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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katrin:

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West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe

Fantastisches Retelling

Spoiler vorweg: Dies war mein Lesehighlight im 2. Quartal 2026!! Das Buch sieht nicht nur wunderschön, atemberaubend und düster aus, nein, dieses Retelling ist der absolute Wahnsinn!

Story:

Dorothy wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf einer Farm auf. Ihre Mutter hatte sie dort zurückgelassen und daher ist sie immer wieder auf der Suche nach sich selbst, oder besser ihren Bruchstücken, denn irgendwie kann sie die Leere in ihrem Inneren nicht füllen.

Eigentlich möchte sie etwas erleben, aber sie möchte auch ihre Tante und den Onkel nicht im Stich lassen. So ganz zu wissen was sie will scheint sie noch nicht, denn ihr Nachbar und Liebhaber bittet sie immer wieder seine Frau zu werden und sobald er diese Frage ausgesprochen hat, verknotet sich ihr Magen.
Ihre Welt wird wortwörtlich aus ihren Angeln gerissen, als sie während eines Wirbelsturmes, samt Haus und Hund Toto abhebt. Sie wird herum geschleudert und landet schlussendlich unsanft in einem fremden Land.
Das Haus kracht und ächzt und plötzlich klopft es an der Falltür, die eigentlich in den Keller geführt hätte. Die Tür fliegt auf und eine Frau steht vor ihr. Die Hexe des Ostens, wie sich herausstellte ist das Haus auf ihr gelandet. Wie besessen greift sie Dorothy an. Sie wehrt sich und verletzt die eigentlich unverwundbare Hexe Delphine tödlich. Als Dorothy aus dem Haus tritt, verneigen sich die unterdrückten Menschen vor ihr und erklären sie zur Zauberin. Ihr sollen die magischen Schuhe der Hexe zukommen, doch da taucht die Hexe des Nordens auf und möchte sie ihr abnehmen. Die Schuhe verschwinden und Dorothy möchte es ihnen gleich tun. Lacosta, die Hexe des Nordens erklärt ihr, dass sie den Großen und Mächtigen Zauberer von Oz aufsuchen muss, dieser kann ihr vielleicht helfen nach Hause zurück zu kehren. Somit begibt sich Dorothy mit Toto auf eine Reise durch ein fremdes düsteres Land...

Fazit:
Das Buch hat mich von außen schon gepackt. Ich mochte bereits das Kind die Geschichte vom Zauberer von Oz. Das Dark Fantasy Retelling gleicht dem Original nur bedingt, am meisten durch manche Charaktere und dem Setting. Manche Stellen sind etwas verwirrend, da an sehr vielen Enden etwas passiert und manchmal zwischen der Ich-Perspektive und Erzählerseite hin und her geswitcht wird, dennoch ist der Schreibstil im allgemeinen sehr flüssig und eher schnell.
Für mich eine absolute Leseempfehlung!

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West of Wicked. Folge deinem Verlangen

Rezensionen von Claudia R.:

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Feen der Dämmerung von Louie Stowell

kein leichter Einstieg

Klappentext / Inhalt:

Myra und Rohan sind am selben Tag im selben Krankenhaus geboren. Seitdem müssen sie jeden Geburtstag zusammen feiern – dabei findet Myra, dass Rohan der größte Langweiler aller Zeiten ist, und Rohan wäre sehr viel glücklicher ohne Myra, die immer nur Chaos verursacht! Als Myra an ihrem elften Geburtstag den Gartenschuppen in Brand setzt, passiert jedoch etwas Unglaubliches: Die böse Feenkönigin Gloriana kommt durch ein Portal in die Menschenwelt und stiehlt Rohans kleine Schwester Shilpa.

Also machen sich Myra und Rohan auf in die Anderswelt, das Reich der Feen, um Shilpa zurückzuholen. Doch dafür müssen sie in einem magischen Wettkampf drei schwierige Aufgaben lösen – können Myra und Rohan es schaffen, Shilpa zu retten und der Feenkönigin zu entkommen, bevor es zu spät ist?

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön und interessant umgesetzt. Das Cover lädt zum Träumen und entdecken einer fantastischen Welt ein. Optisch und farblich ist das Cover sehr schön umgesetzt.

Meinung:

Leider fiel es mir sehr schwer in die Geschichte hineinzukommen. Der Einstieg war nicht wirklich leicht, die Charaktere sehr verschiednen und nicht so einfach greifbar. Mehr und mehr kam ich nach und nach hinein, aber es dauerte eine ganze Weile. Die Dynamik zwischen Myra und Rohan war sehr besonders und auch das Tempo wurde hier recht hoch angelegt,

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen Details dazu zurück.

Die Grundidee finde ich klasse und auch das Drumherum ist sehr kreativ und fantasievoll umgesetzt. An Spannung und an Fahrt nimmt es besonders zum Ende hin nochmal stark zu und auch nach und nach findet man sich immer mehr und besser in Geschehnisse und Charaktere hinein, so dass es mich am Ende hin doch nochmal ziemlich packen konnte und man dann noch Neugierig bis zum Schluss ist.

Der Schreibstil ist bildlich und beschreibend. Die Anderswelt ist kreativ und teils auch überraschend düster umgesetzt. Magische Prüfungen und so manche kleine Gefahren sorgen hier für Spannung und Unterhaltung. Die Charaktere sind recht eigen und auch die Welt ist sehr besonders.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und die kleinen Verzierungen am Beginn heben die Anfänge gut hervor. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte ist unterhaltsam und interessant aufgebaut. Diese ist geheimnisvoll und kreativ umgesetzt. Die Idee dahinter toll, der Einstieg jedoch nicht ganz so einfach, wie erhofft.

Fazit:

Kreative und fantasievolle Geschichte und Welt, der Einstieg war jedoch nicht so leicht, wie erhofft.

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Feen der Dämmerung

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Alma von Federica Manzon

Ein neuer Blick auf Triest

Alma ist zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens mit ihrer italienischen Mutter und dem jugoslawisch-stämmigen Vater in Triest aufgewachsen, zwar noch in Italien, aber unweit der jugoslawischen Grenze.

Immer wieder ist ihr Vater nach Jugoslawien gereist und hat dort alle möglichen mysteriösen Geschäfte erledigt, sogar den legendären Marschall Tito getroffen, und immer lag über all dem ein Schleier der Vorsicht, denn man wusste auch, dass das kommunistische Land zwar etwas offener gegenüber dem Westen war als die Länder unter stärkerem russischen Einfluss, aber dennoch seine Kritiker und Gegner erbarmungslos verfolgte.

Dann gibt es auch noch die italienischen Großeltern mütterlicherseits, sehr wohlhabend und auf Etikette bedacht, die nicht sehr erfreut über die Verbindung ihrer Tochter mit dem "Slawen", dem "s'chiavo", sind und einen wenig differenzierten Blick auf alles jenseits der Grenze haben, etwa nicht einmal wissen wollen, dass dort nicht nur eine einheitliche Sprache gesprochen wird und einen serbokroatisch sprechenden Jungen aus Belgrad, der kurzfristig bei der Familie untergebracht ist, in eine Schule für die slowenische Minderheit schicken.

Das Buch ist aus der Perspektive einer erwachsenen, reifen Alma erzählt, die wieder nach Triest reist, Orte ihrer Kindheit besucht und in Erinnerungen schwelgt. Dabei zeigt sich ein interessantes Bild einer Grenzregion, die so klar multikulturell geprägt ist und historisch vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt war.

Auch über das ehemalige Jugoslawien unter Tito lässt sich so einiges lernen, wobei sich das Buch leichter liest, wenn man, wie die Verfasserin dieser Rezension, über zumindest ein grundlegendes Vorwissen über diese Region und ihre Geschichte verfügt, da so einige historische Zusammenhänge angedeutet werden (z.B. wird Tito oft nur "der Marschall" genannt), ohne in aller Ausführlichkeit von Grund auf erklärt zu werden.

Was die Figuren und Erzählstruktur angeht, so war es für mich ein Buch, das Zeit und Geduld braucht. Es ist eher ein mäanderndes Hin und Her zwischen verschiedenen Erinnerungen als ein wirklich spannend erzählter kontinuierlicher Spannungsbogen. Dabei ist eine innere Distanzierung spürbar, die durchaus zum Thema passt und in sich stimmig ist, aber die Identifikation mit den Figuren nicht unbedingt erleichtert.

Es ist damit also kein Buch, das einen hineinzieht und fesselt, sondern eher eines, für das man sich bewusst Zeit nehmen muss, um sich zu entscheiden, weiterzulesen. Das heißt aber nicht, dass die Lektüre sich nicht lohnen würde: gerade in den scheinbar unzusammenhängenden Details und den vielen kleinen Erinnerungen und Szenen setzt sich insgesamt ein Horizont erweiterndes Bild einer sehr interessanten Grenzregion zusammen. Insofern hat die Lektüre meinen Blick auf Triest definitiv erweitert.

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Alma

Rezensionen von Kwinsu:

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Zugvögel wie wir von Julia Dibbern

Spread your wings and fly away

Eva ist unzufrieden mit ihrem Leben: ihre Tochter Sophie will keinen Kontakt mehr zu ihr, sie hat ihre Arbeit verloren und weiß gerade gar nichts mit sich anzufangen. Als sie zu Besuch bei ihrer Freundin Louise in Schweden ist und einen verletzten Kranich findet, beschließt sie kurzerhand dem Vogel nach dessen Genesung und dank GPS-Tracker mit dem Rad auf der Flugroute nach Frankreich zu folgen.

Es ist weniger eine Reise durch Mitteleuropa, sondern mehr die Suche nach sich selbst.

Julia Dibbern ist mit "Zugvögel wie wir" ein schöner, zarter und einnehmender Reiseroman gelungen. Die Protagonistin Eva ist anfänglich etwas anstrengend, so schwarz wie sie alles sieht. Doch im Laufe der Zeit, als sie sich selbst mehr findet, wird sie zufriedener, hat mehr Selbstvertrauen und wächst förmlich über sich hinaus. Besonders schön finde ich Evas Begegnungen mit dem jungen Johan, der sie ein Stück weit begleitet und der ihr so viele neue Perspektiven eröffnet. Auch die Freundschaft mit Louise, mit der sie nach dem Start ihrer Reise täglich telefoniert, ist tief und sehr akzeptierend. Am meisten beeindruckt hat mich aber, wie Eva über sich hinauswächst, immer und immer wieder über ihre Grenzen geht und wenn sie sie überschritten hat, immer mehr Lebensfreude empfindet.

Im Laufe des Buches lernen wir anhand von Rückblicken auch die Vergangenheit Evas kennen. Nach einem schweren Schicksalsschlag ist Eva in jahrelanger Trauer und vernachlässigt dadurch ihre Tochter. Dass diese als Erwachsene die Vernachlässigung erkennt und keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter haben will, ist zwar hart, wohl aber verständlich. Ebenso wird die zerbrochene Ehe Evas thematisiert, die ebenso aufgrund des Schicksalsschlags ein Ende fand. So viel sie auch verloren hat, so viel Altes und Neues kommt in ihr Leben zurück: wunderbare Begegnungen, die Liebe zur Natur und zur Musik und schließlich auch ihre Zuversicht.

Mein Fazit: "Zugvögel wie wir" ist ein schöner und ruhiger Roman über das Wieder-zu-sich-finden, über Entschleunigung und das Über-sich-hinaus-wachsen, der durch wunderbare Naturbeschreibungen und herzerwärmende Begegnungen besticht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einer zerrissenen Protagonistin starten möchten, der im Laufe des Buches Flügel wachsen.

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Zugvögel wie wir

Rezensionen von Meli:

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The Night We Met von Abby Jimenez

Zwischen Freundschaft und verbotenen Gefühlen

Chris interessierte sich schon seit ihrer ersten Begegnung auf einem Konzert für Larissa, doch sie entschied sich, sich von seinem besten Freund Mike nach Hause bringen zu lassen. Als Mike Chris dann immer wieder mal bittet, etwas für Larissa zu erledigen, bekommt Chris vor Augen geführt, was für eine tolle Frau ihm entgangen ist, während Larissa merkt, dass Chris immer da ist, wenn sie ihn braucht.

Bei Mike war ich skeptisch, was ich von ihm halten sollte, denn er steht ja nicht nur der Liebesgeschichte von Chris und Larissa im Weg, er ist auch unzuverlässig und verhält sich manchmal etwas seltsam. Aber er bedeutet sowohl Larissa als auch Chris sehr viel, sie würden Mike nie verletzen wollen und leugnen ihre Gefühle sogar sich selbst gegenüber und unterdrücken sie, so gut sie können.

Aber es wird schon schnell deutlich, wie gut sie zusammenpassen, weil sie viele gemeinsame Interessen haben und einfach auf einer Wellenlänge sind. Ohne es zu wollen, bauen sie Vertrauen zueinander auf, ihre Freundschaft wird immer stärker, aber es ist auch mehr als das.

Ich fand die Protagonisten ziemlich sympathisch und ihr innerer Konflikt konnte mich mitreißen. Zum Ende hin fand ich es ein bisschen zu dramatisch, aber insgesamt fand ich die Liebesgeschichte spannend, emotional und auch unterhaltsam. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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The Night We Met

Rezensionen von Meli:

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The Crane and the Nightjar von Ada Bailey

Tarnung, Lügen und ein tödlicher Wettkampf

Als Zara verhaftet wird, weiß sie: sie wird in diesem Gefängnis sterben. Doch dann wird sie als Teilnehmerin für einen Wettkampf ausgewählt, bei dem Diebe gegeneinander antreten und durch ihren Sieg wieder die Freiheit erlangen können. Nur ist Zara leider gar keine Diebin, aber der Einzige, der das weiß, ist Crane, der seine eigenen Geheimnisse und Ziele hat.

Zara und Crane haben beide ihre eigenen Perspektiven, trotzdem haben sie auch noch kleine Geheimnisse, die für ein wenig Spannung sorgen. Sie reden beide nicht gerne über ihre Vergangenheit, was bei Zara auch daran liegt, dass sie ja vorgibt, eine talentierte Diebin zu sein, obwohl sie von Crane gerade erst die Basics lernt, um ihre Tarnung aufrechterhalten zu können.

Die verschiedenen Prüfungen sind schon spannend, aber es geht auch um die Beziehungen zwischen den Charakteren und die zahlreichen Gefahren, denen sie durchgehend ausgesetzt sind. Ich hätte gerne noch mehr von der Magie gesehen, die zwar eine wichtige Rolle spielt, aber nur selten zum Vorschein kommt.

Insgesamt fand ich das Abenteuer ganz unterhaltsam, aber wenn der Cliffhanger nicht wäre, dann würde ich die Fortsetzung vermutlich nicht lesen wollen, dafür fand ich die Geschichte nicht interessant genug und die Protagonisten sowie die Liebesgeschichte konnten mich auch nicht so ganz überzeugen.

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The Crane and the Nightjar

Rezensionen von Cellissima:

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Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel

Zu märchenhaft und zu düster

Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der Winter einfach nicht mehr enden wollte und sie loszog, um den Frühling zu suchen. Nur die Maikönigin kann ihn zurückbringen - also muss Flora die Maikönigin finden.

Auf ihrer Reise und Suche ist Flora nicht alleine, denn sie begegnet u.a. einem anderen Mädchen, Harriet, einem Kobold und einem Eichhörnchen.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sie Dunkelheit und Kälte und eine entsprechende Gegnerin besiegen ...
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"Flora Brimble" ist ein Buch, auf das wir uns sehr gefreut hatten und das wir so gerne geliebt hätten, das uns letztlich aber leider nicht wirklich überzeugen und begeistern konnte.
Das Cover ist wunderschön, ebenso die Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die Leseprobe war so gut ... vielleicht waren die Erwartungen dadurch zu hoch.
Marcus Raffels Schreibstil ist wirklich großartig - er hat mir als Erwachsener mit am besten an diesem Buch gefallen. Raffel schreibt anspruchsvoll, aber doch angenehm und flüssig lesbar, und sein Schreibstil macht diese Geschichte unglaublich atmosphärisch und bildhaft.
Die Figuren sind gelungen, v.a. Flora und Harriet sowie das Eichhörnchen.
Der Beginn der Geschichte, der in Rye spielt, hat uns noch richtig gut gefallen, aber leider änderte sich das dann schnell.
Uns war die Geschichte insgesamt erstens zu märchenhaft, was uns schon nicht gefallen hat. Wenn man Märchen lesen will, greift man zu einem Märchen, wenn man andere Geschichten lesen will, greift man zu anderen Büchern ... wir haben nicht erwartet und nicht damit gerechnet, dass "Flora Brimble" so sehr einem Märchen ähnelt.
Zweitens ist die Geschichte leider auch sehr düster. Schon mir war das zu viel, den Kindern noch mehr.
Das Buch wird ab 10 Jahren empfohlen ... ich bin nicht sicher, ob dieses empfohlene Lesealter wirklich passt. Man sollte das sehr individuell entscheiden. Ich kenne viele Kinder, denen ich dieses Buch nicht schon mit 10 Jahren geben würde. Wenn, dann nur, wenn man darüber spricht oder gleich zusammen liest - aber selbst zum Vorlesen wäre das für viele Kinder, die ich kenne, zu früh. Man sollte das Buch also am besten zuerst selbst lesen und dann entscheiden, wann man es seinen Kindern vorlesen oder geben möchte.
Wir waren also leider eher enttäuscht von "Flora Brimble" und landen bei 3-3,5 Sternen.
Fantasy, Magie, Freundschaft, Licht und Schatten, Angst und Mut, Menschen, Tiere und Natur, Spannung, Gefahr und ein großes Abenteuer stehen hier im Mittelpunkt.

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Flora Brimble und der verlorene Frühling

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Der Jude der Kaiserin von Vladimir Vertlib

Ein Historienroman, der mitten ins Herz des barocken Wiens führt

Wie befinden uns im Jahr 1666 im barocken Wien. Kaiser Leopold I. reagiert das große Habsburgerreich nicht gern, hat ihm doch sein Bruder dies durch seinen Tod aufgebürdet – lieber komponiert er Opern oder andere Musikstücke. Dabei stehen die Türken vor Wien und die Bevölkerung stachelt ihn gegen die Jüd*innen auf.

Noch kann er die Jüd*innen beschützen, aber wie lange noch?

Eine weitere Sorge bereitet Leopold großes Kopfzerbrechen: seine Frau, die spanische Prinzessin Margarita Teresa, muss ihm einen Thronfolger schenken. Das erste Kind – es war ein Sohn – ist nach der Geburt verstorben. Nun ist Margarita endlich wieder schwanger und steht unter Druck, endlich den ersehnten Thronfolger auf die Welt zu bringen. Dazu kommt: Margarita ist gegen die Jüd*innen in Wien, sie möchte sie alle vertreiben.

Margarita hat im kalten Wien wenige Vertraute. Ihren Beichtvater und ihren Leibarzt hat sie aus Spanien mitgebracht. Ihr Leibarzt Pedro de Rojas ist Jude, der zum katholischen Glauben konvertiert ist, und hofft, dass dies unentdeckt bleibt.

Es wird Wien zu jener Zeit beschrieben mit all seinem Glanz, aber auch seiner bitteren Armut und einem großen Teil der Gesellschaft, der am Rande lebt und unerträglich leiden muss.

Margarita ist übrigens jene Prinzessin, die Velazquez gemalt hat und deren Gemälde Berühmtheit erlangt hat.

Ein spannender, historischer Roman basierend auf wahren Fakten. Ich habe mich in die Zeit versetzt gefühlt, so plastisch beschreibt Vladimir Vertlib diese Geschichte. Ich liebe gut recherchierte und anspruchsvolle historische Bücher und dieses zählt absolut dazu. Der Roman ist emotional, aufwühlend, spannend und hochinteressant.

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Der Jude der Kaiserin

Rezensionen von DoraLupin:

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Moorland. Die Zwillinge,2 Audio-CD, 2 MP3 von Andreas Winkelmann

Eine Location mit viel Atmosphäre

Ich habe bereits einige Thriller dieses Autors gehört und gelesen und sie haben mir meistens sehr gut gefallen und spannende Hör- oder Lesestunden bereitet. Auch bei diesem neuen Werk des Autors kann der Leser wieder in ein gruseliges Setting und allerhand interessanter Fährten eintauchen.

Dieses Hörbuch führt hinein in dichte Nebelschwaden die über der Marsch hängen, als die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana von einem ihrer Ausflüge ins Moor nicht zurückkehren. Die Suche durch die eiskalte, unwegsame Landschaft bleibt erfolglos, nur eine Kamera deutet auf das Verschwinden der Mädchen hin. Als plötzlich verstörende Bilder von Jana auf ihrem TikTok-Kanal auftauchen, beginnt Kommissarin Malia Gold unter Hochdruck zu ermitteln. Mit jedem Schritt sinkt sie tiefer in den Sumpf aus Lügen und Geheimnissen, die die verschworene Gemeinde zusammenhalten. Doch um die beiden Schwestern zu finden, würde Malia alles tun – sogar sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit stellen

Ich habe gut in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist locker und einfach und daher konnte ich mich immer gut auf den Inhalt der Geschichte konzentrieren. Besonders hervorzuheben ist diesmal das einzigartige und unheimliche Setting mitten im Moor. Der Autor versteht es sehr gut diese Landschaft anschaulich und beklemmend zu beschreiben und einem ein ungutes Gefühl beim hören zu geben. Es geht direkt spannend los mit dem Verschwinden der Zwillinge und einem Autounfall und das Tempo bleibt die meiste Zeit wirklich spannend und interessant.

Die Charaktere wurden authentisch beschrieben und ich habe gerne mit ihnen ermittelt, wobei mir hier etwas zu viel die "Familie" mit ihren Nöten und Geheimnissen im Vordergrund stand, das hätte ich persönlich jetzt nicht gebraucht, weil es auch für den aktuellen Fall wenig relevant war. Spannend war auch das Thema "Tiktok-Kanal" und das kritische hinterfragen der Vor- und Nachteile wenn man sein Leben mit so vielen Fans, die man nicht kennt, teilt. Der Autor legt einige Fährten von möglichen Tätern, wobei mir relativ schnell der Gedanke gekommen ist wer die Mädchen wirklich in der Gewalt hat und dieser Instinkt von mir war dann auch richtig. Die Auflösung und das Motiv waren schlüssig, wenn auch nichts Besonderes.

Besonders hervorzuheben ist der Sprecher des Hörbuchs, der mir richtig gut gefallen hat. Zunächst war ich nicht ganz glücklich weil er mir die Mutter von Malia etwas zu "lustig" gesprochen hat, aber je mehr ich gehört habe desto besser hat er mir gefallen und am Ende hat der Sprecher all sein Können gezeigt und ganz grandios die Spannung aufgebaut!

Fazit: Ein spannendes und interessantes Hörbuch des Autors, mit den Themen Moorlandschaft und Tiktok-Kanal. Gerne spreche ich eine Empfehlung aus, besonders für das Hörbuch.

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Moorland. Die Zwillinge,2 Audio-CD, 2 MP3

Rezensionen von Lilli33:

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Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach

Die Zukunft hat schon begonnen

Die Zukunft hat schon begonnen

Die Sommer werden immer heißer und länger. Der Regen bleibt aus. Wer konnte, ist schon längst in den Norden gezogen, nach Kanada, Sibirien und in andere Gebiete, die durch den Klimawandel jetzt geradezu paradiesisch sein müssen. Fausto ist geblieben, als einer von wenigen in dem Dorf irgendwo in Frankreich.

Sie kämpfen täglich ums Überleben. Eines Tages taucht eine junge Frau auf, der die Hitze überhaupt nichts auszumachen scheint, und Fausto verliebt sich Hals über Kopf …

232 Seiten für ein so komplexes Thema - das hätte mir gleich zu denken geben sollen. Das Szenario ist gut, man hätte tatsächlich viel mehr daraus machen können, wenn man dem Buch mehr Raum gegeben hätte. Zuweilen hatte ich den Eindruck, ein etwas umfangreicheres Exposé in Händen zu halten, dessen ausführliche Ausarbeitung erst noch erfolgen muss.

Der Anfang ist recht gemächlich. Eindrücklich und fast körperlich erfahren wir die brütende Hitze, die sengende Sonne, die alles Leben verdorren lässt. Das ist wirklich gut beschrieben. Aber dabei passiert erst mal nichts, was ich nicht in anderen dystopischen Romanen schon mehrfach gelesen hätte. Bis Valérie auftaucht. Mit ihr wird es spannend, wenn auch nicht unbedingt überraschend. Vieles ist so vorhersehbar.

Die Handlung ist eingleisig. Wir befinden uns die ganze Zeit an Faustos Seite. Trotzdem bleibt selbst der Protagonist ziemlich blass, von den übrigen Figuren mal ganz abgesehen.

Durch Faustos Gedanken, die sich viel mit der Vergangenheit beschäftigen, wird man erinnert, dass wir uns im richtigen Leben gerade in dieser Vergangenheit befinden, wo vor extremen Klimaänderungen gewarnt wird. Könnte unsere Zukunft auch wirklich so aussehen wie Faustos Gegenwart?

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Ins fahle Herz des Sommers