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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

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Der Stadtschreiber von Kalkutta von Josef Winkler

Kalkutta

Josef Winkler verbringt einen Monat auf Einladung in Kalkutta. Er streift mit seiner Füllfeder und Notizbüchern durch die Straßen und Märkte und Verbrennungsstätten dieser überbevölkerten, lauten, schrillen, verrückten Stadt und beschreibt Szenen, die oft jenseits des Vorstellungsvermögens von Europäern liegen, was Armut, Mentalität, Überlebenskampf und in Riten gelebte Religion betrifft.

Er bleibt in der Rolle des Stadtschreibers, des Beobachters, auch die unvorstellbarsten Szenen werden dem Leser nüchtern und emotionslos, aber akribisch ins Detail gehend angeboten. Ein faszinierendes Bilderbuch aus Müll, Blumengirlanden und den Resten von Mensch und Tier. Und doch stellenweise viel Emotion: das eigene Heimweh, die Einsamkeitsattacken und die Sehnsucht nach den Kindern vertraut Winkler den Lesern an.

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Der Stadtschreiber von Kalkutta

Rezensionen von _ich.lese_:

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Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke

Emma und die Feen

Emma liebt die Natur, sie streift so gerne durch den Wald.
Als sie eines Tages einem seltsamen Insekt folgt, merkt sie schnell, das Insekt ist keines. Es ist eine Fee. Aber Emma glaubt nichr an Feen. Diese sind alles andere als begeistert, dass Emma ihr geheimes Versteck entdeckt hat und außer ein paar Ausnahmen, wollen die Feen Emma lieber nicht zurück in ihre Menschenwelt lassen.

Ich liebe Cornelia Funkes Kinderbücher, bin ein großer Fan der Tintenherz-Reihe, in der auch schon einige ungewöhnliche Wesen ihren Auftritt hatten. So war ich extrem neugierig auf das neue Buch von ihr.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich liebe ihren Schreibstil und ich liebe die Idee hinter der Geschichte, die Emma und die Feen zusammengebracht hat. Das Buch ist auch noch liebevoll gestaltet mit kleinen, ergänzenden Illustrationen, die gut zum Text passen. Die Story liest sich flüssig und ich konnte gut mit Emma mitfühlen. Für mich ein gelungener Auftakt einer Reihe, ich freue mich auf die Fortsetzungen.

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Emma glaubt nicht an Feen

Rezensionen von bücherliebe74:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Nichts für schwache Nerven!

Der Autor Tobias Bukkehave hat mit "Der Prätorianer" einen starken und gelungenen Reihen-Auftakt um das Ermittler-Duo Sara Levin und Janus West geschaffen!

Als eine äußerst brutal zugerichtete männliche Leiche gefunden wird, stehen die Ermittler der dänischen Polizeiabteilung für Gewaltverbrechen, Sara Levin und Janus West und ihr Team, vor einer großen Herausforderung.

Bei der Leiche werden unter anderem Artefakte der römischen Mythologie gefunden. Sara`s Bruder Adam, Psychologe, wird als Berater zu den Ermittlungen hinzugezogen, zwecks Ergründung des psychologischen Motivs und der Erstellung des Täterprofils.
Es stellt sich die Frage: war es Mord im Affekt, was die Brutalität erklären würde, oder doch ein Ritualmord?

Der Schreibstil ist geprägt von spürbarer Atmosphäre, die einem durchaus die Haare zu Berge stehen lassen, und von einem stetigen Perspektivenwechsel, bei dem Sara, Adam als auch der Täter "zu Wort kommen". Der Spannungsaufbau ist clever und ansteigend ausgearbeitet.
Die Konflikte innerhalb des weiteren Ermittlerteams empfand ich als unnötige Längen, da sie nicht wirklich Einfluß auf die Handlung hatten.
Die Ermittlungsarbeit wird detailliert beschrieben, als auch die psychologischen Aspekte. Wobei letzteres für mich stellenweise etwas ausschweifend war.
Der Zusammenhang mit Sara´s persönlichem Umfeld war ein Aspekt, der die Story für mich besonders interessant gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass diese in weiteren Reihenteilen wieder eine Rolle spielen werden.
Der Plot Twist fast am Ende des Buches ergab für mich eine wirklich überraschende Wendung, was mir sehr gut gefallen hat!

Das frostige Cover ist sehr passend gewählt.

Insgesamt hat mir das Buch, bis auf wenige erwähnte Längen, wirklich gut gefallen!
Ich denke, für LeserInnen, die auch geschichtliches und psychologisches Interesse haben, und bei schonungslosen Opferbeschreibungen nicht zimperlich sind, ist dieser Thriller absolut empfehlenswert!

4 von 5 Punkten!

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Der Prätorianer

Rezensionen von Lilli33:

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Du kriegst mich nicht von Chris Carter

Enttäuschend

Enttäuschend

Ich habe alle Bände der Robert Hunter-Reihe von Chris Carter gelesen und war stets total gefesselt. Natürlich hatte ich auch bei „Du kriegst mich nicht“ einen spannenden Thriller erwartet. Leider wurde ich hier enttäuscht. Die erste Hälfte des Buches zieht sich wie Kaugummi; ich war mehrmals nah dran abzubrechen.

Es wird erzählt und erzählt und beschrieben und beschrieben, aber ich war einfach nicht dabei, sondern außen vor. Zudem fand ich das Gelesene nicht besonders interessant und fesselnd.

Zum Glück gab es dann etwa zur Hälfte eine großartige Wendung im Plot. Jetzt wurde es tatsächlich spannend, und der Autor konnte mich reichlich an der Nase herumführen. Das angekündigte Katz- und Maus-Spiel hatte endlich begonnen. Die Spannung wurde nun auch bis zum genialen Ende gehalten, was mich wieder ein bisschen mit dem Buch versöhnen konnte.

„Du kriegst mich nicht“ ist ein Stand alone. Ehrlich gesagt, bin ich froh darüber und hoffe lieber auf weitere Bände mit Robert Hunter.

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Du kriegst mich nicht

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Aus dem Leben

Mich haben die ersten Seiten direkt mitgerissen. Der Job der Protagonistin Ioana ist fordernd und sie kann sich gedanklich nur schwer davon lösen. Gleichzeitig ist da ihre Familie, von der ein Teil noch in Rumänien lebt, während sie mit ihren Eltern ausgewandert ist. Nachdem ihr Großvater gestorben ist und die Beerdigung ansteht, zieht es sie zurück.

Damit bricht sie aus ihrem bisherigen Leben aus und steckt stattdessen in einem Leben voller Familie und Erinnerungen.

Eigentlich ist mir das Leben von Ioana eher fremd. Da die Story aber aus ihrer Perspektive geschrieben ist, fiel es mir leicht, mich in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin hineinzubegeben. Das Leben steckt voller Herausforderungen, wir müssen jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen und genauso geht es auch Ioana. Gleichzeitig steckt sie im Alltagswahnsinn zwischen zwei Kulturen.
Diese Situation hat die Autorin gekonnt und unterhaltsam in Worte gepackt.
Damit zeichnet sie ein realistisches Bild ihrer Protagonistin, die zwischen Leistungswahnsinn und Selbstoptimierung und auch noch zwischen zwei Kulturen steht.
Ich habe das Buch gerne gelesen und es hat mich nachdenklich zurückgelassen.

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Gib mir alles

Rezensionen von ekiam:

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Der Postbär, der nicht lesen konnte von Susana Peix

Eine warmherzige Geschichte für den Schulstart

Der Postbär, der nicht lesen konnte ist eine liebevolle Geschichte über den Mut, sich Hilfe zu holen, und den ersten Schritt auf dem Weg zum Lesenlernen.

Mein persönliches Highlight waren die Illustrationen. Sie sind unglaublich niedlich, voller kleiner humorvoller Details und verbreiten sofort eine gemütliche Herbststimmung.

Allein das Anschauen der Bilder macht schon großen Spaß und lädt dazu ein, immer wieder neue Kleinigkeiten zu entdecken.

Auch die Geschichte selbst ist einfach, einprägsam und leicht verständlich erzählt. Emil, der Postbär, zeigt Kindern auf sympathische Weise, dass niemand alles allein schaffen muss und es völlig in Ordnung ist, beim Lernen Unterstützung anzunehmen. Gerade vor dem Schulstart ist das eine wertvolle Botschaft, die vielen Kindern Mut machen kann.

Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings. Zu Beginn erfahren wir, dass Emil davon träumt, lesen zu lernen. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch das Gefühl, dass dieser Wunsch etwas in den Hintergrund rückt. Als er den geheimnisvollen Brief nicht zustellen kann, hätte ich mir gewünscht, dass noch deutlicher wird, wie sehr ihn seine fehlenden Lesekenntnisse beschäftigen und wie groß sein Wunsch ist, daran etwas zu ändern. Dadurch hätte seine Entwicklung für mich noch etwas stimmiger gewirkt.

Trotzdem ist Der Postbär, der nicht lesen konnte ein wunderschönes Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft, einer herbstlich-gemütlichen Atmosphäre und Illustrationen, die man sich immer wieder gern anschaut. Eine tolle Begleitung für die Zeit vor dem Schulstart und die ersten Leseversuche.

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Der Postbär, der nicht lesen konnte

Rezensionen von Danislesestube:

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Sera: Verlorene Vergangenheit von Rebecca L. Knippen

Großartige Fortsetzung

Vor einer Weile, fast einem Jahr, habe ich den ersten Teil der Sera Reihe gelesen. „Sera: Verborgene Macht“ hat mir wirklich gut gefallen. Toller Aufbau der Welt. Spannende Charaktere mit sehr unterschiedlichen Wesenszügen und Fähigkeiten. Nach einem gelungenen Ende wartete ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil.

Hat sich das Warten gelohnt?

Zu Beginn der neuen Handlung wird Sera samt ihrer Begleiterin Soela in eine neue Umgebung transportiert, in der sie laut Talim ihre Eltern wiedersehen wird, aber zuvor muss noch einiges erledigt werden. Sehr zum Leidwesen von Sera. Was sie nicht weiß, er war mehr an den Ereignissen in der Vergangenheit beteiligt als zunächst angenommen. Zudem wirken seine Begleiter alles andere als vertrauenswürdig. Noch nie fühlte sie sich so fremd und alleingelassen. Zum Glück weichte ihr Soela nie von der Seite. Immerhin lernt sie eine neue Gegend kennen. Lernt ihre neuen Fähigkeiten besser einzusetzen. Etwas Geschichte rund um die Inseln und Begleitwesen kommt noch obendrauf. Aber was, wenn das auch zu seinem Plan gehört?

Zwei Absätze, die ich mit einer Frage beendet habe. Das kann nur eines bedeuten. Spannung ohne Ende. Fragen bis zum Abwinken. Ereignisse, die an Seras Nerven zehren. Wo ist sie da nur hineingeraten? Egal, wie schlimm es ist und vor allem noch kommen wird. Sie hält tapfer durch. Aus dem eher schwächlichen Mädchen ist eine starke junge Frau geworden, die sich mit jedem Widerstand immer weniger gefallen lässt. Wer wird schon gerne durch die Gegen gescheucht? Diesen Mut braucht sie dringend. Die Handlung ist vollgepackt mit Fallen. Menschen, die ihr nichts Gutes wollen. Sogar ihre Eltern könnten einfach nur ein Köder in einer Falle sein, aus der sie nicht mehr entwischen kann. Gutes Stichwort. Denn das kann Sera unglaublich gut. Talim und seinen Begleitern ist sie zwar körperlich nicht wirklich gewachsen, aber dafür geistig meilenweit voraus. Vor allem merkt man hier umso mehr, dass sie tatsächlich nachdenkt, bevor sie etwas macht. Sogar ihre impulsiven Momente hatten zuvor mindestens eine Überlegungsphase. Das Thema Liebesgeschichte (oder angedeutet, wie ich geschrieben hatte), könnt ihr knicken. Zugegeben, diese hätte spätestens hier keinen Platz gefunden. Die Handlung hatte so auch genug Material, um zu funktionieren.

Das Ende des letzten Teiles konnte die Autorin toppen. Was bleibt mir also zu schreiben als: Ich freue mich auf Teil drei. Yay.

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Sera: Verlorene Vergangenheit

Rezensionen von hohleborn8:

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Sonnenberg von Brigitte Glaser

Aufstand im Paradies

Im Alter von 50 Jahren habe ich im Jahr 2009 das erste Mal den Kaiserstuhl besucht und mich als Thüringerin direkt in diese Region verliebt. Mir erschien diese landschaftlich so reiche Gegend wunderschön und die vom Weinanbau lebenden Menschen mit ihrem allemanischen Geschwätz so freundlich- ein Paradies auf Erden.

Als 2022 das Buch "Kaiserstuhl" von Brigitte Glaser auf den Markt kam, musste ich es sofort lesen und war begeistert. Seitdem verfolge ich das Schaffen dieser Autorin und habe mich sofort für "Sonnenberg" beworben.
Die Autorin hat es erneut geschafft, mich mitzureißen. Als Ostdeutsche hatte ich von den Plänen um den Bau eines Kernkraftwerkes am Kaiserstuhl und der dagegen gerichteten Protestbewegung in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts noch nie etwas gehört. Wie ich erkennen musste, können auch die Kaiserstühler erfolgreich eine kleine Revolution gewaltfrei und engagiert für eine gute Sache führen. "Hut ab" noch heute für diesen Mut.
Wie bereits in ihren vorangegangenen historischen Romanen gelingt es der Autorin erneut, die Leser mittels der Geschichte zweier recht gegensätzlicher Freundinnen während der Protestbewegung 1975 für die historischen Ereignisse damals zu interessieren. Ich habe mich in den beiden Frauen sofort wiedergefunden. Obwohl ich rund 5 Jahre jünger bin und aus Ostdeutschland komme, konnte ich mich mit Johanna und Luzie identifizieren. Auch die geschilderten Ortschaften kenne ich von meinen inzwischen recht zahlreichen Besuchen am Kaiserstuhl sehr gut wieder. In Ihringen befindet sich unser Stammquartier, in Burgkheim, dem Wohnort von Dr. Sänger, haben wir dieses Jahr den Vatertag verbracht und auch in Endingen sind wir erst im Mai über den Markt geschlendert. Nur Wyhl- das sagte mir bisher nichts.
Am meisten begeistert war ich von dem allemanischen Gerede der Einheimischen. Das war im Buch "Kaiserstuhl" noch nicht so augeprägt, trägt aber gut zur Authentizität der Geschichte bei.
Brigitte Glaser ist mit diesem Buch eine interessante, spannende Abhandlung der damaligen Ereignisse, ein Zeugnis der Ursprünge der Umweltbewegung in der damaligen BRD, aber auch ein Zeugnis der Frauenbewegung in diesem Teil Deutschlands gelungen.
Dem Schlusswort der Autorin im Nachwort:
"Ich finde, in Zeiten des Hasses und der Hysterie brauchen wir Geschichten, die Mut machen , einen anderen Weg zu gehen.Und Wyhl ist dafür eine verdammt gute Geschichte." kann ich mich nur anschließen.

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Sonnenberg

Rezensionen von lese maus:

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Wieso? Weshalb? Warum? Band 66 - Was Tiere alles bauen von Susanne Gernhäuser

tolles wissenbuch

Für die Entwicklung der Kinder ist es ungemein wichtig, sie bereits von klein an an Bücher heranzuführen. Eltern und Großeltern sind hier in der Pflicht, die Kinder nicht nur vor ein elektronisches Gerät absetzen, sondern sich mit den Kindern beschäftigen. Etwas vorlesen, ein Buch anschauen. Ich komme aus einem Beruf, in dem ich täglich miterlebe, wie sich Kinder entwickeln, die auch mal ein Buch in der Hand haben dürfen.

Es ist enorm wichtig für die spätere Konzentration, Aufnahme von Informationen etc.
Das Buch ist sehr kindgerecht und auf die Bedürfnisse der jungen Leser*innen abgestimmt. Tolle Illustrationen und Informationen, genau richtig. Ich kann nur appellieren diese Art Medien auch für Kinder zugänglich zu machen. Eltern und Großeltern sollten den Kindern eher mal ein Buch und gemeinsame Zeit damit schenken. Mit diesem Buch gelingt es auf jeden Fall.

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Wieso? Weshalb? Warum? Band 66 - Was Tiere alles bauen

Rezensionen von Kate:

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Blutleere Mädchen (Thriller) von Gunnar Schwarz

Tödliche Meisterwerke

In Köln werden zwei Frauen ermordet und wie berühmte Kunstwerke inszeniert. Die Ermittler Kat Winkler und Sebastian Fischer jagen einen Serienmörder, der seine Opfer als makabre Kunstwerke präsentiert. Als eine weitere Tat angekündigt wird, geraten sie in einen Wettlauf gegen die Zeit und der Fall wird persönlich.

Wieder ein richtig spannender Thriller von Gunnar Schwarz, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Kat und Sebastian ergänzen sich perfekt: Kat ist sehr empathisch und emotional, während Sebastian mit seiner gradlinigen, analytischen Art und seiner sozialen Unbeholfenheit oft unabsichtlich komisch wirkt. Gerade diese Eigenart sorgt immer wieder für kleine Schmunzler, ohne der Spannung etwas zu nehmen. Im Gegenteil, seine besonnene Art verhindert häufig, dass er und Kat von den Abgründen ihrer Fälle mitgerissen werden. Besonders schön finde ich, dass Sebastian sich zwischenmenschlich langsam weiterentwickelt und, wenn auch zunächst vorsichtig, Freundschaften zulässt. Auch Lilly bringt dabei frischen Wind in die Geschichte.

Die Geschichte startet direkt rasant und hält das Tempo bis zum Schluss. Es gibt viele Verdächtige, überraschende Wendungen und immer wieder falsche Fährten, sodass ich bis zum Ende nicht wusste, wer der Täter ist. Besonders die Kapitel aus der Sicht des Täters fand ich spannend und verstörend.

Auch die Einblicke in die Kunstszene haben mir sehr gut gefallen und verleihen der Geschichte eine interessante zusätzliche Ebene.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und bildhaft. Das Finale ist noch einmal richtig packend und rundet die Geschichte perfekt ab.

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Blutleere Mädchen (Thriller)