Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Renate Geissler:
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Piratenalarm am Traumschiff !
Ein sprachgewaltiger Roman.
Eine hinreißende Satire.
Das ist Urlaubslektüre vom Feinsten !
Rezensionen von Iloenchen:
Totenhaus von Bernhard Aichner
Langwierig und ohne richtige Spannung
Die Bestatterin Blum kann immer noch nicht glauben, was sie sieht. Sich selbst, plastiniert und auf einem Zebra sitzen. Und dann werden plötzlich Leichtenteile gefunden, in Särgen, die sie unter die Erde gebracht hat. Sie muss fliehen aber der Ort, an dem sie Zuflucht sucht, ist keineswegs das Paradies auf Erden, wie sie ursprünglich gedacht hat.
Totenhaus ist der zweite Band, in dem es um die Bestatterin Blum geht. Ich habe das erste Buch nicht gelesen und vielleicht fehlt mir deswegen ein bisschen der Kontext, aber richtig fesseln konnte mich Bernhard Aichner mit seiner Geschichte nicht. Dies lag zum einen am Schreibstil. In den ersten Kapiteln fand ich es noch spannend, dass der Autor viele Wiederholungen, Aufzählungen, Listen benutzt, um die aufgewühlte Gefühlswelt von Blum zu beschreiben. Dann wurde es anstrengend. Nach ungefähr der Hälfte, musste ich das Buch zur Seite legen und eine Woche Pause einlegen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich habe es geschafft, den Roman zu beenden, aber ich musste mich durch die letzten Kapitel quälen.
Durch den merkwürdigen Schreibstil kommt leider keine richtige Spannung auf. Leute werden umgebracht, es werden Fragen aufgeworfen, aber die Antworten haben mich wenig interessiert. Vielleicht lag dies auch daran, dass mir alle Figuren immer blass erschienen. Ich weiß noch viel zu wenig über Blum. Durch den komischen Stil erschien sie mir fremd und das hat sich auch das ganze Buch über nicht geändert. Da ist eine Hauptfigur, die nicht menschlich wirkt. Was mir fehlte waren kleine Details, irgendetwas, das normale Menschen tun. So konnte ich mich nicht mit ihr identifizieren und ihr Schicksal hat mich immer weniger interessiert.
Vielleicht muss man den ersten Band gelesen haben, um Totenhaus gut zu finden. Ich rate jedenfalls allen, sich erst mal die Leseprobe anzugucken und dann zu entscheiden, ob dieses Buch lesenswert erscheint oder nicht.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Leichter flockiger Freizeitmix
Man nehme ein paar schräge Gedanken von Arto Paasilinna, lege ein bisschen von der tiefgründigen Leichtigkeit einer Vea Kaiser in den Topf und mixe das Ganze so durch, dass- wie bei Jonas Jonasson - der erzählerische Spannungsbogen aus leichter Tiefgründigkeit unterbrochen von herzerfrischender Situationskomik über knapp 600 Seiten nie nennenswert abflacht.
Ein großes Kompliment an Martin Amanshauser zu diesem Roman, den ich im Urlaub in wenigen Tagen gelesen habe; vor allem getrieben aus der Neugier, welche teils sarkastischen, teils skurrilen Sequenzen denn nun als Nächstes kommen. Freizeitlektüre für jede Gelegenheit auf sehr hohem Niveau, gepaart mit Schmunzel- und Lachgarantie.
Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Geniale Idee trifft langatmige Ausführung
Der Roman besticht durch seine geniale Idee, zwei Schiffe bzw. deren Besatzung aus zwei verschiedenen Jahrhunderten im Sinne eines "culture clash" zusammenkommen zu lassen. Leider erscheint mir die Ausführung dieser Idee aus Gründen der Langatmigkeit nicht so ganz zu gelingen. Das ständige Wiederaufbereiten der irreführenden Begegnungen bzw.
Situationen bringt die Story zum Ermüden. Zur Langatmigkeit gesellt sich dann auch noch die Vorhersehbarkeit der Ereignisse - man möchte zeitweilig aussteigen und das Buch zur Seite legen.
Auch der an sich recht amüsante Schreibstil des Autors leidet unter dem Zuviel vom Selben - Wortwitz und Situationskomik, die zweifellos vorhanden sind, werden durch ständiges Wiederholen zu Tode geschrieben.
Interessant wirds dann noch einmal im letzten Drittel, als der ansonsten lethargische Zyniker Fred sich aufmacht, seine Tochter aus den Händen der Seeräuber zu retten bzw. der Leserschaft die Ahnung vom Sinken der Atlantis zugeführt wird. Wer bis dahin durchhält wird mit einem spannungsgeladenen und diesmal unvorhersehbaren Ende der Geschichte belohnt.
Rezensionen von Wolferl:
Früher war ich jünger von Herr Kofler
Grandios
Herr (Wolfgang) Kofler ist nicht nur ein lustiger Zeitgenosse, wenn man ihn persönlich kennt, er scheint auch nichts in seinem Leben ausgelassen zu haben. Die 41 Geschichten sind kurzweilig, voller Wortwitz und garantieren für Lachen ohne Ende. Unbedingt lesen!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von WolferlRezensionen von kathiduck:
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid Roman von Backman Fredrik
Einfühlsames Buch über die Kraft der Phantasie
Die siebenjährige Elsa liebt Wikipedia und Superhelden wie X-Men und Harry Potter, doch da sie in der Schule von ihren Mitschülern drangsaliert wird, hat sie nur einen einzigen Freund: ihre 77-jährige, durchgeknallte, chaotische Oma, die ihre Nachbarn in den Wahnsinn treibt. Oma entführt sie mit ihren zauberhaften Märchen in das Fast-Noch-Wach-Land und vertreibt dadurch all ihre Sorgen.
Doch dann erkrankt Oma, die selbst Jahre lang als Ärztin praktizierte, an Krebs und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Aber Oma hat für Ritter Elsa noch einen letzten Auftrag, der darin besteht, Briefe an Menschen zu verteilen, bei denen sich Oma entschuldigen will. Allerdings wäre Oma nicht Oma, wenn sich hinter dieser Schatzsuche nicht etwas weitaus Größeres verbergen würde.
Frederik Backman sagt selbst "Perfekte Menschen sind langweilig", was er nach "Ein Mann namens Ove" mit seinen außergewöhnlichen Charakteren in seinem neuen Roman "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" erneut unter Beweis stellt, wofür er von mir fünf Sterne bekommt. Diese anrührende und amüsante Großmutter-Enkelin-Geschichte hat mir ein paar großartige Lesemomente beschert, bei denen ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte. Denn mit dieser Hommage an Astrid Lindgren, der Autorin, der Frederik Backman seine Liebe zum Lesen zu verdanken hat, schuf er ein, wie ich finde, Meisterwerk, denn es hat für mich alles was einen guten Roman ausmacht und noch soviel mehr. Mein persönliches Highlight des Buches waren die originell gestalteten Charaktere, da jeder für sich eine unvergleichliche Geschichte hat. So gibt es beispielsweise das Monster, welches sich als herzensguter Kriegsheld entpuppt, die schrullige Britt-Marie, die Meckerziege des Mietshauses, den brummeligen Taxifahrer Alf und nicht zuletzt Elsa. Dieses kleine Mädchen, das mehr Worte kennt als so manch ein Erwachsener, habe ich schon von Beginn an ins Herz geschlossen, wobei das Gefühl des Mitleids überwog. Mit der Zeit ist Elsa jedoch zu einer starken und bewundernswerten Persönlichkeit herangewachsen, die den Erwachsenen schlagfertig ihre Meinung sagt und ihnen dadurch ein Stück ihrer Selbst zurückgibt, besonders denen, die seelisch kaputt erscheinen. Neben den vielfältigen Charakteren war ich auch sehr von Frederik Backmans herzerwärmenden und empathischen Schreibstil beeindruckt, denn er versteht es ausgezeichnet, sich in ein siebenjähriges Mädchen hineinzuversetzen ohne dabei kindisch oder übertrieben zu erscheinen. Er entführt die Leser in eine Welt, in der es gelingt, mithilfe der Kraft der Phantasie das Vertrauen in sich selbst zu finden und sich den Problemen zu stellen. Dieses einfühlsame Meisterwerk voller komischer und überraschender Wendungen garantiert höchsten Lesegenuss, bei dem einem mit Sicherheit nicht langweilig wird.
Rezensionen von Ela_Ela:
Kissing von Bongard Katrin
Wieder ein gelungener Liebesroman von Katrin Bongard
Inhalt: Emmy ist wie Jane Austens Emma eine leidenschaftliche Kupplerin. Ihr neuestes Opfer: ihr bester Freund Julian. Der steht auf Jungs, und als Emmy den attraktiven Noah entdeckt, glaubt sie den perfekten Kandidaten gefunden zu haben. Doch Noah interessiert sich viel mehr für Emmy und scheint auch nicht der Sunnyboy zu sein, für den sie ihn hält.
Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen fühlt.
Ich habe "Loving" gelesen, da hab ich mir gedacht das ich mir "Kissing" nicht durch die Lappen gehen lassen kann. Und ich muss sagen der Roman ist der Autorin wieder hervorragend gelungen. Nur hat mir "Loving" einen Tick besser gefallen, aber es ist trotzdem wieder eine realistische Geschichte aus dem wahren Leben, diesmal ist sogar Homosexualität ein großes Thema. Was ich beeindruckend finde, da es immer häufiger vorkommt, das sich die Leute outen. Außerdem finde ich alle Charaktere (Emma, Julian, Fiona, Leo, Noah und ja sogar Kolja : D) sympathisch.
ACHTUNG SPOILER!!
Was ich auch faszinierend finde, dass die Autorin in diesem Buch kein Happy-End macht, obwohl das in allen Büchern von ihr normalerweise ist. Aber es gibt ja noch weitere Bände.
SPOILER ENDE
Außerdem finde ich das das Ende irgendwie offen bleibt, aber wie gesagt es folgen noch 2 weitere Bände.
Fazit: Ein gelungenes realistische Jugendbuch über die heutige Zeit. Über Freundschaft, wahre Liebe, Homosexualität und Familie. Einfach wundervoll und schnell zu lesen. Freu mich auf die weiteren Bände.
Serie:
1. Kissing
2. Kissing more (erscheint im Oktober 2015)
3. Kissing one more (erscheint im März 2016)
Rezensionen von HEYN Leserunde Andrée:
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Schräge Schiffpartie
Sehr witzig werden die gesellschaftlichen Probleme des 21. Jahrhunderts anhand einer aus dem Ruder laufenden Kreuzfahrt dargestellt. Eindeutig ein unterhaltsames Strandbuch. Die Geschichte berührt, unterhält und verführt zum Lachen, auch wenn man sich nicht gerne mit dem Leben anderer auseinandersetzt.
Schon die Namen der Hauptfiguren - Fred, Tamara, Amelie spiegeln eine Epoche wider.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Ein Pirat als Chronist in der Karibik
Ein moderner Luxusliner und eine Handvoll Piraten aus dem 18. Jahrhundert geraten in der Karibik durch einen heftigen Sturm offenbar in die gleiche Zeitebene.
Die gegenseitigen Missverständnisse sind vorhersehbar, selbst dem Gebildetsten unter den Piraten erscheint das Verhalten der modernen Freizeitgesellschaft unverständlich, und die heutigen Kreuzfahrer glauben ganz einfach nicht an echte altmodische Piraten.
Die Idee so einer Begegnung über Jahrhunderte hinweg hat ihren Reiz, sie bietet Gelegenheit für neue Sichtweisen, für Ironie und Kritik, und ist auch sprachlich gelungen.
Die Geschichte könnte ein Lesegenuss sein, wäre sie nicht so langatmig und ermüdend, wirklich spannende Momente ergeben sich für mich erst im letzten Drittel.
Ein Urlaubsbuch für Menschen mit viel Zeit und Geduld
Rezensionen von tweedledee:
Totenhaus von Bernhard Aichner
Gelungene Fortsetzung
Mit "Totenhaus" hat Bernhard Aichner den zweiten Teil seiner Trilogie um die etwas schräge Bestatterin Blum herausgebracht. Der erste Band "Totenfrau" war eines meiner Lesehighlights, sowohl was den Schreibstil als auch die Intensität der Handlung und Personen betraf. Deswegen war ich auf die Fortsetzung wirklich sehr gespannt.
Es geht auch schon im Prolog heftig los, eine spätere Szene wird vorweggenommen und meine Neugier war geweckt. Wie konnte sich Blum in diese ausweglose Situation bringen?
Das Leben von Blum scheint nach den den Ereignissen aus Teil 1 in ruhigen Bahnen zu verlaufen, bis auf den Tag an dem sie ein Foto einer plastinierten Leiche in einer Zeitschrift entdeckt. Ein Kunstwerk, das eine Symbiose aus Frau und Zebra zeigt. Eine Frau, die Blums Gesichtszüge trägt. Blum wird völlig aus der Bahn geworfen, sie muss unbedingt wissen, was es mit dieser Frau auf sich hat, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Bei ihren Nachforschungen bringt sie sich Lebensgefahr, da ihre Vergangenheit inzwischen aufgeflogen ist steht sie jetzt auch noch auf der Fahndungsliste der Polizei.
Der Autor ist im zweiten Teil seinem Schreibstil treu geblieben, der etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber sehr intensiv wirkt. Schon nach den ersten Seiten war mir die Handlung aus Teil 1 wieder präsent. Wobei es aus meiner Sicht unerlässlich ist, den ersten Teil zu kennen. Ohne das Vorwissen um Blums Charakter und der Ereignisse, die sie zu der Frau gemacht haben die sie jetzt ist, dürfte es schwer sein, sich in die Handlung einzufinden oder Nähe zu Blum aufzubauen. Denn Blum ist eine Ausnahmeprotagonistin, eine etwas verschrobene Frau, die trotz ihrer Morde nicht unsympathisch rüberkommt. Ihr Handeln war teilweise schwer nachzuvollziehen, mehr als einmal dachte ich "Blum, denk doch erst mal nach bevor du handelst".
Die Geschichte ist teilweise hart an der Grenze des Ertragbaren, schockierend. Ein neuer, absolut kranker Charakter spielt eine wichtige Rolle und natürlich gibt es auch wieder einige Tote. Die Handlung spielt teilweise in einer wirklich abgedrehten Location, die mich an "Shining" erinnert hat und Gänsehaut erzeugt. Hier hatte ich Kopfkino vom Feinsten.
Spannungstechnisch hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen, auch wurden für mein Empfinden nicht alle Fragen geklärt. Auf den dritten Teil bin ich jedenfalls gespannt.
Fazit: Etwas schwächerer Teil als der erste, trotzdem lesenswert und ein Leseerlebnis. Wer einen Thriller abseits des Mainstream lesen möchte ist hier gut beraten.






