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Eversea - Ein einziger Moment von Boyd Natasha

Eversea - eine junge Liebe

Eversea - Ein einziger Moment:
Der junge Hollywood-Schauspieler Jack Eversea ist ein armer Kerl: Seine Freundin, ebenfalls Schauspielerin, betrügt ihn mit ihrem neuen Regisseur. Da er ebenfalls ziemlich bekannt ist, zerreißt sich die Klatschpresse das Maul über ihn. Er flüchtet nach Butler Cover in South Carolina in das Haus von Freunden, in der Hoffnung, dort unerkannt ein paar Tage oder Wochen seine Ruhe zu haben und wieder zu sich selbst zu finden.

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Bereits an seinem ersten Abend erkennt ihn die Kellnerin Keri Ann, als er sich im Restaurant etwas zu Essen bestellt. Keri Ann lässt sich nicht beeindrucken von Jack und bietet ihm auch mit Worten Paroli, da sie selbst ganz andere Sorgen hat als Probleme mit Männern. Sie muss sich um das alte Haus kümmern, während ihr Bruder Joey Medizin studiert. Sobald er fertig ist, kann Keri Ann an ihre Zukunft denken.
Jack ist erst mal erleichtert, dass Keri Ann ihn nicht "verpfeift" und sogar für ihn zum Einkaufen geht, damit er weiterhin unerkannt bleiben kann. Er wiederum bietet Keri Ann Hilfe an bei der Haus-Renovierung.
Im Lauf der Tage entwickeln Jack und Keri Ann tiefere Gefühle füreinander, auch wenn Jack immer wieder betont, dass er zurück nach Hollywood muss und dort Verträge zu erfüllen hat, die auch ein gemeinsames Auftreten mit seiner (Ex-) Freundin Audrey beinhalten...

Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich durfte Höhen und Tiefen, Glück und Trauer mit Keri Ann und Jack durchleiden. An sich erzählt die Geschichte ja nichts Neues, "normales Mädchen trifft Superstar" gab es ja schon öfter. Der Schreibstil von Natasha Boyd hat mir sehr gut gefallen, er hat mich in die Geschichte "mitgenommen" und ich mochte es, wie sie ihre Idee erzählt.
Das letzte Kapitel endet mit einem richtigen Paukenschlag. Wie es weitergeht erfahren wir erst in Teil 2, auf den wir noch bis September warten müssen. Zu lang, finde ich...
Auf jeden Fall habe ich Appetit auf das Nachfolgebuch bekommen !!
Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

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Eversea - Ein einziger Moment

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Zwei fürs Leben Roman von Hanel Julia

Wunderschöne Geschichte für einen tollen Lesetag

Julia Hanel hat mit "Zwei fürs Leben" ihren ersten Roman verfasst.

Zum Cover:
Das Cover zum Buch zeigt einen Nachthimmel und die Skyline eines Ortes, links und rechts sieht man die Silhouetten von Ben und Anni, mit rotem Herzchen auf der Brust. Auf der Rückseite des Buches, die fast genauso aussieht wie die Vorderseite, sieht man beispielhaft einen Dialog, wie ihn Anni und Ben im Buch sehr oft führen.

Dank des Covers ist sofort zu erkennen, dass das Buch in die Kategorie Frauenroman/Liebesroman gehört. Ich finde das Cover wunderschön, mich würde es im Buchladen wie magisch anziehen !!

Zum Buch:
Anni erwacht im Krankenhaus aus dem Koma und hört auf einmal eine Stimme im Kopf. Diese Stimme gehört Ben, einem Architekten, der selbst im Koma liegt. Nur für ein paar Minuten können sich die beiden unterhalten, dann ist es wieder vorbei. Durch die täglichen Dialoge erfährt der Leser viel aus dem Leben von Anni und Ben. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Anni einen Freund hat und Ben verheiratet ist. Und trotzdem schließen Anni und Ben Freundschaft. Bis auf einmal der Kontakt abbricht... und später wiederkommt.

Die Dialoge von Anni und Ben sind frisch und unterhaltsam, und die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch wird teilweise aus Anni's Perspektive erzählt, teils aus Ben's Sicht. Die Dialoge, die die beiden im Kopf führen, sind gut als solche zu erkennen, da sie in einer anderen Schriftart gedruckt wurden.
Nur manchmal war es für mich nicht leicht, die Dialoge dem richtigen Gesprächspartner zuzuordnen, das gelang mir manchmal erst bei erneutem Lesen.
Dass diese Geschichte ein Happy End haben muss, versteht sich von selbst. meiner Meinung nach hätte auch nichts anderes gepasst. Nur finde ich, es ist ein bisschen plötzlich gekommen, ich hätte noch gern mehr darüber gelesen, wie es Anni und Ben ergeht, als sie sich tatsächlich dann treffen. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Fortsetzung der Geschichte? Liebe Frau Hanel, ich habe Appetit auf mehr... !!!

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Lektüre für einen tollen Lesetag. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und schwuppdiwupp war ich auch schon fertig. Das Buch hat mich großartig unterhalten. Geeignet für LeserInnen von Frauen- und Liebesromanen, der Rest möge die Finger davon lassen.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen (einen Stern ziehe ich ab, weil mir das Ende zu abrupt kam).

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Zwei fürs Leben Roman

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Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman

Hannah und die Versöhnungssteine

Klappentext:
Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt.

Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat...

Hannah Farr ist Fernsehmoderatorin mit einer eigenen Sendung in New Orleans. Sie erhält die tolle Chance, für einen großen Sender in Chicago zu arbeiten. Das will sie aber eigentlich gar nicht, da sie in den Bürgermeister von New Orleans verliebt ist. Wäre da nicht auch noch seine Tochter... Und dann gibt es da noch den Brief mit den Versöhnungssteinen, den Hannah schon vor langer Zeit erhalten hat. Hannah weiß nicht so recht, was sie eigentlich möchte, sie bewirbt sich bei dem Fernsehsender in Chicago mit einem Expose über die Versöhnungssteine. Damit tritt sie eine gewaltige Lawine los...

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht, das Buch hat sich recht flüssig lesen lassen.
Dagegen wurde ich mit Hannah nicht recht warm. Je weiter ich im Buch kam, umso mehr nervte mich die Hauptprotagonistin. War sie mir am Anfang noch sehr sympathisch, so verzettelte sie sich im Lauf des Buches immer mehr und wurde immer naiver. Manchmal habe ich nur noch den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie sie es wohl angestellt hat, überhaupt so erfolgreich zu werden. Andere Charaktere des Buches hingegen waren mir sehr sympathisch, so z.B. Jade, die Maskenbildnerin. Die erschien mir "echt", nicht so aufgesetzt.
Was mich aber am Meisten gestört hat: Genau DAS Thema, weswegen Hannah sich mit ihrer Mutter zerstritten hatte, blieb unaufgeklärt. Ich finde, dieser Punkt hätte unbedingt geklärt werden sollen, dann würde mich das Buch nicht so unbefriedigt zurücklassen.

Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Von mir gibt's 3 Sterne dafür.

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Nur einen Horizont entfernt

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Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman

Medizin-Abenteuer zwischen 1492 und der Gegenwart

"Tochter der Drachenbaums" von Susanne Aernecke ist im Mai 2015 im Alyna-Verlag erschienen.
Das Buch ist ein hochwertiges Taschenbuch mit Klappen und umfasst 582 Seiten.
Auf den Innenseiten des Einbands findet man sowohl vorne als auch hinten im Buch eine Karte, auf der man die Reise-Wege von Iriomé bzw.

Romy nachvollziehen kann.
Vorn im Buch findet man eine Buchbeschreibung, hinten sind die Hauptfiguren aus Vergangenheit und Gegenwart aufgeführt.

Das Buch beginnt mit Romy, einer Augsburger Ärztin, die in der Medizin-Forschung arbeitet. Romy ist mutterseelenallein zum Klettern unterwegs, ohne ihre Partnerin Thea. Das Wetter ist alles andere als ideal, es ist Winter, die ihr bekannte Kletterroute ist aber eisfrei. Es geht aber trotzdem nicht alles glatt, Romy erleidet eine Panikattacke und stürzt fast 10m in die Tiefe. Als sie einige Stunden später wieder zu sich kommt, ist sie wie durch ein Wunder unverletzt, hatte aber einen komischen, für sie sehr realen Traum. Von diesem Traum erzählt sie ihrer Freundin Thea, die schwer an Krebs erkrankt in einer Augsburger Klinik liegt. Sie nimmt an einer Studie für ein neues Medikament teil, allerdings scheint dieses neue Mittel auch nicht sicher zu sein. Die Pharma-Firma möchte dieses neue Medikament unbedingt durchboxen, koste es was es wolle...

Der zweite Erzählstrang spielt 1492 auf der Insel La Palma. Dort lebte Iriomé, 17 Jahre alt und eine der Schülerinnen der obersten Hohepriesterin. Sie braut nach den Angaben der Hohepriesterin einen (Zauber-) Trank. Die Hohepriesterin trinkt ihn und sagt dann die Zukunft für das nächste Jahr vor. Nun aber stirbt die Medizinfrau, weil sie in der Zukunft viele grausame Dinge sieht und nicht mehr weiterleben will. Vor ihrem Tod ernennt sie aber noch Iriomé zu ihrer Nachfolgerin.

Das Buch erzählt vor allem Iriomé's Geschichte, die damals den spanischen Eroberern in die Hände fällt. Sie verliebt sich in einen Spanier, rettet ihm sogar das Leben und wird später schwanger von ihm. Ihre Liebe hat aber keine Chance, da Joaquin auf der Seite der Spanier bleibt. Iriomé wird versklavt und muss vor der Inquisition durch ganz Spanien flüchten. Sie muss außerdem das Geheimnis von Amakuna, dem mysteriösen Pilz mit heilsamen Kräften, bewahren.
Romy, die Laborärztin, beginnt ihrem Traum nachzuforschen und fliegt schließlich mit ihrer Freundin Thea, die die Therapie abbricht, nach La Palma. Dort begeben sich die zwei Frauen auf die Suche nach Amakuna, dem Pilz, und finden diesen schließlich auch. Thea wird sogar nach der Einnahme des Pilzes gesund. Auf diese Entdeckung geht es Romy ähnlich wie vor 500 Jahren auch Iriomé, sie wird gejagt und muss sich gegen mächtige Gegner wappnen...

Das Buch erzählt abwechslungsreich die Erlebnisse der beiden Frauen, wobei mir persönlich der historische Teil um Iriomé besser gefallen hat. Ich finde die Verfolgung und Unterjochung der Juden, der Mauren und der Naturvölker wie die Guanchen von Iriomés Stamm durch die spanische Inquisition sehr packend beschrieben. Dagegen bleibt Romy's Geschichte in der Gegenwart etwas farblos, auch wenn der Kampf der Pharma-Firmen um neue Medikamente sicherlich treffend beschrieben wurde.
Mir hat das Buch gefallen, es bekommt von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Erwähnen sollte ich noch, dass die Geschichte um den Pilz Amakuna weitergeht, die Autorin arbeitet bereits an der Fortsetzung. Ich denke, ich werde auch die Fortsetzung lesen.

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Nur einen Horizont entfernt

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Die Suche Thriller von Louth Nick

Spannender, lesenswerter Thriller um das Thema Malaria

Der Autor:

Nick Louth ist Wirtschaftsjournalist und ehemaliger Auslandskorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters. Während seiner Zeit bei Reuters lebte er unter anderem in Amsterdam. Dort wurde er bei einem Mediziner-Kongress auf das Thema Malaria und das mangelnde Interesse der Pharmakonzerne aufmerksam.

Nick Louth ist verheiratet und lebt in Lincolnshire, England.

Klappentext:

Eine entführte Wissenschaftlerin. Ein Mann, der sie fieberhaft sucht. Eine Bedrohung von internationalem Ausmaß.

In Amsterdam sterben Menschen. Jeden Tag werden es mehr. Malaria breitet sich in der Stadt aus, übertragen von gezielt ausgesetzten Mücken. Eine könnte helfen: Die Wissenschaftlerin Erica Stroud-Jones steht kurz vor dem Durchbruch in der Malaria-Forschung. Doch sie ist spurlos verschwunden - alles deutet auf eine Entführung hin. Ihr Freund Max Carver sucht in der Amsterdamer Unterwelt nach ihr. Max muss wissen, woran Erica zuletzt gearbeitet hat, nur so lässt sich die Katastrophe aufhalten. Seine Suche führt ihn immer tiefer in Ericas Vergangenheit. Was hat sie in den 90er Jahren in Afrika gemacht? Und was hat das mit der Malaria-Epidemie zu tun? Max muss feststellen, dass er Erica kaum gekannt hat, denn was er über sie herausfindet, ist lebensgefährlich ...

Meine Meinung:

In diesem Thriller dreht sich alles ums das Thema Malaria. Wie erschreckend einfach es ist, solch eine tödliche Krankheit überall auf der Erde einzuschleusen, zeigt uns der Autor mit seinem Buch.

Zu Anfang des Buches verschwindet Erica, eine Wissenschaftlerin und die Freundin von Max Carver, spurlos, und das vor einem für sie sehr wichtigen Kongress, wo sie eine neue bahnbrechende Entwicklung im Kampf gegen die Malaria präsentieren will. Ihr Freund Max glaubt nicht, dass Erica einfach abgereist ist, aber die Polizei schenkt ihm keinen Glauben. Max sucht auf eigene Faust und gerät in einen Strudel aus ziemlich viel brutaler Gewalt und Blutvergießen.

Das Buch erzählt in 2 Zeitebenen, die eine erzählt in Form von Tagebuch-Einträgen von Ereignissen aus dem Jahr 1992, als Erica in Africa tätig war. Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 2002, als der Kongress in Amsterdam stattfindet.

Die Spannung bleibt durch das ganze Buch erhalten, der Autor versteht es sehr gut, immer wieder neue Hinweise einzustreuen. Bis zum Schluss kommt man nicht drauf, wer denn eigentlich der "Bösewicht" ist, das klärt sich tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Die Lösung ist aber sehr gut gemacht und schlüssig.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, ich finde es lesenswert. Sowohl das Thema Malaria als auch die Kämpfe in Afrika sind auch im Jahr 2015 immer noch aktuell. Ich vergebe 4,5 Sterne für "Die Suche".

Wer mit der Darstellung von brutaler Gewalt ein Problem hat, der sollte allerdings die Finger von diesem Buch lassen.

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Die Suche Thriller

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Die Suche Thriller von Louth Nick

Brutaler Schweden-Krimi mit irreführendem Titel

Der Autor:
Stefan Ahnhem, geboren 1966, ist ein bekannter schwedischer Drehbuchautor, unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm. Mit seinem Debüt ?Und morgen du? schaffte er auf Anhieb den Sprung auf die Bestsellerliste.

Das Buch:
?Herzsammler? von Stefan Ahnhem ist im Juli 2015 als Taschenbuch im List Verlag erschienen.

Das Cover:
Das Cover zeigt einen leeren Steg, der in einen See führt. Unter dem Bild steht auf dunklem Hintergrund der Buchtitel in großgeschriebenen, etwas krakeligen weißen Druckbuchstaben. Für mich nicht sehr auffällig, hat aber große Ähnlichkeit mit den Covern von anderen Schweden-Krimis.

Klappentext:
Stockholm, kurz vor Weihnachten. Schnee und eisige Kälte haben die Stadt fest im Griff. Kommissar Fabian Risk hat mit Eheproblemen zu kämpfen, seine Frau Sonja möchte sich scheiden lassen. Risk muss sich alleine um die beiden Kinder kümmern. Aber dann wird er zu einem brisanten Fall gerufen: Der Justizminister ist verschwunden. Er hat nach einer Debatte den Reichstag verlassen, kam aber nie bei dem auf ihn wartenden Auto an. Risk findet den Minister, doch zu spät: Er wurde brutal ermordet. Und es bleibt nicht bei dieser einen Entführung. Gleichzeitig wird in Kopenhagen eine Frau umgebracht. Die junge Polizistin Dunja Hougaard ermittelt, muss sich dabei aber mit den unwillkommenen Avancen des Polizeichefs herumschlagen. Der sabotiert den Fall, wo er nur kann. So fällt keinem die Ähnlichkeit zu der Mordserie im Nachbarland Schweden auf. Bis es fast zu spät ist.Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Fall.

Meine Meinung:
Das Buch ist grausam, brutal, es gibt sehr viele Handlungsstränge, die es einem nicht leicht machen, dem Geschehen zu folgen.
Ich hatte jedenfalls meine liebe Mühe damit, einordnen zu können was wo passiert. Zum Beispiel: Helsingborg/Helsingör klingt sehr ähnlich, die Orte sind aber in zwei verschiedenen Ländern. Der Autor legt immer wieder falsche Fährten, die den Leser in die Irre führen, um was es eigentlich geht, das klärt er erst ganz zum Schluss. Die Ermittler finde ich nicht so realistisch gezeichnet. So wie z.B. Malin Rehnberg, die hochschwanger, 2 Monate vor der Geburt von Zwillingen, noch im Außendienst ermittelt und schließlich auch in eine lebensbedrohliche Situation gerät. Ist das tatsächlich in Schweden so? Fabian Risk kann in einer sehr bedrohlichen Situation zum Ende des Buches nicht schießen? So einer ist Polizist? Für mein Verständnis sind diese Personen nicht sehr gut getroffen, ich konnte nicht warm werden mit ihnen.
Was mich aber am Meisten gestört hat:
Die Handlung von ?Herzsammler? spielt im Jahr 2009, also VOR ?Und morgen du?, ist also eigentlich der 1. Fall von Fabian Risk und nicht der 2. Fall. Wieso die Bücher in falscher Reihenfolge erschienen sind, verstehe ich nicht. War das nur in Deutschland so, oder hat der Autor ?Herzsammler? tatsächlich erst später geschrieben? Das (letzte) Kapitel X in ?Herzsammler? habe ich nicht verstanden, bis ich ein paar Rezensionen zu ?Und morgen du? gelesen habe. Das ist eindeutig die Überleitung zum Buch ?Und morgen du?.
Der ursprünglich angekündigte Titel ?Was dir nicht gehört? hätte meiner Meinung nach viel besser zum Geschehen gepasst.

Kein Buch für zartbesaitete Menschen.
Von mir gibt es für diesen Krimi 2 Sterne.

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Die Suche Thriller

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Die Suche Thriller von Louth Nick

Spannender Krimi mit Bezug zum 2. Weltkrieg

Die Autorin:
Elke Pistor, Jahrgang 1967, schreibt Kriminalromane, arbeitet als Seminartrainerin und leitet Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln.
Das Buch:
?Treuetat? ist im Juli 2015 als Taschenbuch im Ullstein Verlag erschienen. Es ist der 2. Fall für Verena Irlenbusch und das Nachfolgebuch zu ?Vergessen?.

Das Cover:
Das Cover erinnert an einen Grabstein, auf dem verwelkte Blumen liegen. Der Titel ?Treuetat? passt zum Inhalt des Buches.

Leonie Ritte, genannt Leo, fängt nach längerer Erkrankung stundenweise wieder im Polizeidienst an. Sie muss mit Verena Irlenbusch, ihrer früheren Teamkollegin, und Christoph Todt im Team zusammenarbeiten. Verena kümmert sich um ihre an Alzheimer erkrankte Oma und gerät dabei immer wieder in Konflikte mit sich selbst, weil sie Arbeit und Privatleben kaum mehr unter einen Hut bringt. Christoph Todt leidet noch unter dem Selbstmord seiner Frau und muss sich nun wieder um die gemeinsame Tochter kümmern. Leo Ritte leidet immer noch unter den Beeinträchtigungen ihres furchtbaren Motorradunfalls, wird aber vom Arzt wieder als dienstfähig eingestuft und kann in ihren alten Beruf zurück.
Das Team muss sich um den Tod eines verunglückten Journalisten kümmern, wobei am Anfang nicht klar ist, ob es sich um einen Unfall oder Mord handelt. Ein Verdächtiger flüchtet und das Team sollte ihn dringend finden? Weitere Morde geschehen, aber wie hängen der Mord an einer Bibliothekarin, einer Fußpflegerin und dem Journalisten zusammen? Dann erfährt Verena auch noch, dass ihr Großvater im Krieg bei der NSDAP war. Hat Oma Ruth ihrer Enkelin Verena nicht die Wahrheit über ihren Großvater erzählt? Und wer ist das Kind, dessen Kriegs-Erlebnisse immer wieder geschildert werden?
Allen diesen Fragen dürft ihr selber auf den Grund gehen, dazu verrate ich nichts weiter.

?Treuetat? ist ein leiser Krimi, in dem es zwar Tote gibt, aber nicht viel Gewalt. Elke Pistor erzählt viel aus dem Umfeld der Protagonisten, ich konnte mich gut in die einzelnen Personen ?hineinfühlen?. Vor allem in Verena, die sehr mit sich und der Alzheimer-Erkrankung ihrer Oma zu kämpfen hat (vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die gleiche Problematik in meiner Familie). Das Buch hat mich gut unterhalten, es war fesselnd geschrieben und schnell zu lesen. Ich habe es nur ungern aus der Hand gelegt. Zum Ende des Buches fügen sich die verschiedenen Morde stimmig zu einer Lösung zusammen. Ich fand es aber sehr schade, dass eine wichtige Frage nicht beantwortet wurde. Vielleicht folgt die Lösung ja im nächsten Buch?
Das Vorgängerbuch ?Vergessen? kenne ich noch nicht, man muss es auch nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen.
4 Sterne und eine klare Leseempfehlung gibt es von mir.

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Die Suche Thriller

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Ich hätte es wissen müssen von Leveen Tom

Lesenswertes Buch über Cybermobbing und seine möglichen Folgen

"Ich hätte es wissen müssen" von Tom Leveen ist im Juli 2015 im Hanser Verlag erschienen. Das Buch ist 206 Seiten dick und zeigt auf dem Hochglanz-Cover ein blondes Mädchen, das verunsichert auf ein Handy in ihrer Hand starrt.

In dem Buch dreht sich alles um eine einzige Nacht. Nämlich die Nacht vor der Gerichtsverhandlung, die Victoria "Tori" Hershberger vor sich hat.

Tori wird beschuldigt, mit ein paar anderen Jugendlichen einen Jungen namens Kevin Cooper in den Selbstmord getrieben zu haben. Das alles ist im Internet passiert, sie und die anderen Jugendlichen haben Kevin dort gemobbt und als schwul bezeichnet.
Toris Leben ist alles andere als einfach. Die Presse sitzt ihr und ihrer Familie im Nacken, sowohl die Eltern als auch ihr Bruder Jack sind aufgrund der Situation genervt ohne Ende. Tori sitzt seit Wochen zuhause und hat so gut wie keine Kontakte mehr. Den Computer und das Iphone haben ihr die Eltern weggenommen, sie hat nur noch ein altes Klapphandy, auf dem keine Rufnummern ihrer Freunde gespeichert sind. Wobei sich auch seit Wochen keiner ihrer Freunde mehr bei ihr gemeldet hat.
Der einzige Freund ist Noah, der Am vorabend der Verhandlung noch versucht, Tori Mut zuzusprechen.
Nach Mitternacht bekommt Tori dann noch einen Anruf. Am Telefon ist aber niemand, den Tori kennt, Der Anrufer heißt Andrew und behauptet, sich umbringen zu wollen. Tori steckt nun in der Klemme: Soll sie versuchen ihn vom Selbstmord abzuhalten? Ausgerechnet sie, die ihrem Freund Kevin das Leben so schwer gemacht hat, dass er nicht mehr leben wollte?
Tori lässt sich darauf ein und spricht mit Andy. Über das, was ihm passiert ist. Warum er mit seinem Auto in den Abgrund fahren will. Die ganze Nacht lang. Sie beginnt, sich auch mit ihrem Leben auseinanderzusetzen. Mit der Zeit erfährt man immer mehr von Toris Vergangenheit, in Auszügen tauchen auch immer mehr facebook-Postings auf, die Tori mit Kevin geführt hat.

Tori wollte eigentlich nur zu den beliebten Schülern gehören und hat daran teilgenommen, schwächeren und unbeliebteren Schülern das Leben schwer zu machen.
In diesem schweren Fall hat das mit dem Tod eines Menschen geendet. Das Buch führt uns vor Augen, wie Mobbing heutzutage gemacht wird. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch in den Schulen als Schul-Lektüre gelesen werden, um den Jugendlichen die Gefahr des (Cyber-) Mobbings vor Augen zu führen.
Schuldig oder nicht schuldig: Die Grenzen sind fließend, auch Tori muss sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen und ihre Schlüsse daraus ziehen.
Was in der Gerichtsverhandlung passiert, erfährt man nicht mehr, das Buch endet vorher. Überrascht hat mich das Ende trotzdem, und zwar positiv. Das war so nicht vorauszusehen.
Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der sich mit diesem aktuellen Thema befasst. Lest das Buch auch mit euren Kindern und führt ihnen die Gefahren vor Augen !!
Ich vergebe die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Ich hätte es wissen müssen

Rezensionen von Glanzleistung:

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Big Magic von Gilbert Elizabeth

Spirituelle Gedanken einer Autorin

BIG MAGIC ist kein klassischer Ratgeber, wie es der Titel vielleicht vermuten lässt. Die Autorin Elizabeth Gilbert schildert dabei eher in einer Art authentischem Erfahrungsbericht von ihrem Leben als Autorin, der Inspiration zum Schreiben und der Suche nach Ideen. Unterlegt wird das Ganze mit diversen Anekdoten über mehr oder weniger bekannte Autoren, Verleger und Bekannte der Autorin.

Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel mit verheißungsvollen Überschriften wie Vertrauen, Beharrlichkeit oder Göttlichkeit. Ein durchlaufend roter Faden ließ sich dabei aber nur schwer erkennen. Mrs. Gilbert greift vielmehr Gedanken wiederholt auf, verstrickt sich in Widersprüche und sagt selbst, dass BIG MAGIC nicht primär für den Leser sondern eher für sie selbst bestimmt ist. Warum sie nicht gleich ein Tagebuch daraus gemacht hat, bleibt offen.

Anfangs noch erwartungsvoll, langweilten mich ihre Aussagen leider immer mehr und die Lektüre verlief äußerst schleppend. Titel, Cover und auch der Klappentext versprühen eine gewisse Lebensfreude und Energie, die das Buch keinesfalls rüberbringt oder erfüllt. Oft schweift sie in die Welt des Spirituellen und Esoterischen ab.

Fazit: Ein netter Tatsachenbericht über die Arbeit einer Autorin aber keinesfalls eine durchdachte Aufforderung an den Leser. Damit das eigene Leben gelingt, benötigt man nicht unbedingt BIG MAGIC.

Lieblingszitat: "Geschafft ist besser als gut." (Womit auch alles gesagt wäre)

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Big Magic

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Liebten wir von Nina Blazon

Wow, was für eine tolle Geschichte !!

Moira, genannt Mo, ist Fotografin. Sie hat ihren ganz eigenen Blick durch ihre Kamera. Mit ihrer eigenen Familie hat sie Probleme, aber sie träumt davon, in die Familie ihres Freundes Leon aufgenommen zu werden. Dieses Familientreffen geht allerdings ziemlich in die Hose, und Mo ist auf einmal auf der Flucht.

Mit dabei: Leons Großmutter Aino. Die will unbedingt nach Helsinki, Finnland, in ihre alte Heimat, und dort nach ihrer Freundin Matilda aus Jugendtagen suchen, die sie auf einem Bild einer finnischen Künstlerin in deren Ausstellung erkannt hat.
Mo und Aino könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch raufen sie sich auf dieser chaotischen Reise nach Finnland zusammen und versuchen, hinter das Geheimnis der verschwundenen Freundin zu kommen. Sowohl Mo als auch Aino müssen mit der Zeit zwangsläufig immer mehr Geheimnisse aus ihren Leben preisgeben und unterstützen sich trotz aller Unterschiede gegenseitig.

Meine Meinung:
Ich bin immer noch ganz platt von diesem Buch. Eigentlich weiß ich gar nicht, wie ich es beschreiben soll, denn nie im Leben hätte ich geahnt, wohin mich die Autorin mit ihrer Geschichte schickt. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht, obwohl sie ja schon einige Jugendromane verfasst hat. "Liebten wir" ist ihr erster Erwachsenen-Roman, und der ist echt toll geworden. Liebesroman, Krimi, Weltkrieg, alles mit dabei. Die Beschreibung der Finnen ist göttlich (ich kenne zwar keine Finnen und war auch noch nie in deren Land, aber die Beschreibung deren Eigenheiten ist so bildhaft, dass ich mir das sehr gut vorstellen konnte).
Mehr zum Buch möchte ich eigentlich gar nicht mehr verraten, das soll jeder selbst lesen, der Lust auf dieses Buch bekommen hat.

Für mich ein Highlight dieses Jahres, dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Liebten wir