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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annaja:

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Du musst mich vergessen von Rosie Walsh

Spannende Liebesgeschichte

Von annaja

Der Roman von Rosie Walsh ist eine bittersüße Liebesgeschichte.
Carrie hat nach einer missglückten, sehr kurzen Beziehung endlich ihr Glück und einen sicheren Hafen gefunden und ein zuverlässiger Ehemann und muntere 6jährige Zwillinge machen ihr Leben vollkommen. Den Job als erfolgreiche Chirurgin hatte sie davor auf Eis gelegt und nun nach langer Pause möchte sie das ruhige Leben aufgeben und wieder neu durchstarten.

Doch gerade hier beginnt für sie eine Wendung im Leben. Sie kommt nach und nach Geheimnissen auf die Spur, die sie und auch die Leser niemals vermutet hätten.
Der Roman wurde mit viel Emotionen verfasst und immer wieder gibt es neue, teils recht skurrile Überraschungen.
Eine sehr unterhaltsame, wenngleich auch manchmal etwas zu ausschweifende Geschichte in einem angenehmen Schreibstil, wird der beliebten Autorin mehr als gerecht.

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Du musst mich vergessen

Rezensionen von bookloving:

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Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

Eine berührende Geschichte über Verlust und Neubeginn

Mit seinem Debüt „Eine Maus namens Merlin“ ist Simon Van Booy ein herzerwärmender Wohlfühlroman gelungen, der mit erfrischender Leichtigkeit von Einsamkeit, schmerzlichen Verlusten und der Bedeutung der kleinen, oft unscheinbaren Momente im Leben erzählt. Zugleich macht er deutlich, dass Neuanfänge selbst im hohen Alter möglich sind.

Feiner Humor, zart verwobene Melancholie und ein hoffnungsvoller Ausklang verbinden sich zu einer angenehm entschleunigenden und wunderbar einfühlsamen Erzählung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 83-jährige Witwe Helen Cartwright, die nach sechzig Jahren in Australien in ihren Geburtsort nahe Oxford zurückkehrt und dort sie ein kleines, möbliertes Haus bezieht. Helens Alltag erschöpft sich in immer gleichen Routinen, geprägt von selbstgewählter Einsamkeit, Resignation und dem bewussten Verdrängen schmerzhafter Erinnerungen an die Menschen, die sie verloren hat – fast so, als warte sie nur noch auf das Ende ihres Lebens. Doch das unerwartete Auftauchen einer kleinen, zutraulichen Maus in ihrem Haus durchbricht diese Erstarrung und bringt Bewegung in ihr zurückgezogenes Leben.

Zunächst empfindet Helen die Anwesenheit des kleinen Wesens noch als lästige Störung und setzt alles daran, es möglichst schnell wieder loszuwerden. Doch notwendige Besorgungen im Tierhandel, in der Bibliothek und im Eisenwarenladen führen sie Schritt für Schritt aus ihrer Isolation heraus und lassen sie erneut mit anderen Menschen in Kontakt treten.

Mit seinem einfühlsamen Erzählstil zeichnet Van Booy Helens zögerlichen Wandel gekonnt nach. Allmählich wächst ihr die kleine Mitbewohnerin, die sie Merlin nennt, ans Herz. Die ungewöhnliche Freundschaft schenkt ihrem eintönigen Alltag nicht nur Struktur, sondern auch neue Bedeutung. Eindringlich zeigt der Autor in seiner berührenden Geschichte auf, wie wichtig Menschlichkeit, Nähe und das Gefühl, gebraucht zu werden, für ein erfülltes Leben sind. Mit feinem Humor und viel Feingefühl erzählt er in episodischen Rückblicken auf Helens früheres Leben und eröffnet dabei berührende Einblicke in ihre innere Welt und ihre bemerkenswerte Persönlichkeit.
Mit seiner hochbetagten Protagonistin hat der Autor einen bemerkenswert vielschichtig angelegten Charakter geschaffen. Anfangs verschlossen und spröde, gewinnt sie zunehmend an Tiefe und Wärme, sodass sie einem schnell ans Herz wächst und sorgt zum Ende hin sogar für einige überraschende Momente.
Trotz der insgesamt ruhigen Handlung gelingt es Van Booy, den Spannungsbogen spürbar zu verdichten und die Geschichte mit einem stimmigen, nachdenklichen Schluss ausklingen zu lassen.

ZUM HÖRBUCH
Schauspielerin Frauke Poolman ist eine eindrucksvolle  Umsetzung dieses zauberhaften Wohlfühlromans gelungen. Mit angenehmer Stimme und ihrem ruhigen Vortrag zieht sie uns mühelos in die leicht melancholische Geschichte hinein. Von beschaulichen Momenten, über feine Ironie bis hin zu humorvollen Episoden versteht sie es, die unterschiedlichen Stimmungen durch variierendes Sprechtempo und nuancierte Betonung lebendig einzufangen. Dabei gelingt es ihr immer wieder, uns ein sanftes Schmunzeln zu entlocken.

Insgesamt überzeugt Poolman mit einer exzellenten Lesung, die ein ebenso unterhaltsames wie herzerwärmendes Hörerlebnis bietet.

FAZIT
Eine stille, berührende Wohlfühlgeschichte über Einsamkeit, Verlust, die Magie unerwarteter Begegnungen und späte Neuanfänge.

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Eine Maus namens Merlin

Rezensionen von jori1020:

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Freunde fürs Leben von Fredrik Backman

Leider eher enttäuschend

Fredrik Backman hat schon viele gute Bücher geschrieben. Sein neuester Roman 'Freunde fürs Leben' gehört für mich leider nicht dazu. Weder Handlung noch Figuren oder Sprache konnten mich wirklich überzeugen.

Zunächst zu der Handlung, die auf zwei Zeitebenen spielt: In der Gegenwart begleiten wir die 18-jährige Louisa, die in ihrem jungen Leben bereits einige Schicksalsschläge verkraften musste und Halt in der Kunst findet.

Insbesondere ein bestimmtes Gemälde zieht sie in seinen Bann. Als dieses versteigert wird, nutzt sie die Gelegenheit, diesem einmal ganz nahe zu sein. Durch verschiedene schicksalhafte Fügungen trifft sie schließlich den Maler des Bildes – wobei von „treffen“ kaum die Rede sein kann. Auf der Flucht vor der Auktion läuft sie ihn schlicht über den Haufen. Innerhalb weniger Sekunden erkennt er angeblich ihr großes Talent für Kunst, hält sie für eine Seelenverwandte und beschließt kurzerhand, dass einer seiner letzten Wünsche es ist, das Louisa sein Kunstwerk besitzen soll. So weit, so realistisch. Oder eben auch nicht.

Louisa und Ted, der Freund des Malers, begeben sich daraufhin mit dem Bild im Gepäck auf eine gemeinsame Zugreise. Während dieser erzählt Ted die Geschichte des Bildes und damit die Geschichte von vier Freunden und einem schicksalhaften Sommer. Das geschieht allerdings in kurzen Episoden, die oft sehr fragmentarisch wirken. Vieles wird mehrfach angedeutet, wiederholt oder aus leicht veränderter Perspektive erneut erzählt. Mehr als einmal denkt Ted über dieselben Erinnerungen nach, stellt dann fest, dass er Louisa davon ja noch gar nichts erzählt hat, und erzählt ihr dieselbe Geschichte noch einmal. Das soll vermutlich Spannung erzeugen, bei mir führte es eher zu Ermüdung. Einen klaren roten Faden habe ich über weite Strecken vermisst.

Mit keiner der Figuren wurde ich wirklich warm. Louisa ist zwar 18 Jahre alt, erinnerte mich aber häufig eher an eine schlecht erzogene Zwölfjährige. Sie weint ständig, behauptet regelmäßig, Ted würde sie entführen und macht gefühlt auf jeder zweiten Seite Witze übers Furzen. Warum dieses Thema derart präsent sein musste, hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen. Ted wiederum ist noch keine vierzig, wird aber dargestellt wie ein Mann im Rentenalter. Über mehrere Seiten hinweg erfährt man ausführlich von seinen Blasenproblemen und sonstigen Gebrechen. Informationen, die für die Handlung komplett irrelevant sind. Alles wirkte irgendwie überspitzt und kein bisschen authentisch. Auch die Nebenfiguren bleiben über mehr als 500 Seiten erstaunlich eindimensional: Joar scheint keine Begegnung zu haben, ohne sich zu prügeln, der Künstler definiert sich fast ausschließlich über seine schwere Depression und Ali wird ständig als verrückt dargestellt.

Leider konnten auch die Sprache und die vielen pseudo-philosophischen Passagen mich nicht wirklich erreichen. Was tiefgründig wirken soll, erschien mir oft eher bemüht.

Insgesamt war das Buch für mich deutlich zu langatmig. Statt berührt oder mitgerissen zu werden, habe ich mich eher 'durchgelangweilt'.

Schade.

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Freunde fürs Leben

Rezensionen von Ele:

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Pause von Lena Kupke

Hanna macht Pause

Pause, Roman von Lena Kupke, 320 Seiten, ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist.
Hanna erleidet mitten in einer geschäftlichen Besprechung eine Panikattacke und wird ohnmächtig, sie wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert, Von da aus wird sie von ihren Eltern erst mal mit nach Hause genommen Hilfsbedürftig und instabil wie sie ist, wird sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer untergebracht, welches inzwischen das Arbeitszimmer ihres Vaters ist.

Es ist schwierig für sie im Augenblick ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Aber mit sechsunddreißig Jahren wieder, wie ein Kind mit den Eltern zusammenzuleben ist für alle drei nicht leicht.
Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, ins Buch und in Lesefluss zu kommen. Die Handlung setzt mitten im Geschehen ein, Chaos und Panik herrscht und was eigentlich genau los ist, erfährt der Leser während des ganzen Buches nicht. Irgendwann habe ich mir zusammengereimt, was im Vorfeld passiert ist, doch ganz genau weiß ich es auch nach der Lektüre noch nicht.
Die Autorin schreibt diese eigentlich tragische Geschichte mit viel Humor. Furchtbare unfassbare Abgründe, abwechselnd mit, ich würde es Galgenhumor nennen. Eine bittere Heiterkeit mit der die Protagonistin im Ich-Stil erzählt. Deshalb ist es auch möglich, ganz tief bis ins Innerste von Hanna zu blicken. Alle Figuren sind ausführlich und tiefgründig charakterisiert. Die Eltern und auch Schwester Sara. 24 pralle und aktionreiche Kapitel, in einer sehr modernen Sprache mit vielen lebendigen Dialogen. Whats App und Sprachnachrichten, auch Eigennamen sind kursiv hervorgehoben und deutlich gemacht.
Ich konnte mich mit der Protagonistin immer wieder identifizieren, zurück in die Kindheit und bei den Eltern wohnen, wie sich das anfühlen kann, hat sie hervorragend geschildert. Manche Dinge die sich niemals ändern, oder die man mit den Augen eines mittlerweile Erwachsenen sieht, hat die Autorin nachvollziehbar geschildert. Auch aus der Sicht der Eltern, kann ich mittlerweile die überraschende Anwesenheit eines erwachsenen Kindes, verstehen. Der Roman beschreibt Situationen die direkt aus dem Leben gegriffen sind, voller Emotionen und viel Liebe und absolut realistisch.
Dieser Roman hat mich tief berührt, die Ausweglosigkeit, die Hilflosigkeit und die Trauer von Hanna war so gut geschildert ich habe jedes Wort geglaubt. An manchen Stellen z.B. von der Vorgeschichte hätte ich gerne mehr Informationen gehabt. Ob sich Hanna, in ihrem Zustand, so prompt in eine neue Liebesbeziehung fallen lassen kann bezweifle ich jedoch. Gerne hätte ich etwas mehr erfahren, mir fehlt ein befriedigendes Ende.
Das Buch ist sehr tiefgründig und emotional bewegend. Ein Beispiel wie Unaussprechliches unausgesprochen bleibt. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. 4 Sterne

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Pause

Rezensionen von LeserinLu :

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Restsommer von Kea von Garnier

Berührend

Mit „Restsommer“ taucht man ein in den Sommer von Nick und Biff. Nick ist in der 10. Klasse und fragt sich, ob der für ihn vorgesehene Weg wirklich sein eigener ist. Eigentlich soll er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch als Biff neu in seine Klasse kommt, gerät vieles ins Wanken.

Die Geschichte ist im besten Sinne ein klassischer Coming-of-Age-Roman: Es geht um Identität, Selbstfindung, Familie, Zukunftsängste und darum, den Mut zu finden, für das eigene Glück einzustehen. Besonders schön fand ich dabei, dass die queere Liebesgeschichte ganz selbstverständlich Teil dieser Entwicklung ist. Was mir am besten gefallen hat, war die Atmosphäre. Beim Lesen konnte ich die drückende Sommerhitze förmlich spüren. Über dem ganzen Roman liegt eine Mischung aus Melancholie, Sehnsucht und Aufbruchsstimmung, die perfekt zu dieser Lebensphase zwischen Jugend und Erwachsensein passt.

Auch sprachlich hat mich „Restsommer“ überzeugt. Die Erzählstimme wirkt authentisch und nahbar, gleichzeitig finden sich immer wieder kreative Metaphern und Vergleiche, die den Text besonders machen, ohne künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Sie passen wunderbar zu Nicks Blick auf die Welt.

„Restsommer“ ist damit ein berührendes, stimmungsvoller Sommerroman über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und die schwierige Frage, wer man sein möchte. Es wird Leser:innen von „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ und „Der große Sommer“ gefallen.

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Restsommer

Rezensionen von Immenhof:

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

Gelungen

Mit „Wieso? Weshalb? Warum? junior: Tiere im Winter“ ist Ravensburger wieder ein gelungenes Sachbilderbuch für die jüngsten Entdecker gelungen. Die Reihe überzeugt auch hier mit ihren gewohnt stabilen, dicken Seiten, den zahlreichen Klappen zum Entdecken und der praktischen Spiralbindung. Dadurch macht das Buch nicht nur beim ersten Anschauen Spaß, sondern hält auch häufigem Vorlesen und eigenständigem Erkunden problemlos stand.

Besonders gelungen finde ich die Themenauswahl. Kindgerecht und anschaulich wird erklärt, wie sich Tiere auf den Winter vorbereiten, warum Zugvögel in wärmere Regionen fliegen, weshalb manche Tiere ein Winterfell bekommen und wie die Futtersuche in der kalten Jahreszeit aussieht. Auch die Unterschiede zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre werden verständlich vermittelt. Ein Tierspurenrätsel am Ende rundet das Buch ab und lädt dazu ein, das Gelernte spielerisch anzuwenden.

Erfreulich ist zudem, wie viele Informationen in dem Buch stecken. Obwohl es sich offiziell an Kinder von zwei bis vier Jahren richtet, sind die Inhalte auch für ältere Kinder noch interessant. Einige der behandelten Themen begegnen Kindern später sogar im Sachunterricht der dritten oder vierten Klasse wieder. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass viele kleine Details aufgegriffen werden, etwa dass Tiere im Winter möglichst wenig Energie verbrauchen und sich deshalb nur wenig bewegen. Eine etwas ausführlichere Erklärung dazu hätte ich zwar spannend gefunden, für die eigentliche Zielgruppe ist die Darstellung aber völlig ausreichend.

Ein informatives, liebevoll gestaltetes Klappenbuch, das Wissen altersgerecht vermittelt und gleichzeitig zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Sehr empfehlenswert für kleine Tierfreunde und neugierige Kinder.

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter

Rezensionen von Hennie :

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Strandopfer von Frank Goldammer

Noch keine echte Partnerschaft bei der gemeinsamen Ermittlung

Mit STRANDOPFER stellt Frank Goldammer den ersten Teil seiner neuen Krimireihe vor.
Eine neue Reihe, neue Ermittler, ein neuer Handlungsort! Die deutsch-polnische Grenzregion der Ostseeküste wird hier in den Fokus genommen.
Am Strand bei Swinemünde findet man einen toten deutschen Touristen, bei dem zunächst ein Badeunfall vermutet wurde.

Doch bei näherer Untersuchung ist es doch nicht so. In seinem Mund steckt ein größerer Bernstein. Zudem meldet man kurz darauf die zehnjährige Luisa als vermisst. Sie ist die Tochter einer Freundin des Toten.

Die BKA-Kommissarin Lena Schuldt aus Berlin nimmt gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk die Ermittlungen auf.
Der Tote und das Mädchen gehören zu einer deutschen Urlaubergruppe, die befreundet sind und sich aber sehr bedeckt halten. Die Befragungen gestalten sich sehr zäh. Sie machen sich dadurch verdächtig. Was gibt es zu verbergen? Das ist die nächstliegende Frage. Doch sowohl die deutsche Kommissarin als auch der polnische Polizist, die im gleichen Alter sind, scheinen nicht mit vollem Einsatz bei der Sache zu sein. Lena hat zudem ständig das Gefühl, ihr wird nicht alles richtig übersetzt, da sie der polnischen Sprache nicht mächtig ist.

Mir kommt die gesamte Story reichlich verworren, abstrus und in weiten Teilen schwer nachvollziehbar vor.
Lena und Adam verfolgen unterschiedliche Ermittlungsansätze. Beide haben miteinander zunächst ihre Probleme. Die Berliner Kommissarin wuchs in der Grenzregion auf, hatte eine schwierige Kindheit/Jugend durch das Elternhaus, aber auch als Mitläuferin bei rechtsextremen Cliquen, die z.B. auch auf Polen nicht gut zu sprechen waren. Von einer intensiven gemeinsamen Arbeit bei der Aufklärung der Morde kann man (noch?) nicht sprechen. Die Auflösung erfolgt überraschend und eher nebenbei.

Fazit:
Der erste Teil dieser Reihe wird bestimmt durch Vorurteile, Bewältigung von persönlichen Problemen aus der Vergangenheit und reichlich verworren erscheinenden Theorien zur Auflösung der seltsamen Verbrechen.
Für den zweiten Teil erwarte ich mehr. Die Story und das Ermittlerpaar konnte mich noch nicht überzeugen.

Ich bewerte mit drei von fünf Sternen.

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Strandopfer

Rezensionen von Bisco:

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Bachelorette Party von Camilla Sten

Der Knall der Sektkorken ist noch das stärkste am Buch

2012, eine kleine Schäreninsel in Schweden (winzige Inseln mit meist nur ein bis zwei Häuser und in ner halben Stunde einmal umrundet), ein Junggesellinnenabschied von vier Freundinnen.

2022, seit zehnt Jahren gelten die vier Frauen vom JGA aus 2012 als verschwunden. In diesem Jahr treten die nächsten Frauen dort einen JGA an.

Auf der Insel, wo mittlerweile ein brandneues Hotel eröffnet hat, mit Schwerpunkt Yoga, Ernährung und Ganzheitlichkeit. Nur die fünf Frauen, die Inhaberin und der Koch. Es soll eine Party werden mit Spaß, Alkohol und ein letztes Mal so richtig die Freiheit für die Braut.

Doch es soll anders kommen als sie dachten.

Tessa, eine der Teilnehmerinnen im Jahr 2022 hat so gar keine Lust auf den JGA. Die Braut kennt sie noch aus ihrer Studienzeit, sie würde aber lügen, würde sie sagen sie ständen sich so extrem nahe. Doch Tessa betrieb bis vor kurzen einen True-Crime-Podcast und ist fasziniert von dem, was vor zehn Jahren auf dieser kleinen Insel passiert ist. Aus ihrer Sicht lesen wird die Geschichte.

Auf die regelrecht Nebenfiguren, von der Braut über Tessas Schwester und die “Neue“ im Team brauch ich nicht viel zu schreiben, da alle keine wirkliche Tiefe für die Geschichte bringen. Interessant ist nur Irene, denn sie ist die Inhaberin des Hotels. Und sie ist die Schwester der toten Matilda, welche damals schwanger war und eine der verschwundenen Teilnehmerinnen ist.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Gegenwart mit dem Besuch der Insel, dann des Öfteren im Jahr 2012, wo es um die Zeit vor dem JGA geht und ein paar wenige Male um die Zeit dazwischen.

Die Autorin machte es selbst mir, die ich mir Notizen machte, wer in welche Zeitschiene gehörte und mit wem verwand, war nicht immer ganz leicht. Zu viele Namen, zu oberflächlich und viele Zeitsprünge haben mich so manches mal verwirrt.

Zu schnell war aber offensichtlich, welches Katz- und Mausspiel in der heutigen Zeit stattfindet. Zu schnell offensichtlich das schon zum Anfang etwas nicht stimmt und wer dahintersteckt. Leider gab es für mich keine wirklich interessante Geschichte. Zu sehr kann man sich schnell einen Großteil der Gründe für die Rache zusammenreimen und wer hinter den meisten Taten steckt. Bei einer Insel von nur wenig Fläche, mit null Versteckmöglichkeit (was oft genug betont wurde) auch kein Wunder.

Das Buch war in sich flüssig und schnell zu lesen, auch wenn man zu oft über die Namen stolpert und Zusammenhänge nochmal in den Notizen nachlesen musste. Aber leider ist es für mich keine Geschichte, die von Spannung erfüllt ist. Für jemanden, der schnell mal was zur Hand braucht ok, aber ansonsten wenig lesenswert.

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Bachelorette Party

Rezensionen von Lerchie:

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Sommerhaus von Rachel Joyce

Überraschender Tod

Der weltberühmte Künstler Vic Kremp ruft seien Kinder zusammen, um Ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Die lassen alles stehen und liegen und kommen. Der Vater eröffnet ihnen feierlich, dass er noch einmal heiraten wird, und zwar eine 27-jährige namens Bella-Mae. Die Geschwister sind geschockt. Als dann ihr Vater tot aufgefunden wird, ertrunken im See an dem ihr Sommerhaus am italienischen Lago d’Orta liegt, wollen sie herausfinden was wirklich passiert ist.

Sie treffen Bella-Mae, die undurchschaubar ist. Und sie haben Fragen. Und sie merken erst spät, dass es eigentlich die junge Frau ist, die hier die Fragenstellt. Fragen, denen sie ein Leben lang ausgewichen sind.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht schlecht lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die den Fluss gestört hätten. Allerdings war es nicht mein Stil. Ich kam zwar in die Geschichte rein, konnte mich aber mit keinem der Protagonisten anfreunden. Die vier Geschwister, die schockiert waren, als ihr Vater ihnen seine Absicht eröffnete, glaubten, dass die junge Frau zumindest eine Mitschuld am Tod ihres Mannes trug. Und eine der Schwestern ließ nicht davon ab bis zum Ende. Ob es so war, verrate ich hier natürlich nicht. Aber die vier Geschwister waren so chaotisch und eine verrückter als die andere. Das war nicht unbedingt meine Welt, nicht das was ich sonst lese. Ich hatte es mir doch anders vorgestellt. Ich möchte nicht sagen, dass es schlecht war, aber von sehr gut war es doch weit entfernt. Die Spannung fehlte durchgehend. Das einzige was etwas Spannung erzeugte war die Frage, war sie daran schuld oder nicht? Am Ende gab es noch eine Überraschung, denn es ging um das Bild, das Vic unbedingt noch malen wollte und das die vier verzweifelt gesucht hatten in der Villa am See. Doch dazu jetzt nichts mehr. Ich sage nur, dass mir das Buch nicht sonderlich gefallen hat. Es hat sehr seichten Unterhaltungswert aber gut unterhalten hat es mich nicht. Von mir daher mit viel gutem Willen noch drei Sterne.

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Sommerhaus

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Pause von Lena Kupke

Zwischen Lachen und Weinen

Ein zeitgemäßes, ernstes Thema so unterhaltsam zu verpacken, dass einem das Lachen quasi im Hals stecken bleibt, gelingt nicht vielen: Lena Kupke ist es grandios gelungen. Sie hat mit ihrem Debüt „Pause“ gezeigt, dass Humor und Tragik zusammen funktioniert und sich das gut anfühlen kann. Ihre „Art von Witz“ blitzt immer wieder authentisch durch.

Wenn man ihren Humor auf der Bühne feiert, lohnt sich das Buch noch mehr.

Es geht um 36-jährige Hannah, die, nach einem Krankenhausaufenthalt ins Elternhaus nach Lüneburg zurückkehrt, dort mit Verlust und Rückzug konfrontiert wird und gegen bürokratische Hürden kämpft. Ganz nah am Leben also. Wie ist das, wieder zum Kind zu werden – mit dem Gefühl, versagt zu haben? Solchen Fragen nähert sich Lena Kupke einfühlsam und mit Augenzwinkern an. Wer sich mit Hannah identifizieren kann, wird in dieser Buch tröstliche Heilung, reale Wahrheiten und Liebe finden, die alles erträglicher macht. Ich fand es großartig und konnte es kaum aus der Hand legen, was mich am meisten überrascht hat.
Wen interessiert, wie Hannah damit umgeht, wieder bei ihren Ü60-Eltern eingezogen zu sein und was man daraus für schlechte Zeiten mitnehmen kann, sollte „Pause“ lesen.

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Pause