Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Andrea Ogris :
Im Wald von Neuhaus Nele
Turbulente Ermittlungen in einem spektakulären Fall
Hier geht es flott zur Sache!
Oliver von Bodenstein und Pia Sanders, das bekannte Ermittlerduo aus Nele Neuhaus populären Krimis, ermitteln in einem Fall, der Oliver persönlich (be)trifft.
Im Sommer 1972, als Bodenstein 11 Jahre alt war, verliert er seinen besten Freund. Artur, ein Junge, genauso alt wie er, der mit seinen Eltern aus Russland eingewandert ist, verschwindet spurlos.
Bis heute ist sein Verbleib nicht bekannt geworden.
Diverse aktuelle Morde im hessischen Ruppertshain erschüttern die Dorfgemeinschaft und deuten auf eine Verbindung mit der Vergangenheit hin. Oliver und Pia werden auf den Plan gerufen und rütteln ordentlich an der alten Geschichte. Das gefällt nicht jedem Ruppersthainer! Und Oliver manchmal auch nicht?
Kaum sind die ersten Zeilen des Prologs gelesen, ist man verloren und der Atem beginnt schon zu stocken. Spätestens ab dem 1. Kapitel kann man nicht mehr aufhören umzublättern und ist heillos verstrickt in die Vorfälle des aktuellen Zeitgeschehens und der Vergangenheit.
Die vielen Protagonisten rund um das Ermittlerteam K11, welches Nele Neuhaus so imposant schildert und auftreten lässt, kann man mit dem Personenverzeichnis am Anfang gut auseinanderdividieren, zumal auch die jeweiligen Eigenarten und Abgründe der Menschen gut in den Fokus gerückt werden.
Frau Neuhaus gönnt ihren süchtigen Lesern keinen Aufschub und es geht Schlag auf Schlag, erstaunliche Sachverhalte aufzudecken und auch das kleinste Puzzleteilchen zu suchen und richtig einzufügen.
Dieser Fall rührt an einem verdrängten Kindheitstrauma Olivers und hat dadurch eine erhebliche emotionale Ebene, deren Anteile das sentimentale Leserherz zu Tränen rühren können.
Das hat mich ehrlich beeindruckt und mich zu einem neuen Fam der hochgehandelten Autorin werden lassen.
Begeistert habe ich auch die rechtsmedizinischen Informationen aufgenommen und mich über die Zwistigkeiten und kleinen Rangeleien innerhalb des Ermittlerteams amüsiert.
Der neue Band von Nele Neuhaus ist ein in sich schlüssiges und unvorhersehbares Gesamtpaket, mit vielleicht manchmal etwas zu viel Potenzial. An einigen Stellen hätten größere Puzzleteilchen die Komplexität der Zusammenhänge entzerren, und so die Konzentration des leicht gestressten Lesers besser aufrecht erhalten können.
Trotzdem haben mich die Story und Schreibstil überzeugt und kurzweilig unterhalten.
Empfehlung mit schlafloser-Nacht-Garantie.
Rezensionen von Pearl:
Im Wald von Neuhaus Nele
Sehr romantisch
Als Erstes Finde ich das Cover wunderschön. Dahinter verbirgt sich wie von Corina Bomann gewohnt auch wieder eine schöne und gefühlvolle Geschichte die nicht an Spannung spart.
Es geht um zwei Frauen Johanna und Barbara um die Jahrhundertwende.
Es ist Winter 1902 im Ostseebad Heiligendamm und Johanna soll zu einer Ehe gezwungen werden mit einem Mann den sie nicht liebt.
Ihre Eltern Hotelbesitzer drängen sie dazu.
Ihr Bruder Christan findet indes am Strand eine Schiffbrüchige die er mit nach hause nimmt und in die er sich später verliebt. Die junge Frau kann sich an nichts erninnern und wird daher Barbara genannt.
Die beiden jungen Frauen freunden sich an und teilen ihre Geheimnisse und Wünsche miteinander. Damit ihre Wünsche in Erfüllungen gehen, stellen sie einen Obstzweig in eine Vase und hoffen das dieser Zweig bis Heiligabend erblühen wird, denn dann werden auch ihre Wünsche in Erfüllungen gehen so hoffen sie, da ein uralter Brauch dieses auch verspricht.
Die Autorin hat es wieder geschafft besonders durch ihren guten und flüssigen Schreibstil eine sofort wieder in den Bann zu ziehen. Es ist ihr gelungen in dieser romantischen Liebesgeschichte aus alte Zeiten mit all ihren Tradition um die Weihnachtszeit liebevoll verpackt 100% zu überzeugen.
Rezensionen von Ela_Ela:
Im Wald von Neuhaus Nele
Ich liebe Anna Katmores Bücher : D
Da Samanthas Vater ein Army-General ist und dieser im Frühjahr in die USA zurückversetzt wird und sie sich schon vorher einleben will und nicht wieder mitten im Schuljahr in eine neue Schule zu kommen, soll sie in dieser Zeit bei ihrer Tante und ihrem Onkel wohnen. Und als ihr in der neuen Schule dann auch noch dieser verboten gut aussehende Junge das Leben zur Hölle macht, nur weil er vor einiger Zeit mit ihrer Cousine zusammen war und das Ganze offenbar in die Hose gegangen ist, will sie am liebsten wieder abreisen.
Doch warum fängt ihr Herz in seiner Nähe zum Rasen an und nimmt soviel Platz in ihren Tagträumen ein?
Ich habe schon die ersten Bände geliebt, nur waren diese mir zu kurz, doch dieses hier hat alle meine Erwartungen übertroffen. Es war wie ein Sog als ich diese Buch begonnen hatte und ich es nicht aus der Hand legen wollte. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und auf keiner Seite ins Stocken gekommen. Das meiste wird aus der Sicht von Sam erzählt, aber ein paar Kapitel wurden auch von Tony erzählt, was mich natürlich nur noch umso mehr begeistert hat. Gefreut habe ich mich natürlich das alle meine geliebten Charaktere aus den ersten Teilen wieder vorgekommen sind. Es ist einfach toll, wie diese immer zusammenhalten und füreinander da sind.
Ich liebe Anna Katmores Bücher, eine tolle Mischung aus allem was (von meiner Sicht aus) in einem guten Buch zu finden ist.
Fazit: Wieder ein wundervoller Teil der Grover Beach Team Reihe der mich wieder vollkommen begeistern konnte und der von mir verdiente 5 Sterne bekommt. Freu mich schon auf die anderen Teile.
Serie:
1. Grover Beach Team 1 - Teamwechsel
2. Grover Beach Team 2 - Ryan Hunter (ist beides jedoch in Grover Beach Team 1+2 Teamwechsel enthalten)
3. Grover Beach Team 3 - Katastrophe mit Kirschgeschmack
4. Grover Beach Team 4 - Verknallt hoch zwei
5. Grover Beach Team 5 - Die Sache mit Susan Miller
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Zimt und weg von Bach Dagmar
Emilia, 12 Jahre aus Erl
Vickys Leben steht völlig auf dem Kopf. Immer wieder passiert es, dass sie plötzlich einfach "weg" ist . Doch wo ist sie dann und wer ist dann in dieser Welt? Genau das versucht Vicky mit ihrer besten Freundin Pauline herauszufinden. Noch dazu kommt, dass ihre geschiedene Mutter und sie nach einer schrecklichen Hochzeitsfeier beschlossen haben, sich bis zur Cloppenburgischen Party (die schon in drei Wochen stattfinden sollte) beide ein Date besorgen werden.
Am liebsten würde Vicky mit David, einem der beliebtesten Jungs der Schule, hingehen, aber der beachtet sie nicht einmal. Plötzlich findet Viktoria heraus, wer, wenn sie "weg" ist, "hier" ist: Tori!!! Sie heißt so wie Vicky und sieht bis auf ihre wunderschönen Haare gleich aus wie sie. Doch sie führt ein komplett anderes Leben als Vicky und immer wenn sie "hier" ist, stellt sie irgendwelche dummen Sachen an, die Vicky das Leben nicht gerade leichter machen!
Ich fand das Buch am Anfang etwas fad, doch dann wird es sehr spannend und bleibt auch bis zum Schluss spannend. Ich empfehle das Buch Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren.
Rezensionen von Martina Ebner:
Wie ein leises Berühren von Benno Elbs
Mediationen zum Innehalten
D
ieses Buch enthält eine Zusammenstellung von Beiträgen aus vielen Jahren, die als "Gedanken zum Sonntag" in den Vorarlberger Nachrichten erschienen sind. Die Meditationen laden zum Hinhorchen und zum Innehalten ein. Die Kombination von Gedichten, Bibelstellen und Gedanken des Autors sind sehr gelungen und richten den Blick auf auf das Zusammenklingen von Leben und Gottes Wort in der Bibel - eine wohltuhende Pause für die Seele!
Rezensionen von rewa:
Liebe vertagen, Mörder jagen von Vera Nentwich
Biene auf Mörderjagd
,,Liebe vertagen, Mörder jagen´´ ist ein neuer Fall, wo die leicht chaotische Biene frustriert aus Paris zurückkehrt, nachdem sie erfolglos auf eine heiße Liebesnacht mit Jago gehofft hatte. Da kommt es ihr gerade recht, dass es einen neuen Mordfall gibt. Leider ist ihr Ex- Freund Jochen darin verwickelt.
Sie kann es nicht glauben, dass er als überkorrekter Polizist dazu fähig wäre, also sind ihre detektivischen Spürsinne gefragt, sehr zum Leidwesen ihrer Oma, die plötzlich in Liebesdingen sehr aktiv ist.
Die selbsternannte Detektivin legt sich voll ins Zeug und versucht Licht in die ganze Sache zu bekommen. Doch sie merkt, dass es gar nicht so einfach ist auf die richtige Spur zu kommen, wenn sie mit Vorurteilen und seltsamen Vorlieben ihrer Mitmenschen zu kämpfen hat.
Wäre da nicht auch noch der andere Fall der sie beschäftigt. Nämlich die akribische Verfolgung von Hr. Törschen, der sich sehr verdächtig verhält und es wahrscheinlich mit der ehelichen Treue nicht sehr ernst nimmt.
Gemeinsam mit Jago versucht sie nun Tim´s Mörder zu finden. Ein unerwarteter Mordanschlag auf Andrea, die früher ein Mann war, erschüttert alle und Biene spürt, dass sie langsam an ihre Grenzen stößt. Längst ist der Fall nicht nur eine Abwechslung für Biene sondern eine wirklich Aufgabe, die sie erfolgreich zu Ende bringen möchte.
Dass sie sich dabei selbst in Gefahr gibt, wird ihr fast zu spät klar.
Vera Nentwich hat einen humorvollen und mit Situationskomik gespickten Roman geschrieben. Im Kopfkino kann man witzige Szenen miterleben, die bildhafter nicht sein können. Wenn man sich Biene als Rambo vorstellt, die mit einer Wasserpumpgung, einen vermeintlichen Verbrecher überwältigen möchte, muss man einfach zu schmunzeln beginnen. Die Autorin lässt ihre Protagonistin von einem Hoppala ins nächste stolpern und man wundert sich als Leser, wie sie es schafft, immer wieder auf die richtige Spur zu kommen.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, es gibt keine unnötigen Szenen. Man kann lange Zeit selbst mit rätseln und kommt lange nicht auf die richtige Spur.
Trotz Unterhaltung wird aber auch aufgezeigt, welch verheerende Auswirkungen Vorurteile haben können. Wenn man selbst in der eigenen Familie keinen Halt und seelische Unterstützung hat.
Biene & Co werden sicher noch auf weitere Verbrechensjagden gehen, worauf man sich als Leser wieder freuen kann.
Rezensionen von Gudrun:
Liebe vertagen, Mörder jagen von Vera Nentwich
geheimnisvoller, zu Herzen gehender Roman - ein echter Lesegenuss
Der Schreibstil ist so hervorragend eingängig, dass ich mich zum Anfang des 20. Jahrhunderts ins Haus der Baabes hineinversetzt gefühlt habe.
Kleiner Tipp noch am Rande: für Downton-Abbey-Fans ein unbedingtes Muss. ; D
Hier konnte ich mitfiebern, weil sich die Spannung von Beginn bis Ende durchgezogen hat.
Geheimnisvolle Vorkommnisse unterstreichen die Spannung noch zusätzlich. Fiese Intrigen und Machtspiele findet man auch im Buch, die einen den "Hut-hochgehen" lassen. Ausserdem werden Liebesleid und Liebesfreud ohne Kitsch mit eingewoben. Familienbanden und -fehden, die über Generationen andauern und deren Folgen sind ebenfalls involviert und lassen ein stimmiges und lebendiges Bild entstehen. Das alles und noch viel mehr weiß die Autorin gekonnt in die Szenerie der damaligen Zeit zu packen. Diese Dinge sind in einer ausgewogenen Mischung dargestellt und bringen echten Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite.
Das Buch spielt zum Anfang des 20. Jahrhunderts am Ostseebad Heiligendamm. Dort bereiten sich die Baabes, die ein gutgehendes Hotel leiten, auf das kommende Weihnachstfest vor. Außerdem soll die Tochter des Hauses "an den Mann gebracht" werden. Zu all diesen Turbulenzen kommt noch hinzu, dass der Sohn eine Schiffbrüchige am Strand findet, die viele Geheimnisse in sich birgt und das Haus auf den Kopf stellen wird.
Mein Fazit: geheimnisvoller, zu Herzen gehender Roman - ein echter Lesegenuss
Rezensionen von BookHook:
DNA von Sigurdardóttir Yrsa
Ein sich stetig entwickelnder Thriller mit ?Big-Bang? zum Finale
Zum Inhalt:
Ein sadistischer Killer treibt im sonst so beschaulichen wie übersichtlichen Island sein Unwesen und gibt den latent überforderten Ermittlungsbehörden Rätsel auf. Die Angaben der einzigen Zeugin, die siebenjährige Tochter der Getöteten, verwirren mehr, als dass sie den Ermittlern weiterhelfen.
Gleichzeitig empfängt der Hobbyfunker Karl seltsame, codierte Nachrichten, deren Entschlüsselung ihn vor ein gewaltiges Rätsel stellt, die doch aber irgendwie an ihn gerichtet zu sein scheinen?
Meine Meinung:
Der neueste Thriller der isländischen Bestseller-Autorin Yrsa Sigurdardóttir (u.a. ?Nebelmord?, ?Geisterfjord? und ?Seelen im Eis?) beginnt mir einem zwar gewaltlosen und unblutigen, aber nichts desto trotz sehr bewegenden Prolog, der 28 Jahr in die Vergangenheit führt. Doch auch nach dem Prolog bleibt keine Zeit zum Durchatmen, denn sofort ist man als Leser bei der schrecklichen Tat, die sich nachts im Haus des ersten Opfers ereignet. Die Schilderung des Tathergangs ist dabei durchaus nichts für schwache Nerven und hat mich ein Bisschen an Chris Carters ?Täter? erinnert (wenn auch mit deutlich weniger Blut).
Im Folgenden nimmt sich die Autorin erstmal Zeit und Raum, ihre Hauptcharaktere vorzustellen, plastisch werden zu lassen und zu entwickeln. Der ermittelnde Kommissar Huldar scheint wie die Jungfrau zum Kind gekommen zu sein und ist auch alles andere als ein vom Start weg sympathischer, kompetenter und zielstrebiger Ermittler. Vielmehr sitzt er von Beginn an zwischen allen Stühlen: Von den eigenen Chefs wegen interner Probleme vorgeschoben (und natürlich gleich auf Teufel komm raus zum Erfolg verdonnert), von vielen Kollegen nicht wirklich ernst genommen und mit einen Ermittlungs-Partner, dem gegenüber er tiefe Schuldgefühle hegt (warum, sei hier noch nicht verraten). Dass er in diesem Fall ausgerechnet auch noch mit der Psychologin Freyja eng zusammenarbeiten muss, aus deren Schlafzimmer er sich wenige Tage zuvor nach einem One-Night-Stand mitten in der Nacht klammheimlich fortgeschlichen hat, macht das Ganze nicht besser. Huldar ist mir über die gesamte Länge des Buches nicht wirklich sympathisch geworden, aber ein interessanter, polarisierender Charakter ist er allemal. Überhaupt gehört die Charakterdarstellung und -entwicklung für mich zu einer der großen Stärken dieses Buches, denn auch die weiteren Hauptpersonen sind der Autorin wirklich gut gelungen, wie beispielsweise die schon genannte Freja oder auch der vereinsamende Karl.
So trösteten mich die interessante Charakterentwicklung und die zwischenmenschlichen Interaktion auch über Stellen des Buches hinweg, in denen der Spannungsbogen partiell etwas nachließ. Dafür rumorte seit dem Prolog während des Lesens eine alles bestimmende Frage durch meinen Kopf: Wie passt dies alles zusammen? Ganz so, wie es sich für einen wirklich guten Thriller gehört, präsentiert die Autorin ihre Auflösung erst ganz zum Schluss, und das mit einem wirklich überraschenden Paukenschlag! Es ist der Autorin gelungen, mich mit einer Lösung komplett zu überraschen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Im Gegenteil: Zuvor hatte sich mich gekonnt auf eine vollkommen falsche Fährte gebracht. Genau so muss ein guter Thriller sein!
FAZIT:
Ein sehr gut aufgebauter Thriller, der seine Sogkraft nach und nach entwickelt, durch eine tolle Charakterentwicklung besticht und mit einer furiosen Überraschung endet.
Rezensionen von BookHook:
Die Akte Zodiac 1 von Linus Geschke
Ein absolut fesselnder Thriller, der auf wahren Begebenheiten fußt
***Vorweg: Diese Rezension bezieht sich auf das Ganze Buch, also alle vier Teile***
?Die Akte Zodiac ? Folge 1? ist der erste Band einer vierteiligen Thriller-Mini-Serie des deutschen Autors Linus Geschke (?Die Lichtung?, ?Und am Morgen waren sie tot?). Dies sollte jedem Käufer bewusst sein: Der Kauf von Teil 1 lohnt sich nur, wenn man auch die anderen drei Folgen erwerben möchte.
Jeder der vier Teile hat auf meinem eBook-Reader (Kobo) eine Länge von umgerechnet zwischen 60 und 70 Seiten, so dass sich insgesamt eine ?handelsübliche? Länge von ca. 250 Seiten ergibt.
Der Start in die Geschichte ist wahrlich rasant (auf nur rd. 60 Seiten bringt es der Autor bereits auf stattliche fünf Leichen - soviel sei hier mal verraten) und ist mir sehr leicht gefallen, auch aufgrund der überschaubaren Anzahl der wesentlichen Personen. Die Spannung liegt von Beginn an auf einem hohen Level und bricht auch im gesamten Verlauf der Story nicht ein, so dass ich diesen Thriller am Liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.
Für seine Story hat Linus Geschke eine berühmte und extrem spannende Vorlage gewählt: Den Zodiac-Killer, der mit seinen Morden Ende der 60´er Jahre in den USA für Angst und Schrecken sowie Ratlosigkeit auf Seiten der Ermittler gesorgt hat. Zu diesem Thema hat der Autor viel recherchiert und dieses fundierte Wissen als ?Rückblicke?, die narrativ von Profiler Brock vorgetragen werden, stilistisch sehr geschickt in seinen eigenen, fiktiven Thrillerplot eingebaut. Hierdurch bekommt die Story eine ganz eigene atmosphärische Dichte und einen zusätzlichen Gänsehaut-Effekt, wenn man sich beim Lesen bewusst ist, dass es diese alten ?Zodiac-Fälle? tatsächlich gegeben hat. Geschickt bringt Geschke im Verlauf der Story immer wieder neue Charaktere ins Spiel, so dass sich für mich beim Lesen immer wieder neue potenzielle Verdächtige ergeben haben. Dennoch ist es dem Autor gelungen, mich am Ende mit seiner Auflösung vollkommen zu überraschen und einen Täter zu präsentieren, den ich nicht auf meiner ?Verdächtigenliste? hatte, der im Nachhinein aber trotzdem überzeugt hat. Genau so liebe ich Thriller!
Die Hauptcharaktere, die Linus Geschke für seinen Thriller erdacht hat, sind plastisch und haben größtenteils ihre ganz eigenen Macken, aber natürlich auch ihre Stärken. Insbesondere die leitende Ermittlerin Kommissarin Eva Lendt als auch der sich selbst ins Spiel bringende Profiler / Fallanalyst Marco Brock polarisieren beide stark. Gerade bei diesen beiden ist die Charakterentwicklung über die gesamten vier Teile hinweg sehr gut gelungen. Brock, den ich zunächst überhaupt nicht mochte, entwickelt sich hierbei fast zu meinem Liebling, auch aufgrund seiner Methoden, die mir in Summe betrachtet gut gefallen haben.
FAZIT:
Ein sehr guter Thriller, der insbesondere durch die ungewöhnliche Grundidee, eine hohe Spannung und polarisierende Charaktere überzeugt. Top!
Rezensionen von BookHook:
Die Akte Zodiac 1 von Linus Geschke
Eine tolle Fortsetzung ? wieder mit viel Spannung, Action und Tempo
Zum Inhalt:
Nach den unglaublichen Abenteuern im Sommer führt der 14jährige Jake nun ein geheimes ?Zweitleben? als Stormglass-Agent in Ausbildung. Als er eines Tages mit seiner Schulklasse die Auktion eines alten, verschlossenen Schrankkoffers des berühmten Erfinders Nikola Tesla besucht, wird ein unbekannter Gegenstand aus diesem Koffer gestohlen.
Als guter Agenten-Azubi macht sich Jake an die Verfolgung des Diebes, doch dieser entwischt ihm leider mit seiner Beute und plötzlich hält alle Welt Jake für den Dieb?
Meine Meinung:
?Stromglass ? Das Tesla-Beben? ist der rd. 300 Seiten starke, in lesefreundliche 22 Kapitel unterteile zweite Band einer neue Jugendbuchserie von Andy Deemer (Band 1: ?Stromglass - Angriff der Killerbienen). Der erste Band, den man nicht zwingend zuvor gelesen haben muss (aber sollte), bestach bereits mit sehr viel Spannung, Action und einem wirklich hohen Tempo. Um dies schon mal vorweg zu nehmen: ?Das Tesla-Beben? steht dem in nichts nach!
Die Story beginnt recht harmlos mit Jakes Schulalltag, in dem er unter den ganz ?normalen? Problemen zu leiden hat, wie fiese Mitschüler und oberstrenge Lehrer, und seinem geheimen Doppelleben als Agent in Ausbildung im Stormglass-Trainingszentrum. Hierbei nutzt der Autor die Gelegenheit, den Grundstein für die neue Story zu legen und seinen neuen Lesern die faszinierende Welt vom Stormglass und seinen Protagonisten näher zu bringen. Dieser Anfang ist ? wie immer ? sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen. Ab ca. Seite 70 wird es dann richtig spannend, als es auf der Auktion so richtig rund her geht, und im folgenden entwickelt sich die Story genau so, wie man es aus Band eins bereits kennt und liebt: sehr schnell und mit viel Spannung und Action. Erneut lässt Andy Deemer seine drei Protagonisten Jake, Lizzy und Filby (jawohl, Filby hat noch einiges wieder gut zu machen!) um die ganze Welt jetten. Von Kalifornien geht es nach Belgrad ins Tesla Museum, vor dort aus kurzerhand weiter nach Bangkok in Thailand ? was nicht die letzte Station in dieser globalen Verfolgungsjagd sein wird. Mal wieder glänzt das Trio der Jung-Agenten dadurch, dass sie Hand in Hand zusammenarbeiten und jeder der drei seine ganz eigenen Stärken mit einbringt. Jake, der bodenständige Frisch-Agent mit der guten Beobachtungsgabe, der etwas pummelige Filby, der nie um eine Lösung verlegen ist und die quirlige und draufgängerische Lizzy, die mutig jeder noch so großen Gefahr unerschrocken ins Auge sieht. Hier ist für jeden jungen Leser die passende Identifikationsfigur zum Mitfiebern dabei! So bleiben die beiden neuen Agenten Echo und Daeng, die der Autor den dreien zur Seite stellt, doch auch ein bisschen blass, was mich aber nicht weiter gestört hat. Die Erwachsenen haben wie schon im ersten Band mehr oder minder die Eigenschaft von Nebencharakteren, was für mich aber durchaus gut zu einem Jugendbuch passt. Dennoch sind auch diese Charaktere sehr individuell gezeichnet, allen voran Colonel Cyrus Rex (vom Schlage Nick Furys).
Neben Spannung, Action und Tempo hat dieses Buch alles, was zu einem guten Agententhriller dazugehört: Von selbstlenkenden Fahrzeuge, über wilde Verfolgungsjagten an Land und zu Wasser, tolle & exotische Schauplätze, bis hin zu diversen Spionage-Gadgets, bei denen selbst Bonds guten alten Q vor Neid erblassen lassen dürfte. Das Finale ist an Action und Spannung kaum noch zu überbieten, kommt aber auch mit Dramatik und Tragik daher und braucht sich hinter keinem ?James Bond?-Film zu verstecken!
FAZIT:
Nur mal kurz die Welt retten: Fesselnde Action & ein atemberaubendes Tempo ? ein toller Agententhriller für junge und junggebliebene Leser ab ca. 12 Jahre.







