jungen via Internet Nachhilfe in Englisch geben. Sie hat dazu überhaupt keine Lust, erst recht nicht, als sie Sasha kennenlernt.
Er ist arrogant und ist nicht am Lernen interessiert. Dennoch werden die beiden neugierig aufeinander, gerade weil sie so verschiedene Leben führen. Taylor ist schon immer eine strebsame Schülerin gewesen. Ihr Ziel Oxford, wo ihr Großvater auch Professor ist, alles andere ist für sie nebensächlich. Sasha geht dagegen nicht mehr zur Schule seit er erfahren hat, dass er bald sterben muss. Er lebt in den Tag hinein und riskiert immer wieder sein Leben in den dunklen Straßen von Paris, denn bis zu seinem festgelegten Todestag ist er unsterblich. Die Leben von Taylor und Sasha sind verknüpft, wie sie noch herausfinden werden.
Der Roman erzählt die Geschichte von Taylor und Sasha deren normales Teenagerleben plötzlich endet und in eine neue gefährliche mystische Welt umschlägt. In verschiedenen Handlungssträngen wird abwechseln von Taylor und Sasha erzählt. Besonders Sashas Leben ist grausam und aufregend. Es war für mich wahnsinnig spannend zu lesen, wie er Wetten mit Verbrechern eingeht und dabei immer wieder stirbt. Seine Traurigkeit und Angst vor dem endgültigen Tod war greifbar. Aber auch Taylor ging mir nah, ihre Strebsamkeit und ihre Angst vor dem neuen, war gut beschrieben. Beide Charaktere waren mir sympathisch und nicht plakativ.
Der Spannungsbogen war im gesamten Roman hoch oben, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Dazu noch der Schreibstil mit einfachen Sätzen und gut beschriebenen Details, die nicht in die Länge gezogen sind. Es könnte das perfekte Jugendbuch sein, wenn ich nicht über einige Ungenauigkeiten und Logikfehler gestolpert wäre. Es ist leider nicht nur einmal passiert, dass ich stockte und dachte `das ist jetzt aber unlogisch´. Es war so, als ob die Autorin eine ganz bestimmt Vorstellung hatte, wie es weitergehen sollte ohne darauf zu achten, dass sie vorher etwas beschrieben hatte, was das eigentlich nicht wirklich möglich machte. Jetzt schreibe ich undeutlich, aber ich kann es nicht näher schreiben ohne zu viel zu verraten.
Es ist trotzdem ein sehr guter und vor allem spannender Roman, bei dem ich schon sehr auf den nächsten Teil gespannt bin.
Rezensionen von Landbiene:
I Am Death. Der Totmacher von Chris Carter
Der Totmacher
Eigene Inhaltsangabe:
Eine weibliche Leiche mit zahlreichen Verletzungen wird gefunden und in ihrem Rachen befindet sich eine perfide Nachricht: ?Ich bin der Tod?. Robert Hunter einer der besten Ermittler macht sich sofort an die Ermittlungen, doch schon am nächsten Tag gibt es eine weitere Leiche und der Täter spielt Robert eine persönliche Nachricht zu.
Auf Hochtouren wird ermittelt, aber der Täter schein immer einen Schritt voraus! Nun liegt es an Hunter weitere Opfer zu vermeiden!
Schreibstil:
Der Schreibstil von Chris Carter lässt sich gut und flüssig lesen. Besonders positiv finde ich, dass die Schreibweise einfach, verständlich und nicht verstrickt ist. Cater hält sich an den roten Faden ohne großes ?Drumherum?. Das Buch hat 2 Erzählstränge. Einmal wird aus Sicht der Ermittlungen erzählt und vom Täter und seinen Opfer. Die Kapitel sind meist sehr kurz und sind nummeriert.
Allgemeine Meinung:
Dies war mein zweites Buch von Chris Carter und muss sagen das er inzwischen zu meinen Lieblings-Thriller-Autoren gehört. Robert Hunter, der Ermittler dieser Reihe, ist nach meinem Geschmack etwas zu intelligent, aber sehr liebenswürdig mit Ecken und Kanten. Durch die kurzen Kapitel und einem relativ häufigen Wechsel der Erzählstränge, hält Cater den Spannungsbogen permanent oben. Die kurzen Kapitel hetzen einen sozusagen durch das Buch, wodurch man Leser noch mehr mit den Protagonisten mitfiebert. Die Mordmethoden des Täters sind sehr grausam und daher nicht für die zartbesaiteten Leser geeignet. Das Buch war nicht vorausschaubar, die Fäden fügen sich am Ende alle zusammen und Carter hält auch noch eine Überraschung bereit. So muss ein guter Thriller sein!
Das Buch ist auch für alle geeignet, die die vorigen Bände nicht gelesen haben, da Cater geschickt ein wenig Vorgeschichte mit einfliessen lässt ohne diejenigen zu nerven die sie kennen.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen
Rezensionen von Landbiene:
Calendar Girl - Verführt von Audrey Carlan
Calendar Girl
Eigene Inhaltsangabe:
Mia befindet sich in einer prekären Situation. Ihr Vater hat sich von ihrem Exfreund 1 Million Dollar geliehen um seine Spielsucht zu finanzieren. Da Mias Vater das Geld nicht zurückzahlen konnte, wurde er als "Denkzettel" zusammen geschlagen und liegt nun im Koma.
Mia will ihrem Vater helfen! Doch woher so schnell so viel Geld bekommen? Da bietet ihr ihre Tante Millie einen Job als Edel-Escort an. Die Bezahlung? 100.000 Dollar im Monat. Mia nimmt den Job an und prompt knistert es zwischen ihrem ersten Kunden und ihr...
Schreibstil:
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Mia erzählt. Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Sprachlich würde ich es bis auf die Sexszenen als normales Niveau bezeichnen. Die Sexszenen sind eher vulgär, als sinnlich. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt: Januar, Februar, März. Jeder Monat beschreibt Mia's Erlebnisse mit dem aktuellen "Kunden". Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nummeriert.
Hauptprotagonistin:
Mia ist Ende 20 und möchte eigentlich Schauspielerin werden. In ihrer Kindheit hatte sie es durch den Alkohol- und Spielsüchtigen alleinerziehenden Vater nicht einfach, da sie sich zusätzlich noch um ihre kleine Schwester Maddy gekümmert hat. Zum Anfang der Geschichte war mir Mia sehr sympathisch und natürlich hatte ich mit ihr Mitleid. Doch im Laufe der Geschichte hat sich meine Meinung sehr geändert...
Allgemeine Meinung:
Ich hatte an das Buch irgendwie ganz andere Erwartungen. Ich dachte die arme Mia verliebt sich in dem ersten Monat in ihren Kunden und "quält" sich dann die folgenden Monate durch ihren Job. Das war weit gefehlt. Statt dem sind die Kunden immer verdammt gut aussehend, Mia's Libido sehr ausgeprägt und sie hat richtig Spaß in ihrer Rolle als Escort-Dame. Mir war das ganze etwas zu perfekt. Alles läuft für sie mehr oder weniger glatt ohne größere Probleme. Mir war das teilweise einfach zu unglaubwürdig und mir mir zu "gefühlskalt". Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück und daher vergebe ich nur 3 von 5 Sternen!
Rezensionen von Marion2505:
Elanus von Poznanski Ursula
Spannung bis zum Schluss
Inhalt:
Jona ist siebzehn Jahre alt und ziemlich schlau. Daher hat er auch eine Einladung von einer Privatuniversität erhalten, die sehr glücklich ist, ihn an ihrer Universität begrüßen zu dürfen. Zu diesem Zweck reist er nach Rothenheim, wo er bei einer Gastfamilie von nun an wohnen wird. Da er noch keine achtzehn Jahre alt ist und sozial gerne mal aneckt, möchten seine Eltern, dass er bei der Familie Helmreich unterkommt und nicht in einem Studentenwohnheim lebt.
Doch schon von Anfang an kommen ihm Silvia und Martin Helmreich - seine Gasteltern - komisch vor. Auch die ersten Tage an der Uni sind für ihn nicht leicht. Zum Glück hat er sein privates Forschungsprojekt dabei: eine Drohne, die mit einer Kamera ausgestattet ist und jede Person aufspüren kann, deren Handynummer Jona besitzt. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse ...
Cover:
Das Cover des Buches "Elanus" von Ursula Poznanski gefällt mir sehr gut: die verschiedenen Grüntöne mit dem leuchtend gelben Farbfleck verbreiten eine Schlichtheit, aber auch eine Bedrohlichkeit. So als würde das Buch den Leser beobachten. Das Cover passt also perfekt zum Buch!
Meine Meinung:
"Elanus" ist mein erstes Buch von Ursula Poznanski und es hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Die Handlung war bis zum Schluss überaus spannend und hatte für mich keine überflüssigen Handlungsstränge, die die Geschichte gestört haben.
Die Charaktere in diesem Buch sind toll beschrieben und auch stellenweise etwas geheimnisvoll. Ich habe oft gezweifelt, wer denn nun auf der "guten" und wer auf der "bösen" Seite stand. Mit dieser Ungewissheit zu lesen war natürlich doppelt-spannend!
Auch finde ich das Thema der Beobachtung durch eine Drohne sehr bedrückend, aber nicht abwegig. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt.
Alles in allem ein absolut tolles Buch, das in meiner persönlichen Liste der Lesehighlights 2016 auf keinen Fall fehlen darf. Daher bekommt "Elanus" von mir eine absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Naddlpaddl:
Elanus von Poznanski Ursula
Nicht ihr bestes Werk
Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne.
Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.
Wie immer bei einem Poznanski Buch bin ich super rein gekommen. Ihr Stil ist einfach unverwechselbar und man verschwindet geradezu zwischen den Worten. Ohne es zu merken hatte ich also schnell die ersten hundert Seiten hinter mir. Und genau das macht sie als Autorin einzigartig. Sie ist die Einzige die es schafft mich irgendwie durch eine Geschichte zu schleusen, auch wenn es mich eigentlich anödet.
Und genau dies war hier leider der Fall. Die Geschichte ging nicht voran und man ist als Leser sehr lange auf der Stelle getreten. Jona als Protagonist ist unsympathisch. Ich wurde nicht mit ihm warm, selbst dann nicht, als er so langsam seine Art geändert hat und sozial verträglicher wurde. Er macht einen großen Sprung im Laufe des Buches und doch ist er mir bis zum Ende einfach nur zu wider.
Frau Poznanski kann das besser!
Irgendwie stieg die Spannung aber dann doch noch gegen Ende des Buches, ich wollte wissen, warum Jona verfolgt wird, wer ihm an den Kragen will und hatte mehr als eine Theorie parat.
Als Leser wurde ich nun von einer Vermutung zur nächsten geschwemmt und nichts schien wirklich glaubhaft, sodass ich alles wieder verwerfen musste. Trotzdem war die Grunahnung da und am Ende stellte sich raus, das ich recht hatte. Allerdings muss ich dazu sagen: Ich wäre wahrscheinlich nicht annähernd auf irgendeine Idee gekommen, wenn ich nicht sämtliche anderen Bücher von ihr schon gelesen hätte und deswegen einfach wusste, wie sie tickt und wo sie vielleicht mit mir hin will.
Die Auflösung war für mich dann am Ende sehr banal, irgendwie zu banal. Ich habe da ein wenig mehr Kniff erwartet und war an dieser Stelle leider ein bisschen enttäuscht. Gegen Ende geht dann auch alles relativ schnell und es gibt kaum aufklärende Gespräche. Es blieb zwar für mich nichts offen, trotzdem hätte ich mir da etwas mehr gewünscht.
Meiner Meinung nach ist es ihr schlechtestes Werk, Frau Poznanski kann das wirklich besser und hat das in ihren anderen Büchern schon mehrfach bewiesen. Mir hat das gewisse Etwas, das Besondere gefehlt, der letzte Funke, den sie sonst immer irgendwie einbaut.
Trotz allem ließ es sich gut lesen und ich finde die Idee mit der Drohne nach wie vor super. Wiedereinmal denkt man als Leser darüber nach wie durchsichtig man eigentlich für die Gesellschaft ist und was alles passieren kann, ohne das man selbst etwas davon mitbekommt.
Auch ein Grund, weshalb ich ihre Bücher mag. Sie behandelt in jedem Buch solche Themen und man kommt als Leser wirklich ganz schön ins Grübeln und es ist teilweise schon beängstigend, was heutzutage alles möglich ist.
Man hätte mehr aus der Idee heraus holen können, aber alles in allem ist ein solides Buch. Wenn man keins ihrer Bücher kennt würde ich vielleicht nicht unbedingt mit Elanus starten, aber man kann es lesen!
Rezensionen von doreen.rachel@gmx.de:
Elanus von Poznanski Ursula
Ein berührender Roman
Da ich schon einige Bücher von Corina Bomann gelesen habe und diese mich jedes Mal begeistert haben, musste ich nun auch ihren neuen Roman ?Ein Zimmer über dem Meer?, den Frau Bomann unter ihrem Pseudonym Dana Paul geschrieben hat, unbedingt lesen.
Die Geschichte spielt an einer Küste Cornwalls, wo sich die junge Kim nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Verlobten Jake das Leben nehmen will.
Die alte Frau Janet findet Kim jedoch und kann sie von ihrem Vorhaben abbringen und nimmt Kim für eine Weile als Gast bei sich auf. Um ihr zu helfen, übergibt sie Kim ein uraltes Tagebuch einer gewissen stummen Leandra (auf dem Klappentext steht taubstumm, was aber nicht stimmt), die sich ebenfalls wie Kim von den Klippen stürzen wollte, aber vom damaligen Leuchtturmwärter gerettet wurde. Kann auch Kim gerettet werden? Und kann sie sich je wieder verlieben?
Corina Bomanns Herzensroman ist eine wundervolle Geschichte zweier Frauen, die beide jeweils schlimme Schicksalsschläge zu verarbeiten haben ? die eine im Jahr 1813 und die andere im Hier und Jetzt. Man hat mit beiden Frauen mitgelitten und mitgefiebert und ganz besonders Janet, die eine Verbindung der beiden darstellt, ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Es ist eine Geschichte, die mich berührt und die mich hat träumen lassen ? vom rauen wilden Meer, von felsigen Küsten, von Leuchttürmen und von Seefahrergeschichten. Außerdem ist es eine Geschichte, die Sehnsüchte nach Urlaub am Meer geweckt hat und die ich in fast einem Rutsch durchgelesen habe, weil ich einfach wissen musste, wie es mit den beiden Frauen weitergeht und wie sie mit ihren jeweiligen Schicksalen umgehen.
Wer die anderen Romane von Corina Bomann kennt und mag, der wird sicherlich auch diese Geschichte lieben. Ich danke Vorablesen und dem List Verlag, dass ich dieses wunderbare Buch lesen und rezensieren durfte.
Rezensionen von HEYN Leserunde Barbara Lichtenegger:
Das Geheimnis der verlorenen Zeit von John Wray
Wenig beeindruckend
Trotz (oder wegen?) der mehr als 700 Seiten an (zu vielen) Schau- und Nebenschauplätzen konnte ich das Geheimnis der verlorenen Zeit bis zum Ende des Buches nicht lüften, außer dass es mich selbst viel Lesezeit gekostet hat.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde Barbara LichteneggerRezensionen von Ela_Ela:
Todesmärchen von Andreas Gruber
Ein mehr als gelunger Thriller von Andreas Gruber : )
Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann ... In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein ? doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus.
Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...
Wie immer wenn ich eine Sneijder Thriller anfange, kann ich mich nicht davon losreißen. Er war wieder megaspannend und toll erzählt. Beide Erzählstränge passten wunderbar in die Geschichte. Ein wenig leid tat es mir schon um die vielen Toten.
Töten um die Aufmerksamkeit von jemanden zu bekommen finde ich nicht als tatkräftiges Motiv. Auch die Sichtweise des Mörders ist sehr spannend zu lesen.
Was man jedoch über Maarten S. Sneijder in diesem Thriller herausfindet ist mehr als man sich vorstellen kann und was man erwartet hat.
Fazit: Wieder ein megaspannender Thriller der dich mit einem Sog in die Geschichte zieht und wie ein Film im Kopf abläuft. : D
Serie:
1. Todesfrist
2. Todesurteil
3. Todesmärchen
Rezensionen von angelique.sauerbrey@gmx.de:
Britt-Marie war hier von Backman Fredrik
Ein berührender Roman, indem es um Freundschaft, Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und Veränderungen geht.
Ein berührender Roman, indem es um Freundschaft, Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und Veränderungen geht.
*Inhalt*
Das Leben könnte so schön einfach sein, wenn alle in ihrer Besteckschublade Ordnung halten: Messer, Gabel, Löffel. Britt-Marie ist Anfang 60, sie leidet unter einem Putz- und Ordnungszwang und hat sich gerade von ihrem Mann Kent getrennt.
Nun sucht sie einen Job und ihr wird ein Hausmeisterposten in einem Jugendzentrum in Borg angeboten. Dieser Job ist nur befristet, da sehr unter der Finanzkrise leidet und alles nach und nach geschlossen wird. Britt-Marie wagt diesen Schritt und muss auf eigenen Beinen stehen. Hier findet sie endlich Freunde und Aufmerksamkeit.
*Meine Meinung*
"Britt-Marie war hier" ist bereits das dritte Buch von Fredrik Backman, aber mein erstes. Durch seinen leichten und lockeren, spritzigen und humorvollen Schreibstil schafft der Autor es mich gut zu unterhalten. Doch nach und nach tauchen auch nachdenkliche und melancholische Ansätze auf.
Wieder hat Fredrik Backman skurrile Charaktere erschaffen, die mich teilweise zum Lachen bringen aber manchmal auch an den Rand des Wahnsinns.
Britt-Marie ist eine echt witzige aber auch anstrengende Person, mit ihrem Ordnungssinn und mit ihren Listen kann sie einen schon in den Wahnsinn treiben. Wenn sie sich etwas notiert, muss es auch so eintreffen und wenn sie dabei nachhilft. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter und meine Sympathien steigen.
Kent dagegen ist ein unangenehmer Mitmensch, er hat Britt-Marie nur ausgenutzt und sie dabei sogar noch gedemütigt. Er hat sie richtig klein gehalten, bin mal gespannt, ob sie nun aus ihrem Schneckenhaus rauskommt. Aber auch die anderen Charaktere zeichnen durch besondere Eigenschaften aus.
*Fazit*
Ein berührender Roman, indem es um Freundschaft, Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und Veränderungen geht. Er ist humorvoll, regt aber auch zum Nachdenken an.









