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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annabell95:

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Strandopfer von Frank Goldammer

Bernstein-Opfer

Lena Schuldt wird an die polnische Ostseeküste geschickt, weil ein deutscher Urlauber tot am Strand liegt. Was wie ein Unfall aussieht, wird sofort rätselhaft, als man einen großen Bernstein im Mund des Toten findet. Nur kurze Zeit später wird die zehnjährige Luisa, die Tochter einer Bekannten des Verstorbenen, als vermisst gemeldet.

Gemeinsam mit dem polnischen Ermittler Adam Krawczyk nimmt Lena die Urlaubergruppe in einer Villa ins Visier. Alle wirken nervös, jeder hat Geheimnisse, und niemand sagt die ganze Wahrheit. Als ein zweiter Mensch unter denselben mysteriösen Umständen stirbt, wird klar, dass ein Täter gezielt zuschlägt und dass die Zeit knapp wird, um Luisa zu finden.

"Strandopfer" ist der Auftakt in eine neue Krimi-Reihe mit dem deutsch-polnischen Ermittler-Duo.

Die Grundidee mit dem deutsch-polnischen Ermittler-Duo, kulturellen Reibungspunkten und der Ostsee-Atmosphäre ist sehr interessant, doch leider war die Handlung selbst etwas durchwachsen und Potenzial ging verloren.

Ansich lässt sich der Schreibstil ganz gut und flüssig lesen. Da die Handlung sich an der polnischen Ostseeküste abspielt, werden auch polnische Ausdrücke und Sätze eingebaut, die aber leicht zum Stolperstein werden und dadurch den Lesefluss hemmen.

Die Handlung wird hauptsächlich aus der Perspektive von Lena erzählt. Es plätschert eher vor sich hin, als dass wirklich ermittelt wird. Viele Szenen verlieren sich in Nebensächlichkeiten, Wiederholungen ziehen sich durch das Buch, und die Entscheidung, ausschließlich aus Lenas Perspektive zu erzählen, nimmt der Geschichte auf Dauer die nötige Spannung. Ein Perspektivwechsel hätte hier viel Dynamik bringen können.

Sehr geprägt wurde die Handlung von Vorurteilen gegenüber Polen. Sie nahmen etwas überhand und irgendwann haben sie nur noch genervt.

Über die Hauptprotagonistin Lena erfährt man in diesem Band schon sehr viel. Ihre schwierige Kindheit macht sie greifbar, aber ihre Vergangenheit wird so ausführlich und so oft wiederholt erzählt, dass der eigentliche Fall immer wieder in den Hintergrund rückt. Adam dagegen bleibt noch sehr blass. Man erfährt kaum etwas Privates über ihn, was die Dynamik des Duos unausgewogen wirken lässt.

Mein Fazit:
Ein Krimi mit interessanter Grundidee und atmosphärischem Stil, der sich aber zu sehr in Vorurteilen, Wiederholungen und Lenas Vergangenheit verliert. Die Spannung bleibt auf der Strecke, was sehr schade ist, denn das Ermittler-Duo hätte viel Potenzial.

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Strandopfer

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

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Anathema von Keri Lake

Richtig düster

Ich hab mit Dark Fantasy bisher wenig Erfahrung, finde die Altersempfehlung aber sehr angemessen, die Geschichte ist voller Gewalt und Brutalität und auch die mittelalterlich antiquierten Ansichten sind nicht ganz ohne. Ich lese ja auch gerne mal brutale Thriller oder Horror, aber das hier geht anders an die Substanz.

Dafür, dass das Buch verhältnismäßig dick ist, hat die Geschichte eher einen slow pace und kommt vor allem in der ersten Hälfte eher schwer in de Gänge. Dabei waren die ersten Seiten wirklich absolut stimmungsvoll und gruslig. Aber danach flacht es irgendwie erstmal sehr ab. Auch in Sachen Lovestory (und in meinen Augen ist das hie recht keine Lovestory) tut sich ewig nichts, bevor die beiden Protagonisten sich überhaupt das erste Mal live treffen.

Das Worldbuilding fand ich absolut gelungen, es ist schauerlich und düster, voller dunkler Magie und erschreckenden Wesen. Maevyth mausert sich zu einer ziemlich starken Protagonistin mit echt coolen Fähigkeiten. Nachdem ich die Charaktere aus der ersten Hälfte des Buches wenig bzw. nur negativ bemerkenswert fand, kommen in der zweiten Hälfte ein paar ziemlich coole Nebencharaktere hinzu.

Gegen Ende hin hat mir das Buch immer besser gefallen aber es gibt auf jeden fall noch Luft nach oben für den zweiten Band.

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Anathema

Rezensionen von Ryria:

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Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Das Streben nach Wissen und Antworten

In einem unterirdischen Bunker sind 39 Frauen und ein Kind seit über zehn Jahren in einem Käfig gefangen, bewacht von wenigen Männern, die ihnen Essen bringen, aber ansonsten nicht mit ihnen interagieren. Durch einen Zufall können sie fliehen, aber wartet draußen wirklich die Freiheit oder nur ein neuer Käfig?
Diese kürzlich wieder bekannt gewordene Geschichte ist so ziemlich das Gegenteil eines Wohlfühlbuchs.

Es ist alles sehr bedrückend, trostlos und deprimierend, nur unterbrochen von kleinen Lichtmomenten. Und trotzdem liest man weiter, genau wie die Charaktere immer auf der Suche nach Antworten und Erklärungen: Wer hat sie eingesperrt, sind sie noch auf der Erde, was ist passiert - und vor allem das große Warum?

Es soll vorweg gesagt sein: Es ist viel Platz für Spekulationen und Theorien, aber sichere Erklärungen wird man nicht bekommen, was durchaus frustrierend sein kann. Vor der persönlichen Geschichte der Autorin macht dies aber doch durchaus irgendwie Sinn. Harpman musste als Kind im zweiten Weltkrieg nach Marokko fliehen, ein großer Teil ihrer Familie wurde in Auschwitz ermordet. Wer könnte besser aus der Sicht eines Kindes schreiben, das in einer fremden Welt erwachsen wird, umgeben von Menschen, die ihr altes Leben vermissen, und dem allgegenwärtigen, sinnlosen Tod?
So betrachtet liest sich das Buch sehr persönlich, funktioniert aber auch unabhängig davon.
Die Nebencharaktere bleiben größtenteils eher blass, dafür taucht man tief in die Gedankenwelt der namenlosen Erzählerin ein.
Sie erkundet nicht nur die fremde Welt, sondern auch die Konzepte der Menschlichkeit und ihr neue Gefühle, immer begleitet von einem Durst nach Wissen.
Eine Geschichte, die unter die Haut geht und mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Ich, die ich Männer nicht kannte

Rezensionen von Tara:

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All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Juna und Martha

„All die Farben, all das Licht“ ist das gelungene Debüt der Autorin und Journalistin Cora Wucherer.

Die 17-jährige Juna leidet unter dem Usher Syndrom. Das bedeutet den Verlust des Seh- und des Hörvermögens. Ihr Traum war es Malerin zu werden und es gibt nichts, was sie lieber macht als zu zeichnen.

Ihre vier Jahre jüngere Schwester Martha ist vollkommen anders als Juna, wodurch es zwischen den beiden immer wieder zu Unstimmigkeiten kommt. Martha fühlt sich zurückgesetzt und unsichtbar. Als es aber darum geht, dass Juna unbedingt nach Malmö reisen möchte, um ihr Lieblingsgemälde der Künstlerin Lotte Laserstein zu sehen, ist es Martha, die diese Reise organisiert.

Cora Wucherer schreibt lebendig und einfühlsam. Schon nach wenigen Seiten hatte ich eine gute Vorstellung von den beiden Protagonistinnen und ihrer familiären Situation.
Da die Ereignisse im Wechsel aus der Perspektive von Martha und Juna erzählt werden, konnte ich mich gut in die beiden einfühlen.
Durch die gemeinsamen Erlebnisse und Herausforderungen wird aus geschwisterlicher Rivalität Zusammenhalt.

Obwohl die Autorin hier eine Vielzahl von Themen anspricht, wirkt die Handlung nicht überfrachtet.
Der frühe Tod der Mutter, die Krankheit von Juna, die daraus resultierende gefühlte Unsichtbarkeit Marthas, der beschäftigte Vater, die Künstlerin Lotte Laserstein, romantische sowie bedrohliche Momente, ein Roadtrip und vieles mehr werden hier kunstvoll miteinander verbunden.

Mich hat das Buch überrascht und berührt. Es ist ein intensiver Roman über das Leben, der zeigt, dass das Leben keineswegs immer gradlinig verläuft und voller Herausforderungen steckt.

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All die Farben, all das Licht

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Sunset Flip von Joey Goebel

The Aug

Mit Sunset Flip erzählt Joey Goebel eine Geschichte, die sich in der Welt des Wrestlings bewegt – einem Thema, das mir persönlich eher fremd ist. Entsprechend brauchte ich etwas Zeit, um mich mit den typischen Begriffen und Strukturen dieses Milieus vertraut zu machen. Ein Glossar hätte den Einstieg erleichtert und manche Orientierungshilfe geboten.

Besonders gelungen fand ich den szenenhaften Aufbau des Romans. Die einzelnen Kapitel wirken wie Momentaufnahmen, die der Handlung eine besondere Dynamik verleihen. Zwar musste ich mich zunächst an diese Erzählweise gewöhnen, doch die Zeitangaben halfen dabei, den Überblick zu behalten. Nach und nach fügen sich die verschiedenen Zeitebenen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, das die Geschichte zunehmend greifbar macht.
Im Mittelpunkt steht Auggie Schnuck, ein vielschichtiger und interessanter Charakter. Seine Entwicklung wird überzeugend dargestellt und geschickt über die verschiedenen Zeitebenen erzählt. Gerade diese schleichende Veränderung der Hauptfigur bildet den eigentlichen Reiz des Romans.
Allerdings empfand ich die Handlung stellenweise als zu langatmig und ausschweifend. Spannung entsteht hier weniger durch dramatische Wendungen als durch die allmähliche Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehungen. Das sorgt zwar für Tiefe, verlangte mir als Leserin jedoch auch Geduld ab.

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Sunset Flip

Rezensionen von Tara:

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Die vergessene Tochter von Soraya Lane

Emotional & fesselnd

„Die vergessene Tochter“ ist bereits der siebte und vorletzte Band der Familiengeheimnis-Saga der in Neuseeland lebenden Autorin Soraya Lane. Die Handlungen sind jeweils in sich abgeschlossen und es ist nicht notwendig, zuvor die anderen Bände zu lesen.

Auch dieses Mal erzählt die Autorin in 34 kurzen Kapiteln, die zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart wechseln, zwei Liebesgeschichten.

Das Konzept ist immer gleich, aber jede Geschichte für sich ist einzigartig.

Die Vergangenheit führt nach Norwegen in die 1950er Jahre und es dreht sich alles um das Dienstmädchen Amalia und Oskar, den Sohn einer wohlhabenden Familie. Oskars Eltern sind nicht bereit, die Liebe der beiden zu akzeptieren.

Die Gegenwart beginnt in London. Charlotte erhält von Hope Berenson - die ein Heim für unverheiratete Mütter und ihre Babys geleitet hat - ein Kästchen für ihre Großmutter von ihrer Mutter. Charlotte ist verwirrt, da ihre Urgroßmutter noch lebt. In der Schachtel befindet sich ein Wappen eines norwegischen Hotels am Fjord.

Soraya Lanes Schreibstil liest sich angenehm leicht und flüssig. Sie versteht es Gefühle lebendig werden zu lassen, beschreibt ihre Charaktere authentisch und facettenreich.

Der stetige Wechsel zwischen den beiden Erzählsträngen sorgt für Spannung und mich haben die Ereignisse in der Vergangenheit ebenso gefesselt wie die in der Gegenwart. Die Autorin hat Gegenwart und Vergangenheit wieder einmal gekonnt miteinander verwoben.
Die unterschiedlichen Erzählperspektiven und Zeitebenen machen die Ereignisse abwechslungsreich.

In diesem Band haben mir die Landschaftsbeschreibungen Norwegens besonders gut gefallen und ich habe direkt Lust bekommen, dorthin zu reisen.

Nicht nur inhaltlich sondern auch optisch hat das Buch einiges zu bieten. Abgesehen von dem stimmungsvollen Cover und Innencovern beginnt jedes Kapitel mit einer kleinen stimmigen Illustration. Eine Kleinigkeit, die das Leseerlebnis für mich gelungen abgerundet hat.

Wer Familiengeschichten, tiefe Emotionen, spannende Geheimnisse mag und gerne in die Atmosphäre Norwegens eintauchen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Auf den abschließenden Band, in dem nun endlich auch Hopes Geschichte beleuchtet werden soll, bin ich mehr als gespannt.

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Die vergessene Tochter

Rezensionen von marcialoup:

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Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Auseinandersetzungen

Eva, Anfang 30, Biologin, kehrt nach einem tragischen Schicksalsschlag ihrem Mann den Rücken zu, zumindest für drei Monate. Sie zieht in ein Haus im Wald, das sie als willkommene Abwechslung aus dem traurigen Alltag sieht, den Eva nicht mehr erträgt. Durch Zufall bekam sie dieses Arbeitsangebot, den als vermeintlich ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu finden und zeitgleich das Waldstück zu kartografieren.

Eva sagte dies ihrem Mann aber erst, als sie schon unterwegs zum Waldhaus war…
In unmittelbarer Nachbarschaft lernt Eva die 76-jährige, griesgrämig-kauzige Einsiedlerin Olga kennen, von der Eva quasi bei jedem Treffen unliebsam angeblafft wird. Bis verschiedene Umstände die beiden zusammenbringen, weil sie merken, dass sie nur gemeinsam z.B. auch gegen Umweltzerstörer vorgehen können. Denn der norwegische Wald ist gefährdet.

Für uns Leser entblättert sich Olga’s Geschichte nach und nach und zeigt ihr schweres Leben. In der Stille und Einsamkeit des Waldes wartet dir ruhige Stunde nur darauf, dass sich die Protagnistinnen mit ihren Schicksalen, mit sich selbst und auch gegenseitig auseinandersetzen. Dabei ist die Natur ein trostreicher Helfer, die im Übrigen ganz zauberhaft beschrieben ist. Bis auch diese noch ein Leck bekommt…

Farbenfroh, dicht und klar beschreibt die Autorin die Natur. Man riecht den feuchten Waldboden, hört Vögel zwitschern und ist umgeben von üppigem Grün, wenn man Eva bei den langen Wanderungen mit ihrer Hündin Orca begleitet, auf der Suche nach dem Eremitenkäfer. Die Geschichte erzählt mal von Eva, mal von Olga und in regelmäßigen Kapiteln kommen beide zusammen. Ebenso sind Tagebucheinträge Evas‘ über den Hergang und Fortschritt ihrer Arbeit eingefügt.
Es ist ein stilles Buch, das über die Umweltzerstörung trotzdem aufrüttelt und mit angenehmem Klang die Vergangenheiten der beiden Protagonistinnen aufarbeitet.
Das Cover gefällt mir sehr gut im Farbenspiel und in der Haptik und passt zum Inhalt!

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Der Einsiedlersommer

Rezensionen von Sina:

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Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Eine Welt voller Rätsel und Fragen

Der in Frankreich bereits 1995 erstmals veröffentlichte Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman gehört mittlerweile zu den modernen Klassikern und gilt als wichtiges Werk der feministischen Literatur.

Die namenlose Hauptfigur ist zusammen mit 39 weiteren Frauen in einem Käfig unter der Erde eingesperrt.

Kontakt zur Außenwelt besteht keiner und die einzigen anderen Menschen, die sie zu Gesicht bekommen sind einige Wachmänner, die aufpassen, dass die Frauen keinen Fluchtversuch unternehmen, sich etwas antun oder Körperkontakt miteinander aufnehmen.
Eines Tages passiert etwas völlig Unerwartetes, woraufhin die Männer fliehen. Nach einer Art Schockstarre trauen sich die Frauen irgendwann aus ihrem Käfig, doch die Welt da draußen ist gänzlich anders als sie erwartetet hatten. In der Hoffnung Zivilisation oder sonst irgendetwas zu finden, ziehen sie fortan ziellos umher.

Anfangs noch recht gefesselt von der sonderbaren Ausgangssituation und den Fragen und Gedanken, mit denen sich die Hauptfigur befasst, verlor ich leider recht schnell das Interesse an der Geschichte. Die Handlung wurde nach Befreiung der Frauen aus dem Käfig repetitiv und Spannungskurven gab es bis zum Schluss keine mehr.
Die Gedanken und Gefühle der Protagonistin sind realistisch und nachvollziehbar und werfen viele spannende Fragen und Gedanken auf. Die anderen Frauen hingegen wirkten für mein Empfinden gleichermaßen eindimensional, als auch authentisch. Sie definierten sich zum Großteil durch ihre Beziehungen (zu Männern), welche sie vor der Gefangenschaft führten. Was ist der Mensch ohne ihn prägende Gesellschaft, Geschlechterrollen oder Kultur?
Letztlich bleibt man als Leser:in mit mehr Fragen als Antworten zurück.

Für mich wird der Roman dem Hype leider nicht gerecht. Ich sehe hier wenig bis keinen feministischen Ansatz und hätte mir mehr Antworten gewünscht.

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Ich, die ich Männer nicht kannte

Rezensionen von robertp:

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Klein aber tot von Jo Fischler

Liora Märklin

Liora Märklin. Nein, das ist keine Minieisenbahn, sondern das geheime Liebesobjekt von Kommissar Johannes Jojo Wunder. Wiewohl Mini stimmt auch, denn dieser Krimi spielt in Knuffigen einem Hamburger Miniaturwunderland (hat eine eigene Webadresse!), welches mir bis dato unbekannt war.
Krimimäßig spielt sich anfangs noch nicht viel ab, eine Brandstiftung im Schloss muss geklärt werden und der Hund des neuen Polizeichefs sollte Gassi gehen.

Relativ einfache Aufgaben - sollte man ¬meinen. Tatsächlich kommt der Polizist relativ rasch in Schwierigkeiten, als eine Leiche gefunden und seine Mutter sowie Liora zu den Hauptverdächtigen gehören. Mit Hilfe vieler Freunde und dem Bernhardiner gelingt die Aufklärung des Mordes, jedoch die Brandstiftung bleibt unaufgeklärt.
Ring frei für weitere Abenteuer aus dem Miniaturwunderland also und das wird auch vom Autor Jo Fischler bestätigt. Figuren und Fahrzeuge des Romans sind bereits in Hamburg zu begutachten. Solange also Interesse an den Abenteuern der Polizei von Knuffingen besteht werden diese auch niedergeschrieben werden. Lose Enden gibt es ja genug und die Liebe hat sich vorerst nur als zartes Pflänzchen einen Platz im Roman erkämpft.
Für alle die einen sympathischer Ermittler in einer etwas nach Toy Story klingenden Umgebung kennenlernen wollen und sich mit den Figuren (auch im eigentlichen Sinn des Wortes) eines Miniatuswunderlandes auseinandersetzen wollen. Der Kommissar und alle weiteren Bewohner sind bereit ihre Geheimnisse zu offenbaren, allerdings frühestens im nächsten Band.

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Klein aber tot

Rezensionen von Claudia R.:

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Im Auge des Sturms von Markus K. Korb

tolle Kurzgeschichtensammlung

Klappentext / Inhalt:

Wenn in verfallenen Villen und venezianischen Weinkellern Geheimnisse lauern, die lieber unentdeckt geblieben wären_…
Wenn Liebe, Wahnsinn und Wiederkehr sich mischen – zwischen einer Frau im Meer, einem dämonischen Lächeln und den lebenden Toten an der Tankstelle …
… dann bist du mitten im Auge des Sturms!
Zwanzig Erzählungen aus der Phantastik, mit kurzen Einleitungen des Autors

Cover:

Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und gespenstisch und setzt die Thematik und die Atmosphäre dieser Kurzgeschichten Sammlung sehr gut um.

Ein Schiff auf See im Angesicht eines Sturmes und im Hintergrund ist ein Totenschädel am Himmel erkennbar. Die Dramatik und Düsternis ist hier auf dem Cover bereits sehr gut abgebildet und veranschaulicht. Auch die Farbwahl ist passend und das Ganze sehr spannend umgesetzt, so dass die Neugier auf das Buch geweckt wird.

Meinung:

Eine Sammlung an unterschiedlichen Kurzgeschichten, egal ob Zombie, übernatürliche Phänomene oder Gespenster, weiß durch Dramatik, Düsternis und Spannung zu überzeugen. Jeder der Geschichten ist anders und überrascht, verstört oder regt auf eigene Art und Weise zum Nachdenken an.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu sehr ins Detail gehen.

Wer Phantastik der Art Horror, Übernatürlichem und Gespenstischem mag, wird hier einige sehr gelungene und überraschende Geschichten finden. Auch poetisch angehauchtes und Geschichten mit Tiefe trifft man hier an. Jede Geschichte steht für sich. Mal länger mal kurzer und jede für sich eine andere Wendung und Überraschung. Manche konnten mich voll und ganz überzeugen, andere haben mich mit Fragezeichen zurückgelassen und manche hallen noch immer nach.

Die Sammlung ist vielschichtig und sehr unterschiedlich. Die Geschichten unterscheiden sich durchaus recht doll voneinander. Neben Gespenstern und Mumien, trifft man hier auch auf eigensinniges und dem hauch zwischen Wahnsinn und Realität. Manche Geschichte nehmen einen schnell gefangen, andere starten leicht und hallen am Ende lange nach. So ist jede Geschichte anders und besonders. Genau diese Mischung hat mir so gut gefallen.

Toll fand ich auch, dass man zu Beginn der Geschichte eine kleine Einleitung erhält und mehr zu Hintergründen oder Entstehung der Geschichte erfährt. Dies fand ich sehr interessant und toll.

Die Anfänge der Geschichten waren sehr gut erkennbar und deutlich hervorgehoben. Die einleitenden Worte waren toll gewählt und auch der Schreibstil und die Umsetzung der Geschichten fand ich gut gemacht.

Bei dieser Anthologie gab es Kurzgeschichten, die mich mehr und einige, die mich etwas weniger erreichen konnten, aber im Großen und Ganzen fand ich die Sammlung sehr überraschend und gut gemacht. Spannend und fesselnd haben mich mehrere Geschichten mitgenommen und teils auch durchaus nachdenklich berührt.

Fazit:

Eine Sammlung an unterschiedlichen Kurzgeschichten, egal ob Zombie, übernatürliche Phänomene oder Gespenster, weiß durch Dramatik, Düsternis und Spannung zu überzeugen.

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Im Auge des Sturms