Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lese maus:
tiptoi® Abenteuer Großwerden - Smilla lernt ein gutes Miteinander von Sandra Grimm
tolles mitmachbuch
Für die Entwicklung der Kinder ist es ungemein wichtig, sie bereits von klein an an Bücher heranzuführen. Eltern und Großeltern sind hier in der Pflicht, die Kinder nicht nur vor ein elektronisches Gerät absetzen, sondern sich mit den Kindern beschäftigen. Etwas vorlesen, ein Buch anschauen. Ich komme aus einem Beruf, in dem ich täglich miterlebe, wie sich Kinder entwickeln, die auch mal ein Buch in der Hand haben dürfen.
Es ist enorm wichtig für die spätere Konzentration, Aufnahme von Informationen etc.
Das Buch ist sehr kindgerecht und auf die Bedürfnisse der jungen Leser*innen abgestimmt. Tolle Illustrationen und Informationen, genau richtig. Ich kann nur appellieren diese Art Medien auch für Kinder zugänglich zu machen. Eltern und Großeltern sollten den Kindern eher mal ein Buch und gemeinsame Zeit damit schenken. Mit diesem Buch gelingt es auf jeden Fall.
Rezensionen von BarbaraM:
Das Flüstern der Marsch von Katja Keweritsch
Leise, atmosphärisch und voller Familiengeheimnisse
„Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch hat mir sehr gut gefallen. Schon der Titel klingt geheimnisvoll und passt wunderbar zur Stimmung des Buches. Die Marsch, das weite Land, das reetgedeckte Haus und die besondere Atmosphäre haben mich direkt angesprochen. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst dort zu stehen, den Wind zu spüren und zu ahnen, dass in dieser Familie einiges unausgesprochen geblieben ist.
Besonders gefallen hat mir, wie Katja Keweritsch die Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg erzählt. Nach und nach wird deutlich, wie sehr Schweigen, alte Verletzungen und unausgesprochene Wahrheiten das Leben einer Familie prägen können. Die Geschichte ist eher ruhig erzählt, aber gerade das passt für mich sehr gut zum Buch. Es ist kein Roman, der mit lauten Effekten arbeitet, sondern einer, der langsam seine Wirkung entfaltet. Die Figuren wirken menschlich und glaubwürdig. Man merkt, dass jede von ihnen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und ihre eigene Sicht auf die Vergangenheit mitbringt. Besonders spannend fand ich, wie sich die einzelnen Zusammenhänge nach und nach erschließen. Dabei geht es nicht nur um ein Familiengeheimnis, sondern auch darum, wie Erinnerungen weitergegeben, verdrängt oder verschwiegen werden.
Für mich ist „Das Flüstern der Marsch“ ein stimmungsvoller und berührender Roman über Familie, Vergangenheit, Schweigen und die Frage, was unausgesprochene Geschichten mit den nächsten Generationen machen. Ein leises, atmosphärisches Buch.
Rezensionen von lese maus:
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Fahrzeuge von Patricia Mennen
schönes kinderbuch
Für die Entwicklung der Kinder ist es ungemein wichtig, sie bereits von klein an an Bücher heranzuführen. Eltern und Großeltern sind hier in der Pflicht, die Kinder nicht nur vor ein elektronisches Gerät absetzen, sondern sich mit den Kindern beschäftigen. Etwas vorlesen, ein Buch anschauen. Ich komme aus einem Beruf, in dem ich täglich miterlebe, wie sich Kinder entwickeln, die auch mal ein Buch in der Hand haben dürfen.
Es ist enorm wichtig für die spätere Konzentration, Aufnahme von Informationen etc.
Das Buch ist sehr kindgerecht und auf die Bedürfnisse der jungen Leser*innen abgestimmt. Tolle Illustrationen und Informationen, genau richtig. Ich kann nur appellieren diese Art Medien auch für Kinder zugänglich zu machen. Eltern und Großeltern sollten den Kindern eher mal ein Buch und gemeinsame Zeit damit schenken. Mit diesem Buch gelingt es auf jeden Fall.
Rezensionen von beavielleser :
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Nicht nur ein Thriller
Paulas Schwester Lea lebt in Amerika. Die beiden haben kaum noch Kontakt. Nur über Leas Videos, die sie als Influenzerin postet, erfährt Paula etwas von deren Leben. Doch als auf einmal keine neue Videos mehr erscheinen, macht sich Paula Sorgen. Zumal ihre Schwester auch telefonisch nicht erreichbar ist.
Kurz entschlossen fliegt Paula nach Amerika. Doch als sie in der Community ankommt, in der Lea mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter lebt, trifft sie Lea nicht an. Angeblich ist sie in einem Retreat zur Erholung. Wo genau weiss Matt, ihr Mann nicht. Paula kommt bald dahinter, dass die scheinbar heilen Welt ein Trugbild ist.
Vera Buck hat ein Buch geschrieben, dass sehr vielschichtig ist. Es werden Themen wie der Tradewife-Trend, toxische Beziehung und häusliche Gewalt behandelt.
Eine großartig aufgebaute Story, mit hohem Spannungsgehalt. Grosse Leseempfehlung!
Rezensionen von lese maus:
Wann werden wir uns wiedersehen? - Zwei Freundinnen, die Ostsee und eine Flucht in die Freiheit von Constanze Neumann
tolles Buch
Hut ab, dass sich ein Kinderbuch mit diesem Thema befasst! Finde ich ganz große Klasse.
Das Cover ist bereits richtig schön gestaltet und spricht Kinder auf jeden Fall an. Ich finde es mutig, Kinder an Probleme heranzuführen, die mit der Wendezeit DDR-BRD zu tun hatten. Viele Großeltern werden diese Zeit noch selbst miterlebt haben, auch in der Schule wird sich dem Thema gewidmet.
Ich finde das Buch sehr kindgerecht. Die Geschichte wird abwechselnd von Jana und Katja erzählt, Jana ist in der DDR und ihr Leben wird zunehmend schwieriger, da ihre Eltern die Flucht in die BRD planen. Aber sie darf niemandem davon erzählen und das brennt sich in die Kinderseele ein.
Ich finde den Schreibstil sehr gut für Kinder angepasst und äußerst spannend. Bleibt zu hoffen, dass das Buch auch sehr oft von der Zielgruppe gelesen wird. Ich hätte es meinem Kind gekauft.
Rezensionen von BarbaraM:
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin
Bernstein, Erwartungen und neue Entscheidungen
„Die Bernsteinfischerin“ von Lisa Quentin hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil ich so gern in das Leben von Edda und Julika eingetaucht bin. Die beiden Frauenfiguren stehen im Mittelpunkt und könnten auf unterschiedliche Weise kaum spannender sein.
Besonders gelungen fand ich, wie Lisa Quentin die Lebensgeschichten von Edda und Julika miteinander verknüpft.
Beide Frauen erleben, dass Erwartungen anderer Menschen ihr Leben zunächst stark beeinflussen. Gerade dadurch wirken ihre Entscheidungen später umso glaubwürdiger: Schritt für Schritt finden sie den Mut, sich davon zu lösen und ihren eigenen Weg einzuschlagen.
Auch das Thema Bernstein sammeln fand ich sehr spannend. Es ist etwas Besonderes, weil es nicht nur um einen schönen Fund am Strand geht, sondern auch um Wissen, Geduld und das Leben an der Küste. Dadurch bekommt die Geschichte eine eigene Atmosphäre, ohne dass dieser Aspekt zu sehr im Vordergrund steht.
Man begleitet Edda und Julika durch schwierige Situationen, erlebt ihre Zweifel, Hoffnungen und Wendepunkte mit und möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Figuren wirken nicht übertrieben perfekt, sondern menschlich und nahbar. Genau das hat mir besonders gefallen.
„Die Bernsteinfischerin“ ist für mich ein spannender und emotionaler Roman über Familie, Vergangenheit, Erwartungen und den Mut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Besonders Leserinnen und Leser, die starke weibliche Figuren und Geschichten mit einem besonderen historischen Thema mögen, werden an diesem Buch ihre Freude haben.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Rezensionen von BarbaraM:
Hildegard von Bingen von Maria Regina Kaiser
Mehr als Kräuterwissen: Hildegards ganzes Leben
„Hildegard von Bingen – Die mächtigste Nonne des Mittelalters“ von Regina Maria Kaiser hat mir sehr gut gefallen. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, weil er lebendig, anschaulich und gut zugänglich ist. Beim Lesen konnte ich mir vieles bildlich vorstellen und mich sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen.
Genau das macht historische Romane für mich besonders wertvoll: wenn Geschichte nicht trocken wirkt, sondern lebendig wird.
Besonders gelungen finde ich, dass Regina Maria Kaiser Hildegard von Bingen in ihrer Gänze darstellt. Das Leben von Hildegard wird in all seinen Facetten aufgezeigt. Sie wird nicht nur auf die Kräuterkundige reduziert, als die sie in den Medien leider häufig dargestellt wird. Stattdessen zeigt die Autorin, wie vielseitig, klug, mutig und offen Hildegard war. Gleichzeitig wird sie aber auch sehr menschlich beschrieben: als Frau, die von Krankheit gebeutelt ist, mit Widerständen umgehen muss und dennoch ihren Weg findet.
Gerade diese Mischung hat mich überzeugt. Hildegard erscheint nicht wie eine ferne, unnahbare historische Figur, sondern wie ein Mensch mit Begabung, Stärke, Zweifeln und körperlichen Grenzen. Durch dieses Buch habe ich sehr viel Neues über Hildegard von Bingen erfahren und ihr Leben und Wirken noch einmal ganz anders wahrgenommen.
Für mich ist „Hildegard von Bingen“ ein sehr gelungenes Buch über eine beeindruckende Frau, die ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus war. Regina Maria Kaiser schafft es, Geschichte spannend, nahbar und zugleich respektvoll zu erzählen.
Rezensionen von Ruth:
Ellen von Franziska zu Reventlow
Radikaler Werdegang
Fr
Dieser Roman, 1903 unter dem Titel „Ellen Olestjerne“ erstmals erschienen, ist das Debut der 1871 in Husum geborenen Gräfin Franziska von Reventlow. Der Reclam-Verlag hat ihn nun in seiner lobenswerten Reihe „Klassikerinnen lesen“ in einer hochwertigen Ausgabe neu und mit einem Nachwort versehen herausgebracht.
Der Verlag stellt hier bewusst Autorinnen in den Mittelpunkt, die zu Unrecht beinahe vergessen sind und deren Wiederentdeckung sich lohnt. Lesenswert ist dieses Buch, das sich stark an der Biographie der Autorin orientiert, auf jeden Fall. Es wirkt immer noch erstaunlich modern, denn so radikal seinen eigenen Weg gehen, ist heute ebenfalls nicht einfach, auch wenn die Zwänge andere sind.
Franziska von Reventlow erzählt hier die Geschichte ihrer Protagonistin von den ersten Lebensjahren bis zur Geburt ihres Kindes. Es ist ein ständiger Prozess des Suchens nach dem eigenen selbstbestimmten Weg, der am Schluss des Romans noch nicht beendet ist.
Ellen wächst mit ihren vier Geschwistern in einer norddeutschen Adelsfamilie auf. Disziplin und gesellschaftliche Konventionen schränken den Alltag ein. Ellen sticht schon sehr früh durch ihr rebellisches, wildes Verhalten heraus: „Schlimmer Widerspruchsgeist und kindischer Trotz“ attestiert sie sich selbst. Gern tollt sie mit ihren Brüdern draußen herum, was bei ihr aber nicht geduldet wird. Wie gern wäre sie ein Junge, für den mehr Freiheiten gelten. Sie fühlt sich überflüssig zwischen ihren Brüdern, zurückgesetzt und ungeliebt. Die Mutter ist eine strenge Frau, die wenig Verständnis für ihre aufsässigeTochter aufbringt. Zum Vater fühlt sich Ellen hingezogen, doch der entzieht sich meist seiner Erziehungsaufgabe. Eine intensive Beziehung pflegt sie zu ihrem Bruder Detlev, der sie mit neuen Menschen, neuen Ideen in Kontakt bringt. Durch ihn und seinen Freundeskreis kommt sie in Berührung mit den Schriften von Ibsen und Nietzsche und fühlt sich in ihrem Selbstverständnis bestätigt: „…aber nun ging es mir plötzlich auf, dass jeder ein unveräußerliches Recht an sein Ich und sein eigenes Leben hat.“ Was für revolutionäre Gedanken für eine junge Frau in dieser Zeit, die zuerst den Eltern und dann dem Ehemann gehorchen sollte.
Die Eltern versuchen, ihre Tochter in die gewünschten Bahnen zu lenken, doch alle Versuche scheitern an ihrem Widerstand gegen jegliche Bevormundung. Aus dem Mädchenpensionat wird Ellen wegen ungebührlichem Verhalten verwiesen, aus dem Pfarrhaus flüchtet sie, obwohl ihr hier mehr Verständnis entgegengebracht wird.
Gegen den Willen der Eltern erkämpft sie sich eine Ausbildung zur Lehrerin. Doch dies soll für sie nur ein Sprungbrett sein, um ihrem eigentlichen Ziel, Malerin zu werden, näher zu kommen.
In den Künstlerkreisen in Schwabing versucht sie Fuß zu fassen. Hier trifft sie auf Freigeister, die ein Leben jenseits der Konventionen führen. „Es war ein ununterbrochenes Fest; …Leben und übermutige Lust.“ Sie stürzt sich in das Münchner Bohème-Leben und entdeckt hier ihre Sexualität in wechselnden Affären.
Ellens Liebesbeziehungen sind allesamt kompliziert, denn obwohl sie sich nach Liebe sehnt, erträgt sie keine einengende Bindung. Sie verlobt sich mit einem Juristen, der ihr viele Zugeständnisse macht und Freiheiten lässt. Das nutzt Ellen schamlos aus, die Ehe wird zwei Jahre später geschieden.
Der Roman endet mit der Geburt ihres Kindes. Ihm will sie all ihre Liebe geben, über alle Widrigkeiten hinweg.
Die Erzählweise ist eher konventionell , folgt der chronologischen Entwicklung. Der Roman lebt von seinen genauen Beobachtungen und Beschreibungen, von Reflexionen und tiefen Einblicken in das Gefühlsleben der Hauptfigur. Aufgelockert wird der Text durch Tagebucheinträge und Briefe, für die die Autorin ihre eigenen früheren Aufzeichnungen benutzt hat. Das schafft Authentizität und eine zusätzliche Nähe zur Figur. Formal bietet der Roman also wenig Innovatives , dafür ist der Inhalt umso skandalöser: Eine Frau, die so radikal mit den Konventionen bricht, sich in keine der üblichen Schablonen pressen lässt, sondern sich stattdessen alle Freiheiten nimmt.
Der Preis ist hoch, den Ellen dafür bezahlen muss: den Bruch mit der Familie, Scheidung, Depressionen, Fehlgeburten, Armut und Existenznot.
Davon schreibt Franziska von Reventlow, ungeschönt und schonungslos. Als Identifikationsfigur eignet sie sich nicht. Zu radikal verfolgt sie ihre eigenen Bedürfnisse, verletzt die Gefühle auch derjenigen, die es gut mit ihr meinen.
Genauso wenig lässt sich die Autorin als Galionsfigur der Emanzipation vereinnahmen. Zu wenig programmatisch ist ihr Ansatz, zu sehr führt sie einen Kampf für ihre individuelle Befreiung.
So erleben wir mit Ellen eine Figur voller Widersprüche, auch mit Selbstzweifeln und mit der ständigen Gefahr zu scheitern, eine zutiefst menschliche Figur.
Das interessante Nachwort stammt von Kerstin Decker, die zuvor schon eine Biographie über Franziska von Reventlow veröffentlicht hat. Sie zeichnet hier kurz den Lebensweg der Autorin nach, zieht Verbindungen zu Persönlichkeiten, die deren Weg kreuzten und erklärt, warum man dieses Buch heute noch lesen soll: „ Weil es die Geschichte eines Weges zu sich selbst ist,…Weil der Ruf „Werde, der du bist!“ selten so rückhaltlos befolgt wurde.“
Rezensionen von Danshi:
Forever Starts Tomorrow von Nike Sellberg
Ostseefeeling zum Wohlfühlen
Anna steht nach einer unerwarteten Trennung vor einem Scherbenhaufen und wagt einen Neuanfang an der Ostsee. Dort warten allerdings nicht nur ein alter Leuchtturm und ein Café auf sie, sondern auch einige Herausforderungen und viele liebenswerte Menschen.
Besonders gefallen haben mir die Figuren.
Anna macht im Laufe der Geschichte eine schöne Entwicklung durch und wächst einem immer mehr ans Herz. Henk mochte ich mit seiner ruhigen, etwas grummeligen Art ebenfalls sehr. Mein heimlicher Liebling war allerdings Tokyo, der immer wieder für herzerwärmende und auch humorvolle Momente sorgt. Auch die Dorfgemeinschaft, Annas Schwester mit ihrer Familie und die vielen kleinen Begegnungen verleihen der Geschichte eine besondere Wärme.
Ein echtes Highlight war für mich das Setting. Ich lese ohnehin sehr gern Romane am Meer und konnte mir den Leuchtturm, das Café und die Ostseekulisse wunderbar vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Ich mag Geschichten, die mit einem guten Gefühl enden, und genau das ist hier gelungen. Der Abschluss passt für mich sehr gut zur Atmosphäre des gesamten Romans und rundet die Geschichte stimmig ab.
Wer Lust auf eine warmherzige RomCom mit Ostseeflair, sympathischen Figuren, einem charmanten Leuchtturm und einem vierbeinigen Liebling hat, sollte unbedingt zugreifen. Für mich war es eine wunderbare Sommerlektüre, die mich bestens unterhalten hat.
Rezensionen von Lulu24:
Alice im Land der Ideen von Roger-Pol Droit
Märchenreise in die Philosophie
Angelehnt an die Geschichte von Alice im Wunderland unternimmt die Protagonistin gleichen Namens eine Reise in das Land der Ideen. Alice ist ein junges Mädchen, das auf der Suche nach Sinn und Orientierung in ihrem Leben ist und nun in eine märchenhafte Welt gerät, die grob an Lewis Carroll erinnert, aber von Philosophen verschiedener Epochen und Kulturen bewohnt wird.
Alice hat bei Ihrer Reise vier Begleiter:
Eine kluge und eine verrückte Maus verkörpern Verstand und Kreativität, die sich ergänzen, um das Denken zu neuen Erkenntnissen zu führen.
Die Fee der Widerrede erinnert sie regelmäßig an die zwei Seiten einer Medaille und stellt immer wieder neu in Frage, was in der geschlossen und logisch wirkenden Argumentation eines Philosophen zu eindeutig scheint.
Und das Känguru schließlich hält stets die richtige Karteikarte mit Quellennachweisen und Zitaten bereit.
So gelingt es dem Autor Roger-Pol Droit, spielerisch, aber trotzdem sehr fundiert verschiedenste Philosophen und ihre Gedanken vorzustellen, mit prägnanten Zitaten zu verknüpfen und zugleich auch immer wieder einzuordnen und etwas zu relativieren, so dass Alice (und mit ihr der Leser) auf der Suche nach der Wahrheit bleibt, was für das Philosophieren schließlich das Wichtigste ist, denn die vermeintlich sichere Wahrheit ist der Tod jeder Philosophie!
Diese Kombination von ernsthafter Philosophie und märchenhaft spielerischer Erzählweise ist streckenweise etwas ungewohnt, aber durchaus reizvoll. Als (eher) junge Erwachsene hat mir die Reise in die Märchenwelt meiner Kindheit kombiniert mit etwas Gehirntraining gut gefallen. Besonders gelungen finde ich auch die Zitate am Ende jedes Kapitels, die Alice für ihr geplantes Tattoo sammelt: ein geschickter handwerklicher Kniff des Autors, um jedes Kapitel und jeden Philosophen noch einmal mit einer zentralen Aussage im Gedächtnis zu verankern!











