Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia H.:
Ab durch die Mitte von Kristina Günak
Nicht gesucht, aber trotzdem gefunden
Worum es geht:
In Paulas Freundeskreis wird gerade geheiratet und Kinder gekriegt. Dagegen hat Paulas Freund sie verlassen und noch während sie sich für ihren Boss in einem Besichtigungstermin befindet, wird ihr mit sofortiger Wirkung gekündigt. Weil Paula sich in dieser Abwärtsspirale befindet, braucht sie Trost.
Da das Haus, dass sie eigentlich verkaufen sollte, so viel Charme und Wärme ausstrahlt, beschließt sie kurzerhand, einfach die Nacht hier zu verbringen. Doch am nächsten Morgen stellt sie fest, sie ist gar nicht alleine hier. Der Tierarzt des beschaulichen kleinen Ortes wohnt auch derzeit hier, weil seine Wohnung im Moment unbewohnbar ist. Die alte und sehr liebenswerte Erbin des Hauses erlaubt Paula weiterhin hier wohnen zu bleiben, wenn sie bereit ist, dem Tierarzt unter die Arme zu greifen. Auf diesen Deal geht sie gerne ein, hat nur leider mit Tieren noch nie etwas zutun gehabt.
Mein Fazit:
Man ist gleicht mittendrin in der Story, so mag ich das immer sehr gerne. Dies ist mein erstes Buch von Kristina Günak und mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut. Er ist locker, leicht und man kann sich sehr gut in die Story hineinfallen lassen. Anfangs ist die Story echt witzig, ich habe sehr viel geschmunzelt. Im Laufe des Buches wird die Story schon ernster, auch aufgrund der Themen, die hier aufgegriffen werden, die ich jetzt allerdings nicht thematisieren möchte, da ich sonst spoilern müsste. Der Umgang damit hat mir allerdings richtig gut gefallen und ich fand es sehr interessant. Der Wandel der Story hat mich allerdings überhaupt nicht gestört, denn da war ich von Paula und ihrer Story schon total gepackt. Paula ist ein Mensch, der versucht, es allen gerecht zu machen und sich dabei schon mal aus den Augen verliert. Als sie sich nun in diesem beschaulichen Ort wiederfindet und die Leute sie hier mit offenen Armen empfangen, da wird ihr einiges klar. Paula fängt an, darüber nachzudenken, was sie eigentlich möchte. Eine tolle Entwicklung eingebettet in eine echt süße Lovestory.
Für diese absolut lesenswerte wunderschöne slow burn RomCom vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy
Von der Unmöglichkeit, sein eigenes Spülbecken benutzen zu können
Als Coverkäuferin musste ich das Buch einfach haben, die Maus im Pantoffel ist einfach zu niedlich. Aber der Klappentext klang natürlich auch gut.
Es geht um Helen. Sie ist 83 Jahre und hat sechzig Jahre mit Mann und Sohn in Australien gelebt. Nun sind beide tot und Helen ist zurück nach Großbritannien gezogen.
Sie lebt alleine und einsam in ihrem Häuschen und hat keinerlei Außenkontakt. Detailliert wird ihr Tagesablauf in den alltäglichen Details geschildert. Das wirkt nur auf den ersten Blick langweilig, ist es aber (für mich) gar nicht gewesen, es hat Helens tagtägliches Einerlei so gut transportiert. Das Highlight war die Fernsehsendung des Tages, unterbrochen von Essenszubereitung (naja, meistens Fertiggerichte oder Toast) und einmal in der Woche gönnt sie sich beim Einkaufen ein Törtchen.
Bis eines Tages Merlin, die Maus in ihr Leben tritt. Zufällig und anfangs auch sehr lästig.
Helen muss ihre selbstgewählte Einsamkeit verlassen und im Örtchen nach Mäusebeseitigungsmöglichkeiten fragen.
Noch mitten in der Planumsetzung schafft die Maus aber das Unmögliche: Helen gewöhnt sich an sie und Merlin wird auf einmal ganz wichtig für Helen.
Auch wenn Helen ihr Spülbecken nicht mehr verwenden kann, weil dort jetzt eine Maus wohnt (die Szenen mochte ich sehr, als Helen immer ins Bad ging, um Wasser zu holen, das hat für mich alles so gut vorstellbar gemacht) - über Merlin knüpft Helen zunehmend auch Bekanntschaften in die Außenwelt.
Als ein einschneidendes Ereignis passiert, lernt man Helen von einer ganz anderen Seite kennen.
Das Buch ist eines der leisen Töne. Es geht um Einsamkeit, nicht nur der von Helen, aber natürlich ist diese im Fokus. Um die Bedeutung von (Haus)Tieren gerade dann, wenn man niemanden hat. Und wie wichtig Freundschaft ist - und nicht zu vergessen ein Ausweis für die örtliche Bibliothek.
Ein schönes Buch, auch wenn mir das I-Tüpfelchen zur kompletten Begeisterung gefehlt hat.
Gute vier Sterne ist mein Fazit.
Rezensionen von Leser:
She’s a Star! von Meredith Hambrock
Wenn der Traum zur Obsession wird
Jessamyn St. Germain will auf die große Bühne und als Musical-Star gefeiert werden.
Allerdings ist die Realität weit entfernt von dem, wie sie selber in sich sieht.
Ein ungewöhnlicher Roman mit einer Buchfigur, der ich gerne gefolgt bin, aber nicht mit iht befreundet sein möchte. Sie ist exzentrisch, hartnäckig, zielstrebig und auch gefährlich.
Sie verliert sich in Fantasien, in ihrer eigenen Welt und ihr Wunsch wird zur Obsession, der ungeahnte Wege nimmt.
Einen großen Anteil daran trägt auch ihre Musiklehrerin, die falsche Signale sendet und sie in dem Glauben bestärkt, sie wäre ein großes Talent.
Mir hat es großen Spaß bereitet Jessamyn zu begleiten und ihren Gedanken zu lauschen, ihr über die Schulter zu schauen und über manch eine ihrer Handlungen den Kopf zu schütteln.
Sie ist eine Frau, die den Sinn zur Realität verliert und in ihrer eigenen Welt lebt.
Die Geschichte ist tragisch, spannend und auch auf seine Art sehr unterhaltsam!
Rezensionen von Marie aus E.:
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner
Lucy Astner kann auch Erwachsenen-Bücher
Lucy Astner kannte ich bislang nur als Autorin für Kinderbücher und da waren sowohl Kind als auch in großer Fan. Von Polly Schlottermotz haben wir alle Bände gelesen.
Auf den Sommerroman für Erwachsene war ich deshalb sehr gespannt.
Ich nehme es gleich mal vorweg: auch das kann Lucy Astner ganz ausgezeichnet.
Ich mag schon den Titel, der ist ein hübsches Wortspiel, weil eine der beiden Hauptpersonen August heißt und August immer den Sommer bei seiner Oma in Liberty Beach verbringt. Den Rest der Jahres lebt er bei seinen Eltern in New York.
Charlie hingegen lebt immer in Liberty Beach und ihr Leben mit einer depressiven, alkoholabhängigen Mutter ist so gar nicht Beach-Life.
Aber eines Tages stolpert sie in die örtliche Buchhandlung und trifft auf die Eigentümerin, Molly, die in ihr die Liebe zu Büchern weckt. Und auf den Enkel August, mit dem sie diese Bücherleidenschaft teilt - und der zu ihrem allerbesten Freund wird.
Sowohl August als auch Charly fiebern dem Sommer immer sehr entgegen, damit sie sich endlich wiedersehen können.
Wir begleiten sie zwölf Sommer lang, bis sie erwachsen sind. Und bis sie viele dumme Fehler machen, die sie schließlich auseinandertreiben.
Das Buch ist eine zuckersüße und bittere Love-Story mit den typischen Irrungen und Wirrungen, die natürlich nicht so ganz realistisch sind. Im echten Leben hätten die Zwei vielleicht mal früher miteinander gesprochen. Aber wer weiß, vielleicht ja auch nicht. Für die Handlung war das aber auf jeden Fall so passend und ich habe einen richtig schönen Sommer-Roman gelesen. Eine Liebesschnulze der guten Art, die mich mit fiebern hat lassen und zudem noch meine Sehnsucht nach Sommerfrische in den USA bedient hat. Und natürlich das Thema Bücherliebe super spielt. Hach.
Ich fand die Charaktere alle so schön ausformuliert, sie hüpften quicklebendig in meinem Kopf herum und ich bin fast ein wenig traurig, dass ich das Buch nun ausgelesen habe und mich von ihnen verabschieden muss.
Richtig schöne Sommerlektüre, leicht, aber nicht doof-seicht.
Rezensionen von Nico:
Wir in zehn Jahren von Jessica Stanley
Wer sind wir in zehn Jahre?
Der Roman "Wir in zehn Jahre" von Jessica Stanley erzählt die ersten zehn Jahre aus Adams und Coralies Ehe.
Das Buch beginnt dort, wo andere Bücher schon aufhören, nämlich mit dem Happy End, und stellt die Frage, wie man sich in einer Partnerschaft durch die Überforderungen des Alltagslebens selbst bleibt.
Coralie Bower ist Werbetexterin und sie ist mit dreißig Jahren vor einem halben Jahr von Australien nach London umgezogen. Eines Tages rettet sie die 4-jährige Zora vor dem Ertrinken in einem Ententeich. So lernt sie Adam kennen lernen, Zoras Vater, und sie merken, wie viele sie verbinden. So ist keine Überraschung, dass sie bald ein Paar werden und Coralie in Adams Wohnung umzieht.
Das Buch ist flüssig geschrieben und ist sehr spannend, auch wenn es im Grunde um das alltägliche Leben erzählt. Von der leichten humorvollen Stimmung am Anfang des Buches, wird alles bald bedrückender. Coralie versucht, Beruf, Familie und Haushalt zu vereinbaren, und Adam von den häuslichen Aufgaben zu befreien, damit er sich um sein Buchprojekt sich kümmern kann.
Die Charaktere habe ich authentisch gefunden. Man kann mit Coralie mitfühlen, wie sie mit guten Absichten viel zu erledigen versucht, ohne an sich selbst zu denken. Adam ist Journalist und Podcaster und an Politik sehr interessiert. So erfahren wir aus erster Hand die politische Lage in England rund um Brexit.
Die politischen Einblicke habe ich am Anfang sehr interessant gefunden, aber nach einiger Zeit waren sie mir zu viel. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass für alle, die an Politik interessiert sind, wertvolle Insights sein können.
Insgesamt kann ich "Wir in zehn Jahre" gerne empfehlen. Das Buch erzählt sehr offen, wie das Leben in einer Partnerschaft nach zehn Jahre aussehen kann, welche Herausforderungen man bewältigen muss und man fühlt sich dabei nicht alleine. Dabei lern man sehr viel über die Politik Großbritanien.
Rezensionen von Kräuereule7:
Bakterien - die heimlichen Helden von Peter Wohlleben
Ein Jahreshighlight!
Bakterien die heimlichen Helden - Wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen ist ein sehr spannendes, leicht verständliches und humorvolles Sachbuch, welches einem faszinierende Einblicke in die Welt der Bakterien ermöglicht.
Optisch wirkt das Buch bereits ansprechend für ein Sachbuch: Man erkennt direkt welchem Gerne das Buch angehört und worum es sich handelt; nämlich um Bakterien.
Der Schreibstil des Autors ist zudem sehr angenehm beim Lesen, da die Satzstruktur einfach aufgebaut ist. Es gibt keine komplizierten Fachwörter, welche nicht erklärt werden. Besonders positiv ist der humorvolle und leicht verständliche Schreibstil des Autors hervozuheben, sowie die Analogien, welchen den Text sehr viel nachvollziehbarer gemacht haben. Zudem sind die Kapitellängen optimal und nicht zu lang, sodass man nach dem neu Gelerntem problemlos Pausen einlegen kann.
Dadruch fand ich einen sehr schnellen und einfachen Einstieg in das Thema. Bereits zum Anfang des Buches spürt man die Begeisterung des Autors, die mich gänzlich erreichen konnte. Der Autor hat mich immer wieder mit verblüffenden Informationen zu Bakterien, Viren, Ökosystemen und vielem mehr ins Staunen und Faszinieren gebracht. Ich hatte das Gefühl, der Autor konnte alle interessanten Fun-Facts zu diesem Thema in einem Buch kombinieren, sodass kein einziges Kapitel langweilig war. Besonders ehfürchtig hienterließ mich das Kapitel zu "Unsere Urahnin heißt Luca", mit einem Fokus auf die Vergangenheit und unseren ersten Vorahnen. Aber auch die Kapitel zum Bewusstsein von Bakterien, der "fifty-fifty-Lüge" in Bezug auf Genweitergabe, "Fliegende Gletscher" mit Bezug zu sehr alten Baktieren, sowie viele viele weitere fand ich sehr spannend und unterhaltsam.
Zusammengenommen war das Buch für mich ein absolutes Jahreshighlight mit sehr wichtigen Botschaften in Bezug auf unsere Umwelt und das Klima.
Ich würde es allen empfehlen, die nach einem interessanten, leicht geschriebenen und sehr humorvollen Sachbuch suchen und ein wenig ins Staunen über unsere Welt kommen möchten.
Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sternen!
Rezensionen von brauneye29:
Die Welt in Meran - Schattenflamme von Angela Marina Reinhardt
Schöne Fortsetzung
Zum Inhalt:
Jean kommt aus Sorge um seine Tochter wieder zurück nach Meran aus Sorge um seine Tochter. Natürlich trifft er dort auch wieder auf Max, ehemals bester Freund und Rivale um die Frau Helen, die beide lieben. Auf dem prächtigsten Ball der Saison kommt es zur Konfrontation und es drohen Dinge an die Oberfläche zu kommen, die besser für immer verborgen bleiben sollten.
Meine Meinung:
Was mir an dem Buch wieder so gut gefallen hat, ist dass man sich die Gegend so gut vorstellen kann, ja teilweise auch Dinge wieder erkennt, wenn man Meran und die Umgebung kennt. Es war schön zu lesen, wie es mit den unterschiedlichen Protagonisten weitergeht. Sehr authentisch wirken wieder die politischen aber auch gesellschaftlichen Umstände, die sehr deutlich die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten darstellen. Mir hat das Buch besonders atmosphärisch gut gefallen und ich hatte eine kleine Auszeit in Südtirol.
Fazit:
Schöne Fortsetzung
Rezensionen von brauneye29:
Mord und Gelato Ein Gardasee*Krimi von Elizabeth Horn
Gardasee-Feeling
Zum Inhalt:
Eigentlich hatte Commissario Fabio Angelotti sich auf seine neue Aufgabe als Leiter des Commissariato gefreut, doch kaum angefangen, gibt es einen Mord, der ihn auch direkter als frühere Fälle betrifft. Bei den Ermittlungen häufen sich die Intrigen und Geheimnisse. Zum Glück kann er sich auf seine alte Weggefährten und seine deutsche Freundin verlassen.
Meine Meinung:
Zunächst ein Wort zum Klappentext, es heißt eindeutig nicht Riva sul Garda sondern Riva del Garda, so was sollte wirklich nicht passieren. Ich nehme mal an, dass man sich da mit Limone sul Garda vertan hat, dass ja auch eine große Rolle spielt. Zum Glück ist mir das im Buch so nicht aufgefallen, das hätte mich schon geärgert, denn wenn man einen Roman an den Gardasee legt, sollten die Namen schon richtig sein. Zur Story kann ich sagen, dass ich diese echt gut fand. Da ich den See gut kenne, fühlte ich mich gleich angekommen. Die Story ist spannend erzählt und es hat Freude gemacht, das Buch zu lesen.
Fazit:
Gardasee-Feeling
Rezensionen von Shilo:
Was das Schicksal uns schenkt von Catherine Ryan Hyde
Menschlich und berührend
Manche Geschichten leben nicht von großen Ereignissen, sondern von Menschen, die sich unerwartet begegnen. Genau das macht diesen Roman aus. Die Handlung entwickelt sich in ruhigem Tempo und zeigt, wie aus einer spontanen Entscheidung nach und nach etwas entsteht, das zwei Leben verändert.
Addie arbeitet nach vielen Jahren bei Armee und Polizei als Sicherheitskraft in einem Mietlager.
Dort trifft sie auf den obdachlosen Jugendlichen Jonathan und bietet ihm einen Platz in ihrem Gartenschuppen an. Aus dieser ungewöhnlichen Situation entwickelt sich eine Verbindung, die beiden neuen Halt gibt. Dabei geht es um Vertrauen, um alte Belastungen und darum, wieder offen für das Leben zu werden.
Die Figuren wirken über weite Strecken glaubwürdig. Addie trägt vieles mit sich herum und hält andere Menschen lieber auf Abstand. Jonathan bringt nach und nach Veränderungen in ihr Leben, ohne dass dies übertrieben oder konstruiert wirkt. Gerade diese ruhige Entwicklung macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus.
Vieles spielt sich in den kleinen Szenen des Alltags ab. Während Jonathan sich um den verwilderten Garten kümmert, verändert sich auch das Miteinander der beiden. Die Autorin beschreibt solche Momente einfach und unaufgeregt. Dadurch entstehen viele Situationen, die nachvollziehbar wirken und der Geschichte eine angenehme Nähe verleihen.
Das Buch spricht Themen an, die viele Menschen kennen. Einsamkeit, Verlust, Hoffnung und die Frage, ob ein Neuanfang noch möglich ist, ziehen sich durch die Handlung. Dabei wird nichts unnötig dramatisiert. Gerade diese zurückhaltende Art hat das Lesen angenehm gemacht.
Nicht alles konnte mich gleichermaßen fesseln. Einige Entwicklungen sind recht früh absehbar, und manche Abschnitte hätten etwas kürzer ausfallen dürfen. Dadurch verliert die Geschichte stellenweise etwas an Schwung. Für Leserinnen und Leser, die ruhige Romane mit Schwerpunkt auf zwischenmenschlichen Beziehungen mögen, dürfte das jedoch kaum ins Gewicht fallen.
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck einer warmen und menschlichen Geschichte. Sie zeigt, dass manchmal schon eine einzige Begegnung genügt, um eine neue Richtung einzuschlagen. Auch wenn nicht jede Szene gleich stark ist, bietet der Roman viele schöne Momente und eine Botschaft, die lange nachwirkt.
Ein lesenswertes Buch über Vertrauen, Mitgefühl und die Chance, noch einmal neu anzufangen. Sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Shilo:
Wer sich der Wahrheit stellt von Melanie Metzenthin
Eine starke Fortsetzung
Manchmal bleiben Geschichten vor allem durch ihre Figuren im Kopf. Genau das passiert hier mit Renate, die wieder mitten in einem Leben steckt, das kaum ruhige Momente lässt. Beruf, Entscheidungen, Druck von außen, alles mischt sich durcheinander und wirkt trotzdem nicht überladen.
In der Klinik zeigt sich schnell, wie hart der Alltag für sie ist.
Vieles läuft nicht fair ab, manches sogar ziemlich verletzend. Trotzdem bleibt sie bei den Patientinnen und versucht, ihren Weg nicht aus den Augen zu verlieren. Das wirkt oft leise, aber sehr konsequent.
Dann gibt es diese Konflikte im Hintergrund, besonders mit dem Vorgesetzten, die immer wieder Unruhe reinbringen. Nicht alles ist angenehm zu lesen, aber genau das macht es greifbar. Es gibt Stellen, an denen man automatisch weiterliest, weil man wissen will, wie sich das Ganze noch dreht.
Und dann ist da noch diese Frage nach dem Weg in die Zukunft. Amerika steht plötzlich im Raum, nicht als Nebensache, sondern als echte Möglichkeit. Das verändert die Stimmung in der ganzen Geschichte ein Stück weit, auch wenn nicht alles sofort entschieden wird.
Viel hängt an den Menschen selbst. Sie wirken nicht perfekt, eher echt und manchmal auch widersprüchlich. Genau dadurch trägt die Geschichte, ohne dass sie künstlich wirkt oder zu glatt wird.
Insgesamt ist auch dieser dritte Band eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Die Verbindung aus persönlichen Herausforderungen, beruflichen Konflikten und den Veränderungen einer bewegten Zeit trägt die Geschichte bis zum Schluss. Renates Entwicklung bleibt interessant, und ihre Entscheidungen geben der Handlung zusätzlich Tiefe. Nach der letzten Seite bleibt vor allem der Eindruck einer starken Frau, die ihren eigenen Weg sucht und sich dabei nicht so leicht entmutigen lässt.
Am Ende bleibt ein ruhiger, aber starker Eindruck. Kein dramatischer Abschluss, eher dieses Gefühl, eine Entwicklung begleitet zu haben, die noch nicht zu Ende ist. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.











