Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kapitel60:
Helden der Weide - Vier Hasen für ein Tralala von Rosa Marin
Trubel auf dem Bauerhof
Worum geht’s?
Shaggy und seine Freunde bekommen Zuwachs am Bauernhof. 4 süße Häschen bereichern ab sofort ihren Stallalltag. Aber irgendetwas ist faul mit den Hopplern.
Cover, Illustrationen, Schreibstil:
Cover und Illustrationen sind kunterbunt und detailliert. Einfach perfekt für Kinder.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lustig. Geeignet ist dieses Buch für geübte Leser*innen und jüngere Zuhörer*innen.
Fazit:
Wir kennen bereits den ersten Band von "Die Helden der Weide". Das dritte Abenteuer gefällt und aber um einiges besser als die erste Geschichte. Es gab wirklich viele lustige Szenen, die für Lacher sorgten. Besonders Donald, der störrische Ziegenbock, hat es uns angetan. Ich bleibe aber auch bei diesem Band bei meiner Meinung, dass sich diese Reihe eher zum Vorlesen als zum Selberlesen eignet. Die Geschichte ist sehr nett, aber dennoch sehr einfach gehalten. Perfekt also für jüngere Kinder. Für ältere Kinder könnte die Story etwas raffinierter sein.
Rezensionen von xx:
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Satire pur
„Das Geschenk“ von Gaea Schoeters ist eine originelle und pointierte Politsatire, die auf humorvolle und zugleich tiefgründige Weise aktuelle gesellschaftliche und politische Themen aufgreift. Die Ausgangsidee – 20.000 Elefanten, die Deutschland von Botswana geschenkt werden, um die Herausforderungen des Zusammenlebens mit Megafauna zu verdeutlichen – ist gleichermaßen absurd wie brillant.
Schoeters nutzt dieses hypothetische Szenario, um eine Vielzahl von Themen wie Klimakrise, internationale Beziehungen, Doppelmoral und politische Machtkämpfe zu beleuchten.
Die Elefanten, die in Berlin und anderen Städten auftauchen, sind nicht nur faszinierende Nebenfiguren, sondern auch eine Metapher für die komplexen Herausforderungen, mit denen Gesellschaften konfrontiert sind. Der Roman schafft es, diese ernsten Themen mit einer Prise Humor und satirischer Leichtigkeit zu vermitteln, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders beeindruckend ist, wie Schoeters den politischen Diskurs und die gesellschaftlichen Spannungen in Deutschland einfängt, sei es durch die Darstellung der Regierungskrise, den Umgang mit der rechten Opposition oder die Frage, wie viel Opfer die Bevölkerung bereit ist, zu bringen.
Der Schreibstil ist locker und zugänglich, was den Einstieg in die komplexen Themen erleichtert. Gleichzeitig sorgt der Humor dafür, dass die ernsten Botschaften des Romans nicht erdrückend wirken. Kritisch anzumerken ist jedoch, dass das Ende der Geschichte etwas gehetzt wirkt und die Handlung dadurch an Tiefe verliert. Dennoch bleibt der Roman insgesamt eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Gesellschaftskritik.
„Das Geschenk“ ist eine sommerliche Achterbahnfahrt voller aktueller Debatten, die zum Lachen, Weinen und Nachdenken anregt. Es ist ein Buch, das nicht nur Elefanten, sondern auch die Leser*innen in den Mittelpunkt stellt, indem es sie dazu einlädt, über eigene Urteile und Vorurteile nachzudenken. Empfehlenswert für alle, die Interesse an politischen Intrigen, gesellschaftlichen Themen und einer guten Portion Satire haben.
Rezensionen von xx:
Ich bring dir das Glück - Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen von Anjana Gill
Dieses Buch macht glücklich
„Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen“ ist ein bezauberndes Kinderbuch, das auf liebevolle Weise zeigt, dass Glücklichsein kein Zufall ist, sondern erlernt werden kann. Die Geschichte des kleinen Elefanten, der die Glücksschule besucht, vermittelt neun wertvolle Lektionen des Glücks, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene inspirieren können.
Die Autorin Anjana verbindet spielerische Übungen, einfache Techniken und Weisheiten, die Kinder ermutigen, das Gelernte direkt anzuwenden. Besonders schön ist, dass das Buch dazu einlädt, die Glücksgeheimnisse Schritt für Schritt zu entdecken, was es ideal für wiederholtes Lesen macht. Der kleine Vogel, der als Glücks-Überbringer fungiert, fasst die Lektionen zusammen und gibt praktische Tipps, die den Alltag bereichern.
Die Illustrationen von Anita Schmidt sind farbenfroh und liebevoll gestaltet, was die Leichtigkeit und Freude der Botschaft perfekt unterstreicht. Der knuddelige Elefant und die fröhlichen Bilder ziehen Kinder in ihren Bann und machen das Buch zu einem visuellen Vergnügen.
Was dieses Buch besonders macht, ist seine Vielseitigkeit: Es ist nicht nur ein Vorlesebuch, sondern auch ein Werkzeug, um als Familie über Glück und Gefühle zu sprechen. Die Ideen lassen sich leicht in den Alltag integrieren, und es regt dazu an, bewusster miteinander umzugehen. Es ist ein Buch, das nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt, sondern auch Erwachsene daran erinnert, wie einfach Glück manchmal sein kann.
Rezensionen von xx:
Onigiri von Yuko Kuhn
Sehr langsamer und tiefer Roman
uko Kuhns Onigiri ist ein leiser, feinfühliger Roman, der die Komplexität familiärer Beziehungen und kultureller Identität auf eindringliche Weise beleuchtet. Die Geschichte von Aki, die zwischen zwei Kulturen – Japan und Deutschland – und zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt, entfaltet sich in behutsamen Episoden.
Dabei begleitet man Aki auf ihrer emotionalen Reise, während sie versucht, einen Zugang zu ihrer demenzkranken Mutter Keiko zu finden und gleichzeitig die eigene Identität zu begreifen.
Die Stärke des Buches liegt in seiner klaren, unaufdringlichen Sprache, die Raum für Nachdenken und Nachspüren lässt. Die Erinnerungen, die Aki dabei durchlebt, sind oft zart und berührend, manchmal schmerzhaft, aber immer menschlich. Besonders beeindruckend ist die liebevolle und zugleich ehrliche Darstellung der Mutter-Tochter-Beziehung: Keikos Eigenarten und ihre Demenz werden mit einer Wärme und Toleranz beschrieben, die tief bewegt. Gleichzeitig spart die Autorin nicht aus, dass das Leben mit Keiko nicht immer leicht war – sei es durch kulturelle Unterschiede, familiäre Konflikte oder die Herausforderungen, die das Leben zwischen zwei Welten mit sich bringt.
Allerdings erfordert Onigiri Geduld. Die Erzählweise ist ruhig und langsam, ohne große Dramatik oder schnelle Wendungen. Die Handlung entwickelt sich in kleinen, oft fragmentarischen Episoden, die nicht immer vollständig auserzählt werden. Dies passt zwar zur bruchstückhaften Erinnerung der Figuren, kann aber für Leserinnen und Leser, die ein schnelleres Tempo gewohnt sind, herausfordernd sein. Es ist ein Buch, das Zeit und Aufmerksamkeit verlangt – aber genau darin liegt auch sein Reiz. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer tief bewegenden Geschichte belohnt, die lange nachklingt.
Onigiri ist ein nachdenklich stimmender Roman über Identität, Familie und kulturelle Wurzeln. Yuko Kuhn verbindet deutsche und japanische Perspektiven zu einer berührenden Erzählung, die uns nicht nur die Eigenheiten Japans näherbringt, sondern auch zeigt, was es bedeutet, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen. Ein Buch für alle, die sich auf eine leise, aber eindringliche Geschichte einlassen möchten
Rezensionen von xx:
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Schwierig, aber spannend
Daniela Dröscher gelingt es in ihrem Roman „Junge Frau mit Katze“, eine eindringliche und zugleich bedrückende Geschichte über Krankheit, Selbstfindung und familiäre Verstrickungen zu erzählen. Im Mittelpunkt steht Ela, eine junge Frau, die von einer scheinbar endlosen Reihe von körperlichen und psychischen Beschwerden geplagt wird.
Ihre Odyssee von Arzt zu Arzt, ihre Ängste und die belastende Beziehung zu ihrer Mutter ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Dröscher beschreibt Elas Leiden und ihren Alltag mit einer beeindruckenden Präzision und Tiefe, die den Leser unweigerlich in die Geschichte hineinzieht. Doch genau diese Detailfülle kann auch fordernd sein. Die minutiöse Schilderung von Symptomen und Arztbesuchen lässt die Lektüre stellenweise schwer und beklemmend wirken. Gleichzeitig ist es aber genau diese schonungslose Ehrlichkeit, die den Roman so authentisch macht.
Besonders gelungen ist die Darstellung der psychischen Dimension von Krankheit und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld. Dröscher zeigt eindrucksvoll, wie sehr körperliche Beschwerden und familiäre Konflikte miteinander verwoben sein können. Die Beziehung zwischen Ela und ihrer Mutter ist dabei ein zentrales Thema, das den Leser zum Nachdenken anregt.
„Junge Frau mit Katze“ ist kein leichtes Buch, sondern eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des Lebens. Es fordert Geduld und die Bereitschaft, sich auf Elas schwierige Welt einzulassen. Wer jedoch Interesse an psychologischen Themen und zwischenmenschlichen Dynamiken hat, wird von diesem Roman bereichert. Ein Werk, das nachhallt und zum Reflektieren anregt.
Rezensionen von xx:
Huhu und Momo - Für dich trau ich mich! von Smriti Halls
Wunderschönes Vorlesebuch
"Für dich trau ich mich" von Smriti Halls, liebevoll illustriert von Lucy Fleming, ist ein zauberhaftes Kinderbuch, das nicht nur für Kinder ab 4 Jahren, sondern auch für jüngere Leser bestens geeignet ist. Die Geschichte über die kleine Eule Huhu und ihren Freund, die kleine Maus, erzählt in gereimtem Text von Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft.
Sie zeigt, wie man über sich hinauswachsen kann, um seinen Freunden zu helfen.
Die detailreichen und herbstlich anmutenden Illustrationen sind ein echtes Highlight. Es gibt auf jeder Seite so viel zu entdecken, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Freude daran haben. Kleine Details wie der Essenslieferdienst "Pickerando" sorgen für ein Schmunzeln bei den Großen, während die Kleinen von den liebevoll gestalteten Charakteren begeistert sind. Besonders das hochwertige Cover und die handliche Größe des Buches machen es perfekt für kleine Kinderhände, die gerne selbst blättern.
Der gereimte Text ist kurz, leicht verständlich und ideal zum Vorlesen – sei es vor dem Einschlafen oder für gemeinsame Entdeckungsreisen durch die Bilder. Die Botschaft der Geschichte ist herzerwärmend, und die Kombination aus Text und Illustrationen macht das Buch zu einem echten Gesamtkunstwerk.
Die kleine Eule Huhu ist ein Charakter, den man sofort ins Herz schließt, und die wunderschönen Bilder laden immer wieder zum Betrachten ein. Es ist ein Buch, das man jeden Tag aufs Neue lesen möchte, und wir können es uneingeschränkt empfehlen. Ein absolutes Muss für alle kleinen und großen Bücherfreunde!
Rezensionen von Harakiri:
Verschworen von Eva Björg Ægisdóttir
Ein Todesfall in der Vergangenheit zieht weite Kreise
Ein Todesfall in der Vergangenheit zieht weite Kreise.
Als Porgeir in seinem Sommerhaus ermordert aufgefunden wird, ist noch nicht klar, welche Hintergründe hinter dem Mord stecken und was die Ermittlungen alles aufdecken. Hier hat die Autorin einiges an Überraschungen für den Leser bereit. Vor allem das Zitat, das sich bei dem Toten findet, gibt Elma Rätsel auf.
Die Kapitel wechseln sich ab in Gegenwart und Vergangenheit und besonders die Vergangenheit ist sehr aufschlussreich für den Leser. Hier gibt es Hintergrundwissen, das den Ermittlern fehlt.
Der Spannungsbogen hält von der ersten Seite an und vor allem am Ende sorgt sie durch schnelle Perspektivenwechsel dafür, dass man förmlich durch die Zeilen rast.
Mir gefiel auch das Privatleben von Elma sehr gut, das sehr ausgewogen in die Handlung eingeflochten wird.
Fazit: In Island wird nicht gemordet? Falsch – bei AEgisdottir schon, und wie.
Rezensionen von Harakiri:
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
starker Magen needed
Sabine Yao in ihrem 3. Fall. Und der hat es in sich und fordert die Rechtsmedizinerin auf allen Ebenen. Ein Pferdemörder, Leichenteilefunde im Wald und jede Menge anderer Leichen auf dem Tisch.
Wer Tsokos kennt, weiß, worauf er sich einlässt. Eigentlich gehört eine Warnung auf den Titel. Denn bereits das Umschlagbild innen benötigt einen starken Magen.
Das Buch beginnt mit der täglichen Sitzung in der Rechtsmedizin und einigen kuriosen Todesfällen, die es aufzuklären gilt. Die Rechtsmediziner brauchen hier viel Einfühlungsvermögen und Wissen und das vermittelt Tsokos durch seine Schilderungen wahrer Vorgänge sehr genau. Manchmal zu genau, ich erwähnte bereits den starken Magen.
Die Kapitel sind meistens recht kurz und knackig und vor allem die, in denen ein (junger?) Mann seine Fantasien auslebt und einen Mord plant, hatten es mir angetan. Hier hätte ruhig noch mehr passieren dürfen. Aber Tsokos fokussiert seine Thriller ja eher in der Aufklärung durch die Rechtsmedizin als durch die Sicht der Polizei.
Yaos Ausflug in die Pferdewelt fand ich, gelinde gesagt, minderspannend. Für mich hätte es diesen Strang nicht gebraucht.
Fazit: das perfekte Verbrechen gibt es nicht, die Rechtsmedizin kennt viele Tricks.
Rezensionen von Harakiri:
Bodenfrost von Andreas Föhr
schwarzer Humor
Der Fund einer Leiche bei einem Kinderpolizeifest gibt der Polizei Rätsel auf. Markiert ist der Tote mit einem Zeichen aus einer früheren Mordserie, die nie gelöst wurde. Haben es Wallner und Kreuthner hier mit einem Cold Case zu tun, der wieder warm wird?
Auf Andreas Föhrs neue Krimis warte ich immer sehnsüchtig.
Ich mag seinen Humor und seine lockere Schreibweise sehr gerne. Die eingestreuten Bayerischen Sprachbrocken sind auch immer sehr unterhaltsam.
Mit Wallner und Kreuthner ist Föhr ein Gespann gelungen, das seinesgleichen sucht. Kreuthner, der – teilweise bewusst – kein Fettnäpfchen auslässt und der korrekte Wallner, der schon viele Augen zudrücken musste. Bei beiden Ermittlern menschelt es in diesem Krimi, was mir sehr gut gefallen hat. Toll finde ich auch, wie Föhr Kreuthner immer wieder Gegengewicht in die Hand gibt, so dass dessen eigensinnige Ermittlungen keine schweren Folgen für ihn haben.
Auch der Fall ist wieder spannend aufgebaut und lädt bis zur letzten Seite zum Miträtseln ein. Verschlungene Pfade, viele Anhaltspunkte und eine Wendung mit der man nicht so schnell rechnet zeichnen den neuen Krimi von Andreas Föhr aus. Und besonders das Ende hat es dann auch nochmal in sich.
Fazit: Schwarzer Humor lässt grüßen. Ein Buch zum Abtauchen und Genießen, genau das Richtige für die kommenden Herbsttage.
Rezensionen von xx:
Dunkle Sühne von Karin Slaughter
Langsamer Reihenauftakt - lohnt sich!
Mit "Dunkle Sühne" liefert Karin Slaughter den spannenden Auftakt ihrer neuen North Falls-Reihe. Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden zweier Teenager-Mädchen während des 4.-Juli-Feuerwerks, was die beschauliche Kleinstadt North Falls in Aufruhr versetzt. Im Mittelpunkt steht Deputy Emmy Clifton, die nicht nur beruflich, sondern auch persönlich stark gefordert wird, da eines der vermissten Mädchen die Tochter ihrer besten Freundin ist.
Slaughter überzeugt mit ihrer Fähigkeit, psychologische Tiefe und überraschende Wendungen in die Handlung einzubringen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, und die düstere Atmosphäre zieht den Leser sofort in ihren Bann. Besonders der erste Teil des Buches ist packend und gut strukturiert. Allerdings verliert die Geschichte im zweiten Teil etwas an Tempo und wirkt stellenweise langatmig. Die Vielzahl an Charakteren kann zudem verwirrend sein, und es erfordert Konzentration, den Überblick zu behalten.
Die Figuren sind vielschichtig und authentisch, auch wenn es schwerfällt, sich mit ihnen zu identifizieren. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind komplex und tragen zur düsteren, emotionalen Stimmung des Buches bei. Der Wechsel zwischen intensiven, schnellen Szenen und ruhigeren Momenten sorgt für Abwechslung, auch wenn der Schreibstil in der deutschen Übersetzung manchmal etwas holprig wirkt.
Trotz kleiner Schwächen ist "Dunkle Sühne" ein gelungener Serienstart, der Lust auf mehr macht. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Buch im Original lesen, um den vollen Genuss von Slaughters Schreibstil zu erleben. Für Fans von düsteren Thrillern mit psychologischer Tiefe ist dieses Buch absolut empfehlenswert!











