Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rinoa:
Das Krähenzimmer von Carolin Frey
Düster und atmosphärisch
Erstaunlicherweise fällt es mir bei Büchern, die mir richtig gut gefallen haben, teilweise schwerer, eine Bewertung abzugeben, als bei Büchern, die mir nicht so gut gefallen haben. Dies ist hier so ein Fall.
Ist es der tolle Schreibstil? Die atmosphärische, teilweise düstere Darstellung des Örtchens am Meer? Die toll gezeichneten Figuren, allen voran Lotta, die ich von Anfang an mochte? Die unheimlichen Zwischensequenzen und Tagebucheinträge?
Ich bin jedenfalls ganz tief eingetaucht die diese kleine Welt, die mich wirklich gefangen genommen hat.
Den Beginn fand ich zwar ein wenig konstruiert und auch zwischendurch gab es immer wieder Momente, die mir ein bisschen zu sehr passend gemacht worden waren. Aber - und das unterscheidet dann vielleicht auch ein gutes Buch von einem weniger guten Buch - das war mir völlig egal, weil ich einfach so in der Geschichte drin und gefesselt war, dass mich das, auch im Nachhinein, überhaupt nicht gestört hat.
Bis zum Schluss bin ich völlig im Dunkeln getappt, obwohl der Personenkreis doch recht klein war, auch das ein Verdienst der tollen Arbeit der Autorin, von der man hoffentlich noch viel hören bzw. lesen wird.
Für mich ist "Das Krähenzimmer" auf jeden Fall ein Jahreshighlight, ich fand es unglaublich unterhaltsam, spannend und es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Rezensionen von Rinoa:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Enttäuschend
So ist das leider mit Erwartungen, und von denen hatte ich nach dem Klappentext und den ersten Seiten eine ganze Menge. Doch letztendlich ist das Buch ganz anders aufgebaut als erwartet und die Enttäuschung darüber konnte ich bis zum Ende nicht ganz abschütteln.
Aber fangen wir mal mit dem für mich Positiven an, dem Schreibstil der Autorin, den ich wirklich großartig und sehr unterhaltsam fand.
Sei es als allwissende Erzählerin, die meint, die Gedanken ihrer Leser erraten zu können oder als Chronistin der Lebensgeschichten ihrer Figuren.
Die Charaktere waren für meinen Geschmack allerdings recht überzeichnet und ein krasses Schicksal reihte sich an das nächste. Das war mir klar zu viel.
Auch konnten mich die Geschichten allesamt, bis auf einige Momente am Schluss, nicht wirklich berühren, sie ließen mich sogar seltsam kalt, obwohl sich die Autorin wirklich Mühe gibt.
Am Ende bleibt die Frage, was mir das Buch eigentlich sagen will, denn ein reiner Unterhaltungsroman soll es wohl auch nicht gewesen sein, das legt zumindest das Nachwort nahe.
Dass man Menschen und ihre Geschichte nicht nach dem ersten Eindruck beurteilen soll? Ja, das ist auf jeden Fall so. Darüber hinaus konnte ich allerdings nicht allzu viel mitnehmen und das Buch wird mir trotzdem des ungewöhnlichen Plots und des tollen Schreibstils wohl nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben.
Rezensionen von verhei:
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 36 - Sehen, riechen, hören von
Die Sinne erforschen in typischer Wieso?Weshalb?Warum? Manier
Das Buch Sehen, Hören, Riechen ist nun schon das 36. Buch aus der Wieso? Weshalb? Warum? Serie und es reiht sich auch nahtlos in diese ein.
Altersgerecht – vorgeschlagen für das Alter 2 bis 4 Jahre- werden in diesem Band die Sinnesorgane erklärt: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen.
Die Gestaltung ist auch hier typisch für die Reihe: Ein kurzer Text, in leicht verständlichen Sätzen.
Einerseits zum Vorlesen oder später vielleicht auch zum Selbstlesen. Nach einer Einleitung wird großzügig auf die einzelnen Sinne eingegangen, etwa eine Doppelseite pro Sinn, wobei Sehen und Hören etwas detaillierter erzählt werden.
Dabei ist die Gestaltung typisch bunt – man begleitet Kinder in verschiedene Situationen ihrer Lebensrealitäten. Klappen erlauben ein weiteres Entdecken, ebenso wie die Erhebungen auf der Seite zum Thema fühlen. All dies im gewohnt soliden Aufbau mit dickem Karton und Spiralbindung.
Gelungen fand ich den Einwurf, dass es auch Personen gibt die Einschränkungen haben – also nicht gut sehen oder hören können. Auf Grund des Buchumfanges und der Altersklasse, die man anpeilt, wird dies eher kurz abgehandelt, liefert aber meiner Meinung nach ausreichend Anknüpfungspunkte, um dies später auch mal zu besprechen.
Für mich ein solider Band der Reihe, der altersgerecht den eigenen Körper etwas erklärt.
Rezensionen von gabiliest:
The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic von Rachel Mavie
Einfach schön: Magie und Romantik zwischen den Zeilen
Die für ihre Fantasy-Geschichten bekannte Autorin Rachel Mavie hat mit “The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic” einen wunderschönen Roman für alle Booklover geschrieben. Hinter einem elegant und verspielt gestalteten Cover verbirgt sich ein Cosy-Fantasy-Roman, der zwischen den Zeilen nicht nur von magischem Geschehen, sondern auch von großen Gefühlen erzählt.
Lumina Emberlain ist die Storykeeperin des magischen Königreichs Avalora, in dessen Mitte sich eine außergewöhnliche Bibliothek befindet. In dieser steht der Lebensbaum, der das Illusionary bewahrt – ein magisches Buch – aus dem Avalora seine gesamte Energie bezieht, die durch die Wurzeln des Lebensbaumes verteilt wird. Diese Energie findet sich in den Zeilen der Bücher und Geschichten, in die Lumina eintaucht und in die Rolle der jeweiligen Protagonistin schlüpft. Alle Gefühle, die die Autoren in ihre Werke verwoben haben – Liebe, Trauer, Glück und Hoffnung – werden zur Zeilenmagie und Lumina kann sie mit Hilfe ihres Kristallarmbands aufnehmen und nach Avalora bringen.
Doch die magischen Kräfte schwinden, das Königreich ist bedroht. Der attraktive Gatekeeper Reed soll Lumina auf ihren Reisen in die Bücher begleiten. Aus Abneigung wird Prickeln, aus Misstrauen werden unerwartet Gefühle. Können Lumina und Reed das Königreich retten?
Rachel Mavie hat einen bezaubernden Roman geschaffen, in dem die Hauptfiguren direkt in die Seiten magischer Bücher reisen. Doch Lumina fragt sich immer öfter, ob sie selbst nicht nur eine unbedeutende Zeile in einem Buch ist, das niemand liest – und ob ihr keine eigene Geschichte zusteht. Geschickt hat die Autorin eine magische Welt geschaffen, in der ihre Figuren in weitere fantastische Welten eintauchen. So zieht sie auch die Lesenden in ihren Bann, die nicht nur mit den Protagonisten mitleben und mitfühlen, sondern die selbst das Geheimnis um die schwindende Magie lösen und Avalora retten wollen.
Zudem überzeugt die schöne Slow-Burn-Romance. Lumina ist zunächst brüskiert, als man ihr Reed zur Seite stellt: Erfüllt sie ihre Aufgabe als Storykeeperin etwa nicht gut genug? Reed scheint sich oft über sie lustig zu machen, doch in Wahrheit ist er Lumina und ihren grünen Augen, in denen Glühwürmchen tanzen, vom ersten Augenblick an verfallen. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden ein spürbares Prickeln und als Lumina Reed verloren glaubt, gesteht sie sich endlich die Tiefe ihrer Gefühle ein. So entwickelt sich neben einer spannenden Haupthandlung eine intensive und zauberhafte Liebesgeschichte.
Mein Fazit:
“The Storykeeper: A Tale of Heart and Magic” ist ein atmosphärisch dichter, geheimnisvoller und faszinierender Roman, der keine Amour fou, sondern eine sich langsam und unaufhaltsam entwickelnde, innige Liebesgeschichte mit einer schönen Portion Spice bietet. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, Spannung mit romantischem Prickeln und großen Gefühlen zu verbinden. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind launig, und nicht nur Lumina, sondern auch die Lesenden werden förmlich in die Geschichten hineingesogen. Und letztendlich wird es Reed und Lumina gelingen, ihre eigene Liebesgeschichte zu schreiben.
Wer Bücher und bezaubernde Cosy Fantasy mag, wird dieses Buch lieben!
Rezensionen von LillyCat:
Alles wird Asche von Nele Neuhaus
Aktuelles Thema (KI)
Mit großer Vorfreude habe ich dem Erscheinen des neuen Romans der Taunus-Reihe entgegengefiebert. Meine Erwartungen wurden dieses Mal allerdings nicht ganz erfüllt - daher auch keine 5 Sterne-Bewertung, sondern "nur" 4 Sterne.
Das Thema Künstliche Intelligenz wird raffiniert in die Handlung eingebaut und zwar so, dass es auch ein KI-Laie versteht.
Die Morde, die die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein aufzuklären haben, sind ziemlich makaber und verlangen von den beiden alles ab. So tappen sie auch bezüglich des Mordmotivs sehr lange im Dunkeln und müssen viele Wege gehen, um die Taten schlussendlich aufklären zu können.
Was mir dieses Mal nicht so gefallen hat, sind die Unmengen an Personen in diesem Roman. Frau Neuhaus hat zwar am Anfang des Buches einen Familienstammbaum eingefügt, aber es ist ziemlich lästig, wenn man während des Lesens immer wieder ganz nach vorne blättern muss, um nachzuschauen, wer jetzt eigentlich wie mit wem verwandt bzw. verbandelt ist. Das hat für mich den Lesefluss doch teilweise ziemlich eingeschränkt. Außerdem hatte ich öfters das Gefühl, dass die Handlung zu sehr "auseinander gezogen" wurde und es daher einige Längen im Buch gab, die dann auf Kosten der Spannung gingen.
Alles in allem zwar wieder ein gutes Buch von Nele Neuhaus, aber für mich eindeutig nicht ihr bestes.
Rezensionen von Rinoa:
Er lügt von Rebecca Taylor McKay
Toller Thriller mit Flair
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, und das in mehrerlei Hinsicht.
Ich war gleich mittendrin in der Geschichte von Clara, die als Erzählerin fungiert und uns mit auf ihre Hochzeitsreise mit dem etwas älteren und gut betuchten Spencer nach Positano in Italien nimmt.
Es ist Anfang der 60er Jahre, was ich einfach toll umgesetzt fand, nicht nur in der Sprache, die die beiden frisch Vermählten, aber auch die anderen Personen verwenden oder ihrem Verhalten, sondern es herrschte auch ein gewisses Flair, alles war etwas altmodisch, aber auf eine sehr elegante Art und Weise.
Manchmal fühlte ich mich richtig in einen Agatha-Christie-Roman versetzt, nur ohne Hercule Poirot, dessen Auftauchen mich aber auch nicht gewundert hätte.
Es gibt nicht unbedingt den atemlosen Thrill, aber es entfaltet sich eine Geschichte, die wirklich toll konstruiert ist, ohne jedoch konstruiert zu wirken und die mich immer wieder überraschen konnte, trotz der Enge des Settings und des Personenkreises.
Im Mittelpunkt steht natürlich Clara, die uns mit ihrer Innenschau tief blicken lässt, wenn es auch einige Wiederholungen in ihren Gedanken gab. Diese verstärken aber nur ihre Gefühle und haben mich wirklich berühren können.
Das Ende fand ich sehr stimmig, wenn auch aus persönlichen Gründen etwas unbefriedigend. Dies tat aber dem positiven Gesamtbild keinen Abbruch, ich mochte "Er lügt" wirklich sehr und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Rezensionen von LillyCat:
Kalte Tage von Charlotte Link
Der 6. Band der Kate-Linville-Reihe erfüllt alle Erwartungen
Der neueste Band in der Kate-Linville-Reihe ist wieder spannend geschrieben und spielt natürlich wieder in England.
Es geht um die Entführung von jungen Mädchen, die in die Fänge eines skrupellosen und undurchsichtigen Menschen geraten und teilweise vergeblich um ihr Leben kämpfen. Bei der Aufklärung der Verbrechen arbeitet Kate Linville dieses Mal mit einem neuen Ermittler zusammen, der auch ihr Privatleben zum Positiven verändern wird.
Die Handlung spielt in einem besonders kalten und schneereichen Winter und spiegelt sowohl die äußerliche Kälte der Jahreszeit als auch die innere Kälte der diversen Romanfiguren wider.
Kate Linville ist nach dem gewaltsamen Tod ihres ehemaligen Kollegen und Freundes Caleb Hale, den sie nicht verhindern konnte, in eine Depression verfallen und kämpft sich durch den neuen Fall. Sie braucht all ihre physische und mentale Kraft, um diesen aufzuklären, wobei sie auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Chefin und ihrer Kollegen und Kolleginnen zählen kann, die Kate auffangen, wenn sie fast nicht mehr weitermachen kann.
Der Schluss des Buches lässt für mich anklingen, dass es vielleicht keinen weiteren Thriller mit Kate Linville mehr geben wird - ich hoffe allerdings sehr, dass ich damit falsch liege und Frau Link schon Ideen für ein weiteres Buch hat. Kate ist mir in den nunmehr 6 Bänden der Reihe (Die Betrogene, Die Suche, Ohne Schuld, Einsame Nacht, Dunkles Wasser und Kalte Tage) sehr ans Herz gewachsen, da sie eine großartige Ermittlerin ist, die oft mit unkonventionellen Methoden arbeitet; gleichzeitg ist sie aber auch eine sehr verletzliche Frau, der es unheimlich schwer fällt, Hilfe und vor allem Liebe zuzulassen.
Somit ist dieser neue Band rund um Kate Linville nicht nur ein sehr spannender und flüssig zu lesender Thriller (trotz seiner mehr als 600 Seiten), sondern auch eine Sicht in das Innere eines Menschen, der schon aufgehört hatte, an eine positive Zukunft für sich selbst zu glauben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und damit natürlich eine 5 Sterne-Bewertung ! Für alle Fans von Charlotte Link ist dieses Buch sowieso ein Muss !
Rezensionen von stina23:
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Wie wird erinnert?
Dora ist über 80, als sie beschließt in ihr Heimatdorf zurückzukehren und um dort in ein Seniorenheim zu ziehen. Ihre Schwägerin, die ebenfalls in Hausen lebt, ist eine Ansprechpartnerin für Dora, mit ihrem Bruder verbindet sie wenig. Dennoch will sie in ihrem Alter einen letzten Neuanfang wagen.
Womit die rüstige Frau nicht gerechnet hat, sind die Erinnerungen, die sie in ihrer alten Heimat einholen. Dora erinnert sich besonders an ihre Kindheits- und Jugendfreundin Fanny, die jüdischen Glaubens war und die mit ihrer Familie während des zweiten Weltkrieges ermordet wurde. Doch Dora findet bei ihren Spaziergängen heraus, dass Fanny kein Erinnerungsstein/Stolperstein vor ihrem ehemaligen Haus gewidmet ist. Dora beginnt Nachforschungen zum Schicksal ihrer damaligen Freundin, wird dabei immer wieder von Schuld geplagt und von der Verdrängungskultur im Dorf ausgebremst. In der jungen Studentin Pina findet Dora eine Mitstreiterin. Gemeinsam gehen sie einen Weg, der vielen unbequem ist, jedoch das wahrhafte Erinnern lebt.
In Dora findet man eine Protagonistin, die für mich bisher einzigartig ist. Zuvor hatte ich noch kein Buch gelesen, in dem die Erlebnisse einer über 80ig-Jährigen im Mittelpunkt standen. Eine Frau, die auf viel Lebenserfahrung zurückblicken und diese nutzen kann, um vorwärtszukommen und um gleichzeitig Vergangenes neu zu sehen, hat mir imponiert. Dora war mir auch schnell sympathisch. Klug, eigenwillig, wissbegierig und selbstbewusst. Sie setzt sich recht schonungslos mit ihrer eigenen Verantwortung am Leid ihrer jüdischen Freundin auseinander und zeigt das vermeintliche Unwissen und Wegsehen im Dorf damals und heute auf. Schuld hat dabei viele Gesichter. Den Mut sich für diejenigen einzusetzen, denen Leid und Unrecht angetan wird, hatten nur einzelne.
Mich hat das Buch tief berührt. Es erzählt leise, aber mit Nachdruck von Menschen, wie sie waren und wie sie auch heute sind und von dem, was es bedeutet, welchen Weg man einschlägt.
Rezensionen von Rinoa:
Die Auster von Yael Inokai
Nicht ganz mein Fall
Es fällt mir nicht gerade leicht, eine Bewertung zu schreiben, da ich objektiv gesehen durchaus den Hut ziehen kann vor der Sprache und dem Stil der Autorin. Subjektiv gesehen muss ich aber relativ schlicht konstatieren, "Die Auster" war leider nicht mein Fall. Vielleicht wurde ich auch aufgrund des Inhalts fehlgeleitet in der Annahme, es handele sich um einen Krimi, obwohl auf dem Cover groß Roman steht.
Denn nur, weil jemand ermordet wird, muss das ja nicht bedeuten, dass die Aufklärung und die Psyche des Täters oder der Täterin im Vordergrund stehen.
Im Vordergrund steht hier nämlich die 73-jährige Leonora Bloch, ihres Zeichens seit Langem Reinigungskraft des Ermordeten und daher bestens mit seinem Leben und den Gegebenheiten des Kaufhauses vertraut, in dem das Opfer Geschäftsführer war.
Das war es dann aber auch mit den Tatsachen, denn die (Lebens-)Geschichte von Leonora, die sich nun vor mir erstreckte, war mir an vielen Stellen zu vage und nicht eindeutig genug. Ich hatte ständig das diffuse Gefühl, dass mir Informationen fehlen und das fand ich mit der Zeit recht anstrengend.
Am Ende laufen die Fäden zwar durchaus zusammen, aber da hatte mich der Roman leider schon ziemlich verloren. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, ansonsten war "Die Auster" leider nicht ganz mein Fall.
Rezensionen von Petra:
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann
Grausige Schule
Wolfi und Muh gehen jetzt zur Schule. Chaos ist vorprogrammiert. Denn sie waren noch nie an einer normalen Schule. Ottilie hat alle Hände voll zu tun um damit ihre Freunde nicht auffallen, aber das klappt nicht immer.
Mir hat die liebevolle Beschreibung der einzelnen Figuren sehr gut gefallen, auch wenn sie nicht unbedingt liebenswert waren.
Die Autorin hat die unterschiedlichsten Themen mit denen sich Kinder auseinander setzen müssen, aufgegriffen. Neue Schule, Freundschaft, Anders sein und auch das Thema Mobbing kam zur Sprache. Wie setzt man sich dagegen zur Wehr, wer hilft und wie kontert man.
Die Schule nimmt nicht so viel Raum ein wie man nach dem Titel vermuten könnte, der Alltag der Grauses und ihrer Nachbarn ist genau so wichtig.
Die Illustrationen unterstützen die Geschichte, ich hoffe die Grauses wohnen noch lange in der Sackgasse und lassen uns an dem alltäglichen Wahnsinn weiter teilnehmen.











