Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulla:
Das Signal von Ursula Poznanski
ans Haus gefesselt
Viola Decker hat sich ihren Traum erfüllt. Sie und ihr Mann Adam sind in das alte Haus am Waldrand gezogen. Einige Umbaumaßnahmen sind noch zu erledigen als das Unglück geschieht. Der Weinkeller bricht zusammen und begräbt Viola, die mit einigen Rippenbrüche und den Verlust ihres linken Beines klar kommen muss.
Sie erinnert sich nicht warum sie im Keller war, war es ein Unfall oder ein Mordanschlag? Adam, gutaussehend, erfolgreich und von Frauen umworben kümmert sich um alles. Viola darf nichts mehr selbstständig unternehmen, sie bekommt ein Extrazimmer und die Pflegekraft Otilia zur Seite, die immer mehr die Aufgabe einer Wärterin übernimmt. Als so nach und nach Erinnerungen aufkommen und der Nachbarsjunge Benno sie mit Informationen versorgt, will Viola trotz ihres gefesselt sein ans Haus dem auf den Grund gehen. Sie bestellt sich Minitracker, die sie ihrem Mann, Otilia und ihrer Freundin unterjubelt. So verfolgt sie deren Schritte mit diesen Signalen. Doch auch Viola hat ein Geheimnis, von dem ihr Mann nichts erfahren darf.
Ein Thriller, bei dem die Hauptperson das Haus nicht verlassen kann und doch von dort alle Fäden zieht. Die Protagonisten haben sehr unterschiedliche Wesenszüge und Charakter, alle sind hervorragend beschrieben. Es gibt immer wieder Winkelzüge die man nicht hat kommen sehen. Sehr spannend und interessant geschrieben.
Rezensionen von nil_liest:
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Warum ragt dieses Buch so heraus – und bleibt trotzdem so tief verwurzelt?
Dieses Buch erfährt gerade einen enormen Hype – und ausnahmsweise kann ich sagen: völlig zu Recht. Die Riesinnen ist nicht nur gut, es ist großartig. Still großartig. Eindringlich großartig. Und vor allem: nachhaltig.
Im Zentrum stehen drei Frauen aus drei Generationen – Liese, Cora und Eva.
Drei Leben, die unterschiedlicher kaum verlaufen könnten und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Liese, die sich in einer rauen Nachkriegswelt behaupten muss, festhält, durchhält, weitermacht – auch dann, wenn das Leben wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Cora, die sich gegen diese Enge auflehnt, hinaus will, alles hinter sich lässt, um dann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Freiheit bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Polen aufwächst – zwischen dem Drang hinaus und dem Sog zurück.
Wittenmoos, dieses kleine Schwarzwalddorf, ist dabei weit mehr als nur ein Schauplatz. Es ist Kraftfeld und Käfig zugleich. Ein Ort, der hält und gleichzeitig einengt. Hier kennt jeder jeden, hier wird beobachtet, geredet, bewertet – und doch ist genau hier auch diese tiefe, kaum erklärbare Verbundenheit spürbar. Besonders der Wald zieht sich wie ein lebendiger Organismus durch den Roman: schützend, fordernd, manchmal fast unerbittlich. Für alle drei Frauen wird er zu einem Gegenpol zur sozialen Enge – ein Raum, in dem sie atmen können.
Was mich besonders berührt hat: Dieses Buch braucht keine großen dramatischen Wendungen, um zu wirken. Es erzählt vom Leben selbst – von Entscheidungen, die nicht laut getroffen werden, von Wegen, die sich erst im Rückblick als die richtigen erweisen. Wenn man am Ende zurückblickt, merkt man, wie viel eigentlich passiert ist. Ganz leise. Ganz konsequent.
Und dann dieser Schreibstil. Hannah Häffner schreibt mit einer Präzision, die fast weh tut – weil sie so genau ist. Ihre Sprache ist dicht, poetisch, manchmal dunkel, dann wieder überraschend zart. Sätze, die nicht einfach gelesen, sondern gespürt werden wollen.
Dabei gelingt ihr etwas sehr Besonderes: Sie verbindet eine fast entschleunigte Erzählweise mit einer enormen Sogkraft. Es passiert scheinbar wenig – und gleichzeitig will man immer weiterlesen. Weil jede Figur Tiefe hat, weil jede Beziehung Nuancen trägt, weil zwischen den Zeilen oft mehr liegt als im Offensichtlichen.
Auch die Entwicklung über die Generationen hinweg ist fein gezeichnet. Während Liese noch stark gegen äußere Umstände ankämpfen muss, geht es bei Cora um Abgrenzung und Aufbruch. Und Eva? Sie darf bereits wählen. Ihr Weg wirkt freier, bewusster – und zeigt, dass Veränderung oft leise beginnt, aber über Generationen hinweg wirkt.
Und ja, es gibt Momente, die fast zu rund erscheinen, fast zu schön. Aber selbst das fügt sich in dieses Gesamtbild ein: als leiser Hoffnungsschimmer, nicht als Kitsch.
Für mich ist Die Riesinnen ein Roman über Frauen, die sich nicht laut emanzipieren müssen, weil sie es längst tun – auf ihre eigene, oft stille Weise. Über Herkunft, die prägt, aber nicht festschreibt. Über Heimat, die gleichzeitig Last und Halt sein kann.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis dieses Buches: Es erzählt nichts Spektakuläres – und trifft dabei mitten ins Herz.
Rezensionen von Ulla:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Selbstwahrnehmung
Tilda ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, geschieden, mit zwei erwachsenen und erfolgreichen Töchtern. Sie lebt in einem schönen Haus mit Hund und Katze und hat Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Bis sie eines Tages feststellt, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Er ist noch da, sie sieht ihn nur nicht.
Die Diagnose ihrer Ärztin lautet Unsichtbarkeit, eine unheilbare Krankheit, die Frauen ab Mitte 40 betrifft. Es kann bis zum völligen Verschwinden führen. In der Therapeutin Selma findet sie Hilfe um doch eine Heilung zu erlangen. Sie soll in sich hineinhorchen, feststellen, wie sie sich selbst wahrnimmt und meditieren.
Neben der Unsichtbarkeit, die viele Frauen kennen, auch wenn sie körperlich noch vollständig sind, werden sie bei Beförderungen übergangen, Leistungen nicht erkannt und ihre Aufopferung bis zur Selbstaufgabe für die Familie nicht gewürdigt, sind die Themen Gewalt in der Ehe, Autismus, ADHS und Erblindung in die Handlung eingewoben. Der Selbstfindungstripp Tildas führt über mehrere Formen der Meditation hin zu einem völlig unrealistischen Happyend, bei dem wirklich alles perfekt ist.
Die Idee ist hervorragend, an der Umsetzung hapert es leider. Für einen Roman ist viel zu viel Meditation dabei, und das Ende einfach nur rosarot und unglaubwürdig.
Rezensionen von M:
Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier von Peter Nieländer
Für Dinofans
Das Meine Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist etwas für kleine, aber auch für große Dinofans. Als Wimmelbuch in handlicher 21x24 cm Größe und mit seinen stabilen, dicken Seiten, ist es ideal für Kinder ab ca 2 Jahren. Die Texte sind einfach und gut verständlich und trotzdem informativ, sie regen an, über das jeweilige Thema der Doppelseiten z.
B. Meeressaurier oder Fortpflanzung miteinander zu sprechen und auch ich, als vorlesender Erwachsener, habe neue Informationen über Dinosaurier bekommen. Es macht Spaß, die vielen bunten Bilder anzusehen und nach den verschiedenen Dinos, die jeweils an der Buchseite mit Namen abgebildet sind, zu suchen. Besonders begeistert war unser Kleiner Dinofan von den vielen kleinen und größeren Klappen, hinter denen er immer neue überraschende Dinge entdecken konnte. Wieder ein tolles Buch aus der Ravensburger Reihe Mein Sachen suchen Buch.
Rezensionen von gabiliest:
Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri
Auge um Auge, Zahn um Zahn
“Töte die Reichen” Dieser Slogan findet sich nach Attentaten auf Milliardäre an den Tatorten und im Internet. Das erste Opfer ist ein ehemaliger, millardenschwerer Fußballspieler, Jesús Martínez. Seinem Tod folgen weitere prominente Opfer, alle ermordet auf eine Art und Weise, die Bezug zu ihrem bisherigen Leben hat.
Colomba Caselli, ehemalige Vizepolizeidirektorin und Dante Torre, ein genialer Amateurkriminalist, ermitteln. Colomba, die jetzt Privatdetektivin ist, wird von der Familie von Jesús zu dem Fall, an dem auch der Geheimdienst großes Interesse zeigt, hinzugezogen. Dante weicht nicht von ihrer Seite, denn die beiden verbinden schreckliche Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit.
Der bekannte Autor Sandrone Dazieri hat mit “Das Gesetz der Elite: Ihr Reichtum ist ihr Untergang” einen hoch aktuellen Thriller vorgelegt, der sich, oberflächlich betrachtet, auf die weltweiten Einkommens- und Vermögensunterschiede bezieht. Der Vergleich der Welt mit “Dollaronia”, in der wenige Superreiche alles bestimmen, ist durchaus der Realität entsprungen. Der Autor beschreibt die Welt des Geldes als Hochhaus, in den unteren Stockwerken bewohnt von den Durchschnittsverdienern und letztlich den bitter Armen. Und er legt nahe, den Wert des menschlichen Lebens in diesem Szenario zu überdenken, denn letztlich sind diese Menschen “entbehrlich”. Das deckt sich inhaltlich mit dem Eingangszitat des Buches von John Brunner aus “Schafe blicken auf“, das vorschlägt, zweihundert Millionen Menschen, die absonderlichsten und schädlichsten, zu eliminieren. Wie lautet wohl die Antwort der Elite auf die Frage, ob die gesamte Menschheit weiter bestehen solle?
Ebenso fasziniert der Traum vom ewigen Leben. Sandrone Dazieri lässt die Superreichen eine Organisation erschaffen, die es durch Kryokonservierung möglich machen soll, in der Zukunft durch verbesserte medizinische Möglichkeiten weiterzuleben. Doch führt vieles, das der Autor heranzieht, um den Spannungsbogen aufzubauen, die Lesenden gekonnt in die Irre. Denn als es letztlich gelingt, den Täter zu stellen, ergibt sich der Blick auf eine psychisch gestörte und narzisstische Persönlichkeit, die lange Zeit über jeden Verdacht erhaben war.
Besonders herauszustreichen sind die beiden Hauptfiguren Colomba Caselli und Dante Torre. Beide sind schwer traumatisiert. Das Buch wirft im Rückblick nur Schlaglichter auf das Schicksal der Protagonisten, die erahnen lassen, dass sie Furchtbares durchgemacht haben müssen. Colomba, die nicht mehr an vorderster Front ermitteln möchte, kann durch ihre Hartnäckigkeit nicht aufhören, nach dem wahren Täter zu suchen, auch als die Morde bereits geklärt erscheinen, doch immer wieder wird sie von Panikattacken gequält. Dante ist körperlich und psychisch schwer geschädigt und doch der Mastermind bei der Aufklärung der Verbrechen.
Bei aller Düsternis stellt der Autor die Beziehung von Dante und Colomba liebevoll dar, denn Colomba wird Dante, der eine sehr unorthodoxe Lebensweise pflegt, immer beschützen. Obwohl Colomba und Dante nicht zur Welt der Reichen und Schönen zählen, ergibt sich im Zuge der Aufklärungsarbeit für Colomba eine unerwartete und einfühlsam erzählte Liebesgeschichte.
Mein Fazit:
“Das Gesetz der Elite: Ihr Reichtum ist ihr Untergang” ist ein gut gelungener Thriller, der den Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhält. Die Unterschiede zwischen Fakten und Fiktion verschwimmen, souverän führt der Autor durch eine den meisten Menschen verschlossene Welt des Reichtums, ohne jedoch eine Verteilungsdebatte anzufachen. Die faszinierenden Charaktere der Protagonisten zeigen unerwartete und bizarre Persönlichkeitsstrukturen, zur besseren Einordnung finden die Lesenden am Beginn des Buches ein Personenverzeichnis. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Vorgeschichte von Colomba und Dante zu erfahren, die der Autor jedoch in seinen zwei bereits vor Jahren erschienen Romanen der Colomba Caselli- Reihe behandelt hat. Durch seine Realitätsnähe lohnt es sich, das Buch auch als Diskussionsgrundlage über die Einflussnahme der Superreichen auf Politik und Gesellschaft zu verstehen. So wirft der Autor, verpackt in einen fesselnden Spannungsroman, zeitgemäße und hochaktuelle Problemstellungen auf, über die es sich lohnt, nachzulesen und nachzudenken.
Rezensionen von Claudia R.:
Magic Between the Pages von Becca S. Hale; Gabriella Queen; Mira Valentin
magische Anthologie
Klappentext / Inhalt:
Worte sind mehr als nur Zeichen auf Papier. Viel mehr als das: Sie können Portale öffnen, Schicksale verändern und Magie freisetzen. Wenn man nur ganz fest daran glaubt ...
Diese Anthologie versammelt 18 fantastische Geschichten über den Zauber der Worte, über Welten hinter den Seiten und über Figuren, die entdecken, dass manche Bücher lebendiger sind, als sie dachten.
Jede Erzählung stammt aus einer anderen Feder, doch sie alle vereint eines: die Magie der Bücher.
Begleite die Protagonist*innen an Orte, an denen Magie in den Wänden surrt, in verstaubte Buchhandlungen, deren Bücher Geheimisse flüstern, und in einen Zauberbuchladen, in dem selbst Satzzeichen deinen Verstand austricksen.
Bist du bereit für Abenteuer mit magischen Wesen und zu erleben, wie aus geschriebenen Worten Wirklichkeit wird?
Alle Erlöse dieser Anthologie fließen in die wichtige Arbeit von Stiftung Lesen, einer Organisation zur Leseförderung.
Cover:
Das Cover ist sehr liebevoll verziert und mit vielen Symbolen ausgestattet, die man bei genauerer Betrachtung erst ordnen kann. Optisch unf auch farblich ist es sehr schön angesetzt und umgesetzt. Sinnbildlich kommt hier die Magie und Hexerei sehr gut herüber.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um eine Anthologie aus 18 wunderbaren und fantasievollen Kurzgeschichten. jede steckt voller Magie, Spannung und fantastischer Wesen. Jede Geschichte ist einzigartig und für sich geschlossen. Daher wird hier eine große Vielfalt und Bandbreite geboten. 18 Autoren mit ihren Kurzgeschichten sind hier verewigt.
Inhaltlich möchte ich hier nicht weiter auf die einzelnen Geschichten und Details eingehen, aber es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen.
Nicht nur die äußerliche Aufmachung und der Farbschnitt sind sehr gut gelungen, auch innerlich ist es wunderschön illustriert und toll umgesetzt. Die einzelnen Anfänge der Geschichten sind sehr schön hervorgehoben und dadurch auch sehr gut ersichtlich.
Auch das Inhaltsverzeichnis zu Beginn ist dabei sehr hilfreich.
Die Anfänge der Kurzgeschichten sind sehr schön verziert und es macht optisch bereits einiges her. Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich und auch die Schreibstile der Autoren unterscheiden sich, aber genau das macht es auch interessant und unterhaltsam. Natürlich gibt es bei den 18 Kurzgeschichten einige, die einen mehr erreichen und überzeugen und manche, die einen richtig mitreißen, wobei andere ein wenig untergehen, aber im Großen und Ganzen konnten mich eigentlich alle mitnehmen und unterhalten. Manche sogar noch etwas mehr, als andere.
Die Geschichten stecken voller Magie und Fantasie und haben teilweise sehr tolle und spannende Ansätze. Auch magische Wesen, wie Hexen, Drachen und Trolle kommen hier nicht zu kurz. Die Charaktere und auch die Geschichten sind sehr vielschichtig und eine wundervolle Bandbreite wird hier geboten. Mir hat diese Anthologie und auch die sehr unterschiedlichen Geschichten sehr gut gefallen. Ein lesender Drache, eine Bibliothek in einer Stadt voller Analphabeten und vieles mehr findet man in diesen Kurzgeschichten und kommt immer wieder ins Schmunzeln und Staunen.
Fazit:
Faszinierende, magische und fantasievolle Kurzgeschichten, die begeistern, unterhalten und mitreißen.
Rezensionen von peppi:
Die Gesetze von Liebe und Logik von Debra Curtis
Lily
Die Autorin Debra Curtis erzählt in ihrem Roman , der sich über fünf Jahrzehnte erstreckt, wie Entscheidungen, Schuld und Sehnsucht ein Leben prägen.
Im Mittelpunkt steht Lily, deren Jugend an der Ostküste von Freiheit, Strandtagen und der ersten Liebe geprägt ist. Eine Partynacht zerstört nicht nur die Liebe von Lily und dem Jungen, der im Buch nie namentlich genannt wird, sondern verändert auch das Leben von mehreren Menschen.
Wir begleiten Lily durch die Jahre. In ihrer zweiten Liebe mit dem älteren Marshall findet sie Stabilität. Aber ihre Jugendliebe lässt sie nie ganz los.
Neben Lily, sind im Buch ihre Mutter, die Schwester und auch der Vater interessante Persönlichkeiten, die gut beschrieben sind.
Beim Lesen hat mich gestört, dass Themen aus Politik, Mathematik und Biologie im Roman einen deutlichen Raum einnehmen. Diese sehr ausführlichen Passagen bremsen für mich den erzählerischen Fluss.
Trotzdem ein lesenswertes Buch
Rezensionen von div:
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
geheimnisvoll
geheimnisvoll
"Das letzte Buch von Marceau Miller" ist ein stilles, nachdenkliches Werk, das weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und innere Spannung überzeugt. Die Ausgangslage ist irgendwie ganz interessant, da der Autor dieses Buches sich auch selbst so nennt. Der Autor erzählt keine klassische Geschichte, sondern lädt die Leserinnen und Leser in einen Raum ein, in dem Erinnerung, Verlust und Identität ineinanderfließen.
Marceau ist im Roman ein erfolgreicher Schriftsteller, der gleich zu Beginn von einem Kletterfelsen tödlich abstürzt. Alle glauben an einen Unfall, nur seine Frau Sarah nicht. Sarah hat ein komisches Gefühl und an der Unfallstelle bemerkt sie einige Ungereimtheiten. Sie beginnt eine verbissene Suche nach der Wahrheit. Der Weg wird schwieriger je mehr sie merkt, dass sie nicht alles von Marceau wusste. Was bleibt von uns, wenn Geschichten enden?
Eine Erzählung, die einem durchaus packt. Hat mir gefallen.
Rezensionen von lorireads:
Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti
Leider hat sich mein erster Eindruck nicht fortgesetzt
Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.
Rezensionen von Anno:
Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier von Kathrin Lena Orso
Wahr oder erfunden?
Juniorbewertung: „Ida, Elsa und Oskar und Mikkel sind die besten Freunde und leben mit ihren Ponys auf der Hufeiseninsel Lillasund in Schweden. In den Sommerferien zelten sie und erzählen sich Geschichten und Ida weiß nicht ob es wirklich Trolle gibt und bekommt ein bisschen Angst. Floki merkt das und dann klappt plötzlich das Training für nicht mehr.
Die Bücher über Lillasund mag ich sehr gerne und ich warte immer auf eine neue Geschichte und lese die dann an einem Tag fertig. Man lernt viel über Tiere und über Schweden. Und Freundschaft und Natur ist auch sehr wichtig. Das finde ich gut.‘
Mit Lillasund haben wir eine Serie gefunden, die bei uns voll ins Schwarze traf und mein Kind- ganz ohne Zwang- zum Lesen animierte. Die Geschichten sind perfekt für das Alter, einfach zu lesen, aber auch mit einer gewissen Spannung und rätselhaften Vorkommnissen, die Kinder am Ball bleiben lässt. Ein klein wenig Magie liegt dies Mal auch in der Luft, trotzdem bleibt die Handlung realistisch. Die für diese Reihe typisch umsichtige und positive Art ist wieder bemerkenswert schön- etwas verklärt, aber gerade deshalb sehr toll. Man spürt dabei förmlich die Sonne und riecht die Natur. Die Freundesgruppe erhält jetzt zudem noch Zuwachs- tierischen sowie auch menschlichen, die beide jede Menge Action und Tiefe mit in die Handlung bringen. Doch auch die vielen Details rund ums Reiten, über Schwedens bekanntestes Fest und die Infos zu Tiere, machen aus der Geschichte irgendwie etwas Besonderes. Dass in Lillasund sehr viel Herzblut steckt, merkt man also sofort.
Die Autorin begegnet jungen Leser*innen auf Augenhöhe und entführt sie in die schönsten Abenteuer, die aber die Sehnsucht nach Natur, Schweden und einem eigenen Haustier wecken könnten.











