Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulgu1978:
Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen
Ein neuer Oxen
Interregnum ist der siebente Band der Oxen-Reihe. Für mich war es der erste Band, den ich gelesen habe.
In den ersten Oxen-Büchern ging es darum, den Danehof zu zerschlagen. Bei dem Danehof handelt es sich um einen skrupellosen, mächtigen Geheimbund, der aus einflussreichen Persönlichkeiten in Dänemark besteht.
In Interregnum gibt es Personen, die den Danehof wiederbeleben wollen, was der Elitesoldat Oxen mit Mossmann und Franck verhindern will.
In einem zweiten Erzählstrang geht es um Oxens Sohn, der von einer Bande bedroht wird und für zusätzliche Spannung sorgt.
Beide Geschichten werden mit sympathischen Protagonisten auf ca. 600 Seiten erzählt. Für mich war es ein solider Krimi, der sich gut und interessant lesen lässt, aber auch seine Längen hat. Viele alltägliche Situationen werden für meinen Geschmack zu detailliert beschrieben. Als Quereinsteiger in diese Buchreihe hatte ich anfangs Verständnisprobleme, was Danehof bedeutet und musste dies recherchieren. Ansonsten muss man meiner Meinung nach nicht alle vorherigen Bücher dieser Reihe gelesen haben, um der Handlung in diesem Band folgen zu können, zumal immer wieder über vergangene Ereignisse berichtet wird.
Eine Leseempfehlung von mir mit 4 Sternen.
Rezensionen von Minangel:
Eine Versöhnung am Meer von Julie Klassen
Meine Meinung: in den letzten 2 Bänden haben wir von Claire und ihrem Fehler schon öfters zu hören bekommen. Sie ist uns als ausgestoßenes Familienmitglied bekannt, welches nicht einmal mehr erwähnt werden darf. Jetzt bekommt sie ihren großen Auftritt und die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.
Dazu wechseln wir in ihr Leben in Edinburgh zur strengen eher kaltherzig wirkenden Tante. Als diese verstirbt, macht sich Claire mittellos auf den Weg zu ihren Schwestern auf der Suche nach Vergebung. Auch diese sind in Sorge und suchen nach ihrer Schwester. Nur die Mutter möchte nichts von ihrer Tochter wissen. Gibt es eine Chance für die Familie?
Ganz wunderbar führt uns Julie Klassen wieder in den Schoss der Familie Summers mit all ihren liebenswerten Bekannten. Es hat sich fast wie nach Hause kommen angefühlt und ich war wirklich traurig, als ich das Buch schließen musste und wollte am liebsten gleich weiterlesen. Mit einigen Wendungen, Reflexionen, Gottvertrauen und Erlebnissen im wunderschönen Setting werden auch neue Charaktere eingeführt, wir tauchen auch tiefer in die Geschichte von uns schon bekannten Charakteren ein.
Fazit: eine wunderbare Geschichte, um den Alltag zu entwischen und sich im Schoße einer tollen Familie auszuruhen. Ich hatte entspannten Lesegenuss und möchte daher 5 Sterne der Vergebung vergeben.
Rezensionen von KersG:
Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam von Annabel French
Ein Neuanfang
Ein schwimmender Blumenladen. So schön! Genau wie das Cover. Sommerlich, farbenfroh und voller Lebensfreude. Das strahlt es aus.
Rosie war mir mit ihrer impulsiven Art sofort sympathisch. Ich kenne das, wenn man einfach immer das Gefühl hat, das da noch mehr ist. Dass da noch mehr auf einen wartet.
Man sich fühlt, als wäre man immer noch nicht angekommen. Genau so geht es Rosie. Ich finde es mutig von ihr, dass sie es durchzieht und nach Amsterdam zieht. Sie fackelt nicht lange und geht ihren Weg, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.
Sie versucht immer in allem das Positive zu sehen und Lösungen zu suchen, anstatt sich in den Problemen zu verlieren. Eine sehr bewundernswerte Einstellung.
Auch wenn der erste Kontakt mit ihrem neuen Nachbarn nicht gerade erfreulich ist und auch das gemietete Hausboot schon seine besten Zeiten hinter sich hat. Für Rosie ist das kein Grund gleich aufzugeben. Sie geht die Sachen mit Elan an und stellt sich den Herausforderungen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Einfühlsam, gefühlvoll und doch auch mit einer Prise Humor.
Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon jetzt auf die Folgebände!
Rezensionen von Stern567:
Nightweaver von R. M. Gray
Spannend!
"Nightweaver“ von R. M. Gray überzeugt nicht nur durch seine düstere, atmosphärische Geschichte, sondern bereits auf den ersten Blick durch seine außergewöhnlich schöne Gestaltung. Das Cover ist ein echter Hingucker: detailreich, geheimnisvoll und perfekt auf die Stimmung des Romans abgestimmt.
Es spiegelt die dunkle Magie, die Spannung und die emotionale Tiefe der Geschichte wunderbar wider und macht sofort neugierig auf den Inhalt. Besonders hervorzuheben ist der wunderschöne Farbschnitt, der das Buch zu einem kleinen Kunstwerk macht und im Regal wie auch in der Hand beeindruckt. Inhaltlich entfaltet sich eine fesselnde, intensive Geschichte voller Geheimnisse, innerer Konflikte und einer dichten Atmosphäre. Gestaltung und Story greifen hier ideal ineinander und machen „Nightweaver“ zu einem rundum gelungenen Leseerlebnis.
Rezensionen von Sophie H.:
Starfish von Lisa Fipps
Unbedingt lesen!
„Dicke Menschen haben eine Superkraft: Ihre Augen sind Zollstöcke, mit denen sie die Abstände zwischen Gegenständen messen können, um einzuschätzen, ob sie hindurchpassen.“ Das Mädchen mit dieser Superkraft heißt Ellie und die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Ellie ist extrem übergewichtig, so lange sie denken kann.
Richtig wohl fühlt sie sich nur im Pool im Garten, obwohl dieser Pool für ihren Spitznamen Platschi verantwortlich ist. Bei einer Arschbombe an ihrem fünften Geburtstag, hat Ellie fast den gesamten Pool geleert. Es verwundert nicht, dass in der Öffentlichkeit Ellie mit ihrer Figur immer Aufsehen erregt. Fremde Menschen grabbeln sie an und geben ungefragt Kommentare ab und in der Schule wird sie gemobbt. Am schlimmsten wiegt für Ellie aber, dass ihre Familie kein Schutzraum bietet. Ellie hat das Gefühl, dass ihre Mutter sie wegen ihres Gewichts nicht lieben kann. Die Mutter setzt alles daran, dass Ellie Gewicht verliert. So gibt es jede Menge Dicke-Mädchen- Regeln. Zuhause ist Ellies einziger Verbündeter ihr Vater. Aber zum Glück gibt es da noch ihre Therapeutin und ein neues Mädchen in der Nachbarschaft.
Das gesamte Buch ist in Versform geschrieben und gibt so gut die Gedanken von Ellie wieder. Ich musste mich erst beim Lesen daran gewöhnen, aber ab Seite 3 habe ich das schon gar nicht mehr wahrgenommen. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz. Ich konnte das Buch kaum bei Seite legen, so sehr hat mich die Geschichte von Ellie beschäftigt. Mobbing kenne ich auch zu gut und bis heute gibt es davon Risse in meiner Seele. Umso wichtiger ist die Botschaft am Ende des Buches: Du bist richtig, genauso, wie du bist! Für mich ist dies ein Buch, das Pflichtlektüre sein sollte.
Rezensionen von Petra:
Die Enthusiasten von Markus Orths
Schreiben um des Schreiben willen
Ein verehrter Autor und seine drei Fans. Drei Freunde treffen sich jedes Jahr um einen Autor zu feiern, dessen Werke sie verehren. Sie erleben skurrile Situationen und sind sich sicher das es noch ein weiteres Buch gibt. Dieses zehnte Buch suchen sie, warum, sind die anderen Werke nicht genug? Oder erhoffen sie sich weitere Weisheiten für ihr eigenes Leben?
Vince und seine Geschwister sind die andere Gruppe in diesem Roman.
Vince ist derjenige der beide Handlungsstränge miteinander verbindet.
Die Geschichte ist so schräg und voller überraschender Einfälle, wie der Vater der noch nie gestellte Fragen in seinen täglichen Telefonaten haben möchte.
Die Art wie die Geschichte aufgebaut wurde war für mich vollkommen neu. Am Anfang war es schwierig sich darauf einzulassen, dafür war es zu sprunghaft. Aber dann hat mich das Buch fasziniert, wie kommt man auf solche Wendungen, wie auf solche Ideen, wie kommt man auf solche Sätze die erst keinen Sinn ergeben und dann sich verselbstständigen, andere Formen in meinen Kopf annehmen.
Ob einem das Buch vom Stil her gefällt oder nicht, das ist vollkommen egal, denn es ist auf alle Fälle von einem Menschen geschrieben, einem Schriftsteller der sich selber Gedanken gemacht und nicht von einer KI die sich aus den Gedanken anderer einen Text formuliert hat.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Der Schatten von Avamoore von Nathan Winters
Ein atmosphärischer Mystery-Roman mit einem starkem Setting
In "Der Schatten von Avamoore" entführt Nathan Winters uns in ein abgelegenes schottisches Dorf, umgeben von Mooren, Nebel und alten Legenden.
Die düstere Atmosphäre war für mich von Beginn an spürbar.
Das Setting wirkt lebendig und bedrohlich zugleich. Man hat sofort das Gefühl, dass Fremde unerwünscht sind und Geheimnisse tief verwurzelt liegen.
Im Mittelpunkt steht Elisabeth, die nicht glauben will, dass ihr Verlobter einfach verschwunden oder ertrunken ist. Sie reist gemeinsam mit seinem Bruder Alexander nach Avamoore, um nach Antworten zu suchen. Doch die Dorfbewohner sind verschlossen und wenig hilfsbereit. Schnell wird klar, dass hier nicht alles so ist, wie es scheint, und dass viele Menschen etwas zu verbergen haben.
Elisabeth ist eine starke und mutige Hauptfigur, die mir sehr gut gefallen hat. Sie gibt nicht auf und lässt sich von niemandem einschüchtern. Alexander steht ihr zwar zur Seite, wirkt aber deutlich vorsichtiger und zurückhaltender. Zusammen ergänzen sie sich gut.
Die Geschichte lebt vor allem von der Atmosphäre. Das Moor, der Nebel und das geheimnisvolle Dorf sind sehr bildlich beschrieben. Die Spannung baut sich langsam auf, dafür bleibt lange unklar, was wirklich hinter den Ereignissen steckt. Genau das hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und die meiste Zeit auch angenehm locker, sodass sich das Buch trotz der düsteren Grundstimmung gut lesen lässt. Gegen Ende ging mir die Auflösung etwas zu schnell und verlor für meinen Geschmack ein wenig von dem vorher aufgebauten Grusel, weshalb es keine vollen fünf Sterne wurden.
Fazit:
Ein atmosphärischer Mystery-Roman mit einem starkem Setting, interessanten Figuren und einer konstant unheimlichen Stimmung. Ideal für alle, die langsame Spannung, düstere Orte und geheimnisvolle Geschichten mögen. ⭐⭐⭐⭐
Rezensionen von Gute_Laune:
Love and be loved von Cleo Wade
Berührend!
Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. So ist dieses Buch auch eine Stütze, eine Hilfe, ein Trost, aber vor allem eben die Erinnerung daran, dass man geliebt wird und es so vieles gibt, das man liebt, lieben kann, lieben soll.
Und es zeigt nebenbei auch auf, wo man selbst oft vergisst, sanfter zu sich, aber auch anderen zu sein. Ganz ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, denn es sind die Worte aus dem Herzen einer Mutter.
Die Illustrationen sind sanft und zart und passen so perfekt zu den Sätzen, die, wie die Autorin am Ende anmerkt, ursprünglich ein Gedicht für ihre beiden Töchter waren. Das spürt man tatsächlich. Es spricht Kinder ebenso an, wie Erwachsene, es ist zeitlos und für jeden. Ich liebe die irischen Segenssprüche und diese Mögest-du-Wünsche erinnern mich sehr daran.
Mich berührt dieses Büchlein sehr. Ganz klare fünf Sterne!
Rezensionen von Havers:
Wiener Küche von Susanne Zimmel
Von der Eierspeis‘ bis zum Ribiselschaumkuchen
Kräftige Rindssuppe mit Frittaten, danach zarter Tafelspitz mit Kren und zum Abschluss Palatschinken mit Marillenmarmelade. Ein klassisches Sonntagsessen, wie es gerne in Wien auf den Tisch kommt.
Ihr liebt Österreich und seine Hauptstadt? Mögt ehrliche, bodenständige Gerichte, gerne auch mit einem unerwarteten Twist? Dann ist die Neuauflage von Susanne Zimmels „Wiener Küche“, genau das, was ihr sucht, denn hier findet ihr Hintergrund-Informationen zur kulinarischen Tradition und Wiener Lebensart und natürlich - wie es sich für ein Kochbuch gehört – auch die Rezepte für die Gerichte, die wir mit der Stadt der Fiaker und des Praters in Verbindung bringen und die die meisten von uns kennen.
Viele davon klassisch, aber auch das eine oder andere in der Rezeptur behutsam und stimmig angepasst.
Bei der Rezeptauswahl folgt die Autorin der klassischen Menü-Einteilung: Frühstück und Jause (knapp gehalten, mit Schwerpunkt Eierspeisen), Suppen (von der Rindssuppe bis zu den verschiedenen Einlagen), Hauptspeisen (vom Kalbstafelspitz bis zum Paprikahendl), Beilagen und Salate (alles über Knödel, Nockerl, Erdäpfel und Fisiolen, aber auch Zwetschken und Marillen) sowie Mehlspeisen und Süßes (Buchteln, Striezel und Strudel). Ergänzt wird dies mit höchst interessanten Informationen zu den kulturhistorischen Hintergründen der Zutaten, detaillierter Warenkunde sowie wunderschön illustrierten Impressionen der Donaumetropole.
Eine kulinarische Reise nach Wien und eine umfangreiche Rezeptsammlung, die keine Wünsche offenlässt. Präsentiert in hochwertiger Ausstattung, die alle Sinne anspricht und in keinem Kochbuch-Regal fehlen sollte.
Rezensionen von Skanus:
Villa Rivolta von Daniel Speck
Das Leben mit seinen Ecken und Kanten
Ein umfangreiches Sittengemälde verbunden mit der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Eingebunden in ein gesellschaftliches Korsett wird die Heldin Valeria mit sich selbst, der Gesellschaft, deren Anforderungen an sie sowie den Meinungen/Ratschlägen anderer konfrontiert. In diesem "casino" versucht sie, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Häufig genug prallen ihre Vorstellungen mit der Realität zusammen, da Valeria einen beeindruckenden Willen - zuweilen Sturkopf - hat, kommt sie nicht sehr geschmeidig durchs Leben. Immer wieder zwischen der Welt der Reichen und der Unterschicht hin und her geworfen, gesteht sie sich nicht ein, wo sie gefühlsmäßig zuhause ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Freundschaft zu dem Industriellensohn Piero durch ihr Leben. Sein Leben scheint federleicht, nach dem Motto 'was kostet die Welt'. Die Schwierigkeiten in Pieros Leben wirken mehr wie Streiflichter des Unbills, als wirkliche, die Existenz beeinträchtigende Ereignisse.
Hinzu kommen die politischen Wirren der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und kommunistisches Gedankengut, dem sich Valeria nicht verschließen kann. Ihr von Deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg erschossener Vater schwebt über dem Ganzen. Ein glühender Partisane, der gegen die Nazis aufbegehrt hatte. Und auch die Mutter ist keine Figur, die als Vorbild taugt. Zu sehr verhaftet im Denken der Vorkriegsjahre, besonders was das Verhalten dienender Personen/Frauen angeht. Unterwürfig und dem Arbeitgeber ergeben. So erkennt Valeria schon in früher Kindheit die Distanz zwischen des gesellschaftlichen Schichten.
Der Autor arbeitet dieses feine Netz an gesellschaftlichen Normen, Aufbegehren der jungen Generation, Abwenden von den Altvorderen und ihren überkommenen Vorstellungen präzise aus. Eingesponnen in banalen Alltag erwachsen immer wieder Problemsituationen, die die Grenzen der Protagonisten aufzeigen und ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken. Gegen gewisse Zwänge hilft auch das stärkste Aufbegehren nichts.
Wie auch schon in seinen anderen Romanen, entpuppt sich Daniel Speck als Meister der feinsinnigen Erzählung, dem es wunderbar gelingt, seine Helden durchs Leben wandern zu lassen und dabei die Zwänge eines jeden individuell mit dem Geschehen interagieren zu lassen. So ergibt sich ein detailreiches Sittengemälde einer vergangenen Zeit.











