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Rezensionen von peedee:

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Prost, auf die Sportler von Friedrich Kalpenstein

Sport ist Mord

Kommissar Tischler, Band 13: Profi-Biathlet Moritz Binder ist es gewohnt, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Für seine Kontrahenten hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Bei der Eröffnung des neuen Sportgeschäftes seines ehemaligen Trainers in Brunngries ist er als prominenter Gast eingeladen – am nächsten Morgen ist er tot.

Hauptkommissar Constantin Tischler beginnt zu ermitteln. War es ein Unfall? Oder eine Abrechnung? Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und Binders arrogantes Verhalten wird nicht gut angekommen sein. Polizeiobermeister Felix Fink wird von Bürgermeister Gmeinwieser zu einem Tatort gerufen…

Erster Eindruck: Wenn die Resi auf dem Cover ist, kann das nur ein gutes Cover sein, oder?

Dies ist Band 13 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten). Ich gelte in Brunngries schon als Einheimische *laut lach*. Es ging auch gleich zünftig los! Fremde Leute würden denken, dass in Brunngries nie etwas passieren würde, aber wir „Quasi-Einheimischen“ wissen es natürlich besser…

Ein Toter im neuen Sportgeschäft – und das gleich am Eröffnungstag! Und wie es sich herausstellt, war es der bekannte Profisportler Moritz Binder! Dieser Umstand sorgt dafür, dass das Medienecho noch grösser als sonst sein wird. Der nunmehr tote Binder scheint ein arrogantes anstatt kollegiales Verhalten an den Tag gelegt zu haben! Constantin Tischler und Felix Fink ermitteln zwar grundsätzlich in gewohnter T-U-F-Manier, aber vorerst werden sie zu zwei unterschiedlichen Fällen gerufen: Constantin zum Sportgeschäft und Felix ins Chaletdorf. Dort wartet Bürgermeister Gmeinwieser auf ihn und bittet dringend darum, den Fall nicht unnötig aufzublasen – seine Frau müsse nicht damit behelligt werden und seine Wähler auch nicht. Was soll denn das bedeuten?

Das übliche Geplänkel zwischen Constantin und Felix hat mir gefallen. Und auch die Stimmung unter den anderen Polizeimitarbeitenden. Der Mechaniker Franz Steiner, der sich ja schon einiges geleistet hat, erhält dieses Mal positives Feedback: Als Aushilfs-Taxifahrer verhindert er, dass sein Fahrgast auf den Enkeltrick hereinfällt und viel Geld los wurde. Bravo! Hach, das war wieder ein Lesegenuss: Spannung und Humor – was will ich mehr? Von mir gibt es ein weiteres Mal die wohlverdienten 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Prost, auf die Sportler

Rezensionen von clematis:

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Solange der Fluss wartet von Wally Lamb

Corby Ledbetter

Corby Ledbetter kümmert sich ums Haus und die zweijährigen Zwillingskinder, nachdem er seinen Job in der Künstlerbranche verloren hat. Seine Suche nach einer neuen Anstellung verläuft ergebnislos und deprimierend. Durch einen folgenschweren Fehler droht die junge Familie endgültig zu zerbrechen.

Einen überwältigenden Roman präsentiert Schriftsteller Wally Lamb mit „Solange der Fluss wartet“ und schafft es mit seiner eloquenten und authentischen Erzählweise spielend auf meine persönliche Bestenliste. Der eindringlich geschilderte erste Teil des Buches weckt große Erwartungen, welche bis zum Ende hin nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen werden. Lebensnah wird Corbys Alltag beschrieben, unglaublich kurzweilig erstreckt sich die Zeit bis hin zum Drama. Und auch danach geht es bestens recherchiert und realitätsnah weiter, nämlich bei der Gerichtsverhandlung und im ewig gleichen Trott des Gefängnislebens, das so ewig gleich gar nicht ist. Einzelne Tage werden herausgegriffen, das Dilemma des Gerechtigkeit suchenden Ledbetter auf erschreckend bildhafte Art und Weise zu Papier gebracht. Wie übersteht man als Neuling im Knast die ersten Stunden, Tage und Wochen? Wem kann man vertrauen? Kann man überhaupt jemandem unter den Mithäftlingen oder unter den Wärtern vertrauen? Kapitel mit nicht immer leicht zu lesender Kost folgen, die Brutalität muss gar nicht stets in Worte gefasst werden, oft reicht aus, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Wer meint, das war es dann, der wird völlig überrumpelt davon, wie dieser großartige Roman tatsächlich endet – trotz meiner eher nüchternen Haltung habe ich die letzten Seiten mit Tränen in den Augen umgeblättert.

Unausgesprochene Gedanken, welche nie in Worte gefasst werden, können so unendlich viel Leid nach sich ziehen. Der Stellenwert von Reue und Vergebung wird oft gering geschätzt, vielleicht sollten wir nach diesem emotional so bewegenden Roman wieder einmal darüber nachdenken.

Ich wiederhole mich, wenn ich „Solange der Fluss wartet“ als absolut lesenswert einstufe, aber nichts anderes kann man zu diesem Buch abschließend sagen. Fünf verdiente Sterne für ein Werk, das leider sehr nahe an ein realistisches Szenario herankommt.

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Solange der Fluss wartet

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Schule der Elefanten von Sophy Roberts

Eines der besten Sachbücher der letzten Zeitn

Sophy Roberts geht der unglaublichen Geschichte nach, dass im Jahr 1879 König Leopold II. von Belgien Afrika für sich vereinnahmen wollte. Seine Idee war es, afrikanisches Land für Belgier*innen bewohnbar zu machen. Dies wollte er mit „trainierten“ Elefanten, die die Arbeit (Holz- und Menschentransporte, Pflug- und Erntearbeiten uam) verrichten, umsetzen.

Um die afrikanischen Elefanten einzufangen und zu schulen, war seine Vision, asiatische Elefanten als Köder einzusetzen, die die Herden der afrikanischen Elefanten anlocken sollten.

Für diesen Vorhaben organisierte er den irischen Abenteurer Frederick Carter und vier asiatische Elefanten aus Indien.

Asiatischen Elefanten wird nachgesagt, im Gegensatz zu afrikanischen Elefanten, dass sie für derartige Schwerarbeit sehr tauglich sind. Afrikanische Elefanten wurden wegen dem Elfenbein gejagt, aus dem vor allem Billardkugeln und Klaviertasten hergestellt wurden.

Sophy Roberts beschreibt die mühsame Reise der vier asiatischen Elefanten von Mumbai (heutiges Bombay) über Muscat nach Aden (im Oman), von dort weiter nach Stone Town in Sansibar und nochmals weiter nach Tansania an den Tanganyka See. Für die vier Elefanten war diese Reise eine Herausforderung. Vor den Ufern des heutigen Dar es Salaams wurden die Elefanten mit Seilen und Tüchern ins Wasser gehoben und mussten dann zwei Kilometer weit schwimmend das Festland erreichen, weil das Schiff aufgrund der Sandbänke nicht näher an das Ufer herkam.

Die lebensgefährliche Reise mit den Elefanten quer durch Tansania ist unglaublich spannend zu lesen und hat mich immer wieder nur mit Kopfschütteln zurückgelassen, so unfassbar grausam wie Menschen und Tiere behandelt wurden.

Sophy Roberts ist ab Stone Town selbst der Route gefolgt und erzählt viel über das damalige und insbesondere auch heutige Tansania, was sich im Laufe der Zeit verändert hat, welche Schwierigkeiten es in dem Land heute gibt, wie damals gab.

Das Buch ist für mich genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen. Ich habe es in Dar es Salaam und Stone Town gelesen. Hier wird Kolonialismus mal ganz anders erzählt – wie ich es noch nicht gelesen habe. Ich bin aus dem Staunen nicht rausgekommen.

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Schule der Elefanten

Rezensionen von Marry:

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Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte von Rebecca Gugger

Herr Leopold hat uns begeistert

Das Buch „Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte“ ist wirklich gelungen. Auf dem Hardcover sehen wir bereits Leopold, wie er in den Wolken schwimmt. Er ist super lustig illustriert und hat meine Kinder zum Lachen gebracht.

Bereits seit seiner Geburt konnte Leopold schweben.

Er hob ständig ab, doch die Sorge der Menschen, dass er eines Tages vielleicht davonschwebt, sorgte dafür, dass diese ihm so viel Gepäck wie nur möglich anbanden, sodass er nicht mehr schweben konnte. Und mit dieser schweren Last ging er durchs Leben und vergaß, dass er mal so etwas Tolles konnte. Doch eines Tages schwebte Mathilda an ihm vorbei und weckte Erinnerungen in ihm.

Ich habe lange nicht mehr so ein tolles Buch in der Hand gehalten. Die Blätter fühlen sich sehr hochwertig an. Die farbigen Illustrationen haben meinen Kindern am meisten gefallen. Insbesondere die Doppelseite, auf der nur Herr Leopolds Kopf abgebildet ist.

Für mich persönlich ist das Buch ein Jahreshighlight. Es zeigt uns, dass anders sein nichts Falsches ist und man mit Leichtigkeit durchs Leben gehen sollte und sich diese so lange es geht bewahren sollte. Eine ganz große Empfehlung!

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Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte

Rezensionen von verhei:

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Four Heads Missing von Thorsten Schleif

mehr True Crime: noch ein Serienkiller in Whitechapel?

London im Jahr Oktober 1888: Auf der Baustelle des neuen Scottland Yard Hauptgebäudes wird im Keller ein verschnürtes Paket gefunden. Es enthält den Torso einer Frau. Im Juni 1889 ziehen drei Jungen ein verschnürtes Paket aus der Themse. Auch hier ein Körper ohne Kopf. Ist dies das Werk von Jack the Ripper oder ist ein neuer Mörder unterwegs.

In diesem Buch begegnen dem Leser echte historischer True-Crime-Fälle aus der Zeit um die legendären Jack the Ripper-Morde. Alle dies wird kunstvoll ergänzt mit einer fiktiven Rahmenhandlung rund um die „Hobby“-Ermittler, die der legendäre Inspector Edmund Reid (den es wirklich gab) zu Rate zieht. Die Ermittler: Irene Adams, Begleitdame, und William Berger den derzeitigen Leibwächter von Sir Patrick, ehemals preußischer Soldat und Landgendarm. Ein sympathisches, wenn auch etwas unkonventionelles Ermittlergespann, das auch privat spannend ist. Über weite Strecken ist hier allerdings Will Berger der treibende Ermittler. Erstaunlich ist allerdings, wie weit die wirkliche Polizei hier in den Hintergrund gerät.

Gut gelungen und doch sehr praktisch sind die Hilfen, die dem Leser vom Autor mitgegeben wurden: eine Karte im Bucheinband und ein Personenverzeichnis. Angenehm ist auch die Kapitelgestaltung – Tag, Ort und Uhrzeit sind klar ersichtlich, die Orientierung ist damit vereinfacht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und fängt gut die Atmosphäre der damaligen Zeit ein. Die Kapitel sind relativ kurz und es gibt auch Perspektivenwechsel zur Tätersicht. All diese Dinge erhöhen den Lesefluss und die Spannung. Generell fokussiert sich die Erzählung auf klassische polizeiliche Ermittlungen – Befragungen und Spuren zu verfolgen. Psychologische Profile waren in der damaligen Zeit schlichtweg noch nicht so modern.

Aus meiner Sicht lässt sich der Roman auch gut ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen, jedoch versteht man damit vielleicht die Ermittler besser. Und wer möchte den nicht auch etwas über den legendären Red Jack erfahren?

Alles in allem für mich eine gelungene Aufarbeitung von Kriminalfällen, die sich in der Zeit von Jack-the-Ripper ereignet haben.

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Four Heads Missing

Rezensionen von Tara:

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Aprikosenkind von Judith Merchant

Spannend, aber auch ein wenig verworren

„Aprikosenkind“ ist ein wendungsreicher Psychothriller der Autorin und Literaturwissenschaftlerin Judith Merchant.

Von außen betrachtet hat Nathalie ihren Lebenstraum verwirklicht und hat alles, was sie sich immer gewünscht hat. Sie lebt mit ihrem Mann Gabriel und ihrer sechsjährigen Tochter Ruby zurückgezogen in einem Haus auf dem Land.

Allerdings gibt es bei Ruby Verhaltensauffälligkeiten und gleichzeitig geschehen merkwürdige Dinge im Haus, was bei Nathalie zu großer Verunsicherung - und dazu, dass sie sich selbst nicht mehr traut - führt.

Der Schreibstil von Judith Merchant liest sich angenehm und sie versteht es, durch wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge Spannung aufzubauen. Allerdings war es mir zu Beginn fast ein wenig zu viel und ich hatte Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten.
Nachdem man zu Beginn die Familie kennenlernt, nimmt die Handlung im weiteren Verlauf immer mehr an Fahrt auf. Die Atmosphäre ist unheimlich und es folgen zahlreiche Wendungen, die zum Teil durch eine kleine Andeutung eingeleitet werden, neugierig machen und atemlos weiterlesen lassen.

Die Charaktere sind interessant. Während ich Nathalies Sorge um Ruby sehr gut nachvollziehen konnte, waren ihre Handlungen für mich nicht immer schlüssig. Auch die von Gabriel haben mich mehrfach verwundert. Ruby konnte ich bis zum Schluss nicht einschätzen.

Das führte dazu, dass ich durch das Buch gesprintet bin und mich das plötzliche Ende ein wenig überrascht hat. Dennoch habe ich es als plausibel und stimmig empfunden, sodass für mich hier alles gepasst hat.

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Aprikosenkind

Rezensionen von Tara:

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Das große Buch der deutschen Sprache von Andrea Weller-Essers

Fakten über die deutsche Sprache unterhaltsam präsentiert

„Das große Buch der deutschen Sprache“ ist in Zusammenarbeit der Autorin Andrea Weller-Essers und Marmota Maps entstanden. Hinter Marmota Maps stecken Lana Bragin und Stefan Spiegel, die für die optischen Elemente, die Zeichnungen und Grafiken in dem Buch verantwortlich sind.

Ich interessiere mich für Sprachen und insbesondere unsere deutsche Sprache beinhaltet viele Besonderheiten über die man sich immer wieder wundern kann, wenn man einmal näher hinschaut.

Von daher ist dieses Buch genau das Richtige für mich.

Schon der Blick in das Inhaltsverzeichnis, in dem zehn Themengebiete angesprochen werden, war äußerst vielversprechend. Es geht darum, was typisch deutsch ist, wie sich die Sprache gewandelt hat, welche Fremdwörter Einzug erhalten haben und welche ausgewandert sind, wie die Sprache unsere Gesellschaft beeinflusst hat und vieles mehr.

Die Informationen und Fakten werden dabei in kurzen Texten, unterstützt durch passende grafische Darstellungen, vermittelt.
Jede einzelne Seite ist dabei durch bunte Illustrationen in kräftigen Farben eindrucksvoll gestaltet. Abwechslungsreicher geht es gar nicht.

Wer sich für Sprache interessiert und Spaß an deren Besonderheiten hat, findet hier informative, amüsante und aufschlussreiche Fakten. Das Buch zeigt, wie lebendig und vielseitig Sprache ist.

Ich werde das Buch sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen, um mir möglichst viel einzuprägen. Es macht einfach großen Spaß, bringt einen zum Staunen und lädt immer wieder zum Blättern ein.
Es ist eine perfekte Mischung aus fundierten Informationen und großartigem Design.

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Das große Buch der deutschen Sprache

Rezensionen von Ele:

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Wolkenberührpunkt von Christoph Kramer

Was zwischen den Zeilen steht


Wolkenberührpunkt, Roman von Christoph Kramer, 288 Seiten, Kiepenheuer & Witsch
Die bewegende Geschichte zweier unterschiedlicher Leben und der Suche nach dem Glück.
Christoph Kramer ist am Ende seiner Fußballkarriere angekommen. An diesem Punkt schreibt er sein Buch: „Das Leben fing im Sommer an“ Am Erscheinungstag begibt er sich in die Buchhandlung um zu beobachten, wer sein Buch kauft.

Der erste ist Roman und er bezahlt das Buch mit abgezählten Münzen. Kramer spricht ihn an und einen ganzen Tag lang erzählt Roman seine Lebensgeschichte. Dieses Schicksal lässt Kramer nicht mehr los.
Dieser Roman, der über das Zusammentreffen unterschiedlicher Lebenswege und Schicksale erzählt, greift atmosphärische Elemente des Erwachsenwerdens und der Lebenssuche auf. Es ist eine bewegende Geschichte zweier unterschiedlicher Leben, die die Suche nach Glück in den Mittelpunkt stellt. Das Buch besteht aus 8 Kapiteln, mit zweigeteilten Erzählperspektiven, die Hauptgeschichte aus der Sicht von Roman und am Ende jedes Kapitels in anderer Schrift, Reflexionen, die Kramer mit seinem Leben zieht. Eintragungen aus „Niemands“ Tagebuch erscheinen in Schreibschrift, so werden die einzelnen Ansichten deutlich in Szene gesetzt. Der Schreibstil ist sehr sensibel und unaufgeregt. Die Geschichte verzichtet auf allzu lautes Drama und transportiert Gefühle eher zwischen den Zeilen. Der Text vermittelt eine nachdenkliche Grundstimmung.
Die Charaktere handeln authentisch und nachvollziehbar, Roman ein schwermütiger junger Mann, der keine leichte Kindheit hatte. Er ist zerrissen, hinterfragt die Welt und seine Familie. Mira die Schlüsselfigur aus Romans Leben, nach der er stets eine leise Sehnsucht verspürt, als an seinem 18. Geburtstag der nächste ungeahnte Wendepunkt eintritt, war ich komplett überrascht, ich dachte immer da hätte es Möglichkeiten gegeben, auf die ich hier wegen Spoilergefahr nicht eingehen möchte, um die Sache zu klären. Es ist eine schöne aber auch sehr traurige Geschichte finde ich. Vorliegendes Buch kann man mit Kramers Debütroman nicht vergleichen. Wolkenberührpunkt ist auf eine andere Art schön und zeigt die schriftstellerischen Fähigkeiten des Ex-Fußballprofis.
Es handelt sich hier um ein sensibles Porträt zweier völlig ungleicher Figuren, zum einen der gefeierte Fußballstar der in einer intakten Familie und geliebt aufwuchs. Zum anderen der Junge der sich immer fehl am Platz und fremd in seiner Familie vorkam.
Kramer hat es wieder geschafft mich gut zu unterhalten und zu fesseln. Ich hoffe, dass er weiterschreibt. Eine Lese- und Kaufempfehlung an alle, die nachdenkliche Geschichten mögen. Von mir 5 Sterne

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Wolkenberührpunkt

Rezensionen von lorireads:

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Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück

Mysteriös und spannend geschrieben

'Songs of the void' war das erste Buch, das ich von Anne Lück gelesen habe. Angesprochen hatte mich vor allem das tolle Cover, der melodiöse Titel und die Beschreibung im Klappentext, die mal nach etwas ganz anderem klang, wo sich im Romance- und Romantasy-Genre doch vieles immer wieder wiederholt.

In dieser Hinsicht wurde ich auf jeden Fall nicht enttäuscht, denn das Buch hebt sich meiner Meinung nach sehr von anderen aktuellen Büchern ab, was mir extrem gut gefallen hat.

Im Zentrum steht Alize, die sich als Musikagentin ihren Platz in einem großen kanadischen Label zu erkämpfen versucht und dabei von ihrem Mitarbeiter Malo unterstützt wird. Ihr großes Ziel ist es, die geheimnisvolle Band Silentbound unter Vertrag zu nehmen, die jedoch nur geheime und spontane Konzerte gibt, für die man sein Ticket in einer Lotterie gewinnen muss. Als Alize endlich ein Ticket ergattert, geht ihr Plan, die Band beim Konzert anzusprechen, allerdings etwas schief. Danach ist nichts mehr wie zuvor und sie steht einer düsteren Bedrohung gegenüber, gegen die die Band schon lange anzukämpfen versucht.

Besonders gut gefallen hat mir Alize' selbstbewusste und zielstrebige Art, aber auch ihren Freund Malo fand ich unheimlich sympathisch.
Was mir außerdem sehr gut gefallen hat war, dass der Fokus des Buches klar auf den Silencern und dieser düsteren Bedrohung lag, die von ihnen ausging. Der Romance-Teil war nur ein kleinerer Nebenaspekt und besonders gut gefallen hat mir eine Stelle zwischen Alize und ihrem Kollegen Léo, bei der die beiden sich näher gekommen sind und Alize das ganze dann aber unterbrochen hat, weil ihr ein wichtiger Gedanke zu den Silencern kam, dem sie sofort nachgehen wollte. Ich persönlich fand das sehr realistisch angesichts dieser Bedrohung und wesentlich authentischer als die Romantik-Entwicklung in vielen anderen Romantasy-Büchern.
Dass sich die Romantik in Songs of the Void insgesamt sehr langsam entwickelt und ich mich oft gefragt habe, ob wirklich Léo der Love Interest in dieser Geschichte ist, fand ich auch total erfrischend und schön.
Die Handlung rund um die Silencer fand ich ebenfalls spannend und die Idee dahinter super interessant. Bis zuletzt habe ich gerätselt, wer hinter den Bandmitgliedern von Silentbound steckt und besonders natürlich hinter deren Leadsänger Echo, da aus meiner Sicht verschiedene Charaktere in Frage kamen. Wer sich hinter den anderen Mitgliedern verbirgt ist weiterhin unklar und macht mich sehr neugierig auf Band 2.

Im mittleren Teil des Buches hat sich die Geschichte nach meinem Empfinden etwas gezogen und ich hätte mir gewünscht, einige der offenen Fragen, die erst ganz zum Schluss beantwortet wurden, schon etwas früher aufgeklärt worden wären. Dadurch kommt das Buch für mich nicht ganz an die fünf Sterne heran, hat aber sehr eng daran gekratzt. Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt auf Teil zwei und kann es nach dem Cliffhanger am Ende kaum erwarten, wieder in diese spannende Welt hineingesogen zu werden.

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Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille

Rezensionen von Annabell95:

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Was sie nicht weiß von Shari Lapena

Solider Thriller

Bryden und Sam führen scheinbar ein perfektes Leben. Sie sind glücklich verheiratet, beruflich erfolgreich und genießen ihr Familienleben mit ihrer kleinen Tochter Clara. Doch das scheinbar perfekte Leben wird erschüttert, als Bryden eines Tages spurlos verschwindet. Sam erhält einen Anruf aus der Kita, dass Clara noch nicht abgeholt worden ist.

Er holt sie ab und zu Hause findet er Brydens Auto sowie ihre persönlichen Gegenstände vor. Keine Hinweise für einen Aufbruch. Alles wirkt normal, aber Bryden ist wie vom Erdboden verschluckt. Für Sam beginnt eine beunruhigende Suche nach der Wahrheit hinter ihrem plötzlichen Verschwinden.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, was grundsätzlich für etwas Dynamik sorgt und Einblicke in die Gedanken mehrerer Figuren ermöglicht. Jedoch entwickelt sich in der Handlung kaum Tempo, sodass es mehr oder weniger vor sich hinplätschert. Hinzu kommt, dass sich einige Szenen bzw. Gedanken mal wiederholen, wodurch Längen entstehen. Man hatte das Gefühl es bleibt auf der Stelle, aber kommt nicht wirklich voran. Der Schreibstil war recht angenehm zu lesen, aber trug auch nicht so wirklich zur Spannung bei.

Es tauchen eine Vielzahl an Charakteren in dieser Story auf, die alle ihre eigenen Geheimnisse mit sich herumtragen. So gut wie jeder scheint etwas zu verbergen, wodurch man im Grunde jeden verdächtigt. Trotz dieser vielen Verdächtigen und den miteinander verwobenen Geheimnisse kam jedoch kaum Miträtseln auf. Dieses typische Hin und Her bei den Verdächtigungen bei einem typischen Thriller blieb irgendwie aus.

Obwohl viele der Figuren ihre eigenen Geheimnisse haben, blieben sie dennoch relativ blass. Sie wirkten eher Mittel zum Zweck, um falsche Fährten zu lesen und weitere Verdächtigungen in den Raum zu werfen. Aber sie bekamen nicht wirklich die nötige Tiefe, sodass man eine Verbindung zu ihnen hätte aufbauen können um mitzufühlen.

Ein bisschen unbefriedigend war, dass ein Handlungsstrang nicht wirklich zu Ende erzählt worden ist. Es wirkte eher konstruiert, um zusätzliche Verdächtigungen zu erzeugen, aber ohne einen wirklichen Abschluss zu erhalten.

Mein Fazit:
Viele Verdächtige, viele Geheimnisse und eigentlich scheint jeder etwas zu verbergen. Trotzdem wollte bei mir kaum echte Spannung aufkommen. Die Handlung zieht sich stellenweise, einige Figuren bleiben blass und ein Handlungsstrang wirkt am Ende nicht ganz zu Ende gedacht. Gut lesbar, aber insgesamt fehlte mir das gewisse Etwas.

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Was sie nicht weiß