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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Shilo:

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Finding Hope – Das Licht unserer Tage von Kristin Hannah

Nicht alles ist vorhersehbar

Joy hat nach ihrer Scheidung genug von ihrem bisherigen Leben und zieht sich in die Wälder des Olympic Nationalparks zurück. Dort trifft sie auf den kleinen Bobby und seinen Vater Daniel. Zwischen den dreien entsteht nach und nach eine Verbindung, die für alle wichtig wird.
Die verschneiten Wälder und die Kälte haben mir beim Lesen gut gefallen.

Ich konnte mir Rain Valley und die Umgebung gut vorstellen. Gerade zu Joys Situation hat diese winterliche Landschaft für mich gut gepasst.
Nach der Scheidung weiß Joy zunächst selbst nicht so recht, wohin ihr Weg führen soll. Sie braucht Abstand und versucht gleichzeitig, mit dem klarzukommen, was hinter ihr liegt. Ihre Gedanken konnte ich dabei an vielen Stellen gut nachvollziehen.
Joy, Daniel und Bobby gehen jeweils mit ihrer Trauer auf ihre eigene Art um. Dabei geht es auch darum, anderen wieder zu vertrauen und jemanden an sich heranzulassen. Das hat mich beim Lesen immer wieder zum Nachdenken gebracht. Auch Bobby ist mir dabei im Gedächtnis geblieben. Trotz seiner Trauer bringt er seine eigene Art in die Geschichte ein. Die Beziehung zwischen ihm, Joy und Daniel entwickelt sich nach und nach, sodass ich wissen wollte, welchen Weg die drei gemeinsam gehen werden.
Einige Stellen haben mich emotional erreicht, andere waren mir etwas zu gefühlvoll. Vor allem im weiteren Verlauf nimmt die Handlung eine Richtung, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Diese Wendung hat für mich nicht ganz so gut funktioniert, da sie stellenweise etwas märchenhaft wirkt. Dadurch konnte ich mich nicht mehr ganz so gut auf die Geschichte einlassen wie zu Beginn.
Auch beim Tempo gab es Unterschiede. Manche Abschnitte ließen sich schnell lesen, während andere für mich etwas länger brauchten. Jeder der drei bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb war ich gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen ihnen weiterentwickelt und ob sie trotz ihrer unterschiedlichen Erfahrungen zueinanderfinden.
Beim Lesen gab es für mich einige Stellen, die mir im Gedächtnis geblieben sind und über die ich noch etwas nachgedacht habe. Die Begegnungen zwischen Joy, Daniel und Bobby haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Auch die winterliche Umgebung hat gut zu den Ereignissen gepasst. Nicht jede Wendung war für mich nachvollziehbar, insgesamt habe ich den Roman aber gerne gelesen. Dafür vergebe ich 4 Sterne.

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Finding Hope – Das Licht unserer Tage

Rezensionen von praja:

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Upon a Broken Throne 1. King of Ravens von Clare Sager

Düster, spannend und genau mein Beuteschema

Mit der düsteren Unterwelt, Fae, einem ziemlich fragwürdigen König und der Hades-und-Persephone-Richtung hatte mich die Geschichte eigentlich ziemlich schnell. Besonders Annon mochte ich, weil sie sich nicht einfach in ihr Schicksal fügt, sondern wirklich versucht, einen Ausweg zu finden. Auch die langsame Entwicklung zwischen ihr und Drystan hat für mich gut funktioniert.

Genau dieses gegenseitige Misstrauen und die Spannung dazwischen mag ich bei Romantasy einfach sehr gern.

Ein bisschen mehr hätte ich mir allerdings von der Unterwelt selbst gewünscht. Gerade weil das Setting so viel hergibt, bleiben manche Dinge erstaunlich oberflächlich und auch das Labyrinth hat mich nicht durchgehend gepackt. Dafür mochte ich die Intrigen, die düstere Stimmung und die Beziehung zwischen den beiden genug, um trotzdem richtig Spaß damit zu haben. Und nach dem Ende will ich definitiv wissen, wie es weitergeht.

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Upon a Broken Throne 1. King of Ravens

Rezensionen von praja:

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A Witch's Guide to Fake Dating a Demon von Sarah Hawley

Charmant, witzig und schön chaotisch

Mariel mochte ich ziemlich schnell, gerade weil bei ihr eben nicht alles so läuft, wie es laut ihrer Familie eigentlich sollte. Dazu kommt Ozroth, der eigentlich nur ihre Seele haben will und dann plötzlich als angeblicher Freund herhalten muss. Die ganze Fake-Dating-Sache hat für mich überraschend gut funktioniert und gerade die Unterschiede zwischen den beiden machen viele Szenen ziemlich witzig.

Dazu kommen Forced Proximity und eine schöne Grumpy-meets-Sunshine-Dynamik.

Für meinen Geschmack hätte die Fantasy zwischendurch ruhig etwas mehr Raum bekommen dürfen. Das Ganze geht schon deutlich mehr in Richtung romantische Fantasy-Komödie als in eine große, spannende Fantasygeschichte. Dafür mochte ich das kleine magische Setting und vor allem die Entwicklung zwischen Mariel und Ozroth. Es ist süß, stellenweise ziemlich spicy und genau das Richtige, wenn man mal etwas Lockereres zwischen zwei düsteren Büchern braucht.

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A Witch's Guide to Fake Dating a Demon

Rezensionen von praja:

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Chased by Sins and Sorrows von Ophelia L. Nightfall

Wilde Mischung mit etwas zu wenig Fantasy

Bei der Kombination aus Hexe, Werwolf, Vampir und Wahrsager war ich eigentlich direkt dabei. Gerade am Anfang wollte ich unbedingt wissen, was es mit den einzelnen Figuren auf sich hat und wie diese ziemlich wilde Konstellation am Ende funktionieren soll. Und ja, die Dynamik zwischen ihnen hat mir definitiv Spaß gemacht.

Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass die Fantasy ein bisschen untergeht. Ich hätte gerne mehr von der Welt, den Fähigkeiten und den eigentlichen Konflikten gesehen. Stattdessen rückt die Beziehung zwischen den Charakteren ziemlich stark in den Vordergrund und damit auch der Spice. Damit habe ich grundsätzlich überhaupt kein Problem, aber hier hätte ich mir zwischendurch einfach etwas mehr Handlung gewünscht.

Trotzdem habe ich es gerne gelesen. Die Figuren funktionieren zusammen, die Why-Choose-Richtung gefällt mir und langweilig wurde es für mich auch nicht. Für den nächsten Band wünsche ich mir nur, dass die Fantasy wieder etwas mehr Platz bekommt.

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Chased by Sins and Sorrows

Rezensionen von praja:

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Das Buch der gefallenen Blätter von A. S. Tamaki

Schwieriger Einstieg, aber starke Welt

Am Anfang musste ich mich erst ein bisschen in der Welt zurechtfinden. Es kommen ziemlich viele Namen, Clans und Zusammenhänge auf einmal, sodass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich wirklich drin war. Danach hat mir die Geschichte aber immer besser gefallen.

Das japanisch angehauchte Setting fand ich richtig schön und auch die Geister und politischen Konflikte haben für mich gut funktioniert.

Gerade bei den Figuren mochte ich, dass man nicht sofort jeden komplett durchschaut und manche Entscheidungen erst später mehr Sinn ergeben. Zwischendurch gab es ein paar Stellen, die sich für mich etwas gezogen haben und die ich gern kürzer gehabt hätte. Dafür gab es aber auch genug Momente, bei denen ich unbedingt wissen wollte, was hinter den ganzen Konflikten eigentlich noch steckt. Insgesamt hat mich die Geschichte neugierig genug gemacht, dass ich auf jeden Fall wissen möchte, wie es weitergeht.

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Das Buch der gefallenen Blätter

Rezensionen von Kwinsu:

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Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger

Leidenschaft gepaart mit einer Prise Unglaubwürdigkeit

Turnerin und Biologin Angel bekommt eine unglaubliche Chance: für zwei Jahre kann sie auf eine Insel in Tansania ziehen, um dort die Sprache der Schimpansen zu entschlüsseln. Doch gierige Großunternehmer setzen dem ein jähes Ende und es beginnt ein Wettstreit zwischen Gut und Böse...

Zu Beginn: der Autor hat wirklich einen sehr einnehmenden Schreibstil, ich habe fast nur positives über seine Bücher gehört, weshalb ich "Die Insel der Schimpansen" unbedingt lesen wollte.

Und tatsächlich habe ich das Buch recht flott verschlungen, auch wenn ich es ab und an weglegen musste, weil ich teilweise etwas genervt war...

Die ganze Geschichte ist in einem wissenschaftlichen Setting angelegt: Angel wird von dem renommierten Primatenforscher Timothy angeworben, einerseits weil sie einen guten wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht hatte, andererseits weil sie eine halbprofessionelle Turnerin ist und es somit für sie ein Leichtes ist, von Baum zu Baum zu schwingen. Und das tut sich auch, angekommen auf der Insel gliedert sie sich gar leicht in die Gruppe der Schimpansen ein, auch wenn sie stets das unterste Glied in der Hierarchie bleibt. Sie lernt, die Sprache der Menschenaffen zu sprechen, ab und an bekommen wir Lesenden Einblicke, mit welchen Geräuschen, Mimiken und Gesten sie funktioniert. Grundsätzlich klingt dieses System durchaus plausibel, allerdings ist mir ein wenig schleierhaft, weshalb zu Beginn des Buches mehrfach erwähnt wird, dass sie wohl alle für verrückt erklärt werden würden, sollte jemand herausfinden, dass sie an eine Sprache der Menschenaffen glauben. Wer die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre beobachtet, stellt fest, dass bei vielen Tierarten angenommen werden kann, dass sie miteinander sprechen bzw. kommunizieren; anders als dies Menschen tun, aber doch. Die Konversationen, die im Buch in menschliche Sprache übersetzt werden, sind leider nicht sonderlich gut gelungen. Einerseits wird erklärt, dass Schimpansen keine Vorstellung von Zeit hätten, andererseits wird aber mit Zeitangaben herumgeworfen. Dann sind viele Konversationen sehr einfach gehalten, andere bestehen aus komplexen Sätzen, was das ganze sehr unglaubwürdig erscheinen lässt. Ob dies der Übersetzung ins Deutsche geschuldet ist, kann ich nicht beurteilen, jedenfalls finde ich schade, dass die an sich gute Idee hier sehr inkonsistent umgesetzt wird.

Ebenso unpassend finde ich, wie Schwarz und Weiß hier grundsätzlich Menschen gezeichnet werden. Die Investoren, die die Insel kaufen und die Wissenschaftler*innen verjagen wollen, sind einfach allesamt ungute, bösartige, selbstverliebte und herrschsüchtige Personen. Ja, solche gibt es zuhauf, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass diese es nicht so plakativ "heraushängen" lassen wie in dieser Darstellung. Andere wiederum, wie Timothy, sind so naiv, dass es ebenfalls unglaubwürdig ist. Das ganze gipfelt dann in ein Ende, das die handelnden Figuren auf eine Art dezimiert, die mich ob ihrer Fragwürdigkeit eigentlich nur mehr genervt hat.

Ich finde es super, dass es Autoren wie John Ironmonger gibt, die versuchen, durch Unterhaltungsliteratur mit wissenschaftlichen Anspruch Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie schützenswert Tiere bzw. die gesamte Natur sind und dass wir uns den Planeten lediglich mit ihnen teilen. Schade finde ich es aber, dass es so stereotyp und inkonsistent umgesetzt wird. Positiv hervorheben muss ich noch den Erzählstil, denn die ganze Geschichte wird von einem Erzähler geschildert, der vorgibt, sie von Angel selbst gehört zu haben. So gibt dieser auch an, wenn er sich etwas zusammenreimen musste oder wenn er über Personen recherchiert hat. Dabei greift er manchmal in der Geschichte vor und springt wieder zurück, was durchaus spannende Momente bringt.

Mein Fazit: "Die Insel der Schimpansen" ist ein kurzweiliger Unterhaltungsroman, der mit stereotypen Figuren arbeitet und einiges erklärt, dass er schlussendlich nicht halten kann. Wem es nicht stört, dass nicht alles so gut zusammenpasst, aber trotzdem Leidenschaft für die Sache und Idealismus haben will, ist hier richtig.

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Die Insel der Schimpansen

Rezensionen von askyfullofpages:

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Bruchlinien von Gernot Rainer

Covid

Werbung | Rezensionsexemplar

Corona.
Schule.
Bruchlinien.

Wow! Ich war skeptisch und wurde total überzeugt!

Mit Bruchlinien ist Gernot Rainer ein sehr starkes Debüt gelungen, das mich gerade auch als Ärztin sehr beschäftigt hat. Der Autor selbst ist Lungenfacharzt. Er erzählt aber nicht aus dem Krankenhaus, sondern aus dem Klassenzimmer.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Ich war aber auch unsicher, ob mir die Geschichte gefallen und wie der Autor dieses schwierige Thema umsetzen würde. Die Corona-Zeit ist noch nicht so lange her und ehrlich gesagt immer noch ein wunder Punkt. Mir war auch nicht klar, in welches Extrem das Buch ausschlagen würde. Niemals hätte ich gedacht, dass es dem Autor so gut gelingt, die Geschichte aus so vielen unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen und zu überzeugen.

Die Geschichte spielt während der Corona-Pandemie und zeigt, wie sehr diese Zeit auch das Schulleben verändert. Es prallen unterschiedliche Meinungen, Ängste und Überzeugungen aufeinander. Zwischen Homeschooling und ständiger Überforderung auf allen Seiten steuern Kinder, Eltern und Lehrer auf einen zwischenmenschlichen Abgrund zu. Was ich vom Autor wirklich grandios gelöst fand, war, wie es ihm gelingt, die unterschiedlichen Sichtweisen und Beweggründe seiner Figuren verständlich zu machen und dabei alle Blickwinkel einzufangen.

Die Charaktere mit ihren ganz persönlichen Ängsten und Sorgen wurden vom Autor sehr eindrücklich dargestellt. Da ist der Lehrer, der zwischen allen Fronten steht, Vorschriften durchsetzen soll und es niemandem recht machen kann. Da sind die Eltern, von denen die einen die Maßnahmen befürworten und die anderen sie strikt ablehnen. Da sind die Schüler, die auf ihre Eltern und den Lehrer hören sollen. Und da ist der Opa, der noch einmal eine ganz andere Perspektive auf diese Zeit eröffnet. Alle haben ihre eigenen Befürchtungen, Sorgen und Beweggründe. Und alle versuchen auf ihre Weise, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen.
Die Szenen rund um die Erkrankung des Opas und die damit verbundenen Ängste seiner Familie sind mir besonders nahegegangen. Ich habe selbst auf einer Covid-Station gearbeitet und kenne solche Situationen aus eigener Erfahrung. Gerade die Besuchsbeschränkungen, die Hilflosigkeit der Angehörigen, aber auch des Krankenhauspersonals und die Unsicherheit, die diese Zeit mit sich gebracht hat, haben mich sehr beschäftigt. Ich habe mich damals selbst bei der Arbeit mit Covid infiziert und bin seitdem schwer krank. Das Buch hat deshalb viele Erinnerungen wieder wachgerufen und mich auch emotional sehr mitgenommen.

Bruchlinien, das bei Kremayr & Scheriau erschienen ist, ist für mich ein äußerst gelungenes Buch und ein großartiges Debüt. Ich kann dieses Buch wirklich allen sehr ans Herz legen, weil ich es nicht nur unglaublich gut, sondern vor allem extrem wichtig finde. Denn: Verständnis ist die Basis für ein friedliches Zusammenleben.

Vielen Dank an den Verlag Kremayr & Scheriau für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Bruchlinien

Rezensionen von Katja K.:

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Thornbird von Elle Kennedy

Atmosphärischer Jugendthriller mit sanfter Spannung

Dies war nicht nur für Elle Kennedy ihr erster Young Adult Thriller, sondern auch für mich und ich kann sagen: Es wird nicht mein letzter gewesen sein. Mir hat die Story wirklich gut gefallen.

Ryan ist eine authentische, traumatisierte und auch toughe Protagonistin, deren Erleben und Handeln ich gut nachvollziehbar fand.

Sie hat eine herrlich sarkastische Art und muss an vielen Fronten mit ihrer Vergangenheit und der gegenwärtigen Situation kämpfen, was mich oft berührt hat.

Ich mochte die Atmosphäre, die immer so ein bisschen unheilvoll und düster war, und die sanfte Spannung, die es auch erlaubt hat, dass man die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Alltag von Ryan miterleben konnte. Das fand ich sehr gelungen und eine erfrischende Abwechslung zu den Thrillern, bei denen immer alles Schlag auf Schlag geht.

Die Liebesgeschichte bleibt angenehm im Hintergrund. Sie spielt eine Rolle und hat mir auch gefallen, der Thriller-Aspekt überwiegt jedoch.

Insgesamt hat das Buch geradezu dazu eingeladen, mitzurätseln und auch die Bezüge zu der True Crime Community und die Foren-Einträge fand ich interessant. Die Plottwists haben mir gut gefallen, auch wenn es mir am Ende eine Überraschung zu viel war.

Ich lese generell gerne Jugendbücher, weil mich diese sensible Lebensphase mit der Suche nach der eigenen Identität immer wieder fasziniert. Und hier wird dies noch mal auf ein ganz anderes Level gehoben, weil Ryan einen Umgang mit der Tatsache finden muss, dass ihr Vater ein bekannter Serienmörder ist und sie dies auch noch geheim halten muss.

Insgesamt war es für mich ein runder und stimmiger YA-Thriller mit angemessenem Romance Anteil (ohne Spice), den ich gerne und schnell gelesen habe. Einen halben Stern Abzug gebe ich, weil es für meinen Geschmack am Ende eine Wendung zu viel war und weil eine Hauptperson für mich recht blass blieb.

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Thornbird

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

Anders als erwartet

Als bekennende Janeite ist natürlich anything Austen ein absolutes Must-Read für mich - und auf dieses Werk war ich ganz besonders gespannt! Der immerhin fast 500 Seiten umfassende Schmöker rückt jene Bennet-Schwester in den Vordergrund, mit der ich mich am wenigsten identifizieren kann: Lydia. Obendrein wird es auch noch ziemlich magisch.

Hexerei, Dämonen - na, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.


Nachdem ich das Buch nun einige Tage Revue passieren lassen habe, muss ich allerdings sagen: So ganz überzeugen konnte es mich nicht. So kreativ und einfallsreich ich die Grundidee auch finde (und so sehr ich es willkommen heiße, dass auch den Nebenfiguren meiner liebsten Herzensgeschichte eine eigene Story erdacht wird): Leider wurde ich mit Lydia auch hier absolut nicht warm (und Liebe zu den Hauptfiguren ist für mich einfach essenziell.) Ich empfand sie wiederholt und über große Strecken der Handlung als enorm unsympathisch und selbstbezogen - genau das Gegenteil von dem, was ich mir zu lesen erhofft hatte: eine andere Sicht auf Lydia (sodass ich sie ab sofort vielleicht mit anderen Augen hätte sehen können). Zwar agiert sie gegen Ende hin auf eine Weise, die mich etwas versöhnlicher stimmte, dennoch blieb unterm Strich für mich ein ungutes Gefühl bestehen. (Auch ihre Tante büßte einiges an Sympathie ein.) Ich hatte mir einfach etwas ganz anderes erhofft.


Was ich als positiv empfunden habe:


❏ die Tatsache, dass Lydia und ich zumindest in puncto 'Verurteilung von Tieropfern' einer Meinung waren,


❏ den interessanten Aspekt um Wickham sowie Kitty - beide gänzlich neu interpretiert,


❏ den an sich angenehmen Schreibstil, angelehnt an den Originalton von Austen,


❏ die wahrhaftig zauberhafte Aufmachung dieses hübschen Hardcovers.


Hach … ich weiß auch nicht, ich bin bei sehr zwiegespalten - immerhin spielt die Story im Austen-Universe, also würde ich sie so gerne von Herzen lieben.


Fazit:
Auch wenn es kein Herzensbuch von mir geworden ist, bewundere ich den kreativen Hintergrund und kann mir vorstellen, dass jeder Austen -Fan schon allein aus Neugier nicht an dieser Geschichte vorbeikommt.

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Stolz, Vorurteil und Hexerei

Rezensionen von Piet1990:

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Four Heads Missing von Thorsten Schleif

Düsteres London und echte Spurensuche

„Four Heads Missing“ hat mich vor allem durch das historische Setting überzeugt. Im viktorianischen London werden mehrere kopflose Frauenleichen gefunden und William Berger und Irene Adams beginnen zu ermitteln. Besonders spannend fand ich dabei, dass der Fall auf historischen Ereignissen beruht und Thorsten Schleif echte Fakten mit einer fiktiven Geschichte verbindet.

Die Atmosphäre ist richtig gut gelungen. Die dunklen Gassen, die Armut auf der einen und der Luxus auf der anderen Seite sowie die Angst vor Jack the Ripper machen das London dieser Zeit sehr greifbar. Auch die Ermittlungsarbeit fand ich interessant, weil eben keine moderne Technik zur Verfügung steht. Stattdessen müssen Will und Irene beobachten, Menschen befragen und kleine Hinweise zusammensetzen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und durch die eher kurzen Kapitel wollte ich meistens direkt weiterlesen. Besonders unangenehm - im positiven Sinne - fand ich die kurzen Einblicke in die Gedanken des Täters. Anfangs musste ich mich allerdings erst an die vielen Personen und Zeit-Sprünge gewöhnen, wobei das Personenverzeichnis wirklich hilfreich ist.

Fazit:
Ein spannender und atmosphärischer historischer Thriller, der True Crime und Fiktion gut miteinander verbindet. Vor allem das viktorianische London und die klassische Ermittlungsarbeit haben mir gefallen. Kleine Schwächen gibt es beim Einstieg, insgesamt hat mich der Fall aber sehr gut unterhalten.

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Four Heads Missing