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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von spozal89:

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Where We Belong von Wiktoria A. Wieczorek

Nessy und Nils

Schon die Leseprobe von "Where We Belong" hat mich überzeugt und ich wurde auch vom Rest des Buches nicht enttäuscht.

Die Autorin hat einen wunderbar ruhigen, aber trotzdem einfühlsamen und emotionalen Schreibstil. Es werden einige wichtige Themen behandelt, was Ausländerfeindlichkeit oder Schubladendenken betrifft.

Ich finde das ist aber sehr gut umgesetzt worden und regt eindeutig zum Nachdenken an. Gerade im Jugendbuchbereich finde ich sowas sehr gelungen.

Die Geschichte von Nessy und Nils mochte ich sehr gerne. Das die Kapitel immer mal wieder abwechselt in der Gegenwart und in der Vergangenheit erzählt wurden fand ich grandios, weil man sich so in beide Charaktere gut einfühlen konnte und sich auch die Beziehung bzw. der Konflikt der beiden viel besser verstehen lies. Die Geschichte lies sich so auch sehr gut lesen. Nessy fand ich eine sehr starke Protagonistin, sie hat viel erlebt, positives, als auch negatives. Von Nils hätte ich mir gerne noch ein wenig mehr gewünscht. Er blieb in meinen Augen trotz allem ein wenig oberflächlich.

Dennoch habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und würde sie auch weiterempfehlen.

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Where We Belong

Rezensionen von LeserinLu :

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Mirabellentage von Martina Bogdahn

Zurück nach Bullerbü

Nachdem mir der erste Roman der Autorin schon wie ein Bullerbü-Roman für Erwachsene vorkam, habe ich mich sehr gefreut, dass „Mirabellentage“ in diese Welt zurückkehrt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Anna, die nach dem plötzlichen Tod ihres Freundes und Chefs Pfarrer Josef aus der Bahn geworfen wird.

Während sie den neuen Priester Fridtjof empfängt und sich schließlich auch noch um Josefs letzten Wunsch kümmern soll, stellt sie ihr eigenes Leben zunehmend infrage.

Besonders schön fand ich kleinen Rückblenden und Anekdoten, die den Roman prägen und die in die Rahmenhandlung eingestreut werden. Erinnerungen an frühere Sommer, an den Duft reifer Mirabellen und an ein anderes, vielleicht freieres Leben schieben sich immer wieder in die Gegenwart. Der Schreibstil hat mir wie schon beim Vorgänger sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt ruhig, warm und mit viel Gespür für Stimmungen. Im Vergleich zu „Mühlensommer“ fand ich allerdings die Rahmenhandlung etwas weniger stark. Die eigentliche Entwicklung rund um Anna bleibt stellenweise etwas im Hintergrund, während die vielen kleinen Episoden zwar schön zu lesen sind, aber nicht immer gleich viel zur Gesamtgeschichte beitragen.

Trotzdem ist „Mirabellentage“ ein kurzweiliger Roman, der mit seiner ruhigen Erzählweise und seinen liebevoll gezeichneten Figuren überzeugt. Für mich wieder ein Ausflug in eine literarische Welt, die ein bisschen an Bullerbü erinnert, nur eben für Erwachsene.

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Mirabellentage

Rezensionen von readpassion9:

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Schattenmädchen von Frida Skybäck

Fredkrika verrennt sich

"Schattenmädchen" von Frida Skybäck ist der dritte Teil für die Ermittler Fredrika Storm und Henry Calment. Ich habe die ersten Beiden Teile gelesen und war begeistert, leider kann "Schattenmädchen" das Niveau meiner Meinung nach nicht halten. Ich habe sogar überlegt abzubrechen, habe mich dann aber doch durchgekämpft.

Fredrika Storm und Henry Clament ermitteln in einem Vermisstenfall. Die Studentin Isabelle Karlsson besucht die Party eines erfolgreichen Technologieunternehmens und wird danach nicht wieder gesehen. Alles deutet darauf hin, dass der CEO Martin Zenberg etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Parallelen gibt es zu einem Jahre zurückliegenden Fall, bei dem eine junge Frau ermordet wurde. Fredrika verbeißt sich in diesen Fall und den Verdächtigen, macht es irgendwie zu ihrem persönlich Kampf, obwohl Zenberg seine Unschuld beteuert.


Insgesamt gesehen dümpelt der Fall vor sich hin, es gibt keine wirklichen Highlights, noch den Hauch von Spannung. Nach dem ersten Drittel wollte ich schon aufgeben, habe mich aber durch den Rest gequält, da ich wissen wollte wie die Story letztlich ausgeht.

Leider nimmt das "Privatgedöns" der beiden Ermittler viel zu viel Raum ein, vor allem Henrys Privatleben. Fredrika wirkt zunehmend unsympathisch, wundert sich dass ihre Beziehung scheitert und sucht die Schuld bei anderen. Es hätte der Story gut getan, sie um mindestens 100 Seiten zu straffen.

Fazit: Konnte mich leider nicht überzeugen, wird für mich der letzte Teil der Reihe gewesen sein. 2,5 Sterne, aufgerundet auf 3.

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Schattenmädchen

Rezensionen von Ruth:

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

Erinnern, vergessen, verdrängen



Dieses Buch, ein Roman ist es keiner, auch wenn es fiktionale Teile enthält, spaltet das Feuilleton und die Leserschaft. Die einen sind begeistert vom typischen Judith-Hermann- Sound, die anderen empfinden das Buch als Ärgernis. Denn die Autorin begibt sich auf Spurensuche nach ihrem Großvater, und findet …nichts.

Der Großvater, 1904 geboren, schon vor 1933 NSDAP-Mitglied, später Mitglied der SS , war als solcher in Radom, in Polen stationiert. Fast ein Drittel der damals 85.000 Einwohner waren Juden. Die Nazis haben sie in Arbeitslager und Vernichtungslager verschleppt, ins Ghetto gesperrt, erschossen, vergast oder sie starben an Krankheiten. Heute lebt nur noch ein einziger Jude in der Stadt
Nach Radom, dieser Kleinstadt zwischen Krakau und Warschau, reist nun die Autorin und bezieht dort für Wochen eine Wohnung . Im Gepäck u.a. ein Photo von ihrem Großvater, wie er auf einem Motorrad sitzt und in die Kamera lächelt. Den Platz in Radom, wo das Bild entstanden ist, wird sie später finden, viel mehr nicht. Sie liest viel in Radom, auch Mitscherlichs „Die Unfähigkeit zu trauern“. Sie macht lange Spaziergänge, sucht die Reste der alten Ghettomauer, besucht Museen und schreibt an Archivare und Historiker. Erst kurz vor ihrer Abreise bekommt sie Antwort, man lädt sie ein. Aber mehr erfahren wir dazu nicht.
Auslöser für diese Reise war nicht nur der Fund jenes Photos, sondern auch eine kurzzeitige Amnesie der achtzigjährigen Mutter. Dieses Ereignis zeigt ihr deutlich, dass die Zeit drängte, wenn sie noch Antworten bekommen wollte. Mit der Mutter telefoniert die Autorin dann auch täglich von Polen aus. Aber die Mutter kann oder will ihre Fragen nicht beantworten.
Auf diesen ersten Teil des Buches, „Radom“ tituliert, folgt Teil II. „Napoli“.
Im Anschluss fährt Judith Hermann weiter nach Neapel, wo ihre Schwester mit Mann und Kindern lebt. Die Schwester ist Archäologin, gräbt also ebenfalls in der Vergangenheit. Aber nicht in der familiären, davon will sie nichts wissen und nicht darüber reden. Sie interessiert sich dagegen für „geschlossene Fälle“, so wie die Verschütteten in Pompeji, die vor über Jahren vom Ausbruch des Vesuvs überrascht wurden. Der Großvater, der ist „ kein geschlossener Fall“.
Im kürzesten und letzten Teil des Buches , mit dem poetischen dänischen Wort „Tidslomme“- „Zeittäschchen“ überschrieben, geht es um das tagelange Verschwinden der Schwiegereltern während einer Urlaubsreise. Auch das eine Leerstelle.

Ist dieses Buch nun ein gescheiterter Versuch, eine Enttäuschung? Wenn man ein weiteren Text über einen SS-Täter lesen wollte, dann ja. Aber es geht nicht darum, was dieser Großvater im Krieg getan hat. Das ist eindeutig. Er war in Radom, als das Ghetto aufgelöst wurde, als Menschen deportiert und erschossen wurden, und ganz sicher war er als SS -Mann daran beteiligt.
Nein, es geht darum, was dieser Großvater mit der Familie gemacht hat. Welche Auswirkungen hatten seine Taten und das Schweigen darüber auf seine Familie und auf die Nachfahren? Judith Hermann hat ihren Großvater nie gekannt, er starb sechs Jahre vor ihrer Geburt. Aber als Schatten, als dunkles Loch war er präsent. „Die SS-Vergangenheit meines Großvaters ist ein offenes Geheimnis, sie existiert und wird zugleich geleugnet.“
Judith Hermann wird weder von ihrer Mutter noch von ihrer Schwester bei ihrer Suche nach der Wahrheit unterstützt. Das mag unbefriedigend sein, dürfte aber in vielen Familien ähnlich ablaufen. So zeigt dieses Buch eben auch, wie schwierig es noch immer ist, sich der eigenen Nazivergangenheit zu stellen.
Es lohnt sich, die Autorin bei ihrem Versuch, in der Zeit zurückzugehen, zu begleiten. Sie lässt uns teilhaben an ihren „Befindlichkeiten“, beschreibt präzise, was diese Zeit in Radom mit ihr macht. Ja, sie stochert im Nebel, aber das macht sie mit einer Sprache, die einem mitnimmt. Tastend und reflektierend, mit eindringlichen Bildern, erzeugt sie eine Atmosphäre, die berührt
„Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist eine Geschichte vom Suchen und Nichtfinden, eine Reflexion über sich und die eigene Familie, über das Erinnern, Vergessen, Verdrängen.

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit

Rezensionen von Marie aus E.:

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Betreutes Morden von Fergus Craig

Witzig mit Einschränkungen

Das gediegene Seniorenheim Sheldon Oaks hat illustre Bewohnerinnen und Bewohner. Eine ehemalige Innenministerin, ein ehemaliger Polizist, eine ehemalige Pathologin und ganz neu: eine Serienmörderin! Oder eine ehemalige Serienmörderin? Carol, die nach 35 Jahren im Gefängnis glücklich in das Seniorenheim einzieht, beteuert es zumindest.

Dummerweise geschieht kurz darauf ein Mord in Sheldon Oaks und Carol ist natürlich höchst verdächtig.

Das Buch klang witzig und eine Serienmörderin im Ruhestand ist mal was Neues. Auch das Buchcover gefällt mir total gut.
Beim Lesen hatte ich aber sofort Assoziationen mit dem "Donnerstagsmordclub". Auch eine Seniorenresidenz, auch schräge Charaktere mit prominenter Vergangenheit, auch Morde, auch eine Polizei, die nicht die allerhellste ist. Sehr viele Parallelen, aber einfach schwierig, wenn man sich mit der Kult-Serie messen muss. Es wirkte auf mich leider wie ein billiges Plagiat.

Doch im weiteren Verlauf des Buches habe ich diese Meinung wieder ein wenig (oder etwas mehr) revidiert.
Es hat sich dann ein wenig selbst auf die Schippe genommen, das fand ich gut und auch die Handlung hatte dann was. Zeitweise fand es ich unfassbar witzig.

Der Mordfall war dann ein wenig vorhersehbar, wobei ich auch hier mit einem aber mich selbst torpediere, denn bei der Auflösung gab es dann noch einen überraschenden Side-Kick, denn ich so nicht vorausgesehen habe.

Was mich aber wirklich auf Dauer sehr genervt hat, das waren die pseudo-spicy Szenen unter den Seniorinnen und Senioren.

Insgesamt habe ich zwar immer mit dem DMC verglichen, die überzeichneten Charaktere hatten hier aber schon auch was. Das Buch hat mich stellenweise genervt, stellenweise aber auch gut unterhalten.

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Betreutes Morden

Rezensionen von Ele:

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Villa Rivolta von Daniel Speck

Freundschaft ein Leben lang

Villa Rivolta, Familiensaga von Daniel Speck, FISCHER E-Books
Eine auf wahren Begebenheiten beruhende Saga über Herkunft, Verlust, Schicksal und den Weg zur Selbstbestimmung im Mailand der 1950er und 60er Jahre.
Piero und Valeria sind Freunde, schon seit Kindheitstagen, obwohl sie in verschiedenen Gesellschaftsschichten geboren wurden.

Piero der Sohn von Renzo Rivolta, dem Direktor der Iso-Automobilwerke und Valeria die Tochter einer Hausangestellten. Während die Firma Rivolta immer weiter aufsteigt, muss Valeria mitansehen wie ihre Mutter eine unglückliche Affäre erlebt. Piero muss schon früh das Erbe des Firmenvorstands antreten und die Firma aus einer Krise retten, derweil Valeria sich in den sizilianischen Arbeitersohn Flavio verliebt. Die Journalistin und alleinerziehende Valeria erzählt ihre Lebensgeschichte auf der Flucht zu ihrem Kindheitsfreund, ihrem Sohn Tonino, der eine illegale Waffe gefunden hat.
Daniel Speck erzählt in einem leichten, flüssigen und auktorialen Stil. Zu jeder Zeit ist der Leser ganz nah dran am Geschehen, das Setting, die Personen, alles ist so schön bildmalerisch geschildert, dass man das Gefühl haben könnte mitten drin im Geschehen zu sein. Ich mag Italien, die Sprache die Musik, die italienische Lebensart. Kursiv erscheinen auch immer wieder italienische Phrasen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, direkt wie im Italienurlaub. Wer sich für Automobiltechnik interessiert wird hier bei der Lektüre, seine helle Freude haben. Auch die meisten Figuren und ihr Innenleben sind hervorragend charakterisiert. Sie sind authentisch und glaubhaft. Piero und auch Flavios Vater Antonio mochte ich sehr gerne, sie waren meine Lieblingspersonen. Mit Flavio wurde ich nicht warm, seine Rebellion hat mich abgestoßen und auch Valeria war mir suspekt, ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Ihre Emanzipation hätte ich mir konsequenter gewünscht.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass oft viel zu ausführlich erzählt wurde, gerade mit den technischen Aspekten konnte ich nichts anfangen. Die großen gesellschaftlichen Themen haben mich angerührt und mich betroffen gemacht, hier hat Speck bei mir gepunktet. Die sozialen Unterschiede in der italienischen Gesellschaft in den 50er und 60er Jahren sind sehr gut geschildert. Die lebenslange Freundschaft und Verbundenheit zwischen Valeria und Piero fand ich wunderschön und fundiert beschrieben. Ganz besonders gut gefallen haben mir die Lebensweisheiten und Zitate, einige habe ich mir notiert. Eine schön erzählte atmosphärische Familiensaga, mit für mich, uninteressanten Längen im technischen Bereich.
Ein Roman in zwei Zeitebenen, für alle die Familiensagas mögen, die italienisches Ambiente genießen oder sich für italienische Autos begeistern. Von mir 4 Sterne.

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Villa Rivolta

Rezensionen von clematis:

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Donaumelodien - Wiener Verschwörung von Bastian Zach

Kaiserparade

Während in der Metropole des k.k. Kaiserreichs alles für die bevorstehende Parade anlässlich der Silberhochzeit von Franz und Sisi vorbereitet wird, wird ein abgetrennter Menschenkopf vor der Polizeidirektion abgelegt. Wer wäre besser geeignet als Hieronymus Holstein, um die Ermittlungen aufzunehmen?

Bereits zum fünften Male begeben wir uns auf die Spuren der aufstrebenden Stadt Wien in den 1870er-Jahren, welche geprägt ist von Überbevölkerung, menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in den Fabriken und immensen Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen – die 1848er-Revolution spielt hier herein.

Die bereits den meisten Lesern bekannten Figuren stehen neuen Herausforderungen gegenüber, einige werden persönlich in den Fall hineingezogen. Die Atmosphäre der Zeit und die gesellschaftspolitischen Besonderheiten fängt Bastian Zach auf gekonnte Weise ein, seine anschaulichen Bilder und Wiener Ausdrücke versetzen uns perfekt in unterschiedliche Milieus und erzählen von Griaslern und Strottern (Obdachlose und Bewohner der Kanalisation) oder erfreuen uns mit „G‘schamster Diener“ in noblem Hause. [Nicht mehr geläufige oder gar vergessene Wendungen werden mittels Fußnoten erklärt.] Der Hauptteil der Handlung spielt sich in zentralen Bezirken ab, wir begeben uns aber auch nach Floridsdorf, wo die Lokomotivfabrik viele Arbeiter beschäftigt und schon einmal eine Bombe hochgegangen ist. Viel Platz wird dem Wiener Schmäh eingeräumt, denn nur granteln tut man hier mitnichten. In etliche private Betrachtungen ist schließlich die Aufklärung um den einsamen Totenschädel eingebettet, welche der Geisterfotograf Hieronymus und der bucklige Franz wieder bestens hinbekommen.

Ein historischer Krimi aus einer überaus empfehlenswerten Reihe, welche durch den authentischen Schreibstil, aber auch durch die Charakterzeichnung und das besondere Flair der Donaumetropole besticht! Leseempfehlung!

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Donaumelodien - Wiener Verschwörung

Rezensionen von peedee:

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Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott

Spannender Showdown

Kalifornien, 1966. Margo, Beverly und Elsie sind Freundinnen. Sehr unterschiedliche Freundinnen ohne offensichtliche Gemeinsamkeiten. Bis auf diese Parallelität: Ihre Ehemänner wurden alle als Serienmörder überführt! Nun stehen sie in der Öffentlichkeit und werden täglich aufs Neue verurteilt: Wie kann eine Ehefrau nicht erkannt haben, was ihr Mann machte? Oder steckte sie mit ihm unter einer Decke? Jahre später werden mehrere Frauen brutal ermordet und die Freundinnen setzen alles daran, den Täter dingfest zu machen.

Doch wie fängt man einen Serienmörder, wenn man nicht einmal den eigenen Ehemann als solchen erkannt hatte?

Erster Eindruck: Ein neugierig machender Buchtitel, ein dazu passendes Cover – gefällt mir.

Drei absolut unterschiedliche Frauen freunden sich an, der gemeinsame Nenner lautet „Serienmörder-Ehemann“:
- Margos wesentlich älterer Mann Stephen, ein erfolgreicher Politiker, aber auch ein Serienmörder.
- Beverlys Mann Henry, gegen aussen ein liebevoller Vater und Ehemann, aber auch ein Serienmörder.
- Elsies Mann Albert, ein Lehrer, aber auch ein Serienmörder.
Margo, Bev und Elsie wissen nur zu genau, wie die anderen sich fühlen. Diese Blicke von fremden Leuten, diese Verurteilung, die Abscheu, der Vorwurf, dass sie die Taten hätten verhindern müssen. Ihre Männer haben nicht nur das Leben zahlreicher Frauen ausgelöscht, sondern auch dasjenige ihrer eigenen Ehefrauen für immer verändert.
Als die erste tote Frau gefunden wird, ist das Interesse der drei Frauen gleich geweckt. Sie wollen weitere Morde verhindern. Doch wie können sie das? Dies ist schliesslich der Job der Polizei. Es ist kein Versuch einer vergeblichen Wiedergutmachung, denn sie tragen keine Schuld an den Taten ihrer Männer. Sie wollen anderen Familien Leid ersparen.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Bei den Ermittlungen musste ich immer wieder daran denken, dass die Geschichte Mitte der 1960er Jahre spielt, wo wir noch weit von Smartphones oder Internet entfernt waren. Das waren ermittlungstechnisch ganz andere Anforderungen… Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, aber die Frauen blieben für mich etwas blass. Der Autorin ist es gelungen, unterschiedliche Fährten zu legen. Ich hatte über längere Strecken einen Verdacht, der sich jedoch nicht erhärtete. Ein spannender Showdown – gut gemacht! Von mir gibt es 4 Sterne.

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Ein guter Blick fürs Böse

Rezensionen von morlin:

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Mirabellentage von Martina Bogdahn

Ein Wohlfühlbuch, da geht aber noch mehr

Martina Bogdahn konnte mich mit ihrem Debütroman Mühlensommer letztes Jahr absolut begeistern. Es war eines meiner Jahreshighlights. Da war klar, dass ich auch Mirabellentage lesen muss.
Um es schon vorweg zu sagen, ein tolles 4,5 Sternebuch, ein Jahreshighlight ist es dieses Mal aber nicht geworden.

Ich hätte dafür mehr Inhalt gebraucht. Die Geschichte in der heutigen Zeit plätscherte für mich so dahin, es passierte einfach zu wenig. Umso interessanter waren die zeitlichen Rückblenden, da war ich voll dabei.
Aber egal, was die Autorin beschrieben hat, ich konnte es immer bildlich vor mir sehen. Es fühlte sich so an, als wäre ich direkt dabei. Wenn ich das Buch im Zug zur Hand nahm, war ich manchmal so vertieft gewesen, dass ich fast meine Haltestelle verpasst hätte. Schreiben kann Martina Bogdahn wirklich großartig. Ich freue mich auf jeden Fall auf ihr nächstes Werk.

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Mirabellentage

Rezensionen von Sophie H.:

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FREI - Bester Anfang (FREI 3) von Sarah Welk

Wurzeln

Koray hat vor wenigen Wochen noch mit seiner Mutter, einer sehr bekannten Influencerin, in Dubai gelebt. Seine Mutter konnte ihm alles bieten, was er haben wollte. Doch nun ist es aus mit ihr als Influencerin und beide wurde in ihr Heimatdorf katapultiert. Dort leben sie bei Korays Großmutter. Koray findet dieses öde Leben gar nicht so schlimm.

Endlich hat er eine nette Freundesgruppe gefunden, die immer zu ihm hält. Leider kennt Koray seinen Vater nicht. Er weiß nur, dass der ebenfalls aus diesem Dorf stammt. Lebt er dort womöglich noch immer? Seine Mutter will nicht mit der Sprache herausrücken. So macht sich Koray zusammen mit seinen Freunden Nico, Nasrin, Nina und Josh auf die Suche. Und dann ist da auch noch Marc, der Korays Herz dazu bringt, ein wenig schneller zu schlagen.
Sarah Welk ist mit diesem Buch eine tolle Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und das Erwachsenwerden gelungen. Sie schreibt auf Augenhöhe der Jugendlichen und holt sie mit einem lockeren, umgangssprachlichen Schreibstil ab. Da das Buch als Ich-Erzählung geschrieben ist, ist man als Leser ganz nah an Koray dran und kann die ganze Zeit mit ihm mitfiebern und auch mitleiden. Humor und ernsthafte Themen sind hier in einer guten Balance. Alle Figuren sind nicht platt, sondern haben Tiefe. Besonders gut hat mir das Gegenüber von Nico und Koray gefallen. Das Buch liest sich schnell und flüssig und man kann es kaum aus der Hand legen. Eine ganz große Empfehlung!

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FREI - Bester Anfang (FREI 3)