Kunden em pfehlungen
Rezensionen von FogandBooks:
All the things I didn't say von Ann Liang
Mehr als nur Highschool-Drama
Mit All the Things I Didn't Say hat Ann Liang ein Buch geschaffen, das mich auf eine Weise berührt hat, die ich anfangs gar nicht so recht kommen sah. Manchmal sträubt man sich ein wenig, in eine neue Geschichte einzutauchen, und braucht ein paar Kapitel, um den Rhythmus der Seiten zu finden. Doch wenn einen die Atmosphäre erst einmal gepackt hat, lässt sie einen so schnell nicht mehr los.
Liang entwirft hier kein typisches, klischeehaftes Highschool-Drama, sondern ein emotionales und unheimlich dichtes Porträt über den unendlichen Druck, perfekt sein zu müssen, und die lähmende Angst vor den eigenen, ungeschönten Gefühlen.
Das Setting der australischen Schule wird dabei so lebendig und greifbar, dass man beim Lesen fast das Gefühl hat, selbst durch die Gänge zu laufen und das tuschelnde Chaos nach der großen Katastrophe hautnah mitzuerleben. Im Zentrum steht Sadie Wen, eine absolute Vorzeigeschülerin und Schulsprecherin, deren vermeintlich makellose Fassade Risse bekommt, als ihre nie abgeschickten E-Mail-Entwürfe, voller Frust und bitterer Wahrheit, an die gesamte Schule versendet werden. Ab diesem Moment verwandelt sich ihr Leben in einen emotionalen Trümmerhaufen, und man leidet, bangt und hofft unweigerlich mit ihr mit. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Sadie gezwungen wird, den Raum des bloßen Funktionierens zu verlassen und zu lernen, was es wirklich bedeutet, zu sich selbst und der eigenen Meinung zu stehen.
Manchmal muss den Menschen erst der Spiegel vorgehalten werden, ehe sie sehen, welches Verhalten sie an den Tag legen.
Neben Sadie lebt die Geschichte vor allem von Julius Gong. Was als harter, von tiefer Konkurrenz geprägter Schlagabtausch beginnt, entwickelt sich zu einer unheimlich einnehmenden Dynamik. Julius wirkt anfangs arrogant und unnahbar, doch gemeinsam mit Sadie blickt man als Leser hinter seine Schutzmauern und entdeckt einen verletzlichen Kern, der von familiärem Erwartungsdruck gezeichnet ist. Die langsame Entwicklung zwischen den beiden ist eine absolute Slow-Burn-Romance, die sich wunderbar unaufgeregt in die Handlung einflicht. Sie drängt sich nicht laut in den Vordergrund, verleiht der Geschichte aber genau jene emotionale Tiefe, die einen das Buch schlussendlich regelrecht verschlingen lässt.
Auch die Nebencharaktere, wie Sadies wunderbar chaotische Freundin Abigail, bringen eine ganz eigene, authentische Note hinein. Sie zeigen, dass aus gut gemeinten Absichten manchmal das größte Chaos entstehen kann, und bieten Sadie genau den emotionalen Rückhalt, den sie in dieser turbulenten Zeit braucht. All the Things I Didn't Say ist für mich weit mehr als ein klassischer Young-Adult-Roman. Es ist eine ehrliche, freche und zugleich tiefgründige Geschichte über das Erwachsenwerden, die einen unweigerlich an die eigene Schulzeit zurückdenken lässt. Ein Buch, das zeigt, wie viel Kraft in den Dingen steckt, die wir eigentlich verschweigen wollen, und das ich jedem, der tiefgründige Charakterentwicklungen und eine authentische Liebesgeschichte sucht, nur wärmstens ans Herz legen kann.
Rezensionen von PucKker:
Der 30-Gramm-Plan von Emma Bardwell
Kein einziges Rezeptbild
Da ich selbst manchmal Schwierigkeiten habe, auf genügend Ballaststoffe zu kommen, klang dieses Buch für mich erst einmal sehr interessant. Der Theorieteil nimmt ungefähr das erste Drittel des Buches ein. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist das sicherlich hilfreich, wer sich aber schon etwas länger mit Ernährung beschäftigt und bereits einige Bücher zu dem Thema gelesen hat, wird hier vermutlich nicht viel Neues finden.
Mir persönlich war der Inhalt etwas zu oberflächlich.
Größer war für mich allerdings die Enttäuschung beim Rezeptteil. Mit rund 60 Rezepten ist die Auswahl ohnehin nicht riesig, was grundsätzlich kein Problem wäre. Was mich jedoch wirklich überrascht hat: Es gibt kein einziges Rezeptfoto. Gerade bei einem Kochbuch finde ich Bilder wichtig, weil sie Lust aufs Nachkochen machen und Orientierung geben. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst gelesen.
Die Rezepte selbst wirken überwiegend einfach und alltagstauglich, konnten bei mir aber wenig Begeisterung auslösen. Insgesamt fehlte mir etwas die Inspiration und die Vorfreude aufs Ausprobieren. Zwar finde ich die Grundidee des Buches nach wie vor sinnvoll und interessant, allerdings konnte die Umsetzung nicht mit den Erwartungen mithalten, vor allem angesichts des Preises.
Rezensionen von readpassion9:
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Spannungsroman mit Urlaubsfeeling
Mia tritt ihren neuen Job als Jogalehrerin in dem Luxusresort Platô Beach in Portugal an. In ihren Kollegen Yanis verliebt sie sich vom ersten Blick an. Doch wieso sind ihre anderen Kollegen abweisend, fast feindselig? Und welchen Grund hat Mia, ihren Job in Deutschland zu kündigen? Dann gibt es einen Toten und die Stimmung wird drückend.
"Summer Heat" hörte sich vielversprechend an, die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht. Allerdings hat der Thriller meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt, zu wenig Thrill, zu wenig Spannung.
Was man bekommt: Viel Lovestory, Urlaubsfeeling, Mobbing, die Atmosphäre eines luxuriösen Resorts vor idyllischer Kulisse. Von Anfang ist klar, dass Mia ein Geheimnis hat, einen Grund weswegen sie im Resort den Job abgenommen hat und dass es im Resort Geheimnisse gibt. Spannungsroman wäre für mich die Einordnung, für einen Thriller fehlt mir die Hochspannung, denn leider kommt Spannung erst gegen Ende auf.
Der Schreibstil ist gut, lässt sich flüssig lesen, erzeugt Atmosphäre und ist bildhaft. die Figurenzeichnung ist gelungen, auch wenn mir Mia nicht wirklich sympathisch war.
Fazit: Für mich kein Thriller, eher ein Spannungsroman über viele Geheimnisse.
Rezensionen von vianne:
Lucifer Ascending - One Sinful Secret von Marie Niehoff
Team Jupiter oder Team Lucifer? Uff, gute Frage…
„Vorsicht Lovely […] Lügner kommen in die Hölle. Und dann gehörst du für immer mir“ ~ S.358
Morally Grey, Why Chose, Enemies to Lovers, Dark-Romantasy und der Teufel höchstpersönlich. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, mich in das verregnete, düstere Edinburgh eintauchen lassen und nie wieder losgelassen.
In Lucifer Ascending von Marie Niehoff geht es um Lillian, eine Halbdämonin, die jahrelang vom Orden der Dämonenjäger überwacht und unterdrückt wurde, nur mit Jupiter an ihrer Seite, der einzige, der an sie geglaubt hat. Als sie einen Tag vor ihrem 25 Geburtstag freigesprochen wird, werden die beiden zu einem späten Auftrag gerufen, um einen Dämon in der Stadt zu fangen. Dabei stirbt Lillian.
Jupiters Welt zerbricht und ihm bleibt keine andere Möglichkeit als ein Pakt mit dem Teufel selbst einzugehen, um Lillian zu retten.
Ich weiß gar nicht richtig wo ich anfangen soll. Ob beim WIRKLICH grandiosen Schreibstil, der mich pro Seite mindestens einmal hat auflachen lassen, oder doch beim düsteren, bedrohlichen und zugleich unfassbar anziehenden Lucifer oder dem aufopfernden Helden der Geschichte - Jupiter?
Team Jupiter oder Team Lucifer? Uff, gute Frage…
Am meisten habe ich geliebt wie relatable diese Geschichte war - natürlich nicht der Fakt, dass Lillian von den Toten zurückgeholt wurde oder das Jupiter Lucifer seinen Körper als Tausch dafür überlassen hat - sondern die kleinen Dinge drum rum. Dass Lillian genauso gerne liest wie ich, und ja das Genre stimmt auch so ziemlich gut überein ;) oder ihre Vorliebe für McFlurrys und das Talent sich in unausweichliche Situationen mit dem Teufel reinzureiten (gut, das ist mir jetzt noch nie passiert, aber ich meine ja nur…).
Ich kann dieses Buch NUR empfehlen!
(Und ich kann es kaum abwarten bis der zweite und letzte Band dieser Dilogie erscheint!!!)
Rezensionen von Shilo:
Blüten für eine neue Welt von Thea Lehmann
Beginn einer bewegenden Familiensaga
Ohne große Dramatik und dennoch mit viel Zugkraft erzählt der Roman von Mut, Ausdauer und dem Wunsch, den eigenen Weg zu finden. Die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts wird lebendig eingefangen, während Carla Schritt für Schritt versucht, sich gegen die Erwartungen ihrer Umgebung zu behaupten.
Die Welt der Sebnitzer Seidenblumen war mir vorher kaum bekannt.
Gerade deshalb fiel mir der Einstieg leicht. Zwischen Stoffresten, Kleister und langen Arbeitstagen entstand schnell ein Bild davon, wie das Leben vieler Familien damals aussah. Die Arbeit war überall präsent und bestimmte, was möglich war und was nicht.
Carla steht dabei von Anfang an im Mittelpunkt. Sie fügt sich nicht einfach in das ein, was andere für richtig halten. Immer wieder taucht für sie die Frage auf, ob es nicht noch einen anderen Weg geben könnte. Das zieht sich durch das ganze Buch und gibt der Handlung ihre Richtung.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass sich vieles nach und nach entwickelt. Die Geschichte springt nicht von einem Ereignis zum nächsten. Stattdessen begleitet der Leser Carla über einen längeren Zeitraum. Manche Entscheidungen brauchen Zeit. Manche Wünsche müssen warten. Dadurch entsteht ein ruhiger Erzählfluss.
Auch die Verbindung zu Raimund nimmt viel Raum ein. Dabei stehen nicht nur Gefühle im Vordergrund. Die Unterschiede zwischen den Familien, die Erwartungen der Umgebung und die religiösen Gegensätze beeinflussen viele Entscheidungen. Das sorgt immer wieder für Situationen, in denen nicht alles so verläuft, wie die Figuren es sich wünschen.
Mehrfach lenkt das Buch den Blick auf den Alltag der Blumenmacherinnen. Gerade diese Szenen haben den Roman für mich von vielen anderen historischen Geschichten unterschieden. Die Herstellung der Seidenblumen wirkt nicht wie eine Kulisse, sondern wie ein fester Bestandteil des Lebens der Figuren.
Später wird der Blick größer und führt Carla über ihre Heimat hinaus. Dadurch verändert sich die Geschichte noch einmal. Neue Orte, neue Begegnungen und neue Möglichkeiten bringen Bewegung hinein, ohne dass der ruhige Ton verloren geht.
Besonders hängen geblieben sind bei mir die Szenen zwischen Carla und ihrer Mutter. Ihre Beziehung wird nicht ständig erklärt. Vieles zeigt sich in kleinen Momenten und Entscheidungen. Das wirkt oft stärker als lange Gespräche.
Der historische Hintergrund begleitet die Handlung die ganze Zeit, drängt sich aber selten in den Vordergrund. Fabriken, gesellschaftliche Veränderungen und neue Chancen sind spürbar vorhanden. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf den Menschen, die ihren Platz in dieser Zeit suchen.
Nach dem Ende wirkt die Geschichte noch nicht abgeschlossen, was bei einer Saga natürlich gut passt. Einige Fragen bleiben offen und manches scheint erst am Anfang zu stehen. Genau deshalb entsteht der Wunsch, direkt zum nächsten Band greifen zu wollen.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von readpassion9:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
hochspannender Thriller
Annas Familie ist zerbrochen, als ihre Schwester Juli spurlos verschwunden ist. Ihre Mutter, die immer schon psychische Probleme hatte, driftet total ab. Annas Vater ist in Haft, er wird des Mordes an seiner verschwundenen Tochter beschuldigt. Anna muss sich um ihren jüngeren Bruder kümmern, der das alles nicht versteht.
Ihr Leben kommt dabei zu kurz. Seit Juli verschwunden ist, sucht Anna nach der Wahrheit, für sie steht fest, ihr Vater ist zu so einer Tat nicht fähig. Also recherchiert sie selbst.
Als ein Mithäftling behauptet, Annas Vater hätte ihm den Mord an Juli gestanden, laufen die Ermittlungen erneut an, im Keller wird ein schockierender Fund gemacht...
Was für ein Thriller! Eine Story, die die Bezeichnung Thriller wirklich verdient. Spannung von Anfang an, viel Atmosphäre, eine Protagonistin zum mitfiebern. Wendungen, Twists, Cliffhanger - genau wie es mag. Die Spannung ist permanent auf hohem Niveau, wozu auch die unterschiedlichen Perspektiven beitragen. Wir erfahren die Geschichte sowohl aus Annas Sicht, als auch aus Sicht der Ermittler. Ich konnte Theorien aufstellen, nur um sie nach dem nächsten Kapitel wieder zu verwerfen. Bis zum Schluss bleibt die Frage offen, was tatsächlich geschehen ist.
Fazit: Genialer Thriller mit viel Spannung und überraschenden Wendungen.
Rezensionen von ReiShimura:
Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow
Klischees statt großer Magie
Autorin Keshe Chow hat mit dem Auftaktroman zur Seamere College Reihe einiges richtig gemacht. Leider konnte mich das Buch trotz einiger interessanter Ideen nicht vollständig überzeugen. Hier wurde einiges an Potenzial verschenkt. Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen und ich habe mich im Großen und Ganzen recht schnell in der Welt zurechtfinden können.
Die Autorin hat es sich erspart eine komplett neue Welt zu erschaffen, sondern nur unsere Welt mit ein wenig Magie angereichert. An sich ein kluger Schachzug, allerdings blieben mir hier zu viele Fragen unbeantwortet. Spannend fand ich aber die Herangehensweise, dass man Magie nicht einfach besitzt, sondern diese kaufen muss. Das Hauptargument warum ich mich für dieses Buch entschieden habe, waren die magischen Tiere. Diese kommen zwar vor, nehmen jedoch nicht den Stellenwert ein, den ich mir erhofft hatte. Gerade Gwens Seelentier Percy hätte meiner Meinung nach viel öfter zu Wort kommen dürfen. Er ist für mich der eigentliche Star der Geschichte und ich liebe seine sarkastische Art. Aber auch die magische Bartagame Pudding fand ich großartig. Bei den beiden Protagonisten Gwen und Harrisford hat die Autorin für meinen Geschmack zu tief in die Klischeekiste gegriffen. Wie nicht anders zu erwarten ist Harrisford reich, gutaussehend und arrogant. Gwen hingegen ist das intelligente Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das sich seiner Schönheit nicht bewusst ist. Mir ist bewusst, dass dieses Schema immer wieder gerne in Liebesromanen verwendet wird, weil es funktioniert. Aber ich bin dem Ganzen langsam überdrüssig. Die Geschichte weist definitiv spannende Momente und unerwartete Wendepunkte auf. Wobei die meisten Wendepunkte gar nicht so unerwartet waren, wie es die Autorin vielleicht vorgesehen hat. Eventuell habe ich schon zu viele ähnliche Romane gelesen, aber die meisten Punkte waren doch sehr vorhersehbar. Alles in allem ist dieses Buch wirklich ein akzeptabler Roman, aus dem man aber deutlich mehr hätte herausholen können. Ich habe die Hoffnung, dass im zweiten Teil der Fokus stärker in Richtung Magie und magische Tiere geht. Empfehlenswert ist dieses Buch für all jene, die gerne Collegegeschichten mit magischen Aspekten lesen und sich nicht an den Klischees stören.
Rezensionen von Brigitte:
Elbland von Claudia Rikl
Familiengeschichte
Familie betrifft jeden, mal mehr, mal weniger. Auf alle Fälle bedeutet Familie viele Emotionen ob gute oder weniger gute. Besonders belastend wird es in Familien in denen über bestimmte "Dinge" oder Erlebtes nicht gesprochen wird. Ob aus Scham, Verletztheit oder um zu vergessen oder aus vielen anderen Gründen.
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In dem Roman von Claudia Rikl "ELBLAND" dreht sich die Geschichte um eine Familie die ihre Wurzeln mütterlicherseits in Böhmen hat, welche in den Kriegsjahren vertrieben wurde - wie so viele - die sogenannten Sudetendeutschen.
Die Hauptfigur Nina macht sich auf um ihre Wurzeln zu finden....
Dieser Roman berührt, nimmt einen mit in eine Zeit, die so hoffentlich nie mehr stattfindet!
Die Autorin versteht es ausgezeichnet den Leser mitzunehmen, sie wechselt zwischen den Zeiten von 1945 bis heute in einer Leichtigkeit die sehr angenehm zu lesen ist.
Das Cover ist sehr ansprechend und hat mich auch auf dieses Buch aufmerksam gemacht.
Ein sehr empfehlenswerter Roman!
Rezensionen von liesmal:
Tanzende Frau, blauer Hahn von Dana Grigorcea
Märchenhafte Ferienzeit
Schauplatz des Romans ist der kleine Ort Busteni in den rumänischen Karpaten. Hier verbringt Roxana jedes Jahr ihre Sommerferien bei ihren Verwandten. Auf dem Dorf ist das Leben so ganz anders als in Roxanas Heimatstadt Bukarest. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit Camil, der in der Eisenbahnsiedlung in Busteni zu Hause ist.
Dana Grigorcea fängt die Zeit nach der Wende in den Neunzigerjahren gut ein. Der Blick ins Dorf und auf die Menschen ist originell verpackt. Roxana und Camil sind gute Beobachter und beschreiben die Nachbarin, den Nachbarn und die Paare aus Busteni mit viel Fantasie. Dadurch wirkt jedes einzelne Kapitel wie eine bunte eigene Geschichte.
Von Roxana und Camil lässt die Autorin ebenfalls ein genaues Bild entstehen. Ich spüre die Gefühle, die von Freundschaft und Freude erzählen, aber auch das leichte Bauchkribbeln, das zwischendurch plötzlich da ist.
Für mich durfte in der Geschichte Radu nicht fehlen, der als Dritter im Bunde Zeit mit Roxana und Camil verbracht und mit seiner humorvollen Art für so manchen Lacher gesorgt hat.
Es ist erstaunlich, was man in ein Buch von nur wenig mehr als 150 Seiten alles hineinpacken kann. Es gibt da nämlich noch eine Autorin, die auf Lesereisen Geschichten erzählt…
Zum Schluss bleibt alles ein wenig geheimnisvoll und verschwommen. Wer erzählt denn nun wessen Geschichte? Gibt es noch Fragen zu „Tanzende Frau, blauer Hahn“? Am Ende nicht mehr – eine schöne Erklärung, die zum Träumen und Mitmachen einlädt.
Rezensionen von @beautybooks (Instagram):
Weird Girls von Gráinne O'Hare
Kann man lesen, muss man nicht!
Wir lernen drei junge Frauen kennen: Maggie, Harley und Roise. Gemeinsam wohnen sie in einer WG in Belfast und versuchen zwischen Alltag, Beziehungen und Zukunftsplänen ihren Weg zu finden. Nach dem Tod ihrer Freundin und Mitbewohnerin Lydia gerät ihre Freundschaft ins Wanken. Der Roman erzählt ehrlich und emotional von Trauer, Verlust, Zusammenhalt, Selbstfindung, den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und was es heißt, trotz aller Fehler füreinander da zu sein.
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Meine persönliche Meinung:
Ein Roman, der uns eine Geschichte erzählt, wie sie das Leben schreibt. Chaotisch, komisch, traurig, melancholisch und auch manchmal so richtig unfair. Drei Frauen, die mit dem Verlust ihrer Freundin versuchen klarzukommen. Jede auf ihre eigene Art. Obwohl die Erzählperspektive stets zwischen den jungen Frauen wechselt, lernen wir alle nur sehr oberflächlich kennen. Keine der Freundinnen ist perfekt und jede schleppt ihre eigene Baustelle mit sich rum. Auf über 300 Seiten rutschen wir von einer Partyszene in die nächste, dicht gefolgt von so einigen Drogen-Eskapaden. Ich persönlich hätte all das nicht gebraucht und irgendwann war mir das auch zu viel. Leider waren mir auch die Protagonistinnen nicht wirklich sympathisch und auch absolut nicht greifbar. Eine Beziehung konnte ich zu keiner so richtig aufbauen. Ihr zum Teil toxisches Verhalten, das immer wieder zum Ausdruck gekommen ist, konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Das Lesen dieser Geschichte hat sich chaotisch und sehr sprunghaft angefühlt. Ich fand das Buch nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Eine Augenweide im Bücherregal - mit einem leider nicht ganz so überzeugendem Inhalt.











