Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Dunkles Wien - Die Morde von Lainz von Lisa Jeglitsch
Fesselnd bis zur letzten Seite
Der Titel dieses Krimis hat mich sofort an die Mordserie jener Krankenschwestern erinnert, die in den Jahren 1983 bis 1989 zahlreiche Menschen im Krankenhaus Lainz ermordet haben. Doch das Lesen des Klappentextes hat mich eines Besseren belehrt. Hier geht es um eine Frau und einen Mann, die im Lainzer Tiergarten jeweils mit acht Messerstichen und mit einem Abstand von mehreren Jahren ermordet worden sind.
Doch von Anfang an:
Als man die Leiches des jungen Mannes aus dem Lainzer Tiergarten als Sohn einer wohlhabenden Wiener Familie identifiziert, weiß noch niemand, welche Kreise dieses Verbrechen ziehen wird und wie Ermittlerin vom LKA Wien
betroffen sein wird.
Zunächst sind die Kriminalbeamten Laura Sturm und ihr Kollege Karl Suchanek einem mutmaßlichen Täter auf der Spur. Sie stehen unter Druck, weil ihr Chef Martin Farkas den Fall noch vor den nahenden Weihnachtsfeiertagen abschließen.
Doch dann zweifelt Laura an dem Ermittlungsansatz. Sie erinnert sich an den Mord an einer Hebamme einige Jahre zuvor. Die tote Frau ist ziemlich genau am Fundort der aktuellen Leiche abgelegt worden und der modus operandi ist nahezu ident. Doch der damalige Täter sitzt im Gefängnis. Der Besuch in der Vollzugsanstalt Krems-Stein, in der jene Täter einsitzen, die eine lebenslange Haft verbüßen müssen, bringt außer einem Wiedersehen mit dem psychopathischen Mann und der Erkenntnis, dass er für den zweiten Mord das beste Alibi hat, wenig Erkenntnisse. Dennoch lässt Laura die Akten zum alten Fall ausheben.
Haben sie es mit einem Trittbrettfahrer zu tun?
Meine Meinung:
Lisa Jeglitsch präsentiert einen fesselnden Debüt-Krimi, bei dem wenig so ist, wie es scheint. Das beginnt bei den Eltern des toten Mannes, die wenig sympathische wirken und allerhand zu verbergen haben. Geld und Macht allein machen weder glücklich noch liebenswürdig.
In diversen Rückblicken erhalten wir Einblick sowohl in die Leben und Hintergründe der beiden Toten. Doch es gibt noch andere, die durch das Fehlverhalten der Hebamme Leid erfahren haben.
Die Charaktere, sowohl die guten als auch die schlechten, sind vielschichtig angelegt. Sie haben ihre Ecken und Kanten. Laura Sturm und Karl Suchanek sind ein gutes Team.
Ich habe recht bald eine Idee gehabt, wer für die Morde verantwortlich sein könnte, bin aber dann von der Autorin gehörig in die Irre geführt worden, um dann zum Schluss doch den richtige Riecher gehabt zu haben. Die zahlreichen Wendungen machen den Krimi so richtig spannend. Die Auflösung ist sehr gut gelungen.
Dieses Krimi-Debüt überzeugt durch eine stringente Handlung, komplexe Charaktere und das Flair von Wien abseits der üblichen Schauplätze. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.
Fazit:
Diesem gelungenen Reihenauftakt, der mir ein unverwechselbares Lesevergnügen bereitet hat, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Eternal-Hope:
So tickt Wien von Norbert Philipp
Humorvoll geschriebener Versuch, sich dem Wiener Lebensgefühl anzunähern
Was macht Wien aus? Wie kann man die Seele dieser Stadt verstehen lernen?
Diesem vielschichtigen Thema nähert sich der "Presse"-Journalist, Kulturvermittler und Fremdenführer Norbert Philipp mosaikhaft von verschiedenen Seiten an. Das Buch liest sich unterhaltsam und leicht, auch wenn es ein paar Seiten gebraucht hat, bis ich mich eingelesen gehabt habe.
In lockerem, essayartigem Stil geht der Autor auf verschiedene Aspekte Wiens ein: da geht es um die verschiedenen Architekturprojekte wie die Oper oder ein Jahrhundert später das Museumsquartier, die alle am Ende nicht ganz so aussahen als ursprünglich geplant, aber schlussendlich ihren Platz im Herzen der Menschen gefunden haben. Genauso wie um Wienerlieder, Wiener Schmäh, aus der Zeit gefallene Fiaker, aber auch die Donauinsel und Neue Donau (ein marketingtechnisch wesentlich günstigerer Name als das ursprüngliche "Entlastungsgerinne", der zeigt, wie sich Wien charmant zu verkaufen weiß), die Fußgänger- und Begegnungszone auf der Mariahilfer Straße oder die Seestadt Aspern.
Ganz viel Prägung aus der Habsburgermonarchie gibt es, die man bis heute an vielen Gebäuden insbesondere in der Innenstadt oder an den sich immer noch so nennenden k.u.k. Hofzuckerbäckereien merkt, aber auch an der legendären Gemütlichkeit der Wienerinnen und Wiener, die einerseits mit einer Abgrenzung von den preußischen Tugenden verbunden war und andererseits auch mit einer Resignation zu Zeiten des Absolutismus, als man eh nicht viel tun konnte, fürs Nichtstun aber wiederum nicht belangt werden konnte: "Man kann Wien nicht unterstellen, dass es nicht versucht hätte, sich mit der Zeit zu arrangieren. Aber eben in seinem eigenen Tempo. Dass die Zeit anderswo fließt und läuft, aber hier nur tröpfelt und strawanzt, dafür kann man ja nix." (S. 129)
Immer wieder auch die Frage danach, was Wien und die dort lebenden Menschen verbindet und zusammenhält: "Doch in die riesigste von allen bringt man die größte Gemeinsamkeit unter: die Stadt selbst, in der man lebt. Sie ist die Klammer. Sie betrifft alle zugleich. Wie das Wetter, Sonntag und Winterschlussverkauf. Wien verbindet. Ob man will oder nicht." (S. 84)
Dabei hat Wien aber auch schon immer von der kulturellen Vielfalt gelebt, die die unterschiedlichen Menschen, die hierher gezogen sind, in die Stadt eingebracht haben: "Die "Wiener Luft" zwischen Kapuziner Gruft und Spitze des Donauturms ist prall gefüllt mit den unterschiedlichsten kulturellen Molekülchen. Doch das Einzige, was hier höchstwahrscheinlich nicht herumschwirrt, ist so etwas wie ein "echter Wiener". Dieser ist inzwischen hauptsächlich eine Figur der Folklore. Und war es höchstwahrscheinlich auch immer. Oder besser gesagt: eine Figur der Mythologie. Natürlich glaubt man manchmal, eine unscharfe Silhouette von ihm an irgendeiner Ecke gesehen zu haben, aber das glaubt man vom Christkind und vom Ungeheuer von Loch Ness auch." (S. 112)
Als eine, die ihr ganzes Leben in der Nähe von Wien verbracht und auch einige Jahre dort gelebt hat, habe ich die Lektüre des Buches sehr unterhaltsam und interessant gefunden, einiges wiedererkannt und viel Neues gelernt. Insofern kann ich das Buch allen, die sich für Wien interessieren, durchaus empfehlen.
Klar sein muss einem dabei, dass es sich um eine humorvolle Kulturcharakteristik und keinen klassischen Reiseführer handelt. Im Anhang des Buches findet sich außerdem eine Literaturliste, mit der das Thema noch weiter vertieft werden kann, wenn sie auch kein richtiges Quellenverzeichnis ist, in dem man einzelne Details nachschlagen könnte, was ich ein bisschen schade finde.
Insgesamt ist es jedenfalls ein interessantes, gut geschriebenes und humorvolles Werk, das viele Aspekte der Wiener Kultur gut auf den Punkt bringt und interessante Hintergründe dazu liefert.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit von Ken Follett
Für mich persönlich ein Flop
Dieses Buch ist eine herbe Enttäuschung für mich. Es wirkt auf mich, wie aus zahlreichen Versatzstücken zusammengestoppelt. Ähnlichkeiten im Ablauf und den Charakteren aus der Kingsbridge-Reihe sind zu erahnen.
Die Geschichte selbst könnte überall und zu jeder Zeit spielen. Nur hin und wieder gibt es Hinweise auf die Errichtung von Stonehenge vor 2.
500 Jahren. Zu dieser Zeit leben Jäger, Bauern und Hirten in der Gegend. Man begegnet einander kaum, was gut ist, sind sich doch die Gruppen spinnefeind. Besonders ausgeprägt ist die Rivalität zwischen Hirten und Bauern. Die einen kultivieren das Land und die andern beanspruchen dasselbe als Weide für ihre Tiere. Ob sich die Gesellschaften der drei Gruppen wie beschrieben unterschieden hat? In der bäuerlichen Gruppe erhebt sich einer über alle und beansprucht alles Land, Vieh und Frauen, während bei den Hirten Mann und Frau gleichberechtigt und friedlich zusammenleben. Naja, ich weiß nicht.
Es kommt, wie es kommen muss: Nach einer Dürre eskalieren die köchelnden Konflikte und nichts ist mehr wie früher.
Obwohl lt. Verlagsinfo die bewährten Übersetzer am Werk sind, fällt der eher lieblose Umgang mit der Sprache auf. Zudem häufen sich Tippfehler, was bei einem Buch eines Bestsellerautors nicht passieren dürfte.
Die Handlung ist banal und zieht sich zusätzlich noch, es gibt kaum Spannung und die Charaktere sind nur schwarz oder weiß.
Fazit:
Dieser erschreckend banalen Handlung, die zudem lieblos niedergeschrieben (oder übersetzt) wirkt, kann ich leider nichts abgewinnen und bewerte den Roman, den man kaum als historisch bezeichnen kann, mit einem Stern.
Rezensionen von Claudia H.:
Good Boy von Sarina Bowen; Elle Kennedy
Manchmal muss Frau eben zum Glück gezwungen werden
Worum es geht:
Jess organisiert die Hochzeit ihres Bruders, dabei will sie ihrer Familie beweisen, wie gut sie in ihrem Job ist. Zudem möchte sie schon wieder einmal den Job wechseln und weiß nicht genau, wie sie das ihrer Familie erklären soll. Doch das ist nicht schon genug Stress, nein ausgerechnet der Eishockeyprofi Blake ist einer der Trauzeugen.
Und mit genau diesem total nervigen Typen hatte Jess mal ein One-Night-Stand, von dem sie eigentlich möchte, dass es nie jemand erfahren wird.
Mein Fazit:
Hierbei handelt es sich um eine lockere und teilweise auch ganz heitere Lovestory, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Jess und Blake sind mir beide gleich sympathisch gewesen. Blake findet Jess richtig gut, Jess dagegen findet Blake einfach nur nervig. Da Blake allerdings nicht locker lässt, gibt es so einige Interaktionen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Mir hat die Lovestory sehr gut gefallen und es gab auch ein paar nette spice Szenen. Dies ist das erste Buch der WAG-Reihe und ich freue mich schon auf den weiteren Teil.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich gebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von Shilo:
Sternschnuppen über Windy Point von Annette Weber
Wo das Herz seinen Platz findet
Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich klare Bilder im Kopf: die Weite Kanadas, die Natur, die Pferde. Alles ist so beschrieben, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Die Geschichte hat ein ruhiges Tempo, das mir sehr gefallen hat, und die Autorin bringt das Land und die Atmosphäre glaubwürdig rüber – ohne zu übertreiben.
Marlene war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist nicht perfekt, sondern eine Frau, die gerade einiges verloren hat und sich langsam wieder ins Leben zurücktastet. Ihre Entscheidung, auf Coles Ranch zu leben, wirkt anfangs wie ein Rettungsanker – und genau das macht sie so menschlich. Cole selbst bleibt zunächst ein wenig undurchsichtig, aber man merkt schnell, dass er ein gutes Herz hat. Mir gefiel, wie sich zwischen den beiden ganz ohne große Worte Nähe entwickelt.
Die Szenen mit den Pferden haben mich besonders berührt. Da steckt spürbar Liebe und Wissen drin, und ich konnte die Verbindung zwischen Mensch und Tier gut nachempfinden. Manchmal war mir der Ablauf etwas vorhersehbar, aber die Atmosphäre und die warmherzige Erzählweise haben das gut ausgeglichen.
Was mir gefallen hat: die Mischung aus Neuanfang, Naturverbundenheit und zarter Romantik. Was mir ein kleines bisschen gefehlt hat, war das gewisse Überraschungsmoment – die Handlung lief an einigen Stellen etwas zu glatt. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und am Ende mit einem Lächeln zugeschlagen. Es ist eine Geschichte, die einem guttut, besonders wenn man an die Liebe glaubt, die sich nicht planen lässt.
Mein Fazit:
Ein stiller, herzenswarmer Roman mit authentischen Figuren, viel Gefühl für Natur und Tiere und einer schönen Portion Hoffnung. Nicht perfekt – aber genau das macht den Charme aus. 4 Sterne.
Rezensionen von Anilam:
Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen von Elli Kolb
Zwischen Abschied und Neuanfang
Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen gehört nun zu meinen Herzensbüchern! Es hat mich von Anfang an mit seiner ruhigen und ehrlichen Art gepackt und auf eine ganz besondere Weise berührt. Im Buch wird das Thema Abschied total feinfühlig behandelt. Nicht nur im großen Sinn, sondern auch in diesen kleinen, stillen Momenten, die oft genauso wehtun.
Gerade weil ich im letzten Jahr selbst ähnliche Erfahrungen im Umfeld gemacht habe, hat mich das an vielen Stellen tief erreicht.
Was mir besonders gefallen hat, ist der Schreibstil. Er ist so locker und leicht, dass man sofort drin ist, ohne sich groß einlesen zu müssen. Man liest einfach weiter, weil es sich anfühlt, als würde jemand direkt aus dem Leben erzählen. Und dann natürlich die Taube – für mich eines der schönsten Symbole im Buch. Irgendwie steht sie für Hoffnung, Fürsorge und das Loslassen und genau das zieht sich wie ein roter Faden durch Romys Geschichte. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes, weil es so nah am Leben ist, hier in unserer Zeit spielt und einem zeigt, dass man auch aus schweren Momenten wieder ins Licht finden kann. ????
Rezensionen von Miro:
Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater
Die Kraft des Süßwassers
June Hudson - Hoss - ist die Direktorin des Grand Hotel Avalon in den Appalachen in West Virginia. Das Avalon ist das nobelste Hotel in ganz Amerika und die High Society liebt es, dort eine Auszeit zu verbringen, denn June und ihr Hotel verstehen es, Luxus auf eine ganz besondere Weise zu gewähren. Hier werden Wünsche erfüllt, bevor sie überhaupt gedacht werden.
Wer dieses Buch liest, taucht tief in die Welt des Avalon ein und bei mir hat es definitiv den Wunsch geweckt, dort ein paar Tage zu verbringen. Die Autorin schildert das Leben in und um das Hotel so plastisch, dass man fast meint, die Gerichte zu schmecken, die aus der "Grotte" kommen.
Just das Avalon muss nun, 1942, kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbour, eine Delgation deutscher und japanischer Diplomaten aufnehmen, die man irgendwo festsetzen muss. June hatte sich gewehrt gegen diesen Beschluss, doch sie hatte keine Chance. Sie muss sich in das Dilemma fügen, den verhassten Angehörigen der Achsenmächte einen Luxushotelaufenthalt zu gönnen. Zwischen der Fürsorge für ihr Personal und den Ansprüchen der speziellen Gäste verliert sich June fast selbst aus den Augen.
Und hinzu kommt noch die geheime Kraft des Süßwassers. Es hat ein Fünkchen Magie in sich, scheint belebt und es entspinnt sich eine Wechselwirkung zwischen dem Wasser und den Gästen. Das Wasser muss beruhigt werden, wenn so viel Spannung herrscht im Haus. Keine leicht Aufgabe für June, die ihr Leben dem Hotel und dadurch auch dem Wasser verschrieben hat.
Somit verwebt die Autorin dieses magische Element mit historischen Tatsachen. Die Wirren des Krieges zwingen die Protagonistin einen kühlen Kopf zu bewahren, um die globalen Konflikte, die sich nun in ihrem Hotel abspielen in geregelte Bahnen zu lenken und Herz und Verstand in Einklang zu halten. Sie bringt den Mut auf Menschlichkeit in diesen unmenschlichen Zeiten zu leben und trifft eine Entscheidung, die viele Leben verändert. Das Wasser als magisches Element durchdringt die ganze Geschichte, bleibt aber immer mysteriös und nebulös.
Rezensionen von clematis:
Mord an Weihnachten von Hanna Paulsen
Mordskekse
Wenige Tage vor Weihnachten trifft man sich auf der Insel Föhr am Oldsumer Weihnachtsbasar. Die Aufregung ist groß, als nicht nur ein Besucher mit krampfartigen Schmerzen zu Boden geht und die Rettungssanitäter mehrere Personen ins Krankenhaus bringen müssen. Ein Standbetreiber bricht überhaupt leblos zusammen, schnell sind seine Weihnachtskekse als vergiftet entlarvt.
Allerdings fehlen Täter und Mordmotiv, die Wyker Polizei samt Staatsanwalt Broder Jacobsen, der eigentlich nur kurz auf seiner Heimatinsel urlauben will, muss kurz vor dem Fest noch alles geben.
Während es sonst bei den bereits bekannten Personen auf Föhr eher ruhig zugeht, passiert ausgerechnet am letzten Adventsonntag ein Mordanschlag. Aber wem gilt er? Und wer ist dafür verantwortlich? Kekse als Mordwaffe sind einmal etwas Neues und Kommissar Udo Harksen ist gewiss, dass noch vor dem Heiligen Abend ein Täter überführt werden kann. Die Ermittlungen sind dann aber doch deutlich komplizierter als zunächst angenommen und führen zu Nachbarschaftsproblemen, deren Ursprung schon viele Jahre zurückliegt.
Gekonnt zeigt Hanna Paulsen, dass sie nicht nur wunderbare Familien- und Liebesgeschichten erzählen kann, sondern auch spannende Kriminalfälle auf der schönen Nordseeinsel Föhr aufzuklären weiß. Kurze Kapitel und wechselnde Sichtweisen sorgen für Spannung, interessante Details zu Brauchtum und festlichen Traditionen verfeinern die winterlich-weihnachtliche Atmosphäre. Ohne brutale Szenen, dafür aber mit viel Feingefühl und Gespür geht man verworrenen Beziehungskonflikten nach und deckt mehr auf als anfangs gedacht, die einzelnen Fäden ziehen sich schlussendlich logisch zusammen.
Ein unterhaltsamer Krimi, nicht nur für Freunde der Insel Föhr, für solche aber ganz besonders. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich die bereits bekannten Figuren wieder treffe, egal, in welchem Zusammenhang, denn zu erzählen gibt es immer etwas. Leseempfehlung!
Rezensionen von milky:
All the Way to the River von Elizabeth Gilbert
Unfassbar ehrlich
Das Buch "All the Way to the River" ist wirklich unglaublich ehrlich geschrieben. Es handelt von der Autorin Elizabeth Gilbert, welche durch den Bestseller "Eat, Pray, Love" weltberühmt wurde, und Rayya Elias, die zunächst eine Bekannte war, dann beste Freundin und schlussendlich ihre Partnerin.
Beide sind auf unterschiedliche Art und Weise süchtig und gehen verschieden damit um.
Mir gefällt, wie die Autorin das alles ungeschönt erzählt und einen tiefen Einblick in ihr Leben und die Sucht gewährt. Das Buch leistet nicht nur nebenbei Aufklärung, sondern gibt auch Mut, die Sucht zu besiegen und nicht aufzugeben. Auch einige Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich noch immer an einige Themen denken, was ein positives Zeichen ist.
Zwischen den Kapiteln befinden sich Gedichte und Zeichnungen. Diese Abwechslung lockert auf und hat mir gut gefallen.
Fazit: Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Ameland:
Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen von Carola Becker
Eine besondere Disziplin bei den Highland Games
Nachdem Mäc Mief tagelang Heusäcke und geblümte Gummistiefel auf seiner Wiese um die Ohren geflogen sind, ist endlich der Tag der schottischen Highland Games gekommen. Fröhlich macht sich die Familie Olifant auf den Weg und Bonnie und Mäc Mief sind dabei. Dort angekommen haben wohl alle ihre Geldbörse zuhause vergessen.
Mäc Mief zweifelt, ob seine Menschen wirklich so vergesslich sind. Aber Geldbörsen verschwinden lassen, ist doch auch keine Disziplin der Games.
Mäc Mief ist wirklich ein besonderes Schaf. Grundsätzlich ist er auf seiner Wiese ganz zufrieden, glücklich wird er, wenn sein Lieblingsmensch Finn kommt und ihn krault. Aber in ihm schlummern auch eine Art Kampfschwein und Rennschaf. Und diese beiden erwachen immer, wenn jemand etwas Unrechtes tut und seinen Menschen schaden will. So einen Moment gibt es auch wieder bei den Highland Games. Über seinen Einsatz können alle, einschließlich des Königs, nur staunen. Unterstützung erhält er auch wieder von seinem Freund, dem Hütehund Bonnie. Klar, dass es am Ende auch eine Belohnung für die zwei gibt.
Mäc Mief sorgt hier stets für gute Laune, auch bei mir. Mäc Mief und Bonnie schleichen sich sehr schnell in kleine und große Herzen, so geschehen auch bei Finn und Meggie. Aber die Liebe geht auch in die andere Richtung, was hier wiedermal bewiesen wurde. Ich finde es sehr schön, wie hier zu sehen ist, dass Liebe keine Einbahnstraße ist.
Die liebevollen und aussagekräftigen Illustrationen von Ina Krabbe sind nicht nur toll anzusehen, sondern unterstützen auch das geschriebene Wort perfekt. Besonders gefallen mir beim Cover die Schottenkaros.
Carola Becker hat wieder eine schöne und spannende Abenteuergeschichte mit den tierischen Freunden geschrieben, die große und kleine Leser erfreut.











