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Persönliche Lese- tipps

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Orangen für Dostojewskij von Michael Dangl

Orangen für Dostojewskij

„Was hatte ihm das Schicksal
in den letzten vierundzwanzig
Stunden in die Hände gelegt,
dachte Dostojewskij … Vom
Größten der Musikzunft zu
einer Zusammenarbeit eingeladen“.
Die angedachte Casanova-
Oper hat es nie gegeben,
aber möglich wär’s schon: Hier
trifft der große Schwermütige
jedenfalls auf den großen
Lebenslustigen, Rossini, und die
lichtdurchflutete Serenissima,
Venedig.

Sie werden für ihn
Lebensquell und Jungbrunnen.
Historischer Roman und
Künstlerbiographie in einem:
grandios!

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Orangen für Dostojewskij
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Junischnee von Ljuba Arnautovic

Junischnee

Arnautovic erzählt die Geschichte
ihres Vaters. Eines
Lebens, das von politischen
Verfolgungen und der Suche
nach Liebe und den Wurzeln
geprägt ist. Der Vater ist ein
Kind, das trotz allem überlebt
und dabei wie vergessenes Brot
verhärtet. Nüchtern skizziert
Arnautovic Krieg, Folter, Gulag
und Verschleppung mit Hilfe
von Briefen und Verhören, um
eine Seite weiter mit poetischen
Beschreibungen des Nachkriegs-
Wiens und der russischen
Stadt Kursk zwischen 1900 und
1960 sich in Hirn und Herz zu
brennen.

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Junischnee
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Das Damengambit von Walter Tevis

Das Damengambit

Durch die neue Netflix-Serie
ist die Schach spielende Beth
Harmon jetzt weltweit bekannt.
Der Autor, der sie erfunden
hat, erlebt eine kleine Renaissance.
Und das ist gut so.
Nicht nur, dass er Autor von
sechs Romanen ist, von denen
mehrere hochkarätig verfilmt
wurden (Die Haie der Großstadt
mit Paul Newman, Die Farbe
des Geldes mit Tom Cruise, Der
Mann, der vom Himmel fiel mit
David Bowie), er kann auch
über Schachpartien so schreiben,
dass sie selbst für Nicht-
Schachspieler*innen enorm
spannend zu lesen sind.

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Das Damengambit
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Das Verschwinden der Erde von Julia Phillips

Das Verschwinden der Erde

Zwei junge Mädchen verschwinden
spurlos. Die Spurensuche
führt durch vielfältige
Leben von Frauen innerhalb
eines Patriachats, das sich
konstant und doch verschleiert
durch bekannte Sätze und
Taten zeigt. Sensibel und mit
äußerster Spannung streift Julia
Phillips durch die Landschaft
Kamtschatkas und zeigt den
Leser*innen eine durch Rassismus
gespaltene und männerdominierte
Gesellschaft.

Das
komplexe Thema wird in diesem
Buch mit Bedacht und abseits
von simplen Urteilen kraftvoll
beschrieben.

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Das Verschwinden der Erde
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Literatur lesen wie ein Kenner von Hermann Kurzke

Literatur lesen wie ein Kenner

Dass ein wahrer Kenner dieses
Buch verfasst hat, daran besteht
kein Zweifel. Kurzke legt Lesenden
am Anfang ein literarisches,
fünfteiliges Besteck in
die Hand. An dieses Schema,
an Texte heranzugehen, hält er
sich strikt. Das macht die Texte
sehr gut vergleichbar, bzw.
einordenbar. Denn auch auf
die historischen Bezüge vergisst
Kurzke nicht.

Es ist auch schön
zu lesen, dass er nicht auf die
Lyrik vergisst. Und dass seine
Literatur bis Dmitry Glukhovsky
(Metro 2033) reicht, ist ja
auch nicht schlecht!

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Literatur lesen wie ein Kenner
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Der Fallmeister von Christoph Ransmayr

Der Fallmeister

Was für ein grandioser Wurf,
der wohl in der Zukunft spielt,
sich aber wunderbar archaisch
liest. Ransmayr tippt sprachgenau
in gesellschaftliche
Wunden: Stichwort regionale
Grenzen! Und er schildert eine
private Tragödie, in der der
Ich-Erzähler der Frage nachgeht,
ob sein Vater ein Mörder
ist.

Es ist auch ein Roman über
das Element Wasser, denn der
Vater ist Schleusenwärter, der
Sohn Hydrotechniker und
bei einem schlimmen Schiffsunglück
an der Schleuse ist
wohl nicht alles mit rechten
Dingen zugegangen …

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Der Fallmeister
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Klara und die Sonne von Kazuo Ishiguro

Klara und die Sonne

Der neue Roman des Nobelpreisträgers
wird aus der
Perspektive einer künstliche
Intelligenz erzählt. Klara ist
diese künstliche Intelligenz, sie
soll Kinder auf dem Weg zum
Erwachsenwerden begleiten.
Die Erwartungen, die an sie
gestellt werden, sind nicht zu
erfüllen, denn sie sind menschlich,
und also nicht rational.

Gefühle nach Sinnhaftigkeit
abzuklopfen, ist ebenso sinnlos
wie wunderbar zu lesen, und
Ishiguro macht daraus einen
grandiosen, spannenden und
nachdenklich stimmenden
Roman. Berührend & entlarvend!

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Klara und die Sonne
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Ich und der Andere von Jürgen Kaizik

Ich und der Andere

Für Jim Morrison scheint
alles zu Ende, bevor es richtig
losgegangen ist. Zwar hat
der gescheiterte Filmstudent
seine eigene Band, The Doors,
gegründet, aber ihre Karriere
droht in schäbigen Vorstadtspelunken
zu versanden. Eines
Abends sitzt ein Typ im Publikum,
der dort nicht hinpasst.
Seine bloße Anwesenheit stört –
und Jim verliert die Nerven.

Von da an wird alles anders.
Jim Morrison soll im Sommer
1971 in Paris gestorben sein.
Angeblich in einer Badewanne
ertrunken.

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Ich und der Andere

Maria Leitner empfiehlt:

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Noise von Daniel Kahneman; Olivier Sibony; Cass R. Sunstein

Noise: Was unsere Entscheidungen verzerrt – und wie wir sie verbessern können

Warum treffen wir, je nach Umständen,
völlig unterschiedliche
Entscheidungen auf ein und
derselben Faktengrundlage?
In seinem neuen Buch klärt
Nobelpreisträger Daniel Kahneman
über die Vielzahl von oft
zufälligen Faktoren auf, die
unsere Entscheidungsfindung
stören und häufig negativ beeinflussen
– sie sind im Begriff
Noise zusammengefasst.

Wir
müssen lernen, diese Störgeräusche
zu verstehen, nur dann
können wir auf Dauer besere
Entscheidungen treffen.

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Der Verdacht von Audrain Ashley

Der Verdacht

Violet ist ein Wunschkind, und
Blythe möchte die liebevolle
Mutter sein. Doch als man ihr
das Neugeborene in den Arm
legt, fühlt sich alles falsch an.
Da ist nur Ablehnung, und je
älter das Mädchen wird, desto
mehr wächst die Angst vor Violet.
Alles nur Einbildung? Oder
ist das Mädchen tatsächlich
absichtsvoll böse? Fox, der seine
Tochter von ganzem Herzen
liebt, beobachtet seine Frau
mit wachsendem Misstrauen.

Bis eines Tages das größtmögliche
Unglück über die Familie
hereinbricht.

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