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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sonne89:

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Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

Friedvolles Kinderbuch

„Der kleine rote Panda“ lädt dazu ein, auch scheinbar unscheinbare Augenblicke wahr zu nehmen und zu genießen. Für Kinder ist innehalten und staunen oft noch selbstverständlich. In der schnelllebigen Zeit, aber auch schwierig beizubehalten. Das Buch animiert genau dazu.
Optisch in einem großen Format mit vielen bunten Bildern dargestellt, zeigt es die Schönheiten der Natur.

Auf jeder Doppelseite trifft der kleine rote Panda Ming ein anderes Tier und bestaunt mit ihm die Wunder um uns herum (Geräusche, Gefühle, Wassertropfen usw.)
Besonders gut gefällt an dem Buch, dass die Kinder am Ende jeder Seite zum mitmachen aufgefordert werden, durch gezielte Fragen.
Auch ist das Buch sehr unaufgeregt und ruhig und friedlich. Es beginnt mit dem Tag von Ming und endet mit dem Abend in Papas Armen.
Ein sehr schönes Kinderbuch zum „herunter kommen“.

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Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit

Rezensionen von Ryria:

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House of the Beast von Michelle Wong

Götter- und Familienbeziehungen

Alma ist das uneheliche Kind eines Mitglieds der Adelsfamilie Avera. Diese dient einem der vier Götter, dem Dread Beast, bekannt für Kampf und Tod. Passend dazu besteht ihre Willkommensfeier in ihrem neuen Zuhause auch daraus, dass ihr erstmal der Arm abgetrennt wird als Opfer für ihren neuen Gott - sie wird zur Erbin der Familie im Austausch für Medizin für ihre schwer kranke Mutter.

Doch auch hier wird ihr Leben alles andere als leicht werden...

Die Gestaltung des Buches ist richtig schön, Farbschnitt, Karten und viele kleine Illustrationen neben dem Text (die Autorin ist Künstlerin) ergänzen das Leseerlebnis. Auch die Welt fand ich richtig interessant, verschiedene Götter, Religionen, Rituale, Machtkämpfe und Einblicke in das Leben der Reichen und Armen. Leider hätte ich mir in dieser Hinsicht noch mehr Details und Einblicke gewünscht, manches kam ein wenig zu kurz, auch weil man sehr an Almas Perspektive gebunden war.
Aber auch hier hat man schon gut merken können, dass ihre Welt recht erbarmunglos und dunkel ist. Die dadurch erzeugte Atmosphäre ist gut bei mir angekommen und hat zur Handlung gepasst.

Alma als Protagonistin war in Ordnung, man hat ihre Gefühle durchaus nachvollziehen können, jedoch konnte ich nicht so wirklich eine Verbindung zu ihr aufbauen. Ich mochte aber, dass von Anfang an auch dargestellt wurde, dass sie alles andere als perfekt ist.
Das Tempo der Geschichte war mir ein wenig zu wechselhaft, so geht es stark los, lässt im Mittelteil dann wieder nach und wird ein wenig zäh, um dann am Ende nochmal loszulegen. Insgesamt eine interessante und düstere Fantasygeschichte, die mit verändertem Fokus noch besser hätte sein können.

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House of the Beast

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Das Bibellesebuch zu Galater und Philipper von Anna Hofacker

Ein sehr tolles und hilfreiches Studienbuch

Das Bibellesebuch zu Galater und Philipper ist ein sehr gelungenes Studienbuch.
Ich finde Bibellesebücher sind eine sehr gute und hilfreiche Möglichkeit die Bücher der Bibel besser zu verstehen. Dadurch setze ich mich mehr mit dem gelesenen Text auseinander. Anna Hofacker hat in diesem Buch die Briefe des Apostel Paulus sehr verständlich und bildlich erklärt.

Sie geht auf den biblischen Text ein, verbindet es mit der heutigen Zeit, und erklärt den Kontext. Die Fotos sind dezent und passen perfekt zum Thema. Sie gefallen mir besonders gut. Durch Impulse wird der Leser zusätzlich zum Nachdenken und Reflektieren motiviert.

Ich finde die wortweise Buchreihe sehr gut aufgeteilt. Sie ist sowohl ein Bibelleseplan, als auch eine Studienbibel und ein Andachtsbuch. Sehr gut finde ich auch die Erklärungen zum historischen Kontext und den jüdischen Gesetzen.

Mir gefällt dieses schöne Studienbuch besonders gut, und ich freue mich schon auf ein neues Bibellesebuch. Daher absolute Leseempfehlung meinerseits!

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Das Bibellesebuch zu Galater und Philipper

Rezensionen von Bibibabby:

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Lucia 1. Flüsterin der Flammen von Sarah Fleury

Tolles Worldbuiding aber Erzählstil nicht meins

Dass eine dreizehnjährige plötzlich magische Kräfte entdeckt ist nun in der Jugendliteratur inzwischen fast Standard. In diesem Buch verfügt Lucia, die Protagonistin, über Feuermagie.
Die Handlung ist interessant und spannend: Lucia wird von gefährlichen Nebelwesen gejagt, flieht in ein verborgenes Feuerland und versucht, die Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit aufzudecken.

Das Magiesystem finde ich gut ausgearbeitet und auch die Symbolik ist interessant.
Allerdings empfinde ich den Schreibstil als etwas oberflächlich und distanziert, sodass es mir schwerfiel, mich wirklich in die Protagonistin hineinzuversetzen. Auch der Anfang finde ich etwas trocken: Es werden viele Hintergrundinformationen vermittelt, es gibt einfach zu viel Weltaufbau und nicht genug Geschichte.
Dennoch gibt es viele Passagen, in denen die Handlung richtig spannend wird. Für ein Jugendbuch finde ich diese Geschichte ganz ok, aber auch nichts Besonderes. Daher: 3 Sterne.

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Lucia 1. Flüsterin der Flammen

Rezensionen von Anjulia :

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Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson

Gespenstiges Hovenäset

Fast tausend Tage ist es her, seit Alvas Vater überfahren wurde. Während Alva sich diese Frist gesetzt hat, um den schuldigen, flüchtigen Fahrer zu finden, hat ihre Mutter eine Strandhütte gekauft, um ein Café zu eröffnen. Doch Alva spürt, dass an der Hütte etwas unheimlich ist. Auch eine Katze, die sie verfolgt, und ein kleines Mädchen, das meist allein unterwegs ist, stellen Alva vor Rätsel.

Gänsehaut in Hovenäset -Sternengrab- von Kristina Ohlsson ist bereits der zweite Teil dieser Kinderkrimireihe ab 11 mit hohem Grusselfaktor. Den ersten Teil muss man zum Verständnis nicht kennen. Mich hat der Schreibstil der Autorin überzeugt. Sie schaffen im Verlauf der Geschichte auf jeden Fall, Spannung aufzubauen. Anders als in anderen Kindernkrimis gibt es keine rationale Erklärung, sondern es gibt das böse Übernatürliche wirklich. Das Setting, der fast verlassene Campingplatz und das stürmige, spätherbliche Wetter verstärken die düstere Atmosphäre. Bei Alva verspürt man oft Traurigkeit aufgrund des Todes ihres Vaters, aber auch Entschlossenheit den damaligen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Das Geheimnis, welches Alva dabei aufdeckt ist definitiv entsetzlich. Aufgrund der fehlenden Leichtigkeit und der düsteren Mystery ist das Buch für sensible Kinder nicht geeignet. Hier sollte eher zugreifen, wer sich vor Schauergeschichten nicht fürchtet.

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Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab

Rezensionen von Bibibabby:

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Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon

Eher für Teenagers

Das Buch sah vielversprechend aus, war aber letztendlich nicht ganz mein Fall. Ich denke, dieses Buch ist eher für Teenager geeignet, da mir die Charaktere und Beziehungen zu unreif erschienen.
Der Schreibstil war in den ersten Kapiteln in Ordnung, wurde aber nach einer Weile nervig. Die Geschichte wird aus Jaras Sicht erzählt, dennoch gibt es immer wieder „Kommentare” in ihrer Erzählung.

Zum Beispiel sagt sie oft etwas und fragt dann: „Warum habe ich das gesagt?” Die Stimme wirkte sehr jugendlich.
Die Beziehung zwischen Jara und Aidan fühlt sich auch ein bisschen wie eine erste Liebe an. Jara verliebt sich praktisch in den ersten Mann, den sie sieht. Er ist besitzergreifend und ignoriert sie, wenn sie ihm sagt, er solle gehen, packt sie und küsst sie, obwohl er weiß, dass sie keine Erfahrung mit Männern hat.

„Ich hasse es, so unerfahren zu sein.“
„Ich liebe es.“

Er kommt und geht ohne Erklärung, taucht zufällig auf und kontrolliert, wie sich ihre Beziehung entwickelt. Es stört mich nicht, dass manche Leser diese Art von Geschichte mögen, aber ich persönlich halte das nicht für ein Zeichen einer gesunden Beziehung. Es wirkt bestenfalls rücksichtslos, schlimmstenfalls manipulativ und kontrollierend.
Es gibt eine Szene, in der er sie badet und ihr die Haare wäscht, was eher so wirkt, als würde der Autor versuchen, den „perfekten Mann“ zu erschaffen, als dass es tatsächlich zur Geschichte passt.
Es gibt einige spicy Szenen, aber sie folgen alle dem gleichen Muster: „Bitte fick mich“, „Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren und dir wehzutun“, „Aber ich vertraue dir!“

Es gibt einen seltsamen Wettbewerb mit der Ex, der unbegründet ist. Bitchy Mädchen, die sich um einen Mann streiten, wirken in der heutigen Zeit unaufgeklärt.
Die Weltgestaltung ist minimal. Die Prämisse ist interessant, wird aber nie weiter ausgeführt. Wir wissen nichts über die sozialen Strukturen, die Politik oder die Wirtschaft. Wir wissen, dass die Kinder das Kämpfen lernen, aber nicht, wozu. Wir haben einen Staat, der nur aus Frauen besteht, doch dies dient keinem tatsächlichen Zweck in der Handlung oder der Weltgestaltung, außer um das Handlungselement des Reproduktionszentrums zu ermöglichen. Es gibt Magie, aber auch hier scheint es eher ein Mittel der Handlung zu sein, um Aidens Angst vor dem Kontrollverlust zu rechtfertigen. Es gibt keine Erklärung dafür, warum Jara Emotionen als Farben sieht.
Insgesamt fand ich die Erzählung schwach, langweilig und oberflächlich, was nur durch die spicy Elemente gerettet wird.

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Imperia - you let the fire in

Rezensionen von _Le4_:

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Mord im Nacktschnecken-Milieu von Elke Schwarzer

True Crime im heimischen Garten

Die Autorin beschreibt im Buch die kriminellen Machenschaften, die sich in ihrem Garten abspielen. Und bei kriminellen Machenschaften denken wir natürlich alle an vertrocknende Sukkulenten, absterbende Lilien oder besetzte Insektenhotels. So oder so ähnlich sind die “Kriminalfälle”, welche die Autorin in ihrem Buch beschreibt.

Es wird ein Tathergang beschrieben, einige Verdächtige hervorgehoben und die Tat zum Schluss aufgeklärt.

Ich lese sehr gerne Sachbücher und vor allem diejenigen unter ihnen mit einer speziellen Prämisse gefallen mir zumeist gut. Auch dieses Buch konnte mich mit seiner humorvollen Spezialisierung locken. Tatsächlich war es faszinierend, wie die Aufmachung der Fälle dafür gesorgt hatte, dass vollkommen banale Gegebenheiten aus dem Garten hochspannend aufgezogen wurden.
Die Fakten im Buch waren sehr interessant und ich habe gerne mitgerätselt, welcher Kriminelle denn nun dahinter steckt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es manchmal viel zu offensichtlich war, wer für die Tat verantwortlich war. Mein Tipp dafür ist übrigens, sich die “Detaillierte Täterbeschreibung” erst durchzulesen, nachdem man sich die Verdächtigen angeschaut hat.
Die ironische und witzige Art, mit der das Buch geschrieben ist, sorgt dafür, dass es sich ganz herrlich weglesen lässt.

Dieses Buch schafft es, Alltagssituationen im Garten auf humorvolle Art zu kleinen True Crime Fällen zu stilisieren. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

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Mord im Nacktschnecken-Milieu

Rezensionen von Ryria:

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Medea von Rosie Hewlett

Der Mensch hinter dem Mythos

Griechische Mythen und Göttergeschichten sind wohlbekannt, man weiß was passiert und wie die Erzählung endet. Doch was treibt die Charaktere an, welche Gefühle leiten ihre Handlungen? In diesem Buch wird Medea eine Stimme gegeben und aus ihrer Perspektive erleben wir ihren Mythos nach. Wir erhalten einen kurzen Einblick in ihre Kindheit und knüpfen anschließend an die bekannten Geschichten rund um das Goldene Vlies und Jason an.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch sprachlich wurde es richtig schön erzählt. Immer wieder gab es Sätze mit großer Wortkraft, aber auch gelungene Beschreibungen, die mich in diese Sagenwelt versetzt haben. Hierzu wurde die griechische Mythologie nicht nur im Rahmen des Medea Mythos verwendet, sondern gezielt benutzt, um die Welt lebendig zu machen. Andere Götter, Figuren oder Sagen werden nebenbei erwähnt, sodass Medeas Geschichte nicht frei im Raum steht, sondern sich perfekt in das große Ganze einfügt. Dadurch konnte man Beziehungen besser verstehen und als Leser auch noch das ein oder andere dazulernen.
Was mir auch gut gefallen hat: Medeas Magie wird anhand diverser Beispiele toll erklärt, sie kann nicht einfach so zaubern, sondern es beruht auf einem System, das sie erst beherrschen lernen muss.

Medea selbst wird von der mythischen Figur zu einem Menschen mit Gefühlen. Ihre Entwicklung lässt sich gut verfolgen, ihre Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Teilweise hätte ich mir hier bei manchen Entwicklungen jedoch noch etwas mehr Tiefe gewünscht, generell ist es aber durchaus gelungen. Eine schöne Art, die alten Geschichten neu zu erleben!

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Medea

Rezensionen von Lilli33:

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Hörst du den Schrei? von Jørn Lier Horst; Jan-Erik Fjell

Solider Kriminalroman

Solider Kriminalroman

„Hörst du den Schrei?“ von Jørn Lier Horst und Jan-Erik Fjell ist der Auftaktband einer neuen Krimi-Reihe um den Krimi-Podcaster Markus Heger, erschienen bei blanvalet.

Vor fünfzehn Jahren verschwand die siebenjährige Leah spurlos. Nur aufgrund von Indizien wurde damals ihr Vater wegen Mordes verurteilt, obwohl er stets seine Unschuld beteuerte.

Markus Heger berichtete in seinem Podcast über den Fall und wollte ihn in einer 2. Episode wieder aufrollen. Doch seine Quelle zog ihre Aussage zurück, sodass es nichts Neues zu berichten gab. Als die junge Journalistin Mathilde Wold vom Fall Leah hört, wird sie neugierig und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Kurz darauf ist auch sie verschwunden. Jetzt ist Markus Hegers Ehrgeiz geweckt. Er verbeißt sich in die Ermittlungen.

Mathilde ist eine sympathische junge Frau, die am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn steht. Ihr Interesse für den Fall wirkt aufrichtig. Schade, dass sie so schnell von der Bildfläche verschwindet. Markus Heger wirkt bei Weitem nicht so sympathisch, aber auch nicht unbedingt unsympathisch. Er ist ein Mann mit einer bewegten Vergangenheit, unter der er immer noch leidet. Wir erfahren eine Menge über sein Vorleben wie seine unglücklichen Familienverhältnisse. Alles spielt in die Ermittlungen mit hinein.

Es fiel mir leicht, in die Handlung hineinzufinden. Der Fall wird auf eine interessante Art dargestellt. Bis wirklich Spannung aufgebaut wird, dauert es aber ein wenig. Der Schreibstil ist flüssig und einfach lesbar. Etwas tückisch sind nur die Rückblenden, die nicht besonders gekennzeichnet sind. Aber man merkt spätestens beim zweiten Satz, dass man sich nun in der Vergangenheit befindet.

Dadurch dass es mehrere mögliche Verdächtige gibt, lädt der Roman zum Miträtseln ein. Am Ende werden alle echten und falschen Spuren logisch aufgedröselt. Auch wenn einiges vorhersehbar war, konnte mich die Identität des Täters doch überraschen.

Von Jørn Lier Horst kenne ich etliche Wisting-Krimis, die mich allesamt mehr begeistern konnten als das vorliegende Buch, das aber trotzdem nicht schlecht ist. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

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Hörst du den Schrei?

Rezensionen von PMelittaM:

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Das Gewicht unserer Körper von Bianca-Karla Itariu; Johanna Maria Brix

Lest dieses Buch!

Mehrgewichtige werden mit Spott und Häme überzogen, beleidigt, nicht ernst genommen, sowie, und das ist fast das schlimmste, sogar von der Medizin diskriminiert. Die Autorinnen, Adipositasspezialistinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem entgegenzusteuern, so soll auch dieses Buch aufzeigen, einordnen und sichtbarmachen, vor allem auch medizinisches Personal jedweder Art und Entscheidungsträger:innen zum Umdenken anregen.

Die Autorinnen sind aus Österreich und sprechen hier für das österreichische Gesundheitswesen, aber, soweit ich das sehe und recherchiert habe, kann man das im wesentlichen auch auf Deutschland übertragen. Alles andere ist sowieso leider nicht auf ein Land begrenzt.

Sehr gut hat mir der Einstieg gefallen, hier geht es unter anderem um die Venus von Willendorf und die Deutungen ihrer Darstellung. Jede:r von uns hat sicher zumindest einmal ein Bild von ihr gesehen, und vielleicht auch über sie nachgedacht. Für ein Buch dieses Themas ist das ein würdiger Einstieg, der direkt die Richtung vorgibt.

Die beiden Autorinnen sprechen aus ihrer eigenen Erfahrung, bringen Beispiele an, aber zitieren auch Quellen. Sie berichten von Therapien und Medikamenten, aber auch von Hindernissen, die Mehrgewichtigen immer wieder in den Weg gelegt werden. Sie stellen klar, dass man immer auch die Hintergründe der einzelnen Person sehen muss, und dass Beleidigungen und Nichternstnehmen schwerwiegende negative Konsequenzen haben können.

Wenn zum Beispiel nicht auf das Problem eingegangen wird, weswegen jemand in die ärztliche Sprechstunde kommt, sondern als allererstes das Gewicht angesprochen wird, egal, ob es überhaupt der Auslöser des Problems sein könnte, ist das für den:die Patient:in unter Umständen lebensgefährlich, denn es fehlt an adäquater Behandlung und es kann dazu führen, dass keine Praxis mehr aufgesucht wird.

Und selbst, wenn auf das Problem eingegangen wird, kann es sein, dass die Therapie nicht auf eine:n mehrgewichtige:n Patient:in angepasst ist. Oder, dass diese gar von der Krankenkasse als Lifestyle-Therapie angesehen und nicht übernommen wird. Was das mit Menschen macht, die solche Kosten nicht übernehmen können, kann man sich denken.

Übrigens ist lange nicht jeder übergewichtige Mensch krank oder unsportlich, und nicht jeder nichtmehrgewichtige Mensch gesund oder sportlich. Das ist ein rein gesellschaftliches Konstrukt, dass zum Beispiel Gesundheit am Gewicht abzulesen ist, leider scheinen darauf auch nicht wenige aus dem medizinischen Bereich hereinzufallen.

Ich würde mir wünschen, dass viele dieses Buch in die Hand nehmen und ihre eigene Einstellung zum Thema überdenken. Vielleicht bringt ja sogar meine Rezension schon manche:n zum Nachdenken. Für alle mehrgewichtigen Menschen wünsche ich mir, dass sie ernst genommen werden, egal in welchem Zusammenhang, und dass sie die Hilfe erhalten, die sie brauchen. Also: Lest dieses Buch!

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Das Gewicht unserer Körper