Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sternzauber:
Flapp lernt fliegen von Lu Fraser
Kleine Fledermaus – großer Mut
Das Cover zum Bilderbuch „Flapp lernt fliegen“ von Lu Fraser und Sarah Warburton gefällt mir sehr gut. Als erstes fällt mein Blick auf die kleine Fledermaus mit den riesigen Augen, wodurch ich Flapp gleich kennen lerne und auch seine Freundin, die Motte, wird mir visuell bereits vorgestellt. Ich mag das starke Blau als Hintergrundfarbe und das Bild ergibt mit der Schrift eine wunderbare Einheit – für meinen Geschmack ist es eine sehr gelungene Einladung ins Buch und auch meinen Neffen hat das Cover sofort neugierig gemacht.
Die Geschichte erzählt uns davon, dass Flapp nicht fliegen kann und es trotz vieler Versuche nicht schafft seine Angst zu überwinden. Doch eines Tages zieht ein Sturm auf und seine Freundin Motte gerät in Gefahr. Um sie zu retten wächst Flapp über sich hinaus und wagt einen neuen Flugversuch…
Lu Fraser bietet uns diese Erzählung in Reimform dar und der Übersetzerin Maria Höck ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, den Sprachrhythmus im Reim im Deutschen hervorzuheben. Es macht Spaß die Verse (vor-) zu lesen und durch sie ergibt sich eine ganz besonders dichte Atmosphäre, die der Geschichte eine große Spannung und Präsents verleiht. Sie haben außerdem so anregend auf meinen Neffen gewirkt, dass er im Anschluss an die Lektüre selber neue Reime erdachte und große Freude an Wortspielereien zeigte, was ich super fand!
Auch die Bilder von Sarah Warburton gefallen mir ausgesprochen gut. Sie sind farbenfroh und eindrücklich ohne aufdringlich zu wirken, sie zeigen viele Details und beinhalten teilweise einen zarten humorvollen Ton. Vor allem aber spielen sie gekonnt und beeindruckend mit Stimmungen und der Atmosphäre, die perfekt zur Geschichte passt. Text und Bild verbinden sich in unserer Wahrnehmung sehr gut, ergänzen sich und bilden eine stimmige Einheit, was das Bilderbuch zu einem rundum gelungenen Erlebnis macht.
Auch die Botschaft der Geschichte sagt mir sehr zu, denn Kindern Mut zu machen, an sich selber und ihre Fähigkeiten zu glauben, kann nie fehl am Platz sein. Außerdem spielen das Überwinden von Angst, Freundschaft und Gemeinschaft eine wesentliche Rolle – alles verpackt in einer schönen, berührenden und sogar spannenden Geschichte für Kinder ab 4 Jahren. Ein tolles Bilderbuch, das ich gerne allen (jungen) LeserInnen empfehlen möchte, die Lust auf eine ermutigende Geschichte haben!
Rezensionen von yellowdog:
Mit Liebe und Safran von Kim Fay
Briefe und Freundschaft
Mit Liebe und Safran ist ein Briefroman, der in den frühen sechziger Jahren handelt.
Die Briefe schreiben sich zwei Frauen:
Mrs.Imogen Frontier, 57, Camano Island und Miss Joan Bergstrom, 27, LA.
Es dauert eine ganze Weile, bis sie sich mal begegnen. Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Romanen, die in Briefform verfasst sind.
Doch hier ziehen die starken Persönlichkeiten der Protagonistinnen es wieder raus. Ihre tiefe Freundschaft hilft ihnen bei Problemen.
Eine große Rolle spielt für sie auch das Essen und das Kochen. Das Thema durchzieht das Buch. Zuletzt muss man noch die Atmosphäre erwähnen, die Kim Fay mit ihren Stil erzeugt.
Rezensionen von Nele33:
Station 22. Wo bist du sicher? von Anne Elvedal
konnte mich nicht erreichen
Auf das Hörbuch"Station 22" der Autorin Anne Elvedal eingelesen von Sarah Dorsel habe ich mit relativ hohen Erwartungen begonnen.
Ida ist eine beliebte Krankenschwester auf der Station 22 in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ihre Vergangenheit ist den Kollegen nicht bekannt, bis plötzlich Patientinnen von ihr verschwinden und sie beginnt sich dieser zu stellen.
Als Kind wurde sie entführt und tauchte nach 2 Jahren wieder auf. Durch Hypnose durch ihren Kollegen hofft sie ihre Erinnerungen an diese Zeit, die in den Tiefen ihres Gedächtnisses verschlossen sind, wiederzuerlangen. Bald keimt in ihr der Verdacht auf, dass ihr Peiniger von damals sie aufgespürt hat und nun weitere Opfer sucht.
Sarah Dorsel als Sprecherin war sehr angenehm, besonders ihre Betonung bei den Personenwechseln war unfassbar gut. Die Emotionen wie Angst, Panik und Überforderung wurden durch sie überzeugend transportiert.
Leider verlor sich der anfangs spannende Plot um Ida, ihrer Vergangenheit und den verschwundenen Patientinnen mit zunehmendem Fortschreiten der Geschichte in Absurditäten und Unglaubwürdigkeit. Die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität fiel mir, wie auch der Protagonistin immer schwerer.
Meine Erwartungen waren gänzlich anderen an diesen Thriller, sodass ich nach dem Hören doch enttäuscht zurückgeblieben bin.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Hunderunde von Frauke Angel; Nadine Prange; Eva Howitz; Lena Seik
Mode und Stoffe umgeben uns alltäglich. Wie sich unsere Mode entwickelt hat, was sie gesellschaftlich ausgedrückt hat, wie sie entsteht, welchen ökologischen Fußabdruck Kleidung hat, was Labels aussagen, ob und wie Kleidung recycelt werden kann, welche aktuellen Trends es rund um die Mode und deren Herstellung gibt, welche ökologischen und wirtschafts- aber sozialethischen Probleme sich um die Thematik ergeben - um all das geht es in diesem Buch.
Es ist mit 64 Seiten schon eher umfangreich und mit der Altersempfehlung ab 9 sieht man auch schon, dass das Thema so bearbeitet wird, dass auch schon komplexere Zusammenhänge aufgezeigt werden und globale Vernetzungen sichtbar werden. Ich hätte das Buch selbst etwas später angesetzt, so ab der Klasse 5, eher sogar 6. Je nach Thema sind die Beschreibungen nämlich schon eher komplex und auch der Wortschatz ist eher der von Jugendlichen als von Kindern. Ich würde es auch noch in meinen Schulen mit 14+ einsetzen, etwa um ultra fast fashion zu erklären oder neue Möglichkeiten durch innovative Materialien aufzuzeigen (auch wenn die Illustrationen eher für die Zielgruppe 10-14 passen). Ich fand die Informationen jedenfalls sehr gut aufbereitet und breit gefächert. Ein sehr informatives Sachbuch!!!
Rezensionen von youngreaders:
Über die Toten nur Gutes von Andreas Izquierdo
Macht Spaß
Dieses Buch macht definitiv Spaß zu lesen. Es ist das erste von Andreas Izquierdo, welches ich gelesen habe, aber bestimmt nicht sein letztes, zumal schon bald ein weiterer Band über den Trauerredner und Ermittler Mads Madsen herauskommt.
Allein das Setting ist schon interessant - Mads Madsen, was für ein Name, arbeitet als Trauerredner, sein bester Freund ist Bestatter, sein Vater übt schon einmal oder zweimal oder noch öfter seine eigene Beerdigung.
Dann gibt es noch eine Malteserhündin, die sich sehr um Mads kümmert ....oder umgekehrt, Mads Geschwister, aus denen beiden etwas geworden ist, während Mads noch nicht mal beim Radio ist,...und eine meist schlecht gelaunte Kommissarin, die aber ein ganz gutes Herz hat und vor allem sehr hübsch ist,...
Dieser Kriminalroman bietet so viel mehr als "nur" einen Krimi - jeder Chrakter in diesem Buch ist irgendwie überzogen, wahnsinnig sympathisch und einzigartig!
Rezensionen von ReiShimura:
Muckdiwupp - Auf nach Pifo von Die Michalskis; Shari Böttcher
Ein Buch über Familienvielfalt mit Stolpersteinen
Mir ist wichtig, dass Kinderbücher nicht nur schön aussehen und eine spannende und interessante Geschichte beinhalten, sondern, dass die Kinder auch einen Mehrwert von der Geschichte haben. Da der kleine Leser in einem sehr homogenen Umfeld aufwächst und ich ihm gerne zeigen wollte, dass es auch noch andere Familienkonzepte gibt, haben wir uns für dieses Buch entschieden.
Denn, obwohl es natürlich auch eine andere Handlung gibt, nämlich den Bau der größten Sandburg, liegt der Schwerpunkt des Buches auf der Vorstellung von verschiedenen Familienkonzepten.
Muckdiwupp macht mit seiner Familie, die aus zwei Müttern und einem Vater besteht Urlaub auf Pifo und möchte dort eine riesige Sandburg bauen. Da man dies aber nicht allein machen kann, macht er sich auf die Suche nach neuen Freunden und findet diese natürlich auch. Die Gemeinsamkeit der Kinder ist, dass sie alle in unterschiedlichen Familienkonstellationen leben. Da gibt es ein Kind mit zwei Vätern, Zwillinge mit zwei Müttern, den alleinerziehenden Vater und die klassische Vater-Mutter-Kind Konstellation. Auch wenn ich es großartig finde, dass hier auch mal ein alleinerziehender Vater dargestellt wird, vermisse ich den häufiger vorkommenden Fall, der alleinerziehenden Mutter. Mir ist bewusst, dass es selbstverständlich auch noch andere Konstellationen geben kann und man in so einem Buch nicht alles abdecken kann, auch wenn das im Umkehrschluss bedeutet, dass sich nicht jedes Kind in diesem Buch wiederfinden wird.
So gut gemeint das Buch auch ist, muss ich doch leider sagen, dass es sich nicht wirklich flüssig vorlesen lässt. Dies liegt einerseits daran, dass man nicht besonders kreativ war bezüglich der Benennung der Erwachsenen. Somit gibt es eine ständige Wiederholung der Worte Mama, Mami, Papa und Papi. Ich kann verstehen, dass man es für die Kinder nicht zu kompliziert machen möchte, aber die Worte gefühlt in jedem zweiten Satz vorkommen, wird es ein wenig mühsam beim Lesen. Andererseits wurde aber auch entschieden, dass Muckelino kein eindeutiges Geschlecht hat, und die Person, die das Buch vorliest, entscheiden darf, welches Pronom für Muckelino verwendet werden soll. Ich lehne diese Idee nicht prinzipiell ab, finde aber, dass dieses Buch durch das zusätzliche Thema ein wenig zu komplex und überladen wird.
Ein wenig seltsam finde ich auch, wie in diesem Buch mit dem Thema anders sein umgegangen wird. Denn auf der einen Seite wird gezeigt, dass es neben dem klassischen Vater-Mutter-Kind Konzept eben auch noch andere Familienkonstellationen gibt und dass dies nichts Schlimmes ist. Auf der anderen Seite wird aber immer wieder betont, wie anders doch die Familie von Muckelino ist. Dieses ständige Betonen finde ich irritierend, denn dies zerstört ein wenig die gute Botschaft des Buches, nämlich, dass wir alle anders sind, dies aber gut ist. Gerade in diesem Buch hätte ich mir gewünscht, dass die verschiedenen Lebensformen neutral betrachtet werden, aber durch dieses wiederkehrende darauf beharren, dass Muckelinos Familie anders ist, kommt für mich einer Wertung gleich.
Dieses Buch war eine interessante Erfahrung und ist sicherlich eine gute Möglichkeit, wenn man Kindern zeigen möchte, dass es unterschiedliche Familienkonstellationen gibt. Ich persönlich bevorzuge aber Bücher, in denen dies zwar auch gezeigt wird, es aber nicht das Hauptthema ist. Pina Gertenbach stellt in ihrem Buch "Schokotorte für alle!" auch verschiedene Lebenskonzepte vor. Dort passiert dies aber auf eine stille und weniger aufdringliche Art und Weise und nimmt nicht den Hauptteil der Geschichte ein.
Der kleine Leser und ich werden das Buch zwar sicher noch mehrmals Lesen, aber ich denke nicht, dass es eines unserer Lieblingsbücher werden wird.
Rezensionen von verhei:
Ein kleines Lied über das Sterben von Timo Blunck
Faszinierend skurriler Thriller, mit schwarzem Humor-nichts für zarte Nerven
Tom Mangold, ein in Ungnade gefallener, ehemaliger Mordermittler, arbeitet als Hausmeister in der Laubenkolonie, in der er illegalerweise auch wohnt. Eine Aufgabe, einen streunenden Hund einzufangen, doch dieser verhält sich eigen und man fragt sich, ob er Zuschauer bei einem Verbrechen war. Eines vorweg, ein Buch wie dieses kannte ich noch nicht.
Beworben als Kriminalroman, mit abgründigem Humor und einem brutalen Mord, würde ich auch Horror und Thriller in die Beschreibung hinzufügen. Ohne zu viel der Handlung preiszugeben, lässt sich das allerdings nicht ausreichend erklären. Jedoch wenn man zartbesaitet ist, sollte man eher die Finger davonlassen, denn es wird eben blutrünstig und nimmt auch Folter auf.
Das Setting ist modern, vollkommen in der derzeitigen modernen Gesellschaft verwachsen, auch wenn das Cover vielleicht einen 70er Jahre Krimi erwarten lassen würde. Man wird in einen Strudel an Ereignissen geworfen, und tut sich schwer das Buch beiseitezulegen, auch auf Grund des lebendigen oft bildhaften Erzählstils. Man wird von (schwarzem) Humor unterhalten, und ruhige Szenen wechseln sich mit actionreichen, teils grotesken Szenen ab, alle paar Kapitel eine neue Überraschung. Eben ein wilder Ritt. Gut unterstützt wird dies durch die aus wechselnder Perspektive erzählten Kapitel, die dem Leser im Gegensatz zur Figur natürlich einen Wissensvorsprung geben und damit noch mehr mitfiebern lassen.
Ich mochte die Charaktere, ihre Dialoge und die Beziehungen untereinander. Speziell der gefallene Held/Antiheld Tom Mangold und der kleine Hund sind mir ans Herz gewachsen.
Ein großartiger Lesespaß und eine Mischung die ich so bisher noch nicht kannte. Jedoch nichts für schwache Nerven.
Rezensionen von xxx:
Noch einmal ... von Oliver Jeffers
Ein visuelles Kunstwerk mit Herz, Verstand und Vision.
„Noch einmal...“ von Oliver Jeffers ist ein außergewöhnliches Bilderbuch, das sich nicht nur durch seine eindrucksvolle Gestaltung, sondern auch durch seinen tiefgründigen Inhalt auszeichnet. Es richtet sich an Erwachsene – und das merkt man: Es lädt dazu ein, über die Menschheitsgeschichte, unsere Gegenwart und unsere gemeinsame Zukunft nachzudenken.
Die Kombination aus poetischem Text und großartigen Illustrationen hat mich sofort begeistert. Jede Textpassage ist durch die Bilder perfekt unterstrichen und erweitert, sodass ein ganz besonderes Leseerlebnis entsteht. Oliver Jeffers schafft es, mit wenigen Worten und eindrucksvollen Bildern große Fragen zu stellen: Woher kommen wir? Wo stehen wir? Und wohin gehen wir?
Besonders berührt hat mich, wie es Jeffers gelingt, mit Leichtigkeit und gleichzeitigem Tiefgang zentrale Themen unserer Zeit anzusprechen. Das Buch regt zum Innehalten und Reflektieren an – ein Geschenk an sich selbst oder an Menschen, denen man etwas wirklich Besonderes mitgeben möchte.
Rezensionen von carola1475:
Über die Toten nur Gutes von Andreas Izquierdo
Unterhaltsamer und auch tiefgründiger Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittler
Mads Madsen ist Trauerredner und lebt mit seinem Vater zusammen in Glücksburg an der Ostsee. Beim Erstellen seiner Reden leistet Mads oft Detektivarbeit, damit seine Worte dann auch passen und dem Verstorbenen gerecht werden.
Als sein Kindheitsfreund Patrick getötet wird und Mads merkwürdige Hinweise erhält, versucht er mehr über ihn herauszufinden, denn sein Kontakt zu Patrick war vor vielen Jahren abgebrochen.
Weil er trotzdem eine gute Trauerrede halten will, beginnt er mit den Recherchen, die sich als schwierig und verwirrend erweisen.
Andreas Izquierdo ist seinen Figuren ebenso zugewandt wie Mads den Menschen. Mads verschrobener Vater Fridtjof widmet sich immer mal wieder einem neuen Hobby, für das er dann auch seinen Sohn zu begeistern versucht, und er vermisst nach 20 Jahren immer noch seine verstorbene Frau. Neugierig macht mich ebenso der verschlossene Thanatopraktiker Herr Barnardy vom Bestattungsunternehmen Amelung, dessen Juniorchef Fiete Mads' bester Freund ist. Manche Charaktere sind etwas überspitzt dargestellt, was der Unterhaltsamkeit für mich keinen Abbruch tat, im Gegenteil.
Rückblenden zu Mads' Kindheit, seiner Freundschaft mit Patrick, dessen Jugend und Entwicklung und auch ein unerwartet enthülltes Familiengeheimnis der Madsens, das zu Diskussionen mit Fridtjof und den Geschwistern führt, zeigen, dass man sich der Auseinandersetzung mit den Überraschungen des Lebens nicht entziehen kann.
Izquierdo schreibt einfühlsam, lebendig und bildhaft. Die Geschichte hat Wortwitz, ist humorvoll und auch tiefgründig, wenn es um Trauer, Verlust und Freundschaft geht.
Besonders gefallen hat mir, wie der Autor schon zu Beginn mit den Erwartungen des Lesers spielt und auch das Lokalkolorit Flensburgs und Glücksburgs hat er gut eingefangen. Richtig spannend wird der Krimi etwa ab der zweiten Hälfte. 'Über die Toten nur Gutes' hat mir gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Band der neuen Reihe dieses vielseitigen Autors.
Rezensionen von liesmal:
Über die Toten nur Gutes von Andreas Izquierdo
Eine Geschichte, die alle Sinne berührt
Wenn ich einem farbigen Cover ansehen kann, dass das Buch einen witzigen Krimi beinhaltet, dann lasse ich lieber die Finger davon. Anders bei einem Roman von Andreas Izquierdo. Da weiß ich, dass er es versteht, Spannung und Humor so in Einklang zu bringen, dass es auf keinen Fall kitschig oder albern wird.
„Über die Toten nur Gutes“ hat Witz und trotzdem eine tiefgründige und spannende Handlung.
Mads lebt mit fast 30 Jahren immer noch mit seinem Vater Fridtjof und einer kleinen Malteserhündin zusammen. Dass der Beruf des Trauerredners für ihn der richtige ist, davon kann ich mich schnell überzeugen. Bei einer etwas ungewöhnlichen Trauerfeier ist allerdings auch bald klar, dass Fridtjof etwas speziell ist.
So überwiegend witzig, wie das Buch beginnt, so spannend wird es, nachdem Mads vom Tod seines früheren Freundes Patrick erfährt, für den er eine Trauerrede halten soll. Er fragt sich, warum sein Freund so früh gestorben ist, beginnt mit seinen eigenen Ermittlungen und stößt dabei auf Menschen, die alles andere als vertrauensvoll erscheinen.
Mit Hauptkommissarin Mills bringt eine Polizeibeamtin, die in dem Fall ermittelt, frischen Wind, aber auch zusätzliche Verwirrung in Mads‘ Spurensuche.
Mich hat die Geschichte großartig unterhalten, sämtliche Fragen über Beweggründe und Entscheidungen der Menschen um Patrick herum beantwortet und damit alle meine Sinne angesprochen.
Gerne gebe ich meine volle Leseempfehlung allen, die die Art ernsthafter Krimis lieben, die gut abgestimmt und mit Herz, einer guten Prise Humor und Spannung gefüllt sind.










