Kunden em pfehlungen
Rezensionen von K.R.:
Küchengeflüster von Silvia Trippolt
Macht Appetit auf mehr!
Wir wissen, wenn etwas besonders leicht und locker daherkommt, steckt am allermeisten dahinter. So ist es auch in Silvia Trippolts Wohlfühlroman „Küchengeflüster.“ Sie selbst ist Kulinarikjournalistin und führt ein 3-Hauben-Restaurant. Das merkt man. Allein, wie sie die Abläufe in der Sterneküche und im Restaurant beschreibt, sowie ihr Zugang zu den Gerichten, lässt darauf schließen, dass sie ein Profi ist.
Ihr Schreibstil ist unendlich sympathisch, ebenso wie Plot, Figuren und Setting. Ich habe abwechselnd gelacht und geheult. Das passiert mir sonst nur bei Büchern von Sophie Kinsella, Emily Henry und Mhairi McFarlane. Romantik, mit viel Humor, das ist das absolute Ding der Silvia Trippolt.
Zum Inhalt. Es geht um die Restaurantkritikerin Tilda Kaufmann, die undercover in einem Sternerestaurant arbeitet. Allerdings nicht freiwillig, sondern weil sie eine Kritik total versemmelt hat und ihren Job retten will. Dort lernt sie den Starkoch Magnus kennen und lieben. Der weiß allerdings nichts von ihrem Geheimnis und als er es herausfindet, wird die Küche zum Pulverfass. Denn auch Magnus hat sich in Tilda verliebt. Die ganze Zeit zitterte ich beim Lesen mit: Sag es ihm doch, Tilda, sag es ihm! Manchmal möchte man der Protagonistin sogar einen Schubs in die richtige Richtung geben.
Was mir aufgefallen ist, wie wichtig der Autorin die Tiefe der Nebencharaktere sind. So wie Mascha, die queere Kioskbesitzerin, die ständig Thomas Bernhard zitiert. Oder die selbstlose Enzi, die beste Freundin der Protagonistin, die gerne in Pfützen springt. Oder Luisa, die sanfte Seele – mein Herzensmensch im Restaurant Wolf. Es ist auch schön zu sehen, wie Tildas Bruder Johannes sein Leben in den Griff bekommt.
Zwischenmenschlich passiert in Trippolts Roman ganz viel. Sprachlosigkeit wird überwunden, Schubladen werden geöffnet. Es geht um Loslassen, im Sinne von Es-Sein-Lassen. Alles in allem: eine Geschichte mit Charme und Substanz und ich bin dankbar, dass es in Zeiten wie diesen solche Bücher gibt.
Wenn es eine neue Art der Healing Fiction gibt, dann ist dieser Roman ein Prototyp dafür.
Mein Fazit: Ich habe eine neue Lieblingsautorin entdeckt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
REM von Annika Strauss
Ist das schon Horror?
Horror von und mit meinem Lieblings-Thriller-Autor Fitzek habe ich mir unfassbar spannend und atmosphärisch vorgestellt. Ich bin nach Ende des Buches aber nun doch überrascht, wie wenig ich die Geschichte als Horror empfunden habe. Auch das Spannungslevel fand ich tatsächlich eher niedrig. Ich bin fast schon ein bisschen enttäuscht vom Buch.
Zuerst vielleicht kurz mal so viel: das Buch erinnert mich wahnsinnig an ein anderes, was ich vor 1-2 Jahren gelesen habe, an dessen Titel ich mich aber nicht erinnere. Da ging es auch um Schlaf/Albträume/Monster. Auch die Illustrationen, die ich richtig cool fand zum Aufbau einer unheimlichen Atmosphäre, erinnern stark an eben jenes Buch, ich meine da gab es das auch. Aber egal, die Prämisse und den Start ins Buch fand ich eigentlich ziemlich gut. Aber dann flachte der Spannungsbogen erstmal deutlich ab.
Das Buch hat ja jetzt nicht so viele Seiten und natürlich muss man da entsprechend ein bisschen Tempo reinbringen, aber so richtig logisch habe ich das alles nicht empfunden. Und da meine ich nicht mal die Monster und die super seltsame Auflösung am Ende, sondern so banale Sachen wie die Lebenssituation von Alysee, ihr blindes Vertrauen in ein plötzlich auftauchendes Erbe, Nicos schlechte Entscheidungen etc.
Die letzten Seiten in dem Hotel waren für mich tatsächlich noch die spannendsten und stimmungsvollsten. Insgesamt wars alles so ein bisschen drüber. Es war sehr leicht geschrieben, weshalb ich das Buch schnell durch hatte, inhaltlich hats mich aber dieses Mal eher nicht so abgeholt. Würde 2,5 Sterne vergeben
Rezensionen von Emmmbeee:
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Heiter, aber allzu brav
Der Pfarrer stirbt, seiner Haushälterin, schon seit frühen Kindertagen mit ihm befreundet, wird dadurch aber nicht langweilig. Denn noch vor der Beerdigung steht bereits ein junger Nachfolger aus dem hohen Norden zu nachtschlafender Zeit vor der Tür. Fürs erste scheint es keine größere Sorge zu geben als sein unverständliches Plattdeutsch.
Und so muss die Messfeier eben in lateinischer Sprache gehalten werden, und für die Predigt tut es auch ein herausgerissenes Blatt aus einem italienischen Kochbuch (Minestrone).
Durch alle Seiten hindurch zieht sich der Duft von kochender Mirabellenmarmelade, und das hat mir sehr gefallen, denn auch ich liebe dieses Aroma heißer Früchte seit meiner Kindheit. Wie Perlen auf einem Rosenkranz reihen sich in einem fort diverse Histörchen und Geschichtlein aneinander. Es sind Hunderte, und man könnte aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommen.
Nur: Wie auf die brave ältliche, aber mit ihren 54 noch keineswegs alte Pfarrersköchin zugeschnitten sind alle so harmlos wie Kinderwitze. Eine Pfarrersköchin, deren Markenzeichen ihr hellblaues Wollkostüm ist, verfügt wohl auch über keine aufregenden Erinnerungen. Ein wenig mehr Spannung, ab und zu ein kräftiger Kick, vielleicht zwischendurch noch eine Prise Paprika hätten dem Roman bestimmt gutgetan. So habe ich des Öfteren querfeldein gelesen und mich manchmal gelangweilt. Dieses Buch liest sich leicht-seicht, man möge mir verzeihen.
Doch wer diese Art von literarischer Unterhaltung gerne mag, dem seien die „Mirabellentage“ herzlich empfohlen.
Rezensionen von C. P.:
Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick von Bente van der Meer
Back to the nordic roots
Die Münchener High Snobiety kehrt Isabell Duval den Rücken zu, als ihr Mann wegen Finanzbetrugs verhaftet wird. Mit ihren erwachsenen Kindern reist sie zu ihrer Schwester Stine nach Ostfriesland, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Aus Gründen. Die eingefrorenen Familien-Konten machen die Fahrt für die verwöhnte Familie zur Herausforderung.
Und das Leben in dem kleinen ostfriesischen Örtchen Deerhusen kann ihrem bisherigen Luxus-Standard zwar nicht das Wasser reichen, bietet dafür andere Vorzüge, welche Isabell zunächst nicht wahrhaben will.
Das Autorinnen-Duo hat jedem der beteiligten Hauptcharaktere eine Stimme gegeben, vom inhaftierten Vater einmal abgesehen. Also sowohl Stine und Isabell wie auch deren Kinder Clara und Lucas haben eigene Kapitel mit Ich-Perspektive. Mit dem Anfang haderte ich leider etwas. Stines Versuch, das ostfriesische Dorfleben zu beschreiben und ein paar typisch nordische Begriffe zu erklären, wirkten mir zu gezwungen, zumal im Verlauf des Romans auf weitere nordische Eigenarten verzichtet wurde. Isabells Verleugnung ihrer nordischen Wurzeln, zu denen sie notgedrungen zurückkehrt, bestand u.a. darin so zu tun, als sei ihre Heimat irgendeine zu vermeidende Scheußlichkeit auf der Landkarte. Die Tochter wird zunächst als unselbstständiges Blödchen dargestellt das nur davon träumt, von Social Media Content zu leben. Und der Sohn bekommt als ausgebildeter Anwalt zunächst die Rolle des Mansplainers zugeschrieben. Mit Geld haushalten können sie hingegen alle nicht.
Mit der Zeit hat sich der Roman zum Glück angenehm eingegroovt und bis auf Isabell und ihren Gatten mochte ich die anderen Charaktere auf ihre Art ganz gern. Clara und Lucas bekommt der Bezug zur Realität tatsächlich ganz gut, wenn auch beide in ihrem jeweils eigenen Tempo sich mit ihrem neuen Leben arrangieren. Isabell hat es leider bis zum Schluss nicht geschafft, bei mir zu punkten, da ich Menschen einfach nicht mag, die ihre Unzulänglichkeiten auf andere projizieren. Gut dargestellt war sie hingegen trotzdem.
Bis auf den für meinen Geschmack etwas holprigen Start hat sich das Buch als unterhaltsamer Roman mit dörflichem Charme und Zusammenhalt entwickelt. Vielleicht hat auch ein gewisses Schaf ein wenig hierzu beigetragen. Die Perspektivenwechsel sind eine sehr gute Entscheidung gewesen, so fällt es leicht, die Charaktere und jeweiligen Entscheidungen und Entwicklungen mitzuverfolgen. Ein Besuch in Deerhusen lohnt sich!
Rezensionen von Marw76:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Hätte noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen dürfen
In einer idyllischen Kleinstadt erleben Britta, Pia und Martin eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume, doch dann reißt ein verhängnisvoller Sommer die enge Freundschaft der drei auseinander.
Zwei Jahrzehnte später, Inmitten von Schmerz und Vergebung müssen Britta, Pia und Martin entscheiden, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden.
Doch ein gut gehütetes Geheimnis droht die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, endgültig zu zerreißen.
Das Cover des Buches ist ja ganz zauberhaft und deshalb wollte ich auch unbedingt wissen was sich hinter dem sommerlich- leichten Cover wohl für eine Geschichte zu verbergen hat!
Der Schreibstil war einfach zu lesen und hatte eine gewissen Leichtigkeit, deshalb bin ich im Buch auch gut vorrangekommen und wollte immer wissen wie es weitergeht. Vielleicht war es aber auch ein wenig zu viel Leichtigkeit, denn ich habe ab und an auch ein wenig die Tiefe vermisst.
Das die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen spielt fand ich schön, ich liebe solche Geschichten. Die Vergangenheit mochte ich sehr gerne, die Gegenwart spielt in der Coronazeit. Anfangs fand ich dies interessant aber es hat dann eigentlich wenig für die Geschichte getan.
Insgesamt mochte ich die Geschichte gerne lesen und kann sie empfehlen, aber ich hätte mir hier und da noch mehr Tiefe für die Geschichte und für den Umgang mit den Problemen gewünscht.
Rezensionen von DoraLupin:
Zugwind von Iryna Fingerova
Hat mich leider nicht erreicht
Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau und stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – für sich und ihre kleine Tochter. Doch als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen, und ein erbarmungsloser Zugwind weht durch ihr Leben.
Die Hausarztpraxis wird zur Anlaufstelle, lang ist die Schlange der ukrainischen Patienten, die alle zu Mira wollen auf der Suche nach Trost, nach Heilung und Mitgefühl. Ob eine Affäre hilft, Miras Unmut über den unendlich langen Besuch der Schwiegermutter zu überwinden? Als Mira verfolgt, wie ihre Patienten zwischen den Welten reisen, steht für sie fest: Sie muss nach Odesa, muss ihre über neunzigjährige Oma besuchen, das Meer sehen, mit ihren Freunden tanzen gehen.
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe war ich richtig neugierig auf die Geschichte, denn ich bin selbst im Bereich des Gesundheitswesend tätig und habe mir hier nicht nur neue Einblicke aus Sicht einer Ärztin erhofft, sondern auch etwas über die geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu erfahren.
Ich bin eigentlich ganz gut in die Geschichte reingekommen, denn der Schreibstil ist leicht und man kann sich gut darauf konzentrieren, auch wenn er von Beginn an etwas unnah für mich schien. Manchmal kommt eine Geschichte ja zur falschen Zeit und vielleicht war das hier der Fall, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht so erreichen wie erwartet, vielleicht auch weil ich selbst aus dieser Branche komme. In einem Satz erwähnt die Ärztin selbst einmal soetwas, dass viele Landsleute zu ihr kommen würden, weil sie ja in Deutschland nichts "bezahlen" müssten und diesen Eindruck hat es auch immer wieder auf mich gemacht, es wurde einiges getrickst und ich habe mich manches mal gefragt ob es wirklich richtig ist nicht zu hinterfragen wer denn diese Dinge nun eigentlich bezahlen muss. Ich hatte da zumindest kein gutes Gefühl, vielleicht weil ich da mehr hinter die Kulissen sehen kann als andere Menschen die nicht aus dieser Branche kommen.
Aber es kam es mir auch immer mehr vor wie eine Aneinanderreihung verschiedener Patienten und ich wurde das irgendwann müde mitzuverfolgen. Einerseits da mich das Buch nicht Recht abholen konnte, andererseits aber auch, weil ich schon im realen Leben so viel mit Patienten zu tun habe und ich das Gefühl hatte ich würde da nichts Neues erzählt bekommen.
Gut gefallen haben mir ein paar Absätze in denen Geschrieben wurde wie es für die Geflüchteten ist in ein anderes Land zu kommen und wie es als Zivilist ist einen jungen Soldaten zu sehen. Das waren aber leider immer nur Ausschnitte und das hätte ich mir mehr gewünscht von diesem Buch.
Gelesen wurde das Buch aber sehr gut, die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme. Dennoch konnte sie mich nicht so begeistern, das ich nach etwas mehr als 60 Prozent das Hörbuch abgebrochen habe.
Rezensionen von DoraLupin:
Der Gesang der See,1 Audio-CD, 1 MP3 von Trude Teige
Gut gelesen
Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten.
Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Ich kenne die Autorin bereits von einem anderen Hörbuch und auch dieses hat mir wieder gut gefallen! Der Schreibstil war eindrücklich und leicht verständlich, vorallem die Schifferei wurde sehr gut beschrieben.
Die Protagonistin war eine starke Persönlichkeit die ihre eigenen Wege gegangen ist und sich nicht hat unterkriegen lassen; das war schön zu lesen! Die Geschichte hört sich zu jeder Zeit sehr echt und lebensnah an.
Ich habe einiges über diese Berufe zur See lernen dürfen und bin ganz in die Vergangenheit eingetaucht. Bis auf ein paar zähe Passagen war die Geschichte immer hörenswert und unterhaltsam.
Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme und hat gut vorgelesen. Sehr lebendig und angenehm wurde die Geschichte von ihr gelesen.
Rezensionen von milky:
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
Anders als erwartet
Der Roman "Giftiger Grund" von Thomas Knüwer handelt von Joran, Charu und Edda, deren Wege sich ungeplant an einer verlassenen und seit Jahren geschlossenen Tankstelle kreuzen. Joran wurde gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, Charu filmt und fotografiert Lost Places für ihr Instagram Profil und Edda ist noch ein Kind, das sich allerdings nachts alleine im Schlafanzug bei der Tankstelle aufhält.
Der Kriminalroman wird aus allen drei Perspektiven erzählt, wodurch ich sehr schnell einen Bezug zu den drei Hauptfiguren herstellen konnte. Die Geschichte wird sehr spannend erzählt und hat mich immer neugierig auf das nächste Kapitel gemacht. Vom Klappentext her hatte ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt. Ich habe angenommen, es geht darum, dass die drei das Verbrechen, das an der Tankstelle stattgefunden hat, zusammen aktiv aufklären und Spuren suchen. Wie sich herausgestellt hat, wurde das Buch ganz anders aufgebaut, was jedoch kein Kritikpunkt ist. Die gewählte Art und Weise war zwar unerwartet, aber hat mich überzeugt.
Die drei Hauptfiguren wurden gut ausgearbeitet und besitzen eine Persönlichkeit mit ihren Eigenheiten und ihrer Vergangenheit. Während der gesamten Geschichte war für mich alles nachvollziehbar.
Im Hörbuch fand ich es super, dass es unterschiedliche Sprecher*innen gab. Alle haben die Geschichte hervorragend erzählt und die Stimme passte gut zu den Hauptfiguren.
Fazit: Ein sehr interessantes und spannendes Buch über drei Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die dennoch zusammenfinden.
Rezensionen von DoraLupin:
Exoplaneten von Wendy Bjazevich
Anspruchsvoll
Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem 9-jährigen Sohn gelesen, denn er war Feuer und Flamme als ich ihm das Buch gezeigt habe. Er liebt alles über das Thema Weltraum und Planeten und deshalb war dieses Buch ein Muss für uns! Das Cover ist schon sehr schön anzusehen und stimmt gut auf das Thema des Buches "Exoplaneten" ein.
Das Sachbuch ist in mehrere Kapitel gegliedert, es startet mit dem Thema "Was ist ein Exoplanet" und "Warum suchen wir Exoplaneten", dieses Kapitel hat uns beiden sehr gut gefallen. Dann geht es weiter mit "Wie findet man einen Exoplanet" und hier wurden verschiedene Suchmethoden vorgestellt. Die Fließtexte hierzu waren ziemlich kompliziert zu lesen für Kinder und ich hätte mir den Text gestraffter und etwas kindgerechter gewünscht. Sehr gut fanden wir dafür die "Kurzbeschreibungen der Techniken bei den Bildern", hier wurde es recht einfach erklärt.
Auch beim Kapitel "Könnte es auf Exoplaneten leben geben" wird sehr wissenschaftlich vorgegangen und hier hätte ich mir ein paar Beispiele zwischen der Erde und Exoplaneten gewünscht, als das ganze Thema mit Statistik und Spektroskopie anzugehen.
Der zweiten Teil des Buches, in dem man verschiedene Exoplaneten kennenlernt hat uns gut gefallen, lediglich die riesigen Doppelseiten von "lerne ein paar Exoplaneten kennen" wirkt etwas erschlagend auf die Kinder und mein Sohn hatte dann auch nur Lust die Fotos anzuschauen weil ihm das zu wenig übersichtlich auf diesen insgesamt drei Seiten war.
Obwohl jetzt viel "gemeckert" wurde, fanden mein Sohn und ich das Buch aber sehr lebenswert und wir haben auch gerne Neues gelernt, nur manchmal hätten wir es uns etwas weniger wissenschaftlich und mit mehr handfesten Beispielen gewünscht.
Die Bilder im Buch sind wirklich toll und laden zum betrachten ein! Selbst mein 3-jähriger Sohn wollte unbedingt die Bilder sehen und war fasziniert davon.
Fazit: Ein Buch, das sich jeder Fan von Weltraum und Planeten mal ansehen sollte, es ist aber wirklich nur etwas für ältere Kinder, da sollte man sich nicht von den schönen Bildern und dem großen Format täuschen lassen, es ist anspruchsvoll!
Rezensionen von Sina:
Salto von Kurt Prödel
Berührend, intensiv und authentisch
Bereits sein Debütroman „Klapper“ war ein großer Erfolg und konnte mich und viele andere Leser:innen begeistern. Mit seinem zweiten Buch „Salto“ stellt Kurt Prödel nun erneut sein literarisches Talent unter Beweis.
Im Fokus der Handlung steht Marko, der gerade sein Abitur erfolgreich absolviert hat.
Doch wirklich einen Plan, wie es nun weitergehen soll hat er nicht. Seine langjährige Freundin Claire hingegen weiß genau was sie will. Als es Marko schließlich für ein Medizinstudium nach Ungarn verschlägt, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und Markos Leben wird von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt.
Prödels Schreibstil ist klar, direkt und nahbar. Ihm gelingt es, die Emotionen seiner Figuren perfekt einzufangen und trotz mitunter schwerer Thematiken eine angenehm leichte Atmosphäre zu schaffen.
Besonders beeindruckt hat mich zudem Prödels Entscheidung, mit dieser Geschichte zwei Krankheitsbilder in den Vordergrund zu stellen, über die allgemein viel zu wenig aufgeklärt wird und mit denen sich oft nur Betroffene beschäftigen.
Zwar hat mir „Klapper“ ein klein wenig besser gefallen, dennoch kann ich auch für „Salto“ wieder eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wer intensive und berührende Geschichten über das Erwachsenwerden mag, wird von Kurt Prödel nicht enttäuscht werden.











