Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PC69:
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
Griechenland - Liebe und Erotik
Vier Freundinnen feiern den Junggesellinen Abschied in Griechenland. Sie sind fünf Tage allein, danach kommen die Männer nach. Sophie ist die Hauptperson in diesen Roman, die von Greg unter Druck gesetzt wird wegen dessen Kinderwunsch. Sie ist noch nicht bereit für ein Kind und fängt mit Ky, den Tavernenbesitzer eine stürmische Affäre an.
Die vier Freundinnen sind aus verschiedenen Schichten, was zu Streit und Meinungsverschiedenheit führt. Erfolg, Luxus und Neid sind immer wieder mal bei den vieren ein Thema. Helena die zukünftige Braut tritt etwas in den Hintergrund, was ich schade finde. Die ganze Geschichte ist mit sehr viel Kunst durchzogen. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Umgang mit Drogen und sehr viel Alkohol. Das Cover ist sehr schlicht gehalten, Pool, Drink und Sonne, und passt gut zum Roman. Der Schreibstil ist recht flüssig, da will man es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Rezensionen von Novalie:
Wenn liebe Waschbären wütend sind von Sandra Grimm
Sehr süß!
Super süß!
Nachdem ein Elch ihm seinen Apfel weggefuttert hat, ist der kleine Waschbär ziemlich sauer. Doch wie kann man mit diesem Gefühl umgehen? Zum Glück trifft er auf verschiedene Tiere, die ihre Strategien vorstellen und ihm helfen, das Gefühl gut zu verarbeiten.
Das Buch war richtig süß und die Bilder einfach nur perfekt.
Es ist schön bunt, Emotionen werden klar und verständlich dargestellt und der Text ist leicht verständlich.
Die Strategien zur Emotionsregulation sind kindgerecht und werden sowohl als Text, als auch als Bild dargestellt. Sie können schnell angewendet und geübt werden. So bekommen Kinder Kontakt zu verschiedenen Möglichkeiten, um zu lernen, mit dem Gefühl der Wut umgehen können.
Was mir richtig gut gefallen hat ist, dass der Waschbär im Titel explizit als lieber Waschbär benannt wird und das Gefühl der Wut eben nur eine Momentaufnahme ist, wodurch auch liebe Waschbären, oder eben auch Kinder, mal dieses Gefühl haben dürfen. Die Wut macht uns also nicht zu schlechten Menschen und es ist okay, auch mal wütend zu sein.
Das Buch wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen, wobei die Bilder so süß sind, dass bestimmt auch andere Altersgruppen ihre Freude damit haben werden.
Rezensionen von scorpio:
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
Vier Generationen einer Familie
Dieses Buch ist nicht nur ein sehr unterhaltsamer Roman, es ist auch ein vielschichtiges Generationenporträt deutscher Geschichte.
Die Einblicke in die Familie der Autorin, basierend auf Tage- und Notizbüchern ihrer Vorfahren, ist zugleich eine Zeitreise durch ein Jahrhundert deutsche Geschichte, mit allen Höhen und Tiefen dieser Zeit.
Sie schildert die schmerzhafte Erkenntnis, als uneheliches schwarzes Kind in den 1960er Jahren von der eigenen Familie als unerwünscht betrachtet worden zu sein. Sie legt dar, wie rassistische Denkmuster und Vorurteile, die tief in der Gesellschaft verwurzelt waren, von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Ein schwieriges Erbe, dass aber auch einen Blick auf die Gesellschaft eines ganzes Jahrhunderts wirft, und zeigt wie schwierig es ist eigene selbstbestimmte Wege zu gehen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Ungesunde Verhältnisse von Betina Aumair; Brigitte Theißl
Soziale Ungleichheit in Österreich
Die Autorinnen Betina Aumair und Brigitte Theißl setzen sich seit langem privat und beruflich mit sozialer Ungleichheit und Klassismus auseinander. Nach ihrem Vorgängerwerk "Klassenreise: Wie die soziale Herkunft unser Leben prägt" geht es auch in diesem Buch wieder um ähnliche Themen, diesmal mit einem Schwerpunkt auf das Thema Gesundheit.
Anschaulich zeigen die Autorinnen, wie neoliberales Denken in den letzten Jahrzehnten in immer mehr Bereiche unserer Gesellschaft Einzug gehalten hat: Gesundheit wird nun oft als etwas propagiert, das man ausschließlich selbst in der Hand habe und für das nur die Individuen allein Verantwortung tragen würden, während gesellschaftliche und ökonomische Einflüsse darauf aufgeblendet werden. Dabei gibt es viele Bereiche, in denen Menschen aus sozioökonomisch schwächeren Milieus benachteiligt sind, was hier anhand des österreichischen Systems aufgezeigt wird: zwar sind die meisten Menschen gesetzlich krankenversichert, doch wer eine private Zusatzversicherung hat oder Wahlarztbesuche aus eigener Tasche zahlen will, bekommt oft schnellere und bessere Behandlungen, eine wichtige Zweitmeinung oder muss nicht monate- oder gar jahrelang krank auf eine notwendige Operation warten.
Nach wie vor sind Bildungsniveau und sozialer Status die wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, welche Kinder in Mittelschule oder Gymnasium kommen, wer Lehre und wer Matura macht und wer studiert. Wer mehr Geld hat, wohnt außerdem in einer besseren Wohngegend, mit besserer Verkehrsanbindung, weniger Belastungen, mehr Möglichkeiten und lebt länger. Und vieles mehr. Dabei sind diese Tendenzen dabei, sich zu verschärfen, denn aus eigener Kraft alleine durch Erwerbseinkommen ist in Österreich sozialer Aufstieg kaum mehr möglich. Das hat sich noch einmal verstärkt, seit Erbschafts- und Schenkungssteuern abgeschafft wurden.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Autorinnen - von denen eine auch im Journalismus arbeitet - auch beschreiben, wie auch dieser Bereich zunehmend blinde Flecken entwickelt, weil immer mehr Journalisten und Journalistinnen studiert haben und eine Lehre nicht aus dem eigenen Umfeld kennen, sodass über diese und damit verbundene Themen auch weit weniger berichtet wird als über Themen, die Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende betreffen.
Es wird also anhand verschiedener Bereiche von Medizin über Bildung bis zu Wohnen, Arbeit und dem Rechtssystem und anhand vieler auch persönlicher Beispiele realer Menschen, mit denen sich die Autorinnen zu Gesprächen getroffen haben, für soziale Ungleichheit sensibilisiert. Ein wichtiges Buch, dem ich wünsche, dass es von vielen Menschen gelesen wird, die in diesen Bereichen etwas verändern können.
Rezensionen von Sassy:
Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen von Tillmann Prüfer
Eigentlich ist es so einfach
Das Buch ist interessant, ehrlich und humorvoll. Tillmann Prüfer lässt uns immer wieder an sehr persönlichen Geschichten aus seinem Familienalltag mit vier Töchtern teilhaben. Das lockert das ganze immer wieder auf. Denn daneben sind unglaublich viele Studien sachlich recherchiert und verständlich erklärt.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, welche immense Recherche für dieses Werk nötig war.
Zeitweise war es mir fast ein bisschen zu viel, wenn eine Studie an die nächste gereiht war. Da hat es gut getan, immer mal wieder etwas anderes zu lesen.
Die Entwicklung der Erziehung war sehr interessant. Die Sätze aus alten Erziehungsratgeber, die z.B. die Prügelstrafe für Säuglinge empfehlen, war für mich fast nicht auszuhalten und mir ist richtig schlecht geworden. Zum Glück liegt diese dunkle Zeit lange hinter uns.
Ich konnte mich in sehr vielen Kapiteln, z.B. über "intensive parenting", wiederfinden. Tatsächlich konnte ich aus jedem Kapitel etwas für mich mitnehmen, auch wenn ich zu Beginn dacbte, dass dieser Abschnitt mich vielleicht nicht betrifft.
Sehr hilfreich fand ich, dass es am Ende jedes Kapitels eine Zusammenfassung gab.
Prüfer plädiert in seinem Buch immer wieder für mehr Gelassenheit in der Erziehung. Sätze wie: "Dann kann fast nichts schief gehen.", nehmen den Druck aus der Thematik. Das wichtigste sei die Beziehung zwischen Eltern und Kind, die durch Vertrauen und Verlässlichkeit geprägt sein sollte. Eine gute Bindung resultiere häufig auf das Hören auf das eigene Bauchgefühl.
Ich hatte beim Lesen häufig den Gedanken: "Ach, ich mache schon einiges richtig." Das ist ein sehr angenehmes Gefühl, das nicht durch jeden Erziehungsratgeber hervorgerufen wird. In diesem Werk wird nämlich nicht ein Stil als der einzig Richtige dargestellt, sondern das für und wieder verschiedener Stile dargestellt. Das ganze ist absolut alltagsnah und es wird immer wieder betont, dass auch "Fehler" zum Leben gehören.
Mein Fazit aus dem Buch: Es ist eigentlich so einfach. Liebe, Zeit und Bauchgefühl und schon ist man eine hinreichend gute Mutter. Und mehr muss man nicht sein.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die einen Überblick über die unzähligen Studien zum Thema Erziehung haben möchten und einfach den Druck ein bisschen rausnehmen wollen.
Rezensionen von Allesleser:
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
ERinnerungen
Die Autorin hat mit diesem Buch ihre Familiengeschichte zu Papier gebracht. Zusammengestellt aus Erinnerungen ihrer Vorfahren, die ihr Tage- und Notizbücher hinterlassen haben. So konnte sie ihre eigene Geschichte über mehrere Generationen zurückverfolgen.
Beginnend mit der Großmutter geht es gute hundert Jahre zurück in die Zeit des ersten Weltkriegs bis in die nahe Gegenwart.
Ich fand diese Familiengeschichte sehr interessant, spiegelt sie doch auch ein großes Stück Zeitgeschichte wider. Gesellschaftliche und politische Einflüsse prägten das Leben der vier Frauen genauso, wie die Herkunft und die vermittelten Werte.
Urgroßmutter, Großmutter und Mutter, sie alle haben viel zu erzählen, Gedanken, Gefühle und Erinnerungen, die das Leben der Autorin auf eine gewisse Art und Weise mitgeprägt haben. Sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit, Männer und Väter fallen in den Weltkriegen, das Land verändert sich und die alle versuchen ihren Weg im Leben zu finden.
Ein unterhaltsamer und auch bewegender Roman, das sehr umfangreich ist. Manchmal fehlten mir mehr Emotionen und ein paar Fragen blieben offen. Wer Familiensagas mag, dem empfehle ich dieses Buch!
Rezensionen von Annaja:
Sommerrauschen von Christiane Adlung
Alles verändert sich
Die Protagonistin Judith verbringt mit ihrer Familie die Sommerferien, wie jedes Jahr in Medoc, an der französischen Küste. Die Mutter Oda weilt ebenfalls dort. Judiths Mann Robert möchte das leerstehende Nachbarhaus dort erwerben, doch sie ist dagegen. Die Erinnerungen daran tun ihr nicht gut. Sie hat mit vielen Spannungen zu kämpfen, ihre aufdringliche Mutter mit dem ausschweifenden Lebensstil, aber auch die eigene Vergangenheit lässt sie nicht ruhen.
Als Bildhauerin kommt sie gerade beruflich nicht voran, doch jetzt im Sommer verdrängt sie ihre Gefühle. Der wundervolle Robert will eine glückliche Frau sehen und er ist es, der für Beständigkeit sorgt. Als im Nachbarhaus plötzlich die Jugendfreunde Natascha und Simon aufkreuzen, ist es mit den Kaufplänen für das Haus vorbei, aber auch mit der Ruhe. Trotz einiger unbeschwerter Erlebnisse und Sommertage mit Mutter, den Töchtern, dem Ehemann und den Freunden, drücken die Erinnerungen auf ihr Gemüt. Judith ist für mich nicht greifbar, nicht einfach zu verstehen, sie will ja keine Grenzen überschreiten, tut es aber längst. Sie ist verletzlich und verletzt zutiefst selbst. Auch Odas Geständnis zum Schluss ist verstörend, erklärt aber vieles an dieser Geschichte.
Ein Buch, mit besonders feinem Schreibstil, einer psychologisch hochkomplexen Familiengeschichte über Schuld und Sühne, wirkt auf mich tiefgründig, beklemmend und düster. Trotzdem ein hervorragender Roman, den ich weiterempfehle.
Rezensionen von Petra Gruber:
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Der letzte Wunsch
Claire leidet seit vielen Jahren an Krebs. Es gab gute und schlechtere Zeiten. Aber jetzt ist es klar. Sie wird sterben. Eliot, ihr Mann seit 40 Jahren war immer an ihrer Seite, hat sie gepflegt, war bei ihr, hat vieles übernommen.
Und auch jetzt ist er zwar traurig, aber bereit. Bereit, bis zum Ende für sie da zu sein.
Doch Claire hat einen Wunsch. Sie möchte die letzte Zeit umgeben von ihren Freundinnen Holly und Michelle verbringen. Eliot hofft, dass sie diese Idee vergisst. Aber am Ende gesteht er ihr diesen Wunsch zu und zieht ins Haus von Holly, während die Freundinnen bei ihr einziehen.
Eliot ist verletzt, gekränkt und traurig. Er lässt ihre Ehe Revue passieren und zieht manches in Zweifel. Und denkt immer wieder darüber nach, ob es ein Fehler war, ihr diesen Wunsch zu gewähren.
Ob es bei dieser Entscheidung bleibt, wie die Freundinnen Claire beim Sterben begleiten, wie es den Kindern von Eliot und Claire damit geht. Das alles wird in diesem Roman erzählt.
Sterben ist kein einfaches Thema und doch sind wir alle vom Thema Abschied und Krankheit betroffen, die eine mehr, die andere weniger.
Was mir hier sehr gefallen hat, ist, wie ehrlich und unaufgeregt erzählt wird. Weder werden Krankheit und Tod romantisiert, noch werden sie extra brutal dargestellt. Und auch die vielen, oft widersprüchlichen Gefühle, werden thematisiert, ohne daraus heroische, kalenderspruchartige Erkenntnisse zu formulieren.
An Krebs zu sterben ist nicht schön und romantisch, aber es gibt auch diese schönen, intensiven Momente. Und kein Mensch kann in diesem fordernden Prozess nur liebevoll, geduldig und immer richtig agieren.
Die Frage bleibt: Darf sich ein:e Sterbende:r alles wünschen? Welche Wünsche sind unerhört oder legitim?
Sehr berührend, sehr einfühlsam erzählt. Ich mochte den Roman sehr.
Rezensionen von gabiliest:
When Dealing With Dragons. Drachengold von Dana Swift
Hidden Dragons, Secret Love
Die bekannte Autorin Dana Swift erschafft in ihrem neuesten Buch “When Dealing With Dragons, Drachengold” eine fantastische Welt, in der Drachen und Menschen zusammenleben. Auf dem schönen Hardcover überzeugen die beiden Hauptfiguren James und Farren, doch der Schein trügt: In einer metallisch kalten Welt werden Drachen, deren Körper sich bei Gefahr mit unterschiedlichen Metallen panzern, für Drachenrennen ausgebeutet und entsetzlich gequält, wenn ihnen die Menschen aus Habgier die metallischen Schuppen vom Körper scheren.
Die Gesellschaftsordnung in diesem brutalen Universum richtet sich nach der Wertigkeit der Metalle, die die Menschen bearbeiten, um sie damit für ihre Zwecke einzusetzen – sei es als Waffe oder zur Heilung von Krankheiten. James entstammt einer ranghohen Silberschmied-Familie. Farren, die Tochter des Drachentierarztes, hält ihn für arrogant und kann ihn nicht ausstehen. James ist vollkommen auf seinen Erfolg als Drachenreiter fokussiert, denn sein brutaler Vater würde ein Versagen niemals dulden. Auch sieht er in Farren eine Rivalin um ein Stipendium der Drachenheilkunde.
Als James bei einem Drachenrennen schwer verletzt und von Farren gerettet wird, verbringt er mit seinem verletzten Drachen den Sommer auf dem Gnadenhof von Farrens Eltern, in einer sehr liebevollen Familie. So kommen James und Farren einander langsam näher, doch zeigen dürfen sie ihre Liebe nicht, denn Farren hütet ein Geheimnis, das große Umwälzungen auslösen könnte. Dadurch brächte sie nicht nur ihre Familie und Freunde, sondern auch sich selbst in höchste Gefahr, ebenso ein wundervolles Wesen, dessen Schutz sie ihr Leben gewidmet hat. Wird James ihr Geheimnis ergründen und Farren unterstützen?
Dana Swift überzeugt mit einer warmherzigen Romantasy, die die Unsicherheit der beiden Protagonisten, Farren und James, gut einfängt. Beide sind sich ihrer Gefühle und vor allem der Gefühle des anderen nicht sicher; immer wieder schwanken sie zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Doch der Schutz der Drachen steht stets an erster Stelle. Farren und James haben Kämpfe gegen Wilderer zu bestehen, James’ Familie versucht brutal, die beiden jungen Menschen auseinanderzubringen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. In einem furiosen Showdown entscheidet sich, ob die Liebe zwischen Farren und James Bestand haben kann.
“When Dealing With Dragons, Drachengold” ist ein dichtes und atmosphärisches Jugendbuch. Magische Welten, große Gefühle, Intrigen und Hass werden die Lesenden immer wieder fesseln. Es lebt von tollen Ideen, die eine oft wunderbare, jedoch manchmal auch eine sehr bedrohliche Atmosphäre schaffen. Durch einen unerwarteten Twist verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Habgier, die Ausbeutung der Natur und Lügen sind an der Tagesordnung. Dem gegenüber überzeugt eine sich langsam und intensiv entwickelnde Liebesbeziehung zwischen James und Farren, deren Beschreibung genau auf die Zielgruppe ab vierzehn Jahren abgestimmt ist.
Mein Fazit:
Mir hat “When Dealing With Dragons, Drachengold” sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, liebevoll und flüssig erzählt und sehr romantisch, hier entsteht sofort großes Kopfkino. Ein besonderer Stellenwert gebührt natürlich diesen wunderbaren Geschöpfen, den Drachen. Wer romantische Gefühle mag und Drachen liebt, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.
Rezensionen von isa_mw:
Zeit der Monster von Seyda Kurt
Ungewiss und klar
Mein erstes Buch von Seyda Kurt. Es wird nicht mein letztes bleiben! Aus unterschiedlichen Perspektiven begleiten wir Menschen eines Viertels durch eine dystopische Zeit des Umbruchs. In einer geordneten Katastrophe soll eine Art Revolution gestartet werden, welche die Menschen aufweckt und eine neue Form der Solidarität und Klarheit erschafft.
Dabei stehen für alle Protagonist:innen ganz andere Ziele im Fokus. Gesellschaftlicher und Klimawandel sowie Pandemien und eine übergreifende Unzufriedenheit scheinen Realtität für die Bewohnenden des Viertels zu sein. Während des Lesens wird schnell klar: allzu viel trennt uns von einer solchen Lage nicht. So wird aus der dystopischen Geschichte sehr schnell ein Werk, dessen Inhalte nicht allzu fern von unser aller täglichen Realtität scheint.
Parallel dazu erinnert die Autorin durch geschichtliche Hintergründe daran, wie viele Menschen die Orte, die für uns so selbstverständlich und festgefahren erscheinen, in der Vergangenheit schon geprägt und verändert haben. Besonders gut wird dargestellt, auf welchen Eben Kriege, Raubzüge und Kolonialismus das Leben beeinflussen. Wem gehört ein Ort? Wer bestimmt über dessen Schicksal? Welche Rolle spielt ein Individuum? Das Buch beantwortet viele Fragen und lässt noch mehr offen. Als Leser:in durchlebt man eine Vielzahl an Emotionen. Immer wieder ist man überzeugt, die Quintessenz des Buches verstanden zu haben, ehe man eines besseren belehrt wird und die Weite des Buches kaum zu greifen kriegt. Und das alles auf nicht einmal 300 Seiten.
Das Cover ermöglicht Spekulationen, nimmt dabei jedoch keine Inhalte vorweg. Klar ist: es wird kalt und dennoch menschlich.
Zusammengefasst: spannend und ruhig, offen und geschlossen, dystopisch und mutmachend zugleich. Ich habe es gern gelesen, auch wenn ich mit Fragen zurückbleibe.










