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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

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Popóm von Johanna Sebauer

Toller Grundgedanke

Was und wie wird meine Zukunft sein, was werde ich erleben, was wird mich wie prägen …..? Wie wäre es, wenn mir jemand all das erzählen könnte, der einen großen Teil meines künftigen Lebens selbst erlebt hat? Ein spannender Ansatz.

So begegnet Hendrick als junger Erwachsener seinem zukünftigen Ich als bereits älterer Hendrick gegen Ende seiner Berufslaufbahn.

Und er strebt danach, von Hendrick dem Älteren zu erfahren, wie er gelebt hat, offenbar um Hinweise zu erlangen, wie er mit der Krise, in der er sich fühlt, umgehen soll. Und das ist eingebettet in viele aus dem Lebensalltag gegriffenen Verästelungen, die jede für sich wiederum kleine Erzählungen sind. Und die Bemühungen, von Hendrick dem Älteren Tiefergehendes zu erfahren, werden von diesem sehr bestimmt und gekonnt abgeblockt. Und somit bleibt Hendrick dem Jüngeren – vermutlich so wie den meisten von uns – nur übrig, das eigene Leben jeden Tag selbst und bewusst zu leben und sich auch mit dem, was zufällig kommt oder sich ereignet, zu beschäftigen, auch wenn es eine neue Beziehung ist.

Leider ist es dieser Geschichte nicht gelungen, mich so zu faszinieren, wie das Erstlingswerk von Johanna Sebauer, Nincshof.

Eine durchgehende Linie ist mir bei Popom besonders in Erinnerung geblieben: Dosenpfirsich. Auch um dieses hintergründige Rätsel zu lüften ist es wert, Popom vom Anfang bis zum Ende zu lesen. Ich werde Popm jedenfalls weiterempfehlen.

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Popóm

Rezensionen von Frechdachs:

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Frieda von Geraldine Oetken

Wer warst du Urgroßtante Frieda und wo bist du geblieben?

Geraldine Oetkens aktuelles Buch "Frieda - Die Suche nach meiner vergessenen Urgroßtante" verdient sich von mir ganz besonderen Respekt, da es ganz einfach nicht dem Mainstream folgt, vielleicht auch nicht für den Mainstream gemacht ist.

Allerdings sollte es meiner Meinung nach sehr viele interessierte Leser erreichen, da es zurück in die dunkelste Stunde Deutschlands führt.

Dort geschah bekanntlich sehr vielen Menschen Unrecht, so auch der Urgroßtante Frieda, auf deren Spurensuche sich Oetkens macht und diesem Leben im ganzen Buch nachspürt.

Die Suche selbst gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen, da anfänglich nicht mehr bekannt ist, dass Frieda 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen gestorben ist. Wir begleiten quasi Geraldine hautnah bei dieser puzzleartigen Suche.

Es ist kein einfaches Buch, das sich so nebenbei lesen lässt. Es rüttelt auf, macht betroffen und spielt mit den unterschiedlichsten Emotionen beim Lesen. Man taucht dabei tief ins damalig autortiäre System des Nationalsozialismus ab, in dem Menschlichkeit nur wenig zählte.

Die Autorin setzt Stück für Stück das große Puzzle zusammen, schont dabei auch die Familienhistorie bzw. das gesellschaftliche Zusammenleben und die damit verbundene Verantwortung nicht.

Die Stimmen derer, die während des Zweiten Weltkriegs extremes Unrecht erfahren haben sind leider längst verstummt. Gerade deswegen ist es nach meinem Empfinden umso wichtiger, dass deren Stimmen und Werdegänge nicht verstummen. Uns allen zur Mahnung, damit solche unmenschlichen Verbrechen nie mehr geschehen mögen.

Schließen möchte ich mit einem Zitat.

"Es gab mal eine Frau, die hieß Frieda. Sie ist meine Urgroßtante gewesen. Die Schwester meiner Urgroßmutter, die Tante meines Großvaters, die Großtante meines Vaters. Und am Anfang, da kannte ich sie noch kaum."

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Frieda

Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

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Popóm von Johanna Sebauer

"Wenn ich´s nur wüsste"

Johanna Sebauer´s neuer Roman „Pompon“ ist eine gelungene Mischung aus Tiefgründigem und Profanem, aus Altem und Neuem und der ewigen Frage nach Auswirkungen heutiger Entscheidungen für die Zukunft.

Sehr charmant kleidet die Autorin diese Fragestellung in die Begegnung eines jungen Mannes mit seinem Alter Ego in fortgeschrittenem Alter.

Gekonnt wird die Sinnsuche der jungen Erwachsenen durch Mittelmaß, Hilflosigkeit, Einsamkeit und Orientierung im Außen beschrieben. Ideen zur Lebensgestaltung, zu Aussehen und der eigenen Wohnumgebung werden im Internet gesucht und gefunden, der Beruf ist Langeweile gepaart mit fehlender Sinnhaftigkeit und die Verlorenheit im eigenen Leben ist deutlich beschrieben. Ebenso wie die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Sinn und Gewissheit. Das Suhlen im eigenen - vermeintlichen - Unglück und die Unerträglichkeit der eigenen Bedeutungslosigkeit als grundsätzliches Lebensgefühl arbeitet Johanna Sebauer spritzig heiter heraus. Die direkte Rede gibt dabei dem Text zusätzlich eine interessante Note.

Viele verschiedene Stränge sind leichtfüßig ineinander verwoben, der Spannungsbogen ist für mich gut gehalten und das Ende bestätigt die Erkenntnis, dass es durchaus Sinn macht, die zukünftigen Ereignisse nicht schon im Vorfeld zu kennen. So erhält sich die eigene Handlungsmacht in der Gegenwart, die Freude am Leben und zeigt, wie sinnstiftend es sein kann, vom „Lebensschauspieler“ zum authentischen Menschen zu reifen und das seltene Gefühl eines „Deja vu“ durchaus weiterziehen zu lassen.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

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Popóm

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

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Popóm von Johanna Sebauer

Eine Geschichte, aus einem absurden Himmel gezupft

Es ist ein durchaus interessantes Gedankenexperiment, das die Autorin in ihrem neuesten Roman durchspielt: wie wäre es, auf sich selbst in Form einer anderen Person zu treffen? Genau das lässt sie nämlich ihren Protagonisten erleben: er trifft auf sein älteres Ich.

Einfach eine kuriose Geschichte oder thematisiert die Autorin auf amüsante Art Identitätsfragen und eine weit verbreitete Orientierungslosigkeit der Jugend? Hendrik (der erste Protagonist) ist allerdings schon fast dreißig Jahre alt, auch wenn er selbst sagt, dass er „kopflos und selbstverloren“ durch sein Leben stolpert.

Oder ist es eine absurde Variante der Suche nach der eigenen Identität? Eine ironische Auseinandersetzung mit einem ständigen Gedankenkreisen um die „ranzige Suppe der eigenen Befindlichkeiten“?

Ich gestehe: mich lässt dieser Roman ein wenig ratlos und etwas buchunzufrieden zurück. Natürlich! Einige kuriose Szenen und vor allen die vielen (aber)witzigen Dialoge haben mir gut gefallen. Trotzdem: fesseln konnte mich diese Geschichte leider nicht. Mit der Zeit wurden die sympathisch schrägen Nebenschauplätze schon fast interessanter als die Hauptgeschichte.

Aber – und das möchte ich wirklich betonen - auch in diesem Buch beweist Johanna Seebauer einen wunderbaren Erzählstil voller Humor und Sprachverliebtheit. Sie hat mich mit „Nincshof“ überzeugt und mit ihrer Mediensatire „Das Gurkerl“ großartig amüsiert. „Popóm“ konnte nicht an diese Vorgänger anschließen.

Trotzdem: ich freue mich jetzt schon auf ihren nächsten Roman!

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Popóm

Rezensionen von ms.write:

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Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Es braucht viel mehr Bücher dieser Sorte – Bitte mehr davon!

Woody Browns „Ein ganz normales Wunder“ ist kein Roman für Menschen, die ein Buch schon nach der ersten Seite ungeduldig weglegen. Der Einstieg gestaltet sich nämlich wie eine kleine Aufnahmeprüfung, weil sich der Sinn des ersten Satzes erst auf den Folgeseiten erschließt und die Eingangsszene nicht geschmeidig ins Geschehen einführt.

Diese erste Seite fordert genau die Offenheit und Bereitschaft zum Verstehen, die es braucht, um sich einem mutistischen – also völlig sprachlosen – Menschen anzunähern.
Hat man diese kleine Prüfung nach der ersten Seite aber bestanden, liest sich der Roman fortan ohne höheren Aufwand.

Brown schildert den Alltag in einer Betreuungsstätte für Menschen mit diversen Behinderungen wie Zerebralparese und Autismus. Der Protagonist des Buches ist ein nichtsprechender Autist, dessen Innenleben uns tief bewegt. Doch der Roman beschränkt sich nicht auf ihn: Es eröffnet sich gleichermaßen das Universum der anderen Beteiligten. Der Hauptcharakter räumt dabei gründlich mit Vorurteilen gegenüber Menschen im Spektrum auf: So erkennt er die Bedürfnisse seiner Mitpatienten oft schneller als die Pflegekräfte und beweist damit eine tiefe Empathiefähigkeit.
Auch die Annahme, dass manche Autisten nicht zu komplexen Gedanken fähig seien, hebelt er aus. Zu Recht, wie sein Werdegang zeigt: Immerhin hat er den Zugang zur Hochschule gemeistert und uns mit diesem Werk ein ungemein wertvolles Buch geschenkt.

Das Geschehen in der Einrichtung wird in jedem Kapitel aus der Perspektive eines anderen Beteiligten beleuchtet. Durch diese wechselnden Blickwinkel gewinnen Patienten, Pfleger und Außenstehende eine unglaubliche Tiefe. Gleichzeitig wird spürbar, wie sehr jeder Mensch in seiner eigenen Sichtweise gefangen bleibt – eine zentrale und wichtige Botschaft des Autors.
Besonders eindrücklich sind die Überlegungen einer Verkäuferin, die sich fragt, was sie von den behinderten Menschen unterscheidet: Sie habe Pläne, so ihr Argument.
Dass dieser Unterschied so drastisch ausfällt, beruht im Roman vor allem auf unqualifizierter Betreuung. Die Mitarbeiter der Einrichtung, die weniger verdienen als eine Fachkraft im Verkauf, sind zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten engagiert. Aufgrund fehlender Fachkenntnisse können sie jedoch kaum erfassen, was sich im Inneren ihrer Schützlinge abspielt. Dadurch bleiben die Betroffenen in einer durch die Behinderung verursachten Sprachlosigkeit und in einer teils verzweifelten, teils resignierten Einsamkeit zurück. Nur ein einziger Pfleger erfasst ihre stummen Botschaften, Empfindungen und Bedürfnisse intuitiv.

Der Roman hat meine Erwartungen weit übertroffen. Er verfällt weder in künstliche Dramatik noch in trockene theoretische Abhandlungen. Stattdessen zeigt er auf, wie lohnend es ist, die Kommunikationsfähigkeit auf beiden Seiten zu erweitern: bei den Betroffenen ebenso wie bei den sogenannten „Normalos“. Denn auch die vermeintliche Norm entpuppt sich als Beschränkung, weil sie Potenziale übersieht. Wenn unsere Gesellschaft normative Grenzen abbaut und echter Inklusion Raum gibt, kann die Abhängigkeit mancher Pflegefälle im Idealfall aufgehoben werden. Damit wäre allen geholfen.

Das harmonische Cover zeigt den im Roman wiederkehrenden Pool. Doch im heißen Kalifornien entpuppt sich diese scheinbare Idylle als schmerzhafter Kontrast zur Realität: Das kühlende Nass ist für Menschen mit schweren Behinderungen mit enormer Mühsal verbunden, da sie teilweise aufwendig per Kran hineinbefördert und ausnahmslos streng beaufsichtigt werden müssen. Das Cover zeigt somit ein geschöntes Bild, das der Roman im Inneren konsequent dekonstruiert – ein starker Kontrast, der die deutsche Ausgabe konzeptionell meiner Meinung nach weitaus interessanter macht als das englische Original.

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Ein ganz normales Wunder

Rezensionen von lectrice:

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Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter von Petra Lord

Körper als Handelsware

Als ich das Cover dieses Buches das erste Mal gesehen habe, war ich begeistert von der künstlerischen Aufmachung und es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker.
Die Protagonistin Anabelle Gage ist seit einer Erkrankung auf einen Ersatzkörper angewiesen. In dieser Welt leisten sich die Reichen neue, ideale Körper, doch Ana ist nicht reich und ihr Körper ist der eines Jungen, der jedoch nicht vor Stärke trotzt.

Die Welt ist sehr gut durchdacht und es steckt so viel dahinter, was hinterfragt werden will. Sei es nun das Thema Körpertausch oder moralische Entscheidungen, politische und wirtschaftliche Verflechtungen und so viel mehr. Die Welt öffnet sich uns Lesenden erst so nach und nach und somit lernen auch wir immer mehr dazu und ein ums andere Mal habe ich das System hinterfragt und trotz Fantasy Parallelen gesehen zur Realität. Denn das beschriebene Klassensystem und die Mechanismen sind nicht vollends unbekannt.
Für ein Debut eine herausragende Leistung. Ein Young Adult Fantasybuch mit Anspruch. Ich habe es sehr gerne gelesen.

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Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter

Rezensionen von Ameland:

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Der Zoo der unsichtbaren Tiere von Andreas Z. Simon

Ein Zoo mit Geheimnissen

Suna erbt von ihrem unbekannten Opa einen leeren Zoo. Was soll man mit einem leeren Zoo, dazu noch als Kind werdet ihr euch jetzt fragen. Aber dieser Zoo verbirgt ein Geheimnis. Kommt mit und begleitet Suna bei ihrem fantastischen und spannenden Abenteuer und entdeckt die geheimnisvolle Welt dieses Zoos.

In einer kindgerechten Geschichte zeigt Andreas Z. Simon wie man mit Zusammenhalt in einem Team auch scheinbar unlösbare Probleme bewältigen kann. Man darf nur nicht sofort aufgeben, sondern muss es wenigstens versuchen. Gemeinsam hat man eher eine Chance als alleine. Zudem hat der Autor in die spannende und fantasievolle Abenteuergeschichte noch geschickt Themen wie Tier- und Naturschutz sowie Verschwendung von Lebensmitteln integriert.

Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen und aufgrund der großen Schrift und den größeren Zeilenabständen auch für Leseanfänger. Ein spannendes und fantasievolles Kinderbuch mit sympathischen Protagonisten.

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Der Zoo der unsichtbaren Tiere

Rezensionen von verhei:

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Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher

Freundschaft, Geldprobleme und andere Herausforderungen

Issa und Grace sind schon lange Freundinnen und besuchen gemeinsam das Gymnasium eines Internats, das hauptsächlich Rich Kids besuchen. Welten prallen aufeinander, haben es doch beide Familien nicht recht üppig. Issa wächst mit einer Alleinerziehenden Mutter auf, die jeden Euro doppelt umdreht und einer Schwester Livvie, die nicht mehr spricht.

Nun wurde ein Betrag für die Schule nicht beglichen und die Bezahlung durch den Sozialfonds der Schule steht in Frage. Doch auch Grace hat derzeit Probleme – neue, medizinische. Sie kämpft mit Brüsten, die über den Sommer deutlich gewachsen sind und Schmerzen erzeugen. Die Lösung aller Probleme scheint Geld zu sein, doch wie kommt man dazu?

Das Buch greift viele Themen auf, die für Jugendliche relevant sind, aber eben nicht nur für Jugendliche: Freundschaft, Geld, Erwachsenwerden, soziale Unterschiede, Körperbild, Kapitalismus und ja auch etwas Feminismus.

Allen voran Freundschaft, die die beiden doch eher unterschiedlichen Hauptcharaktere Issa und Grace schon lange verbindet. Während Issa eher etwas ruhiger und bodenständiger zu sein scheint, scheint Grace unerschrockener, mutiger zu sein. Man erkennt einmal mehr wie wichtig es ist Freunde allgemein Unterstützung auch im selben Alter zu haben. Mädchen allein zu zweit eben. Egal mit welcher Herausforderung sich die jeweilige gerade konfrontiert sieht.

Ein weiteres großes Thema, wie schnell ersichtlich ist, ist Geld bzw. allgemein Kapitalismuskritik. Das Spannungsfeld zwischen den reichen, privilegierten Internatsschülern und den ärmeren Schülern des Ortes ist klar sichtbar. Und umso markanter wird das Thema, als Geld für die ausstehenden Kosten an der Schule und aber auch für Graces Operation gesucht wird. Schafft man es rein durch Arbeit genug aufzutreiben. Welche Schritte darf man dafür setzen. Was ist vertretbar – gesellschaftlich und moralisch.

Der Erzählstil ist flott, ansprechend und man folgt hauptsächlich Issa. Interessant waren die Einwürfe aus Graces ABC des Geldes und das Tagebuch von Livvie, die den Blickwinkel erweiterten. Beide Hauptcharaktere fand ich nahbar und authentisch mit all ihren Sorgen. Man fühlt sich manchmal ohnmächtig, wenn alles über einen einbricht, selbst als Erwachsener. Wie frustrierend ist es dann erst recht als Jugendlicher mit begrenzten Mittlen. Allein die Herangehensweise an die Brustverkleinerung fand ich etwas eigen, aber welche anderen Möglichkeiten hätte es schon gegeben. Ich hätte mir gegen Ende gerne auch ein paar Seiten mehr zum Ausklang gewünscht, auch wenn die großen Fragen auch so geklärt wurden.

Ich habe sowohl das Hörbuch mit dem Buch ergänzt und kann beides herzlich empfehlen. Der Roman ist eben sprachlich modern, klar und auch einfühlsam. Dennoch fehlt nicht der Witz. Die Stimme der Hörbuchleserin ist angenehm und auch passend jugendlich.

Definitiv empfehlenswert für die Altersgruppe, aber auch abseits davon.

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Mädchen allein zu zweit

Rezensionen von Kerstin Fimberger :

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Alpine Vitalküche von Karin Hofinger

Großartig liebevoll und inspirierend

Also wir sind absolute Fans des Buches. Genau das haben wir gebraucht. Regionale Rezepte, einfach schmackhaft und nährstoffreich. Schon beim Schmöckern möchte man sofort in die Küche und zubereiten und essen . Großartig einfach . Die links zu regionalen Produzenten finden wir auch sehr praktisch.

Bilder sowieso außerordentlich ansprechend! Großartig. Man sieht und schmeckt die Leidenschaft und Liebe z Detail sofort !

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Alpine Vitalküche

Rezensionen von Pusteblümchen:

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FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Die Zeit tickt

Ilona Bannister beschreibt in ihrem Thriller ein unglaublich beklemmendes Szenario.
Du stehst auf dem Bahnhof, der Zug fährt ein und in wenigen Augenblicken wird ein Mensch sterben.
Die fünf Protagonisten kennen sich bisher nicht und stehen gemeinsam auf einem Bahnsteig in London. Sie alle tragen düstere Geheimnisse und eine schwere Vergangenheit mit sich herum.

Sympathieträger sucht man hier vergeblich, aber genau das macht die Dynamik so faszinierend.
Neben den Protagonisten gibt es einige ebenfalls gut ausgearbeitete Nebencharaktere. Insgesamt ist die Anzahl der Figuren jedoch angenehm überschaubar, wodurch die Atmosphäre nochmals dichter wirkt.

Die Autorin seziert die letzten fünf Minuten vor der Einfahrt des Zuges in Echtzeit. Es sind Schilderungen wie in einem Film. Während die Sekunden verstreichen, hatte ich das Bedürfnis, immer schneller zu lesen, um diesen nachzukommen.

Die Autorin stellt mit ihrem Werk das klassische Thriller-Genre komplett auf den Kopf.
Wer psychologische Tiefe gepaart mit einem mörderischen Tempo sucht, den dürfte dieses Buch begeistern.

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FIVE - Das Ticken der Zeit