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Rezensionen von ReiShimura:

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Hidden Japan von Chiara Terzuolo

Ein außergewöhnlicher Reiseführer mit enttäuschendem Schwerpunkt

Obwohl bei mir in nächster Zeit keine Reise nach Japan ansteht, musste ich diesen Reiseführer einfach haben. Meine Erwartung war klar: Ich wollte ein Buch, dass sich deutlich von klassischen Reiseführern abhebt. Diesbezüglich wurde meine Erwartung nicht enttäuscht. Rundum glücklich bin ich aber auch nicht.

Als Erstes muss ich die außerordentliche Gestaltung des Buches hervorheben. Auf Fotos wird in diesem Buch verzichtet. Dafür gibt es sehr viele Zeichnungen und Illustrationen. Der Stil gefällt mir gut und ist auch wirklich ansprechend. Fotos wie man sie aus klassischen Führern kennt, habe ich auf keiner Seite vermisst.

Das Buch ist kein Leichtgewicht, was vor allem auch an der hochwertigen Ausstattung und dem sehr stabilen Einband liegt. Die Haptik und Optik konnten bei mir auf jeden Fall punkten. Allerdings ist dies für mich eher ein Buch, dass ich zum Spaß oder als Vorbereitung für den Urlaub lesen würde. Aufgrund des hohen Gewichts würde ich das Buch nicht den ganzen Tag mit mir herumtragen wollen. Für mich wäre dies eher ein Nachschlagewerk fürs Hotel oder zuhause.

Der Punkt, der mich am meisten enttäuscht hat, betrifft den Inhalt des Buches bzw. seinen Schwerpunkt. Aufgrund des Titels bin ich davon ausgegangen, dass es hier einen guten Überblick über das gesamte Land gibt. Leider beschäftigen sich rund zwei Drittel des Buches mit Tokio. Natürlich ist mir bewusst, wie groß die Stadt und wie vielfältig das Angebot ist. Dennoch hat das Land mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Ich habe mir vor allem Tipps abseits der bekannten Touristenpfade gewünscht. Hiermit meine ich aber nicht nur Geheimtipps in den Touristenstädten, diese sind im Buch vorhanden, sondern vor allem Empfehlungen, welche Orte man unbedingt besuchen sollte.

Als Ergänzung zu einem klassischen Reiseführer ist dieses Buch auf jeden Fall für all jene empfehlenswert, die eine Reise nach Tokio planen und sich abseits der Touristenpfade bewegen möchten.

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Hidden Japan

Rezensionen von ReiShimura:

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Hidden Japan von Chiara Terzuolo

Ein außergewöhnlicher Reiseführer mit enttäuschendem Schwerpunkt

Obwohl bei mir in nächster Zeit keine Reise nach Japan ansteht, musste ich diesen Reiseführer einfach haben. Meine Erwartung war klar: Ich wollte ein Buch, dass sich deutlich von klassischen Reiseführern abhebt. Diesbezüglich wurde meine Erwartung nicht enttäuscht. Rundum glücklich bin ich aber auch nicht.

Als Erstes muss ich die außerordentliche Gestaltung des Buches hervorheben. Auf Fotos wird in diesem Buch verzichtet. Dafür gibt es sehr viele Zeichnungen und Illustrationen. Der Stil gefällt mir gut und ist auch wirklich ansprechend. Fotos wie man sie aus klassischen Führern kennt, habe ich auf keiner Seite vermisst.

Das Buch ist kein Leichtgewicht, was vor allem auch an der hochwertigen Ausstattung und dem sehr stabilen Einband liegt. Die Haptik und Optik konnten bei mir auf jeden Fall punkten. Allerdings ist dies für mich eher ein Buch, dass ich zum Spaß oder als Vorbereitung für den Urlaub lesen würde. Aufgrund des hohen Gewichts würde ich das Buch nicht den ganzen Tag mit mir herumtragen wollen. Für mich wäre dies eher ein Nachschlagewerk fürs Hotel oder zuhause.

Der Punkt, der mich am meisten enttäuscht hat, betrifft den Inhalt des Buches bzw. seinen Schwerpunkt. Aufgrund des Titels bin ich davon ausgegangen, dass es hier einen guten Überblick über das gesamte Land gibt. Leider beschäftigen sich rund zwei Drittel des Buches mit Tokio. Natürlich ist mir bewusst, wie groß die Stadt und wie vielfältig das Angebot ist. Dennoch hat das Land mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Ich habe mir vor allem Tipps abseits der bekannten Touristenpfade gewünscht. Hiermit meine ich aber nicht nur Geheimtipps in den Touristenstädten, diese sind im Buch vorhanden, sondern vor allem Empfehlungen, welche Orte man unbedingt besuchen sollte.

Als Ergänzung zu einem klassischen Reiseführer ist dieses Buch auf jeden Fall für all jene empfehlenswert, die eine Reise nach Tokio planen und sich abseits der Touristenpfade bewegen möchten.

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Hidden Japan

Rezensionen von gabiliest:

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Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Sprachlos

Woody Brown hat mit “Ein ganz normales Wunder” das erste Buch vorgelegt, das von einem nicht-sprechenden autistischen Autor geschrieben wurde. Das gelungene Hardcover nimmt die Lesenden mit zum Schwimmbecken von Upward Bound, der Betreuungseinrichtung, über die Woody Brown schreibt.

Woody ist erwachsen und er ist Autist.

Er kann Sätze nicht selbstständig formulieren, denn er leidet an Echolalie. Damit spricht er Sätze nach, die er von anderen Personen oder in einem Film gehört hat, die jedoch selten zur jeweiligen Situation passen. So ist es kein Wunder, dass er als behindert, ja zurückgeblieben angesehen wird. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Woody hat seinen Master of Fine Arts an der renommierten Columbia University im Bereich Creative Writing gemacht.

Aber welch steiniger Weg dorthin! Woody kann nur mit Hilfe einer Tafel auf Buchstaben zeigen und braucht dazu einen geschulten Betreuer. Als seine Mutter eine Arbeit annehmen muss, kommt er in eine Tagesstätte für Behinderte, Upward Bound, wo niemand sein Potenzial erkennt und ihn fördert. So beobachtet Woody klar und distanziert: sich selbst, seine Tics und Verhaltensweisen. Das Verhalten der anderen Schützlinge analysiert er mit Verständnis und Mitgefühl. Doch er, der nicht sprechen kann, kann weder seine Bedürfnisse artikulieren noch die Betreuer auf die Bedürfnisse der anderen aufmerksam machen.

Mit derselben Akribie analysiert der Autor das Leben und die Einstellung seiner Betreuer, die schlecht bezahlt einen schwierigen Job machen. Manche Betreuer scheinen ein besonderes Verhältnis zu ihren Schützlingen zu haben, man könnte es Seelenverwandtschaft nennen. So auch Jorge mit seinem Betreuer Carlos, die einander die Welt zu bedeuten scheinen. Jorge, der gerne ausbüxt, sieht sich hilflos einer Polizeistreife gegenüber. Carlos greift ein, doch diese Episode endet bitter. Woody weiß genau, dass sich Autisten auffällig benehmen, sich unerwartet und unverständlich artikulieren und dadurch schnell Missverständnisse entstehen. Und davor hat Woody Angst.

“Ein ganz normales Wunder” lässt neurotypische Menschen in eine Welt blicken, die ihnen bisher verschlossen war. Man könnte Mitleid empfinden. Aber ist dieses Mitleid angebracht? Natürlich sind die Bedingungen für die Betroffenen nicht optimal – schlechte Betreuung, wenig Geld, um die Verhältnisse zu verbessern. Aber ist Mitleid nicht arrogant, wie eine Protagonistin fragt, die die Gruppe jeden Freitag bei ihrem Ausflug in ein Kaufhaus beobachtet? Woody Brown erzählt in klarer, direkter und manchmal humorvoller Sprache, dass kein Außenstehender das Innenleben von Autisten beurteilen kann. Er kritisiert, dass neurotypische Menschen nicht erkennen, dass Zeit auch für Autisten ein wertvolles Gut ist. Man sollte sie nutzen, um die Schützlinge möglichst gut zu fördern. Mitleid will er nicht, sondern Akzeptanz und Verständnis von einer Gesellschaft, für die ein neurotypisches Leben die Normalität ist.

Aber Bewunderung ist erlaubt. Bewunderung für Woody und seine Mutter, für ihre Kraft, ihr Durchhaltevermögen, ihre gegenseitige Liebe und dafür, wie sie ihr Leben meistern. Denn Selbstmitleid wird man in diesem Buch vergeblich suchen.

Mein Fazit:
“Ein ganz normales Wunder” ist ein bewegendes Dokument über das Sehnen und Fühlen autistischer Menschen. Woody Brown nimmt die Lesenden mit in sein Leben und lässt sie sehr ehrlich daran teilhaben. Wir dürfen mitfühlen, sowohl mit den Betroffenen als auch mit ihren Familien und Betreuern. Woody Brown ist ein besonderes, sehr berührendes Buch gelungen, das große Beachtung und starken Widerhall in der Öffentlichkeit verdient.

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Ein ganz normales Wunder

Rezensionen von nessabo:

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Breakup Season von Sophie White

Sophie White bleibt eine Meisterin der Beziehungsgeschichten voller Humor und Tiefgang

Sophie White hatte mich mit „Hot Mess“ bereits als Fan gewonnen und mit ihrem neuen Roman hat sich das nur noch einmal verfestigt. Sie bleibt für mich eine Meisterin der komplexen Beziehungsgeschichten, in denen sich Licht und Schatten humorvoll auf Augenhöhe begegnen.

Klappentext und Titel lassen vielleicht vermuten, dass es zentral um romantische Beziehungen geht.

Doch vielmehr ist „Breakup Season“ eine Geschichte über Freund*innenschaften. White begleitet die drei Paare über einen längeren Zeitraum und erzählt vorrangig aus Perspektive der Frauen. Während die eine unterzugehen droht in der Belastung als Dreifachmutter und der Befürchtung, dass ihr Mann sie betrügt, leidet die andere unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Die dritte im Bunde hat als Frau eines berühmten Schauspielers mit dem eigenen sowie fremden Druck auf ihren Körper zu kämpfen (TW im Vorwort beachten!).

Der Roman geht richtig heftig unter die Haut und ist gleichzeitig so leichtfüßig. Die Autorin hat ein beispielloses Talent dafür, emotionalen Tiefgang mit einer wundervollen Situationskomik zu vereinen. Ich musste an etlichen Stellen lachen, konnte trotz wiederholter Lesepausen immer wieder gut in die Geschichte einsteigen und habe natürlich doll geweint am Ende - nichts anderes habe ich erwartet.

Und wieder einmal ist die Darstellung der verschiedenen Freund*innenschaften so authentisch wie nur möglich. Es gab etliche Situationen, in denen andere Werke zu platten Kommunikationsabbrüchen gegriffen hätten, White jedoch ihren Figuren und Leser*innen zutraute, auch mit Konflikten erwachsen umgehen und Spannung aushalten zu können. Sie schafft es wie kaum eine andere, das Hell und Dunkel in Beziehungen in glaubhaften Einklang zu bringen. Außerdem verhandelt sie Trauer in platonischen Beziehungen, was als Thema noch viel zu stigmatisiert ist. Dafür und für die Repräsentation alternativer Familienmodelle liebe ich sie wohl am meisten.

Ich hatte während der Lektüre mental eigentlich wenig Raum für das Buch und hing doch immer wieder an den Seiten. Meiner Meinung nach eignet es sich sowohl für eine durchgängige als auch für eine von Pausen unterbrochene Lektüre hervorragend. Sophie White bleibt eine der Autorinnen, zu denen ich immer wieder greifen würde, weil sie mich mit ihrer Sensibilität und dem Tiefgang ihrer Geschichten zuverlässig emotional erreicht. Eine Empfehlung von Herzen, die ich mit meinem liebsten Zitat beenden will: „Wir müssen uns bei jeder Gelegenheit sagen, dass wir uns lieb haben. Freunde können sich das nicht oft genug sagen.“

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Breakup Season

Rezensionen von NR:

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100 x Tirol von Uwe Schwinghammer

Tipps für Ausflugsziele

D

a ich mit meinen SchülerInnen am Schulende Ziele besuchen möchte, die sie vielleicht noch nicht kennen, habe ich mir dieses Buch als Inspiration zur Hilfe geholt. Neben bekannten Zielen, wie z.B. den Kristallwelten, bin ich auch auf Neues gestoßen, wie den Ponyhof oder die Mini Dampf Tirol. Es gibt Tipps für Schön- und Schlechtwetterprogramm sowie Ausflugsziele für Groß und Klein!

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100 x Tirol

Rezensionen von Shilo:

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Die Töchter vom Königssee - Schmetterlingstage von Martina Sahler

Was bleibt von früher?

Als Mona nach langer Zeit an den Königssee zurückkehrt, wird schnell klar, dass sie nicht nur an einen vertrauten Ort kommt. Mit jedem Treffen und jedem Gespräch taucht ein Stück Vergangenheit wieder auf. Manches ist in all den Jahren gleich geblieben, anderes hat sich verändert. Gerade diese Mischung hat die Geschichte für mich interessant gemacht.

Schon nach den ersten Kapiteln war ich neugierig, wie das Wiedersehen mit den ehemaligen Schulfreundinnen verlaufen würde. Zwischen ihnen ist sofort zu spüren, dass sie vieles miteinander verbindet. Gleichzeitig bringt jede ihr eigenes Leben mit, mit schönen Erinnerungen, aber auch mit Dingen, die bis heute nachwirken.
Mona stand für mich dabei klar im Mittelpunkt. Ihre Gedanken konnte ich gut nachvollziehen. Vor allem die Spannungen mit ihrer Tochter Pia haben gezeigt, wie schwierig Familie manchmal sein kann. Nicht jede Entscheidung ist richtig oder falsch. Genau das macht die Figuren so glaubwürdig.
Gut gefallen hat mir auch, dass sich die Geschichte Zeit lässt. Es muss nicht ständig etwas Außergewöhnliches passieren. Vieles entwickelt sich in kleinen Schritten. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, dass etwas erzwungen wirkt. Stattdessen durfte sich alles nach und nach entfalten.
Der Königssee gehört für mich einfach zu dieser Geschichte. Die Landschaft ist immer wieder da, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Beim Lesen hatte ich oft ein klares Bild vor Augen und konnte mir die Schauplätze gut vorstellen.
Ich war irgendwann an dem Punkt, an dem ich einfach weitergelesen habe, weil ich wissen wollte, wie es mit den Figuren weitergeht. Nicht wegen großer Überraschungen, sondern weil sie mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen sind.
Nach der letzten Seite war für mich noch nicht alles abgeschlossen. Einige Fragen bleiben offen und genau das macht neugierig auf den nächsten Band. Für mich war dieser Auftakt ein schöner Einstieg in die Reihe. Jetzt freue ich mich darauf, wieder an den Königssee zurückzukehren.
5 Sterne.

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Die Töchter vom Königssee - Schmetterlingstage

Rezensionen von Murksy:

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Red Star Down von D. B. John

Die düstere Welt im Hintergrund

Man merkt dem Buch auf jeder der vielen Seiten an, dass der Autor sich mit der Materie profund auskennt.
Die Welt der Spione und Agenten, verdeckte Operationen und obskur klingende Pläne werden zu einer weltumspannenden Jagd verknüpft. Die Hauptschauplätze sind Russland, Nordkorea und Amerika.

Aber auch Deutschland spielt eine Rolle. Geschickt verknüpft der Autor reale Vorkommnisse und Orte mit seiner fiktiven, aber sehr authentischen Agentengeschichte. Sei es ein Hockeyspiel mit Putin oder ein Dorf im Schwarzwald, all dies spielte in den Nachrichten eine Rolle und wird hier im abgewandelten Kontext aufgenommen. Das ist äußerst raffiniert und spannend zu lesen. Und wer beim Lesen denkt, dies sei übertrieben ala James Bond, der sollte einfach nachlesen, wie Kim Jong-nam ermordet wurde. Auch dieses Kriminalstück wurde perfekt in die Handlung des Thrillers eingebaut. Das macht das Buch auch so lesenswert, all diese Einblicke in die düstere Welt der Spione und der Machtzentren. Wenn das Buch ins weiße Haus schwenkt, findet man genau den Trump vor, den man sich inmitten seiner buckelnden Entourage vorstellt. In Moskau treffen wir einen Putin, der keine Kritik duldet und gnadenlos bekämpft. Selten kamen mir 700 Seiten so kurzweilig vor. Und man fragt sich immer wieder, in welcher kranken Welt wir eigentlich leben.

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Red Star Down

Rezensionen von nessabo:

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Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

Fein beobachtete Gesellschaftskritik mit etwas zu viel emotionaler Distanz

Ich habe „Die schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas geliebt und hatte entsprechende Erwartungen an ihren zweiten Roman. Doch auch, wenn ich die Geschichte inhaltlich mit ihrer Gesellschaftskritik wirklich ausgereift fand, ist sie doch nur die zweitgrößte Liebe geworden. ;)

Thomas gelingt es auch hier wieder, ihren markanten Ton beizubehalten.

Sie schreibt rau und nüchtern, wechselt zwischen direkter und indirekter Rede. Das erhöht den Anspruch der Geschichte und ich mag den Wiedererkennungswert sehr, obwohl ich in diesem Roman mehr damit zu kämpfen hatte.

Inhaltlich habe ich absolut nichts zu meckern. Das Aufeinanderprallen der verschiedenen Klassen von Michelle und Henry ist glaubwürdig-schmerzhaft geschrieben und fein beobachtet. Henrys Klassismus zeigt sich so subtil, dass aufmerksames Lesen angeraten ist - und das, obwohl er grundsätzlich eine freundliche, reflektierte Figur ist. Über Michelle wiederum wird eindrücklich abgebildet, wie finanzielle Not das komplette Leben bestimmt und wie sich das Erbe eines Aufwachsens in Armut fortsetzt. Besonders reizvoll fand ich die späteren Passagen, in denen Michelle einen Klassenaufstieg durchlebt und mit ihrem eigenen veränderten Verhalten konfrontiert ist.

Bei all den positiven Aspekten gibt es allerdings einen großen Punkt, der verhindert hat, dass dieses Buch zu einem erneuten Highlight wird. Emotional war ich überwiegend sehr distanziert. Obwohl beide Hauptfiguren greifbar geschrieben sind und wir viele Einblicke in ihr Innerstes bekommen, habe ich mich auf Gefühlsebene eher ausgeschlossen gefühlt. Das betrifft vor allem die Beziehung der beiden. Trotz aller Hürden wurde sie zwar als liebevoll und intensiv beschrieben, das habe ich aber nicht fühlen können. Die Chemie der beiden hat sich mir einfach nicht wirklich gezeigt.

Vielleicht liegt es auch am Thema, dass ich dem Debüt näher war als diesem Werk jetzt. Die Autorin bleibt für mich eine hochtalentierte literarische Stimme, die ich weiterverfolgen werde. Ihr Feingefühl, mit dem sie gesellschaftliche Themen zwischen ihren Figuren auf komplexe Art verhandelt, ist beeindruckend. Und auch, wenn ich mich hier beim Lesen mehr anstrengen musste, sind die 300 Seiten doch erstaunlich schnell verflogen und ich empfehle das Werk sehr.

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Die zweitgrößte Liebe

Rezensionen von Murksy:

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Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher

Eigenwilliges Fellknäuel

Genau wie Garfield oder ähnliche Bücher lebt auch diese Geschichte von den Eigenheiten der Katzen. Oftmals als Diven betitelt, haben sie ihren eigenen Willen. Wer Katzen hat und kennt, wird in dem Buch viele Wahrheiten wiederfinden. Ansonsten hat man eine lustige Geschichte um einen Kater, der das Geheimnis um eine merkwürdige Bestie lüften will, die die Nachbarschaft in Unruhe versetzt.

Dabei spielt die Autorin natürlich mit allen Klischees, die man so über Katzen kennt. Außerdem werden Informationen über die Katzen so ganz nebenbei vermittelt, wenn es natürlich schwer fällt, die von den überspitzten Vorstellungen, die der Mensch über seine Fellknäuel hat, zu unterscheiden. Die Zeichnungen sind nett, wenn auch sehr comichaft. Mein Sohn hätte farbige Darstellungen natürlich besser gefunden. Rechtschreibfehler wurden keine entdeckt, was bei Kinderbüchern besonders wichtig ist. Was nicht gefällt, ist der Drang zur Serie. Unser bewertender Sohn ist 9 Jahre, das Lesealter ist passend gewählt.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt

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Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!

Rezensionen von Murksy:

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Cat Trick von Nagian

Kurzweiliges Kartenspiel

Wir waren sehr gespannt auf dieses kleine Spielformat. Die Karten haben ca. 2/3 der Größe einer Uno-Karte. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Älteren Spielern, Oma und Opa, hat diese Größe nicht gefallen, "zu klein" war ihre Aussage. Die Kinder kamen damit besser zurecht.

Verpackt ist das Spiel in einer kleinen Klappbox, die allerdings nicht ganz schließt, der Deckel richtet sich immer wieder 1-2 cm schräg auf. Nimmt jemand unbedacht die Schachtel zu hastig auf, kann sich die Schachtel öffnen und die Karten verteilen sich im Raum. Eine zweigeteilte Box, Deckel getrennt vom Boden, wäre die bessere Lösung. Es liegen eine deutsche und englische Anleitung bei. Auch sehr klein und entsprechend schwer zu lesen vor allem für ältere Menschen. Es gibt zwar einen QR-Code, der führt aber nicht wie angekündigt zu einem Erklärvideo, sondern nur zur Verlagsseite, auf der man erst das Spiel suchen muss. Dort ebenfalls kein Erklärvideo vorhanden. Außerdem steht auf der Seite, dass das Spiel für 2-4 Personen sei, in der Anleitung steht 3-5, was auch der weiteren Spielbeschreibung entspricht. Wir haben es testweise tatsächlich auch zu zweit gespielt, würde zur Not auch funktionieren. Die Anleitung ist kurz, ohne gleichzeitiges Spielen auch nicht ganz einfach zu lesen. Aber nach ein paar Runden hat man es raus. Das taktische Element, dass zu fleißige Sammler eines Spielzeuges Karten abgeben müssen, macht den Reiz aus. Alles in allem ein kurzweiliges Spiel mit den angesprochenen Negativpunkten.

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Cat Trick