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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Markus:

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Nachdenklich

Macht einen nachdenklich. Traurig.

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Rezensionen von Lilli33:

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Im Wald von Neuhaus Nele

Schwer zu durchschauen, aber absolut fesselnd

Inhalt:
Oliver von Bodenstein will ein Sabbatjahr einlegen, um sich um seine kleine Tochter Sophia zu kümmern und mal von der Ermittlungsarbeit abschalten zu können. Ausgerechnet sein letzter Fall betrifft ihn ganz persönlich. So hängt die offizielle Ermittlungsarbeit zu großen Teilen an Pia Sander, ehemals Kirchhoff.

Meine Meinung:
Sehr schön fand ich gleich die Karten vorne im Buch, womit man ein gutes Bild davon bekommt, in welchem Umfeld sich die Geschichte abspielt. Es folgt ein zweiseitiges Personenverzeichnis. Das hat mich schon mal stutzig gemacht. Das sind extrem viele involvierte Personen für einen Kriminalroman, und so kam es dann auch, dass ich öfter mal kleine Probleme hatte, den ein oder anderen richtig einzuordnen. Viele sind ehemalige Schulkameraden von Oliver von Bodenstein bzw. deren Familienangehörige, davon wieder einige miteinander verheiratet oder verschwägert, zum Teil auch schon wieder geschieden. So sind die Beziehungen der Personen untereinander nur mit viel Konzentration nachzuvollziehen, denn man will ja den Lesefluss nicht ständig durch Nachschlagen unterbrechen. Dies erschwert die Suche nach dem Täter für den Leser allerdings ziemlich. Aber auch die Polizei hat offensichtlich ihre Probleme damit und tappt lange Zeit im Dunkeln.

Nele Neuhaus gelingt es auf jeden Fall mit Leichtigkeit, einen auf die falsche Fährte zu locken. Manchmal geschieht das allerdings, indem sie einfach eine Tatsache aus dem Hut zaubert, mit der niemand rechnen konnte. Wer nun hinter den ganzen Taten steckt, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel. Trotzdem kann man im Nachhinein sagen, wenn man die Indizien als solche erkannt hätte, hätte man früher draufkommen können. Aber die Fakten waren einfach zu gut getarnt.

Der Schreibstil ist, wie von Nele Neuhaus gewohnt, sehr flüssig und lebendig. Viele Dialoge sorgen für ein Schmunzeln, vor allem wenn Pias Exmann, der Gerichtspathologe Henning Kirchhoff, mitmischt. Auch der neue Kollege Tariq Omari sorgt für frischen Wind im K11.

?Im Wald? ist zwar schon der 8. Teil dieser Reihe. Man kann ihn aber unabhängig von den anderen Bänden lesen. Der Fall ist abgeschlossen. Interaktionen zwischen den regelmäßig beteiligten Personen werden nebenbei eingeflochten, sodass man alle nötigen Infos hat.

Fazit:
Dieser Kriminalroman grenzt mit seinen vielen Toten schon fast an einen Thriller, Spannung ist auch genügend vorhanden. Wer sich nicht von einer Unmenge an beteiligten Personen abschrecken lässt, sollte dieses Buch nicht verpassen.

Die Reihe:
1. Eine unbeliebte Frau
2. Mordsfreunde
3. Tiefe Wunden
4. Schneewittchen muss sterben
5. Wer Wind sät
6. Böser Wolf
7. Die Lebenden und die Toten
8. Im Wald

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Im Wald

Rezensionen von Renate Noeckler Buchhandlung Heyn:

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Cox von Christoph Ransmayr

Unglaublich fesselnd!

K

aum ein Autor schafft es so wie Ransmayr, einen auf den ersten eineinhalb Seiten ins Buch hineinzuziehen und erst nach der letzten Seite wieder loszulassen: ich war vollkommen gefesselt von der eigenartig schönen Geschichte, der Poesie der Sprache und der Macht der Bilder - ein wunderbares, ganz großartiges Buch!

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Cox

Rezensionen von Krimine:

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Im Wald von Neuhaus Nele

Ein superspannender achter Fall für das Ermittlerteam aus dem Taunus

Im Wald bei Ruppertshain gerät ein Wohnwagen in Brand und sorgt dafür, dass ein Unbekannter einen grausamen Feuertod stirbt. Doch wer ist der Fremde, der seinen Aufenthalt in einer Feriensiedlung geheim halten wollte und dafür mit dem Leben bezahlt? Eine Frage, die sich die zuständigen Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sander stellen und dabei auf eine todkranke Rentnerin stoßen, die sich in einem Hospiz pflegen lässt.

Diese allerdings wird von fremder Hand erstickt, bevor sie sie befragen können und von da an ist den beiden erfahrenen Ermittlern klar, dass hinter den verübten Verbrechen eine Mordserie steckt. Immer wieder stoßen Oliver und Pia während ihrer Ermittlungen auf ein altes Geheimnis aus der Vergangenheit und auf einen verschwundenen Jungen, der eine ganz besondere Bedeutung für die plötzlich sehr verschwiegene Dorfbevölkerung hat.

Ein spannender achter Fall für das erfolgreiche Team aus dem Taunus, das wieder einmal in Sachen Mördersuche unterwegs ist. Doch bevor Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff herausfinden, wer der Flammenteufel ist und welches Motiv er für seine grausam verübte Mordserie hat, müssen sie sich erst einmal mit einem Dickicht aus Lügen und alten Geheimnissen auseinandersetzen, das gleich eine ganze Dorfgemeinschaft betrifft. Und zu allem Unglück ist Oliver von Bodenstein auch noch dort aufgewachsen und muss nun im Kreise ehemaliger Schulkameraden ermitteln. Ein Fall, der sehr persönlich für ihn wird und ihm ordentlich an die Nieren geht.

Voll gepackt mit ungewöhnlich vielen Figuren, mit einer ganzen Handvoll Opfern und einem Geflecht aus Ereignissen, die nur schwer zu durchschauen sind, präsentiert sich der neue Taunuskrimi und versteht es, spannend zu unterhalten. Dabei ist es fast unmöglich beizeiten zu erahnen, wer der Mörder ist, so geschickt hat Nele Neuhaus ihre Spuren gelegt und ausreichend Zweifel und Vermutungen gestreut. Deshalb sollte die Handlung aufmerksam verfolgt werden, um in dem ganzen Wirrwarr an potenziellen Verdächtigen, familiären Verstrickungen und parallel geführten Ermittlungen nicht den Faden zu verlieren und die Figuren richtig einordnen zu können. Diese übrigens sind wie gewohnt lebensecht und vielseitig geraten, wobei ein Teil von ihnen nur schwer zu durchschauen ist.

Fazit:
?Im Wald? ist ein spannender Krimi mit einer komplexen Handlung, einer gut durchdachten Story und einem Ermittlerteam, bei dem es Spaß macht, ihnen über die Schulter zu schauen. Doch leider ist ?Im Wald? auch der vorerst letzte Fall mit Oliver von Bodenstein, der ein Jahr lang ein Sabbatical Anspruch nimmt. Hoffen wir mal, dass er danach wiederkommt.

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Im Wald

Rezensionen von Helu:

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Habt Mut! von Erwin Kräutler; Josef Bruckmoser

Mutik Kirche gestalten

Es ist ein breites Feld an Themen, das der inzwischen emeritierte Bischof von Xingu in dem Büchlein behandelt. Von Schwangerschaftsabbrüchen und Ehenichtigkeit, über das Priesterbild, die Option für die Armen bis hin zu Leitungsaufgaben in Pfarreien.

Drei Komponenten finden sich in allen Kapiteln wieder: ein eigener Zugang, der vor allem von den Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Bischof geprägt und bestimmt ist.

Eine Anknüpfung an Aussagen und Taten des gegenwärtigen Bischofs von Rom, Papst Franziskus. Und schließlich runden kurze Bibelstellen und Gedanken Kräutlers dazu die Themen ab.

Zwei Blickrichtungen sind dominant. Zum einen biographische Erlebnisse und Bezüge, die durch die Verortung im Amazonas-Gebiet besonders spannend und facettenreich erscheinen. Zugleich gewinnen die Ausführungen dadurch an Brisanz, da die politischen Umstände derart sind, dass Kräutler auch von der Ermordung ihm wichtiger Wegbegleiter und Mitstreiter zu berichten weiß. Zum zweiten fällt die durchgängige Bezugnahme auf Papst Franziskus auf. Es entsteht der Eindruck, als hätte Kräutler in ihm den verbündeten Bruder im Geiste gefunden, den er lange gesucht hätte. Wenn er darüber schreibt, wie Inhalte aus Gesprächen mit dem Papst kurze Zeit später in Enzykliken ihren Niederschlag finden, gewinnt man zudem Einblicke in kirchliche Prozesse und Entscheidungsfindungen.

Es ist also ein sehr persönliches Buch. Das wird nicht zuletzt daran deutlich, dass Kräutler mit seiner Sicht der Dinge nicht zurückhält: Die Mitra als Symbol eines Standesdünkels lehnt er ab, er plädiert für Eucharistie-Vorsteher, die keine Priester sind, und ruft dazu auf, den Katakombenpakt des 2. Vatikanums erneut ins Bewusstsein zu rufen.

Für alle Ausführungen gilt jedoch zugleich: Sie haben die Perspektive eines Klerikers auf die Gläubigen. Auch die Themen bzw. die Kritik Kräutlers sind stark auf das Verhalten der Kirchenleitung und Kirchenführung fixiert. Da er selbst jedoch stets bemüht ist, sich als ein Getaufter und der anderen zu verstehen und jede Form von Klerikalismus ablehnt, handelt es sich dabei wohl um eine Perspektive für die Gläubigen.

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Habt Mut!

Rezensionen von rewa:

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Habt Mut! von Erwin Kräutler; Josef Bruckmoser

Mörderische Unterhaltung

,,Darf´s ein bisschen kriminell sein? ´´ Diese Frage stellt die Autorin Edina Stratmann in dem kleinen, aber feinen Büchlein mit zwanzig Kurzgeschichten. Mit knapp 120 Seiten und in Handtaschen Format, kann man das Minibook überall hin mit nehmen und man wird es nicht bereuen.
Schlag auf Schlag wird man als Leser mit witzigen, skurrilen, aber auch emotionalen Geschichten beglückt.

Es ist erstaunlich, wie die Autorin auf manchmal nur 2-4 Seiten so viel an Witz und Spannung hinein packen konnte.
Meistens waren es die naiven Helden, die eine Geschichte so liebenswürdig gemacht haben.
Wenn man rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen im Heim sein will, man aber davor noch einen Juwelier ausrauben muss, kann man ganz schön unter Druck geraten.
Dass man bei einer Job Suche gewisse Voraussetzungen braucht um erfolgreich zu sein, ist sicher von Vorteil, aber wenn eine ,, Schwarze Witwe´´ an den falschen gerät, kann das ungeahnte Folgen haben.
Eine intelligente Vorbereitung ist wichtig, wenn man ein richtiger Killer werden will und wenn man Hilfe braucht, ist die Polizei immer mit guten Ratschlägen gleich zur Stelle.
Edina Stratmann hat mit diesen kriminellen Kurzgeschichten bewiesen, dass sie nicht nur Back- und Kochbücher, sowie Näh- und Bastelbücher herausgeben kann, sondern auch in einem ganz anderen Genre sehr gute Arbeit leisten kann.
Man ist immer wieder gespannt, mit welch genialen Einfall sie den Leser überrascht und die Protagonisten sind eigentlich immer total liebenswürdig und menschlich, sodass man meistens Mitleid mit ihnen empfindet. Einfach ein Feuerwerk der guten Krimiunterhaltung.
Lästige Versicherungsagenten findet man hier genauso wie höfliche Bankräuber und wie es dem bösen Wolf in dem Märchen Rotkäppchen ergeht, ist hier ebenfalls zu lesen.
Liebevolle, aber boshafte Geschichten, zaubern dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht. Wunderbare Kurzgeschichten, die gute Unterhaltung bieten.

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Habt Mut!

Rezensionen von Ambermoon:

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Habt Mut! von Erwin Kräutler; Josef Bruckmoser

Mit diesem Roman taucht man in das London des frühen 18. Jahrhunderts ein - spannend, authentisch und interessant zugleich.

Als der junge Tom Hawkins im Jahre 1727 unter zwielichtigen Umständen ins Marshalsea geworfen wird, haben sich die Bedingungen soeben verschärft: Der grausame Mord an einem Insassen soll als Selbstmord vertuscht werden, die Witwe des Unglücklichen schreit nach Rache. Tom ist es, der Licht ins Dunkel bringen soll - eine Idee, an der sein düsterer Zellengenosse Fleet sogleich Gefallen findet.

Doch Tom ist auf der Hut, gilt Fleet doch selbst bei den abgebrühtesten Bütteln des Marshalsea als skrupelloser Ränkeschmied - und schlimmer noch, als Ausgeburt des Teufels....(Klappentext)

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The Marshalsea: jahrhundertelang Londons berühmt-berüchtigtes Schuldgefängnis. Im frühen 18. Jahrhundert ein Sumpf voller armer Teufel jeglicher Herkunft. Und hinter den Gefängnistoren: gnadenloser Konkurrenzkampf. Wer geschickt war, schlug sich auf die Seite der Privilegierten - wer nicht, verrottete binnen Tagen eingepfercht mit den Ärmsten der Armen.

Dieser Kriminalroman entführt den Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts und ist auf historischen Tatsachen aufgebaut. Die Story selbst ist fiktiv, jedoch aufgrund des historischen Hintergrunds mehr als nur authentisch. Selbst so manche Figuren in diesem Roman basieren auf echten Personen, die um 1727 im Marshalsea und im Borough lebten. Und genau das macht dies alles noch um Ecken interessanter.

Der flüssige und angenehme Schreibstil unterstreicht diese Authentizität nochmals. Die Autorin bedient sich teilweise dem damals üblichen und etwas ruppigen Jargon. Zudem ist es ihr gelungen die damalige Atmosphäre einzufangen und so ein äußerst gelungenes Setting zu kreieren.
Die Charakterzeichnungen sind gut ausgearbeitet. Hier gibt es nicht nur die Guten und die Bösen, die Sympathischen und Unsympathischen. Selbst der Hauptprotagonist Tom Hawkins hat Dreck am Stecken und ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger. Ein Gentleman, der sich mit Glücksspiel über Wasser hält, dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist und dem ehrliche Arbeit einfach zu anstrengend und zuwider ist. Da hält er sich doch lieber an reiche Damen, denen er Geld aus der Tasche zieht.
Doch im Laufe der Geschichte macht dieser, sowie so manch anderer Charakter, eine Entwicklung und Veränderung durch, jedoch nicht so stark, um ins Unglaubwürdige abzutrifften. Diesen schmalen Grad zwischen Authentizität und Unglaubwürdigkeit können nur wenige Autoren bewältigen. Diese Autorin hat es aber drauf.

Hier muss man trotzdem etwas Geduld mitbringen bis man zur eigentlichen Story gelangt, denn die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beschreibung des Marshalsea, dessen Strukturen und "Bewohnern" und der Vorgeschichte von Tom.
Dies ist durchaus interessant, was an der guten Recherche und dem Schreibstil der Autorin liegt. Ich empfand diesen Teil der Story ebenso genial wie die eigentliche Kriminalgeschichte, die dann ab der zweiten Hälfte des Buches folgt.
Hier kommt es dann schließlich zu einem gelungenen Spannungsaufbau und die Story nimmt ordentlich an Fahrt zu. Es ist nichts mehr wie es scheint und es kommt mehrmals zu einer überraschenden Wendung.
Auch die Auflösung hält eine Überraschung bereit und konnte mich überzeugen.
Man wird also für die lange Vorgeschichte aufs Beste belohnt.

Zudem beinhaltet dieser Roman Historische Anmerkungen bezüglich des damaligen Lebens in London, zum Marshalsea, sowie zu den historischen Figuren, welche sich in diesem Roman tummeln. Auch ein Glossar ist vorhanden.
Somit kann man als Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts abtauchen und gewisse Zusammenhänge besser verstehen.

Fazit:
Ich liebe historische Romane, Krimis und Thriller und das London des 18. Jahrhunderts. Dieses Buch beinhaltet somit alle meine Lesevorlieben. Dazu konnte es noch durch seine Authentizität, den Schreibstil und historischen Fakten punkten und beinhaltete auch noch einen tollen Krimi.
Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!!

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Habt Mut!

Rezensionen von Ambermoon:

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Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Gelungener Auftakt der Thrillerreihe rund um den forensischen Anthropologen David Hunter. Genial!

Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade
als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau.

Eine fieberhafte Suche
beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knöcherner Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigte...(Klappentext)

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David Hunter zieht in ein englisches Dörfchen, um seiner Vergangenheit zu entfliehen. Als Landarzt will er hier vergessen, auch seinen eigentlichen Beruf als forensischer Anthropologen.
3 Jahre ging es gut, bis zwei Kinder an einem heißen Sommertag eine grausam zugerichtete Leiche entdecken - bis zur Unkenntlichkeit verwest, geschmückt mit Schwanenflügeln die ihr in den Rücken gerammt wurden.
Dem polizeilichen Ermittler Mckenzie fällt jedoch auf, dass sich der kleine Dorfarzt mit dieser Materie besser auszukennen scheint als er sollte und durch Nachforschungen wird auch schnell klar weshalb. Mckenzie bittet Hunter um Hilfe und die benötigt er dringend, da dies nicht die einzige Leiche sein wird, die in dieser Dorfidylle auftaucht.

Erzählt wird vorrangig aus der Perspektive von David Hunter, man erhält aber auch Einblicke in die Sichtweise der Opfer und auch des Täters.
Trotzdem erhält man Infos über das ganze Drumherum wie z.B. Nebencharaktere und das typische Kleindorfleben, welches nicht so idyllisch ist wie es immer scheint. Auch auf das Vorhandenseins eines typischen Kleindorfpfarrers wird hier nicht vergessen.

Die Charakterzeichnungen sind authentisch und wirklich gut ausgearbeitet. Auch die Beschreibung des Settings ist beeindruckend und verleiht der Story Tiefe. Was mich jedoch wirklich beeindrucken konnte ist der Schreib- und Erzählstil.
Hier wird zwar eine ruhige Erzählweise verwendet, aber es ist trotzdem durchgehend eine subtile Spannung spürbar, welche einem regelrecht am Buch kleben lässt. Trotz der detailreichen Beschreibungen der Leichen, inklusive Madenstadien, kommt dieser Thriller ohne Gewaltexzesse aus. Lesern mit einem empfindlichen Magen würde ich trotzdem davon abraten.
Diese Mischung aus Ruhe und Spannung, blutig, jedoch ohne Gewalt ist eine ungewöhnliche Kombination, die vom Autor jedoch gekonnt umgesetzt wurde.
Auch an überraschenden Wendungen fehlt es hier nicht. Man spekuliert von Anfang bis Ende und doch kommt es dann ganz anders. Das Spekulieren könnte man also eigentlich komplett lassen *g*.
Der Showdown mit der Auflösung ist genial, nur mit dem Ende bin ich nicht ganz so glücklich, da es ein unglaubwürdiges Happy-End beinhaltet.
Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau und vermutlich nur für Personen unglaubwürdig, welche auf dem medizinischem Sektor ein bissl bewandert sind.

Fazit:
Seit einer Ewigkeit habe ich diese Thrillerreihe ungelesen im Regal stehen. Dafür könnte ich mir jetzt in den Hintern treten, da dadurch ein genialer Autor spurlos an mir vorüber ging.
Dieser Thriller beinhaltet eine fantastische Erzählkunst und man merkt, dass der Autor im Bereich der Forensik wirklich gut regergiert hat. Hier hat wirklich alles Hand und Fuß.
Wenn dieses unglaubwürdige Happypeppi-Ende nicht gewesen wäre, wäre dieser Thriller absolut perfekt.
Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!!

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Die Chemie des Todes

Rezensionen von rewa:

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Elbschuld von Nicole Wollschlaeger

Der geheimnisvolle Mörder

Hauptkommissar Philip Goldberg verschlägt es nach einem einjährigen Urlaub in einen kleinen Ort in der Elbmarsch, wo ihn gleich ein mysteriöser Fall erwartet. Obsthofbesitzerin Hilde Detering wird bedroht. Von wem? Ihrem toten Ehemann Arthur. Goldberg´s Kollegen Hauke Thomsen und Peter Brandt sind wenig begeister davon, dass sie doch tatsächlich die Ermittlungen aufnehmen müssen.

Ein toter Hund und ein totes Schaf, sowie menschliche Asche in einem Buch, machen den Fall doch interessant. Wenig hilfreich ist dabei, dass die drei Kinder von Hilde Detering alles andere als freundlich über ihre Mutter reden.
Goldberg kämpft aber auch mit seinen eigenen Dämonen aus der Vergangenheit und seine Kollegen wollen heimlich heraus finden, warum er von Berlin zu ihnen gekommen ist.
Viele Verdächtige und mysteriöse Spuren machen es den Kommissaren nicht leicht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wer ist wohl der geheimnisvolle Vater von Hilde´s Tochter, Luise, die in Neuseeland lebt? Und wie treu und ergeben ist Johan Bachmann , der persönliche Assistent von Frau Detering , wirklich?
Der Roman um das Ermittler Trio ist eine Mischung zwischen Spannung, Humor und Situationskomik. Man kann sich gut in die Protagonisten hinein versetzen. Die Kommissare agieren menschlich und haben liebenswürdige Schwächen, die von der Autorin wunderbar beschrieben werden. Man wartet immer wieder gerne auf neue humorvolle und unerwartete Szenen und man wird nicht enttäuscht. Wundervoll beschrieben sieht man die Personen in Situationen lebhaft und bildlich vor sich. Wenn Goldberg auf allen Vieren kriechend am Friedhof herum buddelt oder Peter ,,schwer´´ bewaffnet das Büro stürmt, dann ist man mitten drin in der Szene und man kommt dabei nicht so schnell wieder heraus. Dass selbst ein Navi flotte Sprüche auf dem Lager hat, ist ein amüsanter Einfall der Autorin.
Ein Kommissar wie Goldberg, der empathisch seinen Kollegen gegenüber ist, obwohl er selbst unter einem schweren traumatischen Erlebnis leidet, ist mir selten untergekommen. Dass er ein besonderes Gespür für Menschen hat, hat die Autorin Nicole Wollschlaeger wunderbar rüber gebracht. Selbst seine Kollegen können sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen und er wächst ständig in deren Achtung.
Ein sehr überraschendes und vor allem unerwartetes Ende macht den Roman noch um eine Spur interessanter. ,, Elbschuld´´ ist der erste Fall von Hauptkommissar Philip Goldberg und man kann nur hoffen, dass es bald weitergeht, weil mir die drei Kommissare jetzt schon ans Herz gewachsen sind.

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Elbschuld

Rezensionen von awb:

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Elbschuld von Nicole Wollschlaeger

kurz und schmerzvoll

Ein Gespräch auf dem Weg zum Suizid. Manchmal abstossend, manchmal erschreckend.

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Elbschuld