Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulgu1978:
Lori von Anousch Mueller
Familiengeheimnis
Leni ist eins von sechs (lebenden) Geschwistern und hat eine Ahnung, dass es noch eine Schwester gab, traut sich aber nicht, ihre Eltern danach zu fragen. Eines Tages findet sie den Beweis dafür, dass ihre Vermutung stimmt, behält aber auch diese Erkenntnis für sich. Allerdings hat sie keine Erinnerung daran, was mit dieser fehlenden Schwester passiert ist.
Sie schafft es selbst als Erwachsene nicht, mit ihren Eltern über vergangene Ereignisse um ihre Schwester Lori zu sprechen.
Anousch Mueller beschreibt in ihrem Roman sehr anschaulich wie schwierig es ist, mit seinen Kindern über Familienkatastrophen zu sprechen oder als Kind danach zu fragen. Als Hintergrund der in Rückblicken erzählten Geschichte dienen überwiegend die politischen Ereignisse in der DDR in den siebziger Jahren.
Leider wird vieles nur oberflächlich angerissen. Wer eine umfassende Berichterstattung der damaligen politischen Ereignisse erwartet, wird enttäuscht. Auch was sich mit Lori zugetragen hat, wird nur nebulös erzählt. Man muss schon seine Phantasie bemühen um einigermaßen zu verstehen was mit Lori passiert ist. Schade, eine detailliertere Aufklärung hätte dem Roman gut getan.
Rezensionen von Ulgu1978:
Die Auster von Yael Inokai
Frau Bloch als Miss Marple?
Frau Leonora Bloch putzt bei dem Kaufhaus-Geschäftsführer Dr. Bronstett in seinem Privathaus. Nachdem sie früher im Kaufhaus selbst gearbeitet hat, sichert sie sich damit im Rentenalter ihren Lebensunterhalt. Eines Tages findet sie bei Arbeitsantritt ihren Arbeitgeber mit abgehackten Händen ermordet vor.
Aus mir unerfindlichen Gründen (und das Warum wird auch im Verlauf der Geschichte nicht aufgeklärt) unterzieht Frau Bloch sämtliche Spuren der Tat einer gründlichen Reinigung, was von der Kriminalpolizei schulterzuckend hingenommen wird...
Und nun erwartet die krimierfahrene Leserschaft eine ausgeklügelte, spannende Auflösung des Tathergangs und die Überführung des Täters. Aber weit gefehlt, von Seite zu Seite breitet sich die Enttäuschung weiter aus. Man erfährt viele Alltagsbegebenheiten der Protagonistin, ihrer Freunde und Arbeitskollegen teilweise bis ins kleinste Detail und fragt sich, an welcher Stelle man übersehen hat, dass dies für die Aufklärung der Straftat relevant ist.
Ich habe mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, war aber doch zu neugierig ob und wie sich der Fall schließlich aufklären lässt. Eine Aufklärung gibt es zum Schluss, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnte.
Ohne den Anspruch, eine Kriminalgeschichte zu sein, hat mir der Schreibstil von Yael Inokai sehr gut gefallen. Hierfür kann ich guten Gewissens meine Sterne vergeben.
Rezensionen von Ulgu1978:
Red Star Down von D. B. John
Spionage, Macht und Manipulation
Ljoscha, Jenna und Eric sind die Protagonisten in diesem einzigartigen Spionagethriller. Zu Beginn des Buches werden die drei Personen "vorgestellt" und die Leserschaft kann zunächst nicht erkennen, welche Verbindung zwischen ihnen besteht. Ljoscha und Jenna sind die zwei sympathischen Figuren in diesem Thriller, was man von Eric in keinster Weise behaupten kann.
Dieses Buch ist ein faszinierender Spionagethriller wie ich ihn noch nicht gelesen habe. D.B. John verknüpft gekonnt reale Personen und Ereignisse mit fiktiven Figuren und Geschehnissen. Das ist sehr erschreckend, aber gerade das macht diese Geschichte so besonders. Vor allem wie Putin, Trump und Kim Jong-un ihre Macht ausüben wird treffend beschrieben. Das ist aber gerade das Erschreckende an dieser Geschichte, denn diese drei Männer haben heute noch in der Realität das Sagen.
Besonders hervorheben möchte ich, dass das Buch durch eine Nachbemerkung des Autors vervollständigt wird, in der einige reale Ereignisse erläutert werden.
Fazit:
700 Seiten Spannung, die man, einmal angefangen, nicht aus der Hand legen kann. Ein Spionagethriller, der länger im Gedächtnis bleibt.
Rezensionen von Ulgu1978:
Theo in Golden von Allen Levi
Wohltäter und Menschenfreund
Theo - seinen vollen Namen erfährt man erst am Ende des Buches - kommt nach Golden und bleibt für ein gutes Jahr dort. Niemand in dem Ort weiß, wer er wirklich ist und warum er nach Golden gekommen ist. Er versteht es mit seiner liebenswürdigen Art die Menschen dort für sich einzunehmen und schließt bald mehrere Bekannt- und Freundschaften.
Er verschenkt gezeichnete Porträts an die abgebildeten Personen und erfährt bei der Übergabe die Lebensgeschichten der Beschenkten.
Eine unaufgeregte Erzählung, die mich trotzdem in ihren Bann gezogen hat. Auch wenn ich mich beim Lesen immer wieder gefragt habe, ob ein Mensch immer, wirklich immer nur freundlich sein kann. Nur zweimal schafft Theo es, sich von einer anderen Seite zu zeigen. Auch fast alle anderen Personen in diesem Buch waren mir sympathisch.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ich fand es interessant als Leserin zu beobachten wie sich die Personen verhielten, wenn sie Theos Brief mit der Bitte/Einladung, ihn zu treffen, erhielten. Und wenn sie sich trauten, der Einladung eines ihnen unbekannten Menschen nachzukommen, wie Theo sie dazu brachte, ihm ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Und trotzdem hatte ich das gesamte Buch über das Gefühl ein schönes Märchen zu lesen, das mich aber gut unterhalten hat. Wer schöne Geschichten mag, wird diese lieben.
Rezensionen von Ulgu1978:
Die Flussfrau von Tanja Weber
Ein besonderes Lese-Erlebnis
Lis wächst während des zweiten Weltkrieges auf dem elterlichen Bauernhof auf. Um einer arrangierten Ehe mit einem sehr viel älteren Bauern zu entgehen, heiratet sie den Frachtschiffer Horst. Und hier beginnt ihr eigentliches Leben, das sie trotz harter Arbeit und vieler Entbehrungen lieben lernt.
Als sie nach dem Tod ihres Mannes selbst Kapitänin wird, hat sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, aber sie schafft es sich ihren Platz in dieser Männerdomäne zu erkämpfen.
Tanja Weber hat mit viel Herzblut das Leben einer Kämpferin beschrieben, die trotz vieler Hindernisse ein zufriedenes Leben führt und mit niemandem tauschen möchte. Als Leser/in begleitet man nicht nur Lis' Leben, sondern erfährt auch einiges über das jeweilige Zeitgeschehen im Nachkriegsdeutschland. Tanja Weber hat mit ihrem Schreibstil ein besonderes Talent, nicht nur die Gefühle der Menschen, sondern auch sehr bildhaft die Natur zu beschreiben. Lis ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ich gern durch ihr Leben begleitet und ihren Mut und ihren Durchsetzungswillen bewundert habe.
Mich hat das Buch bereits nach den ersten Seiten in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ein selten schönes Buch, das ich sehr genossen habe. Für mich ein besonderes Highlight in meinem Lesejahr
Ich kann diesen Roman uneingeschränkt empfehlen und hoffe sehr, bald noch mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen.
Rezensionen von Simone:
Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt von Tanja Willers
Der mutige Blick in die Ferne
Als ich das Buch „Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt“ von Tanja Willers und Johanna Hochedlinger gelesen habe, hat es mich sofort gepackt. Die beiden Frauen nehmen uns mit auf eine ganz besondere Reise durch den Kaukasus – und zeigen dabei, dass Abenteuer nicht immer bequem sein müssen.
Die Reise führt durch Aserbaidschan, Armenien und Georgien, vom Kaspischen Meer bis zum Schwarzen Meer.
Dabei sind die beiden nicht einfach mit dem Auto oder einem normalen Fahrrad unterwegs. Sie fahren mit ihren Rädern und haben zusätzlich kleine Packrafts dabei. Das sind leichte Boote, die sie auf ihrer Reise immer wieder nutzen. So wechseln sie zwischen Fahrrad und Wasser.
Besonders beeindruckt hat mich, dass die Autorinnen nicht nur die schönen Seiten zeigen. Natürlich gibt es atemberaubende Landschaften, Berge und besondere Momente. Aber es gibt auch Müdigkeit, Muskelkater, schwierige Wege und Situationen, in denen man sich fragen muss: „Schaffen wir das wirklich?“ Genau das macht die Geschichte für mich so ehrlich und glaubwürdig.
Sehr schön fand ich auch die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Die Reise besteht nicht nur aus Sport und Kilometer sammeln. Tanja Willers und Johanna Hochedlinger erleben die Kultur der drei Länder, probieren landestypisches Essen und lernen verschiedene Menschen kennen. Auch georgischer Wein und Khinkali gehören zu ihren Erlebnissen. Dazu kommen besondere Orte und alte Gebäude, die noch an die Zeit der Sowjetunion erinnern.
Ein großes Highlight sind für mich die authentischen Fotos im Buch. Sie machen die Reise noch viel lebendiger. Man kann sich die Landschaften, die Straßen, die Berge, die Flüsse und die besonderen Begegnungen viel besser vorstellen.
Für mich ist die wichtigste Botschaft des Buches: Man muss nicht immer in seiner sicheren und gewohnten Welt bleiben.
Die beiden Frauen zeigen, was möglich ist, wenn man sich etwas zutraut. Ihre Reise hat mich deshalb nicht nur neugierig auf den Kaukasus gemacht. Sie hat mich auch persönlich zum Nachdenken gebracht.
Rezensionen von Immenhof:
Play+ Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald - ab 12 Monate von Maria Höck
Für Kleinkinder
„Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald“ aus der Play+ Reihe richtet sich an Kinder ab einem Jahr. Das Buch besteht aus fünf Doppelseiten und die Buchseiten sind aus stabilem Karton gefertigt, sodass sie auch von kleinen Kinderhänden gut umgeblättert werden können. Sehr praktisch für den Alltag finde ich den An und Ausschalter.
Auch die Knöpfe zum Auslösen der verschiedenen Geräusche sind schön gross und lassen sich bereits von Einjährigen gut drücken.
Die Zeichnungen sind eher einfach und übersichtlich gehalten und passen damit gut zur Altersgruppe. Trotzdem gibt es auf den einzelnen Seiten verschiedene Tiere zu entdecken, sodass sich beim gemeinsamen Anschauen immer wieder Gesprächsmöglichkeiten ergeben. Auch die Auswahl der unterschiedlichen Lebensräume und der dazu passenden Tiere gefällt mir gut.
Im Vergleich zu anderen Kleinkinderbüchern fehlen mir ein wenig die unterschiedlichen haptischen Elemente, beispielsweise Fell zum Fühlen. Dafür sind die Knöpfe einfacher zu bedienen und meiner Meinung nach gerade für Kinder ab einem Jahr sehr gut geeignet. Insgesamt ein schönes erstes Soundbuch, bei dem insbesondere die altersgerechte Gestaltung überzeugen kann.
Rezensionen von Ryria:
Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter von Petra Lord
Magie, Taktik und spannende Ideen
Queen of Faces zeichnet eine interessante Welt: Ein Großteil der Welt ist bereits vom Meer überflutet worden, die verbliebenen Länder sind von Kriegen und Rebellionen geprägt. Menschen haben die Fähigkeit, ihre "Seelen" in neue Körper zu transferieren - und dazu gibt es natürlich auch noch Magie.
Eine wilde Mischung, die aber recht faszinierend ist, sobald man einmal in der Geschichte angekommen ist.
Im Fokus steht Ana, die nur einen billigen, kränklichen Jungenkörper ihr Eigen nennt. Um dem drohenden Tod zu entgehen lässt sie sich auf eine Arbeit als Söldnerin ein, während sie gleichzeitig auch noch eine magische Eliteschule besucht. So zusammengefasst klingt es nach recht viel, daher ist es nicht verwunderlich, dass einige Aspekte durchaus zu kurz geraten dabei.
Während das Buch als Dark-Academia-Sensation beworben wurde, ist dieser Teil der Handlung wohl mit am kürzesten ausgefallen. Ja, es gibt die Schule, und zwischendurch ist man auch mal kurz dort, aber insgesamt spielt das Leben dort keine große Rolle.
Viel öfters ist man bei den Söldnermissionen dabei und ich muss sagen, dass mir diese doch gut gefallen haben. Sie waren oft sehr spannend und ich habe mich jedes Mal darauf gefreut zu verfolgen, mit welcher Strategie diesmal die Probleme gelöst wurden.
Dieser taktische Aspekt neben der Magie ist eine schöne Kombination, aber auch das Magiesystem mochte ich. Es ist nicht zu kompliziert und wird Stück für Stück eingeführt, und auch Ana muss erst noch viel lernen, was sie mir sympathisch gemacht hat. Generell gab es einige coole Charaktere, auch wenn diese manchmal ein wenig verwirrend waren.
Die Autorin ist eine Transfrau und so fühlte sich vieles wie ihre eigenen Gedanken an, wie Anas Wunsch ihrem Jungenkörper zu entkommen. Im Laufe der Handlung kommen nur sehr viele Charaktere hinzu, die irgendwie in einem anderen Körper sind - während dies zwar die Botschaft unterstreicht, dass es nur auf die Seele ankommt, war es für das Kopfkino beim Lesen doch manchmal ein wenig erschwerlich. Prinzipiell also sehr cooles Konzept, in dieser Masse fand ich es aber leicht zu viel.
Trotz vieler düsterer Themen wirkte das Buch auch irgendwie öfters noch recht jung, die Hauptcharaktere sind 17.
Insgesamt hat mir vor allem das Worldbuilding und die Mischung aus Taktik und Magie gut gefallen, daher bin ich auf die Fortsetzung gespannt.
Rezensionen von hohleborn8:
Bourbon and Lies von Victoria Wilder
Sexy Bourbon-Boys and -Brothers aus Kentucky
Laney Young ist auf der Flucht. Sie rettete einer Frau in einer beherzten Aktion das Leben. Nun ist ihr eigenes Leben nicht mehr sicher. Da die Zeit drängt, wird sie inoffiziell im Zeugenschutzprogramm untergebracht. Die taffe New Yorker Hochzeitsplanerin findet sich unvermittelt in der familiären Whiskey-Brennerei der Familie Foxx in Fiasco/Kentucky wieder.
Die drei hoch attraktiven Foxx Brüder sind nicht begeistert über den Überraschungsgast. Grant Foxx, der jüngste Bruder, riecht als Ex-Cop die Gefahr, die Laney mit sich bringt. Er misstraut der heißen Braut und versucht sie auszuhorchen. Doch in Laney findet der mürrische, vom Leben geschlagene Cowboy eine würdige Gegnerin.
Victoria Wilder gelingt mit "Bourbon & Lies" eine hochspannende Liebesromanze mit Thrillercharakter. Ich würde dieses Buch in die Kategorie der Lady-Thriller einordnen: Krimi, Thriller, eine große Portion Liebe und Erotik gemischt mit Kleinstadt- und Country-Feeling. Ein gute Mischung fürs Herz, hochspannend bis zum Schluss. Für Whiskey-Liebhaber eignet sich dieser erste Teil der Bourbon-Reihe fast als Lehrbuch der Bourbon-Herstellung.
Obwohl ich von Anfang an die Parallelen zwischen den Fällen von Frauenentführung und Misshandlung in Kentucky und dem von Laney in New York befreiten Opfer gesehen habe, wurde ich von der Auflösung am Ende doch überrascht. Ich bin gespannt, wie Grants Brüder in den Folgebänden ihre Liebe finden und ob es dabei auch so spannend zugeht? Findet einer der beiden eventuell mit Hadley sein Glück? Denn sie war neben Opa Griz eindeutig mein Liebling.
Rezensionen von lorireads:
The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz
Hat mich leider nicht richtig erreicht
Nachdem ich mein letztes Buch von Sarah Stankewitz positiv in Erinnerung hatte, war ich neugierig auf ihr neues Buch.
Der Klappentext hat zwar schon erahnen lassen, dass traurige Themen im Buch eine Rolle spielen, aber trotzdem war mir die Stimmung, die beim Lesen aufkam zu schwer und düster. Gleichzeitig kam bei mir nicht wirklich Spannung auf und ich hatte das Gefühl, dass sie Handlung einfach so vor sich hin plätscherte und man nur auf das Happy End am Ende gewartet hat.
Ich glaube, mir hat etwas gefehlt, dass da Buch aus der Menge der NA-Bücher hervorhebt, aber das kam für mich leider nicht durch. So richtig benennen, was genau mir gefehlt hat, kann ich aber gar nicht.
Zu Silas und Cloud bin ich trotz der wechselnden Sichtweise, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, nicht so richtig durchgedrungen und konnte keine Verbindung zu Ihnen aufbauen.
Letztendlich muss ich sagen, dass die Geschichte zwar grundsätzlich schön erzählt ist und das Free Running in Verbindung mit der Musik schöne und interessante Themen waren, aber das Buch konnte mich emotional nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Daher habe ich es schweren Herzens nach ca. einem Drittel abgebrochen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch bei anderen sehr gut ankommt.











