Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marw76:
Soulmates and Other Ways to Die von Melissa Welliver
Interessante Dystopie
Cover: Das Cover ist sehr jugendlich und bunt gestaltet und passt durch den Comicstil gut zur Zielgruppe der Jugendlichen. Das es sich um eine Dystopie handelt, merkt man aber erst auf den zweiten Blick, finde ich.
Inhalt: Zoe ist ein echter Kontrollfreak, durch und durch organisiert und sie will vor allem eins: unbedingt am Leben bleiben! Gar nicht so einfach in einer Welt, in der das Überleben von einem per Gencode vorgegebenen Seelenverwandten abhängt.
Und erst recht nicht, wenn der eigene Soulmate scheinbar von Gefahr angezogen wird und ein absoluter Adrenalinjunkie ist. Als Zoe herausfindet, dass es ausgerechnet Milo Spencer ist, mit dem sie ihr Leben verbringen soll, ist ihr klar: Sie müssen unbedingt eine Heilung für diese ganze Seelenverwandten-Scheiße finden. Denn NIE IM LEBEN wird sie mit Milo mehr Zeit verbringen als unbedingt notwendig!
Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan von Dystopien und deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe es in nur wenigen Tagen verschlungen und wurde davon gut unterhalten. In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht und jugendlich und passt gut zu der Zielgruppe. Es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich habe das Buch auch in nur wenigen Tagen verschlungen. Sowohl Zoe als auch Milo wurden interessant beschrieben, jedoch konnte ich die Anziehung zwischen den Beiden nicht immer so richtig greifen, was etwas schade gewesen ist, den beide sind wirklich sympathisch und tolle Charaktere. Die Story selbst blieb recht spannend und Ich wurde auf jeden Fall – trotz der kleinen Schwächen – gut von dem Buch unterhalten. Die Geschichte bekommt deshalb 4 Sterne und eine Leseempfehlung, vorallem für die Zielgruppe der Jugendlichen und solche, die gerne Dystopien lesen.
Rezensionen von Pearl:
Das Flüstern der Marsch von Katja Keweritsch
Geschichte mit Längen
Wo ist die Oma hin, das fragt sich die Familie, besonders Mona die Enkelin, als sie ihren Großvater zu seinem achtzigsten Geburtstag in der Marsch, wo alle aufgewachsen, sind besuchen. Der Opa regt sich komischerweise gar nicht auf das seine Frau plötzlich verschwunden ist und zweigt auch kein Emotionen.
Mona beginnt sofort die erst erfolglose Suche nach ihrer Oma Annemarie. Und zieht deshalb auch wieder in Haus der Großeltern. Die Kapitel sind unterteilt einmal aus der Sicht von Mona der Enkelin, dann von der Großmutter Annemie und dann der Tante Janne. Janne ist sehr mit ihrer Familie überfordert und daher sehr unglücklich. Im Lauf de Handlung erfährt der Leser dann das es in der Familie verborgene Geheimnisse gibt in der auch Freya dazukommt, einem Doppelleben und sogar Missbrauch. Das Ende ist daher vorhersehbar.
Fazit:
Das hin und her in den einzelnen Kapitel stört etwas, und reißt die Handlung immer wieder auseinander. Eine Geschichte aber leider ihre Längen hat.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Mordseemusik von Emmi Johannsen
Mordsee Musik auf Borkum
Juchhuu, der 6. Band der Borkum Krimi-Reihe, auf die ich mich schon so sehr gefreut habe :
Wer die Bücher von Emmi Johannsen kennt, der weiß : jetzt wird es spannend und Meerluft gibt es gratis dazu ! Gewohnt flüssig und authentisch schreibt die Autorin und so bin ich wieder sehr gut in das Buch und die Geschichte gekommen und haben mich sehr gefreut, auf die mir liebgewonnenen Charaktere zu stoßen.
Das schöne an dieser Krimi Reihe ist : es ist nicht notwendig, die vorherigen Bände zu kennen, sie sind in sich abgeschlossen.
Kennt man aber die Vorgänger, so erlebt man ganz klar mit, wie die Figuren sich entwickeln und freut sich auf ein neues Aufeinandertreffen !
Der Fall um das mörderische Schlagermilieu ist toll konstruiert und der Spannungsbogen hoch. Gekonnt hält die Autorin diesen bis zum Ende hin aufrecht, was die Lesestunden packend und fesselnd macht.
Tolle Charaktere, wunderbar authentisch dargestellte Örtlichkeit mit einem Hauch Meerluft – was möchte man als Leser mehr !?
Von mir gibt es für den 6. Band der Borkum Krimi Reihe eine klare Empfehlung – und ich freue mich jetzt schon wieder auf das nächste Buch.
Rezensionen von Pearl:
Herzlauschen von Nicole Swidler; Uli T. Swidler
Liebe
Hinter dem sehr schönen Cover das eine Operndiva darstellt, verbirgt sich eine außergewöhnliche Liebesgeschichte von Tessa und Paul. Tessa Boden ist eine weltbekannte Sopranistin, die sehr einsam ist, da sie immer unterwegs ist von Oper zu Oper und nur aus dem Koffer lebt. Paul dagegen ist gehörlos, er hat aber von seiner verstorbenen Frau noch eine Konzertkarte und deshalb sitzt er eines Tages im Publikum, obwohl er gehörlos ist.
Als Tessa singt kann er die Musik und ihre Gefühle dabei fühlen. Tessa fällt Paul im Publikum auf da er ihr Porträt zeichnet. Das ist der Auftakt ihrer Beziehung die sehr intensiv wird.
Fazit:
Ein bezaubernder Liebesroman der keinesfalls kitschig daherkommt und den Leser sehr einfühlsam in die Welt der Menschen die taub sind führt. Ein Roman mit der leisen Töne der sehr liebevoll geschrieben ist.
Rezensionen von Lila:
Alle nennen mich Nein-Sam - Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch von Drew Daywalt
naja
Die Grundidee fand ich zunächst richtig spannend. Ein Hund, der Tagebuch schreibt – das klang originell und lustig. Auch das Cover ist wirklich schön gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Leider hat das Buch diese Erwartung für mich nicht erfüllt, die ich bei der Leseprobe hatte.
Die Geschichte wirkt wie ein extremes, aufmerksamkeitshaschendes Hin und Her ohne wirklichen Tiefgang.
Szenen erscheinen häufig aus der Luft gegriffen, überzogen und wenig glaubwürdig. Auch die Sprache empfand ich als anstrengend. Begriffe wie „nachte Pickelbabys“ oder die ständig wiederholte Bezeichnung „Nacktaffenwesen“ wirken nicht witzig, sondern aufgesetzt.
Selbst meine Kinder, die Hunde normalerweise über alles lieben, konnten mit der Erzählweise nichts anfangen. Die eigentlich tolle Grundidee geht in übertriebener Sprache und ziellosen Episoden leider völlig unter.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Ein Buch für alle!
Ein Buch nicht nur für junge Leser*innen sondern für jung UND BESONDERS für "alt". Man taucht in die Welt des Erwachsenwerdens ein, wird möglicherweise daran erinnert, wie es "damals" war und dass dieser Prozess und Wandel von jungen Menschen viel abverlangt. Ich denke mir, dass dieses Buch Erwachsenen auch durchaus helfen kann, Pubertierende in ihrem Sein besser zu verstehen.
Prädikat lesenswert!
Rezensionen von Meli:
Nightblood Prince von Molly X. Chang
Zwischen Schicksal und Freiheit, Zweifel und Vertrauen
Aufgrund einer Prophezeiung und eines einzigartigen Muttermals ist Fei schon seit ihrer Geburt dazu bestimmt, eines Tages Prinz Siwang zu heiraten und ihm damit zu großer Macht verhelfen. Sie wurde auch entsprechend großgezogen, mit wenig Freiheit und unter strengen Regeln.
Siwang ist Feis bester Freund und wartet nur darauf, dass sie auch bereit für die Ehe ist, aber Fei hat Bedenken, was die Zukunft betrifft.
Alles in ihrem Leben wurde fremdbestimmt und Siwang ist immer einer ihrer wenigen Verbündeten gewesen, doch auch durch die Visionen, die sie heimsuchen, hat sie viele Zweifel, ob er so perfekt ist, wie er scheint, und ob er ihr immer so treu sein kann, wie er es jetzt ist. Dann gibt es noch den feindlichen Prinzen Yexue, der Feis Weltbild zusätzlich auf den Kopf stellt.
Den Schreibstil fand ich oft etwas zu direkt, das sorgte meiner Meinung nach für unnatürliche Gespräche, die sich öfter wiederholen, und dadurch wurde das Buch oberflächlicher als die Handlung eigentlich hergegeben hätte. Die fand ich spannend und actionreich, aber ich will da nicht zu viel zu verraten, weil mir die unerwarteten Entwicklungen gut gefallen haben. Die Magie der Visionen und Prophezeiungen fand ich interessant, aber von den Vampiren hätte ich gerne noch mehr gesehen, die kamen mir etwas zu kurz.
Das Ende ist offen und es bleiben noch viele Punkte ungeklärt, gleichzeitig fand ich auch, dass man die Geschichte an dieser Stelle als abgeschlossen betrachten könnte. Ich würde trotzdem gerne weiterlesen und bin gespannt auf die Fortsetzung, die sich hoffentlich ein bisschen weniger im Kreis dreht.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander:
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Ein Buch für jugendliche und jung gebliebene Leser!
Das Buch „Himmel ohne Ende“ von Julia Engelmann beschreibt die vielfältigen Facetten des Erwachsenwerdens in einem unterhaltsamen, gut verständlichen Stil. Die Suche nach dem Sinn, nach Geborgenheit und Freundschaft wird in einer hoffnungsvollen Grundhaltung vermittelt und gleichzeitig erzeugen die Zweifel und Unsicherheiten der Protagonisten einen Spannungsbogen, der dem Lesen Leichtigkeit verleiht.
Natürlich lässt es sich bei diesem Buch nicht vermeiden, an die eigene Jugendzeit erinnert zu werden. Deshalb empfehle ich dieses Buch jugendlichen und jung gebliebenen Lesern.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Britta Speer:
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
"Du bist nicht langweilig" - ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman
„Du bist nicht langweilig“ – ein einfühlsamer Coming-of-Age -Roman
Die Autorin ist einem breiten Publikum durch ihrem Poetry-Slam-Hit bekannt geworden, in dem es u.a. heißt: „Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
“ Nun erzählt Julia Engelmann – quasi prophylaktisch - die Coming-of-Age-Geschichte der fünfzehnjährigen Charlie, die sich beginnt, ihr Leben mit erzählenswerten Erinnerungen auszustatten. Was sich am Anfang wie die Illustration eines Erziehungsratgebers zum Thema „Pubertät“ im Stil von Jesper Juul liest, befreit sich im Laufe des Romans sehr schnell von diesem Makel. Zwar scheint das Reflexionsniveau der 15-jährigen Ich-Erzählerin an manchen Stellen ihrem Alter etwas voraus zu sein, wenn sie z.B. feststellt, dass sie „bisher vielleicht selten die richtigen Worte, aber oft die richtige Stille“ gefunden hat. Nichtsdestotrotz gewinnen die Hauptfiguren schnell an Kontur, Tiefe und sympathischer Einzigartigkeit, sodass man ihnen gerne folgt, auch weil sie Erinnerungen an die eigene „éducation sentimentale“ wachrufen. Ja, das war alles gar nicht so einfach. Die Autorin findet eine einfühlsame und treffende Sprache, ohne eine pseudo-authentische Jugendsprache zu verwenden, die ja zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung schon wieder veraltet wäre. Dieser Roman ist wie die Ouvertüre eines Musikstücks, in der die großen Themen, die im weiteren Verlauf wichtig werden, schon anklingen: die Frage nach der Identität und dem eigenen Weg, Freundschaft, Wahlverwandtschaft, Verrat, Liebe, Familie, Trennung, Verlust, Unsicherheit sowie die Entscheidung zwischen vertrauter Enge und weiter Welt.
Schließlich erklärt Pommes, Charlies Freund, wie wir es verhindern können, dass wir am Ende unseres Lebens nur an die Geschichten denken, „die wir hätten erzählen können.“: „Du… bist nicht langweilig. Aber du wirst es in den Momenten, in denen du nur um dich und deine Fehler kreist. Das ist der eigentliche Grund, warum man sein Leben verpasst. Nicht weil man ist, wie man ist… Du schaust so viel in den Spiegel, dass du vergisst, in die Welt zu schauen.“ Einem jeden ist so ein Freund zu wünschen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Wachstumsschmerzen
Auch wenn ich meine Pubertät schon vor vielen Jahrzehnten erlebte, empfand ich einen Nachklang beim Lesen dieses einfühlsamen, mit Verständnis und Poesie geschriebenen Buches. Es handelt sich ja um ein zeitloses Thema, obwohl sich die äußeren Verhältnisse geändert haben.
Charlie, schwankend zwischen Zurückgezogenheit und Sehnsucht nach Anerkennung und Freundschaft erlebt Zweifel, Kränkungen und Unsicherheit.
Doch sie kann auch a in einigen Situationen klar ihre Bedürfnisse verteidigen.
Durch die Freundschaft mit Pommes, der ein schweres Familientrauma zu bewältigen hat, erkennt sie, dass es auch andere junge Menschen gibt, die vor Herausforderungen stehen und sie trotz Angst mutig zu bewältigen versuchen.
Pubertät ob gestern oder heute vollzieht sich trotz verschiedener äußerer Bedingungen im inneren Kampf um Sebsterkenntnis und im Suchen nach dem angemessenen Platz in der Welt nicht ohne Wachstumsschmerzen.








