Kunden em pfehlungen
Rezensionen von kuhasi:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Dankbar dass ich es vorab lesen durfte
Der Roman handelt von einer "verpatzen" Liebesgeschichte im Jahr 1999 in Paris und der Rückkehr in die Stadt der Liebe im Jahr 2019.
Die Hauptprotagonistin Mona genießt in den 90er Jahren eine Auszeit in Paris, beziehungsweise hat sich dort für den Studiengang Romanistik eingeschrieben.
Noch bevor sie ihre Unterkunftgeberin Louise kennenlernt, stoßt sie im Cafe, das nahe der Wohnung liegt auf den zweiten Hauptdarsteller im Buch Thibauld. Schnell stellt sich heraus, dass zwischen dem Frauenheld und Mona eine besondere Verbindung zustande kommt, aber einige Faktoren spielen mit, dass sich hier erst langsam etwas entwickelt.
Die Geschichte hat abwechselnde Kapitel, mal im Jahr 1999 und mal im Jahr 2019 und nach und nach lernt man die Hauptfiguren, aber auch die Vorgeschichte und Beziehung vom Jahr 1999 gut kennen.
Zeitweise ist das Buch traurig, da leider das Thema Krebs eine tragende Rolle spielt, aber es wird nicht so extrem in das Thema gegangen, dass das Buch trotz des traurigen Themas sehr nett zum Lesen ist.
Ich bin dankbar, dass ich das Buch vorab lesen durfte und es hat mir sehr gefallen.
Rezensionen von Lori:
OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Es geht mit Otto nach England!
Ferienzeit ist Lesezeit!
Was gibt es da Schöneres, als mit einem tollen Buch wie diesem in die Ferien zu starten?!
Otto ist startklar, die Koffer sind gepackt, es kann also losgehen. England ist perfekt für aufregendes Urlaubstage voller Abenteuer, schöner Erlebnisse und einem reichhaltigen Angebot an Sehenswürdigkeiten!
Ein Buch für die ganze Familie, dass man gemeinsam während der Fahrt oder zwischendurch lesen kann.
Da bekommt man direkt Lust auch quer durch England zu reisen und mal zu campen.
Kindgerecht erzählt mit vielen tollen Illustrationen, so dass man immer Bilder vor Augen hat.
Es wird lustig, chaotisch, lecker, very British und sehr informativ. Lesespaß pur, bei dem man noch so einiges über Land und Leute, und natürlich leckeres Essen lernt!
Da sagt noch mal einer, lesen ist langweilig.
NICHT wenn man bei OTTO an Bord ist!
Rezensionen von kuhasi:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Dankbar dass ich es vorab lesen durfte
Der Roman handelt von einer "verpatzen" Liebesgeschichte im Jahr 1999 in Paris und der Rückkehr in die Stadt der Liebe im Jahr 2019.
Die Hauptprotagonistin Mona genießt in den 90er Jahren eine Auszeit in Paris, beziehungsweise hat sich dort für den Studiengang Romanistik eingeschrieben.
Noch bevor sie ihre Unterkunftgeberin Louise kennenlernt, stoßt sie im Cafe, das nahe der Wohnung liegt auf den zweiten Hauptdarsteller im Buch Thibauld. Schnell stellt sich heraus, dass zwischen dem Frauenheld und Mona eine besondere Verbindung zustande kommt, aber einige Faktoren spielen mit, dass sich hier erst langsam etwas entwickelt.
Die Geschichte hat abwechselnde Kapitel, mal im Jahr 1999 und mal im Jahr 2019 und nach und nach lernt man die Hauptfiguren, aber auch die Vorgeschichte und Beziehung vom Jahr 1999 gut kennen.
Zeitweise ist das Buch traurig, da leider das Thema Krebs eine tragende Rolle spielt, aber es wird nicht so extrem in das Thema gegangen, dass das Buch trotz des traurigen Themas sehr nett zum Lesen ist.
Ich bin dankbar, dass ich das Buch vorab lesen durfte und es hat mir sehr gefallen.
Rezensionen von nanu?!:
Eine Tür für den Pomps von Judith Spörl
"Locherzahn und Tintenspitz"
Die Kinderbuchwerkstatt ist ein Ort an dem wunderbare Kinderbücher entstehen.
Hier sitzen die Schreiblinge und Farbklecksis hinter ihren Türen und denken sich neue Kinderbuchgeschichten aus.
Und manchmal, wenn die Schreiblinge nicht richtig aufpassen, entwicht ihnen eine Buchfigur, die dann mit den anderen ausgebüxten Buchfiguren durch die Flure der Werkstatt streift.
So wie Marie! Marie ist schon lange hier und eigentlich mag sie ihre eigene Buchgeschichte gar nicht so sehr, denn da ist sie nur eine unwichtige Nebenfigur.
Aus purer Langeweile kritzelt sie an einem Plakat herum, das schon ganz vergilbt an einer Wand hängt. Und so erweckt Marie versehentlich den Pomps zum Leben, der bald schon ihr bester Freund wird.
Nur hat Pompsi keine eigene Kinderbuchgeschichte und wird sich so, bald in Luft auflösen. Das muss Marie unbedingt verhindern.
An "Eine Tür für den Pomps" gefallen mir so viele Aspekte, aber am besten gefällt mir natürlich der Pomps.
Seine drei Antennenglubschaugen und seinen grünen Wackelpuddingkörper muss man einfach mögen, und wie er den ganzen Tag durch die Flure wobbelt und Buntstifte knuspert.
Sein größtes Problem ist seine fehlende Geschichte, und wenn ihm niemand eine schreibt, wird er sich in Luft auflösen. Nur jemanden zu finden, der diese Aufgabe übernimmt, ist schwieriger als zunächst gedacht.
Die Kinderbuchwerkstatt ist voller lustiger Figuren und mit einigen von ihnen versteht Pompsi sich richtig gut.
Da ist der Kater Kapitän Krümel oder das Einhorn mit dem Glitzerpo, der Drache Schmauchi mit der lustigen Aussprache und der die allerbesten Kuchen backt. Da ist der Tintenfisch in seinem Goldfischglas, der ständig in der Nase popelt, und Marie natürlich. Am liebsten treffen sich alle in der Küche und futtern Kuchen.
Da möchte man sich als Leser direkt dazu setzen, Schmauchis Kuchen essen und den Vorlesegeschichten lauschen, die sich die Figuren gegenseitig vorlesen.
Das Buch ist eine Mutmachgeschichte. Es zeigt auf, dass man alles schaffen kann, auch wenn es erstmal nicht so aussieht. Dass man einen Schritt nach dem anderen wagen soll, und dass es nicht schlimm ist, wenn man auch mal einen Schritt überspringt, weil er noch zu schwierig ist.
Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt und dass jeder wichtig ist, auch Nebenfiguren. Diese Geschichte ist wirklich etwas besonderes, und ich liebe die Sprache darin. Sie ist bildgewaltig und bunt, mit vielen alternativen und viel besseren und lustigeren Wörtern, als in anderen Büchern.
Manchmal muss man staunen über die schlauen Ratschläge vom Pomps, er hat oft sehr gute Lösungen parat.
Bespickt ist Pompsis Buch mit lauter tollen Bildern und Comics von Arabell Watzlawik, die den Pomps wunderbar aufs Papier pompst und seinen wobbeligen Charme perfekt einfängt.
Die Kapitel haben die perfekte Länge zum Vorlesen.
Und zum Schluß gibt es ein paar Denkaufgaben für die kleinen Leser und Leserinnen, die dabei helfen, sich eine eigene Geschichte auszudenken. Denn jeder kann der Held seiner eigenen Geschichte werden:
Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Empfehlung für den Pomps.
Rezensionen von gabiliest:
Love Letter Agency von Janina Lorenz
Love is not just a four-letter word
“Love Letter Agency” - das ist ein schöner Liebesroman der bekannten Autorin Janina Lorenz. “Öffne den Blick” sagt das stimmungsvolle Cover, den Blick auf die Liebe in all ihren Facetten.
Emma ist Schriftstellerin mit Schreibblockade, doch was tun? Ein Buch schreiben, in dem ein Alpaka vorkommt, wie ihr Agent meint? Oder auf eine andere zündende Idee warten? Da kommt ihr der Zufall zu Hilfe: Ihr Bruder bittet sie, einen Liebesbrief für ihn zu schreiben.
Als das den gewünschten Erfolg bringt ist die Love Letter Agency geboren.
Der Roman handelt von zwei Frauen, die bisher schlechte Erfahrungen mit der Liebe gemacht haben. Emmi und Naomi, die eine KITA für Kinder von Alleinerziehenden leitet, erzählen aus der Ich-Perspektive von ihren gescheiterten Ehen. Beide Male sind die Männer gegangen, beide Male fast ohne ein Wort des Abschieds. Und beide Frauen glauben nicht mehr an die Liebe. Aber versuchen kann man es ja. So meldet sich Naomi auf Druck ihrer Freundin Sara bei einem Internetportal an. Elias meldet sich, bald entspinnt sich eine heftige Romanze. Ungetrübtes Glück? Nein, denn ein Foto von Elias’ Ex-Frau macht Naomi stutzig, von einer Frau, die professionell Liebesbriefe schreibt, da muss man doch nachhaken! Emma soll einen Liebesbrief für Elias schreiben. Verbindet Emma vielleicht noch etwas mit ihm?
Emma, die mit ihrer Agentur erfolgreich ist, ist verwundert, wie vielen unterschiedlichen Menschen sie Briefe schreiben soll. Eltern und Kindern, Partnern und Verflossenen, ein evangelischer Pfarrer, Luis, möchte einen Brief, um sich an die Liebe zu seinem Beruf zu erinnern. Emma ist fasziniert, nicht nur von der Aufgabe, sondern auch von dem Mann. Doch zuerst trifft sie sich mit Naomi, ahnungslos und bitter aufgewühlt, als sie erkennt, für wen dieser Brief sein soll. Kann Emma ihre Vergangenheit hinter sich lassen und Naomi ihrer neuen Liebe vertrauen?
Janina Lorenz hat einen stimmigen und warmherzigen Liebesroman geschrieben, der gelebte Trauer genau so abbildet wie tiefgreifende Verletzungen, die Beziehungen zerstört haben. Dennoch schwebt über allem die Sehnsucht nach einer neuen Liebe, nach Halt und Intimität, nach Verständnis und Leidenschaft. Sowohl Naomi wie Emma sind starke Frauenfiguren, die sich ihr Leben alleine eingerichtet haben, beide zielstrebig und sympathisch. Doch beide mit Wunden aus der Vergangenheit, die zwar vernarbt sind, aber immer noch schmerzen. Und die Männer? Elias und der Pfarrer Luis sind beide Workoholics. Haben sie aus der Vergangenheit gelernt, dass die Partnerschaft ein wichtiger Teil des Lebens ist, den man nicht der Arbeit opfern darf?
Janina Lorenz hat viele Ausprägungen der Liebe beschrieben. Warmherzig und gefühlvoll gibt sie den Frauen eine starke Stimme, manchmal witzig und sprühend vor Glück, manchmal enttäuscht und unglücklich. Ihr Roman erzählt mit leichter Hand vom Leben, jedoch gibt es tiefgründige und nachdenklich machende Abschnitte, die man als Lesende so nicht erwartet hätte. Sprachsensibel und doch positiv begleitet Janina Lorenz ihre Figuren durch einen Lebensabschnitt, der letztlich zur Liebe führt, zur hinreißenden Liebe und zum Happy End, das die Lesenden lächelnd und zufrieden zurücklässt. Ich habe Emma und Naomi gerne durch alle Liebes- und Lebenswirren begleitet, daher eine klare Leseempfehlung von mir für diesen gelungenen Roman.
Rezensionen von beavielleser :
Dunkel wie die Nacht von Ørjan N. Karlsson
Hoffentlich erscheint bald Band 3
Veronika Paulsen, eine junge Frau, die im ersten Buch schon eine Rolle gespielt hat, wird tod aufgefunden. Zeitgleich entdecken drei Frauen eine männliche Leiche im Wasser, die dort scheinbar schon länger treibt.
Wie sich später herausstellt kannten sich die Beiden. Und es bleibt nicht bei diesen beiden Mordopfern.
Die Ermittlungen führen zu einer Klinik, in der sich reiche Männer behandeln lassen können. Die Therapie ist sehr besonders. Der Leiter dieser Klinik gibt Jakob und Noora Rätsel auf.
Der Mord an Veronika Paulsen scheint nichts mit den anderen Morden zu tun zu haben. Er steht aber wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Iselin-Hanssen-Fall, der nach wie vor ungeklärt ist.
Dieser zweite Band ist genauso gut wie der erste. Es gibt viele Wendungen und die Spannung wird durchgängig gehalten. Am Ende bleibt ein loser Faden, der mich mit Spannung auf das nächste Buch warten lässt.
Meine Empfehlung ist es, zuerst Band 1 zu lesen, da dieses Buch an vielen Stellen an das Vorherige anknüpft. Vorallem was den Inselin-Hansen-Fall betrifft, der nach wie vor auf einen Ermittlungserfolg warten lässt.
Rezensionen von nessabo:
Halbwach von Sophia Como
Das ehrliche, schmerzhafte und umarmende Porträt einer Heilungsgeschichte
Ich kannte Sophia Como vorher noch nicht, bin aber beeindruckt, wie gut ihr der Eintritt in das für sie neue Genre gelungen ist. Zoes Geschichte ist schmerzhaft authentisch, kraftvoll feministisch und gleichzeitig eine wundervolle Umarmung.
Comos zugänglicher, leichtfüßiger Schreibstil fällt direkt von Beginn an auf.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Probleme, einen Zugang zur Protagonistin zu finden. Dabei hat sicherlich geholfen, dass ich mich als Millenial grundsätzlich verbunden gefühlt habe und mir Bindungsängste, wenn auch in anderer Form, in der Vergangenheit nicht fremd waren. Entsprechend kann ich sagen, dass die Darstellung sehr authentisch, glaubwürdig und stets einfühlsam ist.
Zoe ist eine starke Hauptfigur mit einigen Ecken, die wir nach und nach genauer unter die Lupe nehmen dürfen. Besonders positiv fand ich dabei die Therapiegespräche, die mir richtig unter die Haut gingen. Es wurde so präzise beschrieben, wieso Zoe Bindungen scheut, dass ich emotional völlig davon eingenommen wurde. Auch den Heilungsprozess der Protagonistin fand ich toll dargestellt, ohne dass die Autorin hier in eine vereinfachende Romantisierung abschweift. Heilung ist nicht linear und das hätte gar nicht besser abgebildet werden können.
Die Liebesgeschichte nimmt in genau dem richtigen Maß Raum ein, es ist eben keine Romance und deshalb bin ich umso zufriedener damit, wie Como das Ende geschrieben hat. Generell schafft sie es gut, an keiner Stelle in Plattitüden abzudriften und bleibt stets lebensnah. Der vorangestellte Soundtrack war für mich auch ein tolles i-Tüpfelchen.
Außerdem habe ich die feministische Färbung der Geschichte sehr gemocht. Wir finden darin einige starke Frauenfiguren, die sich trotzdem vielschichtig und verletzlich zeigen. Themen wie sexistische Rollenbilder und Belästigung werden elegant in die Handlung eingebunden, sodass ich mich leicht als Teil der fiktiven Welt fühlen konnte. Es ist sicherlich nicht über die Maßen radikal, aber das muss Unterhaltungsliteratur für mich auch nicht immer sein.
Ich empfehle diesen Roman allen, die Hauptfiguren gern auf ihrem authentischen Entwicklungsprozess begleiten und dabei auch unsichere, herausfordernde Charaktere nicht scheuen. Persönlich verbleibe ich neugierig auf die zukünftigen Romane dieser talentierten Autorin.
Rezensionen von peedee:
Grappas Versuchung von Gabriella Wollenhaupt
Ein unterhaltsamer Reiheneinstieg
Grappa, Band 1: Die Bierstädter Journalistin Maria Grappa ist mit Leib und Seele Verfechterin der Wahrheit. Diese präsentiert sie auch schnörkellos im Lokalradio, sehr zum Missfallen ihres Chefs. Anstatt brav über irgendwelche Nichtigkeiten des Ortes zu berichten, recherchiert sie den ungeklärten Todesfall von Richie Mansfeld, der als Gigolo gearbeitet hat.
Dabei lernt sie den Gastronomen Michael Muradt kennen und teilt nicht nur den Tisch, sondern auch bald das Bett mit ihm. Doch sagt er ihr die Wahrheit?
Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch so gar nicht meinem Geschmack.
Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war nochmals 20 Jahre früher. Dies nur als Hintergrundinformation, da noch von D-Mark die Rede ist. Einleitend gibt es ein Personenregister, was ich immer als hilfreich erachte.
Der Einstieg in die Geschichte war ziemlich brutal – also nix mit cozy crime. Die bildliche Vorstellung des Gelesenen… da schüttelt es mich jetzt noch.
Maria Grappa ist bissig, definitiv nicht auf den Mund gefallen – was für eine Journalistin eh ungünstig wäre –, stets an der Wahrheit interessiert, und liebenswert. Michael Muradt macht bei Maria einen blendenden Eindruck: Sie ist völlig hin und weg von ihm! Der Mann sieht gut aus, weiss sich zu benehmen, ist erfolgreich, hat einen charmanten Sprachfehler, und er will sie. Sehr gut! Er kann ihr sicherlich bei ihren Ermittlungen helfen. Oder doch nicht? Sie neigt übrigens ganz und gar nicht zur Eifersucht – überhaupt nicht. Sie „brannte vor Eifersucht“! Ihre Tendenz zur Melodramatik war sehr amüsant.
Politik, Prostitution, Erpressung, Mord und Totschlag sind einige der behandelten Stichworte im fiktiven Bierstadt.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. War der Krimi spannend? Nicht wirklich. Glänzte die Hauptdarstellerin durch ihr ermittlerisches Geschick? Oh nein. Sie verglich ihr Handeln zuweilen mit den Ermittlerinnen aus TV-Krimiserien, merkte aber selbst, dass es da sehr grosse Unterschiede gab. Aber war die Geschichte denn unterhaltsam? Und ob! Von mir gibt es 4 Sterne und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Francesca :
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
Interessante Ideen, aber nicht ganz mein Buch
Fünf Tage im Licht hat bei mir ziemlich gemischte Gefühle hinterlassen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich einige Aspekte wirklich mochte, während andere dafür gesorgt haben, dass ich nie komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Gerade die Themen fand ich originell und wichtig, die Umsetzung hat mich jedoch leider nicht vollständig abgeholt.
Wir begleiten die Malerin Sophie aus der Ich-Perspektive, die gemeinsam mit ihren Freundinnen ein paar Tage auf einer Insel verbringt. Zwischen den eigentlichen Kapiteln gibt es immer wieder Abschnitte, in denen Kunstwerke beziehungsweise die Künstlerinnen direkt angesprochen werden. Die Erzählerin spricht die Malerinnen mit "du" an und erzählt von ihrem Leben, den Umständen, unter denen die Werke entstanden sind, und den Geschichten hinter den Bildern.
Gerade als Hörbuch hat mich das am Anfang allerdings unglaublich verwirrt, das ist im Buch wahrscheinlich einfacher nachzuvollziehen. Ich wusste häufig gar nicht, was gerade passiert oder warum plötzlich diese Perspektive gewechselt wird. Die Übergänge waren für mich nicht immer klar genug und ich musste mehrfach zurückspulen, weil ich zunächst gar nicht verstanden habe, welchen Bezug diese Passagen zur eigentlichen Handlung haben. Erst später habe ich mich daran gewöhnt und konnte den Mehrwert besser erkennen. Im Nachhinein fand ich diese Einschübe sogar ganz interessant, weil sie den Blick auf verschiedene Künstlerinnen und ihre Lebensgeschichten erweitern. Einige der erwähnten Malerinnen kannte ich vorher gar nicht und war danach tatsächlich neugierig, mehr über sie zu erfahren.
Grundsätzlich beschäftigt sich das Buch mit Themen wie weiblicher Selbstbestimmung, der Lust von Frauen, Selbstfindung und der Rolle der Frau in der Kunst. Genau diese Themen haben mir wirklich gefallen. Immer wieder gibt es Sätze oder Gedanken, die zum Nachdenken anregen und die ich sehr gelungen fand. Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen. Die sommerliche Atmosphäre war für mich jederzeit spürbar. Das Schwimmen, die Insel, Sommerkleider und die allgemeine Leichtigkeit dieser Tage haben eine schöne Stimmung erzeugt und konnten mich immer wieder abholen.
Was mir dagegen deutlich schwerer gefallen ist, war der Erzählstil. Die Handlung kommt insgesamt eher schleppend voran und Sophie erzählt ihre Geschichte oft so, als würde sie in einem Tagebuch auf ihr Leben zurückblicken. Dabei springt sie ständig zwischen verschiedenen Zeitpunkten hin und her. Plötzlich befindet sie sich viele Jahre in der Zukunft, erzählt in wenigen Sätzen, was später einmal passieren wird, und kurz darauf sind wir wieder auf der Insel. Im Hörbuch war das manchmal ziemlich verwirrend. Wäre nicht immer wieder erwähnt worden, wie alt Sophie gerade ist, hätte ich häufig gar nicht gewusst, in welcher Zeitebene ich mich befinde. Vor allem fand ich schade, dass dadurch viele wichtige Entwicklungen und Ereignisse einfach vorweggenommen werden. Ich hätte diese Momente viel lieber gemeinsam mit Sophie erlebt, anstatt sie nur in wenigen Sätzen erzählt zu bekommen. Dadurch ging für mich einiges an emotionaler Wirkung verloren.
Was ich dem Buch allerdings sehr zugutehalten muss, ist die Charakterzeichnung. Sophie ist keine perfekte Protagonistin. Sie trifft Entscheidungen, die anderen wehtun, verhält sich manchmal egoistisch oder verletzend und macht Fehler. Trotzdem konnte ich ihre Gedanken oft nachvollziehen. Gerade dieses Unperfekte hat sie für mich glaubwürdig gemacht. Statt einer makellosen Hauptfigur bekommt man hier einen Menschen mit Ecken und Kanten, bei dem man sich selbst immer wieder fragt, ob man ihre Entscheidungen nachvollziehen kann oder eben nicht. Das fand ich sehr gelungen.
Mein Fazit: Letztendlich hat mich Fünf Tage im Licht trotzdem nicht vollständig überzeugt. Ich mochte die Themen, die Denkanstöße und auch viele der Figuren. Die Erzählweise mit ihren vielen Zeitsprüngen sowie die Tatsache, dass wichtige Entwicklungen oft nur erzählt statt erlebt werden, haben für mich jedoch dafür gesorgt, dass ich emotional auf Abstand geblieben bin
Ein Roman mit spannenden Themen, einer glaubwürdigen Hauptfigur und einer schönen sommerlichen Atmosphäre, dessen ungewöhnlicher Erzählstil und die vielen Gedanken bzw. Zeitsprünge für mich jedoch mehr Distanz als Nähe geschaffen haben.
Rezensionen von Neobook:
Eine zu viel von Samantha Hayes
Familiendrama
Das Buch Eine zu viel von Samantha Hayes ist mehr ein Familiendrama als Thriller. In einem abgelegenen Ferienhaus verbringt, auf Mutter Connie’s Wunsch, die gesamte Familie Hunter den Urlaub. Sie will nach dem Tod ihres Mannes den Inhalt des Testaments verkünden, das nicht jedem gefallen wird.
Aber schnell merkt man, dass jeder irgendein Geheimnis hat.
In einem Rückblick im Mittelteil erfährt man dann auch endlich mehr. Davor hat es sich für mich etwas in die Länge gezogen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Durch die Perspektivwechsel wurde einerseits schon Spannung erzeugt aber teilweise hat es dadurch wieder in die Länge gezogen. Es waren aus meiner Sicht etwas zu viele unterschiedliche Dramen in der Familie. Da wäre weniger mehr gewesen. So richtige thrillermäßige Spannung ist dann auch erst im letzten Drittel aufgekommen.
Und dass beim wendungsreichen Schluß, mit der Andeutung wieder ein Fragezeichen offen ist, gefiel mir eher weniger.
Insgesamt ein leicht zu lesendes, etwas überzogenes aber doch auch spannendes Familiendrama. Ich vergebe 3,5 Sterne.










