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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherfreundin:

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Immergrün von Ruth Olshan

Verlorene Heimat

In ihrem Roman "Immergrün", der im Pfaueninsel Verlag erschienen ist, erzählt die Regisseurin und Autorin Ruth Olshan die Geschichte ihrer Familie.

Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Vida begibt sich die Ich-Erzählerin Ruth mit ihrem Auto auf die lange Reise nach Litauen, um dort die Urnen der Mutter und der Großmutter beizusetzen.

Es ist ihr wichtig, den Wunsch der Verstorbenen zu erfüllen und ihnen damit ihre Liebe zu beweisen. Endlich in Litauen angekommen, wird es für sie zur Herausforderung, den Ort des Familiengrabs ausfindig zu machen.

Auf einer zweiten Erzählebene schildert Ruth die Vergangenheit ihrer Eltern und erinnert sich an ihre eigene Kindheit und das Zusammenleben mit den Eltern in Israel und Westberlin.

Vida wird 1939 in Litauen als Tochter eines Opernsängers geboren, der als KZ-Überlebender gezeichnet ist von seinen Verletzungen und sich das Leben nimmt, als seine Tochter 12 Jahre alt ist. Das Mädchen hat das Talent des Vaters geerbt und nimmt heimlich Gesangsunterricht, ehe es am Konservatorium Gesang und Chordirigieren studiert. Vida singt im Chor und lernt in Moskau nach einem Konzert den jüdischen Regisseur Israel aus der Ukraine kennen und lieben. Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Ruth emigriert die kleine Familie 1970 nach Israel, von dort aus geht es vier Jahre später nach Deutschland. In Westberlin lebt die Familie von Sozialhilfe, das Geld ist knapp, es kommt zu Spannungen und lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Vida und Israel. Während die kleine Ruth sich in Berlin schnell einlebt, bald nur noch Deutsch spricht und gern zur Schule geht, tun ihre Eltern sich schwer in der neuen Umgebung. Vida träumt davon, wieder als Sängerin aufzutreten und lässt sich erst auf Druck des Arbeitsamtes zur Altenpflegerin umschulen.



Die Geschichte ist in klarer Sprache ohne Pathos erzählt und liest sich sehr flüssig, die Kapitel über Ruths Reise nach Litauen und ihre Erinnerungen wechseln sich ab. Die Familiengeschichte hat mich gefesselt, sie hat mich berührt und erschüttert. Ruth erhebt keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisungen. Manches ist fast nüchtern erzählt, und doch sind ihre Ausführungen sehr bewegend. Ich fand es sehr traurig, dass Vida immer mehr in ihrer Depression und in ihren Psychosen versank, während Ruth verzweifelt versuchte, den Alltag zu bewältigen. Sie übernahm die Verantwortung für ihre Mutter und war damit vollkommen überfordert. Ständig versuchte sie, Ordnung in das häusliche Chaos zu bringen und den Behörden ein intaktes Familienleben vorzuspielen.

Leider endet die Handlung im Jahr 1995 nach einem Besuch von Vida und Ruth bei der Großmutter und lässt mich mit vielen Fragen zurück. Vielleicht mag die Autorin in einer Fortsetzung erzählen, wie es mit Vida und Ruth weitergegangen ist. Wenn man bei YouTube den Namen Vida Vaitkuté eingibt, kann man sich mehrere Lieder von Ruths Mutter anhören - eine schöne Ergänzung zum Roman, wie ich finde.

Leseempfehlung für Ruth Olshans sehr persönliche Geschichte, in der es neben ihrer schwierigen Kindheit und Jugend auch um Entwurzelung, Sprachbarrieren und Neuanfang geht.

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Immergrün

Rezensionen von Claudia R.:

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FEEL GOOD BODY. Dein 14 Tage Reset von Marie Dorfschmidt

feel good Rezepte

Klappentext / Inhalt:

Willkommen zu „FEEL GOOD BODY. Dein 14 Tage Reset“ – dem ultimativen Begleiter auf deiner Reise zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil! Marie, die Powerfrau hinter diesem Kochbuch, zeigt dir, wie du mit veganen und glutenfreien Optionen deinen Körper ins Gleichgewicht bringst.

Denn Lebensmittel sind Nahrungsmittel.
Und Nahrungsmittel sollen dich er-NÄHREN.
Dieses Buch enthält kreative und gesunde Rezepte, die dich mit wenig Zeitaufwand und großem Effekt auf dem Weg zu deinem FEEL GOOD BODY unterstützen.

Mit zweimal Einkaufen deckst du alle Gerichte ab. Nach dem Zero Waste Prinzip werden übriggebliebene Lebensmittel in einem der nächsten Gerichte verwertet. Ein Mindset für DEIN neues Leben mit deinem FEEL GOOD BODY. Was für Marie damals eine lange Reise von 14 Jahren war, gibt sie dir innerhalb von zwei Wochen mit auf den Weg.

Du hast dieses phänomenale Körpergefühl mehr als verdient. Also, worauf wartest du noch? Mach dich bereit für deine Veränderung, lade fix die Einkaufslisten runter und lege gemeinsam mit Marie los!

Marie teilt auf ihrem Instagram-Kanal @therawberry vegane und glutenfreie Rezepte. Ihre stets wachsende Community lässt sich täglich von ihren kreativen bunten Köstlichkeiten inspirieren.

Cover:

Das Cover ist locker und ansprechend umgesetzt. Gemütlich auf der Couch mit dem eigenen Buch, so wird hier aufmerksam gemacht und zugleich eine Wohlfühl Atmosphäre hergestellt. Auch farblich und optisch ist es sehr schön und ansprechend umgesetzt.

Meinung:

Ein wundervoller Kochbuch und Ratgeber für gesunde Ernährung und die Achtsamkeit auf Körper und Geist. In der Einführung wird bereits auf das lästige Kalorienzählen eingegangen und dabei so einiges interessantes veranschaulicht. Ein gesunder Blick und Maaß auf die Dinge, Kalorien und Mengen wird hier vermittelt. Danach gibt es eine Wochenübersicht und Plan dazu und dann startet es auch mit den entsprechenden Rezepten. Die Rezepte werden anschaulich wiedergegeben und auch die Erklärungen sind Schritt für Schritt und gut verständlich umgesetzt.

Die Zutaten sind gut ersichtlich aufgelistet und die Zubereitung in einfachen Schritten und auch sehr übersichtlich beschrieben. Man kann der Anleitung gut folgen und diese ist sehr gut verständlich beschrieben und nachvollziehbar umsetzbar.

Die wundervollen Fotos und Illustrationen runden das Ganze sehr gut ab.

Die Rezepte sind sehr vielfällig und bedienen eine gute Bandbreite. Auch viele vegane und glutenfreie Rezepte sind hier zu finden. Die Auswahl ist toll und schon anhand der Fotos und Beschreibungen bekommt man Lust dies selbst auszuprobieren.

Für den Alltag im Gesamten finde ich manches jedoch unpraktisch. gerade die Mittagsgerichte sind so nicht immer umsetzbar, zwar kann man einiges vorbereiten und vorkochen, aber nicht jede Arbeitssituation lässt Geräte, wie Toaster und Ofen zu und dies ist dann in der kurzen Mittagspause leider meist zu aufwendig, oder schwieriger im Arbeitsalltag umsetzbar. Zumindest bei mir. Anderen wird es da vielleicht anders ergehen. Ansonsten finde ich es von den Ideen und der Vielfalt sehr schön und auch recht ausgewogen. Auch die Wocheneinkaufsliste finde ich toll und es wurde hier an sehr vieles gedacht. Zudem ist es sehr übersichtlich, schön gegliedert und von der Aufmachung toll.

Auf jeden Fall eine Bereicherung und wer seinem Körper etwas gutes tun will und sich einer 14 Tage essen Challenge stellt, wird hier sicherlich gute Dinge und Ideen finden.

Fazit:

Tolle und vielseitige Rezepte für einen Feel Good Body.

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FEEL GOOD BODY. Dein 14 Tage Reset

Rezensionen von Piet1990:

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Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Beklemmend still und existenziell

„Ich, die ich Männer nicht kannte“ ist ein stiller, fast karger Roman, der lange nachwirkt. Die Geschichte beginnt mit einer Gruppe von Frauen, die unter unklaren Umständen gefangen gehalten werden. Eine von ihnen, die Erzählerin, kennt keine andere Welt. Von dort aus entfaltet sich ein Text, der weniger von Handlung als von Gedanken lebt.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Reduktion. Es gibt kaum Erklärungen, keine klassische Auflösung, keine eindeutigen Antworten. Stattdessen stehen Fragen im Raum: Was macht Identität aus? Was bleibt vom Menschsein ohne Erinnerung, Geschichte oder Beziehung? Gerade diese Offenheit macht den Roman so intensiv.

Der Stil ist nüchtern, klar und schnörkellos. Fast kühl, und genau dadurch entsteht eine große emotionale Wirkung. Manche Leser:innen könnten die fehlenden Erklärungen als frustrierend empfinden. Für mich war es gerade diese Ungewissheit, die das Buch stark macht.

Fazit:
Ein philosophisch angehauchter, dystopischer Roman, der nicht unterhalten, sondern nachdenken lassen will. Keine leichte Lektüre, aber eine eindringliche, besonders für Leser:innen, die existenzielle Fragen und reduzierte Sprache schätzen.

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Ich, die ich Männer nicht kannte

Rezensionen von Claudia R.:

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Boys of Tommen 5: Taming 7 von Chloe Walsh

Potenzial nicht ausgeschöpft

Klappentext / Inhalt:

Sie ist ein Sonnenschein. Er ist der liebenswerte Klassenclown. Aber Gewitterwolken ziehen auf.
Tommens frechster Junge, Gerard „Gibsie“ Gibson, war schon immer ein Komiker. Aber die meisten Menschen erkennen nicht, was sich hinter seiner Fassade verbirgt. Dämonen aus der Vergangenheit suchen ihn heim und er nutzt seinen Humor, um damit klarzukommen.

Doch sein wahres Ich verbirgt er so vor der Welt.
Claire Biggs, der Inbegriff von Lebensfreude, hat Gibsie, den Freund ihres Bruders und ihren Lieblingsnachbarn, schon immer geliebt. Sie hat immer eine Seite an ihm gesehen, die niemand sonst zu bemerken schien. Sie ist fest entschlossen, ihren wilden unbändigen besten Freund aus Kindertagen zu besänftigen. Als Grenzen überschritten werden, wird unklar, ob die Freundschaft zwischen Gibsie und Claire bestehen wird. Wird mehr daraus werden, oder wird ihr enges Verhältnis im Sand verlaufen?

Cover:

Das Cover ist einfach gehalten und der Titel sowie die Zahl stehen im Vordergrund und sind farblich hervorgehoben. Die Farben stehen sehr schön im Einklang und auch ein Wiedererkennungseffekt der Reihe ist vorhanden. Es sind jedoch keine Cover die mich außerordentlich ansprechend, sondern für mich eher hintergründig wirken.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den fünften Band der Boys of Kommen Reihe. Dieser ist durchaus unabhängig lesbar, aber ich fand das Hineinkommen schon etwas schwerer und auch, wenn es gleich sehr interessant beginnt, so konnte es mich nicht ganz packen und erreichen.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Manche Gedanken und Beschreibungen fand ich etwas wirr und auch der Schreibstil war für mich nicht ganz flüssig und nicht immer nachvollziehbar. Zwar geht es gleich interessant los, was zusätzlich Spannung und Interesse aufbaut, aber irgendwie fand ich nicht so gut und tief in die Geschehnisse hinein und konnte diese auch nicht so wirklich greifen.

Die Charaktere sind vielschichtig und facettenreich. Die Beschreibungen bildlich und auch die Ich-Perspektive ist gut gewählt. Dennoch konnte mich diese nicht wirklich erreichen, aber dies ist meine Ansicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir die anderen Bände und auch der Schreibstil der Autorin bisher nicht vertraut sind.

Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Dies fand ich sehr gut und schön durchdacht. Die Anfänge waren sehr gut erkennbar. Die Überschriften oder Sprüche gut gewählt und passend, ohne zu viel zu verraten, aber um die Neugier zu schüren. Auch die Angabe der Namen für die Perspektive waren hilfreich. Die wechselnden Perspektiven haben zudem Tempo und auch ein wenig Spannung hineingebracht.

Außerdem fand ich den Farbschnitt sehr schön und auch die Anmerkungen und das Glossar am Beginn hat mir sehr gut gefallen und fand ich als sehr hilfreich und gut durchdacht. Auch die Liederidee am Ende ist wohl überlegt.

Die Geschichte selbst konnte mich leider nicht ganz packen und mitnehmen, irgendwie hat mir das der gewisse Reiz und Tiefe gefehlt und auch vom Schreibstil wurde ich hier nicht ganz mitgenommen. Es war mir meist zu einfach und ich hätte mir noch mehr Emotionen und Spannung gewünscht. Es plätschert einfach so dahin. Es hat Potenzial, welches für mich nicht wirklich ausgeschöpft wurde.

Gliederung, Gestaltung und Drumherum ist sehr gut gelungen, jedoch inhaltlich nicht ausgereift, für mich. Aber dies ist ja bekanntlich Ansichtssache.

Fazit:

Das Drumherum ist sehr schön, die Charaktere vielschichtig, aber diese konnten mich leider nicht ganz überzeugen und erreichen.

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Boys of Tommen 5: Taming 7

Rezensionen von fantasia:

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Zugwind von Iryna Fingerova

Standhalten im Zugwind


Auf dem Cover dieses Romans verdeckt ein Löwenzahn den Kopf einer weiblichen Figur. Dieser Löwenzahn steht sinnbildlich für die weibliche Protagonistin. Leicht pustet man die zarten Samen weg, die an einem anderen Ort für einen Neubeginn stehen. Diese Pflanze wächst selbst an den unfruchtbarsten Orten, d.

h. sie setzt sich durch, hat eine immense Widerstands- und Durchsetzungskraft. Titel und Pflanze stehen für das Gehen mit dem Wind, der als unangenehm empfunden wird, aber letztendlich einen neuen Weg öffnet.
Die Ärztin Mira Zehmann war mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter aus der Ukraine nach Deutschland gekommen und wird durch den Krieg in der Ukraine und Begegnungen mit Geflüchteten von Schuldgefühlen heimgesucht. Sie will etwas tun und wird für viele geflüchteten Ukrainer zur Anlaufstelle. Diese Situation ist nicht einfach zu meistern, da die Kriegssituation emotional spürbar wird. Die Autorin ist ebenfalls Ärztin und es stellt sich die Frage, wieviel eigenes Erleben hier mit hineinschwingt.
Neben den Krankheits- und Leidensgeschichten ihrer Patienten erfährt der Leser etwas über den „Alltag“ der Protagonistin. Sie fährt nach Odesa, um die Familie und vor allem die alte Großmutter sowie Freunde zu besuchen, und lebt dort zwischen Fliegeralarm und Alltag. Zurückgekehrt ist sie mit ihrer Schwiegermutter aus Cherson konfrontiert, die nach fast drei Monaten zu ihrer Erleichterung wieder in die Ukraine zurückfährt. In der Beziehung zu ihrem Mann kriselt es, es kommt zu einer Affäre mit einem anderen Mann - all diese Geschehnisse zeugen von einem Alltag, der auch nicht immer einfach ist.

Bisweilen fand ich den Roman etwas zäh, vor allem dann, wenn ausführlichere Reflexionen den Erzählfluss verhindern.

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Zugwind

Rezensionen von verhei:

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Richtig gutes Essen von Junko Takase

Essen und Büroalltag - wie schafft man die Balance

In einem japanischen Büro arbeitet ein buntes Team von Arbeitskräften unter anderem Nitani, Oshino und Ashikawa als Vollzeitkräfte.

Nitani, der Essen als Notwendigkeit erachtet und am Instantsuppensüchtig ist, hat seine liebe Not mit dem Brauch gemeinsam als Abteilung essen zu gehen, oder mehr Zeit in die Zubereitung von Speisen zu verwenden.

Oshio, die auch eher unkonventionellere Ansichten hat und öfters mit Nitani nach der Arbeit einen trinken geht. Ashikawa ist nicht unbedingt die belastbarste Arbeitskraft und genießt den Schutz ihres Chefs und etlicher anderer Arbeitskräfte. Sie ist öfters krank und beendet ihren Arbeitstag im Gegensatz zu den anderen Vollzeitkräften pünktlich, auch bei größerem Arbeitspensum. Um die Stimmung im Büro für sich positiv zu gestalten, bringt sie immer wieder Süßspeisen mit. Nitani und Oshino entwickeln eine gewisse Abneigung gegen Ashikawa, auf Grund der Tatsache, dass sie nicht in der Lage ist ihre Arbeit entsprechend selbst zu erledigen. Doch die Sache wird auch komplizierter als Nitani eine Beziehung mit Ashikawa beginnt.

Es ist ein Roman der sich neben dem Thema Essen, vor allem um das Thema Umgang und Beziehungen am Arbeitsplatz dreht.

Man lernt viele japanische Gerichte kennen, hilfreich dabei ist das Glossar im Anhang. Zusätzlich bekommt man aber damit eben auch einen Einblick in die japanische Arbeitswelt bzw. in den Büroalltag. Die Tatsache, dass die Arbeitstage in Japan sehr lang sind, weiß man aus so manchem Klischee. Auch die Tatsache, dass alles sehr strikt hierarchisch bzw. sehr höflich gehandhabt wird, ist bekannt. Mit dieser Tatsache im Hintergrund, ist die Geschichte, die hier erzählt wird, natürlich in Japan brisanter als für unseren Kulturraum. Dort kann das Buch sicher leichter als Gesellschaftskritik verstanden werden als in unseren Breiten. Nichtsdestotrotz wird man sich auch hier in manchen Bereichen wiederfinden.

So manches wird sehr repetitiv erzählt und die effektive Handlung ist gering. Arbeitstage und Probleme wiederholen sich. Die Personen leben größtenteils nebeneinanderher. Generell ist der Erzählstil eher distanziert, wobei dennoch zwischen der Ich-Perspektive und der der dritten Person gewechselt wird.

Für mich war es aber eine leichte Lektüre für zwischendurch, wie ein kurzer Blick in ein Büro auf der anderen Seite der Welt. Und trotz aller kulturellen Unterschiede gleichen sich hier die Probleme auch.

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Richtig gutes Essen

Rezensionen von katis zettelchen:

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Villa Rivolta von Daniel Speck

Rich man poor man im Italien der 60er Jahre

Auch in diesem neuen Roman von Speck geht es um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg, die in zwei parallel laufenden Erzählsträngen erzählt wird. Speck kann das, es liest sich sehr gut. Diesmal spielt der Roman komplett in Italien, vorwiegend im Mailänder Raum. Eine arme, eine reiche Familie, eine, die Glück hat und eine Pech.

Zwischen den beiden Familien entsteht eine Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Mehr zum Inhalt wäre gespoilert. Das Buch ist eine weitere Tür zur Speck-Welt, es gibt Überlappungen mit Charakteren aus Bella Germania, das ist nett. Mir gefällt auch der realistische Anteil – die Autos, die in der Fabrik hergestellt werden, gab es tatsächlich, solche Kleinigkeiten machen die Geschichte authentisch. Generell hat mir Bella Germania besser gefallen, es war runder und dynamischer. Villa Rivolta hat ein paar langatmige Stellen, nicht schlimm, aber das Verhältnis der Charaktere zueinander ist nicht immer nachvollziehbar, die Geschichte endet mit offenen Fragen. Vielleicht erfahren wir in einem späteren Roman mehr? Aber der typische Speck-Charme ist da, wenn er erzählt, entstehen Bilder und Filme im Kopf. Man wird in die Story gezogen, man hat Lieblingscharaktere und ist gespannt, wie es weitergeht. Gute Unterhaltung!

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Villa Rivolta

Rezensionen von Sophie H.:

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Bunt von Cornelia Franz

Ich höre bunt

Diego ist anders als seine Klassenkameraden. Für ihn sind Geräusche nicht einfach nur Geräusche, sondern sie sind bunte Figuren. Erst nach und nach hat Diego gemerkt, dass andere Kinder Geräusche nicht sehen können. Leider musste er schon in der Grundschule die Erfahrung machen, dass er auf Unverständnis stößt, wenn er von seiner Synästhesie erzählt.

Deshalb behält Diego es lieber für sich und entwickelt Taktiken, um in der Schule über die Runden zu kommen. Er ist lieber für sich, weil er dann seine Ruhe hat. Diegos Leben ändert sich schlagartig, als ein neuer Junge in die Klasse kommt: Ismael. Ismael ist selbstbewusst und ein begnadeter Basketballspieler. Und auch Ismael ist anders als die anderen Kinder: Er ist farbenblind. Ihm gegenüber kann sich Diego das erste Mal öffnen und von seiner Wahrnehmung erzählen. Doch dann wird ihre frische Freundschaft auf die Probe gestellt: Diego muss lügen, damit Ismael seinen Traum vom Basketballspielen leben kann. Eskalieren tut das Ganze, als ausgerechnet während der Klassenfahrt ein Scout beim Basketballspiel erwartet wird.
Cornelia Franz hat hier eine sehr einfühlsame Geschichte über das Phänomen der Synästhesie geschrieben. Sie beschreibt sehr gut, wie Diego sich fühlt und wie er seine Welt wahrnimmt. Richtig gut gefallen hat mir, dass seine Synästhesie nicht als Behinderung, sondern als besondere Begabung dargestellt wird. Ein tolles und wichtiges Buch über Anderssein, Ausgrenzung, Freundschaft und eine besondere Begabung.

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Bunt

Rezensionen von Nele33:

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Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luft nach oben

"Ungelöst-Die erste Zeugin" ist der Auftaktband zu einer neuen Cold-Case-Reihe des Autors Arno Strobel.

Als Luisa Menkhoff die Uni verlässt, sieht sie auf einem Flugblatt das Gesicht einer Frau, die ihr sehr bekannt ist. Es handelt sich um Nicole Klement, die Frau, die an ihrer Entführung als 5- jähriges Mädchen beteiligt war.

Gleichzeitig fühlt sie sich beobachtet und beschließt direkt die Polizei zu kontaktieren. Dort trifft sie auf Ramin Brunner, den Kommissar, der eigentlich gerade das Ressort wechselt, sich aber ihre Ausführungen noch anhört. Er beginnt zu ermitteln und wird wie in einen Sog gezogen und verschiebt seinen Start als Leiter der neu gegründeten Abteilung mit Einverständnis seines Chefs. Besonders brisant ist die Tatsache, dass Luisas mittlerweile verstorbener Vater damals schon in einem Mordverdacht gegen den Entführer seiner Tochter ermittelt hat.

Arno Strobel überzeugt auch hier wieder durch einen packenden, in kurzen Kapiteln verpackten Schreibstil. Die Ermittler gefallen mir nach dieser Einführung schon mal sehr gut, haben allerdings auch noch einiges an Ausbaupotential. Luisa war mir persönlich zu involviert und die sich anbahnende Liebesgeschichte hätte es für mich nicht gebraucht. Daher befürchte ich fast, dass sie fester Bestandteil der Reihe sein wird, was mich ein wenig abschreckt. Dies ist wie so vieles im Leben einfach Geschmackssache, meiner ist es nicht.

Insgesamt ein lesenswerter Krimi mit Luft nach oben.

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Ungelöst – Die erste Zeugin

Rezensionen von Sorko:

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Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan

Ein neuer Feind im Westen

Nein, eine völlig neue Geschichte ist dieser Band nicht. Ich sehe es als eine Fortschreibung der Geschichte vom „Stählernen Bund“, die mit dem dritten Band „Der Verräter“ endete.
Anfangs staunte ich über die seltsamen Namen und Bezeichnungen, bis mir auffiel, dass ich einige davon schon kannte.

Berrine Jurest, Olversahl, Verweise im Text auf Shilva Sahken und Evadine Courlain (das „Schwarzherz“) und mehrfach auch auf Alwyn Sribe. Sogar die „Sackhexe“ wird erwähnt.
Wir befinden uns nun weit im Norden, das Fjordland wurde von Ascarlia erobert, und dort regieren die drei Schwesterköniginnen. Die neue Karte schafft einen Überblick und benennt einige wichtige Orte, ich hätte mir da allerdings eine etwas detailliertere Übersicht gewünscht, was die Feuerinseln und die dahinter liegenden Länder angeht.

Die Story ist spannend, wie man das von Anthony Ryan gewohnt ist. Sie folgt den vier Protagonisten in angenehm kurzen Kapiteln. Beim Fischer Ruhlin musste ich an den unglaublichen Hulk denken, wenn er wütend wird entwickelt er nahezu unbesiegbare Kräfte. Er ist ein Feuerblut, sehr selten und natürlich sehr wertvoll. Er gerät in Gefangenschaft und muss lernen, seine Kräfte zu kontrollieren, denn gefangen möchte er nicht bleiben.

Thera und Felnir sind Urenkel von Margnus Gruinskard, der einst Olversahl eroberte. Und Elvine ist die Tochter von Berrine Jurest, ebenfalls sehr belesen und schlau.
Interessant ist, dass alle vier Protagonisten während ihrer abenteuerlichen Erlebnisse neue Freunde finden, die sie unterstützen. Bei Ruhlin ist es vor allem Aleida, bei Thera ist es die mysteriöse Lynnea, die einen guten Draht zu Tieren hat. Felnir findet schließlich den äußerst seltsamen Wohtin, und Elvine lernt ihren Bruder kennen, der wie sie selbst ein Kind von Alwyn Scribe ist.

Felnir und Elvine entdecken die versteckten Gewölbe der Altvahr, den Göttern von Ascarlia. Dabei finden sie offenbar magische Artefakte, die im weiteren Verlauf der Geschichte sicher noch eine Rolle spielen werden.

Ein neuer Feind ist aufgetaucht, der Ascarlia erobern will: die Nihlvarianer. Sie kommen von jenseits der Feuerinseln und sind sehr zahlreich. Ruhlin macht als einer der Ersten ihre unangenehme Bekanntschaft. Theras Zukunft ist noch unklar, aber ich denke, sie wird weiterkämpfen. Felnir hat vom uralten Wohtin viel erfahren, was ihm in Zukunft sicher noch von Nutzen sein wird. Und Elvine wird vielleicht doch noch ihren Vater treffen, nachdem sie den schrecklichen Verrat einer Königin miterleben musste.

Hervorragend geschrieben und sehr spannend! Während der Pause bis zum zweiten Band der „Zeit des Zorns“ werde ich mir noch einmal die Trilogie vom „Stählernen Bund“ ansehen. Man kann natürlich diese Reihe auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Ist aber durchaus ein Vergnügen, wenn man sie trotzdem liest!

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Flut aus schwarzem Stahl