Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Die Sturmrose Roman von Bomann Corina
Deutsch-deutscher Schicksalsroman, der zum Nachdenken anregt
Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer kleinen Tochter Leonie nach Rügen. Sie wagt dort einen beruflichen und privaten Neuanfang. Als Annabel im Hafen von Sassnitz den alten Kutter " Sturmrose" entdeckt, ist es gleich um sie geschehen. Das renovierungsbedürftige Schiff übt einen unglaublichen Reiz auf sie aus.
Annabel erfährt, dass das Schiff einen neuen Besitzer sucht. Obwohl in ihrem Budget eigentlich kein Geld für einen spontanen Schiffskauf vorgesehen ist, lässt ihr der Gedanke, die "Sturmrose" zu renovieren und dann an Bord ein Cafe zu eröffnen, keine Ruhe mehr. Doch die "Sturmrose" hat nicht nur Annabels Interesse geweckt. Christian Merten hat ebenfalls eine Auge darauf geworfen. Die beiden beschließen, der "Sturmrose" gemeinsam neuen Glanz zu verleihen. Bei Renovierungsarbeiten findet Annabel den Brief einer verzweifelten jungen Frau. Es hat den Anschein, also ob die "Sturmrose" früher dazu genutzt wurde, Flüchtlinge von der DDR in die BRD zu bringen. Annabel beginnt nachzuforschen und stößt dabei auf bewegende Schicksale, die mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben, als Annabel bisher vermutet hatte......
Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem man eine Frau beobachtet, die ihre Lebensgeschichte auf einem altmodischen Kassettenrekorder festhält. Warum das so ist, erfährt man allerdings nicht. Doch am Ende des Romans schließt sich der Kreis, da sich die unterschiedlichen Erzählstränge miteinander verknüpfen.
Bereits auf den ersten Seiten gerät man in den Bann der Erzählung, denn Corina Bomann hat äußerst lebendige Charaktere, mit bewegter Vergangenheit, erschaffen. Annabel ist eine sehr sympathische junge Frau, die nach der Scheidung einen Neuanfang wagt. Ihre Kindheit hat sie in der ehemaligen DDR verbracht. Da ihre Mutter Republikflucht begangen hat, wurde Annabel in ein Kinderheim gebracht, in dem sie sich stets unwohl gefühlt hat. Jeden Tag hat sie darauf gewartet, dass ihre Mutter vor der Tür steht und sie abholt. Doch das passierte nie. Stattdessen wurde sie von einem Ehepaar adoptiert. Auch Christian Merten stammt aus der ehemaligen DDR und hat ein nicht weniger schicksalhaftes Leben hinter sich. Die Hintergründe der beiden Hauptcharaktere wirken, obwohl sie sehr erschütternd sind, glaubhaft und nicht zu konstruiert. Betroffen liest man, was sich früher hinter dem eisernen Vorhang abgespielt hat.
Corina Bomann schildert Protagonisten und Handlungsorte so lebendig, dass man beim Lesen die entsprechenden Bilder vor Augen hat und sich dadurch ganz auf die Geschichte einlassen kann. Die Handlung ist durchgehend interessant, da die "Sturmrose" ihr bewegtes Leben nur langsam offenbart. Einen nichtssagenden Liebesroman, mit allzu vorhersehbarer Handlung, braucht man hier nicht zu befürchten. Denn diese Erzählung hat weitaus mehr zu bieten.
Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr gut unterhalten und mochte ihn kaum aus der Hand legen. Denn das Schicksal der Protagonisten hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe deshalb begeisterte vier von fünf Bewertungssternen und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von KimVi:
Gun Street Girl von McKinty Adrian
Spannender Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittler
Belfast, 1985
Detective Inspector Sean Duffy ist als katholischer Bulle bei der protestantischen Royal Ulster Constabulary ( RUC ) angestellt. Allein diese Tatsache lässt seinen Alltag zuweilen recht stressig wirken. Dazu kommen allerdings noch Aufstände, die ständige Gefahr von Bombenattentaten und Waffenschmuggler, die ihre Aktionen um jeden Preis durchziehen wollen.
Duffy ist also alles andere als unterbeschäftigt, als ein wohlhabendes Ehepaar ermordet aufgefunden wird. Der Fall scheint zunächst recht eindeutig, doch schon bald tauchen erste Zweifel am Tathergang auf. Duffy beginnt Dinge ans Tageslicht zu zerren, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Dabei tritt er mächtigen Gegnern auf die Füße. Doch solche Kleinigkeiten haben Duffy ja noch nie gestört....
"Gun Street Girl" ist mittlerweile der vierte Band um DI Sean Duffy. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Teilen folgen. Um die Weiterentwicklung des Hauptprotagonisten besser nachvollziehen zu können, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Doch auch ohne dieses Hintergrundwissen wird man schnell feststellen, dass Sean Duffy ein wenig anders tickt, als andere Ermittler. Denn er hat recht eigenwillige Ansichten, hält sich nur selten an Vorschriften und nimmt es bei seinem eigenen Drogen- und Rauschmittelkonsum auch nicht so genau. Trotzdem ist Duffy ein sehr sympathischer Protagonist, der einem, durch seine sarkastische Art und seinen speziellen Humor, beim Lesen so manch unverhofftes Lächeln entlockt. Dennoch hat man das Gefühl, dass Duffy sich am Rande eines Abgrunds bewegt und dass ein winziger Fehltritt genügen könnte, um ihn zum Absturz zu bringen. Da Duffy trotzdem so sympathisch wirkt, beobachtet man gebannt sein Vorgehen und hofft darauf, dass er es nicht zum Äußersten treibt. Dieses Mitfiebern macht einen großen Teil der Spannung aus, die dieser Fall zu bieten hat. Denn Duffy selbst und seine Aktionen geben diesen Ermittlungen einen ganz besonderen Reiz.
Dem Autor gelingt es hervorragend, eine recht bedrohliche und düstere Atmosphäre zu vermitteln, die allgegenwärtig zwischen den Zeilen schwebt. Man ist sich außerdem stets bewusst, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt ist. Denn die Popsongs dieser Jahre hat man beim Lesen quasi gleich mit im Ohr. Der Fall selbst ist spannend und man verfolgt gebannt, was Duffy alles ans Tageslicht bringt. Die Stimmung ist explosiv und stellenweise hat man das Gefühl, dass Duffy auf einem Pulverfass sitzen würde, das jeden Moment hochgehen kann.
Für mich war das die erste Bekanntschaft mit Sean Duffy, da ich vorher noch keinen Band aus der Reihe gelesen habe. Dennoch ist mir der Einstieg in den Fall sehr gut gelungen und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen würden. Ich habe mich sehr gut und spannend unterhalten und werde sicher zu weiteren Fällen des eigenwilligen Ermittlers greifen. Ich vergebe deshalb vier von fünf Bewertungssternen und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von KimVi:
Ich. Bin. So. Glücklich. von Knoll Jessica
Eine scheinbar perfekte Hauptprotagonistin, die leider wenig sympathisch ist
Ani FaNelli hat das erreicht, wovon sie in ihrer Jugend immer geträumt hat: Sie hat einen guten Job bei einem New Yorker Frauenmagazin, trägt immer angesagte und sündhaft teure Designerklamotten und wohnt in einem Luxus-Penthouse. In wenigen Wochen wird ihr reicher, blendend aussehender Verlobter sie außerdem zum Traualtar führen und dafür sorgen, dass es Ani nie mehr an etwas fehlen wird.
Das klingt nach einem perfekten Leben. Doch Anis Leben war nicht immer so glamourös. Seit ihrer Jugend trägt sie ein dunkles, bedrohliches Geheimnis mit sich herum, das nun dafür sorgen könnte, das Anis perfekte Welt zusammenstürzt.....
Ani FaNellis Geschichte wird in der Ich-Form erzählt. Man schlüpft also quasi in die Haut der Hauptprotagonistin. Da Ani es einem nicht gerade leicht macht, irgendeinen sympathischen Zug an ihr zu entdecken, kann man sich beim Lesen nur schwer mit ihr identifizieren. Deshalb beobachtet man das Geschehen anfangs zwar noch recht neugierig, aber eher distanziert. Ani erzählt ihre Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen. In der Gegenwart beobachtet man ihr momentanes Leben, wobei die geplante Traumhochzeit und die damit verbundenen Vorbereitungen, ihre Beziehung zu ihrem Verlobten und die Anstrengungen, bis zur Hochzeit eine vermeintlich perfekte Figur zu erlangen, im Vordergrund stehen. Rückblicke in die Vergangenheit unterbrechen die aktuellen Ereignisse. Dort wird man Schritt für Schritt in Anis Jugend geführt und steuert langsam auf das dunkle Geheimnis zu.
Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man dem Ganzen, ohne groß nachzudenken, folgen kann. Der Anfang plätschert allerdings eher gemächlich vor sich hin. Man fragt sich zwar stets, was es wohl mit dem dunklen Geheimnis auf sich haben mag, doch um was es da gehen wird, wird noch nicht enthüllt. Da Ani ziemlich anstrengend, wenig authentisch und alles andere als sympathisch wirkt, hofft man darauf, dass die Handlung bald Fahrt aufnimmt. Ab etwa der Hälfte der Geschichte wird die Geduld dann auch belohnt. Denn eine überraschende Wendung sorgt dafür, dass einem Ani zwar noch immer nicht sympathisch ist, aber dass man dennoch geneigt ist, zu verstehen, warum sie zu dem Mensch geworden ist, den sie der Öffentlichkeit präsentiert und warum es ihr so wichtig ist, ein scheinbar perfektes Leben zu haben. Am Ende laufen die Handlungen der verschiedenen Zeitebenen zusammen und man überblickt die Zusammenhänge. Allerdings wirkt das Finale dann zu abrupt und geradezu gehetzt, hier hätten ein paar Seiten mehr sicher nicht geschadet.
In meiner Bewertung bin ich hin- und hergerissen, denn bisher habe ich noch kein Buch gelesen, bei dem mir die Hauptprotagonistin so wenig sympathisch war. Das ist bei einer Erzählung in der Ich-Form ganz besonders bedauerlich, da man ja quasi in der Haut eines Hauptprotagonisten feststeckt, den man nicht einmal mag. Die Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen fällt dann nicht gerade leicht. Der Anfang war dann auch eher belanglos und schon fast ein wenig zäh, wobei die Geschichte ab der Hälfte dann doch noch deutlich an Fahrt aufgenommen hat, sodass ich dann neugierig dem weiteren Verlauf gefolgt bin. Das Ende war mir dann zu abrupt. Da wären weitere Informationen wünschenswert gewesen. Ich schwanke deshalb zwischen zwei oder drei Bewertungssternen. Da mir die überraschende Wendung allerdings ganz gut gefallen hat und das Buch dann auch spannend zu lesen war, runde ich auf und vergebe drei Sternchen.
Rezensionen von Ela_Ela:
Küss mich unterm Nordlicht von Wolfe Joanna
Eine nette Geschichte vor einen selten verwendeten Hintergrund : Alaska
Inhalt: Seit dem Tod ihrer Mutter betreibt die achtzehnjährige Jenny mit ihrem Vater eine Lodge in Alaska und hilft bei der Husky-Zucht. Sie will unbedingt in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und an dem legendären Iditarod-Hundeschlittenrennen teilnehmen. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Mike, der in der Lodge zu Gast ist, unternimmt sie Touren durch Schnee und Eis, aber sie geraten in große Gefahr, als sie militanten Umweltschützern in die Quere kommen.
Also das Buch ist auf jeden Fall schnell und flüssig zu lesen und auch die Handlung ist sehr nett, doch irgendwie hat mich das nicht vom Hocker gehaut.
Die Personen und sind eigentlich alle total toll ausgearbeitet und jeder für sich einzigartig. Und man kann sich auch gut in sie hineinversetzten. Es ist sogar ein spannender Hintergrund über eine Tier und Landschutzverein, die aus 2 Personen besteht die nacheinander mehrere Tankstellen in die Luft sprengen um der Organisation Alaskan Oil zu zeigen was sie machen dürfen und was nicht.
Fazit: Eine tolle Geschichte über Alaska mit einer zarten Liebesgeschichte, aber jetzt nicht überragend. Trotzdem gut für zwischendurch zu lesen.
Rezensionen von yesterday:
Verwesung von Simon Beckett
Spannung pur
Die schwarz-weißen Cover der Beckett-Bücher gefielen mir schon immer, auch hier passt es gut. Seine Bücher brauchen keine Bilder und kein Blut, das Kreuz hat ja doch Bezug zur Geschichte und das reicht hier meiner Meinung nach vollkommen, um schon einmal äußerlich ein ansprechendes Buch zu sein.
Die Spannung zieht sich im Grunde sehr gut durch das Buch bis auf eine kleine Ausnahme. Der Teil zur Theorie über Verwesungsprozesse war für nicht so interessant und ein bisschen langatmig, aber das ist eben typisch Beckett. Außerdem unterstreicht dieser Teil den Titel. Immer wieder fällt auf, dass sich die Spannung zu den Enden der Kapitel steigert und man dort dann nicht wie gewohnt unterbrechen kann. Leichter geht das mitten im Kapitel bei den größeren Absätzen. Rund nach der Hälfte des Buches hatte ich eine Vermutung, wer der Bösewicht ist. Das tat der Spannung aber keinen Abbruch, die Handlung bleibt trotzdem packend und man will wissen, was noch passiert. Man will wissen, ob man Recht hat und wie die Ermittler dann dahinterkommen.
Es gibt viele direkte Reden, Dialoge und weniger Erzähltext, was dem Leser noch stärker das Gefühl vermittelt, mittendrin zu sein. Ab und an entrinnt der Protagonist scheinbar ausweglosen Situationen. Ich finde aber, dass Thriller in solchen Punkten auch einmal sein dürfen. Wäre doch nicht so gut, Hunter sterben zu lassen, denn dann wäre ja auch die tolle Buchreihe zu Ende. Der Erzählstil gefällt mir sehr gut, nur eine Seite lang liest sich der Thriller anders. Derbe Ausdrücke und einzelne Sätze im Stil eines ?Schundromans?, die irgendwie nicht zum restlichen Buch passen.
Die Person David Hunter war mir durch frühere Bücher dieser Reihe schon bekannt und sie hat auch in ?Verwesung? Wiedererkennungswert. Man entscheidet sich auch wegen ihm für dieses Buch, wenn man die anderen schon kennt. Man weiß, was man bekommt.
Besonders erwähnen muss man hier den Schluss des Buches. Es gehört nicht mehr zur Geschichte, aber trotzdem schließt Beckett mit einem Cliffhanger? Man weiß nicht, warum hier offen gelassen wurde, wer am Telefon ist. Da ?Verwesung? der bisher letzte Teil der Reihe um David Hunter ist, ist es ja noch möglich, dass diese Situation zu Beginn des nächsten Bandes (wenn es denn einen gibt) aufgelöst wird.
Rezensionen von Martin Zirkl, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt/Celovec:
Alles oder nichts von Andreas Salcher; Johannes Huber
Die Kirche gilt schon seit dem Altertum als semper reformanda. Für die Autoren dieses Bandes ist nun akuter Reformbedarf gegeben. Aus ihrem gründlichen Befund der aktuellen Kirchensituation, den sie mit Experten und Insidern erarbeitet haben, entwickeln sie ein Zukunftsszenario mit notwendigen Erneuerungen und entscheidenden Änderungen bis zu einem III.
Vatikanischen Konzil einer lebendigen Kirche in 20 Jahren. Ob sich das alles ausgehen wird? Träume, Illusionen? Jedenfalls eine spannende Church-Fiction.
Rezensionen von Ela_Ela:
Ripped - Allein für dich von Evans Katy
Das beste Buch finde ich ; D
Inhalt: Der Rockstar Mackenna Jones hat Pandora einst das Herz gebrochen, und sie ist entschlossen, sich zu rächen. Mit ihrer besten Freundin Melanie will sie ihn bei einem Konzert auf der Bühne bloßstellen. Doch dann wird sie von Security-Männern festgenommen und zu Mackenna gebracht. Dieser verspricht, sie nicht anzuzeigen, wenn sie ihn dafür auf seiner Tour begleitet.
Es dauert nicht lange, und die Leidenschaft zwischen Pandora und Mackenna lodert erneut auf. Aber Pandora hütet ein dunkles Geheimnis.
Am Anfang hab ich mir gedacht, was ist das bitte für ein fades Buch, ich habe einfach nicht richtig reingefunden. Doch dann hat es mich wieder richtig gepackt und ich konnte nicht mehr zum Lesen aufhören.
Außerdem sieht man Remy & Brooke, und Melanie & Greyson wieder, was mich persönlich total gefreut hat. Aber am liebsten war Mags, ihre Cousine, die hätte ich am liebsten geknuddelt so süß war die.
Fazit: Am Anfang etwas lahm und langsam zu lesen doch dann packt einen doch das Lesefieber und man kann nicht mehr aufhören.
Serie:
1. Real - Nur für dich
2. Mine - Ich gehöre dir
3. Remy - Du allein
4. Rogue - Wir gegen die Welt
5. Ripped - Allein für dich
Rezensionen von Badeamsel:
Nightingale Way - Romantische Nächte von Samantha Young
Romantische Nächte am Nightingale Way
Nightingale Way - Romantische Nächte" ist der 6. Teil und gleichzeitig Abschlussband der Edinburgh-Love-Stories von Samantha Young.
Außerdem sind noch 2 ebooks in dieser Buchreihe erschienen.
Nightingale Way ist ein in sich abgeschlossenes Buch, das man lesen kann, ohne die Vorgängerbände kennen zu müssen.
Allerdings muss ich sagen, dass mich die vielen Namen und Personen anfangs etwas verwirrt haben, da ich noch nicht alle Bände der Buchreihe gelesen habe.
Nightingale Way erzählt die Geschichte von Grace Farquhar und Logan MacLeod. Logan kennt man schon, wenn man Band 5 "Scotland Street" gelesen hat. Er ist der große Bruder von Shannon MacLeod und musste für 2 Jahre ins Gefängnis, da er den gewalttätigen (Ex-) Freund seiner Schwester verprügelt hat.
Nun ist Logan wieder frei und hat dank Shannons neuem Familienclan von Braden Carmichael sowohl Arbeit als auch eine Wohnung bekommen.
Im gleichen Haus neben ihm wohnt Grace, die vor 7 Jahren den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen hat. Sie ist freiberufliche Redakteurin und arbeitet von zuhause aus. Unfreiwillig wird sie Zeugin von Logans etwas lauterem Liebesleben mit ständig wechselnden Damen. Darüber geraten sich die beiden auch mehrfach in die Haare und finden sich von Anfang an unsympathisch.
Aber dann passiert etwas, womit Logan überhaupt nicht gerechnet hat (mehr verrate ich nicht, um nicht zu spoilern) und ausgerechnet Grace ist ihm in seiner anfangs etwas aussichtslosen Situation die größte Hilfe.
Nach sehr amüsantem Beginn des Buches mit spritzigen Dialogen zwischen Logan und Grace erfährt man immer mehr aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten und liest sich durch Höhen und Tiefen. Aber zum Schluss wird endlich alles gut...
Grace, die mit ihrer Familie gebrochen hat und sich in Edinburgh eine kleine neue "Ersatzfamilie", bestehend aus guten Freunden, geschaffen hat.
Und Logan, der noch an seiner Gefängnis-Zeit zu knabbern hat.
Ihre Geschichte erzählt Samantha Young spannend, humorvoll, witzig und mit einem Schuss Erotik. Ich hatte das Buch ziemlich schnell durch, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mir hat es gefallen. Wer die Bücher von Samantha Young mag, wird auch an "Nightingale Way" seine Freude haben. Freunde von Frauen- bzw. Liebesromanen werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, der Rest wird sowieso die Finger davon lassen.
Für diesen Roman vergebe ich 4 Sterne und wünsche jedem viel Vergnügen bei der Lektüre und beim Träumen.
Rezensionen von Badeamsel:
Nightingale Way - Romantische Nächte von Samantha Young
Recherchen nach einem verschwundenen jüdischen Wissenschaftler
"Morgenland" ist der erste Roman von Stephan Abarbanell. Er ist derzeit Kulturchef des rbb.
Das Buch ist als gebundene Ausgabe im September 2015 im Blessing Verlag erschienen, es kostet 19,99 ?.
Zum Buch:
Die junge Lilya Tova Wasserfall lebt 1946 in Palästina und ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht aktiv.
Sie hofft darauf, demnächst bei einem Anschlag mitwirken zu dürfen. Stattdessen erhält sie jedoch einen ganz anderen Auftrag: Sie soll unter dem Deckmantel von JOINT, einer Flüchtlingsorganisation die sich um jüdische Flüchtlinge kümmert, nach dem jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen, der in Berlin lebte. Sein Bruder, der Schriftsteller Elias Lind, der in Jerusalem lebt, nimmt an, dass sein älterer Bruder noch leben könnte und nicht, wie ihm die Briten mitteilten, im Jahr 1941 in einem Konzentrationslager ums Leben gekommen ist. Elias Lind übergibt ihr alle Hinweise, vor allem Briefe, die er hat.
Lilya denkt, dass dies ein kurzer Auftrag werden wird, sie rechnet eigentlich damit, keine neuen Spuren zu finden.
Die Reise führt sie zuerst nach London, wo sie ersten Spuren nachgeht, die sie gefunden hat. Schnell stellt sie auch fest, dass der britische Geheimdienst sie beobachtet. Von London aus geht die Reise weiter nach München, genauer gesagt ins Camp Föhrenwald bei Wolfratshausen, das unter amerikanischer Verwaltung steht. Föhrenwald ist ein Auffanglager für jüdische Überlebende des 2. Weltkriegs, die Lage ist dort aber auch alles andere als rosig, da das Lager aus allen Nähten zu platzen droht wegen der vielen Menschen. Lilya findet auch dort Hinweise auf Raphael Lind, ihre Reise führt sie dann weiter über Offenbach nach Berlin. Dort findet sie ganz entscheidende neue Hinweise und fällt fast einem Anschlag auf ihr Leben zum Opfer.
Trotz des schweren Unfalls entscheidet sich Lilya, weiterzumachen. Ihr Spürsinn und eine gute Portion Glück verhelfen Lilya zu immer neuen Hinweisen, die sie dann über Nürnberg/Fürth bis ins ehemalige KZ Bergen-Belsen führen, wo sie dann tatsächlich erfährt, was mit Raphael Lind in der Zeit der Naziherrschaft und des Krieges passiert ist.
Meine Meinung:
Stephan Abarbanell hat die Zeit nach dem 2. Weltkrieg sehr bildhaft geschildert, man konnte sich richtig gut in diese schreckliche Zeit hinein versetzen.
Ich persönlich weiß von damals sehr wenig, ich bin erst viele Jahre nach dem Krieg geboren worden. Erzählungen von Verwandten gibt es wenige, da sie alle, die den Krieg überlebt haben, nicht gern davon erzählen. Die Geschichte des Romans hat mich auf jeden Fall sehr beeindruckt, das Buch aus den Händen zu legen war schwierig.
?Morgenland? gehört für mich zu den absoluten Lese-Highlights dieses Jahres, das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Gudrun:
Veilchens Feuer von Joe Fischler
Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"
Valerie Mausers zweiter Fall.........Alpenkrimi
Kenne zwar Valerie Mausers ersten Fall nicht, bin jedoch von ihrem zweiten Fall vollauf begeistert, denn Joe Fischler hat einen fesselnden Schreibstil, bei dem der Leser "Feuer fängt".
Er bindet in seinen Alpenkrimi Witz und Charme mit ein, der seinesgleichen sucht.
Angefangen von den Namen, die er den Mitwirkenden gibt bis zu "tirolerischen" Ausdrücken und vielen weiteren Sequenzen sorgen diese für Auflockerung und gekonntem Witz.
Dies nimmt jedoch keinesfalls die Spannung, die sich über das ganze Buch hin immer weiter steigert.
Er schafft es, zwar immer wieder Andeutungen und Hinweise zu geben, jedoch den Leser bis zum Ende "aufs falsche Pferd" setzen zu lassen.
Mausers zweiter Fall spielt in Innsbruck. Hier soll Oberstleutnant Valerie Mauser eine Bedrohung eines alternden Rockstars abwenden. Die Vorkommnisse spitzen sich dabei immer weiter zu und es kommt zu brenzligen Situationen. Dies nicht nur im beruflichen sondern auch im privaten Umfeld der Ermittlerin.
In diesem Fall spielt Joe Fischler über den kompletten Ermittlungsfall kurze Segmente der damaligen Schandtat mit ein, die dem Leser mehr und mehr zu denken und mit zu ermitteln auffordern. Hiermit wird die Spannung nochmals angeheizt.
Mein Fazit: Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"










