Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Baerbel82:
Eine zu viel von Samantha Hayes
Rays Erbe
„Eine von uns“ von Samantha Hayes schlummert noch auf meinem SUB. Aber „Eine zu viel“ ist ein wendungsreicher Psychothriller, den ich problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen konnte. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog. Eine Leiche wird aus einem See geborgen. Ist es einer von ihnen?
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter Kate, Darby und Bea samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein, um ein brisantes Geheimnis zu lüften.
„Eine zu viel“ ist eine spannende, tragische Familiengeschichte. Erzählt wird sie in wechselnden Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen.
Bald wird den Lesenden klar, dass es noch eine weitere Tochter geben muss. Fest steht aber auch, dass Ray nur zwei Töchter hatte. Wie geht das zusammen? Anscheinend war Ray nicht der liebevolle Vater und Großvater, sondern ein herrischer Patriarch, ein Kontrollfreak.
Die Autorin lässt uns in tiefe menschliche Abgründe blicken. Beziehungen auf Lügen aufgebaut, Schmerz und Rache. Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder hat ein Geheimnis, etwas zu verbergen. Nicht alle Figuren sind sympathisch.
Nach einem dramatischen Showdown sind alle Rätsel gelöst - oder etwa doch nicht? Was für ein Durcheinander!
Fazit: Packender Psychothriller voller unvorhersehbarer Wendungen.
Rezensionen von Ameland:
Salute - Das letzte Foto von Friedrich Kalpenstein
Mord mit Urlaubsfeeling
Dieses Mal muss Lanza den Mord an dem Fotografen Domenico Spina, der tot auf einem Felsvorsprung des Rocca di Garda aufgefunden wurde, aufklären. Verdächtige gibt es genug, denn der Fotograf hat sich u. a. mit Leuten angelegt, die besondere Foto-Spots bekannt gemacht haben. Er hätte diese Naturschönheiten gerne vor den Touristenströmen geschützt.
Auch im vierten Fall dieser Reihe mischt natürlich wieder der Barista Paul Zeitler mit. Auch wenn Lanza ihn immer wieder ermahnt, fällt doch auf, dass der Commissario den deutschen Ex-Kommissar selbst mit ins Boot holt und bis zu einem gewissen Grad nichts gegen dessen Hilfe hat. Es scheint als würde aus den beiden Männern noch ein Ermittler-Team.
Trotz Mord und Ermittlungen bereitet sich beim Lesen in mir ein Gefühl von Urlaub und dolce Vita aus. Die Landschaftsbeschreibungen wecken den Wunsch, dem Gardasee selbst einen Besuch abzustatten, um im Café von Zeitler die Köstlichkeiten von Leone zu probieren. Dann könnte ich vielleicht auch Emil kennenlernen, der für eine ganze neue humorvolle Note sorgt.
Ganz leise lässt Friedrich Kalpenstein anklingen welche Auswirkungen der Tourismus auf die Natur hat. Besonders die angesagten und gefragten Destinationen müssen Jahr für Jahr immer mehr Touristen verkraften und nicht alle benehmen sich gesittet und gehen verantwortlich mit der Natur um. Ein zweischneidiges Schwert, denn viele Menschen leben dort von eben diesen Touristen.
Ich reise literarisch immer wieder gerne an den Gardasee, um vom Sofa aus mit Lanza und Zeitler zu ermittlen.
Rezensionen von Baerbel82:
Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter
Zwischen Wahn und Wirklichkeit
Nova Winter ist das Pseudonym von Svenja Diel. „Der Mentor“ und „Der Jäger“ hatten mir gefallen. Die dortige Protagonistin heißt Nova Winter. Das finde ich lustig.
Doch „Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.“ ist ganz anders. Mehr psycho als blutig und brutal. Worum geht es?
Smilla rettet den kleinen Moritz vor dem Ertrinken - und spürt, dass er ihr Sohn ist, was aber nicht sein kann.
Denn sie war nie schwanger.
Es stellt sich heraus, dass Moritz‘ Eltern, Lou und Quentin, Smilla und Jonas‘ neue Nachbarn sind. Lou ist abweisend, ihr Mann Quentin extrem freundlich.
Und dann ist da noch Fabian. Er ist irgendwo eingesperrt. Scheinbar ist er nicht der Einzige. Wie passt das alles zusammen?
„Die Nachbarin“ ist spannend und unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, Fabian, Smilla, Lou etc.
Der Thriller zeichnet sich durch eine bedrückende Atmosphäre, unzuverlässige Erzähler und das ständige Verschwimmen von Wahrheit und Wahnsinn aus.
Unerbittlich seziert Nova Winter die tiefsten Ängste und Abgründe der Figuren.
Mit „Die Nachbarin“ präsentiert sich die Autorin als Meisterin der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt sie noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…
Eine Auflösung, die alles in den Schatten stellt.
Fazit: Packender Thriller mit psychologischer Tiefe und hohem Gänsehautfaktor.
Rezensionen von Ecinev:
Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul
War es die große Liebe?
Eine kurze Begegnung im Treppenhaus stellt das Leben von Rosa Müller komplett auf den Kopf. Bepackt mit vollen Einkaufstüten und einem defekten Aufzug nimmt sie den Weg in den 5. Stock auf sich und trifft den, wie von einer KI generierten, Sohn ihrer Nachbarin. Ein paar flapsige Kommentare später trägt er ihr die Tüten hoch und sie hat Schmetterlinge im Bauch.
Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft. Ist es die große Liebe? Oder doch nur eine gute Freundschaft. Schließlich kennt sie keinen seiner Freunde und außer der im gleichen Haus wohnenden Mutter, weiß sie nichts von seiner Vergangenheit.
Als er nach nur 3 Monaten bei einem Unglück plötzlich stirbt, ist sie fassungslos. Gerne überlässt sie seiner dominanten Mutter die Organisation der Trauerfeier. Aber auch dort ist außer dem für einen Tag aus London angereister Bruder nur ein ehemaliger Freund von Nikolas. Rosa ist jetzt fest entschlossen die große Liebe ein zweites Mal kennenzulernen.
Eine rührende Geschichte über Freundschaft über den Tod hinaus. Lediglich das irgendwie zu plötzlich kommende und leicht übertrieben wirkende Happy End, hat mich etwas gestört. Während man Rosa voller Selbstzweifeln über kennengelernt hat, ist sie am Ende wie ausgewechselt.
Der Schreibstil ist melancholisch ohne zu traurig zu sein. Die Personen werden gut beschrieben und das Buch auch für Leser die sonst keine Liebesromane mögen, gut geeignet.
Rezensionen von milky:
Komm spielen von Linwood Barclay
spannend, aber nicht 100 % überzeugt
Der Thriller "Komm spielen" handelt von der New Yorker Schriftstellerin Annie, die nach einem schrecklichen Jahr mit ihrem Sohn eine Auszeit im Ort Castle Creek verbringt, um wieder zu sich zu finden und Abstand zu gewinnen. Das gelingt auch zunächst ganz gut, bis plötzlich seltsame und unerklärliche Dinge mit ihr und ihrem Sohn Charlie passieren.
Zeitgleich wird im Buch auch beschrieben, wie es zu den Morden im Ort Lucknow kam und wie das mit Annie und Charlie zusammenhängt.
Der Thriller ist in verschiedene Teile aufgeteilt, die abwechselnd das Geschehen um Annie und das um den Ort Lucknow erzählen. An sich ist der Text gut geschrieben, sodass ein stetiges Zuhören ohne abzuschweifen möglich ist, jedoch hätte ich - ausgehend vom Klappentext - erwartet, dass sich die Geschichte hauptsächlich um Annie dreht und die Vergangenheit von Lucknow nur nebenbei erklärt wird. Ich glaube, mir hätte das Buch besser gefallen, wenn das der Fall gewesen wäre. Vielleicht, weil ich diese Erwartung hatte, vielleicht auch weil ich mir gehofft hätte, mich dann noch besser in Annie hineinversetzen zu können und näher an der Geschichte gewesen wäre.
Rezensionen von Ecinev:
Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Spannendes Island
Eine junge Frau wird nackt tot in einem Pferdestall gefunden. Dies ist der erste Fall für die Schwedin Helga die gerade erst beim Dezernat für Gewaltverbrechen auf Island angefangen hat. Durch ein aufgefundenes Auto wird die tote Frau identifiziert und Helga, ehemalige Jugendamtsmitarbeiterin, setzt alles in Bewegung den Sohn der Toten zu finden.
Gemeinsam mit einem Verkehrspolizisten und freiwilligen Retter und einem Spürhund finden sie den Jungen halbtot in einer Höhle. Schnell gerät der Vater in Verdacht der als gewaltbereit gilt. Doch so einfach ist die Lösung nicht und Helga hat alle Mühe sich gegen die eingeschworenen Isländer zu behaupten. Das Auffinden einer anderen Toten bringt wieder alles durcheinander.
Dieser erste Fall über das isländische Dezernat für Gewaltverbrechen ist überaus spannend erzählt. Es gibt kaum Längen, die Personen werden gut eingeführt und besonders die isländische Landschaft wird but beschrieben. Einzig stören die isländischen Namen etwas den Lesefluß. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Teile dieser Reihe.
Rezensionen von Ecinev:
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Summer Thrill
Eine luxuriöse Ferienanlage an der Algarve, da kommen Urlaubsgefühle auf. Nicht jedoch für Mia die dort als Yogalehrerin und Showtänzerin eine Saison arbeiten will. Ebensowenig für Yanis, der sich als Barkeeper dort die Nächte um die Ohren schlagen muss. Die strengen Trennungen zwischen Angesgellten und Urlaubern wird sehr deutlich.
Insgesamt wird hier der Urlaubsalltag gut beschrieben. Mia hat ein Geheimnis das schon sehr früh angedeutet wird, sich jedoch erst am Ende gänzlich offenbart. So muss man manche Längen überwinden bis man am Ende etwas mehr erfährt.
Mia wird allgemein eher als schwach, extrem schreckhaft beschrieben was sie am Ende allerdings gar nicht ist. Eigentlich möchte man sie vor allem beschützen anstatt sie in den stressigen Alltag in dem Resort zu schicken. Der Schreibstil ist locker, leicht, als Ferienlektüre geeignet. Die Spannung kommt erst am Ende auf und ist dann viel zu schnell wieder vorbei um sich am Ende zu fragen, wie jetzt, das war es jetzt? Trotz allem ist man gefangen von dem Buch.
Rezensionen von Katrin:
A Business Proposal 1 von Haehwa
Blind Date mit Folgen
Ich finde das Cover sehr ansprechend, wenn auch einfach gestaltet.
Generell mag ich die Bücher des Bramble-Verlages sehr gerne, da ich sie immer als sehr hochwertig empfinde.
Story:
Was kann schon schiefgehen, wenn man die beste Freundin zu einem für sich selbst arrangierten Blind-Date schickt? Stimmt, so ziemlich alles.
Aber erst mal alles auf Anfang.
Hari und Yeongseo könnten als Freundinnen nicht unterschiedlicher sein. Hari hat Schulden und sorgt sich nun auch um das Geschäft ihrer Eltern. Sie arbeitet in einer Finanzabteilung und ist eher eine zurückhaltende "graue Maus". Yeongseo kommt aus gutem Hause und ist eine Partymaus. Einziges Manko, ihre Eltern wollen, dass sie endlich heiratet und arrangieren daher unzählige Blind Dates für sie, welche sie zwar halbherzig wahrnimmt aber sich auf keinen Fall ernsthaft binden möchte.
Als sie wieder auf eines dieser Dates gehen sollte, hat sie andere Pläne. Da Hari aktuell Geld braucht, bezahlt sie ihre Freundin um an ihrer Stelle zu gehen.
Sie stimmt mit einem mulmigen Bauchgefühl zu und lässt auch die Verkleidungsaktion ihrer Freundin über sich ergehen.
Am Date angekommen, gab sie alles zum Besten was ihrer Meinung nach bestimmt zur Ablehnung führt. Doch dann erkannte sie, wer da vor ihr saß - es ist ihr Chef!
Was sie allerdings nicht wusste war, auch er hasste diese arrangierten Blind Dates und beschloss daher, diese Frau die heute erscheint, egal wer und wie sie ist zu heiraten, damit er endlich Ruhe von seiner Familie hat, also bat er sie am nächsten Tag via Telefon um ihre Hand.
Ob die List auffliegt, Hari ihren Job verliert oder gar die Liebe ihres Lebens findet, lest selbst...
Fazit:
Als ich das Buch bekam und ein Sticker darauf klebte mit "Die Buchvorlage zum K-Drama", musste ich erstmal Google befragen und war etwas erstaunt, dass die Serie bereits aus dem Jahre 2022 ist, allerdings nachdem was ich in diesem Buch gelesen habe, ist sie nun auf meiner Watchlist gelandet.
Der Roman selbst ist sehr humorvoll und extrem kurzweilig zu lesen. Ich mochte diese eher auf der Hand liegenden verzwickt wirkenden Wendungen sehr, auch das aufkeimen von Gefühlen empfand ich als sehr echt. Mir hat das Buch sehr oft ein Grinsen aufgezogen und ich bin wirklich gespannt auf Band 2. Klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Ecinev:
Du musst mich vergessen von Rosie Walsh
Wem kannst du trauen
Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. Bei einem Praktikum in Schweden erfährt sie, dass Johan, der Mann mit dem sie nur einen Tag verheiratet war, aus dem Gefängnis frei gekommen ist.
Noch heute muss sie an die traumatischen Ereignisse in Thailand denken, nach der Trauung am Strand wird ihr gerade angetrauter Ehemann von einem bewaffneten Einsatzkommando verhaftet und in ein Gefängnis gebracht. Obwohl ihre Mutter gute Kontakte hat, gelingt es ihr nicht viel über die Umstände zu erfahren und Johan kann keine Aussagen machen. Und jetzt soll es Johan gelungen sein, aus der thailändischen Haft zurück nach Schweden gekommen zu sein ohne sich bei ihr zu melden?
Die Rückblicke in die Vergangenheit bringen immer mehr Licht ins Dunkle und in den anderen Kapiteln erfährt man mehr über ihr heutiges Leben in England. Doch diese eine Nacht kann sie nicht vergessen. Es ist eine sehr berührende Geschichte die sich in einem fulminanten Schlußakt da offenbahrt. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Der Schreibstil ist einfühlsam und lebendig. Anfangs gibt es ein paar Längen wenn immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, zum Ende hin wird dieser ruhige Roman jedoch recht spannend.
Rezensionen von milky:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
zu oberflächlich
Der Roman "Nächstes Mal für immer" handelt von der Hamburgerin Mona, die 1999 ein Auslandssemester in Paris verbringt. Dort wohnt sie mit ihrer irischen Mitbewohnerin Lou in einem kleinen Apartment, findet Freunde und lernt auch Thibauld kennen. Nach 20 Jahren kehrt Mona nach Paris zurück und trifft zufällig wieder auf Thibauld, den sie nie ganz vergessen konnte.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, genauso wie die Verarbeitung und die hervorstehenden Buchstaben des Titels. Es verkörpert das Gefühl, das man sich vom Leben in Paris vorstellt.
Was mir auch gut gefällt ist der Aufbau des Buches: die Geschichte wird abwechselnd im Jahr 1999 und 2019 erzählt. Dadurch wird etwas Spannung aufgebaut und ich war als Leser daran interessiert, wie es in der jeweiligen Zeit weitergeht.
Zu den Figuren selbst konnte ich leider keine Verbindung herstellen und mich in sie hineinversetzen. Es war, als ob ich alles durch eine dicke Glaswand beobachte und die Gefühle einfach nicht bei mir ankommen. Ein gutes Buch macht für mich aus, dass ich mit den Hauptfiguren mitfiebern, -weinen und -lachen kann und ihre Emotionen verstehen kann. Hier war das leider nicht der Fall, sondern eher neutral und aus der Vogelperspektive erzählt. Das war sehr schade, da das Setting und der Paris-Flair gut beschrieben war und auch die Geschichte Potential hätte, die Leser zu berühren.











