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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ryria:

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Der Briefladen, in dem ich dich fand von Baek Seungyeon

Gefühle in Worte fassen

Die Autorin nimmt uns wieder mit nach Seoul, hinein in einen Briefladen und in die (Gefühls-)Welt der Mitarbeiter. Im Fokus steht hierbei Hyoyeong, die seit einigen Monaten von Yeonggwang getrennt ist und ihm nun nach langer Zeit wieder begegnet. Gleichzeitig läuft ihr aber auch ihr alter Freund Donggyu über den Weg, doch für wen schlägt ihr Herz?
Ich kannte den ersten Band noch nicht, wurde aber gut vom Buch in Empfang genommen.

Gleich zu Beginn gibt es eine Personenübersicht mit kurzer Zusammenfassung und Hinweis zur Aussprache der koreanischen Namen. Die ersten Seiten waren ein wenig herausfordernd durch die ungewohnten Namen und Handlungsorte, jedoch habe ich danach auch ohne Vorwissen erstaunlich gut in die Geschichte hineingefunden.
Durch die Übersetzung und den Charakter des Buches ist der Schreibstil vielleicht ein wenig ungewöhnlich und Geschmackssache, ich fand es aber doch sehr angenehm zu lesen insgesamt.
Besonders schön waren die vielen kleinen Zitate und Textstellen, die ich auch öfters doppelt gelesen habe, da es berührende oder kluge Worte waren. Falls jemand Sachen in Bücher markiert, hier gibt es wirklich ganz viel dafür.
Aber auch die normalen Gespräche zwischen den Charakteren und die verschiedenen Briefe haben mir sehr gefallen, da ist viel Liebe in die Worte geflossen. Dies liegt teilweise auch daran, dass tatsächlich echte Briefe ihren Einzug ins Buch gefunden haben, was ich als tolles Detail empfunden habe, die Gefühle waren so extra authentisch.

Auch die erfundenen Elemente der Geschichte konnten mich überzeugen, so habe ich den Briefladen als einen interessanten Wohlfühlort aufgenommen. Hierbei mochte ich die Idee des Penpal Services sehr, davon hätte ich auch gerne noch viel mehr gelesen. Generell kam mir die Handlung im Briefladen manchmal ein wenig zu kurz, was aber vielleicht auch meiner Neugier geschuldet war, da ich den ersten Band noch nicht kannte.
Das Liebesdreieck hätte es für mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, allerdings hat es dann doch zu einigen witzigen (und auch emotionalen) Szenen geführt. Generell habe ich die Entwicklung der Gefühle gerne verfolgt, nicht nur bei den Hauptcharakteren, sondern auch bei den ganzen Nebenfiguren. Viele sind mir regelrecht ans Herz gewachsen und immer wieder habe ich auch richtig mitfühlen können.
Insgesamt ein sehr warmherziger Roman, der mit berührenden Textstellen und einem tollen cozy Setting punkten kann.

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Der Briefladen, in dem ich dich fand

Rezensionen von Kwinsu:

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Tage am Fluss,1 Audio-CD, 1 MP3 von Jochen Mariss

Für die Ideale kämpfen

Sarah übt einen ungewöhnlichen Beruf aus: sie ist Fährfrau an einem Fluss, der ihr Dorf von der nächsten Stadt trennt. Sie lebt sehr einsiedelig auf einem kleinen Hof, umgeben von Tieren und viel Natur. Sie ist eine zurückgezogene Frau, die kaum jemanden an sich heranlässt. Dies ändert sich aber, als eines Tages Leon auf ihrer Fähre landet - ohne Geld und mit vielen Geheimnissen.

Er bringt nicht nur Sarahs Leben durcheinander, sondern zeigt ihre auch, für was es sich zu kämpfen lohnt.

Jochen Mariss legt mit "Tage am Fluss" einen ruhigen, aber berührenden Roman vor, der zeigt, dass Fortschritt nicht immer das Beste für alle ist und das die Natur einerseits unberechenbar, andererseits aber irrsinnig schützenswert ist. Der Autor schafft vor allem durch atmosphärische Naturbeschreibungen, einprägsame Bilder in den Kopf zu zaubern. Die Charakterzeichnung hingegen ist für meinen Geschmack an der ein oder anderen Stelle etwas übertrieben. So ist Leon ein Bobo-Idealist der Sonderklasse. Seine oberste Priorität ist es, die Natur zu schützen, was grundsätzlich sehr lobenswert ist, ganz so abkaufen konnte ich es ihm jedoch nicht immer. Sarah hingegen stößt fast jeden von sich ab, sie hat eine harte Schale, aber natürlich einen weichen Kern. Das Abwechseln dieser zwei Pole ist meines Erachtens nicht immer gelungen, denn auch dies wirkt teilweise leicht übertrieben. Auch Sarah kämpft für ihre Sache - denn sie will ihren eher mau rennenden Lebensunterhalt - das Fährgeschäft - freilich um jeden Preis erhalten. Es gibt aber Gegenspieler, die ihr Rückgewandtheit vorwerfen und auf Biegen und Brechen eine Brücke für den Fortschritt errichten möchten. Auch diese Figuren sind für mich etwas zu platt und stereotyp gelungen. Und dann gibt es auch noch Themen, die Leon lange verschweigt, die dann, als sie aufgelöst werden, etwas zu konstruiert wirken.

Trotz dieser kritischen Anmerkungen muss ich sagen, dass ich das Hörbuch wirklich sehr gern gehört habe. Das Buch wird jeweils abwechselnd aus der Sicht von Sarah sowie jener von Leon erzählt, was einen wirklich gelungenen Perspektivwechsel ausmacht. Was ich am Hörbuch besonders mochte, sind die Erzählstimmen: Sarahs Part wird von Heike Warmuth gelesen, jener von Leon von Nils Kretschmer. Beide Sprecher*innen haben tolle und angenehme Stimmen und erzählen die Geschichte sehr lebendig und glaubwürdig. Ihnen gelingt es, die besondere Atmosphäre der Natur und des Dorfes perfekt in Szene zu setzen.

Mein Fazit: "Tage am Fluss" ist ein Roman mit atmosphärischer Natur- und Dorfbeschreibung, dessen Charaktere vielleicht manchmal etwas überspitzt gezeichnet sein mögen. Sie kämpfen aber mit glaubhafter Vehemenz für ihre Anliegen und lassen auch persönliche Entwicklung zu. Das Hörbuch dazu ist sehr gut gelungen. Wer einen ruhigen Roman mit klarer Botschaft und bildhafter Sprache sucht, ist hier genau richtig.

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Tage am Fluss,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von Tara:

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Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester

Über Liebe, Verrat und Rache

„Das habe ich wegen dir getan“ ist ein unterhaltsamer, aber auch überaus bösartiger Roman des Autors John Lanchester.

Handlungsort ist London. Das gut situierte Ehepaar Jack und Kate ist glücklich verheiratet. Intern machen sie sich gerne über ihre Freunde lustig, geben sich aber nach außen gut verträglich und genießen das gesellschaftliche Leben.

Nach Jacks plötzlichem Tod kommt eine neue Netflix-Serie - „Betrug“ - heraus und Kate muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es in ihr um ihr Eheleben geht. Diese Details kann niemand außer ihr und Jack wissen. Hatte Jack eine Affäre mit der Drehbuchautorin?

Das Grundthema ist hier Rache und die wird hier in den unterschiedlichsten Formen verübt. Teils vorhersehbar, aber ich wurde auch immer wieder dermaßen überrascht, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Die Charaktere sind gut angelegt. Allerdings fiel es mir schwer Sympathien zu entwickeln. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt ein Buch mit so vielen unsympathischen Personen gelesen habe. Aber auch das hat gut gepasst.

Dieser Roman ist bitterböse und humorvoll, so dass ich von Beginn an gefesselt und gleichzeitig auch immer wieder entsetzt war. Der Autor beschreibt vieles sehr detailliert, wodurch mir einige Stellen ein wenig langatmig erschienen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass jedes Detail wichtig war.

Wer britischen Humor, ein wenig Gesellschaftskritik, richtig bösartige Racheaktionen und lebendige Dialoge mag, dem kann ich diesen Roman empfehlen.

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Das habe ich wegen dir getan

Rezensionen von nuean:

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Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán

Ein toller 3. Band, viel Gefühl und Spannung

Seit dem ersten Band der Willow Falls Reihe, möchte ich wissen, was zwischen Reese und Owen läuft. Und jetzt geht es im 3. Band endlich um die Beiden. Als Reeses Haus bei einem heftigen Sturm unbewohnbar wird, kommt sie bei Owen unter. Was nur für eine Nacht sein sollte, ändert sich als Owens Bruder Hunter unerwartet auftaucht und denkt Reese und Owen wären verlobt.

Reese willigt ein, das Spiel für kurze Zeit mitzuspielen, aber die gemeinsame Zeit, dass nicht nur Owen Gefühle hat.
Reese war schon in den letzten Bänden, eher die beherrschte, hart arbeitende Ärztin in Willow Falls, die zwar Dates hatte, aber keinen Mann nah an sich ranlässt, seit sie von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit betrogen und sitzen gelassen wurde. Und Owen kennt man auch schon, der beste Freund von Jared, der Reese mit Haut und Haaren verfallen ist.
Die Geschichte der beiden ist einfach zauberhaft. Wie sie sich langsam annähern, Owen der wirklich alles gibt und Reese, die nicht ganz unempfänglich dafür ist. Viel kann ich ohne zu spoilern nicht sagen, aber ich liebe die Vibes in Willow Falls, die alten und die neuen Charaktere. Es gibt viel Humor, Gefühl und auch Spannung. Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe. Ich bin sehr gespannt auf Ryders Geschichte.
Fazit: Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe.

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Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls

Rezensionen von Odina:

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Weißer Rausch von Anu Ojala

Skandinavische Spannung

„Weißer Rausch“ von Anu Ojala handelt von einer Mordserie im eisigen Grenzgebiet zwischen Finnland und Schweden. Kommissarin Ronja Jentzsch ermittelt in brutalen Verbrechen, einer tödlichen neuen Droge und rätselhaften Spuren nach Schweden. Die Autorin schreibt sehr flüssig, bildhaft und atmosphärisch dicht.

Besonders die eisige, raue Umgebung wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort mitten im Geschehen fühlt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Spannung ist von Anfang an hoch und hält sich bis zum Schluss. Ich wollte ständig wissen wie es weitergeht, welche Verbindung die einzelnen Ereignisse haben und welche Rolle Kristian wirklich spielt. Gerade dieser hatte von Beginn an mein Mitgefühl. Es war hart mitzuerleben, was er alles durchmachen und einstecken musste und in welchem inneren Zwiespalt er stand. Ronja fand ich als Ermittlerin großartig und sehr authentisch. Sie wirkt klug, entschlossen und gleichzeitig menschlich. Auch die übrigen Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt, sodass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller und für alle Skandinavien-Fans ein Muss. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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Weißer Rausch

Rezensionen von Katto:

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Etwas Leichtes von Eva Lohmann

Manchmal darf das Leben einfach leicht sein

„Etwas Leichtes“ von Eva Lohmann mochte ich wirklich sehr gerne. Schon das Cover finde ich sehr toll!
Im Mittelpunkt steht Leo, die mit 41 frisch geschieden ist. Während sie versucht, ihr Leben neu auszurichten und herauszufinden, was sie eigentlich möchte, begegnet sie neuen Menschen, Möglichkeiten und auch der ein oder anderen Herausforderung.

Dabei geht es um die Frage, wie man sein Leben leben möchte – unabhängig davon, welche Erwartungen andere an einen haben.

Das Buch hat mich zum richtigen Zeitpunkt in meinem Leben erreicht, denn ich konnte mich unglaublich gut in Leo hineinversetzen. Viele ihrer Gedanken, Zweifel und ihre Sicht auf bestimmte Dinge kamen mir erstaunlich bekannt vor. Beim Lesen hatte ich deshalb immer wieder die Gedanken: Ich fühle es so! Ich habe mich in Leo und vielen Situationen wiedergefunden und konnte ihre Entscheidungen dadurch besonders gut nachvollziehen.

Und genau deshalb hat mich das Buch so begeistert. Es hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern richtig zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich gefragt, was für mich eigentlich wichtig ist, welche Erwartungen ich selbst an mein Leben habe und wie viel davon wirklich von mir kommt.

Leo ist keine perfekte Protagonistin, sondern eigenwillig, manchmal etwas kompliziert und einfach sehr menschlich. Gerade das mochte ich an ihr. Sie muss für sich selbst herausfinden, was sie eigentlich will. Ihre Entwicklung habe ich deshalb sehr gerne verfolgt.

Eva Lohmanns Schreibstil ist locker, direkt und angenehm zu lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig steckt zwischen den Zeilen viel mehr, als der leichte Ton zunächst vermuten lässt. Das Buch greift wichtige Themen auf, ohne dabei schwer oder belehrend zu wirken.
Auch die Perspektivwechsel am Ende der einzelnen Kapitel mochte ich sehr. Dadurch bekam man immer wieder einen anderen Blick auf Situationen und Menschen und merkte, dass die eigene Wahrnehmung eben nicht immer die ganze Wahrheit ist.
Und natürlich möchte ich Frederic erwähnen. Das Riesenschecken-Kaninchen war für mich eines der kleinen Highlights der Geschichte und hat wunderbar zu Leo und ihrer besonderen Art gepasst.
„Etwas Leichtes“ ist ein wunderbar lebensnaher Roman über Neuanfänge, Erwartungen und die Frage, wie das eigene Leben eigentlich aussehen soll, jenseits davon, wie die meisten anderen es leben. Locker, humorvoll, ehrlich und auf eine besondere Art berührend. Für mich ein echtes Herzensbuch und eine klare Leseempfehlung!

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Etwas Leichtes

Rezensionen von Ameland:

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Schneezauber über der Donau von Angelika Schwarzhuber

Hat alles was ein Weihnachts-Wohlfühl-Roman braucht

Eigentlich ist es noch ein bisschen früh im Jahr für einen Weihnachtsroman, auch wenn in den Läden schon Spekulatius und Lebkuchen ausliegen. Aber wenn es um einen Weihnachtsroman von Angelika Schwarzhuber geht, kann ich nicht auf die Adventszeit und Schnee warten.

Worum geht’s? Jasmin hat vor kurzem ihre Mutter verloren und will daher das erste Weihnachtsfest ohne sie auf den Kanaren verbringen.

Weit weg von Weihnachtszauber und Glockenklang. Aber als ihre Halbschwester Ariana Hilfe braucht, um ihre hoch über der Donau liegende Burg vor dem Verkauf zu retten, ist Jasmin zur Stelle.

Jasmin und Ariana habe ich sofort in mein Herz geschlossen, aber auch die meisten anderen Protagonisten fand ich sympathisch. Mein Herz im Sturm erobert haben die tierischen Statisten trotz ihrer nur kurzen Auftritte.

Angelika Schwarzhuber hat einen locker leichten Schreibstil. Diese Familiengeschichte ist wieder sehr liebevoll und mit viel Herzblut geschrieben. Ich mag den wertschätzenden Umgang der beteiligten Personen untereinander sehr. Aber der Roman würde sich nicht so realitätsnah anfühlen, gäbe es nicht auch Probleme, Streit, Schicksalsschläge und Missverständnisse. Aber mit etwas gutem Willen, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft können Hürden überwunden und vieles kann geschafft werden.

Ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein romantischer Weihnachtsmarkt, Schnee, sich anbahnendes Liebesglück und natürlich ein Happy End mehr braucht es nicht für einen herzerwärmenden Weihnachtsroman. Wenn einen dann noch einige Widrigkeiten des Lebens daran erinnern, dass es auch anders sein kann, finde ich es eine perfekte Mischung.

Einen romantischen Weihnachtsmarkt auf einer Burg im Schnee mit Blick auf die Donau würde ich auch gerne besuchen. Mal schauen, ob ich etwas in der Art finden kann. Bis es soweit ist, kann ich noch das ein oder andere Rezept aus dem Buch nachbacken.

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Schneezauber über der Donau

Rezensionen von reimon:

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Blendwerk von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Kluftinger online


Juhu, der Kluftinger ist zurück! Und zwar in ziemlich bester Form und social-media-mäßig schon recht fortgeschritten, das ist auch notwendig für den neuen Fall. Und wo er selber ansteht, weiß er sich von Sohn Markus oder seinen prima Mitarbeitern helfen zu lassen - auch wenn Fräulein Sandy diesmal leider auf Urlaub weilt.

Die Autoren haben wieder viele Aktualitäten in den Fall eingebaut: Touristische Hotspots, die von InfluencerInnen gehypt werden; die Gier vieler Menschen nach medialer Präsenz und Wichtigkeit durch Selbstinszenierung; KI-generierte Blödsinnigkeiten und und und. Die Kapitelüberschriften werden folgerichtig als Hashtags ausgeführt.
Sehr lustig, wie der Richi Maier versucht, dem Kommissariat zu digitaler Beliebtheit zu verhelfen. Ebenfalls prächtig, wie sich Kluftinger und sein hassgeliebter Doktor Langhammer jetzt auch als Gemeindevertreter befetzen - was den Klufti in eine parteipolitisch blöde Situation bringt. Ein paar originelle Telefonate mit Co-Schwiegervater Sazuka in Kluftis unverwechselbarem Allgäu-„Englisch“ sind eingestreut. Auch Schwiegertochter Mikis Schwester Miyako (für Klufti Mikado) spielt etwas boshaft gezeichnet eine Rolle als Klischee-Japanerin, die ihre Nichte Maxima mit blinkendem, piepsendem Plastikspielzeug unterhält und damit dem Opa beinahe den Rang abläuft. Allerdings ist sie auch der Anlass, der Kluftinger samt Familie zu einer Wanderung ins Eistobel bringt, bei der schließlich die tote Influencerin gefunden wird.

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Blendwerk

Rezensionen von Tara:

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TINTE und SCHWERT – Verzweiflung (Band 2) von Matthias Soeder

Düster, brutal und absolut fesselnd – eine gelungene Fortsetzung!

„Tinte und Schwert – Verzweiflung“ ist nach „Tinte und Schwert – Verwandlung“ der zweite Band der historischen Trilogie im 30-Jährigen Krieg des Autors Matthias Soeder. Dank einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse lässt sich das Buch auch ohne Vorwissen lesen. Da ich aber die Entwicklung der Charaktere ausgesprochen interessant finde, würde ich die Reihenfolge einhalten.

Nachdem mich der erste Teil bereits tief in das blutige Geschehen hineingezogen hat, setzt sich die düstere Atmosphäre nahtlos fort.

Die Handlung beginnt im Juni 1619 in Suhl. Durch den Krieg ist die Situation der Menschen schwierig.
Jacob und Anna begeben sich für einen Neuanfang nach Würzburg. Dort warten jedoch bereits neue bedrohliche Situationen auf sie und die Hoffnung auf Frieden schlägt in Verzweiflung um.

Die optische und strukturelle Gestaltung, die mir schon im Vorgängerband den Einstieg leicht gemacht hat, überzeugt mich auch hier wieder. Die historische Karte vorab, atmosphärische Illustrationen, das Personenregister mit den historischen Persönlichkeiten, ein umfangreiches Glossar sowie die präzisen Orts- und Zeitangaben über den Kapiteln machen das Leseerlebnis perfekt und historisch greifbar.

Matthias Söders Schreibstil ist auch dieses Mal wieder sehr detailreich, lebendig, grausam und schont den Leser in keiner Weise. Es geht brutal zur Sache und die Schilderungen der menschlichen Abgründe in den Wirren des Krieges schockieren und faszinieren zugleich.

Besonders gut gelungen und spannend zu verfolgen, fand ich die Entwicklung der Figuren.

Fiktion und Geschichte – wie das Auftauchen von Albrecht von Wallenstein – werden wieder gekonnt miteinander verwoben.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Liebhaber von düsterer Spannung und gut recherchierten historischen Romanen.

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TINTE und SCHWERT – Verzweiflung (Band 2)

Rezensionen von reimon:

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Blendwerk von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Kluftinger online

Juhu, der Kluftinger ist zurück! Und zwar in ziemlich bester Form und social-media-mäßig schon recht fortgeschritten, das ist auch notwendig für den neuen Fall. Und wo er selber ansteht, weiß er sich von Sohn Markus oder seinen prima Mitarbeitern helfen zu lassen - auch wenn Fräulein Sandy diesmal leider auf Urlaub weilt.

Die Autoren haben wieder viele Aktualitäten in den Fall eingebaut: Touristische Hotspots, die von InfluencerInnen gehypt werden; die Gier vieler Menschen nach medialer Präsenz und Wichtigkeit durch Selbstinszenierung; KI-generierte Blödsinnigkeiten und und und. Die Kapitelüberschriften werden folgerichtig als Hashtags ausgeführt.
Sehr lustig, wie der Richi Maier versucht, dem Kommissariat zu digitaler Beliebtheit zu verhelfen. Ebenfalls prächtig, wie sich Kluftinger und sein hassgeliebter Doktor Langhammer jetzt auch als Gemeindevertreter befetzen - was den Klufti in eine parteipolitisch blöde Situation bringt. Ein paar originelle Telefonate mit Co-Schwiegervater Sazuka in Kluftis unverwechselbarem Allgäu-„Englisch“ sind eingestreut. Auch Schwiegertochter Mikis Schwester Miyako (für Klufti Mikado) spielt etwas boshaft gezeichnet eine Rolle als Klischee-Japanerin, die ihre Nichte Maxima mit blinkendem, piepsendem Plastikspielzeug unterhält und damit dem Opa beinahe den Rang abläuft. Allerdings ist sie auch der Anlass, der Kluftinger samt Familie zu einer Wanderung ins Eistobel bringt, bei der schließlich die tote Influencerin gefunden wird.

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Blendwerk