Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MIi:
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Frauenfreundschaft
Es geht um das koreanisch-abstämmige Mädchen Hee Yeon-yeong und ihre beste Freundin Bianca. Beide wachsen in den 90er, 2000er Jahren in Berlin-Kreuzberg auf. Neben den typischen "Jungen-Themen" und "Jugend-Themen" verbindet beide eine magische Besonderheit: In Momenten der absoluten Angst können sie die körperlichen Symptome der anderen spüren, und dann wird Bianca schwer krank.
Oh, was hatte ich mich über die Reise "Back to the 90s" gefreut: Fruchtischampoo, Prinzenbad, Cola-Kracher, Diddl-Mäuse und vieles mehr. Ich war zuerst sehr skeptisch, wegen den magischen Elementen des Körpertausches, aber hier wurde das Thema nicht als Fantasy-Abklatsch erzählt, sondern als feinfühlig, als Symbol tiefster Empathie. Die Themen wie Ausländerfindlichkeit, schwere Krankheit oder Sexismus sind schwer, werden in dem Buch aber warmherzig und manchmal auch humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nahbar; man versteht und leidet mit. Auch die Dialoge, die "mitwachsen" von klein auf bis ins Erwachsenenalter, sind gut ausgearbeitet. Das Buch hat mich emotional auf Reisen geschickt: fröhlich in meine Jugend, vertraut im Thema Freundschaft, aber auch traurig und tief berührt.
Rezensionen von MIi:
The Witch in the Dead of Night 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Düsteres Schicksal
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich wirklich sehr begeistert.
Die Idee des Sichtfensters ist der absolute Knaller das hatte ich bis daher noch nicht so gesehen. Können ein Vampirprinz und eine ausgestoßene Hexe das Schicksal eines Königreichs ändern? Es geht um Finn, einer der letzten Hexen im Königreich Valin.
Sie muss überleben, also arbeitet sie unerkannt als Dienstmagd am Hof von Vampirkönig Mordritch. Ihre verbotenen Kräfte fliegen eines Tages auf, und dadurch wird ihr ein Deal angeboten. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, wodurch man die düstere Stimmung schon spüren kann. Finn habe ich als sehr vorsichtig und misstrauisch kennengelernt. Sie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eher eine ängstliche und zum Teil auch schwache Person. Aber ihre Entwicklung fand ich grandios. Der junge Bruder des Vampirkönigs, den Finn ausbildet, ist arrogant und böse, aber zugleich auch irgendwie faszinierend. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren einige Passagen, die sich im Mittelteil in die Länge gezogen hatten. Aber mein Fazit: Dieses Buch ist ein absoluter Mega-Auftakt. Das Wortbildung und die Charakterdynamik überzeugen.
Rezensionen von lorireads:
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Überraschendes Highlight!
"Written into my heart" hatte mich ehrlich gesagt erst einmal gar nicht so sehr angesprochen und ich habe darüber hinweggeblättert. Doch dann bin ich zufällig auf das Hörbuch zum Buch gestoßen und weil es mir schon bekannt vorkam, dachte ich: Warum nicht? Und im Nachhinein bin ich mehr als froh, denn mit Saskia Louis habe ich hier vielleicht eine meiner neuen Lieblingsautor:innen gefunden.
Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach nur toll, sie findet sie perfekten Worte, um die Charaktere und das Setting zu beschreiben und hat die perfekte Chemie zwischen Rowan und Stella aufgebaut. Gleichzeitig fand ich das Buch spannend genug, um in jeder freien Minute die Kopfhörer ins Ohr zu stecken und weiter zu hören. Manches war vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das ist ehrlich gesagt auch nicht das, was ich an einem Roman suche, sondern dass der Weg dahin aufregend ist und man mit den Protagonisten mitfiebern kann und das wurde hier mehr als zufriedenstellend erfüllt. Beim Lesen hatte ich nahezu konstant ein warmes Gefühl im Herzen und auch die Lebensweisheiten, die Stella und Rowan immer wieder austauschen, fand ich nicht überzogen, sondern stets passend eingearbeitet, sodass man selbst zum Nachdenken angeregt wurde.
Sunset Cove ist ein süßer Ort und ich mochte das Setting bei der Sunset Gazette, aber auch die vielen anderen Orte in der Stadt, die man gemeinsam mit Stella und Rowan besucht hat. Toll fand ich auch den Abstecher zum Weingut von Rowans Familie.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat und direkt Lust auf die hoffentlich schnell erscheinenden Fortsetzungen macht, waren die Nebencharaktere. Besonders Stellas Freundin Marlow und Leto haben es mir angetan und ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, was die Freundschaft zwischen den beiden zerstört hat und ob sie wieder zueinander finden, bzw. ob da sogar mehr zwischen den beiden ist.
Alles in allem für mich ein unerwartetes Highlight und ich werde mir sicherlich noch andere Bücher der Autorin näher anschauen.
Rezensionen von beavielleser :
Wie die Hasen von Anna Silber
Ich hatte etwas anderes erwartet
Oma Paula ist eine der letzten Zeitzeugen, die über das Naziregime und der sogenannten "Hasenjagd" berichten kann.
Lisa, ihre Enkelin hat ein besonders inniges Verhältnis zu ihr und begleitet ihre Großmutter zu jeder Veranstaltung, bei der sie von der Vergangenheit erzählt.
Als Oma Paula an Demenz erkrankt, ändert sich alles.
Es geht in diesem Buch hauptsächlich um die Demenz der Grossmutter und Lisas Schwangerschaft. Ich hatte mir mehr über Oma Paulas Rolle als Zeitzeugin erhofft.
Die Entwicklung der Krankheit von Oma Paula und wie diese das Leben aller verändert, ist gut und ausführlich geschildert, war mir aber oft zu langatmig.
Rezensionen von LeserinLu :
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Erschreckend realistisch
Bei „Wenn die Bienen schweigen“ handelt es sich um eine klassische Dystopie. Aus meiner Sicht erinnert sie ein bisschen an „The Handmaid's Tale" und auch an „Die Tribute von Panem" mit dem starken, eigenständigen Mädchen Jess als Protagonistin, die in einem Camp lebt, wo junge Mädchen von Hand Obstbäume bestäuben müssen, weil es keine Bienen mehr gibt.
Anschließend werden sie zwangsweise verheiratet. Erschreckend fand ich, wie nah diese Dystopie an der Realität ist. Gerade deshalb sollten Jugendliche diese Geschichte lesen.
Besonders schön fand ich, wie der Roman Kunst und Literatur als Quelle von Hoffnung zeigt. Daran glaube ich selbst fest. Jess ist für mich eine richtig mutige Heldin und auch die Nebencharaktere haben mich überzeugt: Cass, die auf Liebe statt Sicherheit setzt, oder Eliot, der trotz seiner Rolle als Wärter empathisch bleibt.
Der Schreibstil und die Übersetzung sind flüssig und leicht zu lesen, also genau richtig für ein Jugendbuch. Deshalb ist die geschilderte Welt auch eher oberflächlich dargestellt als vollständig durchdacht. Alles andere hätte aber wohl den Rahmen gesprengt. Da es eine Fortsetzung geben soll, werden vielleicht auch dann erst ein paar Lücken geschlossen. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele junge Leser:innen findet!
Rezensionen von gerlisch:
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
Familiengeheimnisse
Das nordische Setting ist für mich ein echtes Highlight. Island bringt diese besondere Mischung aus Weite, Kälte und unterschwelliger Bedrohung mit, die perfekt zu einem Psychothriller passt. Die Autorin transportiert diese Stimmung sehr gut.
Durch den flüssiger Schreibstil kam ich gut durch die Seiten.
Geschrieben ist die Story in zwei Zeitebenen, Marsi in der Gegenwart, Stina in der Vergangenheit, dies könnte Spannung erzeugen, hier aber eher ruhig bleibt. Mehrere Perspektivwechsel finde ich immer spannend und interessant, aber hier konnte ich mich nicht in alle Figuren hineinversetzen, besonders nicht in die Hintergründe der Verdächtigen.
Die Grundidee gefällt mir gut. Vor zehn Jahren verschwindet Marsibils Schwester, zurück bleibt nur eine blutige Jacke, ausgerechnet an dem Ort, an dem Marsi sich mit ihrem geheimen Brieffreund treffen wollte. Das ist ein starker Ausgangspunkt, der sofort Fragen aufwirft und emotional wirkt.
Gelungen sind die famiilären Spannungen, die die Story tragen und das tröpfchenweise vermittelte Unbehagen, das typisch für Psychothriller ist.
Zum Ende hin gab es für mich einige überraschende Wendungen, trotzdem fehlte mir die anhaltende Spannung, die einen Psychothriller wirklich packend macht. Die Atmosphäre war da, aber der Nervenkitzel blieb eher verhalten.
Rezensionen von C. P.:
Immerland – Der Ozean der Ewigkeit von Flix
Zauberhaftes Abenteuer voller Überraschungen und Illustrationen
Nach Immerland ist vor Immerland. Zumindest für Mika, der nur wenige Monate nach seiner Flucht erneut in dieser verrückten Welt auf der anderen Seite der Erdkruste landet. Die Welt, in welcher nicht nur Kreaturen hausen, eine schräger als die andere. Sondern auch der Doktor weiter daran bastelt, seine Macht auf die Welt der Menschen auszuweiten.
Das Trotzdem ist eine Superpower. Es lässt Dinge passieren, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen. (Zitat S. 180)
Der Anfang ist zunächst ähnlich zum ersten Band: Eine Klassenkameradin wird auf einem Schulausflug verletzt und eine überaus hilfsbereite (wenn auch skurrile) Person bietet ihr an, sie zum Doktor zu bringen. Gegen eine lächerliche geringe Bezahlung. Natürlich will Mika dies um jeden Preis verhindern, da er nun weiß, dass das Immerland eine Falle ist. Und der Doktor kein richtiger Doktor. Zu seinem Pech (und unserem Glück) geht dies natürlich gewaltig schief und er landet in seinem eigenen, spektakulären Abenteuer voller fantastischer Wesen, einer erfinderischen Rebellengruppe sowie seinen Freunden in Immerland, die sich riesig freuen, ihn wiederzusehen. Denn im Kampf gegen den Doktor können sie seine besonderen Fähigkeiten gerade richtig gut gebrauchen. Und seine Klassenkameradin will er nebenbei auch noch retten.
Und wie soll das bitte gehen? - Trotzdem, Bumsbirne. Trotzdem. (Zitat S. 185)
Der zweite Band baut zügig eine Spannung auf, die sich konstant bis zum Ende hält. Es gibt jede Menge fantastische Abenteuer, ausweglos scheinende Situationen und den ein oder anderen zu bedienenden Controller (Mikas Spezialgebiet). Das Innere des Romans ist voller faszinierender Illustrationen passend zur Handlung; sämtliche Details auf dem Cover finden sich irgendwo in Mikas Abenteuer wieder. Und im titelgebenden Ozean der Ewigkeit ist eine für Mika ganz besondere Person verborgen. Lasst euch überraschen.
Das Buch hat seine volle Punktzahl sowas von verdient! Spannung, Ideenreichtum und Illustrationen, alles vom Feinsten!
Rezensionen von SiSa:
Alpine Vitalküche von Karin Hofinger
Große Empfehlung (von einer, die gerne gesund isst, aber nicht aufwändig kochen mag)
Das ist nicht einfach ein Kochbuch – das ist ein Buch fürs gute Leben. Und diese wunderwunderschönen Fotos, die mich an meine Heimat Tirol erinnern! Was mich so besonders berührt daran: Dass aus diesem Buch die reine Liebe zum Leben und zur Natur herausströmt. Das allein fühlt sich schon gesund an.
Ich habe es erst durchgeblättert und bin jetzt schon motiviert, ab sofort massenhaft Kräuter in der Küche zu verwenden. Ich mag auch, dass die Rezepte für die einfache tägliche Küche gemacht sind. Das kommt mir sehr entgegen. Mein erstes Rezept, das ich nachkochen werde, sind die Erdäpfel-Topfen-Bratlinge. Nur die Hanfsamen muss ich noch besorgen :-)
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
M.A.D.I.L. von K. J. Ellinger
Ein Pageturner, der es in sich hat
Ja – ich bin bekennender K.J. Ellinger Fan; da gibt es gar keine Frage. Was mich an diesem Band umtrieben hat, war, wann ich es lese…..denn je schneller man zu einem Buch greift, desto schneller ist es auch beendet. Also habe ich diesen dritten Teil vor mir hergeschoben, um ihn dann zu inhalieren :
Lukas und Aki finden sich in einem Fall wieder, der eigentlich in den Niederlanden beginnt, aber man am Tatort eine Spur findet, die nach NRW führt – also sitzen die beiden wieder mitten im Schrecken der Menschheit, obwohl sie doch dachten, dass sie sich damit nicht mehr befassen müssen.
Es kommt noch schlimmer – der Fall scheint persönlich zu werden und als nach und nach die Schlinge im persönlichen Umfeld immer enger wird, heißt es für Lukas und Aki Vollgas mit den Ermittlungen.
Ich liebe die Figuren von Lukas und Aki – und auch deren Familien – und es hat mir kurz das Herz zerrissen, als die beiden sich gestritten haben…zum Glück finden die beiden wieder auf die gemeinsame Spur ( das hätte ich der Autorin sonst krumm genommen ???? ) und so muss ich sagen, war dies der Band, der mich am meisten mitgenommen hat. Vielleicht weil mir Aki und Lukas so ans Herz gewachsen sind, vielleicht, weil es wie ein Freunde-Treffen ist, wenn man die Bücher von K.J. Ellinger aufschlägt ? Ich weiß es nicht; aber was mich am meisten begeistert : ich kriege von den Büchern nicht genug !
Der Schreibstil der Autorin hat mich auch diesmal wieder abgeholt und auf eine Reise mit zwei guten Freunden genommen, mich völlig in die Geschichte eintauchen lassen und mir das höchste Leservergnügen beschert – und : ein trauriges Herz. Ich wünschte ich mir, ich hätte es noch nicht gelesen, um es nochmal zum ersten Mal lesen zu können – aber jetzt habe ich es gelesen und bin ganz einfach begeistert, glückselig und trage Aki und Lukas noch viel mehr im Herzen.
Das Buch M.A.D.I.L. von K.J. Ellinger ist für mich ein absoluter Pageturner, den jeder Krimi-Fan gelesen haben muss – ich würde auch 1000 Sterne vergeben, wenn ich könnte.
Rezensionen von Tara:
Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos
Zwischen Job und Herkunft
„Gib mir alles“ ist das Debüt der Autorin Alexandra-Maria Pipos.
Ioana steht mitten im Leben und steckt voller Energie. Im Job gibt sie alles und auch ihrer rumänischen Familie steht sie jederzeit zur Seite. Sie zahlt sogar die Dreizimmerwohnung ihrer Eltern ab. Nun ist ihr Großvater gestorben und sie fährt zu seiner Beerdigung nach Rumänien.
Während ich zu Beginn regelrecht spüren konnte, wie gestresst Ioana durch ihren Job, ihren Drang zur Selbstoptimierung und die Präsenz ihrer Familie im Hintergrund ist, ändert sich die Atmosphäre mit ihrer Reise nach Rumänien, obwohl sie sich zunächst nur schwer von ihrem Alltag lösen kann. Aber in Rumänien ist alles anders, es stehen weniger ihr Job und ihre Leistung im Vordergrund, sondern viel mehr die Familie mit ihren Traditionen, Ritualen, den internen Beziehungen und Dynamiken, die es in jeder Familie in einer anderen Form gibt.
Ioana ist eine ganz wunderbare, zielstrebige aber auch humorvolle Protagonistin, die, obwohl sie für ihren Job und dessen Erfolg brennt, ihre Familie stetig in den Vordergrund rückt.
Alexandra-Maria Pipos beschreibt hier das Leben in zahlreichen Facetten. Durch Ioanas Herkunft unterscheidet sich das Leben ihrer Familie - die stark von ihrer Vergangenheit geprägt ist - in Rumänien immens von ihrem Alltag.
Mich hat das Buch überrascht. Es hat mich nachdenklich gemacht, gezeigt, dass es nicht immer nur auf Leistung ankommt, es manchmal ganz gut ist, ein wenig Abstand zu gewinnen und ein Blick zurück die Augen öffnen kann. Ich habe aber auch eine Menge gelacht und mich in der Gegenwart von Ioanas Familie sehr wohl gefühlt, obwohl sich ihr Leben kaum mehr von meinem unterscheiden könnte.
Mein Fazit:
Es ist ein gelungenes Debüt, das Emotionen hervorruft und mitreißt.











