Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
Blade of Night. Silberkuss von Jessica Iser
emotionsreicher Plot
Klappentext / Inhalt:
Heimliche Geliebte und Rivalen bis aufs Blut!
»Blade of Night« ist der Auftakt der düsteren Romantasy-Reihe »Make Me Your Villain« von Jessica Iser mit fantastischem Weltenbau und zwei Feinden , die sich ineinander verlieben …
Die jahrhundertealte Feindschaft zwischen Menschen und Nachtelfen geht so tief wie die düstere Sternkluft, die ihre Länder trennt.
Als sich eine uralte Macht aus der Kluft erhebt, die die Existenz des Landes bedroht, sieht sich die menschliche Kriegerin und Heerführerin Zelie gezwungen, der Sache nachzugehen. Dabei trifft sie immer wieder auf den Nachtelfen Aries, der eine eigene Spur verfolgt. Auch wenn sie auf entgegengesetzten Seiten stehen, verbindet sie ein gemeinsames Ziel. Widerwillig vereinbaren sie einen Waffenstillstand, um zusammenzuarbeiten. Schon bald können sie sich der verbotenen Anziehungskraft nicht mehr entziehen. Doch wie sehr können sie einander vertrauen?
Cover:
Das Cover ist sehr schön umgesetzt. Ein Schwert umrankt von Blumen und ein leichter Schleier und Schimmer legt sich darüber. Ansonsten ist der Hintergrund dunkel bzw. nunmehr schwarz gehalten und so geht eine spannende und mystische Stimmung und Atmosphäre vom Cover aus. Es wirkt auf jeden Fall spannend und geheimnisvoll zugleich.
Meinung:
Zelie und Aries - ein Mensch und ein Nachtelf - zwei Völker, die sich hassen und doch herrscht zwischen beiden eine gewisse Anziehung. Spannung, Emotionen und das gewisse Prickeln scheinen hier vorprogrammiert und fesselnder Grundstein wird bereits durch die Grundkomponenten gelegt.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. In Charaktere und Geschehnisse findet man sich sehr gut hinein. Aries und Zelie sind sehr gut durchdacht und auch in deren Emotionen und Gedanken findet man sich gut hinein. Die Emotionen sind gut spürbar, nur manchmal finde ich die Übergänge und Perspektivwechsel nicht ganz einfach und stimmig, da diese manchmal auch während eines Kapitels geschehen. Da hätte ich mir eine genauere Abtrennung gewünscht und vielleicht auch eine bessere Markierung aus oder in welcher Perspektive man sich gerade befindet. Ansonsten aber fand ich es sehr schön, spannend und emotionsreich umgesetzt.
Auch die Kapitelanfänge sind sehr schön herausgearbeitet und optisch sehr gut erkennbar. Die Überschriften sind passend, ohne dabei zu viel zu verraten. Klasse fand ich auch die Illustrationen zwischendurch, die das Ganze perfekt abgerundet haben. Die Bilder sind stimmungsvoll umgesetzt und so kann man sich gleichzeitig ein Bild von den Charakteren und den Situationen machen. Auch die Karte zu Beginn ist schön umgesetzt und die Aussicht auf Band 2 im Juli 2026 ist erfreulich. Gliederung und Gestaltung haben mir hier außerordentlich gut gefallen und ist einfach sehr passend und stimmig zum Gesamten umgesetzt.
Die Grundidee finde ich klasse und faszinierend und auch die Beschreibungen sind bildlich und atmosphärisch. Einzig die Perspektiven machen es manchmal nicht ganz einfach, aber daran kann man arbeiten. Alles in allem hat es mir aber sehr gut gefallen und ich bin schon sehr neugierig und gespannt auf den nächsten Band.
Fazit:
Spannender und emotionsreicher Plot mit sehr viel Potenzial, der Lust auf mehr macht.
Rezensionen von Odina:
REM von Annika Strauss
Zu skurril
„REM“ von Sebastian Fitzek und Annika Strauss ist ein düsterer Thriller mit Horror- und Mysteryelementen, dessen schaurig-schönes Cover hervorragend zur unheimlichen Atmosphäre der Geschichte passt. Im Mittelpunkt steht Alysee, die als Kind ihren Vater unter grausamen Umständen verliert und seitdem von Angst begleitet wird.
Jahre später führt ein geheimnisvolles Erbe sie immer näher an die Wahrheit heran, doch zugleich erwacht auch der Schrecken von damals erneut. Der Schreibstil ist sehr flüssig und flott, sodass sich das Buch angenehm schnell lesen lässt. Die eher kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für Tempo, während die zahlreichen Perspektivwechsel Abwechslung in die Handlung bringen. Spannung ist grundsätzlich vorhanden, dennoch konnte mich die Geschichte leider nicht vollständig mitreißen. Die Handlung wirkte auf mich stellenweise etwas zu skurril und teilweise zu science-fiction-lastig. Dadurch fiel es mir schwer das Geschehen wirklich glaubwürdig zu finden und mich ganz darauf einzulassen. Auch zu den Figuren konnte ich keine richtige Nähe aufbauen. Diese blieben für meinen Geschmack eher blass und wenig greifbar. Insgesamt hatte das Buch zwar interessante Ansätze und eine düstere Grundstimmung, konnte mich persönlich aber leider nicht abholen.
Rezensionen von Claudia R.:
Storm of Ink and Blood von Nisha J. Tuli
spannend und emotionsreich
Klappentext / Inhalt:
+++ Limitierte Erstauflage mit Farbschnitt. Nur solange der Vorrat reicht +++
Ihr Herz ist gebrochen. Und ihre dunkle Magie könnte zahllose Leben retten – oder ihre ganze Welt zerstören.
Spicy New Adult Romantasy von Bestseller-Autorin Nisha J. Tuli : »Storm of Ink and Blood« ist der 3.
Band der Fantasy-Serie »Das Nachtfeuer-Quartett«.
Erschüttert von Rabins Verrat schwört Zarya, ihn endgültig hinter sich zu lassen. Ihr ganzes Herz soll in Zukunft dem Kampf für die Freiheit gehören. Denn im goldenen Ishaan werden die Vanshaj in magische Sklaverei hineingeboren – zur Strafe für ein Verbrechen, das bereits vor Jahrhunderten vergessen wurde.
Zarya ist überzeugt, dass ihre eigene verbotene Magie eng mit dem Schicksal der Vanshaj verbunden ist. Mit Yasen an ihrer Seite schließt sie sich einer Rebellengruppe an und entdeckt bei einem Raubzug mit tödlichen Folgen den Schlüssel zur Befreiung der Vanshaj. Um ihn zu nutzen, muss sie sich allerdings eine Macht zu eigen machen, die sie zerreißen könnte. Und nur einer kann ihr die Kraft geben, ihr Schicksal zu erfüllen: derjenige, der ihre Magie entfacht hat; der ihr mehr Freude und mehr Schmerz bringt als jeder andere; die Person, die Zarya nie wieder sehen möchte – Rabin.
Actionreiche Romantasy, die dein Herz garantiert schneller schlagen lässt
Nisha J. Tulis einzigartige Fantasy-Welt ist von indischer Mythologie inspiriert und steckt voller beliebter Tropes: Found Family, Slow Burn Spicy Romance, Enemies to Lovers to Enemies, Badass Female Main Character, vampirähnliche Wesen, Drachenwandler .
Cover:
Das Cover ist sehr schön und detailreich umgesetzt. Eine prunkvolle und edle Kette ist darauf erkennbar. Und auch die Verzierungen runden das Ganze sehr schön ab. Optisch und farblich ist es wieder klasse gewählt und umgesetzt. Der Wiedererkennungseffekt zu den Covern der Reihe ist auf jeden Fall erkennbar und gut gewählt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den dritten Band der Reihe und ich würde hier auf jeden Fall empfehlen die vorherigen gelesen zu haben, da es für das Verständnis und die Entwicklungen und Verwicklungen auf jeden Fall hilfreich und von Vorteil ist und man ohne sicherlich nur schwer folgen kann.
Auch im dritten Band der Romantasy Reihe geht es wieder spannend und spicy zur Sache. Verrat, Verschwörungen und Enthüllungen sorgen hier für Überraschungen und auch das Schicksal scheint hier unvermeidbar.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und keineswegs vorgreifen, daher halte ich mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man wieder in Charaktere und Geschehnisse hinein. Es ist spannend und geheimnisvoll aufgebaut und auch die Emotionen und Gefühle sind gut spürbar und atmosphärisch umgesetzt.
Die Kapitelanfänge sind sehr gut zu erkennen und durch die Verzierungen optisch sehr gut hervorgehoben. Die Kapitel selbst werden einfach durchnummeriert.
Gestaltung und Gliederung haben mir sehr gut gefallen. Die Karte am Beginn ist sehr schön gezeichnet und umgesetzt und auch das Glossar am Ende ist hilfreich und toll gewählt. Der wunderschöne Farbschnitt rundet das Ganze perfekt ab.
Ein wundervoller und spannender dritter Band, der das Ganze sehr gut fortsetzt und die Spannung und die Emotionen selbst sehr gut aufrecht erhält. Ich bin sehr auf den weiteren Verlauf gespannt und somit auf den nächsten Band.
Fazit:
Tolle Fortsetzung, die die Spannung und Emotionen gut beibehält.
Rezensionen von Claudia R.:
Die Gilde der Wortmagier II von Peter Hohmann; Lew Marschall; Pascal Wokan
magisch solige Fortsetzung
Klappentext / Inhalt:
+++Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt+++
Vor den Toren der Zwergenfestung Zabad-Rûd drängen sich Tausende Flüchtlinge, getrieben von Winter, Hunger und den Nachwehen des Flüsterfluchs. Während in den unterirdischen Hallen alte Rivalitäten aufflammen, steht Fardin – Prinz wider Willen und letzter Runenschmied – zwischen Pflicht und Mitgefühl.
Im Wisperforst breitet sich ein Schatten über der Akademie der Wortmagier aus. Angestachelt von einer Ahnung, stiehlt Soo den Flüsterstein, jenes Artefakt, das die Helden aus der Krone des Königs von Andarûn schlugen. Damit tritt er Ereignisse los, die sogar mythische Wesen aus einer längst vergessenen Zeit anlocken.
Jaard, frisch zum Häuptling ernannt, ringt mit den Erwartungen seines Stamms und seiner Wortmagie, die ihn zu einer Gefahr für Freund und Feind macht. Da ihn eine verzweifelte Botschaft des Eiselfen erreicht, muss er sich zwischen seinem Clan und einer neuen Quest entscheiden.
Als die drei Freunde im Rotgebirge zusammenfinden, wird klar: Der Flüsterstein muss zerstört werden, bevor jene Mächte ihn ergreifen, die längst ihre Klauen danach ausgestreckt haben. Zeitgleich trifft die Nachricht einer mysteriösen Heilerin ein, die in Buntheim ein Zeichen der Hoffnung setzt.
Welche Finsternis ist gefährlicher – die eines Artefakts oder jene in den Tiefen einer Seele?
Cover:
Das Cover zeigt die 3 Gefährten vor einer unbeschreiblichen Kulisse und setzt das Ganze optisch sehr schön um. Farblich und atmosphärisch hat mir das Cover sehr gut gefallen und es passt auch gut zum Cover des ersten Bandes. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Reihe und die Entwicklungen der Charaktere und Geschehnisse gehen hier entsprechend weiter, weswegen Vorkenntnisse hier auf jeden Fall vorhanden sein sollten und ich ein Lesen in Reihenfolge empfehlen würde.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit inhaltlichen Beschreibungen und Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist mir durch andere Werke der Autoren und den ersten Band der Reihe bereits bekannt und vertraut. In Geschehnisse und Charaktere fand ich mich daher durchaus hinein. Jedoch muss ich sagen, dass mir die Charaktere hier nicht so nah waren, wie im ersten Band.
Ich hatte mich sehr auf diese Fortsetzung sehr gefreut, muss jedoch sagen, dass mich der erste Band deutlich mehr packen und ergreifen konnte. Irgendwie fand ich da die Charaktere und ihr Handeln stimmiger und authentischer. Klar haben sich die Charaktere weiterentwickelt und es bleibt weiterhin interessant und spannend und dennoch muss ich sagen, dass ich im ersten Band näher an Geschehnisse und Charaktere dran war, was ich am zweiten Band etwas vermisste. Dennoch gab es spannende und auch tolle Entwicklungen und es war für mich sehr solide und durchaus unterhaltsam, aber es fehlte mir an der Begeisterung und dem gewissen Etwas. Alles in allem eine gute und toll weitergeführte Geschichte, jedoch konnte sie mich nicht so sehr umhauen und mitnehmen, wie gewohnt, was sehr schade war.
Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme und gute Länge und ermöglichen so einen tollen Lesefluss. Durch die wechselnden Perspektiven findet man recht gut in die einzelnen und recht unterschiedlichen Charaktere hinein und auch so wird eine gewisse Spannung aufgebaut. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch aus welcher Perspektive erzählt wird. Die Überschriften sind passend, ohne dabei zu viel zu verraten.
Auch den Farbschnitt fand ich wieder sehr schön umgesetzt. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Die Karten zu Beginn sind sehr schön und auch das Glossar am Ende ist hilfreich und gut gewählt.
Die Idee dahinter finde ich sehr schön und das Ganze ist weiterhin sehr unterhaltsam, auch wenn die Charaktere etwas an Authentizität eingebüsst haben, so war es weiterhin sehr spannend, magisch und unterhaltsam für mich und sich hatte eine tolle und solide Fantasygeschichte, die mir einige schöne Lesemomente bescherte.
Fazit:
Tolle Fantasygeschichte, die leider in der Fortsetzung etwas an Authentizität eingebüsst hat, aber alles in allem sehr solide ist und weiterhin begeistern konnte.
Rezensionen von Ulla:
Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5) von Marc-Uwe Kling
von Gleichnissen und Metaphern
Nach längerer Pause ist das Känguru wieder da, begleitet vom Kleinkünstler Marc-Uwe, oder ist Marc-Uwe die Hauptperson? Darüber wird gerne debattiert, zu Hause am gemeinsamen Küchentisch. Bis das Känguru die Rebellion gegen die Zustände ausruft und Marc-Uwe der erste Unterstützer wird. Sie beschließen einen Wettbewerb, wer die meisten Anhänger für die Rebellion gewinnt.
Wobei das Känguru eindeutig gewitzter und mit mehr Erfolg an die Sache heran geht. Bei Hertha in der Kneipe treffen sich immer mehr, die ebenso unzufrieden mit den Zuständen sind. Es wird debattiert über die Untätigkeit der Parteien, über Klimaleugner und das festhalten an fossiler Energie. Die absurden Forderungen der AfD werden auf sehr humorvolle Art vorgeführt. Die Weltpolitik wird nicht ausgespart, aber auch uns selbst wird der Spiegel vorgehalten. Ob tiefgläubige es genauso witzig finden wie ich mag ich nicht beurteilen, ich habe mich köstlich amüsiert über die Gleichnisse Jesus. Der ganze Roman handelt von Gleichnissen und Metaphern, abgesichert mit Faktenchecks.
Um dem ganzen Humor zu genießen ist das Hörbuch eindeutig die bessere Wahl. Großartig geschrieben und gelesen.
Rezensionen von Ulla:
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Positive Seiten des Alters
Endlich ist Ildiko von Kürthy alt genug und muss nicht mehr gefallen, nicht mehr sexy sein. Sie trägt nun bequeme Kleidung und fragt sich nicht mehr, ob sie dem Mann gefällt sondern ob er ihr gefällt. Die Rahmenhandlung dieses sehr persönlichen Romans ist der Geburtstag ihrer Freundin, ausgerechnet in der obersten Etage, die sie, da sie Angst hat den Fahrstuhl zu benutzen, nach sechs Etagen in einem einsamen Treppenhaus erreicht.
Ildiko beschreibt ihre Ängste, ihren Umgang mit ihnen, sie erzählt von ihren Problemen während der Wechseljahre. Alles Themen, die so gut wie jede Frau über 50 kennt. Ist es die Erziehung oder die Hormone die Frauen immer wieder ausbremsen? Einige Zitate werden geschickt in den Roman mit eingebaut. In vielen Anekdoten werden Episoden aus ihrem Leben erzählt, ihre Gedanken und Gefühle, von ihrer Familie, den Söhnen, die noch zu Hause leben, von ihren Freundinnen, von Krankheiten und Todesfällen, von ihren Eltern.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn es manchmal zu langatmig ist, Ildiko schreibt sehr lebensnah und sagt was viele Frauen genau so denken und erlebt haben. Älter werden heißt auch ein mehr an Erfahrung, es ist nichts negatives.
Rezensionen von rewareni:
Als Fremde wirst Du sterben! von Stephan Leenen
Wer bin ich wirklich?
Als in einem Tunnel ein toter Obdachloser gefunden wird denkt Hauptkommissar Ben Willemsen noch, dass es ein Routinefall wird. Doch schon bald muss er feststellen, dass dem nicht so ist. Jugendliche, die den, mittlerweile als bekannten amerikanischen Genetiker Robert Bronn identifiziert, gefunden haben, geraten plötzlich ins Visier skrupelloser Verbrecher, wo schon schon bald der nächste Tote auftaucht.
Bronns ehemalige Geliebte Andrea Segliani versinkt mehr und mehr in ihrer Rolle der historischen Giftmörderin Gesche Gottfried, wo sie immer öfter nicht mehr weiß, wer sie nun wirklich ist.
Als auch noch Ben zur Zielscheibe der Verbrecher wird und ein gestohlener USB Stick der Schlüssel zu den ganzen Ereignissen zu sein scheint weiß er, dass ihm und seinem Team nicht mehr viel Zeit bleibt um schlimmeres zu verhindern.
,, Als Fremde wirst du sterben“ ist ein spannender Kriminalroman, wo der Autor Stephan Leenen seine Leser auf eine besondere Reise, nicht nur in die Vergangenheit, mit nimmt.
Interessant war dabei, warum Andrea immer wieder glaubt die bekannte Bremer Giftmörderin Gesche zu sein und ihr Leben scheinbar hautnah in der Gegenwart erlebt. Dass dabei eine neuartige Technologie dahinter steckt findet man im Laufe des Romans heraus und man hofft, dass dieses Szenario nicht einmal wahr werden wird.
Die Protagonisten werden gut dargestellt, sowohl der sympathische und empathische Kommissar, als auch die leidgeprüfte Andrea. Aber auch die Antagonisten wie der skrupellose Journalist Torsten Schypulla oder der brutale Carlos, beide passen gut in die Geschichte hinein.
Etwas Probleme haben mir aber die schnellen Perspektivenwechsel bereitet, wo man oft ganz unvorbereitet von einem Schauplatz zum anderen gewechselt ist und man dabei erst wieder seine Gedanken zu anderen Protagonisten überleiten musste.
Es geht auch recht brutal in dem Roman zu wo mir Carlos schon fast ein wenig zu standhaft war mit den ganzen Verletzungen, die ihm andere zugefügt haben.
Ein versöhnliches Ende rundet den spannenden Krimi ab, wo mir der Ausflug in die historische Vergangenheit gut gefallen hat.
Rezensionen von Ulla:
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
viele Wendungen und Überraschungen
Der erfolgreiche Schriftsteller hat gerade ein neues Buch veröffentlicht und es gibt eine Party in seinem schönen Haus am Genfer See. Am nächsten Morgen sucht ihn seine Frau Sarah vergeblich, er ist verschwunden. Mit Hilfe des pensionierten Polizisten Yves Renauld sucht sie in dem Klettergebiet, in dem Marceau früher ungesichert die Felsen bestieg.
Sie finden ihn tot am Fuß des Felsens, abgestürzt, jedoch mit einer Wunde an der Stirn. Die Polizei geht von einem Unfall aus und will nicht weiter ermitteln, doch irgendwas stimmt hier nicht. Sarah beschließt mit Hilfe der Öffentlichkeit Druck auf die Ermittler auszuüben. In den Hinterlassenschaften findet sich ein Hinweis auf ein Manuskript in dem Marceau Geheimnisse aufdecken wollte. Vor 20 Jahren verschwand seine Schwester Jade, von der man annahm, sie hätte Selbstmord begangen. In jungen Jahren hatten die Geschwister erst den Tod ihres Vater bei dem Absturz seines Privatflugzeuges in den Genfer See und den Krebstod ihrer Mutter zu verkraften. Halt gab es im Freundeskreis und auf den zählt jetzt auch Sarah, bis immer mehr Ungereimtheiten entdeckt werden. Jeder scheint Geheimnisse zu verbergen.
Die Idee, durch Hinweise, die der Tote selbst verfasst hat und eigene Ermittlungen einen Todesfall zu klären und Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken ist sehr gelungen verknüpft. Die Beschreibung der Landschaft um den Genfer See ist sehr bildhaft. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, ein bisschen weniger wäre hingegen glaubhafter gewesen. Ab dem letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und man kann kaum aufhören mit dem Lesen.
Rezensionen von Ulla:
Das Signal von Ursula Poznanski
ans Haus gefesselt
Viola Decker hat sich ihren Traum erfüllt. Sie und ihr Mann Adam sind in das alte Haus am Waldrand gezogen. Einige Umbaumaßnahmen sind noch zu erledigen als das Unglück geschieht. Der Weinkeller bricht zusammen und begräbt Viola, die mit einigen Rippenbrüche und den Verlust ihres linken Beines klar kommen muss.
Sie erinnert sich nicht warum sie im Keller war, war es ein Unfall oder ein Mordanschlag? Adam, gutaussehend, erfolgreich und von Frauen umworben kümmert sich um alles. Viola darf nichts mehr selbstständig unternehmen, sie bekommt ein Extrazimmer und die Pflegekraft Otilia zur Seite, die immer mehr die Aufgabe einer Wärterin übernimmt. Als so nach und nach Erinnerungen aufkommen und der Nachbarsjunge Benno sie mit Informationen versorgt, will Viola trotz ihres gefesselt sein ans Haus dem auf den Grund gehen. Sie bestellt sich Minitracker, die sie ihrem Mann, Otilia und ihrer Freundin unterjubelt. So verfolgt sie deren Schritte mit diesen Signalen. Doch auch Viola hat ein Geheimnis, von dem ihr Mann nichts erfahren darf.
Ein Thriller, bei dem die Hauptperson das Haus nicht verlassen kann und doch von dort alle Fäden zieht. Die Protagonisten haben sehr unterschiedliche Wesenszüge und Charakter, alle sind hervorragend beschrieben. Es gibt immer wieder Winkelzüge die man nicht hat kommen sehen. Sehr spannend und interessant geschrieben.
Rezensionen von nil_liest:
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Warum ragt dieses Buch so heraus – und bleibt trotzdem so tief verwurzelt?
Dieses Buch erfährt gerade einen enormen Hype – und ausnahmsweise kann ich sagen: völlig zu Recht. Die Riesinnen ist nicht nur gut, es ist großartig. Still großartig. Eindringlich großartig. Und vor allem: nachhaltig.
Im Zentrum stehen drei Frauen aus drei Generationen – Liese, Cora und Eva.
Drei Leben, die unterschiedlicher kaum verlaufen könnten und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Liese, die sich in einer rauen Nachkriegswelt behaupten muss, festhält, durchhält, weitermacht – auch dann, wenn das Leben wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Cora, die sich gegen diese Enge auflehnt, hinaus will, alles hinter sich lässt, um dann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Freiheit bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Polen aufwächst – zwischen dem Drang hinaus und dem Sog zurück.
Wittenmoos, dieses kleine Schwarzwalddorf, ist dabei weit mehr als nur ein Schauplatz. Es ist Kraftfeld und Käfig zugleich. Ein Ort, der hält und gleichzeitig einengt. Hier kennt jeder jeden, hier wird beobachtet, geredet, bewertet – und doch ist genau hier auch diese tiefe, kaum erklärbare Verbundenheit spürbar. Besonders der Wald zieht sich wie ein lebendiger Organismus durch den Roman: schützend, fordernd, manchmal fast unerbittlich. Für alle drei Frauen wird er zu einem Gegenpol zur sozialen Enge – ein Raum, in dem sie atmen können.
Was mich besonders berührt hat: Dieses Buch braucht keine großen dramatischen Wendungen, um zu wirken. Es erzählt vom Leben selbst – von Entscheidungen, die nicht laut getroffen werden, von Wegen, die sich erst im Rückblick als die richtigen erweisen. Wenn man am Ende zurückblickt, merkt man, wie viel eigentlich passiert ist. Ganz leise. Ganz konsequent.
Und dann dieser Schreibstil. Hannah Häffner schreibt mit einer Präzision, die fast weh tut – weil sie so genau ist. Ihre Sprache ist dicht, poetisch, manchmal dunkel, dann wieder überraschend zart. Sätze, die nicht einfach gelesen, sondern gespürt werden wollen.
Dabei gelingt ihr etwas sehr Besonderes: Sie verbindet eine fast entschleunigte Erzählweise mit einer enormen Sogkraft. Es passiert scheinbar wenig – und gleichzeitig will man immer weiterlesen. Weil jede Figur Tiefe hat, weil jede Beziehung Nuancen trägt, weil zwischen den Zeilen oft mehr liegt als im Offensichtlichen.
Auch die Entwicklung über die Generationen hinweg ist fein gezeichnet. Während Liese noch stark gegen äußere Umstände ankämpfen muss, geht es bei Cora um Abgrenzung und Aufbruch. Und Eva? Sie darf bereits wählen. Ihr Weg wirkt freier, bewusster – und zeigt, dass Veränderung oft leise beginnt, aber über Generationen hinweg wirkt.
Und ja, es gibt Momente, die fast zu rund erscheinen, fast zu schön. Aber selbst das fügt sich in dieses Gesamtbild ein: als leiser Hoffnungsschimmer, nicht als Kitsch.
Für mich ist Die Riesinnen ein Roman über Frauen, die sich nicht laut emanzipieren müssen, weil sie es längst tun – auf ihre eigene, oft stille Weise. Über Herkunft, die prägt, aber nicht festschreibt. Über Heimat, die gleichzeitig Last und Halt sein kann.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis dieses Buches: Es erzählt nichts Spektakuläres – und trifft dabei mitten ins Herz.











