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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annabell95:

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Beth is dead von Katie Bernet

Wer hat Beth getötet?

Beth wird tot aufgefunden und die Ermittlungen richten sich sofort auf ihre Schwestern. Jede von ihnen trägt ein mögliches Motiv mit sich herum: Jo, die ehrgeizige Autorin, deren Erfolg von einem dramatischen Skandal profitieren könnte; Amy, die für ihren Traum vom Kunststudium Geld braucht, das eigentlich Beth zugestanden hätte; und Meg, die selbst unschuldig wirkt, aber ihren Freund um jeden Preis schützen würde.

Gleichzeitig gibt es weitere Verdächtige, denn die Familie wurde schon zuvor unfreiwillig berühmt, nachdem ihr Vater ein kontroverses Buch über seine Töchter veröffentlicht hatte.

Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Handlung wird in wechselnden Perspektiven zwischen den Schwestern jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt. Das schafft nicht nur die Nähe zu den einzelnen Schwestern, sondern zeigt auch wie unterschiedlich Jo, Amy und Meg mit Beths Tod umgehen. Hinzu kommen einige Rückblicke in die Zeit vor Beths Tod, die wie kleine präzise gesetze Puzzleteile funktionieren. Sie geben Hinweise, werfen neue Fragen auf und verbinden Vergangenheit und Gegenwart zu einem stimmigen Gesamtbild.

Es gibt hier keine Spannung durch Schockmomente, eher ist die Spannung permanent unterschwellig präsent. Beim Lesen rätselt man konstant mit, wer für den Tod von Beth verantwortlich ist und verdächtigt immer wieder wen anders. Dazu tragen die vielen falschen Fährten und unerwarteten Wendungen bei. Bis zum Schluss bleibt es undurchsichtig und wird dann in einem spannenden Showdown logisch aufgelöst.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, sodass man recht schnell durch die Seiten kommt. Zudem ist alles sehr bildlich dargestellt, dass man sich die einzelnen Szenen und Figuren sehr gut vorstellen kann. Durch die vielen Handlungsorte sowie den unterschiedlichen Figuren ist es abwechslungsreich gestaltet.

Anfangs war es kurzzeitig herausfordernd, die drei einzuordnen (wer studiert, wer geht zur Schule, wer ist die Älteste, die Jüngste usw.), weil alle drei ziemlich gleichzeitig in der Handlung aufgetreten sind. Das legt sich jedoch recht schnell, weil jede von ihnen eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit hat. Jede von ihnen hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Zwischen ihnen wurde eine tolle Dynamik geschaffen. Man merkt bei den Schwestern auch wie toll ihr Zusammenhalt ist, aber auch die typischen geschwisterlichen Reibereien und Geheimnisse. Das macht sie so authentisch und lebendig.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender und fesselnder Young-Adult-Thriller, bei dem man ständig miträtselt. Es hat mich so gefesselt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Daher gibt es dafür eine ganz klare Leseempfehlung.

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Beth is dead

Rezensionen von Ulla:

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Insel der Ratten von Jo Nesbø

Gesetz und Gesetzlosigkeit

Colin Lowe, ein schwerreicher Geschäftsmann, hat sich nach dem Ausbruch der Pandemie, der Anarchie, Gewalt und Bandenkriminalität folgten, bei der sich auch ganz normale Menschen auf Grund von Armut und Hunger anschlossen, auf eine Insel gerettet. Die Insel der Ratten, einerseits geschützt und uneinnehmbar, andererseits werden die Ratten zunehmend aggressiver.

Die Lösung sind die begehrten und teuren Tickets für ein Schiff, auf dem man mehrere Jahre leben kann. Sein Sohn Brad hingegen ist der Chef eine kriminellen Jugendbande, die neben Plünderungen auch vor Vergewaltigung und Mord nicht zurückschrecken. Er überfällt das Has von Will, Colins Jugendfreund und langjähriger Jurist und entführt dessen Tochter. Will, der immer noch an Recht und Gesetz glaubt, will Brad vor Gericht bringen bis er merkt, dass Korruption allgegenwärtig ist und er gegen Colins Macht und Geld nicht ankommt. Er muss einen anderen Weg für Gerechtigkeit finden, wobei er Hilfe auch von dem Bandenmitglied Yvonne erhält.
Der Roman ist aus zwei Sichtweisen geschrieben. Wir erleben die bedrückenden Situation, den Terror und Gewalt aus Sicht von Will und Yvonne, durch unterschiedliche Schriftarten sofort zu erkennen. Ein düsterer und brutaler Roman, um so erschreckender, da die Pandemie noch gut in Erinnerung ist.

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Insel der Ratten

Rezensionen von Ulla:

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Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami

Persönlichkeitsformung aus Mosaiksteinen

Nadim Suri ahnt das sein Leben dem Ende entgegen geht. Schwer herzkrank liegt er im Krankenhaus und möchte, dass seine Erinnerungen aufgeschrieben werden. Said, wie er ein Flüchtling aus Damaskus und literarisch bewandert, kommt jeden Tag und notiert, was Nadim über sein unruhiges Leben zu berichten hat.

Politisch verfolgt täuscht er seinen eigenen Tod vor um in Deutschland, durch seine Mutter besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft, ein neues Leben zu beginnen. Seine erste Liebe Salma wurde in Syrien vom Geheimdienst ermordet und mit seiner Mutter kann er nur über Umwege kommunizieren. Er rettet sich in seine Arbeit als Übersetzer und Dolmetscher und lernt viele Frauen kennen. Von allen nimmt er Lebensweisheiten mit, die sich wie Mosaiksteine zu seinem Weltbild zusammensetzen und seine Persönlichkeit formen. Jeder dieser Frauen ist ein Kapitel gewidmet, fast wie in 1001 Nacht aufgebaut. Er erlebt kleine und große Lieben, Ausnutzen seiner Großzügigkeit und Verlust durch Tod und Verlassen werden. Die Erzählen dieser Lieben ist eingebunden in die politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten in arabische Länder, hauptsächlich Syrien, aber auch in Deutschland.
Der Schreibstil Schamis gefällt mir sehr gut, mehr über die Politik und Kultur Syriens zu erfahren bereichert die Handlung, die auf Grund der Vielzahl an Frauengeschichten, auch nur aus männlicher Sicht erzählt, ein wenig zu langatmig ausfällt.

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Das Mosaik der Frauen

Rezensionen von Ulla:

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00-Laschet von David Safier

Politiker mit Schwächen und Stärken

Armin Laschet freut sich, dass er statt Bundeskanzler nun Bundespräsident geworden ist. Seinen Einzug ins Schloss Bellevue hat er sich jedoch anders vorgestellt. Sein Amtsvorgänger wollte keinen Fuß mehr hineinsetzen und so erkundet er die Räumlichkeiten um dort auf seltsame Personen zu stoßen. Nebenbei beherbergt das Schloss auch Geheimagenten, die durch den Präsidenten überall mit hingeschleust werden können.

Glücklicherweise ist da auch Kimmi, das Nachbarskind aus der Aachener Reihenhaussiedlung, die für seinen Social Media Auftritt engagiert wurde und ihn immer noch Onkel Laschi nennt. Doch so nebenbei ist sie auch Geheimagentin. Als gleich am ersten Tag ein Anschlag auf Laschet erfolgt, überschlagen sich die Ereignisse und auch Laschet muss in Aktion treten.
Völlig überdreht, sehr witzig und in einem Rutsch gut zu lesen. Besonders das Battle zwischen Lachet und Söder hat mir sehr gut gefallen. Hier werden Politiker mit all ihren Schwächen, auch manchen Stärken gezeigt, jedoch nie verletzend oder unter der Gürtellinie. Einzig die Handlung rund um die Maus waren zu viel des Guten. Gegenüber der Serie um Miss Merkel fehlte es ein wenig an Tiefgründigkeit.

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00-Laschet

Rezensionen von Ulla:

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Die Straße von Robert Seethaler

Episoden aus der Heidestraße

Die Heidestraße steht Namens gebend für jede andere durchschnittliche Straße in einer durchschnittlichen Stadt mit ihren Bewohnern. Das Straßenfest, wie jedes Jahr im November steht an und der Festausschuss ist mit den Plänen beschäftigt. Gerade ist ein neuer Mieter dazugekommen, neben der kleinen Wohnung auch mit Räumlichkeiten für ein Antiquariat.

Das Leben und Sterben im Altersheim, aus Sicht der älteren Bewohner wie auch der Heimleiterin, wird uns von dem jeweiligen Protagonisten aus ihrer Sicht erzählt. Der Bäckerladen, der Blumenladen und einige der dort Wohnenden berichten uns aus ihrem Leben. Der demenzkranke Pfarrer, für den nun nun neuer kommen muss.
Ein ganzes Jahr vergeht während wir in Episoden und nur kleinen Schnipseln aus Sicht der Menschen ihr Leben, Lieben, Leiden und auch Sterben mitverfolgen. Um den roten Faden nicht zu verlieren ist ein genaues Lesen unerlässlich, nicht immer erkennt man sofort, wer uns gerade etwas mitteilen möchte. Wenn man sich jedoch darauf erfährt man viel über unterschiedlichste Lebensweisen der Bewohner der Heidestraße.

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Die Straße

Rezensionen von peedee:

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Der Club der Unbeugsamen von Kathryn Stockett

Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen

Oxford, Mississippi, 1933: Die Weltwirtschaftskrise ist in vollem Gange. Die unverheiratete Birdie Calhoun kommt aus dem Delta nach Oxford, um ihre Schwester Frances, die in wohlhabendere Kreise eingeheiratet hat, um Geld zu bitten. Frances will ihren Mann Rory fragen. Aber nicht sofort. Im Waisenhaus, wo sie als Freiwillige aushilft – und sodann auch Birdie – lebt die elfjährige Meg.

Ihre Mutter wollte nur etwas einkaufen gehen und kam einfach nicht wieder. Die Leiterin bereitet Meg die Hölle auf Erden. Bei Frances stürzt ihr bisheriges Leben wie ein Kartenhaus ein – war alles eine Lüge? Birdie lernt Charlie kennen, eine Frau, die viel durchgemacht hat und bereit ist, alles zu geben, um ihr Ziel zu erreichen…

Erster Eindruck: Das Buch ist mit seinen 848 Seiten schon ein ziemliches „Monster“ – so dünne und vollgeschriebene Seiten… das gibt richtig viel zu lesen. Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir (obwohl ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).

Als ich die Tafel über die Aufnahmeregeln im Waisenhaus las, habe ich mich schon das erste Mal mächtig aufgeregt. DAS geht ja gar nicht! Nun ja, es waren eben andere Zeiten im Jahr 1933, das musste ich im Hinterkopf behalten. Die Leiterin des Waisenhauses, Mrs Garnett Pittman, ist eine Heuchlerin. Die Zustände hinter den ach so ehrenwerten Mauern des Waisenhauses sind erbärmlich. Leider gab es schon immer zu viele Menschen, die ihre Machtposition gnadenlos ausüben, um sich überlegen zu fühlen oder ihre Neigungen zu befriedigen. Meg ist eine aufgeweckte Elfjährige, deren Mutter wegging und einfach nicht zurückkehrte. Die Leiterin des Waisenhauses vergällt ihr das Leben. Es sind wirklich unzumutbare Zustände! Birdie ist 24 Jahre und wohnt – als immer noch unverheiratete Frau! – mit ihrer Mutter und Grossmutter zusammen. Als sie in die Stadt fährt, um die Familie ihrer Schwester um Geld zu bitten, fällt ihr das gar nicht leicht. Aber wovon sollen sie auch leben? Birdie ist eine sehr starke Frau. Es hat mich begeistert, wie sie im Waisenhaus auf Geheiss ihrer Schwester die Bücher auf Vordermann bringt und der Leiterin die Stirn bietet. Und sich mit Meg anfreundet – ein Lichtblick für beide. Ich habe mich lange Zeit gefragt, wer denn nun Charlie sein könnte. Da ich nicht spoilern will, sage ich hierzu nichts.

Wie weit kann oder muss man als Frau gehen, um zu überleben? Weshalb war es für viele Frauen früher so schwer? Und ist es zuweilen auch heute noch?

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht so leicht, aber ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Die ersten 200 Seiten haben sich ziemlich gezogen, aber danach habe ich deutlich mehr Freude an der Lektüre bekommen. Meine Favoriten des Buches waren Birdie, eine taffe, mutige Frau, die anpackte, wo es nötig war, und Mrs Tartt, Frances‘ Schwiegermutter, die so gar nicht dem Bild der „Hexe“ entsprach, wie von Frances angetönt. Der Ausgang der Geschichte hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, aber auch hierzu will ich nichts verraten. Für diesen lesetechnischen Ausflug ins Jahr 1933 vergebe ich 4 Sterne.

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Der Club der Unbeugsamen

Rezensionen von Ulla:

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Bakterien – die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

die Kleinsten ganz groß

Peter Wohlleben nimmt uns mit in die Welt der Bakterien, Lebewesen, Einzeller, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Dabei sind sie bereits kurz nach Entstehung der Erde auf dieser heimisch und können mit extremsten Bedingungen klarkommen. Bis vor einigen Jahren verband uns mit dem Begriff Bakterien nur negatives, sind machen krank, sind unhygienisch.

Doch ohne sie könnten wir überhaupt nicht leben und nicht nur wir, alle Pflanzen und Tiere benötigen Bakterien zum Leben. Es wird davon ausgegangen, dass erst die Bakterien ein Leben auf der Erde ermöglichten. Woher sie kamen ist noch nicht ausreichend erforscht, vom Mars oder lebten und leben sie unter dem Eis der Jupitermonde? Um die menschlichen Umweltsünden auszumerzen sind sie im ständigen Einsatz für eine lebenswerte Zukunft, denn benötigen auch uns für ihr eigenes Leben.
Hochinteressant, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, über die Entwicklung und die Auswirkungen der Bakterien, über neue Ansätze in der Forschung wird uns eine für die meisten unbekannte Welt unterhaltsam und leicht verständlich nahegebracht.

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Bakterien – die heimlichen Helden

Rezensionen von Leseratte1604:

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Die Anderen von Kobi Yamada

Sind die anderen wirklich anders?

Ich finde "Die Anderen" von Kobi Yamada ein wunderbares Buch über das Andersein bzw. darüber, dass die Anderen gar nicht so anders sind. Es kommt einfach auf den Blickwinkel an. Wie wäre es, wenn man nicht darüber redet, was anders ist, sondern darüber was gleich ist und was uns mit den Anderen verbindet.

Dieses Bilderbuch sollten vor allem auch viele Erwachsene lesen, die engstirnig durch die Welt gehen und bei denen Fremdenhass leider kein Fremdwort ist und bei denen viele komische Vorurteile herrschen. Auch in der Grundschule und im Kindergarten super einsetzbar, denn obwohl es eine superwichtige Botschaft vermittelt, hat man nicht das Gefühl, dass es ein Buch ist, welches mit erhobenen Zeigefinger daherkommt. Hier unterhalten sich zwei Kinder über "die Anderen" und der eine der beiden stellt Fragen wie "Haben sie klebrige Tentakel"? "Haben sie auch Spaß am Geburtstag"?

Charles Santoso hat die Bilder gemalt, die sehr einfach gehalten sind, aber ihre Wirkung nicht verfehlen.

Top Empfehlung!

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Die Anderen

Rezensionen von Sophie H.:

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Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer

Bewegend

Claire und Eliot sind seit 40 Jahren verheiratet. Sie haben immer zusammengehalten und zwei Kinder großgezogen, die beide etwas entfernt von ihnen leben. Nun steht fest, dass Claire ihrem Krebsleiden erlegen wird und dass die letzten Monate oder sogar nur noch Wochen ihres Lebens angebrochen sind. Eliot hat vorzeitig seinen Beruf aufgegeben, um sich voll und ganz um seine Frau kümmern zu können.

Ein Palliativteam steht ihm dabei zur Seite. So weit so gut. Doch dann äußert Claire einen Wunsch: Sie möchte die letzten Wochen ihres Lebens nicht mit ihrem Mann Eliot verbringen, sondern mit ihren besten Freudinnen aus der Studentenzeit: Holly und Michelle. Ehe Eliot sich versieht, ziehe die beiden Frauen bei ihnen ein und er selbst wird in das Haus von Holly verfrachtet. Eliot versteht die Welt nicht mehr. Warum will seine Frau ihn nicht mehr um sich haben? Musss er ihr diesen Wunsch erfüllen oder darf er ruhig egoistisch sein und sich dagegen wehren? Heißt Claire zu lieben, sie loslassen zu müssen?
Die Geschichte wird konsequent aus der Perspektive von Eliot erzählt. Nach dem Klappentext hatte ich eher die Perspektive von Claire erwartet. Schade, dass ihre Sichtweise so wenig Raum einnimmt. Auch, was ihre Freundinnen darüber denken, muss man sich eher zusammenreimen. Der Schluss der Geschichte fällt mir zu knapp aus-
Das Cover ist zwar wunderschön, will aber nicht recht zum Inhalt des Buches passen. Der Erzählstil von Ann Packer hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt ruhig und eindrücklich. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen.
Ein sehr wichtiges Thema wird in diesem Buch angesprochen: Wie gehen Angehörige mit Menschen um, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden? Welchem Gedanken- und Gefühlschaos sind beide Seiten ausgeliefert? Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und es ist auf jeden Fall lesenswert, wenn auch keine Lektüre für den Strandurlaub.

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Ein unerhörter Wunsch

Rezensionen von readpassion9:

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Eine zu viel von Samantha Hayes

nichts ist wie es scheint

Schauplatz Schottland: In der Familienlodge “Hunters’ Castle” trifft sich die Familie Hunter nach dem Tod des Vaters Ray. Connie hat ihre Töchter Kate, Darby und Bea mit deren Partnern und Kindern um sich, sie trauern um den Verlust.

Connie muss ihren Töchtern eine unangenehme Nachricht überbringen, bevor Rays Testament verlesen wird.

Nie scheint es der richtige Zeitpunkt zu sein, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Aber Connie ist nicht die Einzige, die ein Geheimnis hat…

Aus wechselnden Perspektiven rollt sich die Geschichte auf, durch die Erinnerungen der verschiedenen Figuren bekommt man einen Einblick in die Vergangenheit und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Vor allem Connies Erinnerungen sind verstörend und werfen einen Blick auf Ray, der früher alles andere als ein liebevoller Familienvater war.

Ich fand die vier Frauen perfekt skizziert, eine jede von ihnen hat Geheimnisse und Probleme, die im Laufe der Geschichte eskalieren. Diese tragische Familiengeschichte ist perfekt zum mit rätseln, sie bietet unerwartete und dramatische Wendungen, die nicht vorhersehbar sind. Und das bis zur allerletzten Seite. In dieser Story ist nichts wie es scheint.

Fazit: Fesselnder Psychothriller mit Überraschungen und falschen Fährten.

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Eine zu viel