Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Die tödlichste Lösung von Miriam Rademacher
Absolut lesenswert !
Dies ist mein erstes Buch der Autorin und der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, dass ich voller Vorfeude gestartet bin :
Der Einstieg in das Buch gelingt gut, Miriam Rademacher hat einen flüssigen und klaren Schreibstil, so dass man sehr gut in das Geschehen eintaucht.
Die Figur Hedi gefällt mir sehr und obwohl es um einen Fall geht, der tragisch ist, lässt ihre Figur auch mal ein schmunzeln zu.
Eine sehr individuelle Figur, die die Autorin sehr bildhaft ins Leben ruft.
Perspektiven- und Zeitwechsel machen das Buch spannend und obwohl ich zwischendurch immer Verdächtige und auch Vermutungen hatte, hat Miriam Rademacher mich immer eines besseren gelehrt : die Autorin versteht es, den Leser an der Nase herum zu führen und auf falsche Fährten zu schicken. Das hat immens Spaß gemacht und so blieb der Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg aufrecht.
Eine tolle Lesezeit hatte ich mit dem Buch „die tödlichste Lösung“ und dies war ganz sicher nicht das letzte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Eine klare Leseempfehlung für diese tolle Unterhaltung !
Rezensionen von Alo:
Tierschutzhund Lieblingshund von Ursula Löckenhoff; Simone Sombecki
Dieses Buch hätten wir wirklich früher gebraucht
Wir haben seit wenigen Monaten einen Hund aus dem Tierschutz, und ich wünschte, ich hätte „Tierschutz Hund Lieblingshund“ schon vor der Adoption gelesen. In dem Buch werden wirklich alle Fragen, die im Vorfeld relevant sind, ausführlich und verständlich beantwortet. Besonders hilfreich fand ich die Hinweise, woran man einen seriösen Tierschutzverein erkennt, sowie den Vergleich zwischen Hunden aus dem deutschen und dem Auslandstierschutz.
Auch die Entscheidungshilfe, welcher Hund überhaupt zu einem passt, ist sehr gelungen. Hier wird nichts beschönigt. Es wird ehrlich und sensibel auf traumatisierte Hunde eingegangen und auch die Frage behandelt, ob wirklich jeder Hund resozialisierbar ist. Das finde ich super.
Ganz besonders wertvoll ist für uns auch das Kapitel zur Eingewöhnung und Erziehung. Gerade in den ersten Wochen treten viele Unsicherheiten und Probleme auf, und das Buch hilft, diese richtig einzuordnen und zu verstehen. Natürlich ersetzt es keine individuelle Begleitung durch einen Hundetrainer, aber es bietet eine tolle Grundlage und viele praktische Tipps.
Sogar ein kleines Erste-Hilfe-Kapitel ist enthalten. Hier wurde wirklich an alles gedacht.
Insgesamt ein rundum empfehlenswertes Buch für alle, die über die Adoption eines Tierschutzhundes nachdenken oder bereits einen Hund aus dem Tierschutz aufgenommen haben. Verständlich, ehrlich und unglaublich hilfreich.
Rezensionen von Alo:
Lázár von Nelio Biedermann
Gutes Buch mit teilweise fragwürdigem Frauenbild
„Lázár“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Roman, der vor allem durch seine Sprache und die psychologische Tiefe überzeugt. Die Geschichte zieht einen schnell hinein, sie ist geheimnisvoll, düster und gleichzeitig fein beobachtet. Der Autor hat ein gutes Gespür für Stimmungen und dafür, wie widersprüchlich Menschen sein können.
Trotz all dieser Stärken hat mich beim Lesen etwas gestört: das Frauenbild in dem Buch. Manche Szenen wirken überholt oder einfach unreflektiert. Besonders schwierig fand ich, dass ein Mann fälschlicherweise einer Vergewaltigung beschuldigt wird. So etwas ist ein heikles Thema, das hier ohne wirkliche Notwendigkeit eingebaut wurde und leicht falsche Vorstellungen bestärken kann. Für die Handlung wäre das gar nicht nötig gewesen.
Vielleicht liegt das daran, dass der Autor noch sehr jung ist und manche Dinge unbewusst übernimmt. Dabei merkt man eigentlich, wie klug und sprachlich stark er ist. „Lázár“ zeigt viel Talent und Tiefe, aber auch, dass zu einem wirklich reifen Roman mehr gehört als eine gute Sprache, nämlich auch Verantwortung für das, was man erzählt. 3,5/5 Sterne
Rezensionen von DoraLupin:
In einem Zug von Daniel Glattauer
Ungewöhnlich
Ich kenne schon einige Krimis des Autors und ich wurde immer gut davon unterhalten. Dieses Hörbuch ist anders, es ist fast wie "aus dem Alltag" erzählt, hat auch mal kleine Längen aber insgesamt wurde ich gut unterhalten.
Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München.
Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und fand es spannend in die Gedankenwelt des Autors einzutauchen. Mal war dies ein wenig langatmig, aber oft ist er auf ungewöhnliche Ideen und ungewöhnliche Gedanken gekommen und es hat mir Spaß gemacht das Gespräch zwischen ihm und der Frau im Zugabteil mitzubekommen. Catrin Meyr fand ich teils etwas übergriffig und deshalb nicht immer sympathisch, aber es war spannend das Gespräch der beiden zu verfolgen.
Das Ende hatte dann noch eine kleine Überraschung in Petto und es war auf jeden Fall ein Hörspaß für mich auch wenn es jetzt nicht die allerbeste Geschichte des Autors war. Für zwischendurch auf jeden Fall gelungen!
Der Sprecher hat das Hörbuch gut vorgelesen und hat gut zu dieser Geschichte gepasst.
Rezensionen von DoraLupin:
Was du siehst von Laura Maaß
Leise erzählt- schönes Hörbuch
Ich höre immer wieder gerne Hörbücher die in etwas leiseren Tönen erzählt werden aber dennoch schön und authentisch geschrieben wurden, dieses Hörbuch war genauso.
1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos verschwindet, verlässt die schwangere Ruth Ost-Berlin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft.
Schnell fühlt sie sich zu Hause an einem Ort, an dem das Leben schon immer hart war, die Herzen der Menschen dafür umso größer. In dem kleinen Dorf in Mecklenburg, nahe der Elbe, trifft sie auf Hannah. Ihre Kinder Jule und Andi wachsen gemeinsam auf, sitzen am Ufer des Bracks, laufen durch die Kiefernwälder und träumen von der Zukunft. Als sie sich endlich ihre Liebe gestehen, scheint ihr Leben perfekt. Bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule nach dem Mauerfall in die Welt zieht, während Andi auf seine große Liebe wartet.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und habe mit den verschiedenen Personen mitgefiebert, zunächst mit Ruth und ihrer Geschichte als Alleinerziehende Frau, später dann auch mit Jule und Andi. Die Geschichte ist schön erzählt und hat Tiefe, ohne zu schwer zu sein, mit den Charakteren habe ich mich verbunden gefühlt, wobei ich Jule manchmal etwas forsch fande, gerade Andi gegenüber. Das Ende hat sich schön eingefügt und, obwohl es keine großen Wendungen gab, hab ich die Geschichte gerne angehört.
Die Sprecherin hat gut zum Hörbuch und zum Genre gepasst und hat die Geschichte lebendig vorgelesen. Ihre Stimme war angenehm und ich hatte ein paar tolle Hörstunden.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt
Ein gelungener Reihenauftakt
Dieser historische Roman, der im Jahr 1872 im Luftkurort Meran spielt, ist der der erste Band einer Reihe von Angela Marina Reinhardt. Meran ist nicht ganz so mondän wie Davos, dennoch geben sich reich und schön, und vor allem Adelige aus aller Welt hier ein Stell-dich-ein.
Zahlreiche Kurgäste werden von ihren heiratsfähigen Töchtern begleitet, um für sie eine vorteilhafte Ehe zu arrangieren, weshalb man mit großem Gepäck reist, um bestens gekleidet an den diversen Tanzveranstaltungen teilzunehmen.
Sollte das eine oder andere Kleidungsstück doch nicht genügen, so kann man sich innerhalb weniger Wochen eines in den örtlichen Werkstätten eines anfertigen lassen. Womit der Bogen zu den elenden Arbeits- und Lebensbedingungen der örtlichen Bevölkerung gespannt ist, die in den Seiden- und Baumwollspinnereien ihr Dasein fristen müssen. Deren Tuberkulose wird nicht mit Trinkkuren und Spaziergängen behandelt.
Die wenigsten Kurgäste interessieren sich für die jungen Mädchen und Frauen im Gastgewerbe, in den Fabriken oder deren Lebensumstände. Eine Ausnahme ist unkonventionelle Helen, eine englisch-deutsche Adelige, die, wenn es nach der Mutter geht, hier in Meran einen Ehemann finden soll. Sie stolpert unversehens in das kurze Leben der jungen Anna, die im Hotel als Dienstmädchen schuftet und ein streng gehütete Geheimnis hütet. Damit ist Anna nicht die einzige. Auch der leicht aufbrausende Korse Jean de Benedetti, der auf Grund einer Kriegsverletzung mophinsüchtig ist und versucht, die Droge vom neuen Kurarzt aus Wien, dem Witwer Simon Hirsch, zu erhalten, ist bemüht seine Vergangenheit verbergen. Und dann haben wir noch den Erbgrafen Maximilian von Montalban um dessen Vermögen es doch nicht ganz so gut bestellt zu sein scheint, weshalb er selbst eine finanzkräftige Braut sucht.
Meine Meinung:
Die Autorin Angela Marina Reinhardt war mir bislang unbekannt.
Dieser historische Roman, der sehr gut recherchiert ist, hat mich nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sind gut gezeichnet. Manchmal wird das eine oder andere Klischee bemüht. So wird der Korse als feurig, aufbrausend beschrieben und Helen als spleenig, wie man sich damals (?) Engländer eben vorstellt. Trotzdem wirken diese Zuschreibungen stimmig.
Auch die Beschreibung des Elends der Arbeiter und Arbeiterinnen in den Spinnereien sind ziemlich authentisch. Gut gefallen hat mir der Exkurs in die Seidenmanufaktur. Kaum jemand kann sich (bis heute) vorstellen, wie viel Arbeit in der Produktion der Seidenfäden für die wertvollen Stoffe steckt. Das milde Klima in Meran begünstigt die Zucht des Maulbeerspinners vulgo Seidenraupe, der sich ausschließlich von den Blätter des Maulbeerbaumes (Morus Alba) ernährt.
Und natürlich dürfen die Stadt an der Passer sowie das (damalige) Lokalkolorit nicht fehlen. Damit sich die Leserinnen und Leser in der Stadt zurecht finden, ist ein Stadtplan von Meran abgedruckt.
Um in dieser illustren Gesellschaft den Überblick zu bewahren, gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt, der auf eine Fortsetzung neugierig macht, 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Balkan-Odyssee, 1933-1941 von Marie-Janine Calic
Eine klare Leseempfehlung!
Die wenig bekannte Fluchtroute – Der Balkan
Wenn man „Balkan-Route“ hört, denkt man an illegale Einwanderungen der letzten Jahre. Dass der Balkan bereits in den Jahren 1933 bis 1941 für Tausende von verfolgten Juden und Kritikern des NS-Regimes ein Fluchtmöglichkeit geboten hat, ist längst nicht so bekannt, wie jene nach Frankreich und anschließend über die Pyrenäen in das neutrale Spanien über die Uwe Wittstock in seinem Buch „Marseille 1940“ ausführlich geschrieben hat.
Diese Lücke in der Exilforschung versucht nun Marie-Janine Calic zu schließen. In ihrem Sachbuch listet sie zahlreiche Prominente wie Tilia Durieux, Manès Sperber oder Franz Theodor Csokor und weniger Prominente auf, die sich auf den beschwerlichen und gefährlichen Weg durch die Schluchten des Balkans gemacht haben, um einen Platz auf einem der Seelenverkäufer nach Palästina zu gelangen.
Der Balkan, also das damalige Königreich Jugoslawien, ist lange Zeit nur von wenigen Verfolgten als Möglichkeit dem NS-Regime zu entkommen, wahrgenommen worden. Calices Recherchen stützen sich auf Tagebücher, Briefe, Akten, Fotos und andere Quellen um die verschlungenen Wege von mehr als 55.000 Betroffenen nachzuzeichenen. Dabei hat sie, wie sie schreibt, „Nichts wurde erfunden und kein Zitat verändert, um den Erzählfluss oder Spannungsbogen aufrechtzuerhalten.“.
So wird einerseits die systematische Enteignung und Vertreibung der Juden aus Deutschland, Österreichs und der letztlich anderen annektierten Gebiete, bevor der staatlich angeordnete Massenmord an den Juden vollzogen wird, sowie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung Jugoslawiens und Albaniens beschrieben. Die Hilfsbereitschaft endet schlagartig im Jahr März 1941 als gegen die Regierung des Prinzregenten geputscht wird. Wenig später marschiert die deutsche Wehrmacht über Ungarn in Jugoslawien ein, das nach nur elf Tagen kapituliert und von Hitlers Truppen besetzt wird. Einige Gebiete müssen an Mussolinis Italien abgetreten werden, der zuvor schon Albanien annektiert und 1940 Griechenland überfallen hat.
Die Flüchtlinge sitzen in der Falle, weil die Briten gleichzeitig die Einwanderung der verfolgten Juden nach Palästina verbieten. Sie bringen die ohnehin kaum seetüchtigen Schiffe auf und internieren die Menschen unter anderen auf den Malediven.
Die Autorin gibt uns einen Einblick in die Arbeit der verschiedenen jüdischen Hilfsorganisationen, die oft als willfährige Helfer des NS-Regimes erscheinen, zumal sie dazu gezwungen werden, mit zwielichtigen und kriminellen Personen zusammenzuarbeiten. Es müssen Unterkünfte, Lebensmittel, Einreisegenehmigungen und Transitvisa beschafft werden. Alles äußerst schwierig und gefährlich sowie kostspielig.
Wie oft die versprochenen und im Voraus bezahlten Passagen - aus unterschiedlichen Gründen - nicht durchgeführt worden sind, zeigt die Geschichte des Kladowo-Transportes, der 1939 in einem der jugoslawischen Donauhäfen festsaß. Der heftige Wintereinbruch 1939 verhindert ihre schnelle Weiterreise, denn die versprochenen Schiffe kmen nicht.
Fazit:
Ich habe schon einiges über den Balkan als Fluchtroute für verfolgte Juden gelesen, trotzdem ist dieses Buch auf Grund der peniblen Recherche und der Fülle der dargebotenen Unterlagen eine Ergänzung meines bisherigen Wissens. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.
Rezensionen von nislin:
Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Cozy
„Drei Tage im Schnee“ ist ein Buch, das von der Aufmachung und dem Titel sehr gut zur Winterzeit passt. Eine Frau verbringt mitten im Winter einige Tage in einer abgeschotteten Hütte, um Abstand zum alltäglichen Leben zu gewinnen. In dieser Zeit trifft sie auf die kleine Sophie und beide kommen beim Bauen von Iglus und Schneeengeln ins Gespräch.
Dabei reflektiert Hannah über das eigene Leben und über das, was man zum Leben braucht bzw. denkt zu brauchen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, der Umfang des Buches mit 176 Seiten auch überschaubar, sodass man sich ein gemütliches Wochenende mit „Drei Tage im Schnee“ machen kann. Die Erzählung strahlt eine Ruhe aus und bringt eine innere Einkehr hervor, die im Vergleich zum schnelllebigen Alltag wirklich guttut und entschleunigt. Man beschäftigt sich mit sich selbst und überdenkt die eigene Sicht auf bestimmte Sachen im Leben.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Eine klare Leseempfehlung!
Dieser historische Roman von Mechthild Borrmann spielt so wie viele ihre anderen Roman während des bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg. Geschickt werden die Ereignisse in zwei Zeitebenen dargestellt.
Worum geht’s hier?
Diese Geschichte erzählt das Leben von drei jungen Frauen, Lene, Nora und Lotte, die durch das NS-Regime und den Krieg zu Freundinnen werden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Lene, die Tochter von Bauern, die wiederum einen Bauern heiraten soll, sich aber in einen jungen Holländer verliebt, Nora, ihre Cousine und Krankenschwester, die einige Jahre später Lenes Sohn Leo aus den Fängen einer Vernichtungsanstalt retten wird, und Lotte, eine überzeugte Nationalsozialistin, die erst sehr spät erkennt, welcher Propaganda sie aufgesessen ist.
Wie die Geschichte der drei Frauen miteinander verknüpft ist, müsst ihr schon selbst lesen.
Meine Meinung:
Dieser historische Roman ist nach wahren Begebenheiten geschrieben und nimmt ein eher unbeachtetes Thema der Nachkriegsgeschichte auf: Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen in die UdSSR verschleppt worden sind, um dort Wiederaufbauarbeit zu verrichten. Nora und Lotte werden acht lange Jahre im Gulag von Workuta Wiedergutmachung leisten. Als Bundeskanzler Konrad Adenauer beginnt, diese Zwangsarbeiterinnen freizukaufen, scheint eine Heimkehr möglich.
Durch den geschickten Schachzug, eine zunächst unbekannte Frau, die in Kühlungsborn an der Ostsee lebt und kurz nach dem Mauerfall ein Schreiben der Rentenversicherung erhält, ergänzende Angaben zu den Jahren vor 1953 zu machen, ihr Leben erzählen zu lassen, ist es kaum möglich, dieses Buch aus der Hand zu legen. Nach und nach enthüllt sich das Geheimnis dieser Frau, die nun im Alter ihre Lebensgeschichte und die gleich zweifache Schuld, die sie auf sich geladen hat, in zwei Schulheften notiert.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der einen großen Eindruck bei mir hinterlassen jat, 5 Sterne.
Rezensionen von qq:
Wenn die Sonne untergeht von Florian Illies
toll
toll
Auch wenn es nur um wenige Monate im Jahr 1933 geht, dehnt sich das Buch keineswegs. Man fühlt sich genial unterhalten. Sein Schreibstil ist mit viel Ironie gespickt und die historische Zeit der Naziherrschaft schildert er sehr atmosphärisch. Ihm gelingt es von allen Familienmitgliedern der Manns ein realistisches Bild zu zeichnen, kombiniert aus diversen Quellen, die teilweise bisher noch nicht veröffentlicht waren.
Besonders gut hat mir am Ende das Aufzeigen der weiteren Lebenswege der Protagonisten gefallen. Es rundet das Werk perfekt ab. Seit Generation Golf hatte ich kein Werk von Florian Illies mehr gelesen, ich freue mich den Autor wiederentdeckt zu haben und werde seine weiteren historischen Romane sicherlich lesen. Definitiv ein grandioses Werk, wenn man Thomas Mann samt Familie näher kennen lernen möchte.











