Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Miro:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
Marlen und Hannah
"Mein ganzes Leben ..." ist der Abschluss einer Trilogie, die sich mit Fragen nach der Herkunft, Identität und familiärem Erbe beschäftigt. Leider wusste ich das bei der Lektüre nicht und es ist mir auch erst am Ende aufgefallen, dass mir etwas fehlt.
Dieser Roman spielt sich auf zwei Zeitebenen ab.
Wir lernen die 14-jährige Marlen in Güstrow kennen, die 1945 aus Demmin weggelaufen ist und sich in einem Forsthaus vor russischen Soldaten versteckt. Sie wird von Wilma, einer Künstlerin entdeckt und später adoptiert.
In der Gegenwart kämpft Hannah mit ganz anderen familiären Problemen. Eigentlich ist sie ziemlich alleine, denn ihre Mutter und Großmutter sind beide verstorben. Ihren Vater hatte sie nie kennengelernt, bis er plötzlich mit einem riesigen Blumenstrauß bei ihr auf der Fussmatte steht und eine Menge Fragen aufwirft.
Beide Frauen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Vergangenheit, verarbeiten Verluste, setzen sich mit Schuld auseinander und versöhnen sich mit ihren Schicksalen. Beide Geschichten fand ich interessant und spannend zu lesen und bis zum Schluss war ich ausgesprochen neugierig, auf die Verbindung zwischen den beiden. Dass sie sich mit ähnlichen Themen befassen, schien mir nicht genug.
Daher war ich etwas enttäuscht am Ende. Die Verbindung erscheint mir etwas zu lose. Vielleicht hätte ich das nicht so empfunden, wenn ich die beiden Vorgänger gekannt hätte. Dann wären mit Hannahs Mutter und Großmutter vertrauter gewesen und die Verbindung nach Güstrow klarer. Man kann das Buch lesen, ohne die beiden anderen zu kennen, aber empfehlen möchte ich das nicht.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und meine Neugierde für den Rest der Trilogie ist geweckt. Stilistisch konnte mich die Autorin überzeugen. Ich mag ihre schnörkellose Sprache, ihre feinsinnige Art, Alltägliches zu erzählen und ihre warmherzige Sorge um ihre Figuren.
Rezensionen von yellowdog:
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Die Parabel von Al Pacino
Einige Bücher habe ich schon von Abbas Khider gelesen und Der letzte Sommer der Tauben gehört zu seinen besten.
Wichtig ist die Wahl der Hauptfigur. Der 14jährige Noah ist kein Kind mehr, auch noch nicht erwachsen, dabei aber ein guter Beobachter.
Noah hat ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Onkel Ali, ein humorvoller Mann, der die Freiheit liebt.
Beide teilen sie auch die Liebe zu den Tauben, die sie züchten.
Jetzt aber ändert sich alles im Land, als ein Kalifat errichtet wird und alles, was bisher gut und erfreulich war, wird jetzt verboten.
Noahs Vater, der Kleidungsgeschäft hat, darf keine modischen Sachen mehr verkaufen. Das Café vom Onkel muss schließen. Alkohol, Tanz und Kartenspiele sind verboten. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten und müssen sich verhüllen.
Onkel Ali wird schließlich als Oppositioneller verdächtigt und muss verschwinden. Auch Noah gerät in Gefahr.
Der Roman schildert viele düster Begebenheiten, ist aber aufgrund des lebendigen Tonfalls von Abbas Khider nicht hoffnungslos.
Ein großartiger Roman!
Rezensionen von Lilli33:
Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel
Neue Reihe mit einigen alten Bekannten
Neue Reihe mit einigen alten Bekannten
„Ungelöst. Die erste Zeugin“ knüpft an ein früheres Werk von Arno Strobel an, „Das Wesen“. Einige der damaligen Protagonisten spielen auch im aktuellen Buch wieder eine große Rolle, die ermittelnden Polizisten sind aber neu. Man muss auch überhaupt keine Vorkenntnisse mitbringen.
Was man über die einzelnen Charaktere von damals wissen muss, wird hier gesagt.
Nachdem Bernd Menkhoff den Psychiater Dr. Joachim Lichner ins Gefängnis gebracht hat, ist er nun wieder entlassen worden und prompt verschwinden erneut kleine Mädchen. Natürlich fällt der Verdacht sofort wieder auf Lichner. Luisa Menkhoff, die Tochter des inzwischen verstorbenen Bernd Menkhoff, bietet der Polizei ihre Hilfe an. Durch ihr eidetisches Gedächtnis hat sie unendlich viele interessante Erinnerungen, die zur Aufklärung der Fälle führen könnten. Doch bald geschieht etwas, was darauf hinweist, dass Lichner doch nicht der Täter sein kann …
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gepackt. Ich wollte es kaum aus der Hand legen, denn die Spannung empfand ich als kontinuierlich hoch. Durch sympathische Protagonist*innen, aber auch durch schwer durchschaubare, war ich durchgehend von der Handlung gefesselt und habe mit den Ermittlern um die Entführungsopfer gebangt und gerätselt, wie alles tatsächlich zusammenhängt. Hierbei warten eine Menge überraschende Wendungen auf die Lesenden. Kaum meint man zu wissen, wer was und warum, dreht sich die Geschichte wieder komplett in eine andere Richtung. Für mich war hier kaum etwas vorhersehbar. Die einzelnen Fakten erkannte ich meistens erst, wenn der Autor mir den entscheidenden Hinweis gab.
„Ungelöst. Die erste Zeugin“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Cold Cases. Ich bin schon sehr gespannt, wann und womit es weitergeht.
Fazit:
Sehr spannende Unterhaltung für alle Thrillerfans, die nicht unbedingt tiefschürfende Kost brauchen, sondern einfach mal vom Alltag abschalten wollen.
Rezensionen von Lesestern:
Waldmann von Thomas Ziebula
Sklavenhandel im 21.Jahrhundert - Wenn der Mensch zur Ware wird
" Waldmann - Flucht in den Tod " ist der Start einer neuen Krimireihe von Thomas Ziebula, einem Autor, der das Krimimilieu beherrscht, durch hervorragende Recherche- Arbeit überzeugt und brisante gesellschaftsrelevante Themen anpackt.
Das Buch ist im Januar 2026 bei Ullstein erschienen.
In Bonn verschwindet eine junge Ukrainerin und ein Mann der Öffentlichkeit wird im Appartement der Verschwundenen tot aufgefunden.
Das ist die Ausgangssituation für Hauptkommissar Johann Waldmann, der nach einer langen Auszeit, wieder zurück in seinen Dienst der Bonner Mordkommission kehrt.
Zeitgleich verfolgt eine Unbekannte in einem gestohlenen Polizeiwagen eine dunkle Limousine, indem sie das verschwundene Mädchen vermutet.
Die Spurenlage ergibt, dass es hier um Menschenhandel und Zwangsprostitution geht und dass dieses grausame Ausbeutungssystem weit über die Grenzen Deutschlands reicht.
Und plötzlich ist Waldmann zurück in seinem Albtraum und in seinem Kopf erscheint der Tag, der sein Leben aus allen Fugen gerissen hat. Vor 7 Jahren verschwand seine Frau im Tumult eines Bazars in Lagos und bis heute gibt es keine Spur von ihr....
Mein Leseeindruck:
Krimiliteratur vom Feinsten, von einem Autor, der viele Genren bedienen kann, aber hier mal wieder zur Höchstform aufgelaufen ist.
Sein Schreibstil ist fließend- packend; man wird geradezu ins Buch hineingezogen und befindet sich plötzlich mit Waldmann, seinem Team, einer Fluchthelferin und einer Journalistin im Wettlauf gegen das Böse.
Doch der Gegner ist mit allen Wassern gewaschen und verfolgt seine Ziele gnadenlos.
Dieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie enthält jede Menge Stoff, um weiter geschrieben zu werden und auch das Ende lässt Fragen offen...
Mit Waldmann hat Thomas Ziebula eine Charakterfigur erschaffen, mit der man sich trotz Ecken und Kanten , als Leser automatisch verbündet und dessen Schicksal zutiefst berührt.
Eine weitere starke Haupt-Protagonistin ist Suse, die o.g." Fluchthelferin", die sich mit unkonventionellen Methoden für die Befreiung der ukrainischen Mädchen einsetzt.
Nebenfiguren, Schauplätze und Handlung sind detailiert, in bildhaft- emotionaler Sprache wiedergegeben, so dass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben und zu erleiden.
Die Seiten rauschen geradezu an einem vorbei und man kann gar nicht anders als dem durch viele kurzweilige Wendungen gesetzten Spannungsbogen bis zum Ende zu folgen.
Mein Fazit:
Auftakt gelungen: Hochaktuelle Spannungsliteratur in Bestform.
Fortsetzung erwünscht.
Rezensionen von Vobabooks:
Ein Zuhause im Frühling von Julie Caplin
Cozy Frühlingsroman
„Ein Zuhause im Frühling“ ist der 1. Band der Country Escapes von Julie Caplin. Die 29jährige Ella arbeitet als Illustratorin für Kinderbücher in London. Einige Vorfälle stellen ihr Leben komplett auf den Kopf und führen dazu, dass sie eine Beziehungpause macht und ins kleine Wilsgrave zieht.
Sie sittet dort für ein halbes Jahr das Haus ihrer Patentante Magda - und überraschenderweise auch den Labrador Tess. Mit diesem kann Ella zunächst nur wenig anfangen, und ein Hundecrashkurs wäre vermutlich hilfreich gewesen. Doch Ella findet zunehmend Anschluss dort und sie lernt die Dorfbewohner samt dem Tierarzt Devon kennen…
Ein cozy Frühlingsroman mit viel Dorfflair und einer Liebesgeschichte. Locker und leicht zu lesen, dabei primär aus Ellas Perspektive geschrieben, wobei auch teilweise Devon zur Sprache kommt. Am Anfang musste ich jedoch erstmal ins Buch hineinfinden und mit Ella warm werden - im Laufe des Buchs konnte ich sie aber zunehmend besser nachvollziehen und ihre Entwicklung hat mir wirklich zugesagt. Eine weitere Wohlfühlgeschichte von Julie Caplin mit viel britischem Countrysidefeeling - ich bin gespannt auf den Folgeband!
Rezensionen von Tara:
Love and be loved von Cleo Wade
Ein richtiges Herzensbuch
„Love and be loved: Meine Wünsche für dich“ ist ein zauberhaftes Buch der in Kalifornien lebenden Künstlerin und Autorin Cleo Wade.
So bunt wie das Cover ist auch jede einzelne Seite des Buches.
Cleo Wade hat diese mit viel Liebe zum Detail illustriert.
Auf jeder Seite sich zudem eine berührende und lebensbejahende Botschaft.
Dieses Bilderbuch für Erwachsene macht einfach gute Laune, ist bunt wie das Leben, gibt Zuversicht, Hoffnung und Mut, regt zum Träumen und zum Nachdenken an.
Es ist ein Buch voller guter Wünsche, das die Autorin für ihre Tochter geschrieben hat. Diesen Gedanken finde ich sehr schön, da ich mir genau das für meine Töchter wünsche.
Sicherlich passt das Buch nicht für jeden, aber ich bin mir sicher, dass jeder von uns Menschen kennt, für welche dies das perfekte Geschenk ist. Für mich ist es ein richtiges Herzensbuch, das verzaubert und ein warmes Gefühl hinterlässt.
Rezensionen von Ecinev:
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Wenn ein Nein die Welt verändert
Vom trubeligen Brooklyn zieht die Familie Blum ins ruhigere Maine in die Kleinstadt Riverburg wo Gus eine Professorenstelle an der Universität aufgenommen hat. Die 18-jährige Hazel ist in ihrem letzte Schuljahr vor dem College an der Riverburg High-School. Schon während der Sommerferien im Freibad lernt sie den Direktor kennen.
Als sie an gerade an ihrem ersten Schultag mitten im Unterricht zum Direktor gerufen wird ist sie verunsichert. Dieser verspricht ihr eine großartige Zukunft durch eine Schülerzeitung doch gleichzeitig erklärt er, er suche sich jedes Jahr eine Schülerin für eine sexuelle Beziehung aus, und dieses Mal soll sie es sein. Hazel ist total vor den Kopf gestoßen und sagt mutig: Nein! Welche Lawine sie damit auslöst ahnt keiner.
Der Direktor widerspricht, wird aber trotzdem vom Amt suspendiert. Der Start von Gus an der Universität misslingt und seine Studentin wollen ihn gleich cancelln. Bei einer Veranstaltung mit einer Schriftstellerin ist Hazel sehr mutig und spricht vor dem Publikum von dem Übergriff. Die Literaturagentin ist sofort angetan und möchte einen Artikel veröffentlichen.
Der Schreibstil ist recht dicht, die Personen werden gut ausgearbeitet wirken aber nicht ganz ausgereift. Die Mutter leidet am meisten durch den Umzug wo sie keinen Fuß fassen kann und ihre Kreativität sie im Stich läßt. Was anfangs mit einem Joint beginnt, artet in einen stärkeren Konsum aus. Aus der jüngere Bruder der autistische Züge ausweise hat es nicht leicht nachdem seine erste Junior-Highschool Freundin sich als die Tochter des Direktors herausstellt. Auch Gus Fehltritt bei seiner ersten Vorlesung läßt ihn nicht ganz sattelfest erscheinen.
Der weitere Verlauf mit der plötzlichen Berühmtheit von Hazel läßt das Buch stark übertrieben wirken. Durch etliche Nebenschauplätze und den Problemen der Eltern verliert sich der Grundgedanke des Titels und es kommt zu einigen Längen. Fast ist man froh, als Hazel am Ende auch einmal ja sagt, nämlich zum Leben im Hier und jetzt in der Kleinstadt in Maine.
Rezensionen von Ecinev:
Belladonnas von Liann Zhang
Die Welt der Influencer
Die Zwillinge Julie und Chloe wachsen nach dem Tod ihrer Eltern getrennt voneinander auf. Während Julie bei ihrer Tante ein einfaches armes Leben führt, wird Chloe von einem reichen Ehepaar adoptiert und wächst im puren Luxus in New York City auf. Die beiden haben keinen Kontakt mehr, umso erstaunter ist Julie als ihre Schwester bei ihrer Arbeitsstelle auftaucht und sie mit einem gekauften Haus überrascht.
Chloe ist inzwischen erfolgreiche Influencerin und natürlich vermarktet sie die Aktion.
Als Julie einen merkwürdigen Anruf bekommt und sie nicht mehr erreicht, macht sie sich auf den Weg nach New York und findet sie tot in der Wohnung. Was liegt näher als den eintreffenden Beamten vorzutäuschen, sie wäre Chloe und in der Wohnung liegt die tote Zwillingsschwester. Der Tausch klappt und sie übernimmt das Leben als Influencerin.
Ein guter Einblick in die Scheinwelt der Influencer die ihr Leben nach Clicks ausrichten. Sie kommt mit Chloes Freunden in Kontakt darunter auch die Gruppe Belladonnas. Der jährliche Urlaub mit diesem Club der Super-Influencer beginnt und offenbart viel merkwürdiges und abscheuliches.
Was anfangs noch witzig ist und einen guten Einblick in die Welt der Influencer bietet, wird spätestens auf der Insel zu einem abgedrehten Horror. Der Schreibstil ist lebendig, die Scheinwelt perfekt dargestellt. Der letzte Teil ist jedoch sehr abgedreht, spirituell und überzogen.
Rezensionen von qq:
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
eindrucksvoll
eindrucksvoll
Der Roman "Der letzte Sommer der Tauben" des Autors Abbas Khider ist ein vielschichtiges Werk, das sich mit Themen wie Gewalt, politischer Unterdrückung, Schuld, Erinnerung und den langfristigen Folgen eines totalitären Regimes auseinandersetzt. Der Autor erzählt die Geschichte aus der Sicht gewöhnlicher Menschen, deren Leben durch politische Willkür zerstört oder dauerhaft geprägt wird.
Der 14jährige Noah ist, zusammen mit seinem Onkel Ali, Taubenzüchter und erlebt die Einführung eines Kalifats in seinem Heimatland. Zuerst nimmt er die Veränderung nicht ernst, aber dann verschwinden Personen...
Khiders Sprache ist klar, nüchtern und zugleich poetisch.
Der letzte Sommer der Tauben ist ein anspruchsvoller, tiefgründiger Roman. Das Buch fordert Konzentration und Offenheit, belohnt den Leser jedoch mit einer eindrucksvollen und nachhaltigen Leseerfahrung.
Rezensionen von gabiliest:
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Mysteriös und gruselig: Tausend Tage
Die schwedische SPIEGEL Bestseller- Autorin Kristina Ohlsson hat mit “Sternengrab” den zweiten Band ihrer Trilogie “Gänsehaut in Hovenäset” vorgelegt. Das geheimnisvolle Hardcover dieses hochwertig ausgestatteten Buches stimmt auf die gruselige Atmosphäre ein. Nicht nur das abgebildete Mädchen Alva sondern auch die schwarze Katze werden eine wichtige Rolle in diesem im kleinen schwedischen Örtchen Hovenäset angesiedelten Mystery- Krimi spielen.
Alvas Vater ist bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht gestorben, das ist bis jetzt beinahe tausend Tage her. Alva trauert immer noch und sie hat sich vorgenommen, herauszufinden, wer an diesem Unfall schuld ist. Das ist allerdings ihr Geheimnis, nicht einmal ihre besten Freunde Heidi und Harry wissen davon. Nun will Alvas Mutter in einer alten Strandhütte ein Café eröffnen, doch mit dieser Hütte stimmt etwas nicht. Eine schwarze Katze taucht plötzlich auf dem Campingplatz auf, auf dem Alva mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt. Auch eine stumme Frau und ein seltsames Mädchen mit blauem Mantel mieten ein Haus auf dem Campingplatz. Was hat es mit den Beiden auf sich? Wieso kommt die schwarze Katze immer wieder? Welches Geheimnis birgt die Strandhütte, unter der ein seltsames Rohr verläuft? Und wieso hört Alva die Schritte ihres toten Vaters im Wohnwagen?
Alva fragt die Vorbesitzer der Hütte, die kryptische Warnungen vor der Katze aussprechen. Auch mit der Polizei nimmt Alva wieder Kontakt auf. Denn bald sind die tausend Tage um und Alva braucht Gewissheit. Als es den Kindern gelingt, das Geheimnis der Hütte zu enträtseln, sind alle in großer Gefahr. Unheimliche Mächte bedrohen sowohl Alva wie ihre Mutter. Das Grauen scheint seine Finger nach allen Beteiligten auszustrecken. Die Katze, deren Augen immer heller werden, birgt den Schlüssel zu einem schrecklichen Geheimnis, hüte dich!
Kristina Ohlsson hat mit “Sternengrab” ein Buch geschrieben, das von Anfang an in eine geheimnisvolle und düstere Atmosphäre entführt. Sie baut meisterhaft Spannung auf, der Gruselfaktor ist hoch und wird sicher für Gänsehaut sorgen. Das Buch wird ab elf Jahren empfohlen. Die Geschichte, die hervorragend auf diese Altersgruppe abgestimmt ist, überzeugt mit eindringlicher Sprache und Bildern, die im Kopf sofort entstehen. So schafft die Autorin eine ungeheuer dichte Atmosphäre. Die Charaktere von Alva, Heidi und Harry sind treffend gezeichnet und machen es den Kindern leicht, sich auf die Lebenswirklichkeit der Figuren einzulassen. Allerdings- was ist Wirklichkeit, was ist übernatürlich? Dieses Rätsel können Alva und ihre Freunde lange nicht lösen, erst spät erkennen sie, welchen Einfluss ein furchtbares Geschehen aus der Vergangenheit auf die mysteriösen Ereignisse der Gegenwart hat.
Mein Fazit:
“Sternengrab” beweist, dass Kristina Ohlsson zu Recht eine der bekanntesten Krimiautorinnen Schwedens ist. In unnachahmlicher Weise zieht sie die Lesenden in den Bann dieser geheimnisvollen und gruseligen Erzählung. In kurzen Kapiteln gelingt es, in eindringlicher Sprache eine gespenstische Szenerie entstehen zu lassen, die es schwierig macht, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, denn die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten. Für Kinder, die düstere Mystery verbunden mit einer wunderbaren Freundschaftsgeschichte und einer starken Heldin lieben, ist dieses Buch eine tolle Lektüre, die ich mit fünf Sternen bewerte.










